Johannes Storath

Johannes Storath gewinnt Chocolatier-Wettbewerb in Berlin

Zehn Chocolatiers und Pâtissiers aus Deutschland standen im Mittelpunkt der Wahl zum Chocolatier des Jahres: Johannes Storath gewann den Wettbewerb „Schokolade des Jahres aus Ecuador“, den das ecuadorianische Außenhandelsministerium ausgeschrieben hatte.

Die Cotopaxi-Praline ist die kreative Kombination aus einer Frischsahne-Canache mit Butter, Zimtblüte, Madagaskarvanille und hausgemachter Passionsfruchtmarmelade, mit der sich Johannes Storath aus der Pralinenmanufaktur Stübig im Wettbewerb „Schokolade des Jahres aus Ecuador“ behaupten konnte. Neben neun weiteren deutschen Chocolatiers und Pâtissiers folgte er der Ausschreibung des ecuadorianischen Außenhandelsministeriums und kreierte auf Basis des lateinamerikanischen Edelkakaos aus Ecuador seine eigene Schokolade in Form des Berges Cotopaxi. Als Gewinner wird Storath bei einer einwöchigen Reise nach Ecuador die Kakaoroute kennenlernen.

Zur Jury gehörten unter anderen der in Stuttgart lebende ecuadorianische Küchenchef Guillermo Miranda, der Deutsche Meister der Chocolatiers Kevin Kugel und die Food-Bloggerin Sarah Krobath. „Es war keine leichte Aufgabe, die beste Kreation unter allen Einreichungen zu küren. Alle Teilnehmer haben mit ihren Schokoladen gepunktet und gezeigt, wie vielfältig man den edlen Kakao aus Ecuador einsetzen kann“, so Jorge Jurado, der Botschafter des lateinamerikanischen Landes in Deutschland. Gemeinsam mit dem ecuadorianischen Außenhandelsministerium und ProEcuador rief er den Wettbewerb ins Leben, für den Chocolatiers mit Schokoladenkuvertüre, Kakaobutter und -pulver aus Ecuador ihre eigene Kreation entwarfen und einreichten.

„Ecuador ist der international größte Produzent von Edelkakao und Deutschland gehört zu den stärksten Abnehmern. Deshalb ist es für uns eine Herzensangelegenheit, uns intensiv mit deutschen Profis und Händlern auszutauschen“, so Jurado. Daher fand die Wahl des besten Chocolatiers in Berlin im Rahmen einer exklusiven Fachmesse statt. Unter dem Motto „Ecuador: Herkunft der besten Schokolade“ stellten ecuadorianische Händler und Importeure die vielseitig einsetzbaren Schokoladenprodukte des Edelkakaos vor, informative Vorträge, Diskussionsrunden und die Premiere des Dokumentarfilms „Die Kakaoroute“ rundeten das Event ab. Unter den rund 80 Gästen befanden sich Händler, Chocolatiers, Pâtissiers, Köche und Pressevertreter.

Bahamas kulinarisch

Tru Bahamian Food bietet kulinarische Touren in Nassau

Liebe geht bekanntlich durch den Magen. Daher ist ein Gruß aus der Küche ein guter Einstieg, die Bahamas kennenzulernen. Alanna Rodgers’ Unternehmen Tru Bahamian Food bietet auf dreistündigen Food Touren zu den besten Restaurants Nassaus ausreichend Gelegenheit, traditionelle Speisen und ausgefallene Appetithäppchen zu probieren. Ganz nebenbei lernen die Teilnehmer auf ihrem kulinarischen Streifzug auch noch die Sehenswürdigkeiten der Stadt kennen.

