aid infodienst e. V. aufgelöst

Der aid infodienst e. V. (aid) ist Geschichte. Am 3.
November 2016 haben die Mitglieder als höchstes Aufsichtsgremium die
Auflösung des Vereins beschlossen. Das klingt zunächst nach einer
schlechten Nachricht für eine Institution, die in Deutschland 66
Jahre lang neutrale Informationen “vom Acker bis zum Teller“
lieferte. Aber es gibt einen guten Grund für die Auflösung: Die
Kompetenzen in Sachen Ernährungs- und Agrarkommunikation sollen
gebündelt werden. Es gibt in Deutschland zahlreiche „Kompetenz- und
Kommunikationsinseln“, die – staatlich gefördert – über
Landwirtschaft, Lebensmittel und Ernährung kommunizieren. Was fehlt,
ist DAS Kompetenz- und Kommunikationszentrum für Verbraucher sowie
für Fach-, Lehr- und Beratungskräfte. Dies soll nun unter dem Dach
der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) geschaffen
werden. Und zwar in zwei eigenständigen Einheiten: dem Bundeszentrum
für Ernährung (BZfE) und einer Kompetenzeinheit für
landwirtschaftliche Fachinformationen, die miteinander vernetzt sein
werden.

Kern des neuen Bundeszentrums für Ernährung sowie der
Agrarkommunikation werden jeweils Teile des aid sein. Bis zur
Gründung dieser Meilensteine steht noch eine Menge Arbeit an. Zudem
sind mit einer Bündelung der Kompetenzen auch neue Konstellationen in
der Organisation und Kommunikation erforderlich. Dennoch werden die
aid-Medien weiter verfügbar sein. „Unsere Arbeit führen wir in
unveränderter Qualität nahtlos fort und auch das Medienangebot
stellen wir weiterhin in der gewohnten Qualität sicher“, so Dr.
Margareta Büning-Fesel, Geschäftsführender Vorstand des aid und
zukünftige Leiterin des BZfE. „So muss niemand auf Informationen
oder Unterrichtsmaterialien des aid verzichten.“ Schritt für
Schritt werden also neue und auch bewährte Materialien unter dem
neuen Namen veröffentlicht. „Das gesamte Angebot wird in der
geballten Kraft eines ‚Bundeszentrums für Ernährung‘ noch besser“,
so Büning-Fesel.

Das gilt selbstverständlich auch für die bewährten Medien im
Agrarbereich. Und nicht nur das: Die Kommunikation in diesem Bereich
soll stärker in Richtung Verbraucher gehen. Was dem aid vor allem aus
Kapazitätsgründen in Sachen „Informationen über die
Landwirtschaft“ bisher nur in relativ geringem Umfang möglich war,
soll in der neuen Konstellation deutlich gestärkt werden. Da sieht
Büning-Fesel noch großes Potenzial: „Es soll ein möglichst
realistisches Bild über die aktuell praktizierte Landwirtschaft
vermittelt werden, weg von einer fragwürdigen Werbeidylle auf dem
Stand des 19. Jahrhunderts.“ Die modernen Errungenschaften der
Lebensmittelerzeugung, inklusive vieler Instrumente zum besseren
Schutz für Tiere, Natur und Umwelt, müssten jedem als neutrale
Informations- und Entscheidungsgrundlage zur Verfügung stehen.
Außerdem gebe es noch einen Handlungsbedarf für die Kommunikation
der Forschungsergebnisse im Agrarbereich.

