Auf Vorrat lässt sich Wasser nicht trinken

Ein halber Liter Wasser vor den Mahlzeiten hilft laut einer britischen Studie beim Abnehmen: Es füllt den Magen und regt den Stoffwechsel an. Allerdings ist es Experten zufolge keine gute Idee, beim Frühstück gleich die Wasserration für den ganzen Tag zu trinken. „Wir können nicht auf Vorrat trinken“, betont der Ärztliche Leiter des KfH-Nierenzentrums in München-Schwabing, Professor Johannes Mann, im Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“. „Wer das versucht, verdünnt seine Blutsalze zu stark.“ Doch nicht nur zu viel, auch zu wenig zu trinken, kann schädlich sein. Kopfschmerzen, Konzentrations- und Kreislaufprobleme, trockene Haut, dunkler Urin und Verstopfung weisen auf einen Flüssigkeitsmangel hin. Eineinhalb Liter am Tag gelten für gesunde Erwachsene als Richtgröße. „Das ist ein Mittelwert, der noch nie systematisch untersucht wurde“, sagt Dr. Michael Boschmann, leitender Arzt am Franz-Volhard-Centrum für Klinische Forschung an der Charité Universitätsmedizin Berlin. „Anstatt ständig an der Wasserflasche zu hängen, sollte man auf seinen Körper hören und trinken, wenn man Durst hat.“ Das Gesundheitsmagazin „Apotheken Umschau“ 5/2016 A liegt in den meisten Apotheken aus und wird ohne Zuzahlung zur Gesundheitsberatung an Kunden abgegeben.

Hendrik Pieper

Das Restaurant „La Maison de l´entrecôte“ hat einen neuen Küchenchef – Hendrik Pieper. Als Executive Chef leitet er nicht nur die beiden Restaurants „La Maison de l´entrecôte“ am Ku´damm sowie am Alexanderplatz in Berlin, sondern verantwortet die gesamten Küchenoperations der vier Berliner Azure Hotels.

Hendrik Pieper absolvierte seine Berufsausbildung zum Koch im Astron Hotel in Dessau und entwickelte bereits hier die Leidenschaft zur gehobenen Kulinarik. Nach seiner Ausbildung folgten berufliche Top Stationen wie die im Shiro i Shiro in Berlin als Sous Chef und im Restaurantschiff PATIO Berlin als Küchenchef. Im Royal Meridian in Hamburg lernte er die französische Küche kennen und lieben sowie das Kochen à la Carte auf hohem Niveau. Seither weiß er die Teamarbeit mit professionellen Köchen sehr zu schätzen. 2013 kehrte er nach Berlin zurück und war bis zuletzt Sous Chef im InterContinental Berlin. Hier trug er die kulinarische Verantwortung über das Hotel Restaurant, die Bar, Lounge und Roomservice.

Bereits als Kind erfuhr er, wie wichtig es ist, sich natürlich und gesund zu ernähren. Seine Großeltern hatten einen Bauernhof mit einem großen Garten und eigenen Tieren, die dort auch geschlachtet wurden. Er zupfte Löwenzahn, lernte wie man mit simplen Dingen kocht und half bei allen anfallenden Aktivitäten mit. Regelmäßig begleitete er seinen Vater, einen passionierten Angler, nach Norwegen und lernte den Fischfang von der Pike auf, filetierte Fische, vakuumisierte sie und nahm sie in Kisten mit nach Deutschland.

Hendrik Pieper hat ein großes soziales Engagement: Er setzt sich seit vielen Jahren sehr für ein Hilfsprojekt für schwerhörige Menschen „Hören helfen“ in Nepal ein. Mindestens einmal im Jahr fliegt er hin und hilft aktiv vor Ort mit. Er versucht Spendengelder zu sammeln, spielt mit den Kindern Fußball und macht selbst Hörtests.

Hendrik Pieper möchte auch im „La Maison de l’entrecôte“ viel bewegen und seine Erfahrungen einbringen. Er fühlt sich in der Gruppe der Azure Hotels sehr wohl und hält bereits jetzt schon viel auf sein versiertes und motiviertes Team. Sein Schwerpunkt ist eine ehrliche, direkte Küche mit regionalen und hochwertigen Produkten und guten Lieferanten. Die Qualität aller verwendeten Produkte wird immer wieder geprüft und auf den besten Stand gebracht.

Im „La Maison de L´entrecôte“ können die Gäste internationale Speisen und eine Selektion europäischer Weine in Verbindung mit authentischem Ambiente und entspannter Atmosphäre genießen. Freunde des Entrecôtes schätzen die Vielfalt der Fleischsorten – das Angebot erstreckt sich vom traditionellen US-Beef über die deutsche und spanische Zucht.

www.maisonentrecote.de

Die Zwiebel als Heilpflanze

Zwiebel ist die Heilpflanze des Jahres 2015. Der Naturheilverein Theophrastus möchte mit dieser Wahl die heilenden Aspekte des Gemüses herausstellen. Ob als Sirup, Saft, Tee oder Tinktur – die Zwiebel hilft zum Beispiel beim ersten Frühlingsschnupfen und bei Ohrenschmerzen, löst Schleim in den Bronchien und bekämpft Appetitlosigkeit.

Seit Jahrtausenden wird die Zwiebel als Heil-, Gewürz- und Gemüsepflanze kultiviert. Für die Pyramidenarbeiter in Ägypten und die römischen Legionäre waren Zwiebeln ein Hauptnahrungsmittel. In Deutschland begann der Anbau der Pflanze im zwölften Jahrhundert. Sie gehört zur Gattung Allium aus der Familie der Liliengewächse. Heute ist die Zwiebel nach der Tomate das beliebteste Gemüse der Deutschen und wird auf einer Fläche von 9.000 Hektar angepflanzt. Im Jahr isst jeder Bürger rund sieben Kilogramm.