Die dreistündige „Bites of Nassau Food Tasting and Cultural Walking Tour“ steuert sieben Restaurants – vom familiengeführten Esslokal bis zum Spezialitätenrestaurant – an, die bei den Bahamaern sehr beliebt sind. Zu den Stopps gehören das Downhome, in dem die Gäste bahamaische Klassiker aus der Region probieren können, die Pepper Pot Grill & Juice Bar, das beste Restaurants mit jamaikanischem Essen in Nassau und Graycliff Chocolatier, das einzige Fünf-Sterne-Restaurant der Insel, dessen mehrfach ausgezeichneter Konditor die Besucher mit selbstgemachten Trüffeln verwöhnt. Alle Verkostungen sind im Preis enthalten.

Die Touren (in englischer Sprache) finden das ganze Jahr über von Montag bis Samstag statt, Erwachsene bezahlen 69 US-Dollar und Kinder unter zwölf Jahren 49 Euro inklusive Essen.

www.trubahamianfoodtours.com

Marijn Coertjens

Mit ihren beiden neuen Schokoladen-Kollektionen repräsentieren The Peninsula Hotels die Avantgarde der süßen Handwerkskunst. Zu der Reihe gehören die vom hauseigenen belgischen Maître Chocolatier Marijn Coertjens handgefertigten „Artisanal“-Schokoladen sowie eine in der Schweiz hergestellte Signature-Auswahl an 48 exklusiv kreierten Sorten. Die neuen Kollektionen markieren den jüngsten Höhepunkt einer langen Peninsula-Tradition in der Herstellung dieser sündhaft verführerischen Köstlichkeit.

Für die Signature-Kollektion wurden sowohl bewährte als auch neue Peninsula-Schokoladenrezepte miteinander kombiniert. Sie bietet ein breites Spektrum an klassischen Trüffeln, aber auch exotischere Geschmacksrichtungen wie Mojito-Trüffel, Earl Grey und Karamell mit Meersalzpralinen. Alle Schokoladen sind in edlen grünen, braunen oder beigefarbenen Schachteln verpackt, die aus fein strukturiertem, handgefertigtem italienischem Papier bestehen.

Seit Beginn an rief Schokolade ebenso luxuriöse wie romantische Assoziationen hervor. Es ist Christoph Kolumbus, dem man ihre Entdeckung in der Neuen Welt im Jahr 1502 zuschreibt. Der Begriff Schokolade stammt von dem aztekischen Wort „xocolatl“, was „bitteres Wasser“ bedeutet. Rasch breitete sich der Siegeszug der Schokolade über ganz Europa aus, und die Schokoladenherstellung wurde zu einer hochgeschätzten Handwerkskunst.

Im Jahr 1928, als das Gründungshaus der The Peninsula Hotels in Hong Kong eröffnete, spielte auch Schokolade eine wichtige Rolle bei seinen ersten kulinarischen Höhenflügen. Lokale Pastetenbäcker waren von der Köstlichkeit aus dem Westen fasziniert und überaus erpicht darauf, mehr über ihre Herstellung zu erfahren. Über die Jahre hinweg experimentierte das Bäckerei-Team des Hotels mit der Produktion von handgemachten Schokoladen und begann schließlich damit, für die Hotelgäste edle Eigenkreationen herzustellen.

Mit der Zeit wurden die Techniken immer ausgeklügelter und die Schokoladen beliebter. Als ein konsequenter Schritt wurden daher im Jahr 1954 die Peninsula-Schokoladen erstmals zum Verkauf für die Allgemeinheit angeboten, erhältlich sowohl im Hotel als auch in seinem ersten Cake Shop an der Nathan Road. Die damaligen Verkäufe waren jedoch limitiert. So wurden im gesamten Jahr 1955 nur 100 kg Schokolade verkauft. Zum Vergleich: Heute werden pro Tag mehr als 50 kg Schokolade in der Flaggschiff-Peninsula-Boutique verkauft.

Mit der Einführung der Peninsula-Schokoladen entschied das Hotelmanagement, einen eigenen Chocolatier einzustellen. Als Mitglied des Hotel-Pâtisserie-Teams und Experte in der Konfekt- und Schokoladenherstellung würde dieser künftig für alle Schokoladenkreationen des Hotels verantwortlich sein. Viele Schokoladenprofis haben seitdem diese Herausforderung angenommen und jeder von ihnen hat sein ureigenes Rezept für jene Köstlichkeit entwickelt, die heute als „The Peninsula Chocolates“ bekannt ist.

