Microgreens

„Microgreens“ sind zarte unreife Pflanzen, die aus Gemüsesamen gezogen werden und aus zwei voll entwickelten Keimblättern ( Kotyledonen ) und manchmal noch zwei rudimentären „echten“ Blättern (Primärblättern) bestehen. Sie werden als neuer kulinarischer Trend bisher nur im gehobenen Einzelhandel und in Restaurants angeboten. Die Microgreens bestechen durch ihre Optik, starke Farben, intensives Aroma und dienen als Dekoration und Zutat zu Salaten, Suppen, Sandwiches.

Dass Microgreens nicht nur schön aussehen, sondern sogar höhere Vitamingehalte als ihre ausgewachsenen Verwandten aufweisen und damit wichtige Vitaminquellen sein können, stellten Wissenschaftler der Universität und eines staatlichen Untersuchungsinstitutes in Maryland (USA) fest. Sie untersuchten als erste Microgreens im Hinblick auf ihre Nährstoffe. Eine Auswahl von 25 Arten eines kalifornischen Anbieters diente als Untersuchungsmaterial.

Dabei handelte es sich um Vertreter mehrerer Pflanzenfamilien, die im ausgewachsenen Zustand Gemüse und Kräuter wie Rotkohl, Rettich, Rucola, Spinat, Rote Beete, Gartenerbsen, Mais, Amaranth, Dill, Koriander und Basilikum hervorbringen. Die meisten von ihnen waren in einem ungeheizten Gewächshaus bei normalem Tageslicht gezogen worden. Eine Besonderheit stellte die Gartenerbse dar. Bei Licht wuchsen grüne Blätter, eine andere Charge wurde in Dunkelheit gehalten und bildete dabei gelbe Blätter aus. Auch die Maiskeimlinge bekamen kein Tageslicht und blieben deshalb gelb. Ansonsten wiesen die Microgreens kräftige Farben von dunkel- und hellgrün über violett und dunkelrot bis hellrot auf. Einige Blättchen leuchteten sogar in zwei Farben.

Die Autoren bestimmten neben dem Wassergehalt die vier Vitamine Ascorbinsäure (Vitamin C), Tocopherole (Vitamin E), Carotinoide (u. a. Provitamin A) und Phyllochinon (Vitamin K). Die untersuchten Microgreens zeichneten sich im Vergleich zu den ausgewachsenen Pflanzen durch deutlich höhere Gehalte an den untersuchten Vitaminen aus. Besonders vitaminreich waren weißer Rettich, roter Amaranth, Koriander und Rotkohl. Der Wassergehalt der Microgreens lag dagegen im Bereich normalwüchsiger Blattgemüse.

Auffallend niedrige Vitamingehalte wiesen die ohne Tageslicht gezogenen Microgreens von Mais und Erbse auf. Erbsen, die mit Belichtung kultiviert wurden, synthetisierten größere Mengen an Vitaminen, was auf die große Bedeutung des Lichtes für die Biosynthese der Nährstoffe hindeutet.

Die Ergebnisse geben einen ersten Überblick über die Vitamingehalte der Microgreens und ermöglichen damit die Einordnung dieser neuen Produktgruppe in Diätpläne und Verzehrsempfehlungen.
Susanne Großmann-Kühnau, www.aid.de

Koch sucht Bauer

Die auf dem Hamburger Obst und Gemüse Grossmarkt beheimatete Werbeagentur für Lebensmittel Schmeckt´s hilft Hamburger Köchen dabei regionale und saisonale Angebote aus der Metropolregion Hamburg kennenzulernen.

50 Hotels, Gastronomen und Caterer sowie 50 Landwirte werden so in den nächsten Monaten zueinanderkommen. Zu Pfingsten 2013 werden dann alle entwickelten Speisen auf einer Abschlußveranstaltung auf dem Hamburger Grossmarkt von den Paarungen vorgestellt- Für eine bessere, nachhaltigere Zukunft der Region. Für die Lebensmittel unserer Heimat und leckere Speisen aus dem nahen Umland.

Holger Stromberg

‚Der Teller ist rund’ – Sternekoch Holger Stromberg, seit August 2007 Koch der deutschen Fußballnationalmannschaft, präsentiert anlässlich der Fußball-WM in Südafrika ab sofort bis 10. Juli kreative Gerichte in allen Karstadt RestaurantCafés und LeBuffet Restaurants.

