Marmelade selber kochen

Was wäre ein gutes Frühstück ohne eine leckere Marmelade,, vor allem, wenn sie selbst gemacht ist. Aber welche Sorte ist besonders bekömmlich? Wie wird das frische Obst am besten verarbeitet? Und wann ist die süße Köstlichkeit eine Marmelade, wann eine Konfitüre oder ein Fruchtaufstrich? Diese und andere Fragen beantwortet daheim in Deutschland in der Juni/Juli-Ausgabe. Die Landzeitschrift gibt dabei nicht nur Tipps zum Selbstkochen von Marmelade, sie liefert auch noch ein Rezept zum Ausprobieren mit: für die Sorte Erdbeer-Rhabarber.

Obwohl es in den Supermärkten inzwischen eine reichhaltige Auswahl an Aufstrichen zu kaufen gibt, geht der Trend dahin, Marmelade aus frischem Obst selbst zu kochen oder direkt beim Hersteller um die Ecke zu kaufen. Gerade in ländlichen Regionen und auf Wochenmärkten in Städten sind solche Produkte weit verbreitet. Birgit Mählmann, Öko-Landwirtin aus dem Alten Land bei Hamburg, bestätigt das. „Eines Tages fragte ein Kunde mich, ob ich nicht mal Konfitüre kochen wollte“, erinnert sie sich in der neuen Ausgabe von daheim in Deutschland an den Beginn ihrer Marmeladen-Leidenschaft. Rund drei Dutzend Rezepte hat sie seither entwickelt. Mal heißt die Sorte Sauerkirsch-Schokolade, mal Sanddorn-Apfel, mal Birne-Ingwer, mal Brombeer-Rotwein, mal Pflaume-Walnuss. Damit die Marmelade über das Jahr nicht ausgeht, wird das Obst, das nicht gebraucht wird, eingefroren, bei Bedarf aufgetaut und dann eingekocht. „Das ist eine wunderbare Möglichkeit, die Früchte schonend zu konservieren“, sagt Birgit Mählmann. Auch mit dieser Erfahrung dürfe eine Zutat aber nie fehlen: „Man muss mit ganz viel Liebe kochen.“ Der Erfolg gibt ihr und anderen regionalen Produzenten immer öfter Recht. An einem normalen Vormittag füllt sie etwa 50 Gläser à 150 Gramm, im Jahr kommen so etwa 10.000 Gläser Bio-Marmelade zusammen. Und die Nachfrage steigt weiter. Die Gläser, die Birgit Mählmann auf den Märkten zum Verkauf anbietet, sind selten älter als ein paar Wochen. Und enthalten streng genommen meistens gar keine Marmelade: Laut der Konfitürenverordnung aus dem Jahr 2003 besteht Marmelade aus Zitrusfrüchten. Alles andere ist je nach Fruchtgehalt Konfitüre oder Konfitüre Extra beziehungsweise wie im daheim-Rezept Fruchtaufstrich, für den die Zutaten nicht vorgeschrieben sind.

Die Zeitschrift daheim in Deutschland (Ausgabe Juni/Juli) ist am Kiosk erhältlich.

Stiftung Warentest: Erdbeerkonfitüre und -fruchtaufstrich

Testsieger bei den Erdbeer-Fruchtaufstrichen ist Fruttissima von Schwartau mit der Note „Sehr gut“. Der Fruchtaufstrich schmeckt frisch und fruchtig und erhält darum auch in der sensorischen Beurteilung die Note „Sehr gut“. Die günstigsten „Konfitüren extra“ von Lidl, Aldi, Rewe und Edeka können mit teureren Markenprodukten mithalten und landen im Testfeld vorn. Die Stiftung Warentest hat 15 „Erdbeerkonfitüren extra“, 14 Erdbeer-Fruchtaufstriche und zusätzlich drei Lightprodukte getestet. Veröffentlicht sind die Ergebnisse in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test.

Viele Hersteller setzen auf einen hohen Fruchtanteil, doch viel Frucht bedeutet nicht immer viel Fruchtgeschmack. Die Auswahl der Früchte und ihre schonende Verarbeitung ist entscheidend. Das ist ein Ergebnis des Tests. Hierbei toppt der Fruchtaufstrich Schwartau Fruttissima alles: Sein Geheimnis ist, dass die Früchte nur kurz erhitzt werden und deshalb ihr Aroma bewahren. Der Aufstrich ist das einzige Erdbeerprodukt seiner Art im Kühlregal.