Rezepte, Tipps und Techniken wurde von einem Peninsula-Chocolatier zum nächsten weitergereicht und damit von Generation zu Generation. Heute werden die Peninsula-Chocolates in Hongkong und in der Schweiz hergestellt. Zuständig für die zahlreichen Geheimrezepte in Hongkong ist der aktuelle Maître Chocolatier Marijn Coertjens.

Coertjens Leidenschaft für Schokolade ist bedingungslos: „Schokolade ist alles, was ich tue, sehe und fühle in meinem Leben“, sagt er. „Ich hege eine innige Verbindung zu meinen Kreationen. Die Designs und Geschmackskombinationen, die ich entwickele, reflektieren meine Reisen, auf denen ich immer auf der Suche nach neuen Aromen und Texturen bin.“ Als ein wahrer Meister seines Fachs kombiniert er ein scharfes Auge für Ästhetik mit Kreativität, Vorstellungskraft und der Sehnsucht nach Perfektion. Hinzu kommen die feinsten frischesten Zutaten zur Herstellung seiner genussreichen und einzigartigen Schokoladenrezepte.

Im Chocolate Room des The Peninsula Hong Kong werden die „Artisanal“-Schokoladen des Hotels aus den besten Ingredienzien hergestellt, darunter Pralinen aus handgerösteten karamellisierten Nüssen und Kuvertüre-Sahnecremes. Die Reihe der mehr als 20 exquisiten „Schoko-Juwelen“ umfasst Aromen wie Haselnuss-Limone, Pistazie-Kirsch, Zitrus, Fleur de Sel, Basilikum-Zitrone, Zwergorange-Safran und Lavendel. Jedes Stück ist sorgfältig handgefertigt und nur in limitierter täglicher Auflage erhältlich. „Alle Schokoladen werden im Chocolate Room handgefertigt und nur die feinsten natürlichen Ingredienzien kommen zum Einsatz“, so der Maître. „Wir limitieren die Produktion zu sehr kleiner Stückzahl, um ihre Frische und ihren einzigartigen Geschmack zu garantieren. Dadurch sind wir zudem flexibel genug, in der Kombination einzigartiger Zutaten mit verschiedenem Zuckergehalt eine Vielzahl an neuen Rezepten auszuprobieren, die stets für neue ‚Geschmacksexplosionen’ auf dem Gaumen sorgen“, so Coertjens weiter. „Die Schokoladen, die wir kreieren, sind Klassiker mit einer Prise Extravaganz. Unsere ‚Artisanal’- und Signature-Schokoladen-Reihen stehen ähnlich zueinander wie Haute Couture zu Prêt à Porter. Sie ergänzen einander, um unseren Gästen und Kunden eine Fülle an köstlichen Wahlmöglichkeiten zu geben, in denen sie schwelgen können.“

Coertjens’ preisgekrönte Schokoladenskulpturen werden auch das Büffet im The Verandah schmücken, dem internationalen Büffet-Restaurant in der ersten Hoteletage, die im November 2012 wiedereröffnet. In der Mitte September 2012 wieder eröffnenden, neu gestalteten Bar des The Peninsula Hong Kong werden ebenfalls handgefertigte „Artisanal“-Schokoladen erhältlich sein, die speziell für ein harmonisches geschmackliches Zusammenspiel mit edlen Cognacs, Whiskeys und Armagnacs ausgewählt wurden.

Die Peninsula Signature-Schokoladen sind exklusiv in den The Peninsula Boutiquen in Asien sowie in ausgewählten Duty Free-Shops in Hongkong erhältlich. Die Peninsula „Artisanal“-Schokoladen sind nur im The Peninsula Hong Kong und der Flaggschiff-Boutique im Hotel erhältlich.

