Die Reichen wohnen in Liechtenstein

… und die Armen Europas in Moldawien – Spanien markiert in etwa die durchschnittliche europäische pro-Kopf-Kaufkraft

Die aktuelle Studie „GfK Kaufkraft Europa 2012/2013“ von GfK untersucht die regionalen Niveauunterschiede in der Kaufkraft der Verbraucher in 42 europäischen Ländern. Auf Länderebene reicht das Spektrum dabei vom 4,5-Fachen des Europadurchschnitts in Liechtenstein bis zu einem Zehntel dieses Durchschnittswerts in Moldawien. Spanien markiert in etwa die durchschnittliche europäische pro-Kopf-Kaufkraft.

Laut der GfK Kaufkraftstudie stehen den europäischen Verbrauchern für das Jahr 2012 insgesamt etwa 8,6 Billionen Euro für ihre gesamten Ausgaben sowie zum Sparen zur Verfügung. Dies entspricht einer Kaufkraft von 12.802 Euro pro Einwohner im Durchschnitt der 42 Studienländer.
Das Wachstum pro Kopf liegt bei 2,1 Prozent
In den 42 betrachteten Ländern führen die Unterschiede in Lohnentwicklung und Inflation dazu, dass die privaten Verbraucher unterschiedlich viel Geld für ihre Konsumausgaben zur Verfügung haben. Die GfK Kaufkraftstudie betrachtet – zwecks einer bis zur feinsten regionalen Ebene einheitlichen Vergleichsbasis – die nominale Kaufkraft der Menschen, umgerechnet in Euro. Die Wechselkurse der nicht Euro-Länder beziehen sich auf die Angaben von Eurostat zum 7. Juni 2012. Das Ranking der Staaten Europas nach der Kaufkraft je Einwohner zeigt wenig Überraschungen: Wie immer liegt Liechtenstein weit vorn – mit rund 57.000 Euro pro Kopf für das Jahr 2012. Mit einem Abstand von rechnerisch 15.000 Euro pro Kopf folgen dicht an dicht die Norweger sowie die Schweizer. Die luxemburgischen Verbraucher müssen sich hingegen mit „nur“ rund 28.924 Euro pro Kopf und dem vierten Rang begnügen.

Die Einwohner der kaufkraftstärksten Länder Europas müssen zwar einen großen Teil ihres Einkommens in Mieten und allgemein teurere Lebenshaltungskosten investieren. Für den Konsum über das Lebensnotwendige hinaus bleibt ihnen jedoch erheblich mehr Geld übrig als den Verbrauchern in kaufkraftschwächeren Ländern.

Ungarn ist 2009 ein besonders günstiges Reiseland

Entscheidungshilfen für „Ungarn spontan“
• Hipp, stylish, lebendig – und preiswert:

„Abenteuer Großstadt“ für Junge und Junggebliebene

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jugendliches Werbe-Outfit.

Denn wer die dazugehörige Website www.budapestadventure.com anklickt, wird mit
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vorangestellt: ungewöhnliche Top-Tipps.

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• Von Bänkern belegt und bewiesen:
Ungarn ist 2009 ein besonders günstiges Reiseland

Nach Angaben des Bundesverbandes deutscher Banken können Urlauber in
Osteuropa in diesem Jahr von einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis
profitieren. In Ungarn beispielsweise zahlt man einen Euro für Waren und
Dienstleistungen, die in Deutschland etwa 1,17 Euro kosten.
In anderen Ländern ist der Urlaub dagegen oft teurer als in Ungarn. Das gilt unter
anderem für beliebte Ferienländer wie Italien, Frankreich oder die Schweiz. Wer
Urlaub in Dänemark macht, muss sogar deutlich tiefer in die Tasche greifen, denn
dort beträgt die Kaufkraft eines Euros nur etwa 78 Cent.

Zur Ermittlung des Urlauber-Euros verglichen die Finanzexperten die Kaufkraft des
Euros im Inland mit seiner Kaufkraft im Ausland. Dabei wurden das unterschiedliche
Preisniveau wie auch der Wechselkurs beim Umtausch in andere Währungen
berücksichtigt.
Immerhin: Im Jahresvergleich sparen deutsche Urlauber aufgrund des schwachen
Forints derzeit pauschal rund 20 Prozent, so dass dank des Mehrwerts des Euros
vor Ort vor allem Nebenkosten und Dienstleistungen günstiger sind.