Mit der Auflösung des aid ist somit der Grundstein für eine
konzentrierte Kommunikation im Ernährungs- und Agrarbereich gelegt.
Das ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu einer
schlagkräftigeren Ernährungs- und Landwirtschaftskommunikation.

www.aid.de

Drei neue Catering-Plattformen

Jeder möchte ein guter Gastgeber sein, egal ob privat oder beruflich, im kleinen Kreis, oder für große Gesellschaft. Gute Bewirtung und individueller Service sind das A und O. Jetzt starten mit Heycater.com, Catero.de und Caterwings.de gleich drei Online-Anbieter, um die oft umständliche und zeitaufwendige Suche nach dem perfekten Catering zu vereinfachen. Ein Vergleich:

Der erste Eindruck? Je einfacher und übersichtlicher die Seite gestaltet ist, desto besser. Heycater bietet Catering-Interessierten zum Einstieg eine Freitext-Suche und vordefinierte Suchfilter. Sobald der Nutzer Kontakt zum Anbieter aufnehmen möchte, muss er ein eigenes Profil anlegen. Nachdem über Heycater eine konkrete Buchungsanfrage erfolgt, wird der Kontakt zwischen dem Nutzer und dem Caterer hergestellt. Die Seite ist mit wenigen Rubriken, Fotos und Symbolen knapp und übersichtlich strukturiert. Catero führt sowohl Catering-Interessenten als auch Anbieter schnell und einfach durch das Angebot. Der Nutzer gelangt ohne Anmeldung mithilfe einer Standort- oder PLZ-Eingabe direkt zur Anbieterauswahl, die Dank weiterer Suchfiltern beliebig verfeinert werden kann. Die Kontaktdaten der Anbieter werden offen angezeigt, sodass Interessenten bei Bedarf ihren Wunsch-Caterer jederzeit direkt kontaktieren können. Eine persönliche Merkliste ermöglicht es, mehrere Caterer zu markieren und mit nur einem Anfrage-Formular Angebote zu erbitten. Eine große Zeitersparnis. CaterWings startet Ende des Jahres seinen Dienst und soll transaktionsgebunden funktionieren. Catering-Interessierte erhalten Infos zu den Services, Leistungen und Preisen der Catering-Anbieter, können mit diesen jedoch nicht in direkten Kontakt treten. Die Kommunikation läuft ausschließlich über CaterWings. Per Mail können detaillierte Catering-Anfragen an CaterWings gestellt werden. Der Online-Dienst verspricht zügige Beantwortung.

Was bieten die Seiten sonst noch? Heycater bietet einen Blog „Gastroinferno“, mit kreativen Rezepten und Restaurant-Tipps. Catero präsentiert redaktionelle Beiträge und Informationen rund um das Thema Gastgeben. Kooperationen wie mit dem Nonfood-Caterer „Party Rent“ ergänzen die Leistungen und Services der Plattform sinnvoll. Regelmäßig sollen hier Tipps zu den Themen Tischgestaltung, Dekoration und Eventausstattung für Anbieter und Nachfrager zu finden sein. Bei CaterWings bleibt es spannend, wie sich die Seite nach dem Launch entwickeln wird. Bisher sind noch keine redaktionellen Beiträge oder zusätzlichen Info- und Serviceleistungen verfügbar.
Wer steckt dahinter? Hinter Heycater verbergen sich mit Sophie Radtke und Terese Köhler zwei ehemalige Mitarbeiterinnen von Rocket Internet, der Start-up-Schmiede der Samwer-Brüder. Das Start-up Catero hat seine Wurzeln in Hamburg. Vena Steinkönig und Oskar Giese bringen jahrelange Berufserfahrung aus der Event- und Catering-Branche mit. Der IT-Spezialist und Unternehmer Sebastian Dröber (ehemals Mitgründer der Internetagentur SinnerSchrader) ist für die technische Umsetzung der Lösung verantwortlich. CaterWings wurde von Rocket Internet ins Leben gerufen und wird von Alexander Brunst und Sebastian Kloss vertreten.

