Erwin Gegenbauer braut erstes Getränk speziell für Kinder

Erwachsene Genießer werden bei Erwin Gegenbauer immer fündig, sei es beim Wiener Bier, Wiener Cidre oder dem edelsauren Trinkessig. Ab sofort erweitert der Essigpapst sein alkoholfreies Sortiment und bietet mit dem Tschopperl Wossa auch etwas speziell für Kinder an. Die frisch-fruchtige Mischung aus selbstgebrautem Fruchtessig und Wiener Hochquellwasser ist aktuell in den Varianten Johannisbeere und Himbeere erhältlich und enthält keinerlei ungesunde Inhaltsstoffe oder Zucker. Zum Start ist das Tschopperl Wossa Johannisbeere exklusiv in der traditionellen Wiener Brötchenschmiede Trzesniewski erhältlich.

Wer Erwin Gegenbauer kennt, weiß, dass der zweifache Familienvater für Themen wie Lebensmittel, Qualität oder Genuss brennt und seine Ansichten durchaus leidenschaftlich vertritt. Deshalb darf es eigentlich niemanden wundern, dass er sich nun dem Thema kindliche Geschmacksbildung zuwendet. „Kinder werden heute so oft falsch ernährt und sind dick. Und was fast genauso schlimm ist: Sie haben keine Ahnung von Genuss“, erklärt Gegenbauer. „Wie auch, wenn sie nur überzuckerte Limo zu trinken bekommen?“

Abhilfe schafft Gegenbauers neuestes Getränk mit dem ungewöhnlichen Namen Tschopperl Wossa. „Manche Menschen haben beim Wort Tschopperl negative Assoziationen und denken, es bedeute so viel wie Dummerchen“, so Gegenbauer. „Aber in Wien ist ein Tschopperl einfach ein Kind.“ Sein neuestes Baby, wortwörtlich „Wasser für Kinder“, besteht aus hausgemachtem Johannis- oder Himbeeressig und reinem Wiener Hochquellwasser. Um eine feine Perlage zu erzielen, wird das Getränk zusätzlich mit ein wenig Kohlensäure versetzt. „Das perlt ähnlich wie bei einem Champagner“, sagt Gegenbauer. „Unsere Braumeisterin Angela Fleischer ist ein Genie, sie trifft exakt den richtigen Kohlensäuregrad.“ In der Nase entwickelt das Tschopperl Wossa intensive Fruchtnoten, am Gaumen ist die Frucht angenehm, ohne dominant zu sein. Daher eignet es sich auch ideal als alkoholfreie Menübegleitung für Erwachsene.

Zum Tschopperl Wossa inspiriert hat Gegenbauer die eigene Kindheit. „Als ich klein war, sind wir oft mit der Familie essen gegangen“, erinnert sich der Wiener Unternehmer. „Mein Vater bekam ein Bier, meine Mutter einen Wein, und uns Kinder fragte der Kellner immer ‚Und für die Kleinen ein Tschopperl Wossa?‘ Das ist bei mir hängengeblieben.“ Weitere Anregungen für sein Kindergetränk zog Gegenbauer aus der Historie. So war es früher ganz normal, den im Herbst gekelterten Wein, der bis zum nächsten Sommer zu Essig vergoren war, mit Wasser verdünnt zu trinken. „Bei den Römern nannte man dieses Getränk Posca“, erklärt Gegenbauer. „Und auch in unseren Breiten trank man früher verdünnten Essig bei der Arbeit, ein sehr guter und erfrischender Durstlöscher.“

Im August 2016 ist das Tschopperl Wossa Johannisbeere exklusiv bei Trzesniewski erhältlich. „Unsere Unternehmen verbindet lange Tradition und der bedingungslose Hang zur Qualität“, so Sabine Weiß, Geschäftsführerin bei Trzesniewski. „Das Tschopperl Wossa gibt uns die Möglichkeit, unseren Brötchen einen kongenialen und im Gegensatz zum Pfiff auch alkoholfreien Partner an die Seite zu stellen. Deshalb sind wir sehr glücklich, gemeinsam mit Erwin Gegenbauer diese neue Limonade zu präsentieren und hier in der Dorotheergasse frisch zu zapfen.“ In den neun weiteren Filialen ist das Tschopperl Wossa als Flasche erhältlich, ansonsten findet man es in der 0,33 l Flasche für 3,50 Euro im G’schäftl der Essigbauerei im zehnten Wiener Bezirk, am Naschmarkt sowie über den Gegenbauer-Webshop.

Weitere Informationen und Bestellung unter www.gegenbauer.at

Erwin Gegenbauer

Anstoßen mit Apfel und Urkorn: Erwin Gegenbauers sommerliche Getränkeoffensive

Wer keine Lust auf Apfelschorle oder Pils hat, findet bei Erwin Gegenbauer handwerklich hergestellte Alternativen. Der Wiener Essigpapst hat sein flüssiges Kapital aus Essigen, Ölen und Säften um Cidre aus alten Apfelsorten, Bier aus Emmer und Einkorn und eine limitierte edelsaure Bier-Variante erweitert.

Die neue große Geschmacksvielfalt der Getränkebranche macht es Konsumenten immer schwerer, sich zu entscheiden: überall neue, junge Labels, ungewöhnliche Zutaten und Mischungen, vielversprechende Wirkungen. Einer, der hält, was er schon seit über zwanzig Jahren verspricht, ist der Wiener Geschmacksfanatiker Erwin Gegenbauer. Mit hochwertigen Grundzutaten, traditioneller Handwerkskunst und Leidenschaft hat er sich weltweit einen Namen gemacht. Passend zum Sportsommer bietet der Tausendsassa nun zwei außergewöhnliche Biere sowie einen prickelnden Cidre aus alten, saisonal wechselnden Apfelsorten an.

