Hyatt lies sich Kreditkartendetails der Gäste klauen

Hyatt schreibt:
Der Schutz von Kundendaten ist von vorrangiger Bedeutung für Hyatt. Wir haben die angekündigten Ermittlungen im Zusammenhang mit der Schadsoftware, die auf Zahlungskarten gerichtet war, die an von Hyatt betriebenen Standorten verwendet wurden, unermüdlich geführt und nun zum Abschluss gebracht. Uns liegen nun umfassendere Informationen vor, die wir mit Ihnen teilen möchten, damit Sie Schritte zu Ihrem eigenen Schutz unternehmen können.

Die Ermittlungen haben Hinweise auf unberechtigten Zugriff auf Daten von Zahlungskarten ergeben, die vor Ort bei bestimmten von Hyatt betriebenen Standorten, vor allem in Restaurants, zwischen dem 13. August 2015 und 8. Dezember 2015 verwendet wurden. Ein kleiner Prozentsatz der gefährdeten Karten wurde in Wellness-Einrichtungen, Golfshops, Parkhäusern bzw. auf Parkplätzen oder bei einer begrenzten Anzahl von Rezeptionen verwendet bzw. während dieses Zeitraums einer Verkaufsstelle zur Verfügung gestellt. Der betroffene Zeitraum begann für eine begrenzte Zahl von Standorten am oder kurz nach dem 30. Juli 2015.

Die Schadsoftware war darauf gerichtet, Daten – beispielsweise Name des Karteninhabers, Kartennummer, Gültigkeitsdatum und Prüfziffer – von vor Ort verwendeten Zahlungskarten zu erfassen, während die Daten über betroffene Zahlungsabwicklungssysteme übermittelt wurden. Es gibt keine Hinweise darauf, dass andere Kundendaten betroffen waren.

Die Liste der betroffenen Standorte von Hyatt und der jeweiligen betroffenen Zeiträume ist unten abrufbar. Darüber hinaus sind wir dabei, im Falle gefährdeter Transaktionen, bei denen der Name von Karteninhabern betroffen war, die Kunden anzuschreiben, für die wir eine Postanschrift haben, und E-Mails an die Kunden zu senden, für die uns nur eine E-Mail-Adresse vorliegt.

Wir haben umgehend mit führenden Experten für Internet-Sicherheit zusammengearbeitet, um das Problem zu lösen und die Sicherheit unserer Systeme zu stärken, um ähnliche Vorfälle in Zukunft zu vermeiden. Wir haben auch die Polizeibehörden und die Zahlungskartennetzwerke in Kenntnis gesetzt. Wir möchten Ihnen versichern, dass Sie Ihre Zahlungskarten in den Hotels von Hyatt auf der ganzen Welt ohne Bedenken verwenden können.

Wir möchten Sie vor allem auffordern, aufmerksam zu bleiben und Ihre Zahlungskartenabrechnungen sorgfältig zu prüfen. Sie sollten Ihren Kartenaussteller umgehend über unbefugte Belastungen in Kenntnis setzen. Erkundigen Sie sich bei Ihrem Kartenaussteller, da Kartenaussteller u. U. unterschiedliche Richtlinien mit Blick auf Betrug haben. Gemäß den Regeln für Zahlungskarten werden Karteninhaber im Allgemeinen nicht für unbefugte Belastungen zur Verantwortung gezogen, wenn diese zeitnah gemeldet werden.

Darüber hinaus hat Hyatt das Unternehmen CSID beauftragt, ein Jahr lang kostenlos Schutzleistungen im Rahmen des Programms CSID Protector für betroffene Kunden zur Verfügung zu stellen. CSID ist einer der führenden Anbieter für Lösungen und Technologien mit Blick auf Betrugsaufdeckung. Um den Schutz über CSID Protector zu aktivieren, können betroffene Kunden in den USA die Webseite www.csid.com/hyatt-us und betroffene Kunden außerhalb der USA die Webseite www.csid.com/hyatt-intl besuchen, um sich dort sicher anzumelden und die Registrierung vorzunehmen.

