Christian Jürgens

Es gibt regionale Spezialitäten mit jahrhundertealter Geschichte und Tradition. Sie werden nach den gleichen Rezepten und handwerklichen Verfahren hergestellt wie anno dazumal, und ihr Geschmack ist seit jeher einzigartig. Dass solche Schmankerln deswegen aber nicht automatisch altbacken und antiquiert sind, beweist ein Besuch bei Christian Jürgens am Tegernsee.

In der Küche des bayerischen Drei-Sterne-Kochs zählt in erster Linie die Qualität der Produkte; diesem hohen Anspruch werden die kulinarischen Originale aus Bayern voll und ganz gerecht. Und so kommt es, dass Christian Jürgens gerne aus dem Füllhorn an regionalen Schmankerln schöpft, das ihm seine Wahlheimat Bayern bietet. Diese interpretiert er in seiner Sterneküche neu und präsentiert sie seinen Gästen innovativ und topmodern.

WeltGenussErbe Bayern durfte Christian Jürgens einen Tag lang bei seiner Arbeit in der Sterneküche über die Schulter und in die Töpfe schauen. Welchen Stellenwert nimmt Regionalität in seiner Küche ein? Was bedeuten Tradition und Handwerk für Bayerns Drei-Sterne-Koch? Und schließlich: Wie interpretiert die moderne Drei-Sterne-Küche die traditionsreichen bayerischen Schmankerln des WeltGenussErbes? Den Film „Original trifft Originell – WeltGenussErbe Bayern zu Besuch bei Drei-Sterne-Koch Christian Jürgens“ sehen Sie unter https://www.weltgenusserbe.eu/christian-juergens.html . Hier finden Sie auch die exklusiven Rezepte von Christian Jürgens zum Nachkochen und Genießen. Das Interview zum Film lesen Sie nachfolgend.

INTERVIEW
WeltGenussErbe Bayern sprach mit Christian Jürgens über Konsequenzen des kulinarischen Sternenzaubers, über den Zusammenhang von Kreativität und Handwerkskunst und wieso Bayern einfach anders schmeckt.

WeltGenussErbe Bayern: Herr Jürgens, Sie wurden 2013 mit dem dritten Michelin-Stern ausgezeichnet. Was bedeutet der Sternenzauber für Sie?
Christian Jürgens: Drei Sterne bedeutet laut Michelin-Führer: eine Reise wert. Und damit ist man unter den weniger als 100 Restaurants weltweit, die damit ausgezeichnet werden. Das ist das Größte, was man als Koch für ein Restaurant erreichen kann. Und gleichzeitig ist das auch die große Herausforderung: jedem Gast an jedem Tag und mit jedem Teller ein kulinarisches Feuerwerk zu bieten. Also an jedem Tag den vierfachen Salto rückwärts mit fünffacher Schraube zu springen. Der erste Teller muss perfekt sein und die nächsten 2.500 auch. Anders geht es nicht.

Wie wichtig ist Kreativität in Ihrem Beruf?
Kreativität ist in meinem Beruf sehr wichtig, aber die Basis aller Kreativität ist das Handwerk. Wenn Sie das Handwerk oder die handwerklichen Fähigkeiten nicht beherrschen, dann nutzt es Ihnen nichts, mit überbordender Kreativität Luftschlösser zu bauen, die Sie nie auf den Teller bringen. Deshalb müssen Sie zuerst das Handwerk beherrschen und dann aus dem Handwerk heraus die Kreativität entwickeln. Ich habe mich dafür entschieden, dass meine Küche auf solidem, traditionellem Handwerk aufgebaut ist.

Sie sind seit 1988 hier in Bayern, seit 2008 am Tegernsee. Schmeckt Bayern besser als andere Bundesländer?
Ich freue mich jeden Tag daran, in einem so schönen Bundesland leben zu dürfen, in dem es so einzigartige und seltene Spezialitäten gibt. Aber ich weiß nicht, ob Bayern deshalb besser schmeckt. Das ist mir zu platt. Hier gibt es eine ganz eigene Genuss-Kultur. Und das spiegelt glaube ich schon wider, dass die Menschen hier eine sehr innige Verbindung zu gutem Essen und zu guten Produkten haben. Und es ist ihnen auch eine Menge wert, die Produktqualität zu erhalten.

Hat Bayern Ihren Kochstil beeinflusst?
Als ich hierhergekommen bin, habe ich meine Küche noch einmal grundlegend überarbeitet. Wir kochen vielleicht sogar regional, nur wir definieren Regionalität anders. Wir machen eine weltoffenere Regionalität. Das heißt, zu meiner Küche gehören die allerbesten Produkte aus aller Welt. Aber dennoch müssen Sie bei mir am Tisch sitzen und sagen: Ja, ich bin hier in Oberbayern. Und ich merke, dass ich in dieser Region esse.