Im September 2014 verwirklichte Erwin Gegenbauer seinen lang gehegten Traum und wurde Craft-Beer-Brauer. Für sein naturbelassenes Wiener Bier mit rund sechs Prozent Alkohol lässt er seitdem zwei der weltweit ältesten Getreidesorten, Einkorn und Emmer, sowie Gerste, Weizen und Hopfen direkt in Wien anbauen. Herzstück des Wiener Biers ist sein vollmundiger Getreidegeschmack, der durch florale Hopfenaromen und Nelken- und Himbeernoten ergänzt wird. Da Erwin Gegenbauer kein fades Einheitsgebräu produziert, darf sein facettenreiches Bier gerne im Weinglas zum Einsatz kommen, ob als Begleitung für ein komplettes Menü oder solo während der Halbzeitpausen.

Die edelsaure Variante des Wiener Biers ist etwas extravaganter, schließlich ist Gegenbauers Paradedisziplin nach wie vor das Essigbrauen. Er füllt Wiener Bier in Holzfässer, in denen zuvor aus Trockenbeerenauslesen vergorene Trinkessige bis zu zwölf Jahre lagerten. Weil die Trinkessige mit nur drei Prozent Säure eigentlich keine Essige mehr und daher vergleichsweise mild sind, nennt Gegenbauer sie „Edelsaure“. Bevor auch sein Bier dieses Prädikat erhält, lagert es ein Jahr lang in den Fässern. Das Ergebnis: ein intensives Bier mit einer Fülle an Fruchtaromen. Gegenbauers Experimentierfreude wurde schon belohnt: „Beim Craft Bier Fest in Wien waren meine Biere für einige Besucher die besten der gesamten Veranstaltung, das spornt natürlich an.“

Als Verstärkung für seine Geschmacksoffensive setzt Erwin Gegenbauer zusätzlich auf die widerstandsfähigen Apfelsorten Bohnapfel, Brünnerling und Trierscher Weinapfel. Für den Wiener Cidre wird der naturtrübe, frisch gepresste Fruchtsaft schonend über mehrere Monate vergoren. Die sanfte, aber langanhaltende Perlage erinnert an Champagner, urteilen die Gäste von Gegenbauers Wiener Gäste Zimmern, die die Produktion direkt vor Ort erleben und natürlich ausgiebig probieren dürfen. Wer kein Ticket für die EM bekommen hat, kann also auch mitten in Wien leben wie Gott in Frankreich.

Wiener Bier, die limitierte edelsaure Variante und Wiener Cidre sind in 0,33-Liter-Glasflaschen oder am Gegenbauer-Stand auf dem Naschmarkt, im G’schäftl der Wiener Essig Brauerei und über den Webshop erhältlich.

www.gegenbauer.at

Restaurant Erwin, Moskau

Wir besuchten diese große Fisch-Brasserie in Moskau und wir waren wirklich überrascht, was es alles gibt

Unsere liebe Freundin Lana Melnikova, PR-Direktor des Baltschug Kempinski Hotels, unser Lieblingshotel in Moskau, gab uns den Tipp, das Erwin mal anzugucken. Das Erwin liegt unterhalb des Hotel Radisson – quasi direkt an der Moskwa, jedoch ohne Blick auf den Fluss – und gegenüber dem russischen Regierungssitz „Weisses Haus“. Es gehört zu der Gruppe von Restaurants, die dem bekannten Moskauer Rechtsanwalt Alexander Rappoport gehört.

Das Erwin – der Name hat auf russisch keine Bedeutung – ist ein ziemlich teuer gemachtes Konzept, aber mit recht zivilen Preisen. Hier geht es in erster Linie um Fisch, speziell um russischen Fisch und Meeresfrüchte.

Es hat eine überdachte Sommerterrasse und einen riesigen, sehr schönen Gastraum über zwei Etagen mit offener Küche. Neben Tischen verschiedener Größen gibt es noch Gemeinschaftstische, wo Gäste mit Fremden zusammen platziert werden. Für diese Tische gibt es keine Reservierungen. Der Laden brummt. Am Wochenende gibt es ohne Reservierung nichts, während der Woche ist eine Reservierung sinnvoll.

Wie in allen besseren russischen Lokalen existiert ungemein viel Personal. Unsere Kellnerin war ganz nett, aber auch eine gute Verkäuferin. Statt russischen Mineralwasser („das ist nur normales Wasser“) wollte sie uns unbedingt überteuerte Nestle Water verkaufen. Ich konnte den Versuch gut abwehren und bekam ein Baikal mit Sprudel (0,5l für ca. 3,50 €). Meine Frau hatte einen schönen Primitivo (0,15l für 7 Euro, während ich einen etwas sprittigen Grünen Veltliner (ebenfalls für 7 Euro) hatte.

Wir baten darum, die Vorspeisen zu teilen. Trotzdem brachte die Bedienung uns alles zusammen. Ich schickte einen Teller zurück, weil wir uns kaum noch bewegen konnten.

Wir starteten mit 50gr Ossietra Kaviar für 16 Euro. Dazu gab es drei kalte, sehr süsse Pfannkuchen mit einer undefinierbaren Butter. Der Kaviar war exzellent. Man konnte noch eine bessere Qualität bestellen für 45 Euro.

Unser nächste Gang war Kabeljauleber (7,50 Euro). Diese war etwas säuerlich zubereitet und gefiel mir weniger, während meine Frau sie mochte und Kindheitserinnerungen bei ihr erweckten.
Dann hatten wir Felchen (Muksun auf russisch) für 6 Euro. Diese waren quasi halbgefrorenes Sashimi. Geschmacklich war der Fisch absolut neutral. Die Kellnerin empfahl, ihn zuerst in eine Cocktail Sosse und danach in Salz und Pfeffer zu tunken. Danach schmeckte die Felche wie Cocktailsauce auf Eis mit Salz und Pfeffer. Die Cocktailsosse selber schmeckte industriell.

