Nur Doofe kaufen Glacéau Smartwater von Coca-Cola

Die Wahl zum Goldenen Windbeutel 2018 ist eröffnet: Verbraucherinnen und Verbraucher können ab sofort auf www.goldener-windbeutel.de abstimmen, welches Produkt aus dem Supermarkt den Negativpreis für die dreisteste Werbelüge des Jahres erhalten soll. Die Verbraucherorganisation foodwatch hat fünf Kandidaten nominiert, die exemplarisch für Etikettenschwindel im Lebensmittelmarkt stehen: das „Glacéau Smartwater“ von Coca-Cola, das „Bratöl Olive“ der Bio-Marke Dennree, den Erbseneintopf von Edekas Eigenmarke „Gut und Günstig“, den „Kids Tomato Ketchup“ von Heinz und den Riegel „Corny Milch“ von Hersteller Schwartau.

Glacéau Smartwater von Coca Cola – teurer Blödsinn

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Verbrauchervertrauen in Bio-Lebensmittel eingeschränkt

Bio ist Trend – die Deutschen ernähren sich zunehmend gesünder und bewusster, und so haben auch die Supermärkte und Discounter Bio-Produkte in ihr Sortiment aufgenommen. Das Vertrauen der Verbraucher in die dort angebotene Bioqualität und die damit verbundene Zahlungsbereitschaft sind allerdings nicht groß, wie eine aktuelle repräsentative Studie zeigt. Die existierenden Bio-Siegel können das Vertrauen nur dann stärken, wenn die Bedeutungsinhalte bekannt sind.

Das Marktforschungsinstitut Dr. Grieger & Cie. hat im Rahmen einer repräsentativen Umfrage 2.015 Verbraucher zu Bio-Lebensmitteln befragt. Untersucht wurden Aspekte wie Einstellungen, Ernährungsgewohnheiten, Einkaufsverhalten bei (Bio-)Lebensmitteln, Kaufmotive für Bio-Produkte, Kenntnis und Vertrauen in Bio-Siegel sowie die Zahlungsbereitschaft bei herkömmlichen Lebensmitteln und bei Bio-Lebensmitteln.

Vertrauen in Bioqualität
Neun von zehn Verbrauchern kaufen bereits Bio-Lebensmittel. Drei Viertel der Befragten schenken ihr Vertrauen solchen Bio-Lebensmitteln, die sie direkt vom Erzeuger beziehen, also dem Hofladen/ Landwirt in ihrer Nähe. Es folgen die „typischen“ Anbieter von Bio-Lebensmitteln wie Bioladen, Bio-Supermarkt, Wochenmarkt und Reformhaus. Die Supermärkte, Discounter und Online-Händler genießen bei den Verbrauchern das geringste Vertrauen und landen auf den letzten Plätzen. Dabei sind es neben „Alnatura“ gerade die Bio-Eigenmarken „Rewe Bio“ und „Edeka Bio“, die den Befragten am bekanntesten sind. Rewe und Edeka sind zudem die Supermärkte, die am ehesten mit Bio-Produkten assoziiert werden.

Zahlungsbereitschaft bei Bio-Lebensmitteln
Das geringe Vertrauen spiegelt sich in der Zahlungsbereitschaft wider: In der Studie wurde diese exemplarisch für verschiedene Bio-Lebensmittel eruiert. „Das fehlende Vertrauen und die geringe Zahlungsbereitschaft der Verbraucher lassen vermuten, dass es Supermärkte und Discounter trotz ihrer Bio-Eigenmarken nicht schaffen, ein authentisches Bio-Image aufzubauen“, erläutert Alske Freter, Studienleiterin bei Dr. Grieger & Cie. Marktforschung.

