Ist der Fisch frisch und woher kommt er?

LAVES gibt Tipps für den Fischeinkauf

Ob Lachs, Forelle oder Karpfen: Fisch ist lecker und gesund. Deshalb sollte auch generell auf die Frische beim Fischeinkauf geachtet werden, erläutert Dr. Edda Bartelt, Leiterin des LAVES-Instituts für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven: „Frischer Fisch riecht unauffällig, je nach Fischart angenehm meerfrisch. Weitere Zeichen für Frische sind unversehrte, gleichmäßig dunkelrot gefärbte Kiemen mit deutlich erkennbaren Kiemenblättchen sowie klare, nicht eingefallene oder beschädigte Augen. Außerdem sollte ein ganzer Fisch eine glatte, glänzende, durchscheinende Haut haben und das Fischfleisch von prallelastischer, fester Konsistenz sein.“

Und woher kommt der Fisch? Damit der Verbraucher das an der Verkaufstheke erkennen kann, gelten in der EU einheitliche Kennzeichnungsvorschriften. Diese Vorschriften betreffen bestimmte angebotene Fischereierzeugnisse, egal ob sie frisch, gekühlt, gefroren, gesalzen, getrocknet oder geräuchert sind und ob sie aus dem Wildfang oder aus Aquakulturen stammen. Unabhängig von ihrem Ursprung oder der Absatzmethode dürfen die Fischereierzeugnisse nur dann dem Verbraucher oder einem Anbieter von Gemeinschaftsverpflegung zum Verkauf angeboten werden, wenn eine angemessene Kennzeichnung oder Etikettierung folgende Pflichtangaben enthält:

1. Handelsbezeichnung (Fischart) und wissenschaftlicher Name:
Dabei dürfen nur solche Handelsbezeichnungen verwendet werden, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) gelistet werden.

2. Produktionsmethode:
„… gefangen …“ (für Fischereierzeugnisse aus der Seefischerei),
„… aus Binnenfischerei …“ (für Fischereierzeugnisse aus der Binnenfischerei),
„… in Aquakultur gewonnen…“ (für Fischereierzeugnisse aus Aquakultur)

3. das Gebiet, in dem das Erzeugnis gefangen oder in Aquakultur gewonnen wurde und die Kategorie des für den Fang eingesetzten Geräts

4. unter bestimmten Bedingungen die Angabe, ob das Erzeugnis aufgetaut wurde

5. Gegebenenfalls das Mindesthaltbarkeitsdatum

Beispiel für eine korrekte Kennzeichnung:
Kabeljau, Gadus morhua, gefangen im Nordostatlantik, Unterfanggebiet Nördliche Nordsee, Nr. IVa, gefangen mit Schleppnetzen.

Von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind Fischereierzeugnisse wie zum Beispiel Konserven, Fischsalate oder Schlemmerfilets sowie kleine Mengen, die der Verbraucher direkt beim Fischer oder Aquakulturerzeuger kauft. Als Kleinmenge ist ein Verkaufswert von bis zu 50 Euro pro Kauf definiert.

Für sämtliche Angaben oder Teile davon kann auch ein Quick Response Code (QR-Code) auf dem Etikett verwendet werden. Dieser kann mit einem Smartphone/Tablet eingescannt und auf dem Gerät gelesen werden. Bei nicht vorverpackten – also lose angebotenen – Fischerei- und Aquakulturerzeugnissen im Einzelhandel können die Pflicht-Angaben Nr. 1 bis 4 auch z.B. auf Plakaten oder Postern bekannt gegeben werden.

Ausführliche Informationen gibt es im „Merkblatt zur Kennzeichnung von Fischen und Fischereierzeugnissen“ des LAVES-Instituts für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven. Das Merkblatt kann auf der LAVES-Internetseite eingesehen werden: www.laves.niedersachsen.de

Tipps für den Fischeinkauf

„Was ist das für ein Fisch und woher kommt er?“

Ob Lachs, Forelle oder Karpfen: Fisch ist lecker und gesund. Er liefert hochwertiges Eiweiß, Vitamine und wertvolle Omega-3-Fettsäuren. Meeresfisch gehört außerdem zu den besten Jodlieferanten. Deshalb empfehlen Ernährungs-Experten, mindestens zweimal in der Woche Fisch zu essen.

Worauf man beim Fischeinkauf achten sollte, weiß Dr. Edda Bartelt, Leiterin des LAVES-Instituts für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven: „Frischer Fisch riecht unauffällig, je nach Fischart angenehm meerfrisch. Weitere Zeichen für Frische sind unversehrte, gleichmäßig dunkelrot gefärbte Kiemen mit deutlich erkennbaren Kiemenblättchen sowie klare, nicht eingefallene oder beschädigte Augen. Außerdem sollte ein ganzer Fisch eine glatte, glänzende, durchscheinende Haut haben und das Fischfleisch von prallelastischer, fester Konsistenz sein.“

Damit der Verbraucher weiß, woher der Fisch kommt, den er kauft, gelten in der EU einheitliche Kennzeichnungsvorschriften. Egal ob frisch, tiefgekühlt oder geräuchert, Wildfang oder gezüchteter Fisch. Mit folgenden Angaben muss der Fisch im Einzelhandel gekennzeichnet sein:

1. Handelsbezeichnung (Fischart)

Dabei dürfen nur solche Handelsbezeichnungen verwendet werden, die von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) zugelassen worden sind.