Die Zwiebel ist ein bewährtes Mittel in der Naturheilkunde. Gekocht wirkt das Gemüse regulierend auf den Magen-Darm-Trakt und beugt altersbedingten Gefäßveränderungen vor. Gegen Husten helfen Zwiebeln als Sirup mit Zucker und Honig.

Zwiebeln sind eine Bereicherung für den Speiseplan und sie enthalten viele positive Inhaltsstoffe. Dazu gehören Vitamin C, aber auch Vitamin A, B-Vitamine und E sowie Mineralien und Spurenelemente wie zum Beispiel Kalium, Phosphor, Zink und Mangan. Wertvolle Senföle wirken zudem antibakteriell und unterstützen das Verdauungssystem.
Heike Kreutz, www.aid.de

Echt schwedisch

Gårdsnära hilft bei der Suche nach lokal produzierten Produkten

Wer seinen Urlaub in Schweden verbringt, möchte oft auch möglichst „Typisch Schwedisch“ essen und dennoch nicht jeden Tag ein Restaurant aufsuchen. Der Blick auf die Etiketten im Supermarkt verrät aber nicht selten, dass so manche Rohwaren eine lange Reise hinter sich gebracht haben, bevor sie im Regal gelandet sind. Für Schweden ist das selten ein Problem, da viele genau wissen, was welche Hofläden in der näheren Umgebung ihres Wohnortes anzubieten haben.
Aber auch für Urlauber gibt es nun Abhilfe: Die Website http://de.gardsnara.se präsentiert Hofläden und Produzenten aus ganz Schweden, die echt schwedische Produkte anbieten – ohne künstliche Zusätze und oft sogar in Bioqualität. Besucher der Website, die in deutscher Sprache und auch angepasst für Tablets und Smartphones zur Verfügung steht, können hier entweder nach Region oder nach Produktgruppe nach den einzelnen Anbietern suchen. Zudem gibt es eine Suchfunktion für die am nächsten gelegenen Hofläden zum aktuellen Standort. Dabei ist die auf der Website vertretene Produktpalette so abwechslungsreich und vielfältig wie das Angebot der schwedischen Küche – angefangen bei Milch, Brot und Eiern über Fisch, Fleisch und Käse bis hin zu Marmeladen und Säften, Obst und Gemüse und sogar Schaffellen. Und wer sich nicht sicher ist, welche Zutaten und Gerichte nun wirklich „Typisch Schwedisch“ sind, kann sich auf der Website http://www.tryswedish.com inspirieren lassen. Hier gibt es zahlreiche Infos, Stories und Rezeptvorschläge rund um die beliebtesten Zutaten der Schweden. Und natürlich wird hier auch verraten, wann welche Produkte am liebsten verspeist werden. Echt Schwedisch eben.

Umgangsformen für Asien-Reisen

„Gutes Benehmen hilft grundsätzlich überall. Aber was bei uns als höflich gilt, wirkt in Asien manchmal nur daneben. Uns geht es bei unseren Reisen darum, Verständnis für das jeweilige Anders-sein aufzubauen und das Anders-sein zu erklären“, so Rüdiger Lutz, Chef des Münchner Reiseveranstalters Asien Special Tours. Der Schwerpunkt des Spezialveranstalters liegt dabei auf Myanmar, Vietnam, China und Zentralasien.

Seine Tipps und Erfahrungen gibt Firmengründer Rüdiger Lutz gerne weiter. Folge eins dieser Serie widmet sich der zweitwichtigsten Sache der Welt: Essen. In Folge zwei erklärt Asien Special Tours, warum man Chinesen am besten keine Blumen schenken sollte und in Folge drei geht es um die Herausforderungen im Umgang mit Fremdwährungen.

Von der richtigen Verbeugung
Die Begrüßung kann in Asien zur echten Herausforderung werden, denn die in vielen Ländern typische Verbeugung, eventuell sogar noch mit zusammengefalteten Händen, sollte man als Ausländer nicht einfach so nachmachen. Bereits der kleinste Fehler, wie die Tiefe der Verbeugung, hat große Auswirkungen. In Laos, Myanmar bzw. in allen Ländern, die mehrheitlich buddhistisch geprägt sind, ist Händeschütteln unüblich. Zur Begrüßung faltet man die Hände entweder auf Gesichts- oder Brusthöhe und verneigt sich leicht. Aber Achtung – nicht übertreiben. China und Japan sind bei der Begrüßung Ausländern gegenüber gerade im Umbruch. Obwohl in beiden Ländern die Verbeugung – ohne gefaltete Hände – üblich ist, kann es sein, dass Sie mit Handschlag begrüßt werden. Aber Achtung – verkneifen Sie sich den typisch herzhaften deutschen Handschlag. Der west-östliche Handschlag sollte eher lasch sein. Auch in Vietnam ist mittlerweile der westliche Handschlag üblich. In Indien schließlich sollte man auf die angedeutete indische Verbeugung am besten mit einem kurzen Kopfnicken antworten.

Pünktlichkeit ist eine Zier
Und wird in Japan und China genauso ernst genommen wie bei uns. Ganz anders dagegen in Indonesien und Indien. In Indonesien herrscht „jam karret“, was soviel bedeutet wie Gummi-Zeit. Verspätungen sind das Selbstverständlichste auf der Welt. Indien dagegen hat die „Five minutes only“ (Un-)Pünktlichkeit und dahinter kann sich alles verbergen, aber ganz bestimmt nicht nur fünf Minuten. Zeit läuft nicht ab, sie wiederholt sich, heißt es im Hinduismus. Sollten Sie das Glück haben, in das Haus ihres Gastgebers eingeladen zu werden, kommen Sie auf gar keinen Fall pünktlich. Sie würden Ihre Gastgeber in hellen Aufruhr versetzen. Bei einer privaten Einladung gehört es zum guten Ton, zu spät zu kommen – gerne bis zu einer Stunde und mehr.