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Konsumklima startet stabil ins neue Jahr

Ergebnisse der GfK-Konsumklimastudie für Dezember 2008

Das Konsumklima bleibt auch im
neuen Jahr stabil – wenn auch auf niedrigem Niveau. Trotz der Finanzkrise und ihren Auswirkungen auf die Konjunktur in Deutschland
verbessert sich die Anschaffungsneigung der Verbraucher im
Dezember noch einmal leicht. Der Gesamtindikator prognostiziert
nach revidiert 2,1 Punkten im Dezember für Januar 2009 einen Wert
von ebenfalls 2,1 Punkten und bleibt damit konstant. Einbußen müssen
die Einkommens- sowie die Konjunkturerwartung hinnehmen.

Die Konsumneigung profitiert noch von den rückläufigen Inflationsraten und
kann das Jahr 2008 sogar mit einem kleinen Plus abschließen. Somit zeigt sich
das Konsumklima beim Start ins neue Jahr konstant, wenn auch auf niedrigem
Niveau. Allerdings führen Produktionseinbrüche, Kurzarbeit sowie Meldungen
über drohende Entlassungen dazu, dass sich mehr und mehr Konsumenten
auch persönlich von der Krise betroffen fühlen. Nachdem die Einkommenserwartung
zuletzt viermal in Folge angestiegen war, sinkt sie im Dezember
erstmals spürbar ab.

Konjunkturerwartung: moderate Einbußen

Die Talfahrt der Konjunkturerwartung hält auch zum Jahresende an. Aktuell
beträgt das Minus 2,3 Punkte im Vergleich zum November. Damit muss der
Indikator weitere moderate Einbußen hinnehmen und liegt nun bei einem
Wert von -32,4 Zählern.
Die Prognosen zur wirtschaftlichen Entwicklung in der Bundesrepublik bieten
momentan kaum Anlass, den Konjunkturpessimismus aufzugeben. Produktionsrückgänge,
Einbrüche bei Neuzulassungen von Pkw und sinkende Exporte
werden die wirtschaftliche Entwicklung im kommenden Jahr belasten. In der
Folge werden derzeit die Prognosen für 2009 deutlich nach unten revidiert.
Generell gehen Experten nun von einer Schrumpfung der deutschen Wirtschaft
aus; nur über das Ausmaß herrscht noch Uneinigkeit. Abzuwarten
bleibt, inwiefern die bisher verabschiedeten Konjunkturmaßnahmen ihre Wirkung
entfalten.

Einkommenserwartung: sinkende Stimmung

In den vergangenen vier Monaten zeigten sich die Konsumenten trotz der
Rezession vergleichsweise optimistisch. Dies ändert sich zum Jahresende. Die
Einkommenserwartung büßt 8,5 Zähler ein und weist nun -15,4 Punkte auf.
Durch das Absacken der Konjunktur fürchten immer mehr Beschäftigte um
ihren Arbeitsplatz. In der Folge schätzen sie auch ihre eigene finanzielle Lage
pessimistischer ein. Die Angst vor Einkommenseinbußen überlagert dabei
derzeit Kaufkraft stärkende Faktoren wie sinkende Benzin- und Heizölpreise.
Angesichts eines schwächer werdenden Arbeitsmarktes ist zu befürchten,
dass die real verfügbaren Einkommen im kommenden Jahr kaum zulegen
können. Nach einer aktuellen Kaufkraft-Studie der GfK GeoMarketing sollen
die Nettoeinkommen 2009 pro Kopf nominal um 1,1 Prozent zulegen. Geht
man von der Prognose der Deutschen Bundesbank aus, die eine Inflationsrate
von 0,8 Prozent im Jahr 2009 annimmt, wird dieser Zuwachs des privaten
Wohlstands aber fast wieder aufgebraucht. Die reale Kaufkraft wird somit nur
moderat steigen. Vieles hängt jedoch von der weiteren Entwicklung am Arbeitsmarkt
sowie dem Verlauf der Finanzkrise ab. Ob der Einzelne unter dem
Strich mehr oder weniger im Portemonnaie haben wird, wird vor allem davon
bestimmt, ob er individuell an den wachsenden Nettolöhnen partizipieren
kann oder beispielsweise durch Kurzarbeit oder gar Stellenverlust Einbußen
hinnehmen muss.