Also steht Regionalität über allem?
Ich koche gerne mit regionalen Produkten, aber nicht um jeden Preis. Eine Kuh hat nicht unbedingt die Berechtigung, in meine Küche zu kommen, nur weil sie bei mir zu Hause auf der Weide steht. Wenn aber ein regionales Produkt, wie zum Beispiel das Rindfleisch aus
Bayern, mit internationaler Qualität mithalten kann ─ und das kann es! ─, dann bediene ich mich aus dem reich gefüllten Füllhorn an regionalen Zutaten und Spezialitäten. Es geht um die maximale Qualität.

Weil…?
… weil wir Köche nur die Qualität der verwendeten Produkte auf den Teller bringen können. Wir können Qualität erhalten, sie aber nicht erschaffen. Das Produkt selber muss perfekt sein, nicht gut. Weltklasseniveau, und das an jedem Tag. Und da haben wir in Deutschland, und gerade hier in Bayern, eine große Anzahl an perfekten und außergewöhnlichen Lebensmitteln. Gepaart mit einer sehr hohen Verlässlichkeit und ausgeprägtem Qualitätsstandard.

Wie zeigt sich das?
Nehmen Sie zum Beispiel den bayerischen Spargel. Man kann sich darüber streiten, ob der aus Abensberg oder der aus Schrobenhausen besser ist. Entscheidend ist doch aber, dass die Qualitätslinie bei beiden so hoch liegt, dass da niemand anderes rankommt. Und wir in Bayern sind solche Glückspilze, weil die Lieferwege vom Feld zu uns so kurz sind und wir den Spargel quasi frisch gestochen beziehen können. Ich als Koch freue mich darüber, dass ich mit so einem hervorragenden Grundprodukt arbeiten darf.

Die EU zeichnet Spezialitäten mit Herkunft, Tradition und Geschichte aus. Wie wichtig sind Ihnen diese Aspekte?
Wenn ich Produkte habe, die neben der unglaublichen Qualität auch auf eine Historie verweisen können, dann bin ich begeistert. Spezialitäten wie das bayerische Bier zum Beispiel, die sagen: Hör mal, wir sind nicht erst seit heute oder gestern so gut, sondern wir waren auch schon vor 500 Jahren gut. Und unser Bestreben ist es, auch noch in den nächsten 100 Jahren und darüber hinaus den gleichen Geschmack und Qualität zu bieten. Was will man sich da als Partner Besseres wünschen?

Tradition und Innovation in der Küche – wie passt das zusammen?
Also, Innovation muss Tradition nicht unbedingt ausschließen. Ich habe selber erfahren, wie beide Hand in Hand gehen können. Zum Beispiel bei der Herstellung bestimmter Produkte, die noch nach traditioneller Machart, teilweise sogar urigen Umständen, hergestellt werden. Nur mit ihnen als Basis kann ich ein traditionelles Gericht neu interpretieren und aufbereiten.

Ihre persönliche Drei-Sterne-Küchenweisheit?
Nur mit hervorragenden Produkten kann man etwas Außergewöhnliches kreieren

Vielen Dank.
Folgen Sie Christian Jürgens in seine Drei-Sterne-Küche:
„Original trifft Originell – WeltGenussErbe Bayern zu Besuch bei Drei- Sterne-Koch Christian Jürgens“, der Film und die Rezepte unter https://www.weltgenusserbe.eu/christian-juergens.html

Trüffelherbst in Istrien

Längst hat sich Istrien als Europas spannender Gourmet-Hotspot etabliert. In den kommenden Monaten steht die kroatische Adria-Halbinsel ganz im Zeichen ihres größten kulinarischen Schatzes, der weißen Trüffel aus dem Mirnatal – genussvoll gefeiert bei zahlreichen Volksfesten.

Wie ein Adlerhorst klebt das Jahrhunderte alte Burgenstädtchen Motovun über dem Mirnatal. Weingärten klettern die Hänge empor, während in den dichten Eichenwäldern des Tales schon im frühen Morgengrauen Gebell zu hören ist. Dort sind die speziell ausgebildeten Hunde der Tartufai, der Trüffelsucher, am Weg, um die kostbare weiße Trüffel „Tuber Magnatum pico“ zu erschnuppern.

Nur etwa tausend Istrianer haben die Lizenz für die Suche nach der begehrten Knolle, die mittlerweile nicht nur in den Spitzenrestaurants von Deutschland, Österreich und Italien Einzug gehalten hat. Ihr intensives Aroma macht die Adria-Halbinsel selbst im Herbst zum Treffpunkt für internationale Feinschmecker.