Finger weg im Tempel
Wenn Sie einen buddhistischen Tempel besuchen, achten Sie bitte darauf, mit ihren Fingern oder Füßen nicht auf Dinge und Personen zu zeigen. Sollten Sie sich setzen, dürfen Ihre Füße nicht auf andere Menschen zeigen, auf gar keinen Fall aber in Richtung des Buddhas – sei es nun eine Statue oder ein Bild. Und wenn Sie dann auch noch beim Verlassen des Tempels rückwärts gehen und erst in einiger Entfernung Buddha den Rücken zukehren, können Sie sich der Hochachtung ihre Umgebung sicher sein. Und bitte riechen Sie auf keinen Fall an den Blumenspenden oder berühren diese – sie gehören den Göttern und nicht Ihnen.

Die Sache mit der Gestik
Die für uns sicherlich missverständlichste Geste ist der indische Kopfwackler. Inder vermeiden gerne klare Positionen und der Kopfwackler hilft ihnen dabei, denn er kann so ziemlich alles zwischen „Ja“ und „Ich denke darüber nach“ bedeuten. Das indische „Nein“ ist auch nicht einfacher: ein kurzer Ruck mit dem Kopf ist schon alles, unmissverständlich wird es nur, wenn ein abschätziges Zungenschnalzen dazu kommt.

Umgekehrt empfinden Asiaten unser heftiges Gestikulieren oder Zeigen mit dem Zeigefinger als bedrängend oder gar demütigend. Wenn Sie auf etwas zeigen wollen, nehmen Sie dazu besser die ganze Hand mit nach oben geöffneten Handflächen. Und winken oder schnippen Sie nie einen Kellner oder Straßenverkäufer heran – diese krasse Geste wendet man in Asien nur für Hunde an.

Gastgeschenke
Bei privaten Einladungen ist es üblich, Geschenke zu machen. Wundern Sie sich aber bitte nicht, wenn ihr Geschenk unausgepackt bleibt. In Asien werden Geschenke niemals vor den Augen des Schenkenden geöffnet, das würde gierig wirken. Und Geschenke auch nie in weißes oder schwarzes Papier verpacken. Weiß gilt in ganz Asien als Farbe der Trauer und des Todes. Ebenso wie man mit Blumen nur die Toten ehrt. Vermeiden Sie vor allem die Zahl vier – sie gilt in China als Unglückszahl. Acht dagegen ist eine Glückszahl. Beliebt sind Geschenke, die mit Ihrem Heimatland zu tun haben und typisch für dessen Kultur stehen. Vergessen Sie beim Kofferpacken also nicht den Wappenteller ihrer Heimatstadt, den Kunstdruck des Stadtpanoramas oder den bayrischen Bierseidel. Sind Kinder in der Familie, sollten auch diese mit einer Kleinigkeit bedacht werden.

Die Nase läuft
Was tun, wenn die Nase läuft? Schnäuzen in der Öffentlichkeit gilt in den meisten asiatischen Ländern als extrem unfein, vor allem wenn dabei das Taschentuch auch noch mehrmals verwendet wird. Für Asiaten völlig unvorstellbar und extrem unrein. Am besten ist es, die Toilette aufzusuchen. Dann stört man niemanden. Hochziehen ist dagegen völlig ok. Andere Länder – andere Sitten.

„No problem, Sir“
Asien kann einen mit seiner Gelassenheit ganz schön fordern. Aber es hilft nichts. Bleiben Sie selbst gelassen, bleiben Sie freundlich. Denn Asien tickt anders, als das überregulierte Europa. Hängen Sie nicht den Besserwisser heraus und versuchen Sie schon gar nicht, den Gastgebern ihr eigenes Land zu erklären. Das funktioniert nicht und würde im umgekehrten Fall bei uns auch nicht funktionieren. Wer sich aufregt, bei dem dauert es unter Garantie länger. Ziehen Sie stattdessen die Höflichkeitskarte, lenken Sie ein und ab, zeigen Sie wohldosierten Humor, erkundigen Sie sich nach der Familie, machen Sie Komplimente und singen dabei innerlich das „Ohm“. Und vergessen Sie bitte nie: Oberstes Gebot in Asien ist es, in jeder Lebenssituation das Gesicht zu wahren.

No photos, please
Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass sich die Menschen in Asien gerne fotografieren lassen. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Viele Menschen haben Angst vor dem bösen Blick und reagieren sehr verärgert, wenn man ohne Fragen mit der Kamera auf sie hält. Deshalb bitte immer vorher fragen, denn Sie wollen ja kein schlechtes Karma auf sich laden, oder?

Weitere Informationen und Buchungsanfragen: www.asien-special-tours.de

Alois Neuschmid

Special Dinner, das neue App-Angebot für nachkochsichere Schritt-für Schritt-Anleitungen, bietet Kochanfängern ab sofort ein echtes Sterne-Erlebnis. Der mit einem Michelin-Stern dekorierte Spitzenkoch Alois Neuschmid hat exklusiv für Special Dinner Rezeptpakete entwickelt, mit denen auch Anfänger ihre Gäste verwöhnen und umwerfend schöne und leckere Gerichte auf die Teller zaubern können.