Drei „Erdbeerkonfitüren extra“ fallen aus dem Rahmen: Die Produkte von Netto, Norma und die Landliebe-Konfitüre schmecken und riechen nur schwach nach Erdbeere. Sie bilden jeweils mit der Note „Befriedigend“ das Schlusslicht im Testfeld.

Wer auf die schlanke Linie achtet, sollte nicht zu Konfitüren greifen, da deren Zuckergehalt sehr hoch ist. Bei den Lightprodukten hat der dänische Fruchtaufstrich Svansø die wenigsten Kilokalorien pro 100 Gramm. Geschmacklich unterscheiden sich die Lightprodukte kaum von den meisten anderen Testteilnehmern.

Im Test kann man unter anderem auch erfahren, aus welchen Anbaugebieten die Erdbeeren stammen und wie sie verarbeitet werden.

Der ausführliche Test Erdbeerkonfitüre und -Fruchtaufstrich ist in der Juni-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/thema/obst veröffentlicht.

DER FEINSCHMECKER testet Erdbeerkonfitüre

 

Wer das schöne Aroma frischer Erdbeeren auch als Marmelade genießen will, sollte diese am besten selbst kochen. Das ist das ernüchternde Ergebnis eines umfangreichen Geschmackstests, den DER FEINSCHMECKER aus dem Hamburger JAHRESZEITEN VERLAG in der Juli-Ausgabe veröffentlicht. 50 Erdbeer-Konfitüren und- Fruchtaufstriche hat eine Expertenjury probiert – nur acht Sorten kann die Redaktion empfehlen.

Die meisten Konfitüren im Test schmecken zu süß, haben eine zu feste Konsistenz oder riechen sogar muffig. Bei vielen Konfitüren ist die Frucht nicht zu bestimmen – da das Erdbeeraroma vom Zucker vollkommen überlagert wird. Dies ist auch eine Folge der Bürokratie: Als „Konfitüre“ darf laut Konfitürenverordnung ein Fruchtaufstrich nur verkauft werden, wenn er mindestens 55 Gramm Gesamtzucker pro 100 Gramm enthält. Fruchtiger schmecken Marmeladen mit weit weniger Zucker – sie werden dann als „Fruchtaufstrich“ verkauft, was bei den Verbrauchern oft noch als minderwertig gilt.

Zu Unrecht: Die drei erfolgreichsten Erdbeermarmeladen im Test sind „Fruchtaufstriche“ mit mindestens 70 Prozent Fruchtanteil. Testsiegerin ist die Manufaktur „Gartenhaus Testorf“, ein Eine-Frau-Betrieb in Schleswig-Holstein. Produzentin Dorothy von Hülsen schwört bei ihrem Rezept auf 71 Prozent Fruchtgehalt sowie, zur geschmacklichen Abrundung, selbst gemachten Johannisbeersaft. Auf den Plätzen zwei und drei folgen der Fruchtaufstrich von Darbo aus Tirol/Österreich und Deluxe, eine Marke aus dem Lidl-Supermarkt.

Den vollständigen Test und ein raffiniertes Marmeladen-Rezept zum Selberkochen ist jetzt in DER FEINSCHMECKER-Ausgabe 7, ab 15. Juni 2011 am Kiosk für Euro 9,95 erhältlich.

ZUEGG ist auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin

Einladung zum Frühstück beim europäischen Fruchtspezialisten

ZUEGG ist einer der führenden Spezialisten für Fruchtverarbeitung in Europa. In diesem Jahr ist das italienische Unternehmen auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin (21. bis 30. Januar 2011) präsent.

ZUEGG präsentiert neuen, zuckerfreien Fruchtaufstrich
Die große Auswahl leckerer Fruchtaufstriche lässt keine Wünsche offen und garantiert einen gesunden Start in den Tag. ZUEGG bietet beliebte Klassiker wie Erdbeere, typisch italienische Geschmacksrichtungen wie Feige oder Marone sowie ausgefallene Spezialitäten wie Bitterorange oder Rumtopf. Das Erfolgsgeheimnis des italienischen Traditionsunternehmens liegt in der Fähigkeit, verschiedene Früchte schonend zu verarbeiten und dabei ihre Natürlichkeit zu bewahren.

Haben Sie Lust auf der Internationalen Grünen Woche mit ZUEGG den Tag zu beginnen? Wir laden Sie ein, bei einem leckeren Frühstück das Unternehmen ZUEGG und die Aufstriche der Marken ZUEGG und Zörbiger kennen zu lernen und den neuen, zuckerfreien ZUEGG Fruchtaufstrich der Sorte Heidelbeere zu probieren.