Überall wird getrüffelt – ob stilvoll gehobelt im kreativen Spitzenrestaurant oder geraspelt in urigen Konobas (Landgasthaus), wo viele Speisen nach alter Tradition noch am offenen Feuer mitten im Lokal zubereitet werden. Die Auswahl an Trüffelgerichten ist dabei groß und verfeinert unzählige Speisen wie etwa Risotti, Polenta, Eierspeisen, Röstbrot, Nudeln, rohe oder gedünstete Fische, Steaks und sogar Desserts.

Getrüffelte Volksfeste
Bis in den November hinein prägen zahlreiche Trüffelfeste die istrischen Wochenenden. Ende September findet in Motovun das Wein- und Trüffel-Festival „TeTa“ statt und im Dörfchen Sovinjak (nahe Buzet) wird Anfang Oktober „Bela nedeja“ gefeiert, ein Volksfest mit Trüffeln und einheimischen Produkten. Die Zigante-Trüffeltage in Livade erstrecken sich gleich über sieben Herbstwochenenden. Im Städtchen Buzet wird beim Volksfest „Subotina“ im September in einer Riesenpfanne eine fritaja (Rührei) mit mehr als 2.000 Eiern und 10 Kilogramm Trüffeln zubereitet und im November steht dieses malerische Ministädtchen im Zeichen einer zweitägigen Trüffelmesse. Die „Subotina“ ist gleichzeitig eine romantische Zeitreise in die Vergangenheit: In den Altstadtstraßen wird traditionelles Handwerk vorgeführt und die Gassen sind voller Spielleute, Musikgruppen und Einwohnern in Volkstracht.

Trüffelsuche für jedermann
Einige lizensierte Tartufai, in deren meist ländlichen Betrieben man auch einkehren oder sogar wohnen kann, nehmen Gäste mit zur Trüffeljagd. Die Preise richten sich dabei nach der Dauer der Waldtour und liegen bei rund 10 Euro pro Person. Eine etwas exklusivere Variante bietet das Trüffelhaus Zigante für kleinen Gruppen: Die rund 3- bis 4-stündige Suche kostet rund 350 Euro, dafür darf der Fund behalten werden. Ob so oder so – sehr früh aufstehen muss man in jedem Fall!

Infos: TVB Istrien, HR-52440 Poreč, Pionirska 1, Tel.: 00385 / (0)52 / 452 797 oder Info-Center 00385 / (0)52 / 88 00 88, info@istra.hr, www.istra.hr www.istria-gourmet.com

Joël Robuchon und Axel Manes

Den zweiten Abend in Paris verbringt der Berliner Foodblogger Bernhard Steinmann im L’ATELIER DE JOËL ROBUCHON – ST-GERMAIN in der 5 Rue Montalembert.
Zwei Michelinsterne versprechen eine spannende und interessante Küche.

Die von so vielen geliebte zwanglose Bistroatmosphäre ist einem geruhsamen und genussreichen Dinner eigentlich eher abträglich.
Dies scheint auch der Grund dafür zu sein, dass weniger erfahrene Gourmets und mehr kulinarische Newcomer und neugierige Touristen aus aller Welt in das Restaurant stürmen.
Die Speisen jedenfalls haben deutliche Aufmerksamkeit mehr als verdient.
Die Küchencrew um Axel Manes wird im Laufe des Abends jedoch zusehends in Hektik verfallen und das ohnehin durch schmale Gänge eilende Servicepersonal weiter antreiben.

Wir starten unser Menü mit LE CRABE ROYAL.
Ein fein-würziges Gericht.
Die monströse Königskrabbe erfreut sich perfekter Garung und ist eine wahre Delikatesse.

Die Hauptzutat ist Daikon. Der Riesenrettich wird in dünnen Streifen serviert und hat einen angenehm milden Geschmack.
Seine beste Zeit hat der Daikon-Rettich vom Spätsommer bis Herbst. Üblicherweise kommt er aus Asien (Japan, China) bei uns auch schon mal aus Italien.

LES MORILLES
Die fantastisch schmeckenden Morcheln ruhen auf einem Gemüse-Makkaroni.
Hinzu kommen etwas Käse und Sellerie.

Abgerundet wird das stimmige Gericht mit einer aufgeschlagenen Sauce aus gelbem Wein. Vin Jaune, der gelbe Wein, entspringt einer jahrhundertealten Weinbautradition aus dem Weinanbaugebiet Jura.
Dieses liegt in Ostfrankreich, zwischen Burgund und der Schweiz.
Vin Jaune wird ausschließlich aus der weißen Sorte Savagnin hergestellt und kann in etwa mit Sherry verglichen werden. Jedoch wird dieser Wein nicht aufgespritet.
Die Gärung dauert ungefähr 1 1/2 Jahre. Danach wird der Wein in Eichenfässern reifen, was mindestens weitere sechs Jahre dauert.