2. Produktionsmethode:

„… gefangen …“ (für Fische aus der Seefischerei),
„… aus Binnenfischerei …“ (für Fische aus der Binnenfischerei),
„… aus Aquakultur …“ oder „gezüchtet …“ (für Fische aus Aquakultur)

3. Fanggebiet oder Herkunftsland

Beispiel für eine korrekte Kennzeichnung:
Forellen aus Aquakultur in Deutschland oder Forellen, gezüchtet in Deutschland. Falsch wäre in diesem Fall: Cuxhavener Forellen.

Der wissenschaftliche Name der Fischart (lateinische Bezeichnung) kann, muss aber beim Verkauf an den Endverbraucher nicht angegeben werden. Jedoch muss die lateinische Bezeichnung entweder auf dem Etikett, der Verpackung oder den Begleitpapieren (hierzu zählen auch Lieferscheine

und Rechnungen) stehen. Von der Kennzeichnungspflicht ausgenommen sind verarbeitete Fischerzeugnisse wie zum Beispiel Konserven, Fischsalate oder Schlemmerfilets sowie kleine Mengen, die der Verbraucher direkt beim Fischer oder Aquakulturerzeuger kauft. Als Kleinmenge ist ein Verkaufswert von bis zu 20 Euro pro Kauf definiert.

Ausführliche Informationen gibt es im „Merkblatt zur Kennzeichnung von Fischen und Fischereierzeugnissen“ des LAVES-Instituts für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven.

Vorbildlicher Fischeinkauf NORMA – wieder auf Platz 1

Greenpeace bestätigt: Vorbildlicher Fischeinkauf

NORMA wieder auf Platz 1

NORMA zum zweiten Mal in Folge ganz vorn: Die Umweltschutzorganisation Greenpeace gibt dem Nürnberger Discountunternehmen für seine Einkaufspolitik von Fischprodukten zum wiederholten Mal die beste Bewertung. Platz 1 für NORMA in einer aktuellen Studie, die den Umgang deutscher Handelsunternehmen mit der Naturressource Fisch beurteilt – NORMA landet an der Spitze und wird für seine nachhaltig angelegte Beschaffung von Fischprodukten gelobt.

Greenpeace bescheinigt NORMA unverändert die beste Einkaufspolitik bei Fisch. Vor dem Hintergrund der weltweit überfischten Meere komme es gerade im Lebensmittelhandel auf dem rücksichtsvollen Umgang mit gefährdeten Beständen und Fischarten an. Bei dieser Aufgabe überzeugt NORMA am meisten und schneidet unter elf untersuchten Lebensmittelhändlern am besten ab: Während NORMA in der Gesamtbewertung von sieben geprüften Kriterien mit der höchsten Punktzahl bewertet wurde, werden andere Supermarkt- und Discountmarken von Greenpeace mit deutlich weniger Punkten notiert. Geprüft wurden unter anderem Kriterien wie „Besitzt das Unternehmen eine schriftliche und öffentliche Fisch-Einkaufspolitik?“, „Rückverfolgbarkeit“ oder die „Kennzeichnungs-Strategie der Produkte.“

In der Nürnberger NORMA-Zentrale zeigt man sich über dieses erneut gute Ergebnis nicht überrascht, denn NORMA setzt sich als Ziel, in der Beschaffungspolitik Einfluss auf die Herkunft zu nehmen, Schwarzfischerei auszuschließen und zu einer nachhaltigen und sozial verantwortlichen Fischerei beizutragen. Als kundenorientierter und mit 1.250 Filialen im deutschen Markt agierender Discounter sei man sich der eigenen Verantwortung in der Einkaufspolitik bewusst und nehme diese Aufgabe ernst.

Der expansive Discounter NORMA mit Hauptsitz in Nürnberg ist in Deutschland, Österreich, Frankreich und Tschechien mit bereits über 1.400 Filialen am Markt.

Fisch vom Feinsten

Kochkurs für Fischfans im styligen Frankfurter Radisson SAS-Hotel. Küchenchef Oliver Schakow ist bekennender Fischfan und hat seine Kochleidenschaft im Hilton in London und in Deutschlands hohem Norden entfaltet.
Für die Kochkurs-Teilnehmer gibt es Yellow Fin Tuna mit Jakobsmuscheln, gefüllte Dorade mit Tomaten-Koriander-Pesto und als Dessert ein – fischloses – Mille-Feuille mit Schokolade, alles prima zum Nachkochen. Der Küchenchef gibt außerdem tolle Tipps zum Fischeinkauf.

HR, Sonntag, 18.05., 16:15 – 16:45 Uhr