Einfach schön essen – genau das verspricht (und hält!) das neue Special Dinner Rezeptpaket von Sternekoch Alois Neuschmid. „Großes Tellerkino: Salate für Angeber“ ist ab sofort in den App-Stores von Apple und Android als Special Dinner In-App-Kauf verfügbar.

Drei Aromafeuerwerke – zum Nicht-Anschneiden-Wollen schön
Alois hat drei ausgefallene Salate zusammengestellt, die auch Fleischfans schmecken werden. Es gibt marinierte Mango und Avocado mit gebratenen Scampi, einen Bohnen- Zucchinisalat mit roten Zwiebeln und Steakstreifen sowie einen warmen Spinatsalat mit Scheiben von der gebratenen Hähnchenbrust. Der Sternekoch vom Tegernsee sorgt mit raffinierten Aromen und einer tollen Präsentation für den Special Dinner-eigenen Wow!-Effekt auf den Tellern. So gelingen auch Anfängern ohne Kocherfahrung tolle Gerichte für besondere Anlässe – für das erste Date oder wenn sich die Schwiegermutter angesagt hat.

Nachkochsicher durch intelligente App-Funktionen
Alle Gerichte sind mit den Schritt-für-Schritt-Anleitungen von Special Dinner problemlos und garantiert nachkochbar. Die App (für Smartphones & Tablets) ist genau auf die besonderen Anforderungen beim Kochen zugeschnitten: Mit dem Hands-Free-Modus bleiben fettige Hände dem Display fern. Stattdessen wischt man einige Zentimeter über dem Bildschirm von rechts nach links und wie durch Zauberhand blättert das Rezept weiter zum nächsten Arbeitsschritt. Wenn Zeiten berücksichtigt werden müssen, blendet die Special Dinner-App an den richtigen Stellen Timer ein. So kann nichts anbrennen oder im Backofen vertrocknen.

Special Dinner – Kochen mit Wow-Garantie
Special Dinner funktioniert wie ein sehr, sehr ausführliches Kochbuch für besondere Anlässe. Ein Kochbuch, in dem die kniffligen Teile eines Rezepts besonders gut und anhand von Bildern erklärt werden. Bei zahlreichen Rezepten hilft ein Video im Special Dinner Youtube-Channel über die Berührungsängste mit großen Fleischstücken, raffinierten Soßen oder empfindlichen Flans hinweg. Etwa 15.000 Mal ist die App bereits heruntergeladen worden, sie enthält ein kostenloses Rezeptpaket mit drei Gerichten. Weitere Special Dinner-Rezeptpakete stehen als In-App-Kauf zur Verfügung. Dazu bloggt das Special Dinner-Team regelmäßig über seine Erfahrungen in der Küche, neue Rezeptideen, besonders leckere Erlebnisse in Restaurants und über die Küchenhunde Mono und Luca.

Special Dinner wurde Ende 2013 vom koch- und essbegeisterten Ehepaar Tina Troll und Elmar Török gegründet. Die ausführlichen und optimal aufbereiteten Rezepte von Special Dinner helfen Kochanfängern dabei, stressfrei leckeres und optisch ansprechendes Essen für besondere Gelegenheiten zu kochen – ein Special Dinner eben. Firmensitz ist im fränkischen Ochsenfurt, die beiden Firmeninhaber pendeln aus beruflichen Gründen zwischen Südafrika und Deutschland.

www.special-dinner.de

Gesünder essen im Flieger

Das SriLankan Wohlfühl-Menü mit heilender Wirkung auf Flügen nach Frankfurt

Der Weg zu einem gesunden Leben ist auch über den Wolken nur eine Gabel weit entfernt: Mit dem Wohlfühl-Menü von SriLankan Airlines haben Business-Class-Passagiere auch auf Flügen nach Frankfurt die Chance, etwas für ihre Gesundheit zu tun. Das von der International Travel Catering Association ausgezeichnete Sechs-Gang-Wohlfühl-Menü ist der Traum aller figurbewussten Passagiere, denn so lässt sich das Magenknurren guten Gewissens besänftigen, ohne auch nur einen Gedanken an Kalorien verschwenden zu müssen. Es enthält eine Bandbreite an Wohlfühl-Gerichten, die sowohl für Menschen als auch die Umwelt gut sind.

Heilende Lebensmittel – ein natürlicher Weg zu guter Gesundheit
Das in der Business Class zur Auswahl stehende Menü umfasst eine Vielzahl glutenfreier Speisen, die aus Bio-Produkten und Kräutern mit heilenden Eigenschaften zubereitet werden. In diesen Gerichten finden sich weder raffinierter Zucker noch Natriumsalz oder Weizenmehl; stattdessen zum Beispiel Säfte von frisch gepflücktem Obst und Gemüse – Produkte des ökologischen Landbaus und voller natürlicher Aromen.

Wundersaft
Das erste Highlight des Menüs ist der „Wundersaft“, eine feine Mischung aus Roter Bete, Karotten- und Apfelsaft. Der „Heilende Saft“ hingegen ist eine Mischung aus Flaschenkürbis, grünem Apfel und Erdbeere – und so eine ausgezeichnete Quelle für eine kalorienarme Ernährung sowie eine gute Verdauungshilfe.

Vorspeisen
Die Mini-Vorspeisen-Trilogie enthält mit Wasabi und Ceylon-Pekoe-Tee mariniertem tasmanischen Lachs auf weißem Rettich und Granatapfel-Salat, serviert mit grüner Mango und einem Minze-Shooter.
Suppe
Die darauffolgende schwarze Bohnensuppe mit knusprigen Lotussamen ist eine reiche Quelle an Ballaststoffen, die hilft, den Cholesterinspiegel im Blut niedrig zu halten und beschädigte Proteine zu reparieren. Sie verfügt außerdem über antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften und ist dank der Lotussamen gut für die Nieren.