Wunsch nach transparenter Kennzeichnung von Lebensmitteln
Abhilfe und somit Kaufanreize schaffen könnte mehr Transparenz in Bezug auf Herstellung und Inhaltsstoffe von Lebensmitteln: Über drei Viertel der Verbraucher wünschen sich eine klare und übersichtliche Kennzeichnung von Bio-Lebensmitteln. Allerdings weiß mehr als die Hälfte nicht, woran sie erkennen kann, ob ein Produkt Bio-Qualität besitzt. Das „Deutsche Staatliche Bio Siegel“ sowie das Logo des Anbauverbandes „Bioland“ sind die dem Namen oder dem Bild nach bekanntesten Siegel.

Die vollständige Studie gibt es unter www.grieger-cie.de/bio-lebensmittel

Beste Weinabteilungen im Handel prämiert

Die Gewinner des bundesweiten Wettbewerbs „Ausgezeichnete Weinabteilung 2015“, mit dem das Deutsche Weininstitut (DWI) und das Branchenmagazin „Lebensmittel Zeitung direkt“ Lebensmittelmärkte mit einem überdurch­schnitt­­lichen Deutschweinangebot und guter Beratung prämieren, stehen fest.

In der Kategorie Supermarkt mit einer Verkaufsfläche von unter 2.500 m2 geht der erste Preis an den EDEKA-Markt Kolb in Volkach und in der Kategorie SB-Warenhaus (> 2.500 m2) an das REWE-Center in Heidelberg-Rohrbach. Darüber hinaus werden die Supermärkte REWE Fickeis in Königswinter mit einer Silbermedaille und EDEKA Legat in Waldsassen mit einer Bronzemedaille geehrt. Als weitere SB-Warenhäuser werden KAUFLAND in Steinheim an der Murr mit einer Silbermedaille und das REWE-Center in Egelsbach mit einer Bronzemedaille für ihre Weinabteilungen prämiert.

„Alle ausgezeichneten Märkte überzeugen durch ihr breites Angebot an heimischen Weinen aus unterschiedlichen Regionen sowie eine übersichtliche, hochwertige und ansprechende Wein­präsentation. Zudem ergänzen aktuelle warenkundliche Informationen und eine fundierte Beratung durch kompetentes Fachpersonal das Angebot“, erläuterte DWI-Geschäftsführerin Monika Reule die Entscheidung der Fachjury. Im Vorfeld der Juryentscheidung seien mehrere Wein­abteilungen, die nach der schriftlichen Bewerbung in der engeren Wahl waren, vor Ort auch anonym überprüft worden.

Mit dem Wettbewerb will das DWI die Verbraucher verstärkt auf gute Beratungsmöglichkeiten und attraktive Sortimente an heimischen Weinen im Lebensmitteleinzelhandel aufmerksam machen. Gleichzeitig soll die Branche dazu ermuntert werden, ihr Angebot an diesen Weinen auszuweiten.

Der Lebensmittel­einzelhandel, ohne Berücksichtigung der Discountmärkte, ist hierzulande eine wichtige Weinabsatzquelle. Dort decken die deutschen Verbraucher rund ein Viertel ihres Weinbedarfs. Viele Märkte haben zwischen­zeitlich erkannt, dass man durch ein gut sortiertes Weinangebot einen echten Mehrwert für seine Kunden schaffen kann. Dabei folgen sie auch dem allgemeinen Einkaufstrend, verstärkt auf heimische und regionale Produkte zurückzugreifen.

Die Würdigung und Urkundenübergabe an die Gewinner findet vor Ort in den jeweiligen Märkten statt. Sie wird von den Organisatoren des Wettbewerbs und der Deutschen Weinkönigin, Josefine Schlumberger, bzw. den Deutschen Weinprinzessinnen Katharina Fladung und Caroline Guthier vorgenommen.

