Tim Raue und Sascha Friedrichs

Mit dem „studio TIM RAUE“ eröffnete der bekannte Berliner Koch Tim Raue in der letzten Woche sein mittlerweile viertes Restaurant in der Hauptstadt.

Nur für diejenigen Leserinnen und Leser, denen Tim Raue noch gänzlich unbekannt ist, (gibt es diese tatsächlich?) erwähne ich seine weiteren Engagements:
Sra Bua by Tim Raue im Hotel Adlon Kempinski,
La Soupe Populaire auf dem Areal der ehemaligen Bötzow Brauerei und
natürlich das Restaurant Tim Raue in der Rudi-Dutschke-Straße, das kulinarische Aushängeschild des Raue-Imperiums.

Nun also das Studio, für einen Zehlendorfer nur schwer zu finden, auf dem Gelände der ehemaligen Oswald-Brauerei das auch den Gründercampus „Factory“ beheimatet.

Kaum traue ich mich zu fragen, ob noch weitere ehemalige Brauereien in Berlin aufzufinden sind, in denen der umtriebige Koch seine Kreativität ausleben kann. Doch hüte man sich davor, Tim Raue als Berliner Lokalgröße abzuwerten. Zwei Michelinsterne und 19 Punkte im Gault&Millau für sein Hauptrestaurant weisen seine Klasse unter Deutschland Spitzenköchen aus.
Auch international ist Raue kein Unbekannter.
Die viel beachtete Liste „The World’s 50 Best Restaurants“, führt ihn immerhin auf Platz 78. Vernachlässigen Sie bitte die Diskrepanz zwischen dem Namen der Liste und der tatsächlichen Positionierung. Dieses Teil hatte schon immer 100 Restaurants gelistet.

Das Ambiente besteht aus einem stilvollen Mix aus Vintage Möbeln, fast plüschigen Sitzgelegenheiten in sanften Braun-, Rot- und Rosatönen sowie aus dunklen Hölzern.
Fast alle Möbel wurden nach Maß gefertigt.

Die gemauerte Wand im Eingangsbereich, war tatsächlich einmal ein Teil der „Mauer“ und steht daher heute unter Denkmalschutz.

Im Studio steht Raue allerdings nicht am Herd. Sascha Friedrichs übernimmt diesen Part. Auch Friedrichs ist in Berlin kein Unbekannter. U. a. war er Küchenchef im Gourmetrestaurant a.choice im andels Hotel Berlin.

Am Abend werden vier bis zehn Gänge-Menüs zum Preis von 48 bis 88 Euro angeboten, aus denen selbstverständlich auch à la Carte ausgewählt werden kann. Jedes Quartal, so der Plan, steht unter einem bestimmten Motto. Den Beginn macht dabei Japans Metropole Tokyo. Wir entscheiden uns für die goldene Mitte und nehmen das Sechs-Gang-Menü.

Der Gruß aus der Küche bringt grüne Algen und eingelegten Rettich auf den Tisch.
Scharf und knackig. Wer Brot und Butter als Beigabe vermisst, sollte sich bei Tim Raue langsam daran gewöhnen.

Ein Auszug aus dem Menü:
Jakobsmuschelceviche
Auch wenn der Leitgedanke des Abends Tokyo in den Mittelpunkt stellt, ist ein kurzer Abstecher nach Südamerika kein Stilbruch. Ceviche, marinierter und kleingeschnittener Fisch, stammt ursprünglich wohl aus Peru.
Die Jakobsmuschel wird von Granny Smith, der seinen Ursprung in Australien hat, Kresse und wilden Gurken begleitet.


Das Ganze ist zitronig scharf und hat eine leicht cremige Konsistenz.
Ein großartiger Einstieg in das Menü.

Tuna Pizza, Rettich, Wasabi.
Annonciert als Raue-Klassiker. Für mich jedoch, trotz zahlreicher Besuche in verschiedenen Restaurants von Tim Raue, eine Premiere.
Die einzelnen Komponenten sind schnell aufgezählt:
Ein indischer Blätterteig, Goakresse, Rettich, Tuna roh mariniert,
Wasabi-Mayonnaise und Wasabi-Sesam.
Das lauwarme Gericht mit seinem luftigen jedoch krossen Blätterteig, verbindet alle Bestandteile auf wunderbar leichte Art.

