ÖKO-TEST: Fahrradkindersitze

Bruchgefahr
Die meisten Fahrradkindersitze weisen nicht nur gravierende Sicherheitsmängel auf. Manche sind zudem unpraktisch und zeigen sich bei der Schadstoffprüfung von einer schlechten Seite. Zu diesem Ergebnis kommt das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST, das Hecksitze nicht nur auf Inhaltsstoffe untersucht hat, sondern auch einem umfassenden Praxistest unterzogen hat.
Besonders schlecht ist die Qualität beim Walser Kinderfahrradsitz Comfy Kid S. Hier brach bereits bei der Montage die Befestigungsschraube. Als die Tester dann die Schraube weniger fest anzogen, damit sie nicht bricht, verrutschte die Sitzhalterung. Bei drei weiteren Fahrradsitzen brachen im Praxistest Teile der Befestigung.

Ein weiterer Kritikpunkt von ÖKO-TEST ist, dass bei zwei Modellen die Gurte schwergängig oder schwer zu verstellen sind. Das macht das Angurten des Kindes umständlich und zeitraubend, was viele Eltern im Alltag nervt. Bei einem anderen Sitz bemängelt das Verbrauchermagazin, dass der Winkel zwischen Lehne und Sitzfläche zu gering ist, so dass das Kind leicht nach vorne gebeugt sitzt – was nicht gerade entspannend ist. Viele Modelle scheitern auch an der Rückenlehne, die nicht zu kurz sein darf, damit sie bei einem Aufprall dem Kopf des Kindes ein ausreichend hohen Schutz bietet. Vor allem die verstellbaren Modelle konnten hier im Test überzeugen.

Aber auch die Ergebnisse der Schadstoffprüfung sind nicht ohne: In einem Produkt fand das Labor Cadmium in einem Gehalt, der deutlich über dem aktuellen Grenzwert für das krebserregende Schwermetall liegt. In drei Produkten stecken erhöhte Mengen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe. Doch es gibt auch eine gute Nachricht: Immerhin fünf Fahrradkindersitze waren schadstofffrei.
Das ÖKO-TEST-Magazin Mai 2012 gibt es seit dem 27. April 2012 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Test: Fitnessstudios

Die Hälfte „Ausreichend“

Für Jahresbeiträge zwischen 220 und 1840 Euro bieten Fitnessstudios gute Geräte, zum Teil auch vielfältige Kurse. Doch im Alltag werden die Trainierenden häufig allein gelassen. Und noch immer gibt es Verträge, die gravierende Mängel haben und die Kunden deutlich benachteiligen. Zu diesem Ergebnis kommt die Stiftung Warentest nach einem Test von acht bundesweit vertretenden Fitnessstudioanbietern in der Oktober-Ausgabe ihrer Zeitschrift test.

Am besten schnitt Meridian Spa ab, deren Studios in Hamburg und Berlin die Tester professionelle, engagierte Trainingseinführung in angenehmer Atmosphäre bescheinigten. Dieser Anbieter schnitt als einziger mit dem Qualitätsurteil „Gut“ ab. Die Hälfte der getesteten Studios – Elixia, Holmes Place, Fitness First und McFit – schafften es hingegen nur mit einem „Ausreichend“ ins Ziel. Größter Kritikpunkt:

Mängel bei der Trainerkompetenz und der kontinuierlichen Betreuung. Bei Elixia kamen Schwächen bei der Trainingseinführung dazu, beim Holmes Place mangelnde Preistransparenz, bei McFit fehlende individuelle Beratung.

Injoy und Health City schnitten „befriedigend“ ab, konnten aber mit guter Trainingseinführung punkten. Wer sich nur auf Krafttraining konzentrieren will, findet bei Kieser ein „befriedigendes“ Angebot für einen moderaten Jahresbeitrag ab 490 Euro.

In den Verträgen fanden die Tester auch Unzumutbares. So verbieten einige Studios ihren Kunden, eigene Getränke zu verzehren. Andere wollen auch dann eine außerordentliche Kündigung nicht akzeptieren, wenn der Kunde umzieht, eine dauerhafte Erkrankung hat oder schwanger wird. Oder sie behalten sich vor, das Training an einem anderen Ort anzubieten. All diese Klauseln sind rechtswidrig und damit ungültig, doch im Zweifel müssen Kunden ihr Recht vor Gericht erstreiten.

Der ausführliche Test findet sich in der Oktober-Ausgabe der Zeitschrift test und unter www.test.de/fitnessstudios.

Gerd Hammes

„Die pompastischste Show, die wir je hatten“

Probenauftakt: 27 Künstler aus 23 Nationen bei „Heinrich, bist Du’s?“

Plot und Gags des neuen Stückes werden noch streng geheim gehalten vor der Öffentlichkeit, nur die Theaterleute wissen, was das weltbekannte Restaurant-Varieté Pomp Duck and Circumstance in Berlin seinen Gästen in der neuen Spielzeit vorsetzen wird.

Seit Anfang des Monats nämlich proben die Schauspieler, Artisten, Clowns und Musiker im Spiegelzelt am Gleisdreieck für „Heinrich, bist Du’s? – Enten, Erben, Eifersucht“.

Am 5. Oktober feiert die neue Produktion Premiere. 27 Künstler aus 23 Ländern studieren nach den Anweisungen von Kult-Regisseur Dion McHugh das Programm ein.

„Vieles wird neu“, verspricht Produzent und Eigner Walter Feucht. „Wir werden unser Publikum überraschen, faszinieren und begeistern mit der aus meiner Sicht pompastischsten Show, die wir je hatten“.

Deshalb wurden auch während der Sommerpause gravierende Veränderungen im Lichtund Tonbereich des Spiegelzelts vorgenommen, um außergewöhnliche Effekte und neue Konzepte umsetzen zu können.

Für den allerletzten Feinschliff werden drei Previews am 2., 3. und 4. Oktober genutzt, ehe das neue Stück am nächsten Tag zur Uraufführung kommt.

Für die Küchen zeichnet Küchenchef Gerd Hammes verantwortlich.

Tickets und weitere Infos unter www.pompduck.de/pduck_b.nsf