LE FOIE GRAS

Die Foie Gras, das nationale und gastronomische Kulturerbe Frankreichs, wurde gebraten serviert. Der Trick mit dem Kulturerbe, welcher der französischen Nationalversammlung zu verdanken ist,
bremst französische Tierschutzgesetze aus. Doch wollen wir die Diskussion darüber lieber an anderer Stelle führen.

Der eigentliche Höhepunkt dieses Gerichts ist jedoch ein grüner Apfel, bzw. eine Apfelroulade, eingelegt in Hibiskussaft. Leichte Säurenoten und dezente Süße bilden einen herrlichen Kontrast.

LE CHOCOLAT TENTATION

Schokolade in vier Variationen.
Die Araguani ist eine dunkle Kuvertüre mit einem 72%igen Kakaoanteil und kommt aus Venezuela. Sie vermittelt kaum Süße, schmeckt intensiv und etwas bitter. Bei 72% Kakaoanteil auch nicht verwunderlich.

FAZIT:
Der in Belgien geborene Manes kam früh mit der Gastronomie in Berührung. Seine Wanderjahre haben ihr vorläufiges Ende in Paris gefunden.
An diesem Abend fällt uns besonders sein Einsatz und sein Engagement auf, er scheint förmlich überall aufzutauchen, an jedem Herd, an jedem Topf.
In der Hektik des Abends entgleitet ihm leider der Blick für die Details. So können wir anstelle einer außergewöhnlichen Küche allenfalls eine gute Küche konstatieren.
Jedenfalls gut genug um demnächst an eine Wiederholung zu denken.

Denn vollständigen und bebilderten Bericht finden Sie wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Genussfestival Südtirol 2015

Unter dem Motto „Hier feiern Ihre Sinne!“ findet vom 29. bis 31. Mai 2015 zum dritten Mal das Genussfestival Südtirol in Bozen statt. Im Mittelpunkt stehen die 15 Produkte, die das Qualitätszeichen Südtirol tragen – vom typischen Speck bis zu Bier, Honig oder Kräutern. Aber es geht um mehr als nur das Probieren und Schmecken: Qualität, Genuss und Regionalität sind Werte, für die Italiens nördlichste Region steht.

Erlebnis für die Sinne
Drei Tage lang werden auf und rund um den Bozner Waltherplatz die Sinne gefordert: Auf der Genussmeile laden über 30 einheimische Produzenten zum Kosten ihrer regionalen Erzeugnisse wie frischem Gemüse und knackigem Schüttelbrot ein. Besucher können Köchen und Bäckern über die Schulter schauen, lernen die Vielfältigkeit der Südtiroler Produkte kennen und nehmen einfallsreiche Rezepte mit nach Hause. Beim Sektfrühstück „Swinging Bubbles“ im Parkhotel Laurin servieren einheimische Sektproduzenten Kostproben aus ihrer kleinen, aber qualitativ hochwertigen Produktion an Schaumweinen, während die Südtiroler Wineparty im verwunschenen Garten des Hotels einen entspannten Ausklang bietet. Bierliebhaber wiederum können sich auf dem „International Craft Beer Meeting“ im Schloss Maretsch mit Experten über ihre große Leidenschaft und das Bierbrauen als Handwerk austauschen.

Von der Milchwiese bis zur Backstube
In fünf „Produktwelten“ vermitteln interaktive Informationsstände rund um den Waltherplatz, wie Südtiroler Qualitätsprodukte gewonnen und verarbeitet werden. Auf vier kleinen Bühnen zeigen Köche den Besuchern, wie sie diese Produkte in ein passendes Gericht für „Brunch“, „Lunch“, „Sweet Break“ und dem in Italien üblichen „Aperitivo“ verwandeln können. Mit dabei ist auch die deutsche Food-Bloggerin Mel Buml, die auf ihrem Blog GourmetGuerilla Rezepte und Restaurants vorstellt. Sie entlockt vor Ort den Köchen und Produzenten noch mehr Details zu den Produkten.

Außerdem bietet das Genussfestival in diesem Jahr Anlass, ein Jubiläum zu feiern: Seit 10 Jahren steht das Qualitätszeichen „Qualität Südtirol“ für geprüfte Qualität bei landwirtschaftlichen Produkten und Lebensmitteln. Als Erkennungsmerkmal für den Verbraucher bürgt es für die Herkunft aus Südtirol und für eine Qualität, die deutlich höher ist, als es der gesetzliche Standard vorsieht.