Mit seinen südafrikanisch inspirierten Kreationen hat der38-jährige Sternekoch gleich drei Volltreffer gelandet: Bei Fleischliebhabern punktet das Hähnchenbrustfilet ‚Pretoria’ mit fruchtiger Currysauce und Kokosreis. Fischfreunde haben die Wahl zwischen Rotbarschfilet ‚Port Elizabeth’ mit einer typisch südafrikanischen Sauce auf Bandnudeln mit Zuckererbsen oder Südkap-Seehechtfilet ‚Cape Town’ in Chilimarinade mit gebackenen Kartoffelecken.

Im Rahmen der Aktion haben die LeBuffet-Gäste überdies die Chance, hochwertige Preise zu gewinnen: Die Karstadt Gastronomie verlost 1.000 exzellente Artikel aus der Stromberg-Küchenserie.

Die von Stromberg entwickelten und getesteten Küchenhelfer, Töpfe und Pfannen gibt es jetzt exklusiv bei Karstadt zu kaufen. Außerdem offerieren die Perfetto-Feinkostläden Dressings, Saucen und Müslis aus der vom Sternekoch entwickelten Produktlinie.

Sternekoch Holger Stromberg arbeitet wie viele Profiköche – auch in Südafrika – mit CHROMA type 301 Küchenmesser .

Erstes British Airways Flugzeug mit neuer First Kabine

Erstes British Airways Flugzeug mit neuer First Kabine

Die neue First von British Airways verwöhnt Reisende mit exklusivem Luxus und moderner Technik

Die neue First Suite und Kabine von British Airways startete am Mittwoch mit einer Boeing 777 von London Heathrow nach Chicago. Die Fluggesellschaft hat 100 Millionen Pfund in ihre Premium-Marke investiert und knüpft mit klassischem Design und dezentem Luxus an die prestigeträchtige Geschichte von British Airways an. Die neue First Suite und Kabine von British Airways zeichnet sich durch folgende Besonderheiten aus:

– Bett im Schulterbereich 60 Prozent breiter
– Persönlicher Kleiderschrank
– Individuell elektronisch verstellbare Jalousien
– 15-Zoll-Bildschirm am Platz
– USB- und RCA-Anschluss sowie geräuschreduzierende Kopfhörer
– Integriertes Beleuchtungssystem imitiert das natürliche Tageslicht
– Kulturbeutel von Kultdesignerin Anya Hindmarch mit Wellness-Produkten von D.R. Harris & Co.
– Lederbezogener Schreibtisch

Das Design der neuen Kabine ist von Premium-Automobilmarken wie Jaguar inspiriert. Überall ist das Wappen der Airline mit dem Motto „To fly to serve“ präsent. Insgesamt wird in vielen Elementen auf die Pionierzeit des luxuriösen Reisens der 1920er Jahre hingewiesen, so beispielsweise in den von Karikaturist Cyril Kenneth Bird entwickelten „Care in the Air“-Zeichnungen.

Das Herzstück der blau und cremefarben gehaltenen Suite ist ein komfortables Bett, mit breiter funktionsfähiger Matratze. Die Bettdecken aus ägyptischer Baumwolle garantieren den Reisenden luxuriösen Komfort und wohligen Schlaf.

Katja Selle, Regional Commercial Manager Central Europe erklärt: „Wir haben First auf den Stand der Zeit gebracht und ein exklusives Privatjet-Gefühl an Bord gezaubert. Unser besonderes Augenmerk legten wir dabei auf Schlichtheit und Qualität, sowie auf die Wünsche unserer Kunden.“

Jede einzelne Suite verfügt über einen persönlichen Kleiderschrank, einen lederbezogenen Schreibtisch, der zum Esstisch umfunktioniert werden kann, einen 15-Zoll-Bildschirm und einen Zweipersonensitz, auf dem es sich bequem zusammen speisen lässt. Mit dem speziell konzipierten Beleuchtungssystem und den elektronischen Jalousien kann das Licht den Bedürfnissen und der Stimmung gemäß reguliert werden.

Das Bett kann über die Sitzverstellung aktiviert werden, die es dem Fluggast außerdem ermöglicht, seine Sitzposition präzise zu kontrollieren. Die pneumatischen Kopf- und Lendenwirbelstützen sorgen für zusätzliches Wohlbefinden. Den Fluggästen werden nicht zuletzt mit den neu entwickelten Serviceleistungen des Kabinenpersonals erstklassige Standards geboten. In der neuen First ist fast nichts unmöglich, und der Gast kann essen, schlafen und arbeiten, wann immer ihm danach ist.