Ostern im One&Only Reethi Rah – ein Fest für Schokoladensüchtige

Türkisblaues Meer, wärmende Sonnenstrahlen, weicher Sand – für Wintermüde ist Ostern auf den Malediven „das Gelbe vom Ei“. Nicht nur der Osterhase kommt auf die Insel des One&Only Reethi Rah – ein Meister der Schokolade, ein Musiker, ein Maler und ein Mediziner sorgen für ein fabelhaftes Osterfest im Resort.

Der berühmte Chocolatier Laurent Gerbaud entführt Anfang April die Gäste mit seinen belgischen Schokoladenkreationen auf eine delikate Reise der süßen Sinne bei Pralinen-Meister-Kursen. Der Australische Maler Christopher Hogan tauscht sein Atelier mit dem weißen Sandstrand des Resorts und inspiriert Hobby-Künstler in Familien-Malkursen zu abstrakten Kompositionen. Neben einem exklusiven Ostersonntagsbrunch gehört das Schokoladen-Degustations-Dinner zu den Höhepunkten der Osterwoche im One&Only Reethi Rah. Das schönste Geschenk hält der Reethi Rah-Osterhase selbst bereit: Sechs Tage zahlen – sieben Tage genießen.

Beach statt Brüssel – Laurent Gerbaud, der belgische Chocolatier unterstützt den Osterhasen des One&Only Reethi Rah von 4. bis 7. April und lässt in Pralinenkursen gemeinsam mit den Gästen des Resort hochprozentige Schokolade mit Kakao und feinsten Gewürzen zu einem Geschmackserlebnis verschmelzen. Das Highlight der Schokoladentage kulminiert in einem Schokoladen-Degustations-Dinner, bei dem der belgische Pralinenkünstler Gerbaud mit dem australischen Künstler Christopher Hogan sowie dem Musiker Glenn Aitken, einem Schützling von Paul McCartney, wie ein Kunstwerk miteinander verschmelzen. Bei dem außergewöhnlichen Dinner gehen Duft, Geschmack, Vision und Musik eine nie dagewesene Verbindung ein. Nicht nur für Schokoholics ein Gedicht!

Pool statt Atelier – der Australische Künstler Christopher Hogan ist bekannt für seinen abstrakten Stil und seine magischen Farbkompositionen. Seine Leidenschaft für Farben, Formen und unterschiedliche Oberflächen gibt er über Ostern in Seminaren und Familienkursen gerne weiter. Vor allem für Kinder ist es spannend, die maledivische Tierwelt auf Leinwand zu bannen.

SPA statt Praxis – Mit Ken Rosen lädt One&Only Reethi Rah seine Gäste ein, den Urlaub im Paradies mit einer ganzheitlichen, Chinesischen Medizin Behandlung zu verbinden, um das Qi wieder fließen zu lassen – wie das türkisblaue Meer, das sie umgibt. Vom 25. März bis 10. April 2012 bietet Ken Rosen private Konsultationen an, bei denen er gemäß traditioneller Chinesischer Methode Diagnosen durch Abtasten, Pulsmessen und Zungenuntersuchung stellt und Empfehlungen für die Gesundung gibt. Teil der TCM Lebensphilosophie ist Taoist Yoga, das Rosen im Reethi Rah in Gruppenkursen anbietet.

Osterpackage One&Only Reethi Rah: Vom 28. März bis 9. April 2012 buchen die Gäste der Water Villas sieben Nächste und bezahlen nur sechs. Der Preis beinhaltet zudem Frühstück für zwei Personen im eleganten Reethi Restaurant sowie Transfer von und zum Male International Airport.

Auch nach Ostern hält One&Only Reethi Rah noch ein schönes Geschenk für Familien parat: Mit dem „Familiy Spring Escape Offer“ schlafen und essen Kinder bis 11 Jahren in der Beach Villa ihrer Eltern von 10. bis 28. April umsonst. Die einzelnen Seminare, Kurse und Spezialevents kosten jeweils extra.