Apfel, Speck und Wein
Die verschiedenen Apfelsorten, der Südtiroler Speck und die ausgezeichneten Weine sind drei Produkte, die aus der Region nicht mehr wegzudenken sind und die europäische Ursprungsbezeichnung g.g.A. bzw. DOC tragen. Dreizehn Apfelsorten reifen im alpin-mediterranen Klima der Region. Und die rund 300 Sonnentage im Jahr schmeckt man bei jedem Bissen. Auch in der Zubereitung zeigt sich Südtirol vielseitig: Wie wäre es mit einem Apfelbrot oder Apfelrisotto? Genau wie der Apfel gehört auch der Südtiroler Speck zu den Produkten, die das EU-Gütesiegel tragen. Das Besondere: Er vereint die mediterrane und alpine Herstellungsweise – die Lufttrocknung aus dem Mittelmeerraum und das Räuchern aus dem Norden. Südtiroler Speck passt jedoch nicht nur in die rustikale, traditionelle Küche. Er findet sich auch in den Kreationen der Gourmetköche. Zu jedem Gericht gibt es selbstverständlich auch den passenden Wein – die Region ist für ihre Dichte an Spitzenweinen mit der DOC-Klassifizierung weltweit bekannt.

Südtirol hat kulinarisch viel zu bieten, die Südtiroler Qualitätsprodukte sind dabei die wichtigsten Zutaten – auch in der gehobenen Küche: Einen Überblick über die vom Gourmetführer Gault Millau bewerteten 180 Restaurants und Hotels gibt die neue App „GaultMillau Gourmet Guide Südtirol“: https://itunes.apple.com/at/app/gaultmillau-gourmetguide-sudtirol/id953024271?mt=8.

Expo Milano 2015
Wer noch tiefer in das Thema Ernährung und Genuss einsteigen möchte, kann das Genussfestival leicht mit einem Abstecher nach Mailand zur Expo Milano 2015 verbinden: Von Anfang Mai bis Ende Oktober wird sich Südtirol im italienischen Pavillon mit dem Expo-Thema „Feeding the Planet, Energy for Life“ auseinandersetzen. Wie stellt man sicher, dass Nahrungsmittel auf der Welt gleichmäßig verteilt werden? Hat nicht jeder Mensch ein Recht auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung? Spannende Fragen auch für Südtirol – beschäftigt sich das Land doch grundsätzlich mit dem Thema Lebensqualität, der ein nachhaltiger Umgang mit der Natur und ihren Rohstoffen zugrunde liegt.

www.genussfestival.it

Kochkurs im Zoo-Leipzig

La Cocina Picante – Der südamerikanische Kochkurs in der Hacienda Las Casas

Ab Dezember, wenn die Tage wieder merklich dunkler werden, bietet das Zoorestaurant Hacienda Las Casas eine gute Gelegenheit, immerhin kulinarisch in Sonnenstimmung zu bleiben. Gerade in den Wintermonaten hat es einen besonderen Reiz, sich den südamerikanischen Gaumenfreuden zu widmen. Wie bereitet man ein Argentinisches Rindersteak mit gefüllten überbackenen Batatas richtig zu? Was sind Empanadas? Wie scharf kann scharf sein? Welche Gewürze sind typisch für Südamerika? Und…und…und.

Alle diese Fragen können sich Hobbyköche und solche, die es werden wollen, von Dezember bis März in der Hacienda Las Casas aktiv beim südamerikanischen Kochkurs beantworten. Für 110 Euro pro Person inklusive Begrüßungsgetränk und Getränkepauschale wartet die Zubereitung eines 3-Gänge-Menüs auf die Teilnehmer. Im Preis enthalten ist außerdem eine Tour durch das exotische Gondwanaland des Zoo Leipzig. An jedem Kochevent können 8-15 Personen teilnehmen. Beginn ist immer um 17:30 Uhr. Weil die Kurse sehr begehrt sind, lohnt es sich, frühzeitig zu buchen.

Anmeldung und Termine erfahren Sie unter
Telefon: 0341 5933-377
Mail: veranstaltung@zoo-leipzig.de

Neue Internetshop bei Bos Food

Bereits im Jahr 2002 wurde er von der Zeitschrift Tomorrow zum besten Internetshop für Lebensmittel in Deutschland gewählt.
Doch seit 2002 sind viele Jahre vergangen. Obwohl der Inhalt immer fleißig gepflegt wurde, blieben die Anwendungen einige Evolutionsstufen lang auf der Stelle stehen. Zu guter Letzt war er einfach nicht mehr zeitgemäß und wirkte ein wenig wie die Vokuhila Frisur aus dem letzten Jahrhundert.