Fazit
Heycater und CaterWings stecken noch in den Kinderschuhen. Beide befinden sich in der Start- und Aufbauphase. HeyCater bietet mit dem Blog „Gastroinferno“ bereits informativen Content für seine Nutzer und verfügt über ein interessantes Angebot für die Hauptstadt. Catero punktet mit einem deutschlandweiten Caterer-Verzeichnis und dem Who is Who der Catering-Zunft. Weitere Vorteile sind der individuelle Suchmaschinen-Charakter sowie umfangreiche Darstellungsmöglichkeiten für Anbieter. Catero ermöglicht es dem Catering-Interessenten, seinen Wunsch-Caterer jederzeit direkt zu kontaktieren. So können Caterer auch auf individuelle Kundenwünsche eingehen und vor einer finalen Beauftragung beraten. CaterWings und Heycater hingegen bieten vordefinierte Speisenangebote zum sofortigen Online-Kauf. Eine direkte Kommunikation zwischen Catering-Anbieter und Catering-Kunde ist nicht vorgesehen bzw. erst nach einer bereits platzierten Online-Bestellung. Wer Wert auf Transparenz und Sicherheit legt und nach individuellen Catering-Leistungen sucht, für den ist Catero die erste Wahl. Wer schnell und ohne Anbietergespräch Speisen gleich online einkaufen möchte, ist bei Heycater und CaterWings richtig. Eine Grenzziehung zwischen üblichem Lieferservice und individuellem Catering ist bei letzteren beiden Angeboten nicht ersichtlich. Unabhängig hiervon wird Catering attraktiv für ein breites Publikum inszeniert. Damit liegen die drei Plattformen voll im Trend.

www.Heycater.com
www.Catero.de
www.Caterwings.de

Die kommunikative Dimension des Essens

Essen ist reden mit anderen Mitteln

Essen dient nicht nur dem Überleben. Es ist auch Ausdruck der eigenen Kultur, des sozialen Umfelds und der eigenen Identität. Im Sinne von „Essen ist reden mit anderen Mitteln“ sind Mahlzeiten eine Form der Kommunikation. Das Forschungsprojekt „Kulinarische Diskurse als Indikatoren sich wandelnder Gesellschaften“ an der Universität Flensburg beschäftigt sich intensiv mit diesem Themenbereich. Die Wissenschaftler untersuchen Essmuster als Mittel der Kommunikation und konnten drei kommunikative Ebenen identifizieren: Gespräche und die kommunikative Atmosphäre beim Essen, das Reden über das Kochen und Essen und das Essen selbst, also Auswahl, Gestaltung und Verzehr. „Was immer Menschen kochend und essend gemeinsam tun, es fördert Beziehungen und erhält die Kommunikation“, so Professor Ines Heindl in der Fachzeitschrift Ernährungsumschau.

Eine angenehme Atmosphäre beim Essen fördert gute Gespräche. Aber nicht nur die direkte Kommunikation bei den Mahlzeiten spielt eine Rolle. Die Auswahl der Speisen bis hin zu deren Verweigerung sind Mittel des individuellen Ausdrucks. Im größeren Rahmen sind Esskultur, Kommunikation und auch die Küche als Ort des Kochens und Essens Ausdruck der geistigen, kulturellen und politischen Werte einer Gesellschaft. Erkenntnisse zu Essmustern als Mittel der Kommunikation können neue Impulse für die Erziehung, Bildung und Beratung geben.
Annalena Schraut, www.aid.de

Weitere Informationen:
www.uni-flensburg.de/ihl/

Aldiana expandiert

Aldiana bleibt 2013 weiter konsequent auf Expansionskurs. Basis dafür ist die zufriedenstellende Buchungslage. So steigt das Gästeplus für die Sommersaison mit aktuell drei Prozent.

Exakt im Zeitplan liegen die Erneuerungs- und Erweiterungsarbeiten für den Aldiana-Kreta in Mochlos, der am 1. Mai 2013 eröffnen wird.
Am 7. Januar hat Aldiana CEO Peter Wennel den Optionsvertrag für den neuen Aldiana Kalabrien unterzeichnet, der 2014 eröffnen soll. Er liegt an der Ostküste Süd-Italiens etwa 25 Kilometer vom Flughafen Crotone und 80 Kilometer vom Airport Lamezia Terme entfernt. Bestechend sind sein Traumgrundstück an einer romantisch gelegenen Bucht mit feinsandigem Strand, die architektonische Gestaltung der Zimmer und Bungalows sowie die klimatischen Bedingungen über sieben Monate des Jahres. Die Eröffnung ist für Ostern 2014 projektiert.

