Springbank Vintage 2001

Gereift in kleinen Fässern:

Springbank Vintage 2001

Das Malz für diesen Whisky wurde sechs Stunden über Torffeuer getrocknet und anschließend weitere 24 Stunden über heißer Luft. Er wurde zweieinhalb mal destilliert und reifte in kleinen Fässern.
Dadurch erhielt dieser Whisky eine Reife und Geschmackstiefe, die einen zweifeln lässt, ob er wirklich erst acht Jahre alt ist. In einer limitierten Abfüllung wurde er mit 55,3% Vol. als Vintage 2001 von der Springbank Distillery in Campbeltown, Argyll abgefüllt.

Duft: Malzig, Sommerfrüchte, ein Hauch von Zitrus, Zitronen-Basier; Karamell-Butter-Konfekt mit einer Spur von Schärfe.
Geschmack: Großartig! Eine exzellente Geschmacksexplosion; Gehaltvoll und sahnig; Honig, Vanille, Karamell-Sauce und tropische Früchte.
Abgang (Finish): Weich mit einem leichten Anklang von Rauch und Salz.

Unverbindliche Preisempfehlung (EVP) je 0,7-l Flasche: Euro 36,00 + MWSt.

Bezug:
Hanseatische Weinhandelsgesellschaft mbH & Co. KG
Am Neustadtsbahnhof 3-5
28199 Bremen
Tel: 0421 – 5 49 49 3
Fax:0421 – 5 49 49 49

E-Mail: info@hawe-bremen.de

Osttiroler Schnapsbrenner produziert nach alten Originalrezepten

Ohne Aromastoffe und Zucker:

Hoteldirektor Ulrich Walder ist immer für eine Überraschung gut. An diesem Abend hat er für seine Gäste den Schnapsbrenner Rudolf Schwarzer ins Dolomiten Residenz Sporthotel im osttirolerischen Sillian eingeladen. Auf dem Programm steht eine Schnapsverkostung. Dass die Tiroler Schnappsbrennereien weit über die Landesgrenzen hinaus einen ausgezeichneten Ruf haben, ist nicht zuletzt den außergewöhnlichen Obstbränden von Schwarzer zu verdanken. „Wir erzeugen unsere Schnäpse noch wie unsere Vorfahren“, berichtet der Brenner. Das heißt konkret: Ohne Aromastoffe und ohne Zucker, also reine Destillate.

Alles, was Schwarzer in seiner mit Öl betriebenen Destillerie in der Lienzer Altstadt destilliert, kann an diesem Abend Schluck für Schluck verkostet werden. Darunter Klassiker wie Apfelbrand Boskoop, Birnenedelbrand Speckbirne und Rote Williamsbirne. Zur Auswahl stehen auch so exotische Brände wie Bergvogelbeer, Mandarinen, Blutorangenedelbrand und Apfel mit Zitronengras. Seit dem Jahr 2000 produziert Schwarzer zwischen Juli und Oktober seine Edelschnäpse, die von Jahr zu Jahr begehrter werden: „Im Vergleich zu 2000 füllen wir inzwischen die zehnfache Menge ab“, so der Brenner. Jährlich entstehen 20 verschiedene Sorten und zwischen 2000 und 3000 Litern der alkoholischen Getränke.

Schnapsbrennerei mit langer Geschichte
Hauptberuflich arbeitet Schwarzer eigentlich als Steuerberater. Was in Sachen Schnapsbrennerei nach einem Quereinsteiger klingt, entpuppt sich bei genauer Betrachtung als eine Entwicklung, die tiefe Wurzeln und eine lange Familientradition hat. Denn in der Familie Schwarzer wird inzwischen seit vier Generationen Schnaps gebrannt. Die eigentliche Geschichte der Brennerei beginnt sogar noch ein ganzes Stückchen früher. Einst gehörte sie nämlich einem gewissen Ferdinand Probst, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts berühmte Spirituosen erzeugte und es bis zum kaiserlichen Hoflieferanten brachte. „Viele unserer Rezepte und Anleitungen stammen noch von Probst“, berichtet Schwarzer seinen interessierten Gästen.

Heute kommt dem leidenschaftlichen Schnapsbrenner so manche Idee für eine neue Kreation beim Experimentieren am heimischen Herd. Selbst die Gewürze Ingwer und Zitronengras haben es bei Schwarzer in die Schnapsflasche geschafft. Sehr empfehlenswert ist der für Tirol typische, sogenannte Pregler des Brenners: „Der Pregler entstand aus der ursprünglichen Vorgehensweise beim Schnappsbrennen“, erklärt Schwarzer. So wie früher werden einfach alle Früchte, die gleichzeitig reif sind eingemaischt und destilliert. „Bei uns sind das Äpfel, Birnen und Zwetschgen“, so Schwarzer, der das Destillat mit frischem Quellwasser auf 48 % vol. reduziert und nicht filtriert, damit noch mehr Aromastoffe erhalten bleiben.

Bio- und Streuobst
Schwarzers Getränke haben alle eines gemeinsam: Sie sind sehr spritzig und feinfruchtig. Ein besonderer Genuss ist der Waldhimbeeredelbrand, der mit 65 Euro allerdings auch seinen Preis hat. In der Regel stammt das Obst für die Brände aus privaten Gärten und Streuobstwiesen der Umgebung. Ob das Obst aus den Osttiroler Anbaugebieten kommt oder nicht, Schwarzer achtet auf Qualität und verwendet nach eigenen Angaben überwiegend Bio- und Streuobst: „Gespritztes Obst ist tabu.“

Das kann allerdings mitunter dazu führen, dass in manchen Jahren einzelne Sorten nicht verfügbar sind, weil die Ernte nicht gut oder groß genug war. „Solche Schwankungen unterliegen der Natur“, erklärt Brenner, der für seine Brände in den vergangenen Jahren oft ausgezeichnet wurde. So erhielt er mehrmals den Titel „Osttirols Beste Schnapsbrennerei“, „Ala Carte“ und „Gault Millau“.

