Fruchtfleisch ist auch keine Lösung

Heute erscheint die satirische Anthologie zur Nahrungsmittel-Debatte: Fruchtfleisch ist auch keine Lösung, herausgegeben von Volker Surmann und Heiko Werning, versammelt humoristische Kurzgeschichten und lyrische Beiträge zum Thema.

Mit satirischem Biss nehmen Surmann und Werning, beide Mitglieder der legendären Berliner-Lesebühne „Brauseboys“, die Debatte über Ernährungsgewohnheiten und besseres Essen aufs Korn. Eine große Zahl erfahrener Satiriker und Humoristen unterstützt sie in ihrem Kampf für eine humoristische Sicht über den Tellerrand hinaus. Fruchtfleisch ist auch keine Lösung ist die komische Ergänzung und notwendiges Korrektiv zu den populären Sachbuchtiteln zum Thema ethisches Essen und Vegetarismus.

Volker Surmann / Heiko Werning (Hg.) – Fruchtfleisch ist auch keine Lösung
Produktart: Broschiert
Genre: Belletristik, Satire/Humor
Umfang: ca. 192 S.
GLP: 12,90 €
Verlag: Satyr Verlag
ISBN: 978-3-86327-006-3 (Bestelllink portofrei)

Ernährung ist in aller Munde, Essen wird derzeit mehr diskutiert als konsumiert. Jonathan Safran Foer will keine „Tiere“, Karen Duve nur noch „anständig essen“. Unterdessen folgt Lebensmittelskandal auf Lebensmittelskandal, und im Fernsehen wird zeitgleich alles verbraten, was nicht bei drei aus der Küche ist.

Noch nie hat die moralisch korrekte Grundversorgung unsere Wohlstandsgesellschaft derart bewegt: Die Debatten kochen hoch, moralische Argumente werden aufgewärmt, gepfefferte Diskussionen geführt. Die Diskussionen sind hitzig, die Argumente aber nicht selten moralin-versalzen. Was der Suppe noch fehlt, ist etwas satirische Würze.

Deshalb dieses Buch: Etwa dreißig erfahrene Satiriker, Humoristen und Lesebühnen-Autoren, Vegetarier wie Fleischesser, erzählen mitten rein in die vor sich hin brodelnde Debatte Geschichten über Fleischkonsum und Vegetarismus, über Wildschweinjagd und Zartgemüse.
Bissig, satirisch, kontrovers, aber trotz aller Gegensätze vereint in einem geschmackvollen Buch.

978-3-86327-006-3 (Bestelllink portofrei)

EU veröffentlicht Grünbuch

Qualitätserzeugnisse sollen deutlich werden

EU veröffentlicht Grünbuch

Qualität vermarkten – das ist ein Ziel, das mit dem „Grünbuch über die Qualität von Agrarprodukten“ erreicht werden soll. Die Europäische Kommission hat das Grünbuch Mitte Oktober herausgegeben und damit die Debatte um die optimale Vermarktung von Lebensmitteln und Getränken angestoßen. Qualität sei der größte Trumpf, den europäische Landwirte angesichts des immer schärferen Wettbewerbs, ausspielen müssten, so die EU-Kommissarin Marian Fischer-Boel. Das Grünbuch wirft unter anderem die Frage auf, ob die unterschiedlichen Etikettierungen und Siegel, private und regionale Zertifizierungsregeln und geografische Herkunftsbezeichnungen wirklich gut funktionieren oder die Verbraucher eher verunsichern. Auch wird darin der Qualitätsbegriff hinterfragt. Werden damit nur die nach Mindestnormen produzierten Grundstoffe erfasst oder auch die nach anspruchsvollen Produktionsmethoden hergestellten Qualitätserzeugnisse? Nach Ansicht der EU-Kommission haben europäische Landwirte bei der Vermarktung ihrer Erzeugnisse eine echte Chance gegen Billigprodukte, wenn sie die Qualitäten anbieten, die Verbraucher wünschen und wenn sie ihre Erzeugnisse auf dem Markt von anderen Erzeugnissen klar abgrenzen. Das Grünbuch gibt einen Anstoß zur Diskussion. Alle Interessensvertreter können sich zu den Fragen äußern. Die Konsultation läuft bis Ende 2008. Die Ergebnisse sollen letztendlich als Grundlage für Gesetzesvorschläge dienen.

aid, Renate Kessen

Die Burger-Meister

Die RTL-Reportage ‚Die Burger-Meister‘ gibt ungewöhnliche und kritische Einblicke hinter die Kulissen der Fast-Food-Kette McDonald’s.
Jedes McDonald’s-Restaurant in Deutschland wird mindestens zweimal im Monat von Servicecheckern überprüft – das sind aufs Jahr gerechnet über 30.000 Besuche der sogenannten ‚Mysteryshopper‘. RTL begleitete mit versteckter Kamera einen Restauranttester bei seiner Arbeit in den McDonald’s-Filialen.

Bestgehütetes Geheimnis der Fast-Food-Bräter sind die Test-Labore, in denen die neuen Speisen kreiert werden. RTL dokumentiert in der Reportage als erster TV-Sender, wie die Produktentwickler von McDonald’s arbeiten.
Die aktuelle Debatte um den Mindestlohn betrifft auch die Mitarbeiter von McDonald’s. Der Lohn, den die Fast-Food-Kette ihren Mitarbeitern derzeit zahlt, liegt mit 7,05 Euro unter dem von vielen Gewerkschaftern geforderten Mindestlohn von 7,50 Euro. Die Reportage ‚Burger-Meister‘ untersucht u.a. das Gehaltsgefüge bei McDonald’s und vergleicht Verdienstmöglichkeiten und Aufstiegschancen mit anderen Branchen.