Das Erfolgsrezept – RTL Show

Deutschlands Hobbyköche und -bäcker bekommen die Chance ihres Lebens: Ihr Gericht soll die Produktpalette von „Edeka“ erweitern. In „Das Erfolgsrezept“ sucht ein Mentoren-Team bestehend aus einem Sternekoch, einem Experten aus der Werbebranche und einer erfolgreichen Lebensmittelproduzentin nach den leckersten und innovativsten Gerichten aus Deutschlands Küchen. Die ersten drei Sendungen stehen jeweils unter einem Motto: „Herzhaft“, „Süß“ und „Heiß“. In der Finalfolge treten die Kategorien-Gewinner gegeneinander an, und für den Sieger geht ein Traum in Erfüllung: Sein Rezept geht in die Massenproduktion und wird deutschlandweit bei „Edeka“ zu kaufen sein.

2-Sternekoch Tim Raue, Peter John Mahrenholz (Werbeagentur Jung von Matt) und Inga Koster (Geschäftsführerin und Mitbegründerin true fruits) bilden das Mentoren-Team. Die Drei bitten ambitionierte Hobbyköche aus dem ganzen Land zum Casting in eine Event-Location. In einer professionellen Großküche können die Kandidaten ihr Gericht vorbereiten und erhalten dann die Chance, es einzeln zu präsentieren.

Der Koch, der Werbeexperte und die Lebensmittelproduzentin kosten jedes Gericht und geben ihr Urteil ab. Dabei sind neben Geschmack und Optik auch die Faktoren Herstellbarkeit und Verkaufsaussicht entscheidend.

Mit geballtem Expertenwissen begutachten die Profis, ob das Gericht erfolgversprechend ist, und helfen, die Produkte zur Marktreife zu bringen. Aber bis das fertige Gericht im Ladenregal liegt, müssen viele Hürden überwunden werden. Gemeinsam mit den Kandidaten erarbeiten die Experten Lösungen und stehen ihnen mit Rat und Tat zur Seite. Nur mit optimaler Vorbereitung, Mut, starken Nerven und genügend Motivation stehen am Ende die Chancen nicht schlecht, das eigene Produkt im Supermarkt verkaufen zu können.

DAS ERFOLGSREZEPT:
4 Folgen ab Sonntag, 11. Januar 2015, 16.45 Uhr auf RTL

ÖKO-TEST Supermarktprodukte

Keiner ist überzeugend

Keine großen Unterschiede: Wer bietet die besten Produkte an? Im ÖKO-TEST hat sich kein einziger Supermarkt als deutlich überlegen präsentiert. Das liegt auch daran, dass die verschiedenen Märkte häufig von den gleichen Herstellern beliefert werden.

ÖKO-TEST wollte wissen: Wie ist es um die Qualität von Lebensmitteln, Kosmetikprodukten und Gesundheitsprodukten aus verschiedenen Supermärkten bestellt? Untersucht wurden vor allem günstige Eigenmarken, deren Umsatz in den vergangenen Jahren stetig gewachsen ist. Lediglich Kosmetikprodukte konnten – bis auf zwei Ausnahmen – überzeugen.

Bei den Gesundheitspräparaten – darunter Baldrian-, Artischocken-, Venenmittel, Nasenspray, Nahrungsergänzungsmittel und Vitaminpillen – steht viel Überflüssiges in den Regalen, dessen Wirksamkeit mit Fug und Recht bezweifelt werden darf. Gerade einmal sechs der 35 untersuchten Präparate bekamen ein „sehr gut“.

Auch bei den untersuchten Lebensmitteln konnte kein Supermarkt rundum überzeugen. In vier von fünf untersuchten Kaffees steckt zu viel Acrylamid. In dem Bio-Kaffee von Denn´s Biomarkt wurde sogar der geltende EU-Richtwert für dieses Krebsgift überschritten. Zudem müssen viele Kaffees im Test als unfair eingestuft werden, denn den Produzenten werden lediglich stark schwankende Weltmarktpreise gezahlt oder die Kaffeeanbieter konnten nicht belegen, dass in den Ursprungsländern faire Arbeitsbedingungen eingehalten werden. Zudem stellte ÖKO-TEST auch bei dieser Untersuchung wieder fest, dass Gentechnik weiterhin auf dem Vormarsch ist, in drei Tofu-Produkten wurde Erbgut der gentechnisch veränderten Sojabohnensorte Roundup Ready festegestellt. Bei allen dreien handelt es sich ausgerechnet um Bio-Waren.