Auch das Schwesternhotel One&Only Le Saint Géran auf Mauritius lockt nicht nur den Osterhasen – mit vielen Specials und attraktiven Angeboten genießen auch Kinder und Familien traumhafte Ostertage im Resort. Das wunderschöne Luxus-Resort, das zu den besten der Insel zählt, lässt es sich auch dieses Jahr nicht nehmen und hilft dem Osterhasen beim Verstecken der Schlemmereien. Im KidsOnly Club entdecken Mini-Künstler währenddessen ihre kreative Ader und haben ihren Spaß beim Ostereierbemalen.

Dank dem „Osterspecial“ sowie dem „Children Offer“ erhalten Gäste vom 24. März bis 14. April bei Buchung einer Junior Suite, Ocean Suite oder der luxuriösen Villa die Halbpension gratis dazu. Das Kinderangebot erlaubt zwei Kindern bis 12 Jahre oder einem Kind bis 18 Jahre kostenlose Übernachtung im Zimmer der Eltern sowie Frühstück inklusive. Die Halbpension ist bei Buchung des „Osterspecials“ für das exklusive Hauptrestaurant „La Terrasse“ gratis.

Mehr Informationen und Buchungen für die One&Only Resorts unter www.oneandonlyresorts.com

Anthony Bourdain: Sex und Essen

Pikant und verführerisch – gutes Essen hat nachweislich eine sinnliche Komponente. Nicht umsonst wurde schon im frühen Christentum ausdrücklich davor gewarnt, sich allzu großen Tafelfreuden hinzugeben – ganz so, als könnte die menschliche Seele dabei Schaden nehmen.

Auch Anthony Bourdain hat für sich herausgefunden, dass es zwischen Essen und Sex enorm viele Gemeinsamkeiten gibt. Dafür liefert er in dieser Episode der Serie unterschiedlichste Beispiele: von der erotisierenden Wirkung erlesener Chocolatier-Kunst, über gefeierte Küchenchefs, wie José Andres und Eric Ripert, die mit ihren Kreationen geschulte Gaumen in höchste Erregung versetzen, bis hin zu gewagten „Schweinereien“ im Nobel-Restaurant „Au Pied de Cochon“.

DMAX, Dienstag, heute, 23:18 – 00:15 Uhr (VPS )

Brügge und die Chocolatiers

Choc`in Brugge oder der Zauber der Chocolatiers

Konzentriert lässt Roland Sukerbuyc die Schokoladenmasse aus dem nicht
versiegen wollenden Schokoladenauslauf in die Pralinenformen laufen. Und
während mir das Wasser im Munde zusammen läuft, erklärt der Chocolatier aus
Brügge, dass er zu seinem Handwerk gekommen sei, wie die Jungfrau zum
Kinde. Ursprünglich als gelernter Chemisch-technischer Laborant in den 80er
Jahren des vorherigen Jahrhunderts zur nebenberuflichen
Schokoladenherstellung gewechselt, erkannte er schon bald, dass sich vor
allem Engländer für belgische Schokolade aus Brügge interessieren. Und so
das war der Einstieg in seinen Berufsweg als einer von heute nur noch fünf
echten Chocolatiers in Brügge, die ihre Schokolade selbst im Haus
herstellen – nach streng vertraulichem Rezept. Wie in einem Schlaraffenland
tropft die braune Süßmasse überall in der Schokoladenwerkstatt, da wird
emsig geformt, kreiert und verpackt, denn das Weihnachtsfest rückt näher.

Der Geruch von frischer Schokoladenmasse betört meine Sinne. Angeregt von
soviel süßer Schokokunst begebe ich mich gegenüber von Sukerbuyc`s
Choloatier in die zugehörige Konditorie und lasse mich von einer heißen
Tasse frischer Schokolade verführen.