Salat
Der grüne Salat ist eine Mischung aus Kresse, Spinat, Tomaten, einer großzügigen Portion geröstetem Sesam und roten Senfkörnern. Abgerundet wird der Salat mit einem Bio-Honig-Dressing.
Hauptgericht
Das Highlight des Menüs ist ein tropisches Fischfilet, mariniert mit grünem Zimt, Ingwer und Zitrone auf einem Bohnenkraut-Sugo, begleitet von gegrillter Guave und mit Kohl- Ananas-Mischung gefülltem Kürbis sowie einer Pfeffer-Salsa.
Dessert
Passagiere haben die Auswahl aus einer Platte mit frischen tropischen Früchten oder können ihren Geschmacksnerven die neue Erfahrung eines Rote-Bete-Streuselkuchens mit frischen Früchten auf Lotus-Samen und Stachelannone-Pudding gönnen.
Ein Land in einer Tasse
Das Heil-Menü enthält zwei Arten von Tee: Ingwer- und Kardamom-Tee sowie Zimt- und Schwarztee mit Limette. Während Kardamom und Ingwer der Verdauung helfen, sowohl innere Unruhe als auch Sodbrennen lindern, senken Zimt und Limette mit Schwarztee das Cholesterin und damit auch das Risiko von Herzerkrankungen. Die Tannine im Tee wirken therapeutisch gegen Magen-und Darm-Erkrankungen. Zimt reguliert den Blutzucker, sodass dieses Menü auch eine gute Wahl für Diabetiker ist.
Die richtigen Zutaten
Kardamom, Curry-Blätter, Ingwer und Zimt sind die wichtigsten Zutaten, die dem Wohlfühl-Menü seine gesunde Komponente verleihen. Sie sind erstklassige Bestandteile der Küche Sri Lankas, geben den Currys zusammen mit den weniger bekannten Gewürzen ihren unverwechselbaren Geschmack und sind außerdem gute Quellen für Antioxidantien:
 Kardamom hilft bei Blähungen und Sodbrennen und verschafft sofortige Linderung bei Kopfschmerzen.
 Curry-Blätter stimulieren die Verdauungsenzyme und helfen, die Nahrung zu zersetzen. Sie helfen außerdem beim Entschlacken und bei der Senkung des Cholesterin-Spiegels.
 Ingwer ist bekannt für seine mehr als zwölf verschiedenen Antioxidantien. Er hat blutverdünnende Eigenschaften, lindert Sodbrennen, Verdauungsstörungen, Übelkeit und Erbrechen, Müdigkeit, Muskel- und allgemeine Schmerzen.
 Zimt senkt das Cholesterin, hat eine blutverdünnende Wirkung und hilft Typ-2- Diabetikern. Er fördert die Insulinproduktion im Körper und ist eine bewährte Erleichterung bei Kopfschmerzen und Migräne.

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Abends keine Kohlenhydrate

Keine Nudeln, keine Kartoffeln und bloß kein Brot – hilft der abendliche Verzicht auf Kohlenhydrate beim Abnehmen? 1 Studie beweist das, die andere Studie beweist genau das Gegenteil!

„Im Grunde gibt es dazu nur zwei Studien“, informierte Dr. Anette Buyken von der Universität Bonn auf der Fachtagung des Verbands für Unabhängige Gesundheitsberatung e. V. (UGB) in Gießen. In der einen Studie hätten übergewichtige Frauen eine zweiwöchige strikte Diät mit 1.000 Kalorien pro Tag und abends Mahlzeiten ohne Kohlenhydrate befolgt und dabei mehr Gewicht verloren als die Vergleichsgruppe. Aber wie so häufig in der Wissenschaft gebe es auch hier eine zweite Studie, die genau das Gegenteil zeige: Bei der Abnehmgruppe, die über sechs Monate hinweg Kohlenhydrate hauptsächlich am Abend zu sich nahm, waren die Gewichtsverluste größer als bei denjenigen, die Kohlenhydrate über den ganzen Tag verteilt zu sich nahmen.

Die Fähigkeit, den Blutzuckerspiegel nach Aufnahme von Kohlenhydraten in der Norm zu halten, unterliegt dem zirkadianen Rhythmus, sprich unserer inneren Uhr. „In Bezug darauf könnte es sinnvoll sein, Kohlenhydrate am Abend einzuschränken“, räumte Anette Buyken ein. Möglicherweise könne der Insulinstoffwechsel davon profitieren. „Aber dies sollte besser erforscht werden, bevor man es der Bevölkerung empfiehlt“.

„Wenn wir uns bemühen, mehr Kohlenhydrate zu essen, ist das nicht unbedingt mit einem Nutzen belegt“, so die Auffassung von Buyken. Eine Reihe neuerer Studien spricht eher dafür, weniger Kohlenhydrate auf den Teller zu bringen.

Mehr oder weniger Kohlenhydrate – das wird fast schon zur Frage von „Sein oder nicht Sein“ stilisiert, so leidenschaftlich wird in den Medien, aber auch in der Wissenschaft darüber diskutiert. „Wenn wir über Kohlenhydrate reden, sollten wir weniger über die Quantität als über die Qualität von Kohlenhydraten reden“. Das sähe Ernährungswissenschaftlerin Buyken als Kernbotschaft an die Verbraucher lieber. Kinder beispielsweise, die in der Pubertät weniger blutzuckersteigernde Kohlenhydrate zu sich nehmen, verbessern im jungen Erwachsenenalter ihre Insulinsensitivität, das ist die Empfindlichkeit der Körperzellen gegenüber Insulin, und haben somit langfristig eine geringeres Risiko für einen Typ-2-Diabetes. Das konnte Buyken im Rahmen der in Dortmund durchgeführten DONALD-Studie nachweisen.