Hummer, Karotte, Passionsfrucht.
Gelenk, Schere und Schwanz des Meeresbewohners sind perfekt zubereitet.
Passionsfrucht, ein köstliches Karottenpüree und geschmolzene Butter vervollständigen einen grandiosen Gang.

Natürlich ist der Name Tim Raue ein überaus geeignetes Zugpferd um Gästen das Restaurant schmackhaft zu machen. Doch die bereits bis hierher präsentierten Gerichte sprechen für sich.

Cheesecake, Yuzu
Das erfrischende, cremige und leichte Dessert überzeugt uns ebenfalls.
Es gibt Yuzusorbet, Karamellcreme, weißes Pfefferbaiser, ergänzt mit Kekscruble und Philadelphia.
Ein schöner Abschluss.

Wein und Service:
2012, Riesling,Dreißigacker Lotusblüte, kreiert für Tim Raue
2009, Querbach Milestone, Oestrich Doosberg, Riesling
2010, Pinot Noir, Querbach
2009, Chateau Saint Benoît de Ferrand, Pomerol
2010, Brauneberger Juffer Sonnenuhr, Thomas Haag, Riesling Auslese

Der großzügig ausgeschenkte Wein passt zu Gast und Speisen.

Restaurantleiterin Patricia Liebscher dirigiert den Service geschickt und ist eine überaus angenehme Gesprächspartnerin. Kundig, offen und engagiert führt sie durch den Abend.
Liebscher war u.a. bereits als Restaurantleiterin im Restaurant La Soupe Populaire by Tim Raue tätig.

Den vollständigen und bebilderten Bericht des Berliner Foodjournalisten Bernhard Steinmann gibt es wie immer auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Morgen 4. Tim Raue Restaurant in Berlin

Spitzenkoch Tim Raue eröffnet mit dem STUDIO tim raue in der Factory Berlin sein viertes Restaurant

Mit dem STUDIO tim raue eröffnet der Berliner Spitzenkoch Tim Raue am Donnerstag, den 15. Januar 2015 das mittlerweile vierte Restaurant unter seinem Namen in der deutschen Hauptstadt. Und wie es der Touristenmagnet Checkpoint Charlie für das Restaurant Tim Raue, das legendäre Hotel Adlon Kempinski für das Sra Bua by Tim Raue und das beeindruckende Areal Bötzow Berlin für das La Soupe Populaire sind, ist der Gründercampus „Factory“ auf dem Gelände der ehemaligen Oswald-Brauerei ein ganz besonderer Ort für das neueste Projekt des mit zwei Michelin Sternen und 19 Punkten im Gault&Millau ausgezeichneten Küchenchefs. Tim Raue ist übrigens für die gesamte Konzeption des STUDIO verantwortlich, jedoch nicht in das operative Geschäft eingebunden.

Die Factory ist ein Start-up-Zentrum in unmittelbarer Umgebung zum legendären Mauerpark, das etablierte Unternehmen wie Mozilla und Twitter aber auch die jungen wilden der digitalen Gründerszene beherbergt, wie SoundCloud und 6Wunderkinder. Gründer und CEO Simon Schäfer stellte den Kontakt zu Raue her und ist überzeugt davon, mit ihm den richtigen Partner gefunden zu haben: „Tim Raue war unser Wunschkandidat für die Konzeption des STUDIO. Umso erfreuter waren wir über seine Zusage. Mit dem STUDIO hat Tim Raue einen wahrhaft inspirierenden Ort geschaffen, der das Angebot der Factory unglaublich bereichert. Wir sind uns sicher, dass das STUDIO schon bald ein Hotspot der Berliner Gastroszene sein wird und viele neue Ideen für die digitale Welt dort entstehen werden“.

Auch Tim Raue sieht das STUDIO als einen perfekten Ort für sein neues Gastronomiekonzept. Denn als jemand, der selbst von Gründergeist und eigenem Innovationsanspruch getrieben ist, kann er im STUDIO all die kulinarischen Ideen ausleben, für die in den anderen Restaurants konzeptionell kein Platz ist. Im STUDIO nutzt Tim Raue die damit verbundenen Freiheiten, aber auch die Atmosphäre und den Zeitgeist dieses einzigarten Umfeldes: In der Factory herrscht Aufbruchsstimmung. Hier geht es um Kreativität, Innovation und Fortschritt. Googles Executive Chairman Eric Schmidt, der die Factory Berlin im Juni 2014 mit eröffnete, sagte in seiner Rede an die Start-up Gemeinde: „Es ist für euch an der Zeit, eine globale Perspektive zu entwickeln. Sagt euch selbst, ihr macht nicht etwas Regionales, sondern etwas, das die gesamte Welt neu erfindet.“ Diese globale Perspektive setzt nun auch Tim Raue im STUDIO um. Dafür hat er nicht nur eine kosmopolitische Atmosphäre geschaffen, sondern auch Menüs kreiert, die von den Metropolen und Themen dieser Welt inspiriert sind. Tim Raue will zeigen: Im STUDIO, genau wie in der Factory, geht es darum, die kreative Freiheit und die Ideen eines jeden einzelnen zu leben – statt nur davon zu träumen.