Anschaffungsneigung: leichte Gewinne

Im Gegensatz zur Einkommenserwartung bleibt die Anschaffungsneigung
zum Jahresende stabil. Mit einem Plus von 0,4 Punkten kann sie sogar minimal
zulegen. Aktuell weist der Indikator -6,3 Punkte auf und liegt damit weiter
unter seinem langjährigen Durchschnittswert von 0 Punkten.
Der deutlich nachlassende Inflationsdruck dürfte für die momentan stabile
Konsumneigung verantwortlich sein. Weiter fallende Benzin- und Heizölpreise
können zudem das Haushaltsbudget schonen und für eine bessere Stimmung
bei den Verbrauchern sorgen. Dies drückt sich auch im laufenden Weihnachtsgeschäft
aus. Die positiven Meldungen des Einzelhandels werden gegenwärtig
durch das stabile Konsumklima bestätigt.
Konsumklima: Index bleibt konstant
Der Gesamtindikator prognostiziert für Januar 2009 einen Wert von 2,1
Punkten nach revidiert ebenfalls 2,1 Zählern im Dezember. Der Indikator
bleibt damit nach wie vor konstant.
Gestützt wird das Konsumklima momentan durch eine stabile Anschaffungsneigung
sowie eine tendenziell rückläufige Sparneigung.
Wie sich das Konsumklima im kommenden Jahr weiter entwickelt, wird maßgeblich
davon abhängen, wie stark sich die Rezession auf den Arbeitsmarkt
auswirkt. Auch 2009 werden positive Faktoren konjunkturstabilisierend wirken. So wird die Inflationsrate niedrig bleiben und die Kaufkraft der Bürger
stärken. Zudem werden in das kommende Jahr hinein auch die guten Tarifabschlüsse,
wie beispielsweise in der Metall- und Elektroindustrie, ihre positive
Wirkung weiter entfalten können. Somit ist ein Konsumanstieg von bis zu
0,5 Prozent im Jahr 2009 weiter möglich.

GfK Kaufkraft für 41 europäische Länder

Die Europäer können im Jahr
2008 im Durchschnitt 12.500 Euro pro Person für den Konsum
ausgeben. Dies ist ein Ergebnis der Studie „GfK Kaufkraft Europa
2008/2009“, für die GfK GeoMarketing die Kaufkraft von 41 europäischen
Ländern untersucht hat.

Den europäischen Verbrauchern stehen laut GfK-Studie für das Jahr 2008
insgesamt acht Billionen Euro für den Konsum zur Verfügung. Staatliche
Leistungen wie Arbeitslosengeld, Kindergeld oder Renten sind hier inbegriffen.
Damit liegt die Kaufkraft im Durchschnitt bei 12.500 Euro pro Person.
Allerdings sind die Unterschiede im Ländervergleich beträchtlich. In Moldawien,
dem Schlusslicht im aktuellen Ranking, haben die Menschen knapp
800 Euro pro Person zur Verfügung, in Liechtenstein, das Platz eins belegt,
knapp 45.000 Euro. Luxemburg liegt mit einer Kaufkraft von 28.192 Euro
auf dem zweiten Platz, gefolgt von der Schweiz mit 26.842 Euro. Deutschland
klettert mit einem Wert von durchschnittlich 18.734 Euro pro Person
um einen Rang nach oben – von Platz elf auf Platz zehn.
Innerhalb der Top-Ten-Liste gehört Island zu den Absteigern und fällt von
Rang vier im Jahr 2007 auf Rang sieben. Die Auswirkungen der Finanzkrise
sind bei dieser Studie unberücksichtigt. Die finanzielle Schieflage, in die der
Inselstaat in den vergangenen Wochen geraten ist, macht sich in den aktuellen
Daten noch nicht bemerkbar. Es wird sich erst bei den jährlichen Aktualisierungen
der Kaufkraftberechnungen, wahrscheinlich schon im kommenden
Jahr, niederschlagen. Großbritannien, im vergangenen Jahr auf
Platz acht, fehlt aktuell sogar ganz in der Liste der zehn kaufkraftstärksten
Länder Europas und belegt nun Rang elf. Der Anstieg Norwegens um einen
Platz ist unter anderem ausgelöst durch den Abstieg von Großbritannien.
Zudem wird er verstärkt durch gegenläufige Währungsdifferenzen, da
sich die norwegische Krone zum Euro positiv entwickelt hat. Weil die GfK
Kaufkraft in Euro ausgewiesen wird, bedeutet also eine sinkende Kaufkraft
(in Euro) nicht unbedingt, dass die Einwohner im Land tatsächlich
weniger Geld im Portemonnaie haben.