Meine Frau hatte als Hauptgericht Königskrabbe (Kamchatka Krabbe – 12,50 €) und ich gebackenen Murmansk Kabeljau (8,50 €). Die Krabbe war okayish, aber nichts für was man Umwege gehen würde.
Mein Kabeljau war in einem Bierteig frittiert, der das gesamte Friteusenfett aufgesaugt hatte. Der Fisch selber war komplett übergart, aber schmackhaft. Die dazugereichte Remoulade war gut.
Wer aber einmal perfekten Fisch & Chips bei Sascha Lenz im Andaz London hatte, weiß, wie das schmecken kann! (Das Fischrestaurant gibt es nicht mehr im Andaz und Sascha Lenz ist jetzt in Goa).

Wegen des Essens braucht man nicht ins Erwin zu gehen. Wegen der Atmosphäre und den anderen Gästen sollte man ins Erwin gehen und Spaß haben. Selbst als Berliner Junge kam ich mir wie ein kleiner Provinzler vor. Ich fragte den Kellner, der schon stundenlang nutzlos hinter mir stand, er möge doch ein Foto von mir und meiner Frau machen. Zuerst verstand er gar nicht und dann war er komplett entsetzt und meinte Njet, njet!!! und drei Kellnerinnen stürzten auf uns zu und übernahmen das Fotografieren. Der nutzlose Kellner war kein Kellner sondern ein Leibwächter.
Am Ende unseres Essens – alles zusammen incl. 10 % Tip 75 Euro – spazierten wir einmal durch das riesige Lokal, um uns alles genau anzugucken. Jede zweite Frau hatte eine sehr teure Channeltasche (ab 3000 Euro/Stück). Insgesamt waren ungefähr 12 Leibwächter im Lokal und acht weitere draussen. Wen die bewachten, war für uns nicht auszumachen. Alle Gäste sahen normal aus und benahmen sich unauffällig. Vor der Tür auf der Strasse war mittlerweile ein toller Wagenpark der obersten Klasse. Man parkte in der zweiten und selbst in der dritten Reihe. Auf dem Bürgersteig sowieso.

Würden wir noch einmal hingehen? Auf jeden Fall. Es machte Spaß. Die Leute sind nett und es gibt viel zu sehen. Kulinarisch wird man zwar nicht verwöhnt, aber verhungern tut man auch nicht. Das Erwin könnte genauso in NYC oder Paris stehen. Nur hätten die nicht so originelle Gäste wie in Moskau. Hingehen & Spaß haben!

Hier unsere Fotos: https://www.facebook.com/gourmetreport/photos/?tab=album&album_id=10153856113163124

Adresse: Kutuzovsky Ave, 2/1, стр. 6, Moscow
Telefon:+7 (495) 785-02-22
Öffnungszeiten: Täglich 12:00–01:00Uhr

Gegenbauer sagt Bio-Zertifizierungen ade

Eine wirklich harmonische Beziehung war es nie, jetzt macht Erwin Gegenbauer Schluss mit dem Bio-Siegel und trennt sich damit von lästiger Bürokratie und einem kostenintensiven Zeitfresser. Für manche mag das ein unpopulärer und streitbarer Schritt sein, ganz sicher ist diese Loslösung aber ein klares Statement für qualitätsbewusste Verbraucher. Deren Kaufentscheidung sollte auf Basis des renommierten Familiennamens Gegenbauer getroffen werden und nicht auf Labeln gründen. Bio ist für den weltbekannten Geschmacksfanatiker nicht immer logisch und Produkte werden durch den Aufdruck nicht automatisch besser.

„Für mich ist Bio ein guter Anfang, aber eben längst nicht alles.“ In Erwin Gegenbauers Entschluss liegt eine tiefe Überzeugung und progressive Einstellung, belastet ihn die häufig mühselige Zusammenarbeit mit Kontrollstellen doch bereits seit Jahren. Die eigentlich sinnvolle, gute Idee hinter dem Bio-Siegel wurde für den Genussbotschafter viel zu oft ad absurdum geführt. Zum Beispiel, wenn Supermarktketten steirisches Kürbiskernöl anbieten, das aus minderwertigen Bio-Kürbiskernen aus China hergestellt wird. Bei solchem „industriellen Unwesen“ hat Gegenbauer nicht mehr viel Mut aufbringen müssen, um seine Entscheidung nun öffentlich zu machen.

Große wie kleine Betriebe bemühen sich um das Bio-Siegel, das Vertrauen der Verbraucher ist das Ziel. Erwin Gegenbauer geht genau den anderen Weg und gibt seine Auszeichnung wieder zurück. „Nachhaltig produzieren wir aus Selbstverständlichkeit schon seit mehr als 20 Jahren. Und die Naturprodukte, die wir verwenden, zeichnen sich durch hohe Qualität aus. Braucht es dafür ein aufwendig erworbenes Siegel? Nein.“ Gegenbauer hat mit dem Wiener Bier oder seinen berühmten Frucht-, Wein- und Balsamessigen genug Erzählstoff, er muss Verbrauchern keine geschönten Geschichten mit Bio-Label vorsetzen. Ob in der Landwirtschaft oder in der Tierhaltung, Skandale und das Versagen staatlich autorisierter Prüfer erschüttern das Vertrauen der Verbraucher immer wieder und strapazieren den Glauben an die Bio-Bewegung.

Erwin Gegenbauer appelliert daher vor allem an die Eigenverantwortung und will Konsumenten aufrütteln, sich nicht von Marketingstrategien beeinflussen zu lassen, die die teilweise unschöne Wahrheit hinter den Siegeln verschleiern. Bei ihm steht Transparenz im Mittelpunkt: Wer vor dem neugestalteten Eingang der Essigbrauerei steht, kann durch offene Glasfronten durch das G’schäftl, den Verkaufsraum, in die gemeinschaftliche Kuchl und direkt in die Produktion schauen. Gegenbauer hat keine Geheimnisse. Seine acht Mitarbeiter füllen jede Flasche einzeln mit dem sauren Gold ab, etikettiert wird manuell. Hier wird Handwerk und Identifikation mit dem Produkt seit der Geschäftsgründung gelebt. „Ich gehe von einem Grundvertrauen meiner Kunden aus. Ich habe ein großes Verantwortungsgefühl ihnen gegenüber und kann gar nicht anders, als einwandfreie Lebensmittel herzustellen. Schließlich steht mein Name auf jeder Flasche, die den zehnten Wiener Bezirk verlässt.“

Mit dem Wegfall der biologisch verursachten Bürokratie und des finanziellen Mehraufwands kann Erwin Gegenbauer die wiedergewonnenen Ressourcen voll und ganz für seine Projekte verwenden, beispielsweise für die Wiener Gäste Zimmer. Diese fünf außergewöhnlichen Zimmer machen die Baugeschichte des Hauskomplexes, in dem sich auch die Brauerei befindet, erlebbar. Und sie sind ausgezeichnet. Von zufriedenen Gästen.