Wohnzimmer-Atmosphäre statt Industrial Chic
Mit dem STUDIO möchte Tim Raue der umliegenden Start-up Szene einen Ort bieten, an dem sie sich augenblicklich wohlfühlen und auch ein Stück weit fallen lassen kann, um Kraft und Energie für neue Ideen zu tanken. Wichtig war ihm in diesem Zusammenhang, einen Kontrast zu den modernen Büros der Factory zu finden und Intimität zu schaffen. Beim Interieur hat der Spitzenkoch daher ganz bewusst auf einen stilvollen Mix aus Vintage Möbeln, fast plüschigen Sitzgelegenheiten in sanften Braun-, Rot- und Rosatönen sowie auf dunkle Hölzer gesetzt. Den Eingang des STUDIO ziert ein übergroßes Vintage Schild mit der Aufschrift „Restaurant“. Für die Umsetzung seines Einrichtungskonzeptes hat Raue fast alle Möbel nach Maß anfertigen lassen und geschickt mit außergewöhnlichen Vintage Möbeln von Luis Mock ergänzt. Die Verbindung zu Berlin spiegelt sich gleich in zwei Aspekten wider: Zum einen durch die gemauerte Häuserwand im Eingangsbereich, die tatsächlich einmal ein Teil der „Mauer“ war und darum heute unter Denkmalschutz steht. Zum anderen durch die von Raue ausgewählte Street Art von Künstlern wie bas2, Oliver Rath und Anton Unai.

Der Geschmack der Metropolen im STUDIO
Bei der Gestaltung des kulinarischen Konzeptes hat sich Raue maßgeblich an der globalen Perspektive der Factory orientiert. Im STUDIO unterwirft er sich also keiner stringenten Küchenphilosophie. Stattdessen ruft er gemeinsam mit seinem Küchenchef Sascha Friedrichs, der die gesamte kulinarische Verantwortung vor Ort hat, stetig wechselnde Mottos aus und kreiert dafür, fast wie in einem Pop-up Restaurant, die passenden Menüs. Für Raue und Friedrichs bedeutet diese kulinarische Freiheit, sich einmal im Quartal in ein neues Thema einzuarbeiten und dieses perfekt umzusetzen. Und obwohl jede Küche ihre eigenen Schwerpunkte haben wird, werden die Gerichte dennoch die typische Raue-Handschrift tragen: aromenintensiv, präzise, mit einer perfekten Balance aus Süße, Säure und Schärfe.

Unterschieden wird zwischen dem Mittagstisch, bei dem das STUDIO zur Kantine der Factory wird, und dem aufwändigeren Abendservice. Zum Lunch stehen typische Wohlfühl-Gerichte im Vordergrund, die von den Mittagstischen der großen Metropolen New York, Bangkok, Moskau oder Hongkong inspiriert sind und alle zwei Wochen thematisch wechseln. Aber auch besondere Anlässe oder Events, wie beispielsweise Ostern oder die Fashion Week, nehmen Einfluss auf die Gestaltung der Karte. Während beim Thema New York beispielweise Gerichte wie „Pastrami, Weißkohlsalat mit Koriander Senfcreme und Pickles“, oder „Hoboken Fritter, Calamari & Barsch in Maisteig gebacken mit Honigsauce und grünem Salat mit Limettendressing“ auf der Karte stehen, finden Gäste beim Thema Orient Gerichte wie „Kartoffeleintopf mit Fenchel, Anis, Tomate und Garnelen“ oder „Merguez mit Kreuzkümmel-Tomatensauce und Zucchinisalat“. Preislich liegt der Mittagstisch im Durschnitt bei 7 Euro pro Hauptgang.