Was? Vorstellung des Unternehmens und der Produkte sowie
aktueller Produktneuheiten
Wo? Halle 23.B, ZUEGG Stand 12
Internationale Grüne Woche Berlin, Messegelände
Wann? Donnerstag, 27. Januar 2011, zwischen 9 und 11Uhr

Exotischen Marmeladenmischungen im Internet kaufen

Neuer Online-Shop mit fruchtig frischen und exotischen Marmeladenmischungen

Langeweile am Frühstückstisch? Das muss nicht sein. Mit seinen leckeren, naturbelassenen Marmeladen sorgt der neue Online-Shop meinefrucht.de für eine neue, geschmackvolle Abwechslung. Die fruchtigen Brotaufstriche aus sonnengereiften Früchten und exquisiten Zutaten, die es nur direkt über meinefrucht.de zu kaufen gibt, heben sich wohltuend ab vom üblichen Marmeladeneinerlei.

Online-Shop-Betreiber Sven Gang setzt mit seinen einzigartigen Produkten auf beste Qualität: „Wir bieten unseren Kunden optimal aufeinander abgestimmte Fruchtkompositionen“. Ein ganz besonderes, hochwertiges Fruchterlebnis, das unter ständiger Kontrolle erzeugt und abgefüllt wird. Jede neue Kreation wird ausführlich getestet, bis sie in den Verkauf gelangt. Sven Gang: „Da kommt es schon vor, dass wir vier, fünf Versuche benötigen, bis wir mit dem Ergebnis zufrieden sind.“ Die Marmeladen und Fruchtaufstriche gibt es nur in 250 Gramm-Gläsern. Das hat seinen Grund: Marmeladen sollten schließlich nicht all zu lange geöffnet im Kühlschrank herumstehen.

Was ist das Geheimnis der meinefrucht-Kreationen? „Das sind ganz einfach unsere vielen Ideen, die uns beim Marmeladenkochen in unserer Küche einfallen und natürlich die unverfälschte Natur, die jeder beim Versuchen unserer Aufstriche auf der Zunge und im Gaumen spürt,“ erklärt Gang.

Die frischen, edlen Fruchtkompositionen von www.meinefrucht.de werden ohne jegliche künstliche Zusatzstoffe, Konservierungsstoffe oder Geschmacksverstärker hergestellt. „Das Einzige, was wir zusetzen müssen, ist Pektin, ein natürliches Geliermittel aus Apfelschalen und Apfelkernfleisch. Bei unseren Fruchterlebnissen spürt der Marmeladenliebhaber nur pure Frucht und – zugegeben – manchmal auch einen guten Whiskey im Hintergrund .“

Apropos Whiskey: Der spielt bei zwei der leckeren Früchtemischungen eine Rolle. Jack´s Orange zum Beispiel, eine Marmelade mit mildherber Orange und Jack Daniels Whiskey. Eine, wie Gang es beschreibt, „perfekte Kombination.“ Etwas beigemischte Orangenschale rundet den bittersüßen Geschmack ab. Oder der Fruchtaufstrich „Dufftown Adventure“. Pure Himbeere mit Glenfiddich Whiskey und einem Schuss Zitrone. Sven Gang: „Wir haben großen Wert darauf gelegt, dass der Whiskey sehr gut durchschmeckt, aber dennoch perfekt mit der Himbeere harmoniert“. Oder wie wär`s mit Erdbeer Daiquiri? Hier wird Erdbeere mit weißem Havanna Rum kombiniert. Ebenfalls ein Renner im Programm ist die Piña Colada Marmelade. Ein köstlicher Fruchtaufstrich aus Cocoscreme, Ananassaft, Sahne und weißem Rum. Sven Gang kommt dabei ins Schwärmen: „Schmeckt wie eine frisch gemixte Piña Colada.“

Der Liebhaber von fruchtig, frischen Brotaufstrichen hat bei www.meinefrucht.de die Qual der Wahl. Auch der Caipirinha Cocktail-Fruchtaufstrich (mit Limettensaft, braunem Rohrzucker und Pitú) und „Hot Pineapple“ , eine bekannte Kombination aus Ananas und Chili, aber neu definiert, hat bereits viele Feinschmecker überzeugt. Die süßen und scharfen Geschmacksnoten harmonisieren hervorragend, die Schärfe ist wohl dosiert.