Sollten Sie Fragen haben oder mehr Informationen wünschen, rufen Sie uns bitte unter der Nummer 1-877-218-3036 (USA und Kanada) oder +1-814-201-3665 (international) zwischen 7 Uhr und 21 Uhr EST (13 Uhr und 3 Uhr MEZ) an.

Wir möchten Ihnen versichern, dass wir die Sicherheit von Kundendaten sehr ernst nehmen, und bedauern etwaige Unannehmlichkeiten und Besorgnisse im Zusammenhang mit diesem Vorfall.

Hier die Liste der betroffenen Hotels (es sind fast alle):
http://www.hyatt.com/protectingourcustomers/hotellist/

Anmerkung: Ich persönlich war in der fraglichen Zeit im Hyatt. Vor zwei Monaten gab es eine Abbuchung von meiner Kreditkarte. Ohne Rücksprache sperrte die Bank meine Karte und ich war unterwegs ohne Geld! Ich rate allen, die zur fraglichen Zeit im Hyatt waren, sich von ihrer Bank eine neue Karte ausstellen zulassen!
Merkwürdigerweise informiert Hyatt nicht die Gäste, die zur fraglichen Zeit in den Häusern gewesen sind. Schlechter Stil!

Smoothie

Drinks aus pürierten Früchten, Gemüse und Grünzeug liegen bei ernährungsbewussten Verbrauchern voll im Trend. In großer Geschmacks- und Farbenvielfalt füllen Smoothies die Kühlregale und die Obst- und Gemüse-Abteilungen.

Bislang ist der Begriff ‚Smoothie‘ nicht lebensmittelrechtlich geschützt oder definiert. Es gibt auch keine Vorschriften zu Herstellungsverfahren. Bei Fertigprodukten liefert die Verkehrsbezeichnung zumindest Hinweise auf die Zusammensetzung: Ein ‚Fruchtsaft-Smoothie‘ unterliegt der Fruchtsaft-Verordnung. Bei einer ‚Zubereitung aus Frucht und Fruchtsaft‘ oder einem ‚Multifruchtdrink aus Obstsaft und -püree‘ hingegen hat der Hersteller bei der Auswahl der Zutaten erhebliche Freiheiten. Ein kritischer Blick auf das Etikett zeigt, ob tatsächlich so viel Mango in der Flasche drin ist, wie das große Bild auf der Verpackung erwarten lässt, und welche weiteren Zutaten außer Obst und Gemüse noch mit dabei sind.
Und das Haltbarkeitsdatum erinnert: Ein gekühlter Fertig-Smoothie ist nur wenige Tage haltbar.

Qualität ist am 5-am-Tag-Logo erkennbar: Smoothies mit dieser Auszeichnung müssen mindestens zur Hälfte aus Mark, Püree oder stückigen Bestandteilen bestehen. Sie dürfen keinen zusätzlichen Zucker, keine Zusatzstoffe und keine isolierten Nährstoffe enthalten und nicht durch Wasserentzug konzentriert sein. „Menschen, die auf gesunde und abwechslungsreiche Ernährung achten, brauchen keine Smoothies. Doch eine 200- bis 250 Milliliter-Portion eines 5-am-Tag-Smoothies kann gelegentlich bis zu zwei Portionen Obst oder Gemüse pro Tag ersetzen“, erläutert Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler beim aid infodienst.
„Alternativ kann man natürlich seine Smoothies auch selbst pürieren und dabei immer neue Geschmacksvarianten ausprobieren.“ Vor allem der Sommer mit seiner großen Auswahl an knackigen Zutaten aus heimischem Anbau bietet sich für Smoothie-Experimente an.