Am Abend bestimmt jedes Quartal ein anderes Motto das vier bis zehn Gänge Menü zum Preis von 48 bis 88 Euro, aus dem Gäste selbstverständlich auch à la Carte wählen können. Den Beginn macht dabei Japans Metropole Tokyo: Tim Raue hat dafür unter anderem Gerichte wie „Sashimi vom Lachs (roh, gebeizt, geflämmt) auf warmem Reis mit Kumquat und Chilli“, Chawanmushi – japanische Kastanie, Wachtelei, Trüffel und geschmolzene Zwiebeln“ sowie „Kobe black pepper beef cheek mit Allium, Kopfsalat und Perlzwiebeln“ kreiert. Passend zum Menü werden besondere Spirituosen, Weine und Softgetränke angeboten. Im Sommer wird es übrigens ein sizilianisches Menü geben.

Für die Umsetzung des gesamten STUDIO Konzeptes konnte Tim Raue drei bereits bekannte Gesichter verpflichten: Für das gesamte operative Geschäft zeichnet der Geschäftsführer Tilo Barenthin verantwortlich, der zuvor vier Jahre als F&B Manager bei der BREAD & butter tätig war und auf der international besetzten Modemesse in der Vergangenheit mehrfach mit Tim Raue gearbeitet hat. Küchenchef Sascha Friedrichs kümmert sich um alle kulinarischen Geschicke, Restaurantleiterin Patricia Liebscher um den gesamten Service. Liebscher war bereits als Restaurantleiterin im Restaurant La Soupe Populaire by Tim Raue tätig. Zuvor hat die gebürtige Berlinerin im renommierten China Club Berlin sowie im Designhotel© Das Stue gearbeitet. Der aus Sachsen-Anhalt stammende Küchenchef Sascha Friedrichs ist seit dem Sommer für Tim Raue tätig und hat seitdem viele Caterings in ganz Europa für den Sternekoch umgesetzt. Zuvor hat der 35-jährige unter anderen im Restaurant „Das Zimmer“ im Landgasthof Zum Mühlenteich sowie als Küchenchef im Gourmetrestaurant a.choice im andels Hotel Berlin und im Hofgut Restaurant Scheibenhardt im Fünf-Sterne Hotel Erbprinz in Baden Württemberg gearbeitet.

Das STUDIO ist dienstags bis freitags von 12 bis 14:30 Uhr und dienstags bis samstags von 18:30 bis 22 Uhr geöffnet. Reservierungen werden telefonisch unter 030-44310950, per Email unter info@studio.factoryberlin.com und auf der Webpage unter http://studio.factoryberlin.com entgegen genommen.

Gault Millau 2014 – Brandenburg

Frank Schreiber aus Finsterwalde kocht sich im neuen Gault&Millau in die Küchenspitze des Landes – Besondere Anerkennung auch für Sascha Friedrichs in Petershagen, Marco Giedow in Burg, Carsten Rettschlag in Potsdam und Patrick Schwatke in Beelitz

In die Klasse der Köche mit „hoher Kochkunst und Kreativität” verbessert sich Frank Schreiber vom Restaurant „Goldener Hahn“ in Finsterwalde in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2014 der französischen Gourmetbibel Gault&Millau. Er beeindruckte die Tester durch „seine glänzenden handwerklichen Fähigkeiten und das gesamte Spektrum der regionalen Möglichkeiten, wenn er beispielsweise beim gebratenen Zanderfilet mit Krustentiersauce, Graupenrisotto und Petersilienpesto die allermeisten anderen Zandergerichte der Testsaison hinter sich lässt und das gebratene Kalbsherz mit Zunge, Gemüse und Meerrettich-Beurre blanc bietet.“ Für solch inspirierte Gerichte erhält er im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 16 von 20 möglichen Punkten.

15 Punkte und damit jene Klasse, in der nach Gault&Millau-Verständnis Kochen zur Kunst wird, erreicht Carsten Rettschlag im „Juliette“ in Potsdam. „Die Aufwärtstendenz im ältesten Potsdamer Gourmetrestaurant ist in nahezu allen Gerichten spürbar. Da ist nichts Aufgesetztes, nichts vordergründig Überraschendes – aber alles schmeckt einfach gut und sieht genauso gut aus, ob gebratener Saibling mit Saiblingskaviar, Cantaloupe-Melone und Kräutern oder Beelitzer Kaninchen mit Kräuterseitlingen und Bandnudeln.“