RTL, Montag, 15.10., 05:10 – 06:00 Uhr

Essen ist gefährlich, nicht essen auch!

Vortrags- und Diskussionsrunde für Ernährungsbewusste,Slow Food Dresden in Kooperation mit dem Deutschen Hygienemuseum.

Essen ist gefährlich, nicht essen auch!

5. SEPTEMBER, MITTWOCH, 19 UHR

Im Tal der ahnungslosen Esser?
Ausschnitte aus dem Film „We feed the World“ und anschließendes Gespräch mit:
Dr. Ursula Hudson, Kulturwissenschaftlerin, stellvertretende Vorsitzende der Deutschen Akademie für Kulinaristik
Uta Viertel, Referatsleiterin Ernährung, Verbraucherzentrale Sachsen e.V.
Moderation: Georg W. Schenk, Slow Food Convivium Dresden

12. SEPTEMBER, MITTWOCH, 19 UHR
Alles essen � Skandale vergessen?
Vortrag mit Vorführung von Untersuchungen an Lebensmitteln
Dr. Stephan Koch, Präsident der Landesuntersuchungsanstalt für das
Gesundheits- und Veterinärwesen Sachsen

19. SEPTEMBER, MITTWOCH, 19 UHR
Süßer Honig � bittere Wahrheit. Bienen im Mühlrad der Globalisierung
Prof. Dr. Jürgen Tautz, BEEgroup Biozentrum Universität Würzburg

26. SEPTEMBER, MITTWOCH, 19 UHR
Öko, Fast Food, Schokoriegel � Was wollen Schüler essen?
Kontroverse Debatte von Teilnehmern des Bundeswettbewerbs

„Jugend debattiert“
„Soll der Verkauf von Süßigkeiten an Schulen verboten werden?“
Anschließend Vorstellung von Schülerfirmen zur Pausenversorgung

mit Schülern des Gymnasiums Luisenstift Radebeul

Eintritt 2Euro / 1 Euro
Schüler und Inhaber einer Jahreskarte kostenlos.

WWW.DHMD.DE

Gesund essen auf dem Lehrplan

Fernsehkoch Tim Mälzer („Schmeckt nicht, gibt’s nicht“) hat in der Debatte um Lebensmittelqualität gefordert, „Ernährung in die Lehrpläne der Schulen aufzunehmen“.
Mangelnde Kompetenz im Umgang mit Lebensmitteln sei eine Art Bildungsmangel, sagte Mälzer gegenüber FOCUS. Deshalb gehöre eine Küche neben das Klassenzimmer. Das lasse sich zwar nicht in jeder kleinen Grundschule realisieren, man könne es aber „effizient organisieren und auch die Volkshochschulen mit einbeziehen“.

Lesen Sie den gesamten Artikel:
http://focus.msn.de/schule/tv-koch-maelzer_nid_36593.html

Vier von fünf Deutschen sagen Nein zu Genfood

Mehr als drei Viertel, nämlich 79 Prozent der Bundesbürger lehnen gentechnisch veränderte Bestandteile in der Nahrung ab. Das ergab eine Meinungsumfrage für „Slow Food“, das Magazin von Slow Food Deutschland. Das Meinungsforschungsinstitut „Forsa“ hatte am 18. und 19. Juli 1.001 Bürger befragt. Nur 17 Prozent gaben an, dass ihnen diese Frage egal ist, wenn der Preis stimmt. Im Osten ist die Ablehnung von Genfood im Osten mit 70 Prozent nicht ganz so signifikant. Am höchsten ist die Ablehnungsquote bei den Altersgruppen zwischen 30 und 59 Jahren mit 83 Prozent.
Angesichts der Debatte um die Frage, ob man beim Einkauf Produkte aus dem eigenen Land bevorzugen sollte, teilen 62 Prozent der Deutschen die Auffassung, dass man sich stärker auf Produkte aus der eigenen Region besinnen sollte. West und Ost unterscheiden sich hier nur gering.

Zu einer erregten öffentlichen Debatte und Protestaktionen von Bauern hatten Aktionen von Discountern geführt, die Milch weit unter dem Einstandspreis verkauft hatten. Slow Food wollte wissen, wie die Verbraucher zu den Preisen für Lebensmittel stehen. 84 Prozent der Deutschen wollen, dass die Landwirte angemessen für ihre Produkte bezahlt werden. Für nur zwölf Prozent ist es am wichtigsten, dass die Produkte billig sind.

Slow Food, die in 90 Ländern der Erde aktive „Lobby des Geschmacks“, sieht sich durch die Umfrage in seinen Anliegen bestätigt. Es geht der 1986 in Italien gegründeten Vereinigung vorrangig um die Bewahrung regionaler Produkte und Ernährungstraditionen und darum, dass die Bauern für ihre Arbeit gerecht entlohnt werden. Slow Food wird in seinen Anliegen unter anderem von seinem prominentesten Mitglied, dem britischen Thronfolger Prinz Charles unterstützt.

Internet: www.slowfood.de