Am 25.11.14 startete Bos Food nach fast einjähriger Vorarbeit seinen neuen Shop. Der Unterschied ist eklatant. Neben dem neuen zeitgemäßen Design und der frischen Optik wurde besonderen Wert auf Bedienerfreundlichkeit und Kundenservice gelegt. Durch neue Features, wie der hochprofessionelle Weinfinder sowie die kompletten Nährwert- und Allergenangaben, sind die alten Tugenden nochmals verbessert worden. So werden im neuen Shop neben 8420 verschiedenen Lebensmitteln auch 2550 Hardware Produkte und 1550 Weine und Spirituosen nicht nur in brillanten Fotos dargestellt, sondern auch umfangreich beschrieben.

Ralf Bos zum neuen Shop: „Bisher ist noch niemandem klar geworden, dass er mit jedem Kauf in einem amerikanischen Shop die deutsche Wirtschaft schwächt. Wir Deutschen sind es aber auch selber schuld, dass wir den Amerikanern den Internethandel überlassen haben. Große Firmen investieren in Deutschland immer noch in Fläche, statt ins Internet. Damit überlassen sie den Markt der Zukunft Firmen aus Amazonien & Co. Wir investieren überproportional viel in diesen Markt, um unseren Teil der deutschen Verantwortung zu erfüllen“.

Dass er mit seiner Strategie Recht hat, zeigen die Auswirkungen der ersten Woche online. 16,1% mehr Bestellungen als im Vorjahreszeitraum sprechen eine deutliche Sprache. „Dass die erste Woche pannenfrei über die Bühne gegangen ist, verdanke ich meinem phantastischen Team, auf das ich wieder sehr stolz sein darf.“

www.bosfood.de

Nelson Müller hilft

Gaumenfreude für ein Kinderlachen – Nelson Müller unterstützt Restaurant-Charity-Wochen – In den besten Restaurants Deutschlands essen gehen und damit Gutes tun – 5 Euro pro verkauftem Restaurant-Deal gehen an den Verein Herzenswünsche e.V. – Aktionszeitraum: 24. November bis 7. Dezember 2014

Unter dem Titel “Gaumenfreude für ein Kinderlachen” startet Groupon ganz besondere Restaurantwochen. Die Erfüllung eines lang gehegten Traumes trägt entscheidend dazu bei, den oft sehr belastenden Klinikalltag kranker Kinder und Jugendlicher besser bewältigen zu können. Der Herzenswünsche e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Wünsche wahr werden zu lassen. Groupon möchte dies unterstützen und lädt Gourmets und Genießer in der Zeit vom 24. November bis 07. Dezember ein, sich kulinarische Highlights in den besten Restaurants Deutschlands zu gönnen und damit zu helfen, Kindern Herzenswünsche zu erfüllen. Denn Groupon spendet von jedem verkauften und innerhalb von vier Wochen nicht wieder umgetauschten Deal der Aktion fünf Euro an den wohltätigen Verein.

An der Restaurant-Charity nehmen gehobene Restaurants u.a. aus Hamburg, Berlin, Köln, Frankfurt, München und dem Ruhrgebiet teil, um eine möglichst hohe Spendensumme für Herzenswünsche e.V. zu erzielen. Schirmherr der Aktionswochen ist der beliebte TV- und Sternekoch Nelson Müller aus Essen. “Wenn ich mit meiner Leidenschaft für das Kochen und Essen dazu beitragen kann, kranken Kindern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, macht mich das sehr zufrieden – ich unterstütze die Aktionswochen von Herzen und hoffe auf eine rege Teilnahme.”, so der Sternekoch. Auch Müllers Sterne-Restaurant „Schote“ in Essen beteiligt sich mit dem Angebot eines Sonder-Menüs „Herzenswünsche“ an der Aktion.

Die Initiatorin Wera Röttgering, Gründerin und 1. Vorsitzende von Herzenswünsche e.V., hofft ebenfalls auf den Erfolg der Groupon Restaurantwochen und legt jedem Feinschmecker ans Herz: “Genießt das Leben und die schönen Stunden bei einem guten Essen. Schaut aber auch nach den Menschen, denen es nicht so gut geht und die dringend Hilfe benötigen.”

Interessierte finden weitere Informationen und die zugehörigen Deals seit heute, dem 24. November unter http://www.gourmet-report.de/goto/groupon –> Occassions –> Herzenswünsche Shop

Am Tisch mit Christian Bau

Ein Tisch, ein Thema, ein einzigartiges Erlebnis: Mit dem neuen „GOSSET Chef’s & Sommelier’s Table“ verbindet Drei-Sterne-Koch Christian Bau Geselligkeit, Gemeinschaftserlebnis und höchsten Gourmet-Genuss. Schauplatz dieser High-End-Feinschmecker-Events wird ein edler, maßgefertigten Tisch auf der Empore des Gourmet-Restaurants im saarländischen Victor’s Residenz-Hotel Schloss Berg. Bis zu acht Gäste werden hier mit einem speziell kreierten Menü verwöhnt – begleitet vom Chefkoch persönlich sowie seinem Sommelier Daniel Kiowski, denn es ist ein Wein-Thema, das den Ton des Abends bestimmt. Markenpartner des neuen „Chef’s & Sommelier’s Table“ ist das renommierte Champagnerhaus GOSSET.