Wesentlich besser sieht es bei den Kosmetika aus, die Edeka & Co als Eigenmarken im Angebot haben. Alle untersuchten Produkte von Edeka, Kaufland, real und Rewe schnitten im ÖKO-TEST mit „gut“ oder sogar „sehr gut“ ab, darunter Shampoos, Handseifen, Zahncremes, Rasierschaum und Wattestäbchen. Kritik gibt es allerdings an zwei Naturkosmetik-Zahnpasten, die kein Fluorid als Kariesschutz enthalten und deshalb nur mit „mangelhaft“
abschneiden.

Das ÖKO-TEST- Magazin Juli 2014 gibt es im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 4,50 Euro.

ÖKO-TEST Aceto Balsamico di Modena

ÖKO-TEST Aceto Balsamico di Modena

Abgeschmiert
Schon wieder hat es einen Spitzenkoch „erwischt“: Dieses Mal Jamie Oliver, dessen Balsamico – ebenso wie der von der Firma Kattus – nicht einmal die gesetzlichen Vorgaben einhält. „Sehr gute“ Testurteile gab es ausschließlich für Bio-Produkte.

Laut EU-Verordnung darf Aceto Balsamico die Modena nur aus Weinessig und Traubenmost hergestellt werden. Doch in den Essigen von Jamie Oliver und Kattus fand das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST Hinweise auf den Eintrag anderer Zucker. Nach Einschätzung von Experten stammen solche Verfälschungen in der Regel aus gezuckerten Importweinen für die Herstellung von Weinessigen. Da die Produkte die EU-Vorgaben nicht einhalten, dürften sie sich eigentlich nicht Aceto Balsamico di Modena nennen.

Hingegen punktet das Produkt vom Spitzenkoch damit, dass es als einziges (konventionell) hergestelltes ohne färbende Zuckerkulör auskommt, mit der die anderen Hersteller bei der dunklen Farbe nachhelfen. Diese Mogelei wird von ÖKO-TEST abgewertet.

Zudem enthält Zuckerkulör häufig einen Schadstoff, der von der kalifornischen Gesundheitsbehörde als krebserregend eingestuft wurde. Die Testprodukte von Edeka, Rewe und Kattus waren am höchsten belastet. Und nicht zuletzt: Alle konventionellen Essige enthalten Sulfit bzw. Schwefeldioxid. Darauf reagieren manche Menschen empfindlich.

Überzeugen konnten im ÖKO-TEST die Bio-Produkte – für alle sechs untersuchten Marken gab es das Testurteil „sehr gut“.

Das ÖKO-TEST-Magazin September 2013 gibt es seit heute im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

Deutsche See & Edeka unterstützen indirekt Walfang

Vor Kurzem haben isländische Walfänger die sinnlose Jagd auf Finnwale begonnen und sind mit der ersten Beute in den Hafen zurückgekehrt — obwohl eine millionenstarke Petition die niederländische Regierung davon überzeugt hat, die Verschiffung des Walfleischs zu stoppen. Doch www.avaaz.org einen Plan, um das Massaker zu beenden.

Ein deutscher Supermarkt könnte der Schlüssel zum Erfolg sein: EDEKA schürt den Walfang, indem der Supermarkt Meeresfrüchte verkauft, die von einem Unternehmen stammen, das Verbindungen zu den gleichen Leuten hat, die auch hinter dem Walfang stecken. Doch ein gewaltiger, deutschlandweiter Aufschrei über diesen Skandal kann den EDEKA-Chef dazu zwingen, die Aufträge einzustellen – und solange keine von dem Massaker überschatteten Meeresfrüchte zu kaufen, bis die Walfänger aufgeben.