Rachel Weisz, Schauspielerin und Vielfliegerin bei British Airways, ist begeistert: „Die neue First von British Airways ist in Sachen Eleganz, Servicequalität und uneingeschränktem Luxus nicht zu übertreffen.“

British Airways war 1996 die erste Fluggesellschaft, die in der First komplett flache Betten einführte. British Airways leistete ebenfalls Pionierarbeit und führte im Jahr 2000 komplett flache Betten in Club World, der Business Class auf Langstrecken ein.

Pizza, Pasta und Zucchini

Phoenix, Samstag, 22.08. um 18:30 Uhr

Pizza, Pasta und Zucchini

Was die Einwanderer mitbrachten

Vieles, was heute in der deutschen Küche Standard ist, haben Einwanderer aus den 60er und 70er Jahren mitgebracht. Ob Pasta, Pizza, Olivenöl oder Espresso, Zucchini, Aubergine und Basilikum – die gute Küche ist ohne diese Produkte nicht mehr vorstellbar.

Mit dem deutschen Wirtschaftswunder kamen die so genannten Gastarbeiter: Italiener, Griechen, Spanier. Sie brachten ihre Arbeitskraft mit und wenig später auch ihre Lebensmittel und Essgewohnheiten. Denn mit dem deutschen – zumeist fettem – Essen wog das Heimweh doppelt so schwer. Also fuhren sie im Urlaub nach Hause und brachten ihre Produkte mit. Daraus entwickelten sich die ersten italienischen und griechischen Lebensmittelläden. Und die deutschen Italien- und Griechenlandurlauber konnten ihre Erinnerungen an die Landesküchen zu Hause weiter pflegen. Inzwischen kommt kein Koch, keine Köchin mehr an der mediterranen Küche vorbei. Mit ihr verbindet sich auch südländisches Lebensgefühl. Integration durch den Magen – auch eine Form des Zusammenwachsens der Kulturen.

Geheimnisvolles Sokotra

Geheimnisvolles Sokotra – Eine Inselwelt für sich

UNESCO-geschützt liegen ihre Chancen im „sanften Tourismus“

Sie ist ein Kleinod zwischen Arabien und Afrika. Liegt wie eine Perle der Artenvielfalt im Indischen Ozean. Und: Von ihr haben die meisten Menschen noch nie gehört. Ein echter Geheimtipp also. Gemeint ist Sokotra. Ein Archipel, bestehend aus einer großen und drei kleineren Inseln. Gelegen rund 230 Kilometer östlich von Somalia und 380 Kilometer südlich des Jemen, zu dessen Staatsgebiet sie gehören. Bis vor 20 Jahren primär nur per Schiff erreichbar, kamen Besucher vom Festland nur sporadisch. So blieben dort die Natur und auch die Kultur der Inselbewohner, der Sokotris, über Jahrhunderte nahezu ungestört, ja unbeeinflusst. Da wundert es nicht, dass die UNESCO dieses „zweite Galapagos“ 2008 zum Weltnaturerbe erklärte – und die jemenitischen Länderwerber hier bei allem Eifer doch auf Nachhaltigkeit und Grünen Tourismus setzen wollen.

Im nordwestlichen Indischen Ozean an der Einfahrt zum Golf von Aden gelegen, ist Sokotra etwa vier mal so groß wie Rügen. Die gut 130 Kilometer lange Insel ist dabei eine Schatzkammer der Evolution: Durch ihre Abgeschiedenheit – vor rund 30 Millionen Jahren trennte sich der Sokotra-Archipel von der Arabischen Halbinsel – entwickelten sich auf der Insel isoliert Pflanzen und Tiere weiter, die an keinem anderen Ort der Welt zu Hause sind. 30 Prozent der Pflanzen, 75 Prozent der Reptilien und 80 Prozent der Insekten sind denn auch einzigartig auf Sokotra. Und längst sind noch nicht alle Arten erforscht.