Ob Fertigprodukt oder Eigenkreation – ein Durstlöscher ist ein Smoothie in keinem Fall. „Ein solcher Drink enthält so viele Nährstoffe, dass er als Zwischenmahlzeit bewertet werden muss“, sagt Seitz.
Eva Neumann, www.aid.de

Frühstückscerealien in Deutschland mangelhaft

Mehr Transparenz durch Nährwertprofile

Viele hochverarbeitete Frühstückscerealien wie Flakes, Pops oder Getreidekissen tragen gesundheitsrelevante Werbung auf der Verpackung. Dazu gehören nicht nur Hinweise auf einen besonderen Nähr- oder Gesundheitswert, sondern auch Werbung mit gesunden Zutaten wie Vollkorn oder „Frei von …“- Werbung. Hinweise also, dass Zutaten mit negativem Image wie Farbstoffe nicht enthalten sind. Wissenschaftlerinnen der Abteilung für Marktforschung der Agrar- und Ernährungswirtschaft der Universität Bonn wollten wissen, wie gesund solche Produkte tatsächlich sind. Dafür untersuchten sie in den Jahren 2010 und 2012 die Nährwertprofile von insgesamt 239 deutschen und norwegischen Produkten.

Mit Hilfe von Nährwertprofilen lassen sich Lebensmittel in empfehlenswerte und weniger empfehlenswerte Kategorien einstufen. Bei der Berechnung werden sowohl wertgebende Bestandteile, wie Ballaststoffe, der Obst- oder Gemüsegehalt eines Produkts als auch wertmindernde Bestandteile wie Fett, Salz und Zucker berücksichtigt. So lässt sich eine Aussage über den Gesundheitswert des gesamten Produktes machen.

Für die Untersuchung wurden fünf verschiedene Nährwertprofile herangezogen, die von staatlichen Behörden entwickelt wurden. Darunter das Schlüsselloch (Keyhole), das in Skandinavien empfehlenswerte Produkte kennzeichnet, zwei Modelle, die entwickelt wurden, um den Gesundheitswert von Kinderprodukten zu ermitteln, ein australisches Modell und ein Nährwertprofil, das im Jahr 2009 auf EU-Ebene vorgeschlagen wurde, um gesundheits- und nährwertbezogene Angaben zu regulieren. Dieses Modell ist allerdings bis heute nicht umgesetzt. Das skandinavische Keyhole hatte in Bezug auf Frühstückscerealien die höchsten Nährstoff-Anforderungen, das geplante EU-Modell die niedrigsten.

Der Anteil der hochverarbeiteten Cerealien mit gesundheitsrelevanten Informationen lag im Jahr 2010 bei 84 Prozent. Trotz der vielfältigen gesundheitsrelevanten Informationen auf den Verpackungen wurde nur ein kleiner Teil der deutschen Produkte den Anforderungen der fünf unterschiedlichen Nährwertprofile gerecht. Nur 4 Prozent der deutschen Produkte aus dem Jahr 2010 erfüllten die Vorgaben des skandinavischen Keyhole-Modells, im Jahr 2012 waren es 7 Prozent. Den Anforderungen des EU-Modells entsprachen im Jahr 2010 rund 28 Prozent der Produkte, im Jahr 2012 waren es 36 Prozent.

Kindercerealien schnitten noch deutlich schlechter ab: Von den 58 Frühstückscerealien, die im Jahr 2010 an Kinder vermarktet wurden, erreichte keines die Vorgaben des Keyhole. Das lag an den hohen Zucker- und den niedrigen Ballaststoffgehalten. Nur eines der Produkte dürfte nach den Kriterien des britischen Amts für Kommunikation, OFCOM, im Fernsehen beworben werden. Norwegische Frühstücksceralien hingegen erreichten durchweg bessere Werte: Je nach Berechnungsmodell konnten zwischen 36 bis 64 Prozent der Cerealien als empfehlenswert eingestuft werden. In Norwegen dürfen Hersteller mit dem Schlüsselloch-Logo werben, wenn die Produkte die Vorgaben dieses Modells erfüllen.

