365 kg Fleisch im Jahr! Klimakiller

Weniger Fleisch auf dem Teller schont das Klima – DGE unterstützt Forderungen des WWF nach verringertem Fleischverzehr

Eine Umstellung des Ernährungsverhaltens kann erheblich zum
Klimaschutz beitragen. Der World Wide Fund For Nature Deutschland (WWF)
ging in einer Studie der Frage nach, welche Auswirkungen unsere
Lebensmittelauswahl auf den globalen Ressourcenverbrauch sowie das
Treibhauspotenzial hat. Insbesondere eine fleischbetonte Ernährung kann
dazu beitragen, dass naturbelassene Regionen in Agrarland umgewandelt, die
Artenvielfalt der Erde gemindert und wichtige Lebensräume zerstört
werden, so die Studienergebnisse des WWF, die er am 1. April 2015 in Berlin
vorstellte[1]. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE)
begrüßt die Offensive zum verringerten Fleischverzehr und spricht sich
sowohl aus Gründen der Gesundheitsförderung als auch der Nachhaltigkeit
für einen geringeren Verzehr von Fleisch, Fleischwaren und Wurst aus.

In der Klimabilanz pflanzlicher und tierischer Lebensmittel gibt es
deutliche Unterschiede. Nahezu 70 % der Treibhausgasemissionen unserer
Ernährung lassen sich auf tierische Lebensmittel zurückführen, auf
pflanzliche Produkte dagegen nur etwa 30 %. Auch in der Nutzung der
Agrarfläche, die für Ernährungszwecke kultiviert wird, zeigt sich ein
ähnliches Bild: Nach Angaben des WWF dienen fast 70 % der Tiererzeugung,
30 % dem Anbau pflanzlicher Lebensmittel. Eine Ernährung mit mehr
pflanzlichen Lebensmitteln würde dem Klimaschutz und der besseren
Ausnutzung der landwirtschaftlichen Nutzfläche dienen. In der vollwertigen
Ernährung nach den Empfehlungen der DGE stellen pflanzliche Lebensmittel
die Basis dar. Die Bevorzugung von Gemüse und Obst sowie Getreideprodukten
und Kartoffeln dient sowohl einer gesunderhaltenden als auch einer
nachhaltigen Ernährung. Tierische Lebensmittel sollten in kleineren
Portionen und möglichst fettarm den Speisenplan ergänzen.

Die Realität sieht allerdings anders aus: In Deutschland verzehren Männer
über 1 000 g Fleisch, Fleischerzeugnisse und Wurstwaren pro Woche. Damit
überschreiten sie deutlich den von der DGE zugrunde gelegten
Orientierungswert von 300 bis 600 g pro Woche. Frauen liegen mit knapp
600 g pro Woche an der oberen Grenze. Von der wünschenswerten Menge von
400 g Gemüse pro Tag erreichen Männer und Frauen hingegen nur ein
Drittel.

[1] WWF Deutschland: Das große Fressen. Berlin (2015):

www.wwf.de/themen-projekte/landwirtschaft/ernaehrung-konsum/das-grosse-fressen/

Bioland-Pressekonferenz auf der Internationalen Grünen Woche

Bioland-Pressekonferenz auf der Internationalen Grünen Woche:
Landwirtschaft im Spannungsfeld zwischen Klimaschutz und Welternährung – Biolandbau: die unterschätzte Option

Der Klimawandel und das Fehlen wirkungsvoller Strategien gegen Hunger und Mangelernährung von über 1 Mrd. Menschen stellen große Herausforderungen dar. Der Biolandbau stellt sich diesen Herausforderungen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Methoden des ökologischen Landbaus eine emissionsärmere Erzeugung von Lebensmitteln ermöglichen können. Ökologisch wirtschaftende Betriebe sind Vorreiter sowohl im Vermeiden von Treibhausgasemissionen als auch im Fixieren von Kohlendioxid durch Erhalt und Aufbau von Bodenhumus (Senkenfunktion). Ergebnisse aus dem Weltagrarbericht zeigen, dass ein ökologischer Landbau zudem große Potentiale zur Sicherung des Rechts auf Nahrung weltweit bietet.

