Regierung will Preisdumping bei Lebensmitteln verbieten

Als Konsequenz aus den Fleisch-Skandalen wird künftig der
Verkauf von Lebensmitteln unter deren Beschaffungspreis verboten.
Auf diese Maßnahme gegen Preisdumping verständigten sich
Verbraucherminister Horst Seehofer und Wirtschaftsminister Michael
Glos. Nach Angaben des Verbraucherministeriums ist ein Entwurf für
eine Neufassung des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen bereits
in Arbeit. Auch künftig wird es danach geben: So darf unter
Einstandspreis verkauft werden, wenn der Verderb der Ware
unmittelbar bevorsteht. Das gilt beispielsweise für Erdbeeren am
Ende eines Wochenmarkttages. (Quelle: www.dw-world.de )

WARNUNG: Gute Geschäfte mit eBay – zumindest für Betrüger

Bei eBay lassen sich trefflich Geschäfte machen. Vor allem, wenn man es dabei mit der Ehrlichkeit nicht gar so genau nimmt. Zahlt man seine Gebühren, ist eBay großzügig und lässt einem die lange Leine.

Das kann man an einem aktuellen Fall gut ablesen.

Die Fakten: Ein Händler bei eBay bietet Notebooks deutlich unter dem „normalen“ Einstandspreis an, Details zu Händler- und Großabnehmerkonditionen sind natürlich nicht berücksichtigt. Er liefert die Notebooks eine Zeitlang ganz vernünftig aus. Da er aber in der Regel nur wenig oder gar keinen Gewinn macht, muss er eine Abfolge von Angeboten einhalten. Alle Angebote erfolgen in Wellen, die Wellen folgen ca. 14 Tage aufeinander. Mit den Geldeingängen der Welle n+1 werden die Notebooks der Welle n gekauft und bei den Lieferanten bezahlt. Außerdem werden so entstehende Verluste durch Verkäufe unter Einstandspreis ausgeglichen, zu Lasten der möglichen Gewinne der Welle n+1. Ein Pilotenspiel mit nur einem Mitspieler.

Nach einiger Zeit hat der Händler, mittlerweile zum Power-Seller geadelt, seine Primärziele erreicht: Eine ganze Reihe guter Bewertungen (die alle nur unter der verständlichen Einschränkung leiden, dass er zu hohe Lieferzeiten habe), ein ordentliches Standing bei eBay durch seine hohen Umsätze und damit seine hohen Gebührenzahlungen und nicht zuletzt die Möglichkeit, eventuell bei seinen Lieferanten ohne Vorkasse einzukaufen.

Ist diese Phase erreicht, kann kassiert werden: Es werden mit einem Schlag hunderte Notebooks zu 1€ Startgebot eingestellt. Die damit verbundenen Auktionsenden und möglichen Lieferfristen dürfen nur nicht zu weit auseinander liegen. Durch die fast durchwegs guten Beurteilungen werden die Bedenken der potentiellen Käufer besänftigt. Die Auktionen laufen aus, Lieferung erfolgt gegen Vorkasse (ein durchaus übliches Verfahren) und mehrere Hundert Käufer überweisen ihre Kaufpreise.

Das Konto wird abgeräumt, der Power-Seller verschwindet mit mehr als 300.000 €, ein lohnendes Geschäft, allzumal die Staatsanwaltschaft Berlin bereits erste laufende Strafanzeigen wieder eingestellt hat und auch ansonsten seitens offizieller Kanäle das Verfolgungsinteresse gering ist.

Interessant: eBay wurde bereits einige Zeit vor der finalen Welle durch mehrere aufmerksame Händler (aka Konkurrenten) gewarnt, hat es aber nicht für nötig gehalten, Konsequenzen zu ziehen.

Wer’s nicht glauben kann oder noch gerne der Illusion der Bewertungsprofile anhängt, guckt hier:
www.snakecirty.de/board/showthread.php?s=&postid=44017#post44017

Weitere Informationen, Club-Einladungen oder Foren gerne auf Anfrage unter schnieders@istcool.org .

Vier von fünf Deutschen sagen Nein zu Genfood

Mehr als drei Viertel, nämlich 79 Prozent der Bundesbürger lehnen gentechnisch veränderte Bestandteile in der Nahrung ab. Das ergab eine Meinungsumfrage für „Slow Food“, das Magazin von Slow Food Deutschland. Das Meinungsforschungsinstitut „Forsa“ hatte am 18. und 19. Juli 1.001 Bürger befragt. Nur 17 Prozent gaben an, dass ihnen diese Frage egal ist, wenn der Preis stimmt. Im Osten ist die Ablehnung von Genfood im Osten mit 70 Prozent nicht ganz so signifikant. Am höchsten ist die Ablehnungsquote bei den Altersgruppen zwischen 30 und 59 Jahren mit 83 Prozent.
Angesichts der Debatte um die Frage, ob man beim Einkauf Produkte aus dem eigenen Land bevorzugen sollte, teilen 62 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass man sich stärker auf Produkte aus der eigenen Region besinnen sollte. West und Ost unterscheiden sich hier nur gering.

Zu einer erregten öffentlichen Debatte und Protestaktionen von Bauern hatten Aktionen von Discountern geführt, die Milch weit unter dem Einstandspreis verkauft hatten. Slow Food wollte wissen, wie die Verbraucher zu den Preisen für Lebensmittel stehen. 84 Prozent der Deutschen wollen, dass die Landwirte angemessen für ihre Produkte bezahlt werden. Für nur zwölf Prozent ist es am wichtigsten, dass die Produkte billig sind.

Slow Food, die in 90 Ländern der Erde aktive „Lobby des Geschmacks“, sieht sich durch die Umfrage in seinen Anliegen bestätigt. Es geht der 1986 in Italien gegründeten Vereinigung vorrangig um die Bewahrung regionaler Produkte und Ernährungstraditionen und darum, dass die Bauern für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden. Slow Food wird in seinen Anliegen unter anderem von seinem prominentesten Mitglied, dem britischen Thronfolger Prinz Charles unterstützt.

Internet: www.slowfood.de