Warum macht Milch satt?

Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch. Astrid Denzinger, Ernährungswissenschaftlerin der LVBM, zu der Frage:

Warum macht Milch satt?

Milch verlangsamt das Hungergefühl. Das liegt zum einen an ihrer Nährstoffzusammensetzung, insbesondere am hohen Eiweißgehalt. Schließlich ist für die Sättigung nicht nur die Menge relevant. Zum anderen liegt es am glykämischen Index, kurz GI genannt, der bei Milch niedrig ist. So bleibt der Blutzuckerspiegel relativ stabil. Das bewirkt ein längeres Sättigungsgefühl und beugt Heißhungerattacken vor.

Lebensmittel mit einem hohen GI wie etwa Weißbrot oder Kartoffeln sorgen nur kurzfristig für Sättigung; nach dem Verzehr steigt der Blutzuckerspiegel auf einen hohen Wert und sinkt nach 30 bis 60 Minuten tief ab. Bei einem niedrigen Blutzuckerspiegel signalisiert das Hormon Glucagon dem Gehirn, dass der Körper hungrig ist. Steigt der Blutzuckerspiegel, wie beim Genuss von Milch, nur langsam und bleibt zwei bis drei Stunden auf mittlerem Niveau, ist man länger satt und spart sich eine unnötige Kalorienaufnahme durch Heißhungerattacken. Milch macht also nicht nur satt, sondern tut auch der Figur gut.

Tipp: Milch versorgt den Körper mit wichtigen Nährstoffen. Sie enthält eine gute Kombination aus Aminosäuren, bekömmlichen Fetten, Mineralstoffen, Vitaminen und Wasser. Wer Milch schon zum Frühstück auf dem Speiseplan hat, ist gut gerüstet für den Tag und hält problemlos bis zum Mittagessen durch.

Warum uns Schokolade glücklich macht

Schokolade. Kaum gibt es ein Lebensmittel, das so viel Freude und Leiden der Menschheit gebracht hat. Heiß geliebt wegen des süßen leckeren Geschmacks, wegen der zarten schmelzenden Konsistenz und wegen des Glücksgefühls, das Schokolade uns verleiht, aber auch oft gehasst, wegen der kaputten Zähne und des „Hüftgoldes“, die man als Konsequenz nach dem Schokoladengenuss hinnehmen muss.

Die meisten von uns wissen, dass diese aromatische braune Masse einen beachtlichen Nährwert aufweist (durchschnittlich haben 100g Schokoladenmasse um die 500 kcal). Zucker, der in Schokolade enthalten ist, wird von unserem Körper in Fett umgewandelt und ist der schlimmste Feind einer schlanken Taille. Und doch gibt es für viele von uns nichts besseres, als eine Tafel Schokolade am Abend zu verdrücken oder sich mit einem Schokoladeneis zu belohnen. Schokolade macht uns nun mal glücklich. Aber warum?

Schokolade-Essen bewirkt in biochemischer Kettenreaktion eine höhere Konzentration von Tryptophan im Gehirn. Dadurch kommt es zu einer erhöhten Serotoninbildung und verstärkten Erzeugung von Glücksgefühlen. Zudem weist Kakao-Bohne eine hohe Konzentration an Antioxidantien, die freie Radikale fangen und dadurch unsere Hautzellen und unsere Organe vor Alterung und Zerstörung schützen.
Eine gute Alternative zum Schokolade-Naschen ist aus diesem wunderbarem Produkt ein Event zu machen: man nimmt einen Schokoladenbrunnen oder Schokoladenfondue, Erdbeeren, Bananen, Weintrauben, Birnen, lädt ein paar Gäste ein und fertig ist ein schöner Abend voller Spaß und Erinnerungen.

Mehr zum Thema „Schokoladenbrunnen und Schokoladenfondue“ unter www.genuss-welten.info/schokofondue-schokoladenbrunnen.html

Wie man sieht, ist Schokolade ein sehr vielfaltiges Produkt. Wenn man sie in Maßen genießt, bringt sie einem viel Freude, Glück und sogar Gesundheit. Man kann damit auch Familie und Freunde beglücken, indem man sie verschenkt. Interessante und ausgefallene Geschenkideen aus Schokolade findet man unter www.hussel.de/hussel/static/giftFinder

Übergewicht auch ein Stressproblem?

Frustrierende Situationen kennt jeder. Doch während sich manche zu Frustessern entwickeln, die mit Übergewicht und einem schwer kontrollierbaren Hungergefühl kämpfen, verlieren die anderen den Appetit und verfallen in Depressionen. Schuld daran könnten zwei unterschiedliche Strategien des Körpers sein, mit den uns umgebenden Stressfaktoren umzugehen.