Prof. Gerold Rahmann vom Johann Heinrich von Thünen-Institut: „Die Landwirtschaft ist ein bisher unterschätzter Emittent von Treibhausgasen, bietet aber gleichzeitig ein großes Potential als Problemlöser. Über eine nachhaltige Bodennutzung kann Kohlenstoff in Böden gespeichert und so dem Klimawandel entgegengewirkt werden. Eine fachlich fundierte Bewertung der Klimarelevanz von Landwirtschaft gelingt aber nur über eine umfassende Systembewertung, die die Emissionen vom Futtermittel bis zum Lebensmittel umfasst“.

Prof. Hans Herren, Vizepräsident des Weltagrarrates und Präsident des Millennium Institute: „Eine zweite ‚grüne Revolution‘ in der Landwirtschaft wird weder die Ernährungs- noch die Klimakrise lösen – im Gegenteil. Nachhaltige Anbausysteme wie der Biolandbau sind gefragt.“

Thomas Dosch, Präsident von Bioland: „Die Bundesregierung bekennt sich zwar zur notwendigen Senkung von Treibhausgasemissionen, richtet ihre Agrarpolitik aber nur ungenügend danach aus. Die Potentiale, die der Biolandbau als Beitrag zum Klimaschutz bietet, werden bisher von der Politik negiert. Stattdessen werden weiter umweltschädliche Landwirtschaftsformen und Massentierhaltung gefördert, die dem Klimaschutz schaden. Gleiches gilt für die offensive Exportstrategie des Bundeslandwirtschaftsministeriums“.

Die Inhalte der Pressemappe, ein von Bioland herausgegebenes Hintergrundpapier „Klimaschutz und Biolandbau in Deutschland“ sowie eine Resolution der Bioland-Bundesdelegiertenversammlung zum Klimaschutz sind unter www.bioland.de verfügbar.

Essen und Klimaschutz

Essen und Klimaschutz

Weg zum Supermarkt entscheidend

Der Verbraucher kann durch sein Einkaufsverhalten zum Klimaschutz beitragen. Eine Studie des Heidelberger Instituts für Energie- und Umweltforschung (IFEU) zufolge beeinflussen neben dem Ort der Erzeugung der Lebensmittel eine Reihe weiterer Faktoren die Frage, wie empfehlenswert ein Lebensmittel aus Klimaschutz-Sicht wirklich ist. Sowohl die Produktionsbedingungen, die Verarbeitung, Verpackung und der Vertrieb des Lebensmittels spielten eine Rolle als auch die Jahreszeit oder eben das Verhalten der Verbraucher.

Die wichtigste Einflussgröße sei in jedem Fall der Verbraucher selbst. Sein Einkaufs- und Konsumverhalten entscheiden nach den Ergebnissen der aktuellen Untersuchung maßgeblich über den ökologischen Rucksack der Lebensmittel. Bei Verbrauchern, die ausschließlich zum Kauf des Lebensmittels mit dem Auto zum Supermarkt fahren, spiele die eigentliche Produktion des Lebensmittels nur noch eine untergeordnete Rolle. Damit mache er letztlich alle Vorteile einer ökologisch sinnvollen Erzeugung wieder zunichte. Deutlich vorteilhafter seien Großeinkäufe mit reduzierten Fahrtwegen, z. B. durch kleine Umwege bei sowieso geplanten Fahrten bzw. Einkäufe zu Fuß oder mit dem Fahrrad. Besonders gut fällt die Klimabilanz dann aus, wenn der Kunde dann noch regionale Lebensmittel aus saisonaler Produktion einkauft. Dann sei er laut IFEU-Institut in der Regel in Bezug auf die Ressourcenschonung und Klimaschutz auf der sicheren Seite.
aid, Friederike Eversheim