Die Qualität von Kohlenhydraten lässt sich nicht nur am Vollkornanteil, sondern auch am so genannten glykämischen Index, kurz GI, festmachen. Dieser beschreibt, wie stark ein kohlenhydratreiches Lebensmittel den Blutzucker erhöht. Noch fehlen wissenschaftlich harte Fakten, die den Index in alle Richtungen absichern. Doch die Tatsache, dass sich bereits kleine GI-Änderungen positiv auf den Insulinstoffwechsel und vermutlich viele weitere Erkrankungen auswirken, spricht laut Buyken dafür, kohlenhydratreiche Lebensmittel nach ihrem glykämischen Index auszuwählen. Als günstig erweisen sich hierbei Nudeln, Basmati-, Parboiled- oder Naturreis, kernige Müslis mit getrockneten Früchten und Nüssen, Hülsenfrüchte, heimisches Obst und Gemüse – und Vollkornbrot aus ganzen Körnern.
Irmingard Dexheimer, www.aid.de

Pierre Nippkow

Interview mit Pierre Nippkow (29), Küchenchef im Gourmetrestaurant OSTSEELOUNGE des Strandhotels Fischland, Ostseebad Dierhagen

Gourmet Report (GR): Der Restaurantführer Guide Michelin 2013 hat Sie gerade als „Hoffnungsträger“ für einen der begehrten Michelin-Sterne ausgezeichnet. Der Restaurantführer Gault Millau gab Ihnen 14 von 20 Punkten und im kulinarischen Reiseführer GUSTO 2013 wird Ihnen eine begeisternde kreative Regionalküche bescheinigt, „handwerklich sehr präzise ausgeführt und auch geschmacklich sensibel abgestimmt“. Sie sind erst im zweiten Jahr Küchenchef der OSTSEELOUNGE des Strandhotels Fischland und damit schon sehr erfolgreich.
Wächst der Druck jetzt oder denken Sie gar nicht so viel darüber nach?
Pierre Nippkow (PN): Druck mache ich mir schon selbst, aber sobald ich in der Küche stehe blende ich das aus und konzentriere mich auf meine Arbeit. Wir versuchen hier oben jeden Tag das Beste zu geben.

GR: Worauf orientieren Sie jetzt in Ihrer Küche und hilft Ihnen dabei manchmal der einmalige Ausblick aus Ihrer Küche aufs Meer?
PN: Natürlich wollen wir unsere Leistungen, die gerade auch sehr gut bewertet worden sind, nicht nur halten, sondern uns auch weiter entwickeln. Da ist so ein Ausblick schon Luxus, den wir zu schätzen wissen und in Stresssituationen ist er durchaus auch hilfreich.

GR: Sie kommen aus Rostock und sind dem Norden immer treu geblieben. Wie halten Sie sich auf dem Laufenden, was in der kulinarischen Welt sonst noch passiert?
PN: Input, Anregungen und Ideen hole ich mir in Urlauben, durch die modernen Medien oder ganz klassisch durch Bücher. Kochbücher habe ich sehr viele.
Einen der letzten Urlaube haben wir 2009 in Kopenhagen verbracht und da besuchten wir auch das berühmte Restaurant Noma. Das war schon eine große Sache und hat mich auch im Nachhinein noch sehr beschäftigt.

GR: Was verbindet Sie mit Ihrer Heimat?
PN: Die Ostsee und das Wasser, die Liebe zu allem, was damit zusammen hängt. Fische und Meeresfrüchte sind so selbstverständlich ein Schwerpunkt meiner Küche. Wenn Zeit ist, dann angle ich auch gerne im Bodden. Und natürlich ist meine ganze Familie hier zuhause.

GR: Worauf kommt es für Sie beim Kochen wirklich an?
PN: …auf den Erhalt der Aromen, den Geschmack, denn Lamm soll nach Lamm schmecken usw.

GR: Wo gehen Sie einkaufen?
PN: Idealerweise bei unseren regionalen Anbietern. Käse, Fleisch und natürlich Fisch holen wir vorrangig aus der unmittelbaren Umgebung. Das selbstgemachte Brot kommt zum Beispiel aus Ribnitz von Bäcker Müller. Die Kräuter für unsere Küche liefert der Keltenhof, aber ich sammle sie auch immer wieder gerne selbst.

GR: Wenn Sie sagen, die Region inspiriert Sie: wie finden Sie den jeweils besten Lieferanten für Ihre hochwertigen Grundprodukte und kennen Sie wirklich alle persönlich?
PN: Der persönliche Kontakt ist das A und O, dann helfen Empfehlungen und man muss selbst stets offen bleiben.

GR: Sie sind auch junger Familienvater – was ist das Lieblingsrezept bei Ihnen zuhause?
PN: Zuhause kochen meine Frau und ich, je nachdem, wer gerade Zeit hat. Frische Nudeln mit Bolognese oder selbstgemachte Pizza, das kommt bei Kindern immer gut an. Da sind wir eine ganz normale Familie.

GR: Wenn ein Gast das erste Mal in die OSTSEELOUNGE kommen möchte, wie würden Sie beschreiben, was ihn hier erwartet?
PN: Genuss für den Gaumen und für die Augen, ein einmaliger Ausblick und eine stilvolle Atmosphäre. Das ganze Erlebnis im Restaurant ist ein Zusammenspiel von vielen Komponenten, die bei uns einfach stimmen. Ich würde ihm auf jeden Fall sagen, dass er Zeit mitbringen sollte, damit er es richtig genießen kann.
Zum Schluss verabschiede ich unsere Gäste immer persönlich, das ist mir in diesem Zusammenhang sehr wichtig.

