Kleine Weinernte in Europa zu erwarten

Nachdem die Weinerzeuger hierzulande zum Start der Hauptweinlese eine durchschnittliche Erntemenge von rund neun Millionen Hektolitern erwarten, zeichnen sich nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) für den Großteil der übrigen europäischen Weinbaunationen in diesem Jahr zum teil sehr deutliche Ernterückgänge ab.

So rechnet man etwa in Frankreich aufgrund von ungünstigen Witterungsverhältnissen mit einer um 16 Prozent verringerten Weinmosternte als 2011. Ebenso geht man in den beiden anderen großen europäischen Weinbauländern Italien und Spanien im Vergleich zum Vorjahr von einem zwölf- bzw. fünfprozentigen Mengen¬rückgang aus. Darüber hinaus wird derzeit auch in Österreich, Ungarn, Bulgarien und Luxemburg jeweils ein

Europaweite Erntemenge 2012, Erste Schätzung, September 2012Minus von über 20 Prozent gegenüber 2011 prognostiziert. Ein leichtes Mengenplus von fünf Prozent erwarten lediglich die portugiesischen Weinerzeuger.

Somit ist davon auszugehen, dass die EU-Weinmosternte 2012 weder das Fünfjahresmittel von 173 Millionen Hektolitern noch die Vorjahreserntemenge von 164 Millionen Hektolitern erreichen wird.

Gute Aussichten für Weinjahrgang 2008

Gute Aussichten für Weinjahrgang 2008

Die Hauptweinlese für den 2008er Jahrgang beginnt in diesen Tagen. In Baden, der Pfalz und in Rheinhessen wurden bereits die ersten Trauben früh reifender Rebsorten wie Rivaner, Portugieser oder Frühburgunder eingebracht. Nach dem heutigen Entwicklungsstand der Reben erwarten die Winzer einen Jahrgang mit guten Weinqualitäten. Der Reifestand der Trauben sowie die Aromenausprägung sind vielversprechend, erläutert Ernst Büscher vom Deutschen Weininstitut (DWI).

Die Ertragsaussichten für den aktuellen Jahrgang werden nach einer ersten Schätzung des Deutschen Weinbauverbandes (DWV) auf eine Gesamterntemenge von rund zehn Millionen Hektolitern hochgerechnet, was in etwa dem Durchschnittsertrag der letzten Jahre entspricht.

Die Vegetations- und Reifeentwicklung verlief bislang kontinuierlich und günstig. Nochmals von maßgeblichem Einfluss auf das Ernteergebnis wird der Witterungsverlauf der nächsten Wochen sein. Nach einem Jahr der Hege und Pflege der Weinberge kommt es wie jedes Jahr im Endspurt auf einen schönen Altweibersommer an. Nach den heutigen Aussichten können sich alle Weinfreunde auf einen guten 2008er Weinjahrgang freuen, der Gehalt und Frucht verspricht.

Winzer erwarten guten Jahrgang 2007

Zum Beginn der Hauptweinlese, die in den nächsten Tagen bundesweit beginnt, sehen die deutschen Winzer dem neuen Weinjahrgang sehr optimistisch entgegen. Die Mostgewichte liegen bereits deutlich über denen des letzten Jahres. Außerdem sind die Erzeuger aufgrund des deutlichen Reifevorsprungs von 10 bis 14 Tagen in einer komfortablen Situation für die bevorstehende Lese: „Sofern wir in den nächsten Wochen die derzeitige trocken-stabile Wetterlage behalten, können die Winzer wegen der frühen Reife den optimalen Lesezeitpunkt und die volle Aromenausprägung der Trauben abwarten“, so die Einschätzung des Präsidenten des Deutschen Weinbauverbandes, Norbert Weber.

Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) mitteilte, können sich die Weinfreunde auf gehaltvolle und fruchtbetonte 2007er Weine freuen, die zudem auch in ausreichender Menge zur Verfügung stehen werden. Bundesweit wird dieses Jahr mit einer Erntemenge von rund 10 Mio. Hektolitern gerechnet. In dieser Größenordnung läge sie etwa 5% über dem zehnjährigen Durchschnittsertrag und 13% über der Vorjahresmenge. „Nach zwei Jahren mit vergleichsweise geringen Erntemengen und einer gleichzeitig gestiegenen Nachfrage nach deutschen Weinen im In- und Ausland sind die Keller unserer Erzeuger momentan gut geräumt“, sagte Monika Reule, Geschäftsführerin des DWI. „Die prognostizierten Erträge und Qualitäten kommen allen Marktbeteiligten sehr gelegen.“