Test: Stromanbieter

Stromanbieter:Ökostrom nicht teurer als konventioneller

Ökostrom ist in vielen Fällen nicht teurer als konventioneller, die Vertragsbedingungen und die Informationen sind aber bei diesen Anbietern häufig besser und die Kunden zufriedener. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest in der Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift test, für die sie preiswerte Tarife von 16 Stromanbietern ermittelt hat. Außerdem hat sie die Verbraucherfreundlichkeit der Tarifbedingungen und die Information für Neukunden getestet sowie eine Befragung zur Kundenzufriedenheit durchgeführt.

Wem Klimaschutz wichtig ist, der wählt am besten die „guten“ Öko-Tarife von Greenpeace Energy, EWS Schönau, Lichtblick oder Naturstrom, die nur umweltschonend erzeugten Strom liefern und garantiert neue Ökostromanlagen fördern. Die Preise sind mit konventionellem Strom vergleichbar. Testsieger bei der Beratung ist Naturstrom, der sich prompt und kompetent um seine Interessenten kümmert. Aber auch die anderen Ökostromanbieter informieren „gut“. Bei der Zufriedenheit liegen Greenpeace Energy und Lichtblick vorne, das Schlusslicht bilden Eon und Flexstrom. Die verbraucherfreundlichsten „sehr guten“ Tarifbedingungen hat der Tarif von Yello Strom, der allerdings zu den teuersten gehört.

Die verbraucherfreundlichen günstigsten Preise, die exemplarisch für einen Jahresverbrauch von 3000 kWh in den Städten Berlin, Essen, Paderborn und Stuttgart erhoben wurden, lagen zwischen 602 Euro und 760 Euro bei den konventionellen Stromtarifen und 639 Euro und 764 Euro bei den Ökostromtarifen. Da es in Deutschland inzwischen mehr als 10.000 Tarife gibt, rät die Stiftung Warentest, sich anhand des Jahresverbrauchs und der Postleitzahl durch einen Online-Stromtarifrechner wie Verivox eine Vorschlagsliste von günstigen Tarifen ausgeben zu lassen und dann im Testheft nachzusehen, wie gut die Tarifbedingungen des Anbieters sind und woher er den Strom bezieht.

Der ausführliche Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/strom.

Kampagnenstart:“Bio kann mehr“

Kampagnenstart:

„Bio kann mehr“ – im Bio-Fachgeschäft

Welchen besonderen Wert bietet Bio aus dem Bio-Fachgeschäft? Antworten hierauf gibt die bundesweite Kampagne „Bio kann mehr“. Sie startet am 1. Oktober 2009, Initiator ist der Bundesverband Naturkost Naturwaren (BNN) Herstellung und Handel e.V.

Anzeigen und die Website www.bio-kodex.de machen zunächst außerhalb der Bio-Fachgeschäfte auf die Kampagne aufmerksam. Im Fachgeschäft selbst laden ungewohnte Motive zum Fragenstellen ein. So kommt die Beratungskompetenz der Verkäufer zum Tragen. „Wer in ein Bio-Fachgeschäft geht, sucht in der Regel die angenehme Einkaufsatmosphäre, häufig auch das Gespräch, vor allem aber Produkte, die vom Anfang bis zum Ende nach konsequent ökologischen Kriterien hergestellt sind“, so Elke Röder, Geschäftsführerin des BNN. Diese Anforderungen erfüllen die Produkte, denen der BNN-Kodex zugrunde liegt. Der Kodex ist die Werte-orientierte Selbstverpflichtung der Naturkostbranche.