„Choc`in Brugge“ heißt das Festival, dass jährlich fünf Wochen vom 11.
November bis 18. Dezember in der flandrischen Hauptstadt stattfindet und
mit besonderen Aktionen der chocolatiers lockt. Schokoladen-Touren kann man
aber auch ganzjährig als Gruppe oder Einzelperson beim Tourismusamt buchen.

Und so schlendere ich weiter in der strahlenden Herbstsonne durch Brügges
malerische Gassen und lasse mich bezaubern von den über 50 Schokoladen-
Läden, die ihre Besucher mit überquillenden Schaufenstern und den
wundersamsten Schoko-Kreationen locken. Schön, dass hier alles fußläufig
erreichbar ist, denke ich bei mir. Beim Chocolatier Dumon lerne ich die
Pralinen-Füllung „Gryt“ kennen, die aus einer Mischung von Gewürzen für das
Bier hergestellt wird und einen Hauch von Lebkuchengeschmack in sich birgt.

Der „Brugge Sweat“ – brüggescher Schwan ist das Markenzeichen dieser
Manufacturs, dessen Pralinen in Schwanform daherkommen. Auch Dumon stellt
seine Schokoladenmasse noch selbst her, genauso wie Dominique Persoone von
the-chocolate-line, dem wohl abgefahrensten Chocolatier in Brügge.
Von
Schnupftabak für den Herrn aus Schokoladenstaub bis Lippenstift und
Massagecreme aus Schokomasse für die Dame fallen mir die wundersamsten
Schöpfungen des Genusses ins Auge. Dominique Persoone, der als der Choco-
Papst von Brügge gilt, gefällt es zudem, Pralinen mit untypischen Füllungen
zu versehen. Und so komme ich in den zweifelhaften Genuss von Zwiebel-Speck
oder Curry-Pralinen, die sicherlich dem ungeübten Gaumen etwas Gewöhnung
abverlangen, aber dennoch der Renner unter den diesjährigen Schokoladen-
Kreationen sein sollen.

Des zarten Genusses überdrüssig und der eigenen Pfunde ob des prallen
Angebots bewusst geworden, folge ich einem Tipp und begebe mich zum
„Choc`in Menu“ in die Mangerie, dem kleinen Restaurant des großen,
flämischen Meisterkochs Kristof Deprez. Hier darf ich nicht nur genussvoll
ein anregendes Menü verfeinert mit den herrlichsten Schokoladen-Saucen zu
mir nehmen. Ich darf auch bei der Zubereitung helfen. Denn dass ist das
Konzept von Deprez. Der Gast soll Meister seiner Kreation werden und das
Gefühl der Schokoladen-Kochkunst spüren – nach vorheriger Anmeldung
natürlich. Deprez kleine Küche und der heimelich anmutende Gastraum bieten
mir eine gelungene Auszeit und Abwechslung zu den süßen Verlockungen auf
Brügges Straßen.

Noch nicht statt von Schokolade suche ich das Schokoladenmuseum „Choco-
Story“ am Rande der Altstadt auf. Hier lausche ich gespannt der Führung
über die Anfänge der Schokoladenkunst bei den Indios und in Afrika und
lasse mich mit ganz anderen Sinnen von der Schokoladenkunst begeistern, als
in Brügges Chocolatiers. Satt und zufrieden beschließe ich den Tag, der mir
die Künste der braunen Kakao-Zuckermasse in allen Nuancen eindrucksvoll
entgegengebracht hat. Philip Duckwitz

Fakten und Daten

Chocolatiers:
Sukerbuyc, Katelijnstraat 5, Brügge-Zentrum, www.sukerbuyc.be
Dumon, Simon Stevinplein 11, Brügge-Zentrum, www.chocolatierdumon.be
The Cocolate line Brügge, Simon Stevinplein 19, Brügge-Zentrum,
www.thechocolateline.be

Restaurant:
Mangerie, Oude Burg 20 , Brügge-Zentrum, www.mangerie.com

Schokoladenmuseum:
Choco-Story, Wijnzakstraat 2 (Sint-Jansplein), Brügge-Zentrum,
www.choco-story.be

Informationen:

Choc`in Brugge: www.chocinbrugge.be

Tourismusamt Flandern:
www.flandern.com

Tipp:
Besonders an Wochenenden quillt die Stadt über vor Schokoladen-hungrigen
Besuchern, so dass sich ein eindrucksvolleres Erlebnis von Brügge eher
ergibt, wenn man seinen Besuch zwischen Montag und Donnerstag einplant.