Trotz der Auszeichnungen will sich Schwarzer nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Erst kürzlich wurden in der kleinen Brennerei
mehrere tausend Kilogramm Blutorangen geschält. Immer wieder ein Ereignis im Hause Schwarzer: „Kunden und Bekannte bieten schon lange vorher gerne ihre Mithilfe an“, erzählt Schwarzer. Darunter ein Anwalt, ein Finanzbeamter und auch ein Psychiater. Bezahlt wird – wie sollte es anders sein – in Naturalien, in Bränden.

www.schwarzerbrennerei.at

Eine Rariät – Whisky aus der Schweiz

Eine der exklusivsten Whiskybrennerei der Welt, der kleinsten sowieso, steht ín der Schweiz im Kanton Aargau. Hier im Fricktal destilliert Ruedi Käser auf einem original schottischem Pot Still – Whisky made in Schwitzerland. Erstmals am 1. August 2007, in der Schweizer Botschaft in Berlin, wurde der Whisky anlässlich des Nationalfeiertages der Öffentlichkeit präsentiert.

Der Whisky hat Kaffee-, Schoko- und Karamelnoten, er schmeckt leicht rauchig. 2004 wurde er destilliert und anschließend 1160 Tage im Sherryfass gelagert. Um die Exklusivität zu unterstreichen gibt es nur 1000 Flaschen. Da heißt es für Sammler und Whisky-Freunde schnell zugreifen, denn die Eidgenossen haben bereits am 1.8. ihre Order erteilt. In der Bundesrepublik wird der Whisky, neben anderen Käser-Produkten, exklusiv von DeWillis – way of living – Berlin´s Spezialist für feine Spirituosen vertrieben.

www.dewillis-edeldestillate.de

Pisco – Brandy auf peruanisch

„Der erste erfrischt, der zweite beruhigt, und nach dem dritten landet man wohlversorgt im Bett“ – diese alte Weisheit gilt dem Pisco, dem Nationalgetränk Perus. Der Brandy, aus einem Mix frischer Trauben destilliert, geht zurück auf traditionelle Inka-Bräuche, ebenso wie der Name.

„Piscu“ bedeutete in der Sprache der alten Inkas „fliegender Vogel“. So wurde ein fruchtbares Tal 200 Kilometer südlich von Lima aufgrund seines Vogelreichtums getauft. Die frühen Bewohner dieser Gegend waren Töpfer, die Tongefäße für alkoholische Getränke herstellten. Mit der Zeit ging der Name „Pisco“ von den Vögeln zu den Tongefäßen und dann auf den Brandy selbst über. Heute gilt der Pisco als das peruanische Nationalgetränk – so vielfältig wie das Land selbst.

Für die Herstellung von Pisco werden unterschiedliche peruanische Traubensorten verwendet. Besonders geeignet sind Trauben mit einem sehr aromatischen und charakteristischen Aroma wie die Rebsorte Muscat d’Alexandrie. Der gewonnene Traubensaft wird fast ausschließlich in Kupfergefäßen und in mehreren kleinen Destillationsschüben gebrannt, bis der Pisco einen Alkoholgehalt zwischen 38 und 46 Prozent erreicht hat. Für einen Liter werden sechs bis sieben Liter Traubensaft verwendet. Das spezielle Verfahren verhindert den Verlust von Aromen, und es ergeben sich die für Pisco so typischen unterschiedlichen Geschmacksnuancen.

Ähnlich wie deutsches Bier unterliegt auch der Pisco einer Art Reinheitsgebot: Peruanische Gesetze regeln die Herstellung. Der Weinbrand ist ein Beispiel dafür, wie indianische Bräuche sich mit der hispanischen Kultur vermischt haben. Die Herstellung von Pisco ist eine Wissenschaft und Kunst für sich, die von Generation zu Generation weitergereicht wird. Sie basiert auf einem umfassenden Verfahren, das durch das Klima begünstigt wird: Um einen Liter Pisco herzustellen, werden mehr als sechs Liter Traubensaft immer wieder destilliert – ein einzigartiger Prozess.

Neben dem puren Pisco-Genuss gibt es unzählige Mixgetränke auf Pisco-Basis. Der bekannteste Cocktail ist „Pisco Sour“, daneben wird Pisco aber auch mit Cola und Limetten („Machu Picchu“) oder mit Ginger Ale und Curacao („Ocean Pacific“) gemixt.

In Deutschland kann Pisco u.a. in der Weinquelle Hamburg, Lübecker Straße 149, 22087 Hamburg, T: (040) 256 391 bezogen werden.

Pisco Sour Rezept
4 cl Pisco
2 cl Limettensaft
2 cl Zuckersirup oder 2 bl Zucker
1/4 Eiweiß

Alle Zutaten mit ein paar Eiswürfeln mixen, bis das Eiweiß steif geschlagen ist. In ein Glas gießen und mit ein paar Tropfen Angostura* garnieren oder etwas Zimt auf den Schaum geben.
*Angostura ist ein Bitterlikör, der aus Kräutern und Gewürzen hergestellt wird und zum Abschmecken von Nahrungsmitteln und Getränken benutzt werden kann.