Kaufkraft wächst im Osten auf niedrigem Niveau
Die meisten westeuropäischen Länder weisen geringe Kaufkraftzuwächse
auf. Im Gegensatz dazu sind die Wachstumsraten zahlreicher zentral- und
osteuropäischer Staaten beträchtlich. In Euro betrachtet macht sich jedoch
ein schwaches Wachstum in den westeuropäischen Ländern deutlicher bemerkbar
als ein starkes Wachstum in den Staaten, deren Volkswirtschaften
schlechter entwickelt sind. Wächst die Kaufkraft in Norwegen beispielsweise
um 7,5 Prozent, verfügt dort jeder Einwohner über 1.700 Euro mehr im
Jahr. Ein Kaufkraftanstieg um 13 Prozent in der Ukraine, die auf dem vorletzten
Platz im Ranking liegt, entspricht dagegen einem Plus von nur knapp
200 Euro. Insgesamt können die Ukrainer bei einer Kaufkraft von 1.688
Euro nur neun Prozent dessen ausgeben, was den deutschen Konsumenten
zur Verfügung steht.

Während im Westen Europas die kaufkraftstarken Gebiete meist Gemeinden
in der Nähe der großen Ballungszentren sind, sind es in den osteuropäischen
Ländern die Städte selbst. Aber auch innerhalb einzelner Länder fällt
die Kaufkraft je nach Region höher oder niedriger aus. Die Top-20-Kreise
der Ukraine (mit einem Kaufkraftindex von über 162 Punkten) sind ausnahmslos
Städte, keine ländlichen Regionen. In Ungarn sind die regionalen
Unterschiede ebenfalls beträchtlich. Die Bewohner der reichsten Gemeinde,
die innerhalb der Hauptstadt Budapest liegt, können rund 8.988 Euro pro
Jahr ausgeben. Dies entspricht etwa dem Niveau der ärmsten Gemeinden
Deutschlands. In der kaufkraftschwächsten ungarischen Gemeinde haben
die Verbraucher dagegen nur 2.086 Euro zur Verfügung.

Zur Studie
Die GfK Kaufkraft bezeichnet das verfügbare Nettoeinkommen inklusive
staatlicher Transferleistungen und wird pro Kopf und Jahr in Euro und als
Index ausgewiesen. Die Kaufkraft bezieht sich auf die nominalen verfügbaren
Einkommen, das heißt die Werte sind nicht inflationsbereinigt. Basis der
Berechnung sind neben Daten der Einkommensteuerstatistik einschlägige
Statistiken zur Berechnung von Transferleistungen sowie Prognosewerte der
Wirtschaftsinstitute. Die Gesamtsumme der GfK Kaufkraft wird von der Bevölkerung
sowohl für private Konsumausgaben, aber auch für monatliche
Fixkosten wie Mieten, Energiekosten, private Altersvorsorge und Versicherungen
sowie andere Ausgaben, beispielsweise Urlaub oder Verkehr, verwendet.
Die Studie GfK Kaufkraft Europa wird jährlich flächendeckend für
41 europäische Länder berechnet, bis zur Ebene der Gemeinden und Postleitzahlen.
Die Studie 2008/2009 ist seit November auf neuestem Datenund
Gebietsstand verfügbar, inklusive Daten zu Einwohnern und Haushalten.
GfK GeoMarketing bietet ebenfalls passende digitale Landkarten für
ganz Europa an.

Der Fokus der Studie „GfK Kaufkraft Europa“ ist, die Unterschiede zwischen
„armen“ und „reichen“ Regionen in Europa vergleichbar und aktuell bereit zustellen. Die Jahresvergleiche sind nicht Bestandteil der Studie, sondern

werden von den Experten von GfK GeoMarketing anhand der revidierten
Zahlen des Vorjahrs vorgenommen. Die Berechnung und Fortschreibung der
Kaufkraft pro Einwohner erfolgt immer zu Marktpreisen (nominal). Die Ausweisung
der Kaufkraft ist eine Prognose für das aktuelle Jahr.