Dieselbe Note schafften auf Anhieb an neuen Herden Marco Giedow (zuvor in der „Alten Schule“ in Reichenwalde) dank „liebevoll zubereiteter Hechtbratwurst mit Blumenkohlstich, grobem Senf und Brotknusper oder Wiesenreh mit Kartoffelroulade, Bohnen und Kakaosauce“ im „Ferienhof Spreewaldromantik“ in Burg und Sascha Friedrichs (zuvor im „a. choice“ in Berlin), der im Restaurant „Das Zimmer“ in Petershagen-Eggersdorf „keine Kompromisse macht, sondern jene ausgefeilten, komplex gestrickten Gerichte bietet, mit denen er schon in Berlin aufgefallen war: den perfekt inszenierten Teller mit Gänseleberparfait unter Kalbsschwanzgelee, Mango, Blaukraut-Gel, Kakao, Kerbel und kleinem Briochewürfel oder die Meerforelle mit einem niedlichen Gelee-Raviolo aus Tomaten, akzentuiert mit Nektarine, Saubohnen und einigen verblüffend gut integrierten Cheddar-Würfeln“.

14 Punkte erkocht sich erstmals Patrick Schwatke, der von Tim Raue in Berlin zum „Kochzimmer“ im Spargelzentrum Beelitz wechselte und „hier nicht als Prophet globaler Aromen und modischer Küchentechnik wirkt, sondern als Pragmatiker des landläufigen guten Geschmacks, den Rehkeulensülze mit Zwiebelmus, Saibling mit Saisongemüse oder fruchtige Kaltschale haben, wenn sie ein Könner macht.“

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Brandenburg teilen sich mit Frank Schreiber vier Köche, von denen drei ihre 16 Punkte aus dem Vorjahr souverän verteidigen:

· Carmen Krüger von „Carmens Restaurant“ in Eichwalde: „Die legendäre Herdsolistin vom Berliner Stadtrand wird mit ihren bodenständigen Rezepten die Küche des 21. Jahrhunderts nicht vorantreiben, und es wäre langweilig, würden alle so kochen. Doch jedes Essen bei ihr erinnert daran, wie schön es sein kann, wenn die Kirche ab und zu mal einfach im Dorf bleibt. Ihr Kartoffelpüree zur gebratenen Entenleber mit Röstzwiebeln und gedünsteten Pfirsichen demonstrierte lehrbuchhaft, wie sich mit präziser Materialkenntnis, Erfahrung und Würzgefühl etwas Kleines ganz groß zubereiten lässt.“

  • ·  Alexander Dressel vom „Friedrich Wilhelm“ in Potsdam: „Alles hier ist handwerklich perfekt zubereitet und zumeist kunstvoll angerichtet, aber neuerdings aromatisch nur so spannend wie Milchferkel mit Pfifferlingen und ‚Fetter Henne‘.“

  • ·  Philipp Liebisch vom „Sandak“ in Senftenberg: „Die souveräne Geschmackssicherheit des talentierten Kochs wird erkennbar, wenn er die Kombination von Froschschenkeln und Schwertmuscheln mit Topinambur durch pikante Aromen von Grapefruit und Orangenzesten vollendet oder der Taube mit Amaranth und Ochsenmark ungewohnte, aber gute Facetten abgewinnt.“

  • ·  Oliver Heilmeyer vom „17fuffzig“ in Burg wird von 17 auf 16 Punkte herabgestuft, obwohl „seine Küche keineswegs an handwerklicher Finesse verloren hat, alles weiterhin präzise gewürzt und auf den Punkt gegart ist. Doch es fehlt der Esprit, die neue Richtung. Pfifferlinge in altbacken-dicker Rahmsauce werden nicht dadurch besser, dass man ihnen separat feine karamellisierte Kohlrabischeiben mit Aprikosencrunch und kräftig aromatisierte „Speckluft“ zuordnet. Und die mächtige Rahmsuppe aus Spreewaldgurken gewinnt durch ein Stück Räucheraal, Gurken und ein paar knusprige Teigstreifen nebenan nicht an Leichtigkeit.“

    Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 16 Restaurants in Brandenburg. 13 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schafft auch das nach Jahren wieder aufgenommene Lokal „Die Orangerie“ in Kremmen-Ziethen mit 13 Punkten, in dem „Carsten Obermayr (vorher im Berliner „Duke“) neue Impulse setzt. Er fabriziert keine überambitionierten Gerichte, sondern versucht, zwischen Ausflüglern und Gourmets bei vernünftigen Preisen zu vermitteln.“

    Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in der Mark Brandenburg vier langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt drei neu auf; drei werden höher, vier niedriger bewertet. Ferner beschreibt und klassifiziert der Gault&Millau Deutschland 2014 250 Hotels.