Die Walfänger könnten diesen Sommer über 180 bedrohte Finnwale abschlachten. Wir müssen also schnell handeln! Wenn wir 150.000 Unterschriften erreichen, überreichen wir die Petition mit einer eindrucksvollen Aktion in Hamburg, wo sich der Hauptsitz von EDEKA befindet. Unterzeichnen Sie jetzt und verbreiten Sie diese dringende Petition:
https://secure.avaaz.org/de/edeka_und_das_walmassaker/?bzRkReb&v=26422

EDEKA verkauft Fischprodukte, die von Deutsche See und Iceland Seafood hergestellt werden. Diese beziehen ihren Fisch von HB Grandi — Islands größtem Meeresfrüchtehersteller, der Verbindungen zu den gleichen Leuten hat, die auch die Finnwale töten! Die Anlagen von HB Grandi sind sogar verwendet worden, um das Walfleisch zu verarbeiten. Im Grunde schürt der Fisch in EDEKAs Regalen also das Walmassaker!

Leider ignoriert die neue isländische Regierung aber den Schaden, der hier angerichtet wird – sowohl für die Walbestände als auch für Islands Ruf als Urlaubsziel und Walbeobachtungsort. Die “Icelandic Tourism Association” ist massiv gegen die Jagd, doch die Regierung hört nicht hin. Es liegt also an uns allen, dieses Massaker zu stoppen.

Deutschland ist einer der Hauptimporteure von HB Grandis Meeresfrüchten und Deutsche See und Iceland Seafood sind zwei der größten Käufer. Wenn EDEKA seine Bestellungen einstellt, würde das Unternehmen damit eine Schockwelle durch die Lieferkette senden, und den Gewinnen der Walfänger einen ordentlichen Schlag versetzen. Klicken Sie hier unten, um zu unterzeichnen und die Harpunen aufzuhalten.
https://secure.avaaz.org/de/edeka_und_das_walmassaker/?bzRkReb&v=26422

Liebe Edeka, liebe Deutsche See, sprecht mit Eurem Lieferanten damit wir weiterhin bei Euch guten Gewissens einkaufen können!

Esst mehr Äpfel!

Etwa eine Million Tonnen Äpfel werden jährlich in Deutschland angebaut, ein Drittel davon in Niedersachsen. Kontrolliert und vermarktet werden sie durch bestehende Qualitätsmanagement-Systeme. Wie der Apfel schmeckt wurde bisher im Rahmen dieser Kontrollen allerdings vernachlässigt. Wissenschaftler der Hochschule Osnabrück wollen dies nun ändern und einen Qualitätsindex für Äpfel entwickeln, der auch Parameter wie den Geschmack berücksichtigt. Insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen soll damit ermöglicht werden, sich durch gehobene Produktqualitäten im Markt zu behaupten.

„Bisher standen Qualitätsparameter im Vordergrund, die die Abwicklung des Handels mit Obst und Gemüse erleichtern und eine Absicherung gegen Lebensmittelrisiken garantieren“, erläutert Prof. Dr. Ulrich Enneking, der an der Hochschule Osnabrück Agrarmarketing lehrt. Gemeinsam mit seinem Kollegen Prof. Dr. Werner Dierend, der das Fachgebiet Obstbau vertritt, leitet er das Projekt. „Zu diesen Qualitätsparametern zählen beispielsweise die Größe der Äpfel, ihre Sauberkeit, die Rückverfolgbarkeit und etwaige Pflanzenschutzmittelrückstände. Die tatsächliche Genussqualität des Konsumenten spielte bisher in Qualitätsmanagementmaßnahmen kaum eine Rolle“, so Enneking weiter.