GfK Kaufkraft Europa 2008/2009 in Euro
Land Kaufkraft je
Einwohner
Ranking 2008 Ranking 2007
Liechtenstein 44.851 1 1
Luxemburg 28.192 2 2
Schweiz 26.842 3 3
Norwegen 25.165 4 5
Irland 22.540 5 6
Dänemark 21.673 6 7
Island 21.202 7 4
Österreich 20.045 8 9
Frankreich 19.525 9 10
Deutschland 18.734 10 11
Großbritannien 18.583 11 8
Belgien 17.695 12 12
Schweden 17.552 13 13
Finnland 17.194 14 14
Italien 16.949 15 15
Niederlande 16.034 16 16
Spanien 13.942 17 17
Griechenland 12.973 18 19
Zypern 12.652 19 18
Portugal 10.019 20 20
Slowenien 9.943 21 21
Malta 8.688 22 22
Tschechien 6.412 23 23
Estland 6.229 24 26
Lettland 6.211 25 27
Slowakei 6.102 26 24
Litauen 5.582 27 28
Ungarn 5.549 28 25
Polen 5.529 29 29
Kroatien 4.763 30 30
Türkei 4.583 31 31
Rumänien 3.332 32 32
Serbien 3.080 33 33
Bulgarien 2.817 34 34
Montenegro 2.589 35 35
Bosnien-Herzegovina 2.325 36 36
Mazedonien 2.237 37 37
Weißrussland 1.888 38 38
Albanien 1.748 39 39
Ukraine 1.688 40 40
Moldawien 788 41 41
Europadurchschnitt: 12.500

GfK-Studie zur Kaufkraft für 61 Sortimente im Einzelhandel

Bei ihren Einkäufen im Einzelhandel
geben die deutschen Verbraucher das meiste Geld für Lebensmittel
und Gesundheitspflege aus. Für Schmuck und Telekommunikation
haben sie am wenigsten übrig. Diese Ergebnisse veröffentlicht GfK
GeoMarketing in ihrer Studie „GfK Kaufkraft 2007 für 61 Sortimente
im Einzelhandel“.

Die deutschen Verbraucher haben im Jahr 2007 rund 1.488 Milliarden Euro
zum Konsum zur Verfügung. Davon geben sie im Einzelhandel mit etwa 451
Milliarden Euro rund ein Drittel ihrer gesamten Kaufkraft aus. Das sind pro
Person im Bundesdurchschnitt rund 5.500 Euro. Von einer rückläufigen
Entwicklung im deutschen Einzelhandel kann insgesamt nicht die Rede sein.

Nahrungs- und Genussmittel am beliebtesten
Nach den Ergebnissen der GfK-Studie sind Nahrungs- und Genussmittel die
mit Abstand beliebteste Sortiments-Obergruppe. Mit einer jährlichen Kaufkraft-
Summe von bundesweit 160.700 Millionen Euro kommt ihnen ein Anteil
von 35,6 Prozent an den insgesamt 16 Warenobergruppen der Untersuchung
zu. Umgerechnet gibt im Durchschnitt jeder einzelne Verbraucher
1.949 Euro pro Jahr für dieses Sortiment aus. An zweiter Stelle rangiert die
Gesundheits- und Körperpflege mit einem Anteil von 14,3 Prozent und bundesweit
785 Euro Jahreskaufkraft pro Kopf, gefolgt von Baumarktprodukten
mit 10,6 Prozent und Einrichtungsbedarf mit 8,9 Prozent.
Schlusslichter sind
Luxusartikel wie Schmuck und Uhren mit einem Prozent sowie der Telekommunikationsbereich
mit 0,6 Prozent.