Der Erfolg Aldianas ist die intensive Kommunikation mit den Gästen. Dabei ist zur Zeit unverkennbar der dringende Gästewunsch, den Aldiana Makadi Bay in der derzeitigen Lage ab dem 31. Januar ruhen zu lassen. Dazu Aldiana CEO Peter Wennel: „Unsere Solidarität in der schwierigen Situation Ägyptens gilt unseren Partnern vor Ort. Mit ihnen sind wir in ganz engem Kontakt, damit wir umgehend bei einer Optimierung der Situation mit unseren Gästen die Rückkehr an das paradiesische Rote Meer erörtern können.“

Ebenfalls exzellent läuft die Wintersaison 2012/13. Mit dem Gästeplus von vier Prozent liegt Aldiana nahezu exakt an der Kapazitätsgrenze.

http://www.gourmet-report.de/goto/aldiana

Roaming-Gebühren im Ausland

Flatrates für Telefonate, SMS und die mobile Internetnutzung vereinfachen hierzulande die Kommunikation per Smartphone und lassen uns vergessen, wie viel wir eigentlich für die einzelnen Services zahlen. Noch unberechenbarer wird die Smartphone-Nutzung im Ausland: Zwar erhält jeder Reisende, der im Ausland unterwegs ist, eine Service-SMS seines Telefonanbieters mit Informationen zu den Gebühren im Reiseland, jedoch machen sich nur wenige die Mühe, die Informationen gründlich durchzulesen – schließlich ist man ja im Urlaub und möchte sich nicht mit dem unübersichtlichen Gebührenchaos auseinandersetzen.

Die gute Nachricht für alle, die auch im Ausland nicht auf ihr Smartphone verzichten wollen: Dank der vom Europäischen Parlament (EP) beschlossenen dritten Roaming-Verordnung sollen innerhalb der Europäischen Union die Roaming-Tarife zum 1. Juli 2012 gekürzt werden. Sowohl ab- und eingehende Telefonate als auch SMS sollen günstiger werden. Außerdem gibt es zum ersten Mal eine festgesetzte Preisobergrenze für die mobile Internetnutzung im europäischen Ausland. Bis 2014 sollen die EU-Preisobergrenzen für das Datenroaming in zwei Stufen weiter sinken. Cheapflug.de
, das Online-Portal für die Suche nach und den Vergleich von Flugpreisen, hat pünktlich zur Anpassung der neuen Roaming-Regeln ab 1. Juli 2012 auf http://www.cheapflug.de/reisetipps/roaming-gebuehren-im-ausland
noch mal alles Wissenswerte zum Thema Roaming-Gebühren im Ausland sowie eine Übersicht über die Gebühren der verschiedenen Anbieter zusammengestellt.

Sehr unterschiedliche Kosten bei den verschiedenen Anbietern
Das Team von Cheapflug.de
hat in einer Tabelle verschiedene Auslandstarife mehrere Anbieter im Vergleich mit der neuen Obergrenze zusammengestellt. Alle Preise beziehen sich auf Vertragskunden, sind inklusive Mehrwertsteuer und gelten für die Kommunikation innerhalb der EU.

Vor der Reise informieren ist essentiell
Übersichtlicher werden die Roaming-Tarife durch die EU-Verordnung also auch nicht. Besonders wichtig ist es, sich erst einmal zu informieren, zu welchem Auslandstarif man mit dem entsprechenden Anbieter telefoniert. Die meisten Anbieter haben nämlich spezielle Tarife für Wenig- und Vieltelefonierer, manchmal sogar spezielle Angebote für diejenigen, die ausschließlich SMS verschicken wollen. Wenn man sich vor Urlaubsbeginn im Klaren ist, welche Angebote man im Ausland nutzen möchte, ist es meist problemlos möglich, vor Reisebeginn zu dem Tarif zu wechseln, der am besten passt. Damit lassen sich unnötige Kosten vermeiden. Das gilt natürlich auch für Reisen außerhalb der EU, insbesondere hier können die Preise fast katapultartig in die Höhe schnellen. Ein Megabyte Datenroaming kann bei O2 zum Beispiel bis zu 12,29 Euro kosten.