    Gault&Millau Deutschland 2014 – Der Reiseführer für Genießer 31. Jahrgang, 736 Seiten, 29,99 Euro
    ISBN 978-3-86244-487-8  Christian Verlag München

 

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Brandenburg

16 Punkte
17fuffzig*** in Burg/Spreewald
Carmens Restaurant in Eichwalde
Goldener Hahn* in Finsterwalde
Friedrich Wilhelm in Potsdam
Sandak in Senftenberg

15 Punkte
Ferienhof Spreewaldromantik** in Burg
Das Zimmer** in Petershagen-Eggersdorf (östlich von Berlin)
Juliette in Potsdam

14 Punkte
Kochzimmer* in Beelitz

Seehotel in Großräschen
Speckers Landhaus*** in Potsdam

*Aufsteiger **Newcomer ***Absteiger

Unser Bericht zum Gault Millau 2014: www.gourmet-report.de/artikel/344791/Berlin-raeumt-ab-beim-Gault-Millau-2014/
Die Resultate aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/344792/Gault-Millau-2014-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/344793/Gault-Millau-2014-Baden-Wuertemberg/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/344794/Gault-Millau-2014-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/344795/Gault-Millau-2014-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/344796/Gault-Millau-2014-Hamburg/
NRW: http://www.gourmet-report.de/artikel/344797/Gault-Millau-2014-NRW/
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/344798/Gault-Millau-2014-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/344799/Gault-Millau-2014-Saarland/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/344800/Gault-Millau-2014-Sachsen-Anhalt/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344801/Gault-Millau-2014-Sachsen/
Schleswig-Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/344802/Gault-Millau-2014-Schleswig-Holstein/
Thüringen: http://www.gourmet-report.de/artikel/344803/Gault-Millau-2014-Thueringen/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/344808/Gault-Millau-2014-Hessen/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/344807/Gault-Millau-2014-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344806/Gault-Millau-2014-Niedersachsen/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/344805/Gault-Millau-2014-Bayern/

Alle Restaurants von 15 bis 19,5 Punkten in Deutschland: www.gourmet-report.de/artikel/344804/Gault-Millau-2014-Restaurants/

Zum Vergleichen, der Michelin 2014 mit allen Sternerestaurants: http://www.gourmet-report.de/artikel/344782/Alle-Sterne-Restaurants-Deutschland-2014/

Sascha Friedrichs

Sascha Friedrichs neuer gastronomischer Leiter im 4* Landgasthof Mühlenteich

Nach einer Weiterbildung an der renomierten Hotelfachschule in Heidelberg hat Sascha Friedrichs die gastronomische Leitung des Landgasthofes Mühlenteich im Brandenburgischen Eggersdorf, unweit von Berlin, übernommen.

Neben der „Bauernstube“ mit gehobener gutbürgerlicher Frischeküche hat das Gourmetrestaurant „Das Zimmer“ seine Pforten für Genießer geöffnet.
Sascha Friedrichs war vorher der Küchenchef im „A.Choice“, Berlin.

Wichtigste Auszeichnungen:
15 Punkte, Gault & Millau 2013
7 Pfannen, Gusto 2012
SAVOIR VIVRE 2011 – 2 Sonnen
Nominierung Berliner Meisterköche 2012

Sascha Friedrichs

Sascha Friedrichs und sein Team kochen seit Spätsommer 2011 im Restaurant a.choice in Adels Hotel Berlin und waren bereits eine der interessanten Neuentdeckungen in der aktuellen Druckausgabe des Gusto-Führers für Deutschland. Binnen kurzer Zeit hat hat sich das a.choice-Ensemble weiter gesteigert und präsentiert, etwas abseits des kulinarischen Schmelztiegels der Hauptstadt, eine spannende, kreative Küche zu moderaten Preisen, die dem kulinarischen Reiseführer zwischenzeitlich respektable 7 Pfannen wert ist. Damit gehört der Newcomer bei Gusto bereits zu den Top 15 in Berlin.