Starnberger Spitzenreiter bei Sport- und Camping-Artikeln
Bei vielen Warengruppen geht eine hohe allgemeine Kaufkraft mit einer
hohen Sortiments-Kaufkraft einher. Die Starnberger bei München verfügen
nicht nur über die höchste allgemeine Kaufkraft, sie sind auch Spitzenreiter
beim Kauf von Sport- und Camping-Artikeln. Andere Sortimente hingegen
werden bevorzugt in weniger wohlhabenden Regionen gekauft – zum Beispiel
Mobiltelefone oder andere Unterhaltungselektronikartikel. So liegt die
Kaufkraft für den Telekommunikationsbereich in Mannheim rund 1,2 Pro-
GfK GeoMarketing

zent über dem Bundesdurchschnitt, die allgemeine Kaufkraft hingegen mehr
als 3 Prozent unter dem Schnitt. Insgesamt gilt aber: Wohlhabende
Verbraucher geben nicht unbedingt mehr Geld im Einzelhandel aus als Geringverdiener.
Ein überdurchschnittliches Einkommen kann auch in Mieten,
Immobilien oder Luxusgüter fließen.

Regionale Präferenzen für verschiedene Sortimente
Je nach Region geben die Verbraucher ihr für den Einzelhandel relevantes
Einkommen ganz unterschiedlich für die einzelnen Sortimente aus. Beispielsweise
greifen die Rheinland-Pfälzer viel tiefer ins Portemonnaie beim
Kauf von Spielzeug als die Berliner. Innerhalb der Regionen ergeben sich
ebenfalls erhebliche Unterschiede bis auf die Ebene der Gemeinden und
fünfstelligen Postleitzahlen. So haben die Bewohner von Blankenese im
Schnitt fast doppelt so viel Geld für Brillen übrig als die Charlottenburger in
Berlin. Im Gegenzug geben die Hauptstädter insgesamt über 300 Millionen
Euro für Elektro-Großgeräte aus. Dagegen bringen die Hamburger für diese
Warengruppe nicht einmal die Hälfte auf. Oft sind die Unterschiede selbst
von Gemeinde zu Nachbargemeinde bemerkenswert. Die Einwohner Unterhachings
etwa geben im Durchschnitt mehr als eineinhalb Mal so viel Geld
für Bild- und Tonträger aus wie ihre bayerischen Landsleute im nur 20 Kilometer
entfernten Tuntenhausen.

Kaufkraft der Deutschen: Der Urlaub im Süden wird teurer

In beliebten Mittelmeerländern bekommen deutsche Urlauber deutlich weniger für ihr Geld als noch vor

zehn Jahren, berichtet das Wirtschaftsmagazin ‚Capital‘ in seiner

aktuellen Ausgabe (Heft 11/2007, EVT 10. Mai).

Vor allem in Italien,

Spanien, Frankreich und Griechenland ist die Kaufkraft teils

erheblich gesunken.

Während Deutsche beispielsweise in Spanien 1997

für ihr Geld noch zehn Prozent mehr Gegenwert bekamen als zuhause,

sind es heute zwei Prozent weniger. Nur in Portugal ist ihr Geld

derzeit so viel wert wie hierzulande.

Die gute Nachricht: In den USA,

der Schweiz und Österreich legte die Kaufkraft der Deutschen spürbar

zu. Günstige Urlaube ermöglichen aber vor allem Polen, das Baltikum,

Ungarn und Kroatien.

In Osteuropa günstig Urlaub machen

Auch in diesem Jahr ist die Kaufkraft des Euro je nach Reiseland wieder sehr unterschiedlich. Urlauber in Osteuropa profitieren von einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis. In Polen beispielsweise zahlt man einen Euro für Waren und Dienstleistungen, die in Deutschland etwa 1,25 Euro kosten. Auch die baltischen Staaten Litauen, Estland und Lettland bieten einen merklichen Kaufkraftvorteil .

In anderen EU-Ländern ist der Urlaub dagegen oft teurer als hierzulande. Das gilt unter anderem für beliebte Ferienländer wie Italien, die Schweiz und Frankreich. Noch tiefer in die Tasche greifen müssen Urlauber in Dänemark und Großbritannien, wo die Kaufkraft des Euro etwa ein Fünftel niedriger ist als in Deutschland.

Das Schaubild verdeutlicht die Kaufkraftvorteile bzw. -nachteile in ausgewählten Urlaubsländern. Zur Ermittlung des Urlauber-Euro vergleicht man die Kaufkraft des Euro im Inland mit seiner Kaufkraft im Ausland. Dabei werden das unterschiedliche Preisniveau und beim Umtausch in andere Währungen zudem der Wechselkurs berücksichtigt.

Hier das Schaubild zum Download:
www.bankenverband.de/pic/artikelpic/042007/0704Urlaub_2007_sw.pdf