Kostenkontrolle durch Limits
Die meisten Anbieter ermöglichen es dem Kunden, sich ein individuelles Preislimit zu setzen. So kann man selbst bestimmen, wie viel man maximal pro Monat für das Roaming ausgeben möchte. Sobald das Limit erreicht ist, wird man vom Anbieter darüber benachrichtigt und der große Schock beim Blick auf die Rechnung bleibt dem Kunden erspart. Grundsätzlich müssen alle Anbieter ihre Kunden laut EU-Verordnung ab 60 Euro über den Stand der Gebühren informieren.

Auslandspakete für Vieltelefonierer
Die meisten Anbieter haben auch spezielle Auslandspakete im Angebot, die zwar eine Grundgebühr enthalten, dafür aber günstigere Telefon- oder SMS-Tarife anbieten. Die My Europe Top Option von O2 kostet zum Beispiel 5 Euro Grundgebühr für vier Wochen. Dafür sind die ersten 200 Minuten eingehender Gespräche aus den zahlreichen europäischen Ländern kostenlos, abgehende Gespräche kosten 0,30 Euro pro Minute, SMS verschickt man für 0,13 Euro. T-Mobile bietet Travel & Surf-Tarife für Smartphone-User an, die im Urlaub nicht aufs Internet nicht verzichten wollen. Hier gibt es Tagespässe, zum Beispiel für 1,95 Euro für 10 MB, oder einen Wochenpass für 14,95 Euro für 100 MB. Wer vorhat, im Urlaub das Mobiltelefon wie Zuhause zu nutzen, ist in den meisten Fällen mit einem solchen Paket gut beraten.

Ernährungsforschung neu gedacht

Zwischen (Er-)Kenntnis und Kommunikation

Der Mensch und Verbraucher neigt – zumindest hierzulande – gerne und oft zum guten alten Schwarz-Weiß-Denken. Das ist nicht per se schlecht, da im Informationszeitalter nur noch wenige Nachrichten, Mitteilungen oder Kenntnisse aus rein quantitativen Gründen nicht mehr in Gänze beleuchtet werden können. In der Soziologie wird daher seit Jahren diskutiert, ob aus einem Informationsüberfluss eine Wissensknappheit resultiert. Die Kommunikationsforschung interessiert dagegen, wie der Mensch mit widersprüchlichen Meldungen umgeht und was die Konsequenzen sind. Zu abstrakt? Dann sei hier nur ein Beispiel aus der Presse stellvertretend genannt: Zeitungsüberschriften zu Schokolade.

„So lange dauert es, Kalorienbomben abzutrainieren…“ (bild.de, 19.12.2011) und „Dunkle Schokolade gut fürs Herz, von wegen Naschen ist ungesund…“ (stern.de, 12.12.2011). Einmal also Schokolade als Kalorienbombe, ein anderes Mal als Gesundmacher. Was ist nun richtig? Und wie kann ich als Leser diese kontroversen Schlagzeilen einordnen?

Wie so oft, kommt es beim geschriebenen Wort auf die Betrachtungsweise an. Hat die Bild-Redaktion mehr den Energiegehalt der Schokolade im Blick, betrachtet die Online-Redaktion des Stern lediglich einen Inhaltsstoff (in diesem Falle die sekundären Pflanzenstoffe Flavonole). Und wer hat nun Recht? Beide. Und trotzdem ist der Leser verunsichert, sollte er beide Artikel gelesen haben.
Diese nur scheinbar diametralen Aussagen kommen aus der Ernährungs- und Lebensmittelforschung. Und genau dort wird seit einiger Zeit genau diese Außenwirkung diskutiert. Das Bundesforschungsministerium hat eine Studie in Auftrag gegeben zum „Innovationssektor Lebensmittel und Ernährung“, durchgeführt vom Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung (IVV) und vom Lehrstuhl für Ernährungsphysiologie in Weihenstephan.