Mehr zum Restaurant des Monats lesen Sie auf: www.gusto-online.de

30. Lange Nacht der Museen in Berlin

In diesem Jahr feiern Berlin und Brandenburg ein gemeinsames historisches Jubiläum: Am 24. Januar 2012 jährt sich der Geburtstag von Friedrich dem Großen zum 300. Mal. Zahlreiche Stätten seines Wirkens widmen sich im Laufe des Jahres dieser facettenreichen Person der europäischen Geschichte mit Ausstellungen, Konzerten und Führungen.

Darunter die zentrale Friedrich-Ausstellung „Friederisiko“ – die den Charakter und die Weltsicht Friedrichs im Neuen Palais im Park Sanssouci präsentiert – sowie in Berlin die offizielle Geburtstagsfeier mit einem Festakt im Konzerthaus.

So steht die kommende Winter-Lange-Nacht der Museen am 28. Januar ganz im Zeichen dieses Geburtstages: Die rund 70 teilnehmenden Museen zeigen zur 30. Langen Nacht etliche Artefakte aus den Sammlungen, die um die Gestalt und das Wirken Friedrichs kreisen und bereiten ein Programm mit Führungen und musikalisch-literarischen Darbietungen vor.

Tickets online ab 23. Dezember 2011 auf:
www.museumsportal-berlin.de

Oliver Barda

Oliver Barda ist Küchendirektor im andel’s Hotel Berlin

Oktober folgte der zuletzt im Berliner Hotel Adlon Kempinski tätige Oliver Barda dem Ruf zum Küchendirektor ins 4-Sterne Superior Designhotel andel’s Berlin. Gemeinsam mit seiner Küchenmannschaft und dem Chef de Cuisine des Restaurants a.choice wird er die Küche des andel’s Hotel Berlin neu interpretieren.

Der 39-jährige gebürtige Lüneburger verfügt bereits über 24 Jahre Erfahrung und beste Referenzen in renommierten Hotelrestaurants in Deutschland, der Schweiz und Slowenien. Hierzu zählen einige Hotels der Kempinski Gruppe: Das Hotel Adlon und Bristol in Berlin, das Atlantic in Hamburg, das Schloss Reinhartshausen in Eltville-Frankfurt, das Grand Hotel des Bains St. Moritz sowie das Palace Portoroz in Slowenien. Außerdem leitete Barda die mit 16 Gault Millau Punkten gekrönten Restaurants im Park Hotel Vitznau am Vierwaldstättersee sowie zwei weitere Restaurants im Carlton Hotel St. Moritz. Ebenfalls zu seinen Arbeitsplätzen zählte das mit einem Michelin Stern ausgezeichnete Maritim Seehotel am Timmendorfer Strand sowie die Kreuzfahrtschiffe MS Berlin und Aida-Vita.

Als hochkarätiger Gourmet-Koch trifft Oliver Barda im andel’s Hotel Berlin mit dem Chef de Cuisine Sascha Friedrichs auf beste Gesellschaft. Beide sprechen sich für die moderne Interpretation der klassisch französischen Gourmetküche aus. Im Mittelpunkt Bardas kulinarischer Kreationen stehen frische, regionale und saisonale Produkte aus ökologischem Anbau, die er gern auch mit asiatischen Einflüssen kombiniert. „Besonderen Wert lege ich dabei auf die Naturbelassenheit der einzelnen Produkte, die ich mit internationalen Delikatessen, Kräutern und Gewürzen innovativ verfeinere und damit intensiviere“, so Barda.

Über seinen Start im andel’s Hotel Berlin freut sich der passionierte Harley Davidson Fahrer sehr und überzeugt schaut er in die Zukunft: „Hier im andel’s Hotel Berlin ist mit fünf gastromischen Bereichen die Qualität, die Größe und das Potential gegeben, um sich hohe Gourmet-Ziele zu setzen“. So plant er schließlich nicht nur seine Gäste, sondern auch das 40-köpfige Küchenteam auf eine inspirierende, kulinarische Tour mitzunehmen.

www.andelsberlin.com

Sommer-Events im Schlosshotel Kronberg

Picknick wie zu Kaiserin Friedrichs
Zeiten

Jeweils am ersten Sonntag im Monat findet
im Schlosspark des Schlosshotels Kronberg
ein klassisches Picknick statt, für das Sie aus
drei verschiedenen Variationen eines
Picknick-Korbs wählen können.
Genießen Sie entweder den deftigen
„Hessen-Schmaus“ (44 Euro pro Person),
das würzige „Hauch von Italien“-Menü (62
Euro pro Person) oder das edle „Kaisers
Köstlichkeiten“-Spezial (91 Euro pro Person).
Die Daten hierfür sind der 5. Juni, 3. Juli und
7. August 2011 zwischen 14 Uhr und 16 Uhr.
Reservieren Sie telefonisch unter 06173 /
701 566 oder per E-Mail an
banqueting@schlosshotel-kronberg.de