Weitere Informationen unter www.gegenbauer.at

Gegenbauer und Gault&Millau bei Lidl Österreich

Gegenbauer und Gault&Millau bei Lidl Österreich

Manufaktur trifft Restaurantführer bei Lidl. Wer hier an eine Utopie denkt, wird eines Besseren belehrt. Zugunsten eines Sozialprojekts haben der Wiener Essigpapst Erwin Gegenbauer, Lidl Österreich und der renommierte Guide Gault&Millau den Schulterschluss gesucht. Aus der ungewöhnlichen Zusammenarbeit ist eine Feinschmecker-Box entstanden, die ein hochwertiges Essig-Öl-Set aus Wildkräutern und den aktuellen Restaurantführer Gault&Millau Österreich enthält. Die limitierte Edition steht ab dem 26. November 2015 exklusiv in den Regalen österreichischer Lidl-Filialen.

Wien, November 2015. Wer den Qualitäts- und Geschmacksfanatiker Erwin Gegenbauer kennt, dürfte zumindest anfangs über sein neuestes Projekt überrascht sein: Lidl steht als größter europäischer Lebensmitteleinzelhändler im breiten Fokus der Öffentlichkeit und der Wiener mit seinen Manufaktur-Produkten in der Regel auf den Einkaufszetteln namhafter Köche und erklärter Genussmenschen. Genau diese Diskrepanz ist dem Unternehmer mittlerweile zuwider. „Es ist Zeit, wieder in die Normalität zurückzukehren, weg von stundenlangen, mehrgängigen Menüs, die uns von Oberlehrerpersonal erklärt werden müssen. Und weg davon, dass Supermärkte seelenlose Produkte anbieten“, erklärt Gegenbauer. „Lidl bemüht sich, sich dem Sog dieses Einheitsbreis zu entziehen. Man hat erkannt, dass der Konsument der Zukunft Authentizität und gute Qualität einfordert. Warum sollte ich also nicht auf diesem Niveau mit Lidl zusammenarbeiten?“

Der Kauf der Feinschmecker-Box hat gleich zwei Vorteile: Der Konsument erwirbt zum einen handwerklich gefertigte Lebensmittel und trägt zum anderen zur Integration von Menschen mit Handicap bei. So verwendet Gegenbauer für Lidl Österreich biologisch und saisonal angebaute Wildkräuter vom Gärtnerhof, einem Projekt des Wiener Vereins für Gemeinwesenintegration und Normalisierung, kurz GIN. Der Verein bietet Assistenz und Begleitung für Menschen mit intellektueller und mehrfacher Behinderung mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit und Selbstständigkeit im Alltag zu verbessern. Gemäß dem Leitsatz der Biogärtnerei „Sinnvolle Arbeit durch wertvolle Produkte“ festigen die Schützlinge so nicht nur ihr Sozialverhalten, sondern liefern dem Geschmacksexperten einwandfrei hergestellte Rohprodukte. Für das Wildkräuter-Öl werden in der Wiener Öl Mühle Sonnenblumenkerne mit Kräutern wie Salbei, Amarant, Schafgabe, Minze und Beifuß gemahlen und gemeinsam gekühlt gepresst. Weitere Kräuter, die zuvor zu Wein vergoren wurden, werden anschließend im traditionellen, fast ausgestorbenen Spanbildnerverfahren langsam zu einem aromatischen Kräuteressig.

Teil der Feinschmecker-Box ist auch der bekannte Restaurantführer Gault&Millau. Erwin Gegenbauer kennt den Herausgeber der Österreich-Edition, Karl Hohenlohe, persönlich und ist stolz auf die Zusammenarbeit: „Dass sich solche Riesen wie Lidl und Gault&Millau mit einem Neun-Mann-Betrieb wie meinem solidarisieren und für soziale Projekte sensibilisieren, ist ein gutes Zeichen.“ Lidl-Kunden können soziale Verantwortung übernehmen, denn der Reinerlös aus dem Verkauf der Feinschmecker-Box kommt dem Gärtnerhof zugute.

Das Set aus jeweils einem Viertelliter Wildkräuter-Essig und Wildkräuter-Öl sowie der aktuellen Österreich-Ausgabe des Gault&Millau ist ab dem 26. November 2015 in den rund 200 Filialen des Lebensmittelhändlers Lidl Österreich für 39,99 Euro erhältlich; nur solange der Vorrat reicht.

Weitere Informationen unter www.gegenbauer.at, www.gin.at/gaertnerhof und www.lidl.at

Bouvier Archiv

Edelsaure Quintessenz aus Wien: Bouvier Archiv ist der schwarze Schatz in Gegenbauers Sammlung

Das Beste kommt zum Schluss, zumindest wenn es um Erwin Gegenbauers neuestes Produkt geht. Der Bouvier Archiv ist das edelsaure und hocharomatische Ende einer Geschichte, die vor zwölf Jahren begann. Aus vier Fässern Bouvier Traubenmost wurde einst milder Trinkessig, der in Barriquefässern gelagert wurde. Nach dem Abfüllen des Essigs blieb eine cremige Flüssigkeit zurück, die der Wiener Qualitätsfanatiker aus den Fässern holte und nun in einer exklusiven Edition präsentiert.