Die Ergebnisse der Fallstudie machen deutlich, dass es auf Verpackungen von deutschen Cerealien zwar viele Informationen zu einzelnen gesundheitsrelevanten Nährstoffen oder Zutaten gibt, aber keine leicht erkennbaren Hinweise zum Gesundheitswert des gesamten Produktes. So können Frühstückscerealien ohne gesundheitsrelevante Hinweise bessere Nährwertprofile aufweisen als Produkte mit Gesundheitswerbung.

Ein besonderer Handlungsbedarf besteht bei Kindercerealien. Kaum eines der deutschen Produkte erfüllte die Anforderungen des britischen und des speziell zur Einstufung von Kinderlebensmitteln entwickelten amerikanischen Nährwertprofils. Nach einer Studie des Verbraucherzentrale Bundesverbands gehen aber gut 40 Prozent der deutschen Eltern davon aus, dass solche Produkte für die besonderen Bedürfnisse von Kindern optimiert sind. Die Untersuchung der norwegischen Stichprobe weist darauf hin, dass es durchaus möglich ist, auch Cerealien mit einem günstigeren Nährwertprofil zu vermarkten.

Die Autorinnen ziehen die Schlussfolgerung, dass die Einführung eines rechtlich verpflichtenden Nährwertprofils, das definiert, welche Lebensmittel gesundheitsrelevante Informationen tragen dürfen und welche nicht, für mehr Klarheit auf den Verpackungen sorgen würde. Auch Mindestgehalte für den Vollkornanteil von Frühstückscerealien, die mit Vollkorn werben, wären sinnvoll. Denn der Vollkorngehalt solcher Produkte schwankte in der deutschen Stichprobe von 2010 zwischen 7 und 100 Prozent. Das EU-Modell für Nährwertprofile enthält derzeit keine Mindestanforderungen an den Vollkorngehalt.

Hilfreich wäre auch ein einfach zu erkennendes Zeichen oder Symbol, an dem Verbraucher die empfehlenswerten Produkte zweifelsfrei erkennen könnten. Denn aus Verbraucherstudien ist bekannt, dass sich nur wenige Konsumenten im Geschäft die Zeit nehmen, um Nährwerttabellen zu studieren.
Gesa Maschkowski, www.aid.de

Weitere Informationen:
Maschkowski, G., Hartmann, M., Hoffmann, J. (2014): Health-related on-pack communication and nutritional value of ready-to-eat breakfast cereals evaluated against five nutrient profiling schemes, BMC Public Health 2014, 14:1178
Die Studie ist kostenfrei einsehbar unter:
http://www.biomedcentral.com/1471-2458/14/1178

Heute um 12 Uhr Michelin Ergebnisse

Heute um 12 Uhr werden die Resultate des Guide Rouge Michelin bekannt gegeben – Wie immer brodelt die Gerüchteküche – wir haben ein paar aufgeschnappt – wer hat einen Stern (mehr) bekommen?

Berlin:
Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte Sonja Frühsammer ihren ersten Stern bekommen haben. Das Gerücht gab es aber auch schon letztes Jahr. Es scheint sich aber zu verdichten. Wir glauben 80:20 das es stimmt.

Tim Raue könnte in Berlin den 3. Stern bekommen. Auch hier von den „gut informierten Kreisen“ viele Hinweise. Aber auch einige wenige dagegen. Hier sehen wir 70:30 für Raue.

München:
Bobby Bräuer sollten den 2. Stern bekommen haben. 85:15

Weitere Gerüchte sind zu wenig bestätigt, dass wir sie jetzt schon bringen wollen.

Am kurz nach 12 Uhr gibt es heute die Resultate auf Gourmet Report!

Tomate macht gesund

Immer mehr wissenschaftliche Studien bestätigen: Es gibt einen Zusammenhang zwischen den Inhaltsstoffen von Tomaten und der Vorbeugung von Erkrankungen wie Herzinfarkt, Osteoporose oder Krebs. Verantwortlich sind der Zauberstoff Lycopin und weitere Pflanzennährstoffe. Da unser Körper Lycopin nicht selbst herstellen kann, muss es über die Nahrung aufgenommen werden. Reife Tomaten besitzen einen sehr hohen Anteil: Pro 100 g Frucht enthalten sie ca.