Was für schlanke Menschen als mangelnde Disziplin erscheint, ist für Übergewichtige ein scheinbar unüberwindbares Problem: das ständige Hungergefühl. Für viele ist dieses der Saboteur eines jeden Abnehmversuches, der sich mit jeder Diät noch verschlimmert. Dabei mag es für den erfolglosen Abnehmwilligen wie eine verbale Ohrfeige erscheinen, wenn ihm schlanke Zeitgenossen berichten, dass ihr aktueller Gewichtsverlust vom Stress herrührt. Er selbst neigt schließlich in frustrierenden Situationen dazu, seine selbst auferlegten Lebensmittelverbote über Bord zu werfen und mehr zu essen, als er sich sonst zugesteht. Was paradox zu sein scheint, ist nach den Erkenntnissen des Adipositas-Forschers Achim Peters das Ergebnis zweier unterschiedlicher Anpassungsstrategien an chronischen Stress.

Das Gehirn als unser wertvollstes Organ steht in der Versorgungshierarchie an erster Stelle. Signalisiert es Energiemangel, setzt der Körper alles in Bewegung, um Glukose aus den Energiespeichern Richtung Zentralnervensystem zu mobilisieren. In Stresssituationen verbraucht das Gehirn mehr Energie, wodurch ein Stresssystem in Gang gesetzt wird, das entsprechend mehr Glukoseenergie aus den Speichern ordert. Anhaltender Stress, dem wir mittlerweile nahezu täglich ausgesetzt sind, seien es finanzielle Engpässe, familiäre Probleme, Unzufriedenheit am Arbeitsplatz oder der Drang um soziale Anerkennung, würde folglich zu einem permanenten Gewichtsverlust führen. Bei einigen Menschen ist das auch der Fall, wie Peters beschreibt. Diese stehen ständig unter Strom, vergessen über ihren Problemen häufig das Essen und nehmen ab. Was aus Adipositassicht erfreulich klingt, birgt auf Dauer allerdings die Gefahr für ernstzunehmende Depressionen.

Demgegenüber reagiert ein beträchtlicher Teil der Menschen entgegengesetzt. Hier dämpft der Körper die permanente Stressbelastung durch Aktivierung seines körpereigenen Beruhigungssystems. Diese Menschen begegnen frustrierenden Situationen mit einer höheren inneren Ruhe. Dennoch benötigt auch hier das Gehirn vermehrt Energie. Da das gehemmte Stresssystem die Versorgung nicht mehr aus den Körperreserven ausgleicht, muss das Gehirn seine Glukosezufuhr über andere Wege sichern. Die Lösung ist ein vermehrtes Hungergefühl. Typischerweise ist dieses häufig mit Appetit speziell auf kohlenhydratreiche Lebensmittel verbunden, wie Schokolade, Chips oder Nudeln. Menschen mit dieser körpereigenen Stressbewältigungsstrategie nehmen folglich kontinuierlich zu.

Das Hinterfragen des Essverhaltens ist folglich ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung von Übergewicht. Wer in belastenden Situationen mit „Mehressen“ reagiert, sollte möglichst Strategien suchen, dem Stressauslöser entgegenzuwirken. Eine strenge Diät mit Verzicht und Verboten stresst in diesem Fall zusätzlich und fördert Hungerattacken. Sinnvoller ist es, Maßnahmen zu ergreifen, den Stress zu bewältigen, wie etwa das Erstellen von Prioritäten, das bewusste Einhalten von Entspannungsphasen, die Abkehr von überzogen Ansprüchen an sich selbst oder der Aufbau eines unterstützenden sozialen Umfeldes. Auf diesem Wege gelingt die Rückkehr zu einem normalen Essverhalten leichter und die Erfolgsaussichten für eine langfristige Gewichtsabnahme steigen.

Kaffee und Gesundheit

Kaffee und Gesundheit: Die fünf wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse

Kaffee ist eines der meist getrunkenen Getränke der Welt. Zahlreiche wissenschaftliche Studien befassen sich seit Jahren mit den gesundheitlichen Wirkungen von Kaffee. Dabei haben Forscher erstaunliche Wirkungen von Kaffee herausgefunden und alte Vorurteile revidiert.

Die fünf wichtigsten wissenschaftlichen Erkenntnisse sind:

1. Kaffee zählt zum Flüssigkeitshaushalt dazu.
2. Kaffee kann vor Diabetes schützen.
3. Kaffee stimuliert das Gehirn und kann Alzheimer vorbeugen.
4. Die Leber kann durch Kaffee geschützt werden.
5. Kaffee kann die Fitness steigern.