Was auf den ersten Blick vielleicht nicht neu klingt ist eine Art Revolution. Eine Revolution aller Wissenschaftler und Praktiker aus dem Ernährungssektor. Denn zum ersten Mal trafen sich Experten aus allen Bereichen der Forschung und diskutierten über die Herausforderungen der Zukunft an ihre Arbeit. Und erstaunlicherweise ist die Einigkeit der verschiedenen Fachbereiche groß: „In der Ernährungsforschung müssen wir weg von der Reduktion auf die Einzelsubstanz eines Lebensmittels“, sagte Professor Gerhard Rechkemmer, Präsident des Max-Rubner-Instituts auf einer Tagung in Weihenstephan im Dezember 2011.

„Auch wenn die Komplexität zunimmt, können wir uns nicht auf das einzelne Anthocyan (Pflanzenfarbstoff, Anm. d. Red.) konzentrieren. Viel größere Relevanz hat der gesamte Apfel“, so der Leiter des Bundesforschungsinstituts. Die Forschung könnte also in eine ganz andere Richtung gehen. Statt der Betrachtung der Einzelsubstanz, wie in dem Schokoladenbeispiel, sollte bald also die ganze Schokolade im Mittelpunkt des Interesses stehen. Wissenschaftler sprechen da von der „Forschung zum Einfluss von Ernährungsmustern“.
Auch Professor Hans-Georg Joost geht genau in diese Richtung. Der Vorstand des Deutschen Instituts für Ernährungsforschung hat nach der Veröffentlichung einiger Forschungsergebnisse Kritik am eigenen Leib erfahren müssen. So wies er nach, dass einige Substanzen aus Obst und Gemüse bei bestimmten Arten von Krebs – entgegen anders lautenden Vermutungen – nicht präventiv wirken. Eine wissenschaftlich belegte Tatsache, die aber die Schlagzeile „Obst und Gemüse schützen nicht vor Krebs“ (focus.de, 12.4.2010) provozierte. Ergebnis:

Verbraucherverunsicherung pur. Dass aber ein hoher Obst- und Gemüse-Verzehr Herz-Kreislauferkrankungen und Adipositas vorbeugen, fand sich nirgendwo. Joost kam zu einem einfachen wie zutreffenden Schluss in puncto Verbraucherverhalten: „Gesunde Lebensmittel können nur wirken, wenn sie akzeptiert werden.“

Ob sich die deutsche Forschungslandschaft tatsächlich den Bedürfnissen der Kommunikationsgesellschaft anpasst, werden die nächsten Jahre zeigen. Professor Hannelore Daniel, Direktorin des Zentralinstituts für Ernährungs- und Lebensmittelforschung, Freising sieht in jedem Fall drei klare Handlungsfelder, die sie mit ihren Kollegen ganz konkret und am liebsten sofort umsetzen möchte: „Ein Forschungsfeld ist die Matrix der Lebensmittel. Mit der simplen Fragestellung, was macht das im Körper?“ Inmitten des demografischen Wandels ergebe sich auch das zweite Feld: Geschmacks- und Sättigungsforschung. Die deutsche Bevölkerung wird im Schnitt immer älter und der Geruchs- und Geschmackssinn lassen nach. Dementsprechend haben Ältere weniger Appetit und es kann zu Mangelernährung kommen. Mit entsprechenden Symptomen und verbundenen Kosten. Das letzte große Handlungsfeld sieht auch Daniel in der Konsumentenforschung mit dem Schwerpunkt Konsumentenverhalten.
Man darf gespannt sein, wie die interdisziplinären Vorhaben und Forschungsfelder in Zukunft ausgestaltet werden. Währenddessen kann sich der Verbraucher an die goldene Regel halten: Variantenreich essen, Vieles ausprobieren und auch den Geschmack trotz aller ungesund/gesund-Meldungen nicht aus den Augen verlieren.
Harald Seitz, www.aid.de