3,9 bis 5,6 mg des Antioxidants. Außerdem haben Tomaten einen hohen Anteil an Vitaminen, Mineralstoffen und wichtigen Spurenelementen. Inzwischen gibt es sogar Hinweise darauf, dass der Verzehr von Tomaten auch bei Asthma und Alzheimer positive Effekte zeigt. Des Deutschen Lieblingsgemüse ist also nicht nur lecker, sondern auch gesund!
Weitere Informationen rund um die Tomate finden sich auf www.tomateninfo.de

Bioprodukte immer beliebter – vor allem bei jüngeren Verbrauchern

„Ökobarometer 2012“: Konsumenten schätzen klare Angaben zur Herkunft

Biolebensmittel finden besonders bei jüngeren Menschen immer größeren Zuspruch. So lautet eines der Ergebnisse der neuen „Ökobarometer“-Studie, die im Auftrag des Bundeslandwirtschaftsministeriums durchgeführt wurde. 71 Prozent aller Befragten unter 30 Jahren gaben an, Bioprodukte zu kaufen. 16 Prozent von ihnen erwerben demnach ausschließlich oder häufig Ökowaren. 55 Prozent greifen gelegentlich zu Biolebensmitteln – eine Steigerung von 16 Prozent gegenüber der Umfrage 2010. Im Rahmen der kontinuierlichen repräsentativen Studie wurden Ende Januar 2012 insgesamt 1.006 Bundesbürger zu ihrem Konsumverhalten bei Biolebensmitteln befragt.

Bio liegt im Trend – in jedem Alter
Auch insgesamt, das heißt über alle Altersschichten hinweg, wächst den Ergebnissen der Erhebung zufolge die Beliebtheit von Biolebensmitteln: So gaben 76 Prozent der befragten Verbraucher an, Ökoprodukte zu erwerben (ausschließlich: 2 Prozent / häufig: 19 Prozent / gelegentlich: 55 Prozent). Dies sind 5 Prozent mehr als 2010. Nur 15 Prozent aller Befragten wollen auch künftig keine Biowaren kaufen. Bei der letzten Umfrage war dies noch jeder Fünfte.

Hinweise zu Herkunftsregion und Erzeuger sind Verbrauchern wichtig
Die große Mehrheit aller Befragten hält Hinweise auf der Verpackung zu Herkunftsregion (91 Prozent) oder Erzeugeradresse (81 Prozent) für besonders hilfreich, um beim Einkauf rasch erkennen zu können, ob ein Lebensmittel aus regionaler Erzeugung stammt. Von den Befragten, die angaben, Biokäufer zu sein, wünschen sich 90 Prozent „Fair Trade“-Kennzeichnungen als zusätzliche Angabe auf Ökoprodukten. 78 Prozent erachten ein eigenes Regionalsiegel als vorteilhaft. Wie berichtet hatte Bundesministerin Aigner am Rande der „Grünen Woche“ erste Überlegungen zur Etablierung einer bundesweiten Regionalkennzeichnung vorgelegt.

Tierwohl, Regionalität und Gesundheitsvorteile zentrale Motive für Biokauf
Wichtigste Gründe für den Kauf von Biolebensmitteln sind eine artgerechte Tierhaltung (94 Prozent), die regionale Herkunft bzw. die Unterstützung regionaler Betriebe (89 Prozent) sowie eine geringe Schadstoffbelastung (89 Prozent). In der Wertschätzung gestiegen ist das Thema gesunde Kinderernährung bzw. Ernährung während der Schwangerschaft. 79 Prozent geben an, aus diesem Grund Biolebensmittel zu kaufen. Dies sind 9 Prozent mehr als 2010. Bevorzugte Einkaufsorte für Ökoprodukte bleiben die konventionellen Supermärkte (84 Prozent) und Discounter (63 Prozent). Beliebteste Ökolebensmittel sind weiterhin Eier, Obst und Gemüse, Kartoffeln, Brotwaren und Milchprodukte.