Kaffee zählt zum Flüssigkeitshaushalt dazu
Mehrere Studien der letzten Jahre kommen zu dem Ergebnis, dass Kaffee dem Körper Flüssigkeit zuführt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) stellt fest: „Für viele Menschen leistet Kaffee einen wesentlichen Beitrag zur täglichen Gesamtwasserzufuhr. Er wird in die Flüssigkeitsbilanz einbezogen – wie jedes andere Getränk auch.“

Kaffee kann vor Diabetes schützen
Wissenschaftliche Untersuchungen weisen darauf hin, dass der regelmäßige Genuss von Kaffee das Risiko, an Diabetes Typ 2 zu erkranken, deutlich senken kann. „Verschiedene Studien kamen zu dem Ergebnis, dass das Diabetes-Risiko bei Personen, die täglich bis zu sieben Tassen Kaffee tranken, am geringsten ist“, so Prof. Dr. Stephan Martin vom Westdeutschen Diabetes Zentrum in Düsseldorf. „Diese Wirkung ist offenbar nicht auf das enthaltene Koffein zurückzuführen, denn der schützende Effekt wurde auch bei entkoffeiniertem Kaffee beobachtet. Forscher vermuten, dass v.a. die in Kaffee enthaltenen Antioxidantien eine maßgebliche Rolle spielen.“

Kaffee stimuliert das Gehirn und kann Alzheimer vorbeugen
Kaffee macht munter und steigert die Konzentration. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass Informationen vom Gehirn nach Kaffeegenuss schneller aufgenommen und verarbeitet werden können. Zudem kann Kaffee die Stimmung aufhellen, da das im Kaffee enthaltene Koffein im Gehirn die Freisetzung von aufmunternden Botenstoffen wie Dopamin, Serotonin und Endorphinen fördert.

Weitere Studien zeigen, dass lebenslanger Kaffeekonsum bei Frauen und Männern den altersbedingten Abbau der geistigen Leistungsfähigkeit verringern kann. Prof. Jürgen Vormann, Leiter des Institutes für Prävention und Ernährung (IPEV) in Ismaning: „Eine aktuelle finnische Studie hat über viele Jahre den Kaffeekonsum von Menschen im mittleren Lebensalter beobachtet. Die Forscher fanden heraus, dass Kaffeetrinker seltener dement wurden als Kaffee-Abstinenzler. Bei Menschen, die pro Tag zwischen drei und fünf Tassen tranken, war das Risiko, an Alzheimer-Demenz zu erkranken, um 65 Prozent verringert.“

Die Leber kann durch Kaffee geschützt werden
Wissenschaftler fanden heraus, dass Kaffeetrinker deutlich seltener an Erkrankungen der Leber litten als die Probanden, die keinen Kaffee tranken. Bei bereits lebergeschädigten (z.B. mit Hepatitis infizierten) Personen zeigte sich in einer aktuellen Studie, dass drei oder mehr Tassen Kaffee täglich das Risiko für ein Fortschreiten der Leberzerstörung um 53 Prozent senkten. Koffein scheint nicht der entscheidende Faktor zu sein, da sich bei mit anderen koffeinhaltigen Getränken keine vergleichbaren positiven Resultate zeigten.

Kaffee kann die Fitness steigern
Das im Kaffee enthaltene Koffein kann die körperliche Fitness fördern. „Koffein steigert nicht nur die Konzentrationsfähigkeit und Leistungsbereitschaft, sondern auch die Ausdauerleistung. Kaffee hat mit seinen gefässschützenden Inhaltsstoffen somit im Leistungs- und Breitensport seinen Platz“, so der Sportmediziner Dr. med. Wolfgang Grebe vom Hessischen Sportärzte-Verband. „Leistungssteigernd wirkt Koffein vor allem bei Ausdauersportarten, bei denen die Belastung länger als fünf Minuten anhält“, so Dr. med Grebe.

Kaffee und Gesundheit ist auch das Thema des diesjährigen „Tag des Kaffees“. Unter dem Motto „Kaffee – ein unbeschwerter Genuss“ feiert ganz Deutschland am 24. September 2010 sein Lieblingsgetränk. Bundesweit laden kleine und große Aktionen am „Tag des Kaffees“ zum Staunen, Lernen und Genießen ein. Die Schirmherrschaft hat in diesem Jahr die Ärztin und TV-Moderatorin Dr. Antje-Katrin Kühnemann übernommen.