"Fashion Food" Berlin

Ein echter Augenschmaus

Haarschmuck aus Algen, eine Oktopus-Tunika oder ein Schal aus Zuckerwatte – diese Mode ist wenig alltagstauglich. In der neuen Ausstellung „Fashion Food“ zeigt das Museum für Kommunikation essbare Haute Couture in 50 eindrucksvollen Fotografien.

w w w. fashionfood. at

Telekom Campus Cooking geht wieder auf Tour

Star-Köche Stefan Wiertz & Patrick Gebhardt setzen die Telekom Campus Cooking-Reise an zehn Hochschulmensen Deutschlands auch in 2011 fort – Im Zeichen der kleinen Preise können sich die Studenten völlig dem Genuss und dem kommunikativen Austausch widmen

„Brainfood“ auf dem Vormarsch! Bei der Telekom Campus Cooking Tour wird auch im Sommersemester 2011 das Motto „Essen ist Kommunikation“ ganz groß geschrieben. Dafür reisen die beiden Star-Köche Stefan Wiertz und Patrick Gebhardt vom 02. Mai bis zum 24. Juni in zehn ausgewählte Mensen Deutschlands. Von Ulm, Saarbrücken über Gelsenkirchen und Neubrandenburg nach Regensburg peppen sie den Mensaspeiseplan mit gehirnaktivierenden Köstlichkeiten auf. Dabei setzen sie auf energiefördernde Zutaten wie Fenchel, Bananen oder Minze. Je eine Woche zaubern die prominenten Küchenmeister gemeinsam mit den Mensa-Küchenteams Gerichte wie Pasta mit grober Fenchel-Bratwurst, Pilzen, Rosmarin und Parmesan, Putengeschnetzeltes in Bananen-Ingwer-Milch auf Minz-Couscous oder Kartoffel-Lauch-Gratin mit Kabeljau und Pfefferminze – und das alles zu Studentenpreisen. Ein voller Geldbeutel und Gerichte, die Lern- und Plauderlaune fördern – was will der Student mehr?

Die beiden Star-Köche Stefan Wiertz und Patrick Gebhardt beweisen, dass man auch in Großküchen ungewöhnliche Speisen preiswert zubereiten kann. Das schaffen sie allerdings nur mit der Unterstützung der örtlichen Mensateams. Diese unschlagbare Kombination sorgt für außergewöhnliche
Speisepläne und den nötigen Energieschub für Geist und Körper der paukenden Studenten. Tablett in die Hand nehmen und bereit machen für den Telekom Campus Cooking Stopp an der nahegelegensten Mensa!
Kommunikation steht bei der Deutschen Telekom im Zeichen fairer Preise. Dies gilt nicht nur beim Telekom Campus Cooking, sondern auch bei den Mobilfunktarifen für Studenten. So erhalten die Studierenden bei der Telekom auf ihre Bedürfnisse zugeschnittene Spezial-Angebote, die einen monatlichen Rabatt in Höhe von bis zu 10 € auf ausgewählte Tarife beinhalten. Ganz neu ist die Option SMS Flat allnet, zubuchbar für 9,95 € im Monat. Damit können unbegrenzt SMS in alle dt. Mobilfunknetze verschickt werden.

Alle Informationen zu den Tarifen, den aktuellen Campus Cooking Terminen sowie das Campus Cooking Rezept Booklet zum kostenlosen Download gibt es unter www.telekom.de/young und www.facebook.com/telekomcampuscooking.

5. Symposium „Funktionelle Lebensmittel“

Gemeinschaftsveranstaltung von DLG, GDL, DGE und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel – 19. und 20. Mai 2011 in Kiel

Am 19. und 20. Mai findet in Kiel das 5. Symposium „Funktionelle Lebensmittel“ statt. Im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung stehen aktuelle Themen aus Wissenschaft, Praxis, Kommunikation und Konsumentenverhalten. Austragungsort ist die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Veranstaltet wird das zweitägige Symposium von der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft), der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, der DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) sowie der GDL (Gesellschaft Deutscher Lebensmitteltechnologen).