Elke Röder erläutert den Hintergrund: „Bio im Naturkosthandel ist mehr als nur ein Imagefaktor. Im Naturkosthandel ist Bio eine Haltung und die Kernkompetenz schlechthin, die nur durch Überzeugung und Leidenschaft der Menschen möglich wird.“ Das ist die Grundlage für Mehrwert von Bio aus dem Fachgeschäft. Beispiel „Klimaschutz“: So betreibt die Naturkostbranche echten Klimaschutz – indem CO2-Emissionen so weit wie möglich vermieden oder reduziert werden, u. a. durch die Nutzung regenerativer Energien oder intelligente Architekturkonzepte, und stellt so den Zukauf von CO2-Zertifikaten erst als letztmögliche Alternative hinten an. Weitere Mehrwert-Beispiele finden sich auf der Kampagnen-Website.

Mit Start der Kampagne werden die ersten der rund 2.500 Naturkostläden in Deutschland mit Informationsmaterialien ausgestattet sein. Darüber hinaus finden in zahlreichen Regionen Verkostungsaktionen in Naturkostläden statt. Dann werden auch die ersten Flyer zu den Themen „Natürlicher Geschmack“, „CO2-Vermeidung“ oder „Service für Allergiker“ präsentiert. Im Laufe der auf ca. eineinhalb Jahre angesetzten Kampagne werden Bio-Verbraucher regelmäßig über weitere aktuelle Themen informiert.

Die jüngsten Zahlen zur Entwicklung des Naturkosthandels unterstreichen das Vertrauen der Konsumenten in Bio aus dem Fachgeschäft: So ist der Umsatz im Naturkostmarkt im ersten Halbjahr 2009 auf bestehender Fläche um 1,5 Prozent gewachsen (einschließlich neuer Verkaufsflächen sogar um 5,2 Prozent, laut „Umsatzbarometer“ von Klaus Braun und BNN-Umsatzauswertung 2009), während der Umsatz im Bio-Gesamtmarkt im selben Zeitraum erstmals zurückging (minus vier Prozent im Lebensmitteleinzelhandel und minus sechs Prozent im Discount, laut Haushaltspanel der Gesellschaft für Konsumforschung, GfK). Elke Röder: „Diese Entwicklung zeigt, dass gut informierte Kunden mit ihrer Kaufentscheidung bewusst Verantwortung übernehmen – für nachhaltige Wirtschaftsformen und eine konsequent biologische Landwirtschaft.“

Das Klimakochbuch

„Das Klimakochbuch“: Alle reden über das Klima – Wir denken ans Essen!

Heute erscheint „Das Klimakochbuch – Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen“ (Kosmos) im Buchhandel. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) empfiehlt es als „Sach- und Kochbuch gegen die globale Erwärmung“. Über 40 Rezepte und spannende Hintergrundinformationen im Buch zeigen, wie eine klimafreundliche Küche gelingen kann. Weniger Fleisch und mehr Bioprodukte, saisonale und regionale Vielfalt an Stelle globalisierter Einfalt sind das Motto. Und die Zutaten müssen nicht zwangsläufig Tofu und Grünkern heißen. Es kann auch mal Wild sein: So ist der Genuss von frei lebendem Wild für den Sonntagsbraten eine klimafreundlichere Alternative zur energieintensiven industriellen Mast von Hochleistungskühen.

Mitherausgeberin Jenny Blekker: „Während sich die Bundesregierung selbst im Verkehrs- und Energiesektor immer noch viel zu wenig engagiert, fällt die Klimawirkung von Produktion, Transport, Verarbeitung und Zubereitung von Nahrungsmitteln völlig unter den Tisch. Aber auch jeder Einzelne kann mit seinem Einkaufs- und Ernährungsverhalten entscheidend zum Klimaschutz beitragen. Das Klimakochbuch hilft dabei zu entscheiden, wo kulinarischer Klimaschutz für einen selber anfangen kann. Für die dringend notwendige Ernährungswende müssen Landwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Politik jetzt folgen.“