Drei Liter Geschmackshistorie, so könnte man den Bouvier Archiv aus dem Hause Gegenbauer auch bezeichnen. Hinter dem Namen verbirgt sich eine konzentrierte Traubenwürze, die aus den vier Barriquefässern des hochwertigen Trinkessigs Edelsaurer Bouvier Reserve gewonnen wurde. Der schwarze Schatz entstand, nachdem die 2003er Trockenbeerenauslese nach zwölf Jahren Ruhe aus den Eichenfässern abgezogen wurde. Was zurückblieb, war eine cremige, tiefdunkle und herrlich nach Dörrzwetschke, Maroni, Weichsel und Schokolade duftende Flüssigkeit; die sämige Balsamessenz bringt Geschmacksnoten von Buchenrinde, Schlehe und Traubenblüte hervor. Im Bouvier Archiv ist die volle Aromenvielfalt des Bouvier Trinkessigs so konzentriert, dass sich sogar kleine Kristalle gebildet haben – Diamanten für erfahrene Genießer.

Die Ursprungstraube Bouvier gehört zu den aromatischen Sorten, die mit Muskateller oder Traminer vergleichbar sind. Sie alle sind besonders für Prädikatsweine wie Beerenauslesen und Trockenbeerenauslesen geeignet. Die Erhaltung dieser alten Traubensorte liegt Erwin Gegenbauer sehr am Herzen. Wie ein Geschmacksarchivar will er das ihm anvertraute Kulturgut bewahren und bringt so die Handwerkskunst des Essigbrauens mit vinophiler Traditionspflege in flüssiger Form zusammen: „Diese Delikatesse ist etwas für kulinarisch Gebildete, alles andere als bewusster Genuss kommt hier nicht in Frage.“ Bouvier Archiv eignet sich zum Finalisieren von Speisen, kann aber auch als Digestif getrunken werden.

Angesichts der außerordentlichen Qualität und langen Zeit, die vergehen muss, bis die kostbare Essenz abgefüllt werden kann, ist der Bouvier Archiv auf jeden Fall eine lohnende Investition: Erhältlich sind die drei Liter in jeweils 100 Milliliter-Fläschchen für je 105 Euro im Webshop unter www.gegenbauer.at

Hofgut Hafnerleiten

Im Hofgut Hafnerleiten urlauben, sich von oben bis unten verwöhnen lassen – und ganz nebenbei zum Kochprofi werden

Und täglich grüßt der Küchenherd … Auf Abstand von diesem lieben Küchenhelfer freut man sich besonders im Urlaub. Ist es nicht schön einfach mal Gast zu sein und sich verwöhnen zu lassen? Aber wäre es nicht noch besser, sich verwöhnen zu lassen, dabei zu lernen, wie das auch ganz einfach zuhause machbar ist und noch dazu Spaß am Kochen zu haben?

Das Hofgut Hafnerleiten macht diese Kombination möglich. Das niederbayerische Refugium von Familie Rückerl beherbergt nicht nur die erste Kochschule Niederbayerns, sondern ist ein Rückzugsort für Designfans und Ruhesuchende in Europas größter Golf- & Thermenregion. Hier wird Erholung bewusst mit Kulinarik verbunden. Gäste wohnen in mehrfach ausgezeichneten Themen- oder Ferienhäusern, lassen sich am Morgen von Masseurin Rita mit individuellen Wellnessbehandlungen verwöhnen und nachmittags zeigt der Hausherr beim Kochkurs, wie Pasta richtig zubereitet wird. Ganzjährig werden hier verschiedenste, themenbezogene Koch-, Grill- und Baristakurse angeboten, die jeden Aufenthalt im Hofgut versüßen.

Geschmacksreise durch die mediterrane Küche
Jeder Kochkurs hat sein spezielles Thema. Zum einen können sich Hobby-Köche an mediterranen Fischgerichten probieren und beispielsweise filetieren, anbraten und Saucenrezepte erlernen. Oder doch lieber Grundlagen der mediterranen Küche im „Cucina Casalinga“-Kurs kennenlernen? Kein Problem. Erwin Rückerl teilt seine Erfahrung und Leidenschaft für die italienische Küche gerne mit seinen Gästen. Im „Pasta secca Grundkurs“ dreht sich dann alles um Nudelgerichte. Es werden Fragen geklärt wie „Welche Nudeln eignen sich für welche Pastasauce?“ und „Welche Grundsaucen gibt es überhaupt?“ Ganz im Zeichen von Antipasti werden im „Antipasti-Kurs“ die vielfältigen Zubereitungsmöglichkeiten von Gemüsesorten gemeinsam erarbeitet und erprobt, denn mariniert, gegrillt oder eingelegt ist Gemüse vielfältig einsetzbar – als Beilage, Vorspeise oder vegetarisches Hauptgericht.

Zum Grillmeister aufsteigen
Für echte Kerle und interessierte Frauen bietet das Hofgut Hafnerleiten Kurse rund um den Grill an. Die klassischen Kurse mit dem WEBER Grill finden zweimal monatlich statt. Die Teilnehmer lernen, wie mit der richtigen Hitze ein Menü auf dem Grill gezaubert werden kann. Ein Highlight ist auch das Grillen mit einem Feuerring. Fisch oder Fleisch werden dabei auf einer Feuerschale nahe der offenen Flammen gegart – eine ganz besondere Art des Deutschen liebsten Hobbies.

Kreativer Kaffeegenuss
Den Grundgedanken der Hofgut-Gerichte bestimmt die mediterrane Küche und guter Kaffee gehört dazu wie der Stiefel zu Italien. Daher weiht Erwin Rückerl, nicht nur gelernter Koch, sondern auch zertifizierter Barista, einmal im Monat seine Gäste in die Geheimnisse des Espresso oder Cappuccino ein und erläutert die 5 M´s der Kaffeezubereitung. In unterschiedlichen Schritten werden die wichtigsten Aspekte in Bezug auf Mensch – Maschine – Mühle – Mischung und Milch genannt. Welche Kaffeesorte ist für Espresso geeignet, welche für Cappuccino? Wo liegen die Unterschiede in der Zubereitung? Und wie schäume ich die Milch für den Cappuccino richtig auf? Alle Fragen rund um das Thema Kaffee werden in den Kursen von Erwin Rückerl fachmännisch beantwortet. Und wer sich ein wenig künstlerisch betätigen will, lernt im Kurs „Latte Art“, wie man Herzen und Bäumchen auf den Cappuccino zaubert.