Über einen Zeitraum von zwei Jahren sollen deshalb nun im Forschungsprojekt „Qualitätsindex von Äpfeln zur Verbesserung der Produktakzeptanz“ insgesamt 8.000 Äpfel durch physikalische und chemische Messungen sowie durch die Beurteilung von Konsumenten erfasst werden. Im Anschluss werden Zusammenhänge zwischen den Messergebnissen und den Vorlieben der Endverbraucher untersucht und schlussendlich ein Qualitätsindex entwickelt, der in der Wareneingangskontrolle bzw. am Verkaufsort eingesetzt werden kann.
„Die Ergebnisse unserer Studie sollen nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit von qualitätsorientierten Unternehmen fördern“, ergänzt Dierend. „Wir wollen auch die Voraussetzungen für eine größere Apfelvielfalt in der Vermarktung und im Anbau schaffen.“ Regionale Sorten sollen damit beispielsweise bessere ChancACen erhalten und der Apfel generell in seiner Attraktivität beim Verbraucher steigen.

Kooperationspartner des Forschungsprojektes, das im Frühsommer 2013 abgeschlossen sein wird, sind die EDEKA aktiv-Märkte in der Iburger Straße, der Schützenstraße, am Petersburger Wall und in der Johannisstraße. Zudem ist auch die EDEKA Regionalgesellschaft Minden-Hannover daran interessiert, weiteren Einzelhändlern eine funktionierende Qualitätsbeurteilung zu empfehlen. Die Erkenntnisse der Studie können später auch auf andere Obst- und Gemüsearten übertragen werden.

Lieblingsmarkt: Die Gewinner

Die Gewinner stehen fest: Fünf Märkte dürfen sich seit Donnerstag über die Auszeichnung „Lieblingsmarkt 2011“ freuen. Über 71.000 Verbraucherinnen und Verbraucher haben im Vorfeld ihre Stimme in fünf Kategorien bei der, von MEINE FAMILIE & ICH initiierten Wahl, abgegeben und eine Fachjury kürte aus den jeweils besten zehn Märkten die Sieger. Im Beisein von rund 300 Gästen aus Lebensmitteleinzelhandel und –industrie, Food-Fachpresse und Medien wurden die Gewinner im Rahmen einer glanzvollen Gala im Hotel InterContinental in Düsseldorf ausgezeichnet.

Die Gewinner sind:
• E-Center Wilger Borken, Boumannstraße, in der Kategorie „Wurst & Fleisch“
• Neukauf Bergmann, Lüneburg, in der Kategorie „Käse“
• Edeka Kemper, Ahlen, in der Kategorie „Obst & Gemüse“
• E-Center Kreuzberg, Koblenz, in der Kategorie „Fisch“
• Perfetto, München-Schwabing, in der Kategorie „Wein“

Als Novum wurde in diesem Jahr erstmals der Sonderpreis „Prix de Regie“ verliehen. Der REWE Markt Frankfurt in der Heidestraße gewann aus 17 nominierten Märkten, die von Geschäftsführern geleitet werden. Zum zweiten Mal wurde in diesem Jahr außerdem der „Prix de Charme“ vergeben. Er ging an den Edeka-Markt Kels in Mülheim an der Ruhr.

Jürgen Brandt, Director Marketing & Operations Burda Food.net, beglückwünscht die „Lieblingsmarkt 2011“-Gewinner: „Meine Gratulation an die Preisträger! Es gibt keine wichtigere Auszeichnung als jene, die durch die Verbraucher selbst vergeben wird. Mit der Aktion „Lieblingsmarkt“ unterstützen MEINE FAMILIE & ICH und alle beteiligten Medien des Burda Food.net die Qualitätssicherung im Lebensmitteleinzelhandel, der in der Frage, wie sich Deutschland ernährt, eine zentrale Rolle einnimmt. Die Märkte und ihre Mitarbeiter werden als Lieblingsmärkte 2011 für ihr großes Engagement geehrt und zu weiterem Einsatz motiviert.“ Auch Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbandes Deutschland und REWE-Vorstand, unterstrich auf der Abendgala den hohen Stellenwert dieser Auszeichnung: „Veranstaltungen wie diese zeigen die große Wertschätzung der Kunden.“ MEINE FAMILIE & ICH-Chefredakteurin Birgitt Micha freute sich über einen glamourösen und genussvollen Abend: „Ganz nach der Philosophie unserer Lieblingsmarkt-Aktion war es ein Abend mit kulinarischem Hochgenuss und verdienten Gewinnern“.