Schwerpunkte der Veranstaltung bilden die Themen „Bioaktivität / Bioverfügbarkeit“, „Anreicherung, Verkapselung und Stabilität funktioneller Lebensmittel“ sowie neueste Erkenntnisse aus Kommunikation und Konsumentenverhalten zu funktionellen Lebensmitteln. Das Tagungsprogramm besteht aus Plenar- und Diskussionsvorträgen sowie Podiumsdiskussionen, die durch eine Posterausstellung ergänzt werden.

Die Teilnahmegebühr beträgt 490 Euro. Anmeldeschluss ist der 12. Mai 2011. Das detaillierte Programm ist im Internet unter: www.DLG.org/functionalfood abrufbar.

Weitere Informationen und Anmeldung:
DLG e.V., Christine Jungwirth, Eschborner Landstraße 122, 60489 Frankfurt am Main, Tel.: ++49 (0) 69 24 788 311, E-Mail: c.jungwirth@DLG.org

Neue europäische Standards für Weinwerbung

Neue europäische Standards für Weinwerbung

Die europäische Weinbranche hat neue Standards für die kommerzielle Kommunikation für Wein definiert, die sich unmissverständlich gegen einen übermäßigen oder missbräuchlichen Konsum von Wein beziehungsweise Sekt richten. Sie orientieren sich an den Verhaltensregeln des Deutschen Werberats über die kommerzielle Kommunikation für alkoholhaltige Getränke.

In elf Punkten verpflichten sich die Unternehmen unter anderem, dass durch kommerzielle Kommunikation Kinder oder Jugendliche nicht zum Trinken von Wein aufgefordert oder animiert werden dürfen. Es darf auch nicht der Eindruck erweckt werden, dass ein niedriger Alkoholgehalt von Wein missbräuchlichen Konsum verhindere oder dass Wein­konsum zur gesellschaftlichen Akzeptanz oder zum sozialen Erfolg nötig sei. Selbstverständlich ist auch jede werbliche Verbindung zum Weinkonsum im Straßenverkehr, am Arbeitsplatz und während der Schwangerschaft untersagt.

Redaktionelle Medieninhalte sowie allgemeine Informationen, die auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse über gesundheitliche Wirkungen des Weinkonsums im Positiven wie im Negativen aufklären, sind von den neuen Standards nicht betroffen.

Zuwiderhandlungen können als Verstöße gegen die Verhaltensregeln des Deutschen Werberats geahndet und mit Sanktionen versehen werden. Jeder Verbraucher kann sich über Werbemaßnahmen beim Deutschen Werberat beschweren.

Die Etablierung der neuen Kommunikationsstandards erfolgt im Rahmen der europäischen Initiative WINEinMODERATION (WiM). Mit dieser Initiative hat sich die europäische Weinwirtschaft gegenüber der EU-Kommission verpflichtet, durch umfassende Aufklärung sowohl der Verbraucher als auch der eigenen Branche einen aktiven Beitrag zur Verminderung alkoholbedingter Schäden zu liefern. Dieses Programm wird hierzulande vom Forum der Deutschen Weinwirtschaft getragen, deren Mitglieder den Weinsektor weitgehend repräsentieren, sowie vom Verband der Deutschen Sektkellereien. Der Deutschen Weinakademie (DWA) obliegt die Federführung und Koordination.

Das umfassende Regelwerk ist als Leitlinie für die neun EU-Länder zu sehen, die die WiM-Initiative unterstützen. Dazu zählen neben Deutschland bislang Spanien, Frankreich, Italien, Portugal, Großbritannien, Zypern, Griechenland und Österreich.

Im Rahmen von WINEinMODERATION hat die Weinwirtschaft außerdem ein europäisches wissenschaftliches und politisches Informationszentrum (Wine Information Council WIC) geschaffen, das von der DWA europaweit koordiniert wird.

Die vollständigen Kommunikationsstandards für Wein sowie weitere Informationen gibt es unter www.wineinmoderation.eu. Sie können außerdem bei der Deutschen Weinakademie angefordert werden. E-Mail: laux@deutscheweinakademie.de, Fax: 06131-282910.