foodwatch verklagt Unilever

Die Verbraucherorganisation foodwatch hat beim Landgericht Hamburg Unterlassungsklage gegen den Nahrungsmittelkonzern Unilever eingereicht. foodwatch will verhindern, dass das Unternehmen bedenkliche Risiken und Nebenwirkungen seiner cholesterinsenkenden Margarine Becel pro.activ verschleiert. Unilever behauptet unter Verwendung von Zitaten eines Wissenschaftlers in einer Pressemitteilung sowie in einem Antwortschreiben an Unterzeichner einer foodwatch-Protestaktion auf www.abgespeist.de , es gebe bei Becel pro.activ „aus wissenschaftlicher Sicht keinen Hinweis“ auf Nebenwirkungen. Dabei sind die der Margarine zugesetzten Pflanzensterine unter Experten höchst umstritten. Sie stehen im Verdacht, genau das zu verursachen, was sie eigentlich verhindern sollen: nämlich Ablagerungen in Gefäßen und ein erhöhtes Risiko für Herzkrankheiten.

„Die Behauptung, es gebe keine Hinweise auf Nebenwirkungen, ist absolut haltlos“, kritisiert Oliver Huizinga von foodwatch. „Unilever ignoriert bewusst den aktuellen Stand der Wissenschaft, getreu dem bekannten Pippi-Langstrumpf-Motto: ,Ich mach‘ mir die Welt, wie sie mir gefällt‘. Kritische wissenschaftliche Stimmen und ernst zu nehmende Hinweise auf Nebenwirkungen im Zusammenhang mit Pflanzensterinen blendet der Konzern einfach aus.“

Dabei warnen sogar das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde EFSA ausdrücklich davor, dass gesunde Menschen ohne erhöhten Cholesterinspiegel Produkte mit Pflanzensterinen zu sich nehmen. Mehr noch: Selbst für Menschen mit erhöhten Cholesterinwerten ist die Unbedenklichkeit der Produkte fraglich. So kommen die europäischen Dachgesellschaften für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in ihren jüngst verabschiedeten Leitlinien zu folgendem Urteil: „Um die Sicherheit von Lebensmitteln mit Pflanzensterinzusatz bei regelmäßiger Einnahme zu garantieren, sind (…) Langzeitstudien nötig.“ Das Bundesinstitut für Risikobewertung schlägt aufgrund der Fülle an neuen Studien vor, dass die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde die Sache neu aufrollt.

Im November hatte foodwatch mit einer E-Mail-Aktion auf www.abgespeist.de Unilever aufgefordert, Becel pro.activ nicht mehr frei zugänglich im Supermarkt zu verkaufen. Stattdessen solle der Konzern ein Zulassungsverfahren als Medikament anstrengen, damit die nach dem Arzneimittelrecht zuständigen Behörden den gesundheitlichen Nutzen sowie die Risiken und Nebenwirkungen beurteilen könnten. Mehr als 15.000 Verbraucher unterzeichneten bisher den Aufruf an den Lebensmittel-Multi.

Auf die Kritik reagierte Unilever mit einem Schreiben, in dem der Konzern die angebliche Unbedenklichkeit von Becel pro.activ beteuert. Man stehe „im ständigen Austausch mit führenden Herz-Kreislaufspezialisten, um immer auf dem aktuellsten Forschungsstand zu sein“, heißt es von Unilever. Als Beleg führt das Unternehmen zwei Professoren ins Feld: Prof. Eberhard Windler von der Universität Hamburg lobt den „Wirkmechanismus“ von Lebensmitteln, denen Pflanzensterine zugesetzt wurden. Und Prof. Hans-Ulrich Klör von der Universität Gießen bestätigt: „Aus wissenschaftlicher Sicht gibt es keinen Hinweis darauf, dass der Verzehr Pflanzensterin-angereicherter Produkte mit Nebenwirkungen in Verbindung zu bringen ist.“

Wegen der letztgenannten Aussage versandte foodwatch am 30. November 2011 eine Abmahnung an Unilever und forderte das Unternehmen auf, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung zu unterzeichnen. Dies lehnte das Unternehmen ab. Da Unilever weiterhin behauptet, es gebe „keinen Hinweis“ auf Nebenwirkungen durch Pflanzensterine, hat foodwatch nunmehr Klage eingereicht.