Sven Gang hat mit seiner Fruchtoase die Qualitätskriterien sehr hoch gesetzt. Reifes, sonnenverwöhntes Obst ist die Basis seiner hochwertigen Produkte. Die Früchte werden schonend und kurz gekocht und dann direkt heiß abgefüllt. „Genau wie früher bei Oma“, ergänzt Gang.

Verwendet werden Früchte, die nach der Ernte schockgefrostet werden. So behält das Obst alle Vitamine. Wenn Sven Gang nicht gerade die Produktion überwacht oder für die termingenaue Auslieferung seiner Marmeladen und Fruchtaufstriche sorgt, steht er auch unter der Woche in der heimischen Küche und mischt neue Rezepte zusammen. Gang hat sein Hobby zum Beruf gemacht. Mit seinem Online-Shop kann er jetzt seine Leidenschaft für gute Brotaufstriche mit vielen Feinschmeckern teilen.

Fruchtaufstrich selbst kreieren

Marmeladen-Fans aufgepasst – Mit mymelade online den ganz persönlichen Fruchtaufstrich kreieren

Getreu dem Motto „Ganz nach Deinem Geschmack“ können Internet-Nutzer unter www.mymelade.de ab sofort ihren ganz persönlichen Fruchtaufstrich kreieren. Zur Auswahl stehen dabei über 30 Fruchtarten und eine Vielzahl an Veredelungen. Ist die passende Basismischung aus Früchten erst einmal gefunden, kann sie sogar mit verschiedenen Zutaten – darunter diverse Kräuter und Nüsse – verfeinert und mit einem individuell gestalteten Etikett versehen werden.

Hinter der Plattform steht ein vierköpfiges Team, das über 10 Jahre Erfahrung in der Herstellung von Marmeladen und Fruchtaufstrichen vorweisen kann. Und das wird vor allem anhand der Qualität der individuell zusammengestellten Fruchtaufstriche deutlich. „Die Produktion erfolgt in reiner Handarbeit und natürlich unter strengsten Qualitäts- sowie Umweltmaßstäben“, versichert Marcus Kleinhenz, einer der beiden Geschäftsführer bei mymelade.

Die Früchte beziehen die Marmeladen-Spezialisten ausschließlich von Händlern, die auf den biologischen Anbau setzen. Zum Teil werden bestimmte Zutaten wie Preiselbeeren und Bärlauch sogar im eigenen „mymelade-Garten“ gewonnen. „Bei uns stehen eben natürliche Fruchtaromen und Frische im Vordergrund. Und das schmecken unsere Kunden auch!“, ist Kleinhenz überzeugt.

Bei seinen fruchtigen Produkten verzichtet mymelade darüber hinaus generell auf die Zugabe von künstlichen Farb-, Konservierungs- und Aromastoffen. Der Zuckergehalt der handgerührten Fruchtaufstriche liegt bei nur circa 35 Prozent. „Das ist im Vergleich zur industriellen Fertigung ein gewaltiger Unterschied. Dort liegt er bei bis zu 70 Prozent“, erläutert Kleinhenz.

Mövenpick Gourmet-Frühstück Erdbeere von Schwartau

Gourmet-Schwindel zum Frühstück – Vollmundige Verbrauchertäuschung

Als „vollmundiges Geschmackserlebnis“ für „echte Feinschmecker“ wird der
Fruchtaufstrich der Marke „Mövenpick of Switzerland“ beworben. Er kommt
allerdings nicht aus der Schweiz, sondern aus Schleswig-Holstein, denn
hergestellt wird er von der Firma Schwartau. Wie für die meisten industriell
produzierten Konfitüren werden auch für „Mövenpick“-Fruchtaufstriche Früchte
mit Zucker in Vakuumkesseln eingedampft und dann mit Geliermittel cremig
gemacht. Was genau den Mövenpick-Aufstrich zum „Schweizer“
Feinschmeckerprodukt macht? Offenbar nicht viel. Vom Etikett natürlich
abgesehen.

Fünf Prozent bis zum Luxus

„Der kleine Luxus im Alltag“, so wirbt Mövenpick im Internet. Luxuriös sind vor
allem die Preise. Der Erdbeer-Aufstrich kostet umgerechnet auf ein Kilogramm
rund 8,40 Euro. „Schwartau Extra Erdbeere“ dagegen nur 5,80 Euro, die
Handelsmarke „ja!-Erdbeerkonfitüre Extra“ 2,90 Euro pro Kilogramm.