Mengenplus von 10% erwartet
Zum Teil konnten die Weingüter wegen fehlender Mengen in diesem Jahr die Kundenwünsche nicht mehr im vollen Umfang erfüllen. Dies hat dazu geführt, dass auf die Einkaufsstätten bezogen der Marktanteil für den Direktbezug beim Winzer im ersten Halbjahr 2007 gegenüber dem ersten Halbjahr 2006 leicht auf 15, 8% absank. Mit einem mengenmäßigen Anteil von 46,2% und einem wertmäßigen Anteil von 51,9% an allen eingekauften Weinen in Deutschland sind die heimischen Weine jedoch weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land. Auch im Export ist der deutsche Wein weiterhin erfolgreich. Die jüngsten Exportstatistiken zeigen, dass in den Monaten Juli 2006 bis Juni 2007 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum die Exportmenge nochmals um 18,2% gesteigert werden konnte. Wertmäßig legten die deutschen Wein im Export um 24,0% zu. Monika Reule ist zuversichtlich, dass die gute Marktposition der deutschen Weine weiter anhält: „Wenn der aktuelle Jahrgang einhält, was er heute verspricht, wird sich der 2007er nahtlos in die Reihe der vergangenen guten bis sehr guten Weinjahre einreihen. Die Verbraucher dürfen sich dann erneut auf sortentypische deutsche Weine mit einem attraktiven Preis-Genuss-Verhältnis freuen“.

Winzer lesen Bilderbuchtrauben

Hauptweinlese hat begonnen / Top-Qualitäten bei durchschnittlichen Mengen / Weinmosternte wird bundesweit auf ca. 10 Mio. Hektoliter geschätzt
Bereits eine gute Woche früher als normal hat am 9. September im rheinhessischen Essenheim bei Mainz die Hauptweinlese begonnen. Mit über 90 Grad Oechsle wurden die ersten Trauben der Rotweinsorte Regent eingebracht. Auch die übrigen Rebsorten lassen in allen dreizehn Anbaugebieten nach dem derzeitigen Entwicklungsstand Top-Qualitäten erwarten.

„Die Reben hatten in diesem Jahr ideale Bedingungen, so dass in den Weinbergen Trauben wie aus dem Bilderbuch hängen. Insbesondere die hochsommerlichen Temperaturen der letzten Wochen haben die Traubenreife enorm beschleunigt und die Mostgewichte in die Höhe schnellen lassen“, freut sich Armin Göring, Geschäftsführer des Deutschen Weininstituts (DWI). Sehr wichtig für diese positive Entwicklung waren die ergiebigen Niederschläge im August, denn in einigen Regionen wie z.B. in der Pfalz gab es zuvor schon erste Probleme mit der Trockenheit.

Erfreulich sind auch die stabilen Fruchtsäuregehalte und der sehr gute Gesundheitszustand der Trauben. So können die Winzer in aller Ruhe den optimalen Lesezeitpunkt abwarten und das Reifepotenzial voll ausschöpfen, denn eine lange Reife verstärkt die Ausprägung der sorten¬typischen Aromen. „Sofern sich das Wetter in den kommenden acht bis zehn Wochen normal verhält, können sich die Weinfreunde auf gehaltvolle 2005er freuen, die zugleich von einer frischen Frucht geprägt sind“, prognostiziert Armin Göring.

Bundesweit durchschnittliche Erntemenge

Die meisten Betriebe warten bereits sehnsüchtig auf den neuen Jahrgang, denn die Keller sind größtenteils gut geräumt. Mit dem zu erwartenden Ertragsniveau sind die Erzeuger vollauf zufrieden. „Wir rechnen für dieses Jahr mit einer Erntemenge von gut 10 Mio. Hektolitern in Deutschland. Damit würden wir uns ziemlich genau am langjährigen Mittel bewegen“, erläutert Armin Göring.

Angesichts dieser guten Aussichten dürften die Weinpreise für den neuen Jahrgang weitestgehend stabil bleiben. Er wird sich nahtlos in eine Folge von mittlerweile vier guten Weinjahren einreihen, die national wie international den deutschen Wein in seiner Anerkennung ein gutes Stück nach vorne gebracht haben.