Ulrike Eberle, Mitglied im wissenschaftlichen Beirat Ernährungs- und Verbraucherpolitik des Agrarministeriums (BMELV): „Das Klimakochbuch spricht Zusammenhänge an, die noch viel zu wenigen Menschen bewusst sind. Unsere Ernährung verursacht genauso viele Treibhausgase wie unsere Mobilität. Das Klimakochbuch zeigt, wo Treibhausgase entstehen und gibt Tipps wie sie vermindert werden können: angefangen von der Auswahl der Lebensmittel, über energieeffiziente Haushaltsgeräte bis hin zu einer klimafreundlicheren Zubereitung.“

Karl von Koerber, Lehrstuhlinhaber für nachhaltige Ernährung an der TU München: „Genuss, Klimaschutz und gesunde Ernährung sind alles andere als ein Widerspruch. Weniger und dafür hochwertigere Tierprodukte, Energie sparendes Kochen mit frischen regional-saisonalen Bio-Zutaten können die Klimabilanz auf unseren Tellern erheblich verbessern.“

Über ein Jahr haben die freiwilligen Klimaköche aus dem Umfeld von BUNDjugend und BUND gekocht, fotografiert und recherchiert. Unterstützt wurden sie dabei von etablierten Expertinnen und Experten wie Eberle und von Koerber sowie dem Berliner Unternehmen Einhorn Catering.

Das Klimakochbuch – Klimafreundlich einkaufen, kochen und genießen
(Hrsg.) BUNDjugend u.a., erschienen im Franckh-Kosmos Verlag
12,95 EUR [D]
ISBN: 978-3-440-11926-6

Bekämpfung von Hunger

Bekämpfung von Hunger nur durch nachhaltige und effiziente
Landwirtschaft möglich – FNL sieht ihren Ansatz bestätigt

Die UN-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) fordert am Rand des G8-Gipfels eine standortangepasste, nachhaltige und effiziente Landwirtschaft in den Ländern der Dritten Welt als Strategie gegen den Welthunger. Investitionen in eine solche leistungsfähige Landwirtschaft sollen nach Auffassung der FAO die ärmsten Länder in die Lage versetzen, selbst die Ernährung der eigenen Bevölkerung zu gewährleisten.

Dr. Gibfried Schenk, Geschäftsführer der FNL: „Langfristig kann die Welternährung nur durch eine leistungsfähige Landwirtschaft sichergestellt werden. Das gilt für die Industrienationen ebenso wie für Entwicklungs- und Schwellenländer. In Deutschland setzt sich die FNL seit vielen Jahren für Lösungen ein, die nachhaltig und effizient sind. Nur so können wir die Ressourcen für nachfolgende Generationen erhalten, gleichzeitig die weltweite Ernährungsproblematik entschärfen und auch den Klimawandel abmildern.“

Problemlösungen beginnen in Industrieländern wie Deutschland

Abseits von ordnungspolitischen Maßnahmen entstehen Lösungsansätze zur Eindämmung des weltweiten Hungers und des Klimaschutzes bereits vor der Haustür auf deutschen Äckern. Auch vor diesem Hintergrund sind Ernährungssicherheit und Klimaschutz elementare Themen der FNL. Sie setzt sich für eine starke heimische Landwirtschaft ein, die die natürlichen Ressourcen schont und immer effizienter nutzt. „Eine solche effiziente Produktion auf den bereits heute genutzten Ackerflächen – mit dem bedarfsgerechten Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln – ist einer Umwandlung von bislang ungenutzten Flächen auch aus Sicht des Umwelt- und Naturschutzes vorzuziehen“, so Schenk. Eine effiziente Produktion helfe im Übrigen auch dabei, die je erzeugter Produkteinheit entstehenden Emissionen zu reduzieren und trage so zum Klimaschutz bei.

Foodwatch

foodwatch fordert die neue Verbraucherministerin Aigner auf, Politik für Verbraucher zu machen

Die Verbraucherorganisation foodwatch erwartet von der neuen Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner, Politik für und nicht gegen Verbraucher zu machen. Aigner müsse ein klares verbraucherpolitisches Konzept vorlegen. „Horst Seehofer hat während seiner Amtszeit der Agrar- und Lebensmittellobby gedient. Die neue Ministerin Aigner hat jetzt die Chance dafür zu sorgen, dass Verbraucherinteressen endlich wieder ernst genommen werden“, sagte foodwatch-Geschäftsführer Thilo Bode.