Auch die mittlerweile über 60.000 Inselbewohner, die Sokotri, hatten bis Ende der 1990er Jahre keine regelmäßige Verbindung zur Außenwelt. Sie entwickelten und bewahrten ihre eigene Sprache und Kultur. Seit nunmehr zehn Jahren landet – wenn es die Wetterbedingungen zulassen (kritisch sind die starken Winde von Juli bis September) – täglich ein Flugzeug in Hadibu, dem Inselhauptort, wo 1999 der zivile Flugbetrieb auf dem einstigen Militärflughafen mit seiner immerhin 3.000 Meter langen Landebahn entstand. Auch der Seehafen ist der wichtigste der Insel. An Bord der Flugzeuge sind neben Gemüse und Obst, das auf Sokotra kaum wächst, seit einiger Zeit auch immer öfter Touristen. Knapp 4.000 kamen im Gesamtjahr 2008, darunter 510 deutsche Reisende. Um den Vergleich mit dem nur knapp ein Viertel so großen Rügen noch einmal zu bemühen: Dort sind es zur besten Reisezeit rund 3.000 an einem Tag.

Doch die Insel am Horn von Afrika bietet weit mehr als ungewohnte Einsamkeit und Ruhe: Wer sich nicht für eines der einfachen kleinen Hotels in Hadibu, an der Nordküste der Insel zu Füßen des Berges Dschabal al-Dschahir liegend, entscheidet, wird quasi eins mit der Natur. Und kann in palmenbestandenen Wadis mit natürlichen Pools, zwischen berghohen Sanddünen und scheinbar märchenhaften Wäldern aus zart rosa blühenden Wüstenrosen entschleunigen. Und zum Naturkundler werden.

Man muss dabei kein Ornithologe sein, um sich für hiesige endemische Vögel zu begeistern wie den Sokotra-Star mit seinen schwarz-roten Flügeln, den Sokotra-Sonnenvogel mit seinem gebogenen Schnabel oder den ebenfalls nach der Insel benannten Bussard. Die Schmutzgeier gibt es zwar auch in anderen Gegenden der Region, dafür sind sie angeblich die treuesten Begleiter der Touristen: In diskretem Abstand warten sie, ob beim Picknick nicht auch für sie etwas abfällt.

Wahrzeichen Sokotras – und gern bemühtes Fotoobjekt – sind die Drachenblutbäume mit ihrer pilzartigen Krone aus stacheligen Blättern, die einst wegen ihres blutroten Harzes bei Malern und Heilern begehrt waren. Vergleichbares wächst erst wieder auf den Kanaren. Der Saft dieses einzigartigen Sokotra-Weihrauchbaumes ist bis heute begehrt. Es gibt noch andere Pflanzen-Exoten. Ihre sternförmigen roten Blüten sind zwar hübsch anzusehen, aber alles andere als „dufte“. Die Rede ist von der nur hier zu findenden Sukkulente Caralluma socotrana, so ihr botanischer Name. Sie lockt nämlich Fliegen mit einer Art Aasgeruch an.

So viel einzigartige Flora und Fauna hat Konsequenzen: Jemens Präsident Ali Abdullah Salih hat schon im Jahr 2000 seine Unterschrift unter ein Dekret gesetzt, das fast drei Viertel der Insel zum Naturschutzgebiet erklärte. Und bereits seit 1996 arbeiten Experten des UN-Entwicklungsprogramms UNDP auf Sokotra, seit 2002 gezielt an einem Ökotourismus-Programm, das Traditionen, Naturschutz und Fremdenverkehr in Einklang bringen soll. Es geht um das Bewahren dieses Kleinods unter Einbeziehung der Inselbewohner in das wachsende internationale Interesse an ihrer Heimat. So wurden denn aus Fischern und Kleinbauern Führer und Fahrer – und die sorgen dafür, dass die Touristen nur dort ihre Zelte aufschlagen, wo sie damit keinen Schaden anrichten. Und bessern ganz nebenbei ihre Verdienstmöglichkeiten auf.

Im Sommer ist es für die Sokotris allerdings immer wieder ein bisschen wie früher. Bevor die Flugzeuge kamen. Dann kommen keine Europäer, die durch die Berge wandern und Drachenblutbäume fotografieren. Die Stürme, die zwischen Mai und September über den Archipel fegen, sind schlichtweg zu heiß für den europäischen Urlauber, und sei er noch so abgehärtet. Eine Zwangspause, in der sich die Insel und ihre Bewohner vom noch immer etwas ungewohnten Geschäft mit dem Tourismus jedes Jahr wieder erholen können. Und so erkundet man Sokotra denn eben am besten zwischen November und März.