Der „Tag des Kaffees“ wird seit 2006 immer am letzten Freitag im September gefeiert. Wie in den Vorjahren wird die internationale Köstlichkeit wieder im Mittelpunkt stehen und Kaffeeliebhaber aus ganz Deutschland begeistern. Informationen, Übersicht der Aktionen zum „Tag des Kaffees“ und Kontakt unter www.tag-des-kaffees.de

Sante de Santis

LE GOURMET
Der Treffpunkt für Genießer
3. bis 5. September 2010

Sante de Santis: Original italienische Küche neu interpretiert – Zur LE GOURMET erklärt der Starkoch, warum italienisches Essen auch die Seele stärkt und Stress abbaut

„Wer richtig italienisch kochen und essen will, muss zuerst italienisch denken und fühlen!“ Unter diesem Leitspruch tritt der beliebte Star- und Fernsehkoch Sante de Santis auf dem Leipziger Genießertreff LE GOURMET (3. bis 5. September 2010) in Aktion. In seinen Shows „Italienisch, feurig, wild“ am 3. September präsentiert der gebürtige Römer die originale Küche seines Landes – und erklärt, wieso sie nicht nur gut für den Magen ist, sondern ebenso für Nerven und Gehirn.

„Es geht nicht darum, sich nur den Bauch vollzuschlagen und satt zu werden, sondern um einen Genuss, der neue Kraft gibt, der Seele gut tut und Geborgenheit vermittelt!“, postuliert Sante de Santis, der sich mit Leidenschaft den überlieferten Küchentraditionen seiner Heimat verschrieben hat. Was aber nicht bedeutet, dass er sich neuen Ideen verschließt: „Die italienische Küche greift ständig Einflüsse aus aller Welt auf und entwickelt sich permanent weiter“, sagt der Wahl-Stuttgarter, der selbst 70 Länder und deren Kochkunst kennengelernt hat.

Mailänder Kotelett versus Schnitzel mit Pommes

„Original italienische Küche“ heißt für Sante de Santis vor allem auch: weg von den Klischees, die der deutsche Gast mit diesem Begriff verbindet. In seinem Stuttgarter Ristorante San Pietro glänzt de Santis mit vielfältigen Alternativen zu den üblichen Pizza- und Pastagerichten. Zum Beispiel mit Mailänder Kotelett, das dem späteren Wiener Schnitzel Vorbild stand. De Santis hat dafür ein Rezept aus dem 18. Jahrhundert aufgegriffen: Ganz dünn plattiertes Fleisch aus dem Kalbskotelett wird mit weißen Brotkrümeln paniert, in Butter gebraten und mit einer Sardelle, einer Kaper und Zitronenfilet angerichtet. „Das ist natürlich ein völlig anderes Geschmackserlebnis als Schnitzel mit Pommes!“, begeistert sich der Koch.

Oder das vegetarische Auberginen-Gericht aus dem Piemont, das einem Steak im Geschmack nicht nachsteht: „Dafür werden die Auberginen in vier bis fünf Zentimeter dicke Tranchen geschnitten und ausgehöhlt. Das Fruchtfleisch mit den Samen, die an Kaviar erinnern, vermengt man mit Pasta und einer kräftigen Tomatensoße. Dazu gibt man etwas Olivenöl, Basilikum und Mozzarella, füllt alles in die Tranchen und gratiniert sie“, erläutert der Starkoch die Zubereitung der Delikatesse, für die er „auf der Stelle sterben“ würde. Wichtig: „Es dürfen keine billigen bitteren Auberginen aus Spanien oder Belgien sein, sondern nur die echten lilafarbenen aus Italien“, schärft er allen ein, die das Gericht nachkochen wollen. Und statt Parmesan sollte man lieber Grana verwenden, „denn dieser Hartkäse wird in Italien viel häufiger eingesetzt!“

Diese und viele weitere Tipps wird Sante de Santis am 3. September auf dem Leipziger Genießertreff LE GOURMET zum Besten geben. In zwei anderthalbstündigen Kochshows „Italienisch, feurig, wild“ (11.00 und 14.30 Uhr) zeigt er, wie sich Traditionsgerichte aus seiner Heimat neu interpretieren lassen. Auf dem Menü stehen Keniabohnensalat an Schafskäselamellen mit in Zitronenzesten gebratenen Hummerkrabben, gegrillte Tintenfischringe an Auberginenkaviar und Tomatenpesto, scharfes Miesmuschelsautée nach Sperlonga Art mit Knoblauchbruschetta, Penne Nudeln an einer Radicchiocréme und Grappa sowie frittierte Brotscheiben mit südländischen Früchten. Dazu präsentieren italienische Hersteller köstliche Weine und Öle.