Dazu gehört nach Ansicht von foodwatch mehr Transparenz im Lebensmittelbereich und ein eindeutiges Bekenntnis zur Ampelkennzeichnung für Lebensmittel. „Aigner muss sich außerdem für den Klimaschutz stark machen. In ihrer Funktion als Landwirtschaftsministerin ist es ihre Aufgabe, sich dafür einzusetzen, dass die Landwirtschaft endlich Teil der Klimapolitik wird. Verbraucher wollen auch mit ihrer Ernährung zum Klimaschutz beitragen“, sagte Bode. foodwatch hatte im August 2008 nachgewiesen, dass die deutsche Landwirtschaft mit 133 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr fast ebensoviel Treibhausgase ausstößt wie der Straßenverkehr.

Für einen grundlegenden Konstruktionsfehler hält foodwatch allerdings den Zuschnitt des Bundesministeriums für Landwirtschaft, Ernährung und Verbraucherschutz. „Die Interessen von Bauern und Verbrauchern sollen in einem Ministerium vertreten werden. Beide Gruppen wollen aber nie dasselbe. Effektive Verbraucherpolitik wird es nur mit einem eigenständigen Verbraucherministerium geben“, sagte Thilo Bode von foodwatch.

Deutschlands erster klimaneutraler Imbiss

CO2OLe Currywurst – Deutschlands erster klimaneutraler Imbiss

Die Deutschen lieben ihren Grill an der Ecke. „Pommes Schranke“, Döner und Currywurst sind besonders in der Mittagspause heiß begehrt. Ab sofort bietet der Erivan Imbiss in Bonn als erster Imbiss Deutschlands seinen hungrigen Kunden nur noch klimaneutrale Leckereien an – möglich macht dies CO2OL.

Deftige Speisen – und zwar klimaneutral

Klima-Killer oder Klima-Retter? Martin Babasez vom Erivan Imbiss in Bonn hat sich entschieden und stellt sich seiner unternehmerischen Verantwortung für den Schutz des Klimas – mit CO2OL. Der Bonner CO2-Kompensierer berechnet zunächst alle nicht weiter reduzierbaren Treibhausgas-Emissionen des Imbisses, die etwa bei der Produktion der Lebensmittel oder durch den Energieverbrauch entstehen. Ein CO2OL-Zertifikat weist Babasez die kompensierte Menge CO2 aus. Die berechneten Emissionen lässt CO2OL dann durch ökologische Aufforstungen in den Tropen ausgleichen. „Wir freuen uns sehr darüber, die erste Imbissbude Deutschlands CO2-neutral zu stellen. Der Erivan Imbiss macht deutlich, dass nicht nur Großunternehmen, sondern auch kleine Unternehmen und Gewerbetreibende, ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten können“, erklärt CO2OL-Geschäftsführer Dirk Walterspacher.

Nachhaltigkeit überzeugt immer mehr Unternehmen

Als erfolgreicher Projektierer hochwertiger Klimaschutz-Aufforstungsprojekte arbeitet CO2OL seit zehn Jahren für eine Vielzahl von Unternehmen und Organisationen, beispielsweise das weltweit größte Unternehmen für Fahrzeugleasing LeasePlan, den Hamburger Konzertveranstalter A.S.S. Concert & Promotion, eine der größten deutschen Eventagenturen, marbet, und das mit etwa 500 Mitgliedsunternehmen europaweit größte Umweltschutz-Netzwerk für Unternehmen, B.A.U.M. e. V. Darüber hinaus bietet CO2OL Businesskunden aus verschiedenen Branchen praxisorientierte und individuelle Beratung und Lösungen an, wie sie ihre Klimabilanz verbessern können. „Immer mehr Unternehmen setzen auf unsere klimafreundlichen Produkte und Dienstleistungen. Damit schützen sie nicht nur die Umwelt, sie erlangen gleichzeitig einen wichtigen Wettbewerbsvorteil. Denn für viele Verbraucher wird es zunehmend kaufentscheidend, ob Unternehmen ihrer ökologischen und sozialen Verantwortung gerecht werden“, erläutert Walterspacher.