GR: Was ist für Sie ein absolutes NO GO in Ihrer Küche?
PN: Geschmacksverstärker und vorgefertigte TK-Produkte.

GR: Sie stehen hier ja nicht allein in der Küche – wie groß ist Ihr Team und wie arbeiten Sie zusammen?
PN: Wir sind ein junges kleines Team von nur vier Leuten, aber auch hier muss alles passen. Wir verstehen uns gut und verbringen auch privat Zeit miteinander. Die besondere Atmosphäre in der Küche, die Liebe zum Beruf, das sieht man auch auf dem Teller. Disziplin ist mir wichtig, ebenso Zielstrebigkeit für tägliche Höchstleistungen.

GR: In der Küche sind eine klare Kommunikation und perfekte Logistik ebenso wichtig wie beste Zutaten und deren Zubereitung. Wie meistern Sie diese Herausforderung? Was sind Sie für ein Küchenchef?
PN: Wir haben den enormen Vorteil, dass wir hier frei arbeiten können, autark sind und mit Hoteldirektorin Isolde Heinz alles direkt absprechen. Das hilft uns sehr uns zu konzentrieren und Sie ist zudem eine sehr gute Weinkennerin, da sind wir auch fachlich „gut beraten“.
Wie ich als Chef bin? Da müssen Sie die Kollegen fragen. Fairness ist mir wichtig.
Servicemitarbeiter Christian Klatt aus dem Hintergrund: Er hat eine bodenständige Art, ist sensibel und hat einen vernünftigen Ton.

GR: Wenn der Service patzt, ärgert Sie das oder hört bei Ihnen die Arbeit an der Schwelle zur Küche auf? Wie gehen Sie mit Kritik um?
PN: Das ärgert mich sehr, der ganze Abend ist eine Einheit und manchmal nimmt man den Stress auch mit nach Hause. Dennoch, wenn es Kritik gibt, dann muss ich das immer erst einmal sacken lassen. Wir sind nicht fehlerfrei und am Ende hat jede Kritik irgendwo auch einen wahren Kern. Kritik hilft uns auch, die eigene Arbeit immer wieder zu hinterfragen und das ist wichtig.

Wer ist Ihr Vorbild in der Küche?
PN: Es gibt nicht das große Vorbild, aber Sergio Herman aus Holland finde ich interessant, Andreas Caminada aus der Schweiz auch. Bei Ralf Haug habe ich viel gelernt, die siebenjährige Zusammenarbeit hat mich sehr geprägt und deshalb ist auch er ein Vorbild für mich.

GR: Sie sind mit 29 Jahren noch jung – welche Ziele und Wünsche haben Sie für die Zukunft?
PN: So jung ist das auch nicht, aber ich wünsche mir für die Zukunft ein gutes Vorankommen, ein begehrtes Restaurant und natürlich zufriedene Gäste. Wenn dann aus dem Hoffnungsträger auch mal ein Stern wird, hätte ich nichts dagegen.

Gourmet Report: Wir danken für das Gespräch.

www.strandhotel-ostsee.de/

Thema Gesundheit

Stimmt´s oder stimmt´s nicht: Wer erkältet ist, sollte naschen – Und Schimmel kann Heuschnupfen auslösen – Am besten hilft bei Erkältungen ein steifer Grog – Naschen ist gesund – Grapefruitkerne wirken gegen Entzündungen – Bei Husten ein Eis löffeln ÖKO-TEST ist der Frage nachgegangen, welche davon richtig und welche unsinnig sind.

Viel Vitamin C schützt vor Erkältungen
Stimmt nicht. Die meisten Studien konnten keine vorbeugende Wirkung feststellen. Ausnahmen seien Ausdauersportler wie Marathonläufer, aber auch starke Raucher, sagt Dr. Bernhard Watzl von der Bundesforschungsanstalt für Ernährung. Ihr Bedarf sei höher als die von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung empfohlenen 100 Milligramm täglich.

Schimmel kann Heuschnupfen auslösen
Stimmt fast. Im Juli und August blühen nicht nur Gräser und Kräuter, auch der Schimmelpilz Alternaria verstreut seine Sporen. Darauf reagieren zahlreiche Menschen mit juckenden Augen und triefender Nase wie bei einem Heuschnupfen. Der Schimmelpilz wächst im Freien, auf trockenen Pflanzen und Getreidekörnern. Die Symptome tauchen deshalb häufig bei Spaziergängen oder bei der Gartenarbeit auf. Viele Betroffene und auch manche Ärzte tippen fälschlicherweise zunächst auf Pollen als Auslöser. Gegen die Schimmelsporenallergie ist wie bei Heuschnupfen eine Hyposensibilisierung möglich.

Naschen ist gesund
Stimmt für Erkältungen teilweise. Das Lutschen von Bonbons regt den Speichelfluss an und lindert so das Kratzen im Hals. Heilkräuter wie Salbei, Eukalyptus oder Pfefferminze in den Bonbons helfen zusätzlich. Schokolade wiederum enthält Theobromin. Der Kakaobestandteil hilft besser gegen Hustenanfälle als der Arzneiwirkstoff Kodein, stellten britische Forscher fest. Und der Saft der Süßholzwurzel, der sich in Lakritze und in Hustenmitteln findet, löst den Schleim in den Bronchien und fördert das Abhusten.