Tipps zur Küchen- und Lebensmittel-Hygiene

Neue Service-Karte des Bundesverbraucherministeriums

Die schweren EHEC-Infektionen in Deutschland haben gezeigt, wie wichtig die Einhaltung von Hygieneregeln in der Küche und beim Umgang mit Lebensmitteln ist. Das Bundesverbraucherministerium hat im Internet zwei kostenlose Service-Checkkarten veröffentlicht, die wichtige Hinweise zum Schutz vor Lebensmittelinfektionen zusammenfassen.

Vor allem rohes Gemüse und Obst sollten vor dem Verzehr gut gewaschen und geschält werden. Wichtig beim Zubereiten von Lebensmitteln ist zudem die Trennung von ungewaschenen und sauberen Lebensmitteln auf den Arbeitsflächen sowie das ausreichende Erhitzen auf hoher Temperatur vor dem Verspeisen. Bereits vor der Zubereitung ist die ordnungsgemäße Lagerung der Speisen von großer Bedeutung: Damit sich keine Keime auf den Lebensmitteln entwickeln, darf die Kühlkette bei empfindlichen Lebensmitteln wie Hackfleisch nicht unterbrochen werden. Dabei sollte die Temperatur im Kühlschrank regelmäßig kontrolliert werden und nicht über 7° C liegen.

Sorgfältige Hand-Hygiene ist wichtig, um die Übertragung von Krankheitserregern zu vermeiden. Das gilt ganz generell, aber vor allem nach Benutzung von Toiletten und vor dem Umgang mit Lebensmitteln. Die Arbeit an frischen Lebensmitteln sollte gelegentlich unterbrochen werden, um die Hände mit Seife zu säubern, besonders bei Kontakt mit rohem Fleisch und Geflügel sowie bei ungewaschenem Gemüse und Früchten.

Weitere wichtige Hinweise sind auf den Service-Checkkarten „Küchenhygiene – Die wichtigsten Tipps“ und „Lebensmittelhygiene – Die wichtigsten Tipps“ zusammengefasst, die auf den Internetseiten kostenlos heruntergeladen werden können:
http://www.bmelv.de/SharedDocs/TextFragmente/Verbraucherschutz/Internet-Telekommunikation/CheckkarteKuechenUndLM_hygiene.html

Cholesterinsenkende Lebensmittel sind zweifelhaft

Zweifel am Gesundheitsnutzen zugesetzter Pflanzenstoffe

Pflanzliche Sterine oder Phytosterole,
mit denen verschiedene Nahrungsmittel wie Margarine oder Milchprodukte
angereichert sind, haben nicht nur keinen nachgewiesenen Nutzen für die
Herzgesundheit, sondern könnten sogar negative Effekte haben. Bevor
Lebensmittel mit Phytosterolen empfohlen werden könnten, seien mehr Daten
zur Wirksamkeit und Sicherheit nötig, forderten Experten auf der 77.
Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und
Kreislaufforschung (DGK) präsentiert wurden. Bis Samstag diskutierten in
Mannheim mehr als 7000 Teilnehmer aus rund 25 Ländern aktuelle
Entwicklungen aus allen Bereichen der Kardiologie.

Ein Grund für den Zweifel der Wissenschaftler an der Sinnhaftigkeit von mit
Pflanzensterinen angereicherten Lebensmitteln: Es gibt keinen Nachweis dafür,
dass die mögliche cholesterinsenkende Wirkung der Phytosterole einen
messbaren Nutzen für die Herzgesundheit bringt. „Statine hemmen die HMG-
CoA-Reduktase, das Geschwindigkeits-bestimmende Enzym der körpereigenen
Cholesterinsynthese in der Leber und senken dadurch das Cholesterin im Blut.