Zwanglos, individuell, perfekt
„Wir möchten bewusst eine Alternative zum üblichen Zweiertisch etablieren – als Angebot für kleine Gruppen, die gemeinsam  einen perfekten Abend mit herausragenden Weinen und einem eigens dafür komponierten Menu genießen wollen“, erklärt Christian Bau. „Und das in einer geselligen, zwanglosen Atmosphäre. Es gibt keine Tischdecke und keine starren Regeln – es darf angestoßen und gelacht werden.“
Wer einen Abend am „GOSSET Chef’s & Sommelier’s Table“ bucht, legt zunächst mit Daniel Kiowski die Linie fest. Mögliche Themen könnten etwa große Bordeaux-Weine, rare Sondereditionen oder edelsüße Mosel-Rieslinge sein. Auch reine Champagner-Abende sind dank des Namenspatrons, der in jedem Fall aber den Aperitif liefert, bestens machbar. Der Sommelier stellt dann eine individuelle Wein-Reise zusammen, zu der Christian Bau ein perfekt passendes Menu kreiert. Vorlieben der Gäste werden natürlich berücksichtigt.

Gemeinsamer Spaß am Genießen
„Essen und Trinken war für mich schon immer ein Gemeinschaftserlebnis“, sagt Christian Bau, „erst die Kommunikation und der Spaß am Genießen machen einen wahrhaft besonderen Moment aus.“ Nach eigenen Worten freut sich der Drei-Sterne-Koch schon darauf, den Gästen seine einzelnen Kreationen auch persönlich vorzustellen. Der Platz des neuen „GOSSET Chef’s & Sommelier’s Table“ – ganz nah an der Küche – bietet dafür ideale Voraussetzungen. Der Séparée-Charakter auf der Empore unterstreicht die Besonderheit des Angebots. Um die herausragenden Weine auch entsprechend genießen zu können, empfiehlt sich eine Reservierung inklusive Übernachtung in den Fünf-Sterne-Superior-Zimmer und -Suiten des Victor’s Residenz-Hotels Schloss Berg.

www.christian-bau.de/
www.victors.de

Christine Volm

„Rohköstliches- Gesund durchs leben mit veganer Rohkost und Wildpflanzen“ von Christine Volm

Im Mai 2014 erschien die zweite Auflage des Buches „Rohköstliches – Gesund durchs leben mit veganer Rohkost und Wildpflanzen“ von Christine Volm.

Das vom Verlag Eugen Ulmer herausgegebene Buch ist in vier Kapitel gegliedert. Im ersten Kapitel werden allgemeine Fragen rund um die vegane Rohkosternährung beantwortet wie z.B.: Ist Rohkost für jeden geeignet? Ist es teuer sich rein rohköstlich zu ernähren? Sind Nahrungsergänzungsmittel notwendig oder nicht? Außerdem spricht die Autorin über ihre persönliche Erfahrung und erklärt die positiven Wirkung veganer Rohkost-Ernährung.
Im nächsten Kapitel – Rohkost im Alltag, gibt Frau Volm Tipps und Infos zu Themen wie exotische vs. heimische Früchte, zusammenstellen verschiedener Mahlzeiten (Frühstück, Snacks, Mittag- und Abendessen), dem Essen auswärts und in der Familie, sowie Faktoren die außer Ernährung noch wichtig für die Gesundheit sind (Sport, Bewegung im Freien).
Das dritte Kapitel konzentriert sich hauptsächlich auf Wildpflanzen. Es werden Tipps zum Sammelzeitpunkt und Transport der Pflanzen gegeben, zur Pflanzenbestimmung, Wildpflanzensammeln mit Kindern, Giftpflanzen und das Verhalten in Notfällen. Außerdem werden gute Pflanzen für Anfänger gennant, sowie Pflanzen mit besonders großer Verwechslungsgefahr. Zusätzlich werden verschiedene Pflanzenportraits, teilweise mit Bildern der jeweiligen Pflanzen, aufgeführt.