Italienische Küche – wahres Brain-Food

All diese Leckerbissen sind jedoch nicht nur ein kulinarischer Genuss, wie Sante de Santis weiß: „Wer wahrhaft italienisch genießt, kann danach auch besser arbeiten und Kraft aus sich schöpfen. Zumal die Zutaten, die man in der italienischen Küche verwendet, wahres Brain-Food liefern, das dem Gehirn neuen Schwung gibt und die Stressresistenz stärkt“, zeigt sich der Koch überzeugt und fordert: „Weg mit der deutschen Rationalität und Logik, weg mit mathematisch genauen Rezepten, her mit Gefühl und Leidenschaft!“

Dass das, was auf den Tisch kommt, tatsächlich die Denkfähigkeit beeinflusst und vor Leistungsabfall sowie auf lange Sicht sogar vor Alzheimer schützen kann, wird weltweit von Wissenschaftlern bestätigt. So fanden beispielsweise Forscher an der Universität Chicago heraus, dass die Hirnleistung von Schülern in nur einem Monat um 30 Prozent stieg, wenn sie statt Fastfood in der Pause Nüsse und Äpfel aßen.

Apropos Pause: Auch im Arbeitsalltag müsse genug Zeit zum Essen sein, fordert Sante de Santis. Die in Deutschland übliche halbstündige Mittagspause hält er für zu kurz und führt ein Beispiel aus Italien an: „In einem großen Unternehmen in der Emilia-Romagna werden Essensgutscheine für die umliegenden Restaurants ausgereicht. Dort hat man eine Stunde Zeit, um für 2,20 Euro zu speisen, inklusive Vorspeise, Hauptgang, Dessert, Getränk sowie Wein und Espresso. Das macht die Mitarbeiter nachweislich konstruktiver und gelassener – und nützt parallel der Gastronomie.“

Im Internet: www.gourmet-leipzig.de

Gesunde Ernährung macht glücklich

Die richtige Ernährung kann die Psyche positiv beeinflussen und sogar Depressionen lindern. Über diese neuen Forschungsergebnisse berichtet die aktuelle ZEIT WISSEN-Ausgabe. „Vielleicht werden wir in Zukunft psychiatrische Probleme nicht mehr nur im Gehirn, sondern auch im Verdauungstrakt behandeln“, sagt Emeram Mayer, Neurogastroenterologe von der University of California in Los Angeles gegenüber dem Wissensmagazin des ZEIT Verlags.

Besondere Beachtung findet bei den Forschern neuerdings das „zweite Gehirn“, ein Nervensystem in den Darmwänden, das dem Gehirn wie ein Zwilling ähnelt. Kopf und Bauch stehen in ständigem Austausch – überraschenderweise gehen aber 90 Prozent aller Signale vom Darm aus und landen in den Hirnarealen, die für unsere Gefühle und Stimmungen zuständig sind. „Unsere Gemütslage wird vom Darm viel stärker beeinflusst, als wir uns das bisher träumen ließen“, sagt Peter Holzer, Professor für Experimentelle und Klinische Pharmakologie an der Universität Graz.

Egal, ob Kurzzeitfasten, Low-Carb-Diät oder Fastfood-Ernährung – die Studien deuten darauf hin, dass sich jede Ernährungsweise anders auf unsere Psyche auswirkt. In der aktuellen ZEIT WISSEN-Ausgabe erklären Forscher, was wie wirkt – und fünf Leser testen verschiedene Ernährungsweisen im Selbstversuch.

Joel Robuchon

Das also ist dieser weltberühmte Kartoffelbrei. Die Augen melden: blassgelb. Die Zunge meldet: sahnig, sämig – und dann kapituliert sie. Außer dem Gefühl, dass es grandios schmeckt, kommt im Gehirn nichts mehr an. Die Gewürze sind nicht zu bestimmen, die Kartoffelsorten auch nicht. Und der Mann, der das Püree erfunden hat, schweigt ebenfalls. Joel Robuchon, vom französischen Gourmetführer Gault-Millau als „Koch des Jahrhunderts“ ausgezeichnet, verrät lediglich, dass dieser Kartoffelbrei neben dem frischen Kräutersalat und dem Kaviargelee mit Blumenkohlcreme zu seinen bekanntesten Gerichten zählt. Der Rest ist Robuchons Erfolgsgeheimnis.

Lesen Sie den sehr interessanten Bericht über Joel Robuchon in der Badischen Zeitung:
http://www.badische-zeitung.de/nachrichten/panorama/wenn-der-vielflieger-kocht–33408638.html

Wie viele berühmte Profiköche arbeitet auch Joel Robuchon mit CHROMA type 301 Kochmesser – Design F.A. Porsche .