Das Hofgut Hafnerleiten liegt in der Nähe des idyllischen Marktgemeinde Bad Birnbach. Inmitten Europas größter Golf- & Thermenregion, umgeben von unberührter Natur schuf Besitzer Erwin Rückerl gemeinsam mit seiner Frau Anja einen außergewöhnlichen Rückzugsort für eine Auszeit und für Feiern sowie Seminare. Ein Restaurant ohne Speisekarte und statt Zimmern erwarten Gäste außergewöhnliche sowie mehrfach ausgezeichnete Themen- und Ferienhäuschen. Noch bevor der Hüttendorf-Trend einsetzte, entstand im Jahr 2001 das erste Themenhaus, das Bootshaus. Es folgten sechs weitere Themenhäuschen, drei Ferienhäuser – die Rottaler Langhäuser – und fünf Entspannungswürfel. 2006 erhielten die Themenhäuser den BDA Preis Bayern sowie den Publikumspreis der Süddeutschen Zeitung. 2013 wurden die Wellnesswürfel mit dem artouro – dem Tourismus-Architekturpreis des bayerischen Wirtschaftsministeriums ausgezeichnet und im selben Jahr erhielt das Hofgut den hogast Innovatio* Award in der Kategorie „Bauen & Investieren“. 2014 erhielt das Hofgut den Elektrosmog Vorsorge Award als erstes Hotel in Deutschland und 2015 die „Best architects 15“ Auszeichnung für die Rottaler Langhäuser.

Weitere Informationen zum Hofgut Hafnerleiten finden Sie auch unter: www.hofgut.info.

Wiener Bier aus Urkorn

Mit seinem neuesten Produkt, dem Wiener Bier, interpretiert Erwin Gegenbauer das Reinheitsgebot neu. Neben den typischen Zutaten Malz, Hefe und Wasser verwendet der Qualitätsfanatiker die eigens für sein Bier angebauten Urkorn-Getreidesorten Emmer und Einkorn, alles in Bio-Qualität und direkt aus Wien. Weltpremiere feiert Gegenbauers Bier vom 9. bis 11. Mai beim Genussfestival im Wiener Stadtpark.

Bier ist aktuell vor allem wegen der sehr populären Mikrobrauereien in aller Munde, die für die bewusst handwerkliche Herstellung verschiedene Hopfen- oder Getreidesorten, Aromen wie Mandarine oder Ingwer und verschiedene Malzgehalte verwenden. Erwin Gegenbauer, der die Essigbraukunst in den letzten 20 Jahren revolutioniert hat und heute in der Wiener Essig Brauerei mehr als 60 verschiedene Sorten saures Gold produziert, unter anderem Bier- und Malzessig, hegt schon lange den Traum, sein eigenes Bier auf den Markt zu bringen. Und da er kein Träumer, sondern ein Macher ist, geht der gebürtige Wiener mit seinem Bier noch einen Schritt weiter: „Ich habe es mir absichtlich schwer gemacht und nicht nur mein Bier selbst gebraut, sondern auch gleich die nötigen Zutaten direkt in Wien angebaut.“ Zwei der weltweit ältesten Getreidesorten, Einkorn und Emmer, kommen vom Haschahof im Bezirk Favoriten und gelten als kulinarische Raritäten.

Bier ist oft unterbewertet, aber hochkomplex. „Auch beim Bier gibt es Jahrgänge, die man herausschmecken kann. Nicht nur Traubenernten fallen unterschiedlich aus, bei Getreide verhält es sich ähnlich“, erklärt Gegenbauer. „Anders als die großen Brauereien gebe ich dem Wiener Bier seine Daseinsberechtigung gerade wegen seiner Einzigartigkeit.“ Dafür scheut er keine Mühen und verzichtet im Braukeller komplett auf computergestützte Verfahren. Das Ergebnis ist ein Bier mit rund sechs Prozent Alkoholgehalt, das Gegenbauers hohen Ansprüchen gerecht wird und uniformiertem Geschmack keine Chance lässt. Gerade wegen Emmer und Einkorn, strotzend vor Energie und feinwürzigen Aromen, ist das Wiener Bier zu schade, um es bloß gegen den Durst zu trinken. Um alle Facetten herausschmecken zu können, empfiehlt Gegenbauer den Genuss aus dem Weinglas. Generell möchte Erwin Gegenbauer nicht nur anspruchsvolle Bierliebhaber erreichen, sondern auch Abwechslung suchende Weintrinker gewinnen.

Hohe Qualität hat ihren Preis: Ein Liter kostet 16 Euro. „Warum sollte man ein handwerklich perfekt hergestelltes Bier, dazu auch noch in Bio-Qualität, einem Wein gegenüber abwerten, für den man locker 20 Euro ausgeben würde?“, fragt Gegenbauer, der seit kurzem den Titel Kulinarischer Botschafter der Besten Österreichischen Gastlichkeit 2014 trägt. Erstmals vorgestellt wird das Wiener Bier auf dem 7. Wiener Genussfestival vom 9. bis 11. Mai, am 15. Mai können Interessierte es außerdem im Wiener Merkur am Hohen Markt kennenlernen. Frisch gezapft gibt es Gegenbauers neuestes Produkt dann ab dem 16. Mai regulär am eigenen Stand auf dem Naschmarkt, in der Wiener Essig Brauerei und abgefüllt in der Ein-Liter-Glasflasche mit Bügelverschluss über den Webshop. Das im Sommer 2014 eröffnende Park Hyatt in Wien bietet eine exklusive Variante des Wiener Biers an, die nur dort erhältlich sein wird.

www.gegenbauer.at
www.kulinarisches-erbe.at

Erwin Steinhauer

Der Titel „Feinschmecker des Jahres“ wurde an den Schauspieler Erwin Steinhauer verliehen

Unter der Patronanz von Fini’s Feinstes sowie Café & Co verlieh GaultMillau gestern bereits zum 27. Mal die Auszeichnung „Feinschmecker des Jahres“.