Das letze Kapitel ist der Rezeptteil. Er ist gegliedert in acht Kategorien:
Vorspeisen und Suppen
Salate
Rohkost Cracker und Pizza
Gemüsegerichte
Desserts
Smoothies und Fruchtpürees
Torten und Plätzchen für Süßschnäbel
Leckereien für Zwischendurch

Die Rezepte sind übersichtlich strukturiert mit Zutatenlisten und Zubereitungserklärung, zu manchen Rezepten gibt es noch einen kleinen Kasten mit Zusatzinfos, Tipps oder Varianten. Von leichtem Vogelmieren-Salat, zu herzhaften Mangold-Rouladen und verlockenden Schoko-Minz-Küsschen werden einem eine bunte Auswahl an Rezepten geliefert. Auf über 70 Rezepte kommen ungefähr 25 Fotos. Teilweise erscheinen diese mir persönlich etwas langweilig oder sogar altbacken. Das mag jedoch den Vorteil haben, dass das Buch nicht als hippe Modeerscheinung gesehen wird, sondern als solide Überzeugung. Denn anders als viele neuere Rohkostbücher werden hier auch nicht unzählige teure Produkte wie „Superfood-Pülverchen“, Nussmuße etc. verwendet. Das besondere fehlt jedoch trotzdem nicht, denn „Rohköstliches“ ist spezialisiert auf Wildpflanzen, die in jedem Rezept Verwendung finden.

Als überaus nützlich erweisen sich zusätzlich die Infokästen auf der ausklappbaren ersten und letzten Seite: Die „Top 10“ der heimischen Wildpflanzen werden mit Namen, Geschmack, bestem Sammelzeitpunkt, Besonderheiten und sogar mit Bild aufgeführt. Außerdem werden einige Superfoods aus dem Rohkosthandel genannt, es gibt Tipps zum nachhaltigen Einkaufen und der Küchenausstattung, sowie sechs besonders schnell und einfach zuzubereitende Rezepte – „Grüne Quickies“ genannt.

Meiner Meinung nach ist das Buch besonders für Wildpflanzenfans und gesundheitsbewusste Anhänger, aber auch Neulinge der veganen Rohkost. Allerdings ist es zu empfehlen sich zusätzlich ein Buch zur Bestimmung von essbaren Wildpflanzen zu besorgen, da man dort noch mehr Infos und Bilder zu den Pflanzen und zu Pflanzen mit Verwechslungsgefahr bekommen kann. Wer das Buch kauft, dem sollte allerdings bewusst sein, das wirklich in jedem Rezept Wildpflanzen enthalten sind. Zwar sind es viele unterschiedliche, sodass je nach Jahreszeit und Beschaffenheit immer etwas dabei sein sollte, doch wer nicht die Zeit hat oder nicht an Wildpflanzen herankommt, für den ist das Buch wohl eher nicht das richtige.
Gioia Romanowski

70 Seiten, ISBN: 978-3-8001-7980-0 – 16,90 € Bestelllink portofrei

Weitere Besprechungen veganer Bücher von Gioia Romanowski: http://www.gourmet-report.de/archiv/Gioia+Romanowski/

Vegane Superfoods

Vegane Superfoods

Die Rezepte sind in fünf Kapitel unterteilt:

Frühstück
Drinks
Vorspeisen, Snacks, Sandwiches
Hauptspeisen
Desserts und Kuchen

Surdham Göbs neues Buch steckt wirklich voller Leben. Es mag daran liegen, dass es in seiner zweiten Heimat, der traumhaften Insel Bali entstanden ist. Fotos von bunten Obstmärkten, lachende balinesische Kinder und wundervolle schwarze Sandstrände – wer bekommt da keine gute Laune?
Allerdings kann der Titel etwas irreführend sein, denn nur ein Teil der Rezepte verwenden tatsächlich Superfoods. Doch das macht nichts, denn die Bilder lassen einem das Wasser in den Mund laufen.

Plus
+ wunderschöne Bilder zu jedem Rezept
+ interessante Geschichten zu jedem Rezept
+ das Buch steckt insgesamt voller Leben und man merkt, dass es mit sehr viel Liebe gemacht wurde

Minus
– Rezepte teilweise sehr aufwendig (zumindest wenn man sie im vollen Umfang zubereiten würde)
– viele Obstsorten sind in Deutschland nur schwer und teuer zu finden (z.B. Tamarillos, Mangostan, Rambutans)

Für wen ist das Buch?
Wer gerne mal neues probiert, auf exotische Früchte und asiatische Küche steht, wer gerne mit Superfoods experimentiert und sich auf seinen kulinarischen Exkursionen auch mal etwas mehr Zeit nimmt, der wird Surdham Göbs Buch lieben. Nach deutscher Hausmannskost und Fleischersatz sucht man hier allerdings vergebens 😉 Gioia A. Romanowski

Autor: Surdham Göb
ISBN: 978-3-03800-762-3 (Bestellink portofrei)
Wie viele Rezepte: ca. 70
Preis: 19,90€