Was gegessen wird, entscheidet das Gehirn

Forscher in Wien und Lissabon zeigen am Beispiel von Fliegen, wie die Nahrungsaufnahme dem Bedarf angepasst wird.

Eine ausgewogene Ernährung nützt nicht nur dem Menschen, sie ist für alle Lebewesen von großer Bedeutung. Wenn Tiere zwischen verschiedenen Nahrungsmitteln wählen können, so entscheiden sie sich ziemlich genau für das, was ihr Körper gerade benötigt. Eine Studie, die soeben im Journal Current Biology veröffentlicht wurde, liefert erste Hinweise auf die an der Entscheidungsfindung beteiligten Gene und die entsprechenden neuronalen Schaltkreise im Gehirn. Die Experimente an Fruchtfliegen wurden unter der Leitung von Carlos Ribeiro und Barry Dickson am IMP (Forschungsinstitut für Molekulare Pathologie, Wien) durchgeführt. Die Ergebnisse lassen allgemeine Aussagen über die Nahrungswahl von Organismen zu, ob es sich dabei um Malaria-übertragende Moskitos handelt oder den Menschen.

Carlos Ribeiro, mittlerweile Gruppenleiter im Champalimaud Neuroscience Programm am Instituto Gulbenkian de Ciência in Portugal, verfolgte das Fressverhalten der Fliegen (Drosophila melanogaster) über viele Wochen. Er entdeckte, dass sich die Ernährungs-Vorlieben der Tiere je nach Nährstoff-Bedürfnis des Körpers ändern, aber auch vom Geschlecht und dem jeweiligen Paarungszustand abhängen. Wenn die Tiere ausreichend mit Zucker und Eiweiß versorgt sind, verschmähen sie eiweißreiches Futter. Nach einigen Tagen unter eiweißarmer Diät bevorzugen sie jedoch das mit Hefe versetzte, proteinreiche Futter. Weibchen ändern ihre Präferenz rascher als Männchen, befruchtete Weibchen rascher als jungfräuliche.

Um das Fressverhalten zu dokumentieren, ließen sich die Forscher einen simplen aber raffinierten Trick einfallen. Das mit Hefe angereicherte Futter wurde blau eingefärbt, die zuckerreiche Nahrung rot. Um herauszufinden, was die Fliegen gefressen hatten, mussten die Forscher nur den transparenten Leib der Fliegen unter dem Mikroskop betrachten.

„Dieser Versuchsansatz und die ausgereiften Methoden der Fliegengenetik erlaubten es uns, noch einen Schritt weiter zu gehen“, erläutert Carlos Ribeiro. „Wir können nun die Moleküle und Neuronen beschreiben, die befruchtete Weibchen rascher reagieren lassen. Wir wissen auch, welche Moleküle im Fliegen-Gehirn dafür verantwortlich sind, Proteinmangel zu erkennen und auf andere Nahrungsquellen umzuschalten. Damit haben wir quasi den molekularen Sensor entdeckt.“

Dieser Fühler scheint auch bei anderen Spezies das Fressverhalten der Weibchen zu regulieren. Weibliche Moskitos etwa sind auf Blut als Eiweißquelle angewiesen, damit sich ihre Eier entwickeln können. Der Impuls, zu stechen und Blut zu saugen, könnte durch den gleichen molekularen Sensor gesteuert sein wie bei Drosophila. Selbst auf Wirbeltiere und damit den Menschen lassen sich die Erkenntnisse übertragen. Die Regulation der Aufnahme von Eiweiß und Kohlenhydraten ist möglicherweise auch bei der Entstehung von Essstörungen von Bedeutung – eines der großen Gesundheitsprobleme in westlichen Gesellschaften.

Carlos Ribeiro über die praktischen Konsequenzen der Forschungsergebnisse: „Wenn wir verstehen, wie der Sensor bei Fruchtfliegen das Verlangen nach eiweißreicher Nahrung steuert, wäre es denkbar, in dieses Steuerungssystem einzugreifen. Bei Moskitoweibchen könnten wir so zum Beispiel den Bluthunger unterdrücken und damit den Übertragungsweg der Malaria-Parasiten blockieren.“

Das Forschungsprojekt wurde durch die Europäische Molekularbiologie Organisation (EMBO), den Schweizerischen Nationalfonds, die Champalimaud Stiftung und Boehringer Ingelheim gefördert.

Die Arbeit „Sex Peptide Receptor and Neuronal TOR/S6K Signalling Modulate Nutrient Balancing inDrosophila“ von Carlos Ribeiro und Barry J. Dickson wurde am 13. Mai 2010 in der online-Ausgabe der Zeitschrift Current Biology veröffentlicht (DOI 10.1016/j.cub.2010.03.061).