Kochbücher liest er wie andere einen Roman, Salzburger Nockerln rührt er in einem gefrorenen Weidling, das Panieren hat er sich beim Großvater abgeschaut – Erwin Steinhauer versteht es, das Leben zu genießen, auf seinem persönlichen Weg zum Glück macht er Station bei ausgezeichneten Wirtshäusern, hochdekorierten Haubenrestaurants oder bei einfach köstlichen Gerichten aus der eigenen Küche. Den Sommer verbrachte er bei der Großmutter in einer Gegend, wo man gerne statt „Grüß Gott“ „Trink ma was“ sagt, im Weinviertel, was ihn auch in gewisser Weise prägte.

Die Auszeichnung „Feinschmecker des Jahres“ wird Jahr für Jahr für besondere Verdienste um Österreichs Kultur in Küche und Keller vergeben. Die Wahl fiel den Herausgebern des GaultMillau, Martina und Karl Hohenlohe, in diesem Jahr nicht schwer: „Erwin Steinhauer ist für uns ein ehrlicher Genussmensch – damit meinen wir, dass er nicht aus Prestige gerne sehr gut isst, sondern aus Überzeugung. Und das beobachten wir schon seit vielen Jahren, die Auszeichnung ist überfällig.“

Unter den Gästen ders Gala-Abends im Wiener Vier-Hauben-Restaurant Steirereck waren unter anderen der Laudator und Schauspieler Fritz Karl, Christian und Rotraut Konrad, Leipnik-Lundenburger VorstandssprecherJosef Pröll mit seiner Frau Gabriele, Fini’s Feinstes CEO Josef Dietrich, Café & Co CEO Gerald Steger, Kabarettist und Schauspieler Andreas Vitasek, Skistar a. D. und Moderatorin Alexandra Meissnitzer, Radio-Moderatorin Claudia Stöckl, Architekt Wilhelm und Mari Holzbauer, Brau Union Generaldirektor Markus Liebl, Profil-Chefredakteur Christian Rainer und Nachrichten-Frontfrau Nadja Bernhard.

Der Abend begann schon hochkarätig, als man mit Moet Chandon Vintage auf den Ausgezeichneten anstieß. Vier-Haubenkoch Heinz Reitbauer verwöhnte die Gäste des Abends mit Chioggia Rüben mit Duftrosen, Steinpilzen und Verbene, Wildschwein Kopf mit Purple Haze Karotte, Ananas & Radiccio, Reinanke mit Zucchini, Paprika und Walnussblatt, Schneebergland Ente mit Sprossensalat und schwarzem Rettich, über Holzkohle gegrillter Almochse mit Schwarzwurzel, Feigen und Bleichsellerie. Dazu gab es Weine aus dem Hause Jurtschitsch (Kamptal DAC Reserve Grüner Veltliner Dechant 2011, Kamptal DAC Reserve Grüner Veltliner Schenkenbichl 2011), vom Weingut Prieler aus Schützen am Gebirge (Pinot blanc Seeberg 2011) sowie die kräftige Cuvee Tesoro 2009 vom Weingut Esterhazy aus der Region Neusiedlersee/Hügelland.

Die bisherigen „Feinschmecker des Jahres“:

2011 Sarah Wiener, Gastronomin und Moderatorin
2010 Dominique Meyer, Staatsoperndirektor
2009 Dr. Michael Häupl, Wiens Bürgermeister
2008 Hanno und Irmi Soravia, Bauunternehmer
2007 Hans-Peter Haselsteiner, Unternehmer
2006 Peter Simonischek, Schauspieler
2005 Josef Pröll, Bundesminister a. D.
2004 Prof. Rudolf Klingohr, TV-Produzent
2003 Agnes und Rudolf Buchbinder, Gastgeberin/Pianist
2002 Dr. Werner Schneyder, Schriftsteller
2001 Louise Martini, Schauspielerin und Autorin
2000 Wolfgang Rosam, Lobbyist und Connaisseur
1999 Gerhard Tötschinger, Intendant und Autor
1998 Herbert Schimetschek, PRÄSIDENT AUFSICHTSRAT UNIQA, Generalrat Österr. Nationalbank
1996 Hans Mahr, RTL-Redaktionsdirektor
1994 DI Friedrich und Catherina Stickler, Vorstandsdirektor/TV-Dame
1993 Prof. Peter Weck, Intendant und Schauspieler
1992 Eva Deissen (†), Journalistin
1991 o. Prof. Wilhelm Holzbauer, Architekt
1990 Prof. Claus J. Riedel (†), Designer und Industrieller
1989 Oskar Czerwenka (†), Kammersänger
1988 Dr. Herbert Schoeller (†), Bankier
1987 Angelina Müllersen (†), Private
1986 Komm.-Rat Helmut Touzimsky, Leiter Gourmetcenter Meinl/Graben
1985 Attila Orgovanyi-Hanstein (†), Forstwirt und freier Autor
1984 Dr. Rudolf Bayr (†), Schriftsteller

Wir danken Fini’s Feinstes, Café & Co, Moet & Chandon, Del Fabro sowie die Weingüter Jurtschitsch, Prieler und Esterhazy für ihre Unterstützung.

Der Guide GaultMillau erscheint seit 34 Jahren jährlich in Österreich, testet und bewertet für jede Ausgabe mehr als 1000 Betriebe in Österreich, Südtirol, Kroatien, Slowenien, Prag und Bratislava.
Der GaultMillau Weinguide erscheint zeitgleich mit dem Restaurantführer. Eine renommierte Jury, bestehend aus den kompetentesten Weintestern des Landes, verkostet und bewertet die besten Weine Österreichs. Ebenso enthalten: die besten Schnäpse, Biere, Fruchtsäfte und Kernöle.
Seit 2005 sind Martina und Karl Hohenlohe die Herausgeber beider Publikationen.