Große klinische Studien haben bewiesen dass Statine das Risiko von
Herzkreislauferkrankungen senken“, sagte Dr. Oliver Weingärtner (Universität
des Saarlandes, Homburg/Saar). „Für das Konzept der
Cholesterinresorptionshemmung durch Nahrungsmittelsupplementation mit
Phytosterolen liegen dagegen keine belastbaren Studienergebnisse vor, die die
Wirksamkeit im Hinblick auf Patienten-relevante klinische Endpunkte wie zum
Beispiel Schlaganfall- oder Herzinfarktrisiko belegen.“

Tagesration 425 Tomaten, 150 Äpfel

Dazu kommt, so der Experte, ein Dosisproblem: „Soll durch Phytosterine aus der
Nahrung das Cholesterin tatsächlich um zehn Prozent reduziert werden, so wären
Mengen von zwei Gramm und mehr pro Tag nötig“, so Dr. Weingärtner. „Um das
über Obst und Gemüse zu erreichen, müssten beispielsweise 425 Tomaten, 150
Äpfel, oder 11 Tassen Erdnüsse am Tag verzehrt werden.“ Werde „Functional
Food“ mit solchen Mengen an Phytosterolen angereichert, entspreche dies nicht
dem Ansatz einer „gesunden Ernährung“, so Prof. Dr. Ulrich Laufs (Universität
des Saarlandes, Homburg/Saar): „Dann handelt es sich um eine Maßnahme, die
mit einem Medikament vergleichbar ist, und entsprechend sorgfältig muss man
damit umgehen.“

Mögliche Gesundheitsrisiken

Dies schon deshalb, weil eine Reihe von experimentellen und klinischen
Untersuchungen Hinweise liefern, dass Phytosterole, die sich im Körper ablagern,
möglicherweise sogar negative Effekte auf Herz und Gefäße haben könnten. Dazu
kommt, wie sich im Tierversuch gezeigt hat, dass sich die Pflanzensterine
dauerhaft im Gehirn – nämlich in der Lipidbasis von Zellmembranen – anlagern.
„Wegen der Hinweise auf Risiken und aufgrund eines fehlenden Beleges für eine
positive Wirkung sind vor einer Empfehlung von Lebensmitteln mit Phytosterolen
weitere Daten zur Wirksamkeit und Sicherheit erforderlich“, so Dr. Weingärtner.

Weitere Informationen unter www.dgk.org

Kräuter, Kressen, Sprossen von Thomas Ruhl

Thomas Ruhl beschreibt zahlreiche Kräuter, Kressen, Sprossen und essbare Blüten. Alle Inhaltsstoffe, Tipps zur Ernte und Hinweise zur Lagerung werden ebenso aufgeführt wie eine detaillierte Beschreibung des Geschmacks. Neben vielen bekannten Pflanzen wie Kerbel oder Kapuzinerkresse führt das Buch auch weniger bekannte Sorten, ob in Vergessenheit geratene oder ganz neue, auf. So erfährt der Leser zum Beispiel, dass die Süßdolde die süßeste europäische Pflanze ist und sich sowohl die Blüten als auch die Blätter dadurch perfekt eignen, um herzhafte Suppen oder Saucen fein abzurunden. Oder dass die Gartenmelde ein uraltes, vergessenes Gemüse ist, sozusagen die Vorgängerin des Spinats und auch ähnlich in der Küche zubereitet werden kann.

Gekrönte Spitzenköche wie Nils Henkel und Jean-Marie Dumaine steuern neue Rezepte bei, in denen Kräuter, Kressen und Sprossen die Hauptrolle spielen. Hier entsteht eine ganz neue Genusskultur, die sich auf die Wurzeln besinnt und trotzdem zukunftsweisend ist.

Bestellink: ISBN-13: 978-3-875150-44-5