Was aber
macht den teuren Luxus der „Mövenpick Erdbeere“ aus? Sind es die
verschwenderischen 55 Gramm Früchte pro 100 Gramm Produkt? Ganze 5
Gramm mehr als bei den anderen genannten Produkten? Oder hat Schwartau
etwa vor allem in Premium-Verpackung statt in Premium-Inhalt investiert?

Original Standard

„Nach original Schweizer Rezepturen“ seien die Fruchtaufstriche hergestellt,
heißt es auf der Mövenpick-Homepage. Verkochen die Schweizer Erdbeeren,
Zucker und Geliermittel etwa anders als andere? Denn so viele Möglichkeiten
lässt die Zutatenliste ja nicht zu. Und ob jene „Original-Rezeptur“ wohl auch den
Zusatzstoff E330 enthielt? Also Citronensäure, die mit echten Zitronen oft nichts
zu tun hat, sondern zum Beispiel mithilfe von Schimmelpilzen gewonnen wird?
Was genau Mövenpick nun „originaler“ macht als andere Konfitüren und was
das Besondere an der „Schweizer Rezeptur“ ist, das kann auch Schwartau nicht
nachvollziehbar erklären.

Premium-Preis für Premium-Schwindel

Die Mövenpick-Aufstriche gehören zu den teuersten Produkten im
Konfitürenregal. Aber ein höherer Preis ist im Supermarkt kein Hinweis auf
bessere Qualität. Was Verbraucher für den Premium-Preisaufschlag wirklich
bekommen, können sie kaum nachvollziehen. Enthält das Produkt teurere
Rohstoffe, oder wird es aufwändiger hergestellt als Standard-Produkte? Im
Bemühen, keines seiner Produkt schlecht aussehen zu lassen, entlarvt
Schwartau auf der Homepage den eigenen Schwindel: Für alle Produkte würden
„nur ausgesuchte Rohstoffe“ in „besonderen Zubereitungsverfahren“ schonend
verarbeitet werden. Aha.

Die Königin ist für alle da

„Sie gilt als eine der besten und leckersten Erdbeeren der Welt: Senga-Sengana
– eine Königin unter den Erdbeeren. Für Mövenpick verwenden wir diese ganz
besondere Frucht“, dichtet Schwartau kunstvoll auf der Verpackung. Eine
„Königin der Erdbeeren“, also vielleicht eine seltene, eine exklusive oder eine
besonders teure Erdbeersorte? Weit gefehlt! Senga-Sengana gehört zu den
Standardsorten in der Konfitürenindustrie. Sie landet beispielsweise auch in der
Konfitüre von Zentis, d’arbo oder Werder. Und natürlich in anderen Schwartau-
Produkten. Eine Königin also, die für alle da ist – und damit auch eigentlich
nichts „ganz besonderes“ mehr ist.

Ehrliche Antwort aus Aachen

Nicht nur Schwartau bietet verschiedene Marken zu unterschiedlichen Preisen
an. Die Aachener Firma Zentis hat ihren Fruchtaufstrich „Belfrutta Auslese“
kürzlich mit neuer Verpackung und leicht veränderter Rezeptur „aufgefrischt“ –
und gleichzeitig den Preis erhöht. Warum der Fruchtaufstrich jetzt teurer ist,
erklärt Zentis mit einer „Vielzahl von Faktoren“ wie Herstellungstechnologie,
Rezeptur und Verpackungsmaterial. „Weitere Faktoren sind aber auch die
Vermarktungsstrategie sowie Kommunikationsmaßnahmen eines
Unternehmens“, schrieb uns Zentis. Wenigstens ehrlich – für einen
Lebensmittelhersteller durchaus überraschend.

www.abgespeist.de

Marmelade oder Konfitüre: Die Frucht ist entscheidend

Marmelade oder Konfitüre: Die Frucht ist entscheidend

Rechtlich gesehen darf nur ein Fruchtaufstrich aus Zitrusfrüchten Marmelade gennant werden.
In Deutschland gehört zu einem klassischen Frühstück das Marmeladenbrot. Tatsächlich ist es jedoch meist Konfitüre, die das Brötchen verfeinert. Denn nur ein Fruchtaufstrich aus Zitrusfrüchten darf rechtlich gesehen Marmelade genannt werden.

Bei der Konfitüre unterscheidet man zwischen „Konfitüre“ und „Konfitüre extra“. So enthält Erdbeerkonfitüre mit der Zusatzbezeichnung „extra“ mindestens 450 Gramm zerkleinerte Früchte oder Fruchtmark pro Kilogramm, für Konfitüre reichen 350 Gramm. Die gleiche Unterscheidung gilt auch für Gelees, die aus dem Saft einer oder mehrerer Obstarten hergestellt werden und keine Fruchtstücke enthalten. Ein Kilogramm Marmelade muss aus mindestens 200 Gramm Orangen, Zitronen oder Grapefruits hergestellt werden.