Als besonderen Leserservice werden die 250 Top-Märkte, die mit Sternen in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet wurden, in der Ausgabe Nr. 12 von MEINE FAMILIE & ICH in einem Booklet abgedruckt. Die Ausgabe erscheint am 2. November 2011.

Weniger Lebensmittel wegwerfen – mit gutem Beispiel voran

Kleine Leuchttürme vor Ort

Bis zu zwei Prozent der Lebensmittel im Supermarkt gehen „durch Bruch und Verderb“ verloren hat der Bundesverband des Deutschen Lebensmitteleinzelhandels errechnet. Bei Obst und Gemüse zwischen drei und fünf Prozent und bei Brot- und Backerzeugnissen sollen es sogar bis zu zwölf Prozent sein. Bei einem Jahresumsatz von rund 150 Milliarden Euro kommt da schon Einiges zusammen. Es gibt aber Läden, die dieses Problem besser im Griff haben.

Containerweise Abfall und Müll von Lebensmitteln ist im Edeka-Markt bei Theo Schüren in Bonn Fehlanzeige. Eine einzige Hausmülltonne findet sich in seiner „Müllsortierungsecke“ neben Bergen von gepressten Kartons und dem Leergut. Wie geht das?

„Es hat uns immer schon widerstrebt Obst und Gemüse wegzuwerfen. Und bei anderen leicht verderblichen Produkten ist das genauso“, erklärt der Betriebsinhaber seinen persönlichen Einsatz und den seiner Mitarbeiter. Bei ihm wird alles Obst und Gemüse, das am Verkaufstag liegen geblieben ist, verwertet. Mehrere Damen aus der Nachbarschaft kochen für den circa 600 Quadratmeter großen Edeka-Markt Marmeladen und Gelees aus überzähligen Früchten. Zwei Mitarbeiterinnen bereiten jeden Tag zwei wechselnde Gerichte (ca 30 Portionen) aus dem Gemüse zu, das nicht verkauft wurde. So finden sich in der Kühltheke leckere Sachen wie hausgemachter Grünkohl mit Beilage oder auch Möhrengemüse nach Hausmacherart oder Suppen.

Auch hausgemachte Salate bietet der Markt täglich an, die auf das abgestimmt werden, was gerade anfällt. Gemüseabschnitte oder Außenblätter werden von Kaninchenbesitzern abgeholt, so dass wirklich nichts übrig bleibt. Im Molkereiprodukte-Regal findet sich ständig eine Ecke mit Produkten kurz vor dem Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums. „Es gibt Kunden, die immer zuerst dort nachsehen“, berichtet Theo Schüren und weil das so ist, ist die Ecke auch oft leergefegt. „Wenn wir Waren entsorgen müssen, dann sind es in der Regel die Rückrufe der Edeka-Zentrale.“

Schüren beklagt, dass vom Fleischlieferanten zu viel oder irrtümlich gelieferte Ware nicht im Geschäft in einer Sonderaktion vermarktet werden kann, sondern von diesem abgeholt und dann vernichtet wird. Molkereiprodukte kurz vor Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums dürfen die Tafeln in den Geschäften nicht mehr abholen. Lediglich bei der Lieferzentrale könnten sie noch Waren bekommen.

Das gute Beispiel dieses Marktes ist aber nicht überall gerne gesehen. So berichtet der Betriebsinhaber, dass seine Praxis, Wurstenden und Fleischabschnitte an Heimtierbesitzer abzugeben, bei der jährlichen Hygiene-Inspektion immer zu Kritik führt. Die Kontrolleure bemängelten regelmäßig das Fehlen eines Abfallbehälters im Kühlhaus. Es gibt eben keinen, weil er nicht gebraucht wird und das ist doch eigentlich genau das, was überall sinnvoll wäre.
Britta Klein, www.aid.de