Wie kommt man hin?
Die bequemste Anreisemöglichkeit ist mit dem Zug von Deutschland über
Brüssel nach Brügge und dauert von Köln aus etwa 3 Stunden.
Alternativ kann man mit dem Auto über Liege (Lüttich), Brüssel Richtung
Oostende nach Brügge anreisen. Hier dauert die Fahrt je nach
Verkehrsaufkommen 3-4 Stunden für 310km über die E40 (ab Aachen). Die
Parkmöglichkeiten in Brügge-Zentrum sind reichhaltig. Außerhalb der
Altstadt, die in 3 Minuten fussläufig erreichbar ist, liegt das komfortable
und preisgünstige Parkhaus „’t Zand“.

Brussel Air: www.gourmet-report.de/goto/brussels

Chocolatier Coppeneur ruft zum Dessert-Wettbewerb auf

Süßer Wettstreit um das beste Schokoladen-Dessert

Köche, Konditoren und Patissiers aus ganz Deutschland verzaubern
Schokoladenfans beim Cru de Cao-Award 2011.

Eine süße Mission liegt vor Chocolatier Oliver Coppeneur und seinem Team:
Er sucht Deutschlands bestes Schokoladen-Dessert. Im Rahmen des Cru de
Cao-Awards ruft er Köche, Konditoren und Patissiers dazu auf, edle Schokolade
in ein originelles und optisch wie geschmacklich hervorragendes Dessert
zu verwandeln. Auch Nachwuchskräfte sind gefragt: Auszubildende
können in der Junior-Kategorie teilnehmen.

Die Confiserie Coppeneur aus Bad Honnef bei Bonn verleiht diese Auszeichnung
zum ersten Mal. „Ein Grund dafür ist natürlich unsere Liebe zur
Schokolade“, erklärt Geschäftsführer Oliver Coppeneur, selbst passionierter
Konditormeister. „Aber wir möchten damit vor allem die Arbeit der Konditoren
und Patissiers würdigen und ihnen die Anerkennung zukommen lassen, die
sie verdienen. So viele Menschen erfreuen sich an ihren verspielten Kreationen,
aber die wenigsten wissen, was für eine Präzision und Konzentration
dahinter steckt.“ Der Chocolatier spricht aus Erfahrung: Er entwickelt seit
1993 Pralinen und Schokoladen.

Ein besonderes Aushängeschild in seinem Sortiment sind die Schokoladen
aus der Reihe Cru de Cacao. Sie geben dem Wettbewerb seinen Namen
und sollen – so die Aufgabenstellung – in den Desserts der Teilnehmer zum
Einsatz kommen. „Sie enthalten nur ausgewählten Edelkakao, Kakaobutter
und Rohrzucker. Dadurch erhalten sie eine besonders natürliche und
ursprüngliche Geschmacksnote“, sagt Oliver Coppeneur. Der Kakao stammt
aus biologischem Anbau und hat strenge Qualitätskontrollen durchlaufen.
Die Plantagenbetreiber kennt Oliver Coppeneur persönlich.