Sonntags-Barbecue

An jedem ersten Sonntag im Monat findet
das Gourmet-Barbecue auf der
Schlossterrasse der Victoria Lounge statt.
Mediterrane Vorspeisen, frisches Gemüse
und hervorragende Fleisch –und
Fischspezialitäten werden dann bei
passender musikalischer Begleitung serviert
Genießen Sie das kulinarische Event am 5.
Juni, 3. Juli und 7. August 2011 ab 18.30
Uhr. Buchbar für 75 Euro pro Person
exklusive Getränke.

Pfingst-Brunch

Pfingsten – Genau der richtige Zeitpunkt für
einen langen Brunch mit Freunden und
Familie. Beim Pfingst-Brunch im Schlosshotel
Kronberg erwarten Sie kalte und warme
Speisen sowie musikalische Unterhaltung.
Buchbar am 12. und 13. Juni 2011 ab 11.30
Uhr für 55 Euro pro Person inklusive
ausgewählter Getränke.

31. Schlosskonzert
Am 13. Juni 2011 ab 18 Uhr werden die
Meisterwerke der klassischen Musik von den
herausragenden Talenten der Kronberg
Academy neu interpretiert.
Der bekannte Cellist István Várdai und der
Pianist Walter Delahunt sind die Künstler
dieses Schlosskonzerts und werden ihr
außergewöhnliches musikalisches Können
präsentieren.
Reservierungen werden für 40 Euro pro
Person für das Konzert und für 119 Euro pro
Person für Sektempfang, Konzert und Dinner
entgegen genommen.

Frühjahrs-Charity-Konzert
Erleben Sie Cello, Klavier und Violine gespielt
von hoch talentierten und motivierten
jungen Künstlern sowie eine musikalische
Überraschung im Ambiente des
Musikzimmers der Kaiserin Friedrich.
Das Ehepaar Söllhuber veranstaltet dieses
Konzert und das Schlosshotel Kronberg lädt
in der Pause zu einem Glas Sekt ein.
Karten reservierbar für 35 Euro pro Person
Am Sonntag, den 19. Juni 2011, Beginn ist
11 Uhr.

Reservieren Sie alle hier aufgeführten
Sommer-Specials telefonisch unter
06173 / 701 566 oder per E-Mail an
banqueting@schlosshotel-kronberg

Montagsbar, Berlin

Musik und Kunst in der Montagsbar

Nicht nur am Wochenende, auch am Montag
kann man ausgelassen feiern. Das
beweist die Montagsbar im FIEDRICHs –
dem Restaurant in der Temporären Kunsthalle
Berlin. Zu unterschiedlichen Öffnungszeiten
können kunst- und partyaffine
Besucher ihren Feierabend ausklingen
lassen. Bildende Künstler sind als DJ’s zu
erleben oder unterhalten mit Live-Musik.
Die Musik variiert je nach Abend und
Künstler und umfasst ein breites Spektrum
zwischen 80er Jahre bis hin zu Elektro.
Das besondere Musikerlebnis kann man
jedoch nur an bestimmten Tagen erleben,
was die Abende in der Montagsbar so
besonders macht. Die nächsten Termine
sind vom 8. Februar bis 8.
März und ab dem 5. April. Der Eintritt ist
frei.

www.kunsthalle-berlin.com

"Königsblau": Der Dinnerkrimi im Opernpalais , Berlin

„Königsblau“: Der Dinnerkrimi im Opernpalais ab September wieder zu sehen

Beim Dinner-Theater im Opernpalais geht es ab September wieder preußisch zu. Im wunderschönen Rokoko-Saal mit seinem unverwechselbaren Ambiente wird Tom Wolfs erfolgreicher Preußenkrimi „Königsblau“ erneut als Theater-Gourmet-Erlebnis der Extraklasse präsentiert.

Kriminalistik und Haute Cuisine gehen dabei Hand in Hand: Während der Hofkoch Friedrichs II. in einem brisanten Mordfall ermittelt, wird den Zuschauern ein festliches Drei-Gänge-Menü serviert.

www.opernpalais.de