Hätten Sie gewusst? Sokotra war schon den Ägyptern und Griechen bekannt. Und der Apostel Thomas soll hier Schiffbruch erlitten und eine christliche Gemeinde gegründet haben. Ein Bischof von Sokotra leitete um 900 die (erfolglose) Missionierung des Jemen. Als der berühmte Entdeckungsreisende Marco Polo dann Ende des 13. Jahrhunderts auf Sokotra anlandete, waren sogar noch Kirchen aus dem 10. Jahrhundert vorhanden. 1507 errichteten Portugiesen einen Stützpunkt im Nordosten der Insel (die Ruinen des Forts sind noch vorhanden), von 1876 bis 1967 stand Sokotra (zusammen mit Südjemen) unter britischer Verwaltung.

Der Ökotourismusverband auf Sokotra organisiert individuelle Touren mit ausgebildeten einheimischen Führern über die Insel – Informationen zu den Projekten und Plänen unter www.socotraisland.org . Die Insel ist bei einigen deutschen Veranstaltern im Rahmen von 15-tägigen Arrangements für den kommenden Winter 2009/2010 im Programm, so etwa beim Münchner Veranstalter Hauser exkursionen ( www.hauser-exkursionen.de ) oder Oase Reisen ( www.oasereisen.de ) aus Heidelberg.

Allgemeine Jemen-Informationen im Internet unter www.yementourism.com.

Pizza, Pasta und Zucchini

Phoenix, Samstag, 17.01. um 18:30 Uhr

Pizza, Pasta und Zucchini
Was die Einwanderer mitbrachten

Vieles, was heute in der deutschen Küche Standard ist, haben Einwanderer aus den 60er und 70er Jahren mitgebracht. Ob Pasta, Pizza, Olivenöl oder Espresso, Zucchini, Aubergine und Basilikum – die gute Küche ist ohne diese Produkte nicht mehr vorstellbar.

Mit dem deutschen Wirtschaftswunder kamen die so genannten Gastarbeiter: Italiener, Griechen, Spanier. Sie brachten ihre Arbeitskraft mit und wenig später auch ihre Lebensmittel und Essgewohnheiten. Denn mit dem deutschen – zumeist fettem – Essen wog das Heimweh doppelt so schwer. Also fuhren sie im Urlaub nach Hause und brachten ihre Produkte mit. Daraus entwickelten sich die ersten italienischen und griechischen Lebensmittelläden. Und die deutschen Italien- und Griechenlandurlauber konnten ihre Erinnerungen an die Landesküchen zu Hause weiter pflegen. Inzwischen kommt kein Koch, keine Köchin mehr an der mediterranen Küche vorbei. Mit ihr verbindet sich auch südländisches Lebensgefühl. Integration durch den Magen – auch eine Form des Zusammenwachsens der Kulturen.