Der GaultMillau ist im Buchhandel und über www.gaultmillau.at für € 33,– (Restaurant- und Weinguide) erhältlich.

Erwin Gegenbauer

Spanbildner die Zweite: Gegenbauers 15 Tonnen schweres Bio-Projekt rollt erneut an

Für Erwin Gegenbauer kann der Reiz eines bedeutsamen Projekts durchaus zur Besessenheit werden. Deshalb ließ er sich auch nicht vom ersten missglückten Aushebungsversuch des 80 Jahre alten Spanbildners in Gumpoldskirchen entmutigen und organisierte für den zweiten Anlauf einen Spezialkran für extra hohe Lasten, damit das Unterfangen gelingt. Genau dieser kam schon einmal für die Firma Gegenbauer für das saure Einlegen von Gurken zum Einsatz: vor mehr als 40 Jahren, da war Erwin Gegenbauer noch ein Kind und fasziniert vom Duft des „Holzessigs“. Bisher bezog der Wiener die Grundlage seiner Haus Essige extern von eben diesem Spanbildner, durch den Erwerb kann er das alte Handwerk jetzt selbst ausüben und steigt mit der Herstellung eines Urkorn Essigs in die Bio-Produktion ein.

Was lange währt, wird endlich gut, denn in der Nacht vom 27. auf den 28. Mai geht für Erwin Gegenbauer ein lang gehegter Traum in Erfüllung: Mehr als zehn Jahre Vorbereitung waren nötig, bis der Essigpapst den letzten Buchenspanbildner in Mittel- und Westeuropa fand. In einer spektakulären Nacht-und-Nebel-Aktion bringt ein Tieflader mittels Sondertransport den tonnenschweren Holzbottich aus Gumpoldskirchen zur Wiener Essig Brauerei, wo er mit einem Kran vom benachbarten Supermarktparkplatz über die Balsam Essig Fässer auf dem Dach in den Hof gehoben wird. Schon beim Erstversuch scheute der Geschmacksexperte keine Kosten und Mühen und beweist nun beim zweiten Anlauf erst recht, dass Qualität und Handwerk für ihn großgeschrieben werden, schließlich gehören Risiken und Unwägbarkeiten einfach zum Leben dazu. In Reminiszenz an seine saure Familiengeschichte und in Hinblick auf das wachsende Bedürfnis der Konsumenten nach einwandfrei hergestellten Produkten zu für jedermann leistbaren Preisen, will sich der Essigexperte mit Hilfe des Buchenspanbildners auf dem Bio-Markt etablieren. Gleichzeitig erlernt er das traditionelle Spanbildnerverfahren, das ihn seit seiner Kindheit nicht mehr loslassen will.

Erwin Gegenbauer macht seinem Namen als kreativer Ideensammler wieder alle Ehre, denn neben der ursprünglich geplanten Herstellung des Buchenspanessigs, als Grundlage für seine bisherige Linie der „demokratischen“ Hausessige, geht er noch ein zusätzliches Projekt an. Herausgefordert durch den misslungenen ersten Einhebungsversuch pflanzte sich eine weitere Idee in den Kopf des Wieners: Seit mehr als zehn Jahren beschäftigt er sich mit Produktentwicklungen in Richtung Bier – was ließe sich aus den Komponenten wohl alles herstellen? Antwort gibt die ungewöhnliche Anschaffung und Einhebung des 15 Tonnen schweren Bildners, denn damit startet Erwin Gegenbauer ab dem Frühsommer die Produktion eines echten Wiener Essigs, vom Samen bis zur Veredelung.

Im Wiener Stadtteil Favoriten wird Urkorn wie Emmer und Einkorn, zwei der ältesten Getreidesorten überhaupt, biologisch angepflanzt. Um Essig zu gewinnen, muss das Urkorn zunächst gemälzt, also zum Keimen gebracht werden. Anschließend folgt die Trocknung und Schrotung des entstandenen Urkornmalzes. Im nächsten Schritt wandelt sich die Stärke in Zucker um, und die sogenannte Würze, eine süße aromatische Flüssigkeit, wird anschließend mit Hefe versetzt und alkoholisch vergoren. Im Spanbildner ist dieser Sud dabei in konstanter Bewegung und rieselt ohne Unterlass über mit Essigsäurebakterien bedeckte Buchenspäne, wobei der Alkohol wiederum zu Essigsäure vergoren wird – so entsteht der Urkorn Essig mit Bio-Siegel. „Ich freue mich schon sehr darauf, dass ich ab sofort selber Hand anlegen kann. Durch meine Arbeit mit dem Bildner haben Konsumenten demnächst die Möglichkeit, einen handwerklich hergestellten Essig zu einem guten Preis zu kaufen. Es zieht mich zu meinem Großvater zurück, der ja Sauerkraut für die breite Bevölkerung herstellte.“

Mit dem Schritt zurück zu den Wurzeln und in Richtung biologisch erzeugte „Lebens-Mittel“ öffnet sich Erwin Gegenbauer für die Vermarktung auf breiter Basis. Der neue Urkorn Essig wird in Viertelliter-Glasflaschen für unter fünf Euro verkauft werden und im Webshop gelistet. Die Premiumlinie mit den bewährten und weltweit geschätzten Produkten wird von dem neuen Projekt nicht berührt und wie immer kontinuierlich um weitere Geschmackserlebnisse erweitert.

Zur feierlichen Einhebung des Bildners in den frühen Morgenstunden des 28. Mai von ein bis voraussichtlich fünf Uhr morgens wird der Wiener Gastkoch Xandi Müller herzhaftes Gulasch mit Granitbier von der Hofstettner Brauerei reichen.

www.gegenbauer.at