Am besten hilft bei Erkältungen ein steifer Grog
Stimmt nicht. Alkohol belastet das Immunsystem zusätzlich. Das wärmende Gefühl nach einem Glas Punsch oder Grog ist eine kurzzeitige Täuschung. Die erwünschte Bettschwere stellt sich nur ein, weil Alkohol beruhigend wirkt. Alkohol kann die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Außerdem entzieht er dem Körper Wasser, obwohl dieser gerade bei Erkältungen mehr Flüssigkeit braucht.

Grapefruitkerne wirken gegen Entzündungen
Stimmt eingeschränkt: Grapefruitkernextrakt wird aus den Kernen und den weißen Fruchtwänden der Grapefruit hergestellt, die beim Saftpressen als Rückstände anfallen. Sie enthalten große Mengen an Flavonoiden. Diese sekundären Pflanzenstoffe haben eine antibakterielle und entzündungshemmende Wirkung. Der Extrakt wird deshalb auch als Mittel bei Entzündungen im Mund- und Rachenraum oder im Hals angeboten, etwa zum Gurgeln. Ob der Extrakt dabei wirkungsvoller ist als Salbeiblätter, ist offen.

Bei Husten ein Eis löffeln
Stimmt. Es klingt zwar paradox, bei Erkältungen viel Kaltes zu essen, aber ein großes Eis hilft tatsächlich. Die Kälte lässt entzündete Schleimhäute abschwellen und betäubt sie leicht. Milch und Sahne im Eis fördern die Schleimproduktion. Damit ist eine Schüssel Eis ein gutes Mittel bei Reizhusten. Wenns nach den Kindern ginge, gerne dreimal täglich.

Kaffee, Alkohol und Rauchen fördern Osteoporose
Stimmt. Kaffee regt die Urinproduktion an und schwemmt dadurch vermehrt Kalzium aus. Durch ordentlich Milch im Kaffee lässt sich das jedoch wieder ausgleichen. Alkohol in größeren Mengen vernichtet Vitamin D. Außerdem wird zum Abbau Parathormon verbraucht, das die Kalziumaufnahme steuert. Nikotin beschleunigt den Östrogenabbau. Raucherinnen kommen im Schnitt zwei Jahre früher in die Wechseljahre, was ein erhöhtes Osteoporoserisiko bedeutet.

Der Rücken ist der Spiegel der Seele
Stimmt. Dass die Menschen auch an psychischen Problemen schwer tragen, wird in vielen Redewendungen deutlich, die allesamt auf Alltagsbeobachtungen beruhen. Wenn jemand aus Kummer den Kopf hängen lässt oder vom Gram gebeugt ist, zeigt sich das in der Körperhaltung. Angst lässt uns den Kopf einziehen oder sitzt uns im Nacken. Innere Konflikte, Niedergeschlagenheit oder unbewältigter Stress führen oft zu verkrampfter Körperhaltung, Verspannungen der Nacken- oder Rückenmuskulatur und damit zu Rückenschmerz. Wer dagegen mit sich selbst im Reinen ist, geht aufrecht durch das Leben, hält den Kopf hoch und hat Rückgrat bewiesen oder sich nicht verbiegen lassen.

Halskrause schadet mehr als sie nützt
Stimmt. Zwar bekommen immer noch zwei Drittel aller Patienten mit einem Schleudertrauma vom Arzt eine Halskrause verpasst. Nach Angaben der Deutschen Gesellschaft für Physikalische Medizin und Rehabilitation ist diese Behandlung jedoch meist überflüssig, häufig sogar schädlich. Der Grund: Beim Schleudertrauma, das zu den häufigsten Verletzungen bei Auffahrunfällen gehört, werden die Halsmuskeln überdehnt. Durch die Ruhigstellung mit der Halskrause entsteht der so genannte Immobilisationsschmerz, der die Bewegungsfähigkeit weiter einschränkt und das Leiden oftmals chronisch werden lässt. Die Experten empfehlen, akuten Schmerz mit Medikamenten und physikalischen Verfahren zu behandeln und frühzeitig mit einer aktiven Therapie zu beginnen.

Die Bandscheibe lässt uns tagsüber schrumpfen
Stimmt. Durch den Druck, der tagsüber auf ihnen lastet, wird Flüssigkeit aus den Bandscheiben gepresst. Sie werden etwas flacher. Bei 24 Bandscheiben macht sich dieser an sich geringe Effekt in der Summe durchaus bemerkbar. Wir sind abends ein bis zwei Zentimeter kleiner als morgens. Über Nacht nehmen die entspannten Bandscheiben wieder Wasser auf.

Franzbranntwein hilft gegen Rückenschmerz
Stimmt. Das Hausmittel besteht aus Alkohol, in dem ätherische Öle gelöst sind, die die Durchblutung fördern. Meist sind Kampfer, Menthol, Eukalyptus, Kiefer und Rosmarin enthalten. Durch die bessere Durchblutung und die massierenden Bewegungen beim Einreiben lockern sich verspannte Muskeln, die häufig die Ursache für Rückenschmerzen sind. Franzbranntwein sollte nicht auf entzündete oder sehr empfindliche Hautpartien aufgetragen werden.

Impfen fördert Allergien
Unentschieden. Zwar schützt eine Impfung vor Kinderkrankheiten. Das würde der Schmuddelkinder-Theorie zufolge Allergien wie Heuschnupfen fördern. Einen Beleg liefert eine schwedische Studie: Demnach bekommen Kinder aus Familien, die aus weltanschaulichen Gründen Impfungen weitgehend ablehnen, seltener Heuschnupfen, Hautausschläge und Asthma. In einer anderen Untersuchung verringerte dagegen eine frühe Impfung gegen Masern, Keuchhusten, Diphtherie und Tetanus das Allergierisiko. Das Aktionsbündnis Allergieprävention rät zu den üblichen empfohlenen Impfungen.