Neues Partyfäßchen läßt Bier schneller kalt werden

Neues Partyfäßchen läßt Bier schneller kalt werden …

verspricht der Erfinder des neu entwickelten Gefäßes, welches bereits in Deutschland und international zum Patent angemeldet ist und macht damit den Liebhabern eines “frisch Gezapften” Hoffnung auf schnelleren Genuß. Besteht das Problem eines herkömmlichen sogenannten Keg nämlich bekanntermaßen darin, daß das Bier darin nicht schnell genug gekühlt werden kann, liegt das daran, daß die Abkühlung, bei welcher Gefäßgröße (4, 5 oder 6 Liter) auch immer, über dessen Wandung erfolgt, wodurch der Inhalt nur langsam von außen nach innen auf die gewünschte Trinktemperatur gebracht werden kann; im Falle der sich immer größerer Beliebtheit erfreuenden Bierfäßchen für daheim wird bekanntlich von durchschnittlich fünfzehn Stunden gesprochen, wenn es darum geht, von Raumtemperatur auf bevorzugte 7 bis 8 Grad herabzukühlen, wenngleich die Zapftemperatur eigentlich sogar darunter liegen soll. Schlimmer noch gestaltet sich dieser Vorgang, wenn das Fäßchen in den Sommermonaten zunächst im erhitzten Kofferraum transportiert wurde. Es galt also, eine Abkühlung auch im Innern der besagten Gefäße herbeizuführen, wozu deren Oberfläche vergrößert und so geformt wird, daß sie weitestmöglich ins Innere hinein verläuft. Das danach entwickelte, konkurrenzlose Produkt ist ohne Einschränkungen im Gebrauch ebenso leicht zu handhaben wie gewohnt, selbst ein handelsüblicher Zapfdorn läßt sich wie gehabt vom Deckel aus ungehindert in das Fäßchen einführen, und äußerlich unterscheidet es sich praktisch auch nicht. Vor allem aber zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß sie ohne jegliche chemische Substanzen auskommt. Auffällig sind die ins Gefäß-Innere hineinragenden, nach außen offenen Wandungsverläufe, die die Kühlfläche vergrößern ohne dabei viel Inhalt zu verdrängen. Das Ergebnis erster Vergleichstests im heimischen Kühlschrank beweist: bereits nach der Hälfte der bisherigen Wartezeit kann ein kühles Bierchen genossen werden, und noch deutlicher wird der Vorteil, wenn sämtliche Oberflächen in direktem Kontakt zu starren Kühlmedien stehen, wodurch sich nämlich die Abkühldauer auf maximal ein Drittel reduziert. Ans Warten gewöhnt, wird sich der Konsument bis zur Markteinführung bestimmt gerne noch etwas in Geduld üben, und sicherlich wird angesichts dieses Alleinstellungsmerkmals auch der noch so sehr von “seiner” Marke überzeugte Biertrinker langfristig seine Treue überdenken, wenn anderswo schnellerer Genuß zu erwarten ist.

weitere Informationen unter: www.schnellerkalt.de

Juan Mari Arzak

Interview: Juan Mari Arzak bekam den Ehrenpreis bei der Trophée Gourmet, der „Presse“ erzählt er, wie man Karotten, Tochter und Freunde ehren muss.

Zettel, eng beschriebene Zettel, kramt Juan Mari Arzak aus seinen Taschen. Darauf stehen Namen, Ideen und Sätze: Arzak notiert sich alles, fertigt Skizzen an, schreibt Kontakte und Telefonnummern auf. Mit diesem chaotisch anmutenden System führt er eines der fünf besten Restaurants der Welt, glaubt man den Abstimmungen in der weltweiten Gourmet-Gemeinde und Test-Besuchen der internationalen Restaurant-Kritiker. Wer einmal seine verrückten, dennoch klaren Kompositionen gekostet hat, weiß, dass das stimmen dürfte: Er entzieht Olivenöl mit einem eigens entwickelten Verfahren Flüssigkeit, verflüssigt das Pulver wieder mit einer anderen neutralen Flüssigkeit und schon hat man einen viel intensiveren, runderen Olivenöl-Geschmack.

Lesen Sie das gesamte Interview in DIE PRESSE:
http://diepresse.com/home/leben/mensch/384323/index.do?_vl_backlink=/home/leben/index.do

Pizza, Pasta und Zucchini

Vieles, was heute in der deutschen Küche Standard ist, haben Einwanderer aus den 60er- und 70er-Jahren mitgebracht. Ob Pasta, Pizza, Olivenöl oder Espresso, Zucchini, Aubergine oder Basilikum – das kulinarische Leben ist ohne diese Produkte nicht mehr vorstellbar.

Mit dem deutschen Wirtschaftswunder kamen die so genannten Gastarbeiter: Italiener, Griechen, Spanier. Sie brachten ihre Arbeitskraft mit und wenig später ihre Lebensmittel. Denn mit dem deutschen – zumeist fetten – Essen wog das Heimweh doppelt schwer. Also fuhren sie im Urlaub nach Hause und brachten ihre Produkte mit. Daraus entwickelten sich die ersten italienischen und griechischen Lebensmittelläden. Und die deutschen Italien- und Griechenland-Urlauber konnten kulinarische Erinnerungen auch zuhause pflegen. Die deutsche Esskultur profitierte stark von diesem Einfluss. Inzwischen kommt keine Köchin und kein Koch an der mediterranen Küche vorbei. Mit ihr verbindet sich auch südländisches Lebensgefühl. Und gesünder soll die mediterrane Küche auch sein. Integration durch den Magen: auch eine Form des Zusammenwachsens von Kulturen.

SWR, Samstag, 19.04., 21:50 – 22:20 Uhr – Essgeschichten: Pizza, Pasta und Zucchini – Was die Einwanderer mitbrachten