Klimaschutz durch kurze Wege

„Tag der Regionen“ – Landidyll Hotels machen sich stark für das Klima

Unter dem Motto „Klimaschutz durch kurze Wege“ findet vom 27. September bis zum 12. Oktober 2008 der „Tag der Regionen“ in ganz Deutschland statt. Am Erntedanksonntag, dem 5. Oktober, ist der Hauptaktionstag.

Insgesamt tragen und gestalten 37 Partnerorganisationen aus Natur- und Umweltschutz, Kirchen, Land- und Forstwirtschaft, Jugendarbeit, Tourismus, Bildung, Verbraucherschutz, Gastronomie und mittelständischem Handwerk die Ideen des „Tag der Regionen“, die in den Bundesländern zum Teil durch Landesaktionsbündnisse ergänzt werden. Es finden Hoffeste, Stadtrundgänge, Bauern- und Handwerkermärkte u.v.a.m. statt.

Mit dem Motto „Klimaschutz durch kurze Wege“ soll deutlich gemacht werden, wie jeder Einzelne sich in seinem Verhalten in Bezug auf Energieeinsparung und Kohlendioxidreduzierung verändern und damit etwas bewegen kann.

Die Landidyll Hotelkooperation, die zurzeit durch 27 Mitgliedsbetriebe in ganz Deutschland vertreten ist, lebt in ihren Häusern die Philosophie der Ganzheitlichkeit und der ökologischen und ökonomischen Bedachtsamkeit. Die Landidyll Hotels & Restaurants stehen für den Einklang von Natur und Gastronomie und so steht bei den mittelständigen Familienbetrieben im Vordergrund, dass das Hotel nach ökologischen Gesichtspunkten in regionaltypischem Ambiente und mit besonderer Atmosphäre geführt wird. Um die gemeinsame Idee und Philosophie des Aktionsbündnisses und der Landidyll Hotels auch der Öffentlichkeit näher zu bringen, ist die Kooperation im letzten Jahr dem Bündnis beigetreten und unterstützt damit die Initiative ganz aktiv.

So werden zum Beispiel eigens für den „Tag der Regionen“ Menüs und Spezialitätenbuffets kreiert, die selbstverständlich aus regionaltypischen, saisonalen Produkten bestehen. Außerdem werden passend zum Thema auch attraktive kulinarische Arrangements angeboten u.v.a.m.

Die Küchenchefs der Landidyll Hotels legen besonderen Wert auf die Bewahrung und Pflege der jeweiligen regionalen Küchentraditionen, welche sich an den Jahreszeiten mit den frisch zur Verfügung stehenden Produkten der Felder, Flüsse, Wälder und Wiesen der Heimat orientieren. Die Gäste der Landidyll Hotels bekommen daher ausschließlich frische Produkte und Zutaten aus den jeweiligen Regionen auf den Tisch. Das bedeutet auch, dass die Landidyll Hotels damit kurze Transportwege, eine artgerechte Tierhaltung und ökologisch angebaute Produkte unterstützen und ihren Gästen dadurch einen qualitativ sehr hohen Lebensmittelstandard, verarbeitet in kulinarisch attraktiven und abwechslungsreichen regionalen Gerichten, anbieten. Dies gilt insbesondere auch für das Fleisch, das die Landidyll Hotels überwiegend aus kontrollierter Aufzucht von heimischen Bauern beziehen.

Mehr Informationen zum „Tag der Regionen“ gibt es auf der Seite www.tag-der-regionen.de oder bei der Landidyll Hotelkooperation auf der Seite www.landidyll.com