Iss Dich klug

Noch nie gab es in unseren Breiten ein reichhaltigeres Ernährungsangebot. Und dennoch gibt es viele Menschen, die auch heutzutage unter Nährstoffmangel leiden – obwohl sie unter Umständen ein ordentliches Übergewicht mit sich herumschleppen. „Das wirkt sich nicht nur auf die körperlichen Funktionen aus, sondern auch aufs Hirn“, informiert die IKK classic. Denn auch das Gehirn braucht den richtigen „Treibstoff“, um auf Touren zu kommen.

Gesunde Ernährung spielt eine entscheidende Rolle für die Lernfähigkeit und die geistige Gesundheit. Deshalb setzt die IKK classic schon bei Schulkindern an. Um sich den ganzen Vormittag über konzentrieren zu können, muss das Gehirn gleichmäßig mit Energie versorgt werden. Stark zuckerhaltige Lebensmittel und Süßigkeiten sind dafür nicht geeignet, da sie starke Blutzuckerschwankungen hervorrufen und viel zu schnell verbraucht sind.

Gesundes Frühstück füllt Energievorräte auf

Der beste Start in den Tag ist ein gutes Frühstück. Es füllt die Energievorräte wieder auf und liefert die notwendige Kraft für körperliche und geistige Leistungsfähigkeit am Morgen. „Optimal für das Frühstück ist eine Kombination aus Kohlenhydraten und Eiweiß“, betont die IKK classic. Zum Beispiel in Form von Haferflocken mit Milch und Banane, Ei auf Vollkorntoast oder Vollkornbrot mit Frischkäse.

Abwechslung heißt das Geheimnis

Das Pausenfrühstück gibt dann den Energieschub für die zweite Hälfte des Vormittags. „Frühstück und Pausenbrot zusammen sollten ein Drittel des Tagesbedarfs an Energie und Nährstoffen liefern“, rät die IKK classic. Daher sollte das Pausenbrot besonders üppig ausfallen, wenn Kinder morgens keinen Bissen herunterkriegen. Vier Komponenten gehören zu einem ausgewogenen Pausenbrot: Getreide, Milch oder ein Milchprodukt, Obst oder Gemüse, am besten in Stücke geschnitten, und ein Getränk. Die kleinen Geheimnisse, damit das Pausenbrot nicht unausgepackt im Mülleimer landet, heißen: Abwechslung, Mitspracherecht der Kinder, witzige Verpackungen oder auch kleine Überraschungen.

Aktionsplan zur persönlichen Fitness

Was für Schulkinder gilt, ist auch für Erwachsene gut. Die IKK classic hat einen Aktionsplan zusammengestellt, wie die grauen Zellen – nicht nur durch die Ernährung – auf Trab gehalten werden können:

– Ein guter Start in den Tag: Die Gehirnzellen durch eine gleichmäßige Nährstoffabgabe aktivieren, optimal: Kohlenhydrate und Eiweiß
– 5 x am Tag: Öfter am Tag essen, um den Blutzuckerspiegel konstant zu halten
– Am besten frisch: Obst und Gemüse haben frisch die meisten Vitamine
– Fisch gehört dazu: Er ist ein wichtiger Lieferant von Omega-3-Fettsäuren und steigert die Gehirnleistung
– Wenig Fast Food: Denn das sind Nahrungsmittel, die oft geringeren Nährwert haben und Blutzu-ckerschwankungen hervorrufen
– Wasser: Ist das ideale Getränk, fördert die Konzentration und bewirkt den Nähr- und Sauerstofftransport ins Gehirn
– Gehirnjogging: Täglich zehn Minuten etwas fürs Gehirn tun – Kreuzworträtsel, Fremdsprachen lernen usw.
– Bewegung: Erhöhung der Sauerstoffzufuhr steigert Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeit.

Silvesternacht in Deutschland

Hochbetrieb in den großen Klinik-Notaufnahmen – Hamburg: Messer durchdringt Auge und verletzt Gehirn, Neujahrsbaby ist Harburger

In den großen Notaufnahmen der Deutschen Asklepios Kliniken gab es in der Silvesternacht reichlich zu tun. Fast alle Patienten kamen alkoholisiert in die Klinik, viele mit einer Alkoholvergiftung. Knallkörper- und Sturzverletzungen ließen die Chirurgen kaum zur Ruhe kommen. Besonders hoch war der Andrang in der Asklepios Klinik St. Georg: Hier mussten mehr als 200 Patienten in der Nacht versorgt werden, darunter eine lebensgefährliche Stichverletzung durch das Auge ins Gehirn. Auch die Asklepios Kliniken Altona und Wandsbek verzeichneten deutlich mehr Patienten als üblich. Auffällig war die hohe Zahl von jungen Frauen mit Alkoholvergiftungen in Hamburg Altona. Das Neujahrsbaby kam um 0.10 Uhr in der Asklepios Klinik Harburg zur Welt.