Nur auf lokalen Bauern- oder Wochenmärkten dürfen traditionsgemäß auch Konfitüren die Bezeichnung Marmelade tragen. Ob Marmelade, Konfitüre oder Gelee – all diese Erzeugnisse enthalten mindestens sechzig Prozent Gesamtzucker. Ist der Zuckergehalt geringer und der Fruchtanteil höher, spricht man von Fruchtaufstrich.

Marmeladen-Test

„Picksüß“: der WISO-Marmeladen-Test

Zwölf Fruchtaufstriche in der Verkostung

Die Bezeichnung Marmelade ist verboten, Konfitüre muss es heißen. So verlangt es die EU. Und wer weniger Zucker, dafür mehr Früchte verwendet, darf sein Produkt nur schlicht Fruchtaufstrich nennen. WISO wollte wissen, was am besten schmeckt und bat die Hersteller zum Test.

Den Begriff „Marmelade“ haben sich die Engländer für das Original aus bitteren Orangen reserviert. Was wir auf unsere Brötchen streichen, heisst laut Definition „Konfitüre“ oder „Konfitüre Extra“ – aber nur, wenn der süße Belag mindestens 55 Prozent Zucker enthält. Sind mehr Früchte im Glas und dafür weniger Zucker, dann darf man das Produkt nur schlicht „Fruchtaufstrich“ nennen. Umgangssprachlich bleibt es wohl bei „Marmelade“, Zuckergehalt hin oder her.

WISO wählte die fruchtige Variante und hat zwölf verschiedene Fruchtaufstriche getestet. Geschmacklich fiel die Wahl auf „Erdbeere“, den Klassiker auf dem deutschen Frühstückstisch. Serviert wurde der Fruchtaufstrich den Testern auf neutralen, weißen Tellern: Keiner sollte wissen, welche Marke er gerade vor sich hat. Beim Test wurde nicht gestrichen, sondern gelöffelt – Brot gab es nur zur Neutralisation.

Köchin Sarah Wiener, ließ kein gutes Haar an den Supermarktprodukten. Sie fand fast alle Fruchtaufstriche „picksüß“. Einen wollte sie gar „in den Müll treten“. ZDF-Schauspielerin Christina Beyerhaus isst lieber die Marmelade ihrer Oma. Die anderen Tester waren die Marmeladenmacher selbst: Der österreichische Marktführer Klaus Darbo, Claus Ernst von Zentis, Anne Feulner von Maintal Konfitüren, Hans-Joachim Kellermann von Göbber und Ursula Seitz vom „Boitzenburger Früchtezauber“.

Gewinner und Verlierer

Die Jury störte die helle Farbe des von Schmalstieg frisch eingemachten Aufstrichs – darum landete Schmalstieg auf dem drittletzten Platz. Damit rangiert er immer noch vor dem Branchenführer Schwartau, der mit „Extra-Samt“ das Schlusslicht bildet. Testsieger wurde das „Gourmetfrühstück“ von Mövenpick – produziert von Schwartau. Platz zwei erreichte der Österreicher Darbo.

Den dritten Platz belegte der „Boitzenburger Früchtezauber“ – ein Drei-Frau-Betrieb aus der Uckermark. Platz vier errang die Biomarke „Alnatura“. „Bel Royal“ von Zentis wurde fünfter, Göbbers „70 Frucht“ Sechster. Rio Grande von Edeka landete auf Platz sieben, dicht gefolgt von Aldis „Grandessa“ auf Platz acht. Die zuckerfreie „Annes Beste Frucht“ liegt auf Platz neun. Vorletzter wurde die dänische Marke „Den Gamle“. Es konnten maximal 15 Punkte erreicht werden.

Produkt Punkte
Mövenpick 10,1
Darbo 9,5
Früchtezauber 9,1
Alnatura 9,0
Bel Royal 8,3
Göbber 70Frucht 7,5
Rio Grande 6,5
Grandessa 6,3
Annes Beste Frucht 6,0
OB Schmalstieg 4,8
Den Gamle 4,6
Schwartau Extra Samt 4,0

Lesen Sie den gesamten Test bei WISO:
www.zdf.de/ZDFde/inhalt/11/0,1872,3987659,00.html