Weit überdurchschnittlich viel zu tun gab es in der Zentralen Notaufnahme der Hamburger Asklepios Klinik St. Georg. Bis zum frühen morgen wurden hier insgesamt 206 Patienten versorgt, allein nach Mitternacht waren es 118. Die vier diensthabenden Chirurgen waren die ganze Nacht pausenlos beschäftigt. Auffällig war die hohe Zahl der alkoholisierten Patienten, die bei 28 lag. Acht Verletzte mussten nach Unfällen mit Knallkörpern behandelt werden. Besonders spektakulär: Ein 20-jähriger war mit einem tief im Auge steckenden Butterfly-Messer in die Zentrale Notaufnahme der Asklepios Klinik Wandsbek gekommen und zur Notoperation in die Asklepios Klinik St. Georg verlegt worden. Hier konnten die Neurochirurgen die durch die Augenhöhle ins Gehirn eingedrungene Klinge entfernen. Der Patient liegt auf der Intensivstation.

Auch in der Asklepios Klinik Wandsbek (ebenfalls Hamburg) waren Ärzte und Schwestern im Dauereinsatz: 38 Patienten waren hier zu versorgen, davon zehn nach Verletzungen mit Feuerwerkskörpern. Eine junge Frau erlitt durch einen Knallkörper schwerste Fußverletzungen, die Handchirurgen mussten drei Patienten mit schweren Handverletzungen operieren. Hinzu kamen sturzbedingte Schädel- und Schulterverletzungen.

Sylt: Feuerwerksverbot auf der Insel führt zu deutlich weniger Verletzungen

Sehr ruhig verlief die Jahreswende dagegen auf Sylt: Die Asklepios Nordseeklinik in Westerland hatte insgesamt 30 Patienten zu versorgen, durch das strikte Feuerwerkverbot kam es zu keinen Verletzungen.

In der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik Altona (Hamburg) wurden bis zum frühen Morgen 80 Patienten eingeliefert. Auffällig war die hohe Zahl von jungen Frauen mit Alkoholvergiftungen, die Hälfte der 16 zur Überwachung Alkohol- oder Drogenkonsum aufgenommenen Patienten gehörte zu dieser Gruppe. Die spektakulärsten Fälle waren in Altona ein offener Sprunggelenksbruch nach einem Sturz, eine Handverletzung nach Knallkörperexplosion und ein Schädelbasisbruch nach einem Sturz unter Alkohol- und Cannabis-Einfluss. Zudem kamen viele augenärztliche und HNO-Patienten aufgrund von Zwischenfällen mit Knallkörpern in die Ambulanz.

In der Asklepios Klinik Barmbek verlief die Silvesternacht in der Notaufnahme dagegen weitgehend im Rahmen des Üblichen. Insgesamt wurden hier 55 Patienten versorgt, etwas weniger als im Vorjahr. Auch hier kamen viele Augenverletzungen nach Unfällen mit Feuerwerkskörpern in die Ambulanz. Und: Um 9.25 Uhr bzw. 9.26 Uhr kamen hier die ersten Zwillinge des Jahres zur Welt!

Auch in der Asklepios Klinik Harburg verlief die Silvesternacht eher ruhig. Sechs der insgesamt 24 Patienten waren betrunken. Nach Unfällen mit Feuerwerkskörpern mussten drei Patienten mit Verbrennungen und Verletzungen versorgt werden. Um zehn Minuten nach Mitternacht kam im Kreißsaal der Asklepios Klinik Harburg das diesjährige Hamburger Neujahrsbaby zur Welt: Der kleine Emir A. wiegt 3820 Gramm, ist 55 Zentimeter lang und das dritte Kind der Familie.

In der Zentralen Notaufnahme der Asklepios Klinik Nord-Heidberg wurden bis zum frühen Morgen insgesamt 39 Patienten versorgt, Auffälligkeiten gab es hier keine.

Im Asklepios Westklinikum Hamburg in Rissen wurde ein 14-Jähriger mit Alkoholvergiftung eingeliefert, ansonsten verlief die Nacht mit sechs Patienten hier eher ruhig.

In der Asklepios Klinik Bad Oldesloe waren drei Handverbrennungen ambulant zu versorgen, ansonsten blieb die Silvesternacht auch hier ruhig.