Zwar ist die Grundlage für jeden süßen Wettbewerbsbeitrag gleich. „Aber es
gibt natürlich unendlich viele Möglichkeiten, sie zu verarbeiten und in Szene
zu setzen. Ich bin sehr gespannt auf die Ideen und freue mich schon riesig
auf den Wettbewerb“, so Oliver Coppeneur. Die Bewerbungen gehen zurzeit
bei seiner Confiserie ein. Ein Rezept und ein Foto ihres Desserts müssen die
Köche, Patissiers und Konditoren aus ganz Deutschland einreichen, um
teilzunehmen. Eine hochkarätige Jury entscheidet dann, wer im September
beim großen Finale im Rahmen des Fachsymposiums „Chef-Sache“ in Köln
seinen Traum aus Schokolade in die Realität umsetzen darf – vor den
kritischen Augen der Jury und unter den schokoladenhungrigen Blicken des
Publikums.

Informationen zum Wettbewerb und zur Teilnahme erhalten Interessenten
direkt bei der Confiserie Coppeneur: www.coppeneur.de

Antonio und sein Schokoladengeheimnis

NDR, Donnerstag, 23.12., 18:15 – 18:45 Uhr

Antonio, der Italiener mit der Schokoladenleidenschaft und der Sehnsucht nach der Sonne in Bella Italia, hat sich in Schwerin niedergelassen und eine Schokoladenmanufaktur eröffnet. Eine Geschichte von süßen Genüssen erster Klasse, die Geschichte eines chaotischen Künstlers und Feinschmeckers – und die Geschichte von der Schwierigkeit, untrainierte Mecklenburger Geschmacksnerven auf den Schokoladentrip zu bringen.

Schokolade kochen, Zucker ziehen, Kunstwerke schaffen – magische Vorgänge für den Chocolatier. ‚Ich verkaufe hier Liebe!‘ sagt Antonio und stürzt vor die Cafétür, um einer ahnungslosen, neugierigen Passantin eine seiner neuesten Chilikreationen anzubieten.

Marmeladen-Magier und Schafsmilch-Chocolatier

Wandern und Schlemmen entlang der via culinaria in der Ferienregion Lungau

Via culinaria nennt sich der wohl „kost-barste“ Genuss-Wegweiser quer durch Stadt und Land Salzburg: Aufgeteilt nach Genusswegen für Feinspitze, Naschkatzen, Bierverkoster, Schnapsfreunde, Käsefreaks, Fleischtiger und Hüttenhocker zeigt die Via culinaria die besten Adressen zum Essen und Trinken, Genießen und Beisammensein. Das Wanderparadies Lungau, im Süden des Salzburger Landes, lockt Sommerurlauber mit knapp 60 schimmernden Bergseen, gepäckfreien Wanderrouten von Gipfel zu Gipfel und dutzenden reizvollen Mountainbike-Touren von 560 Kilometern Länge auf herausfordernden Höhenmetern.

Der südlichste Bezirk des Salzburger Landes, die Genussregion Lungau, ist ein inneralpines Becken auf über 1.000 Meter Seehöhe, das nicht nur kulinarische Gipfel zum Erklimmen bietet. Der Lungau ist für seine qualitativ hochwertigen Kartoffeln berühmt, die im Dialekt liebevoll Eachtling genannt werden. Gourmets und Gourmands sind im Lungau genau an der richtigen Adresse, denn lukullische Freuden in einer unberührten Alpenlandschaft zu genießen und dabei mit Freunden oder der Familie gemütlich zusammenzusitzen, das macht die beste Zeit des Jahres, den Urlaub, doch erst perfekt.

Freunde des Feuerwassers finden in der Ferienregion feine Enzianschnäpse, die mit dem „Goldenen Stamperl“ ausgezeichnet wurden: Eachtlinge und Tauernroggen werden zusätzlich zu den traditionellen Obstsorten liebevoll zu flüssigem Gold veredelt. (www.salzburg-online.at/…). Käseliebhaber lassen ihre Geschmacksknospen im Lungauer Almsommer mit erstklassigem Rohmilchkäse, ummantelt mit Meisterwurzblättern, Lärchenholzasche und Wachholdernadeln, aufblühen. www.bauernhoefe.at/hiasnhof

Naschkatzen werden auf der Schlemmerreise durch die Region in Tamsweg mit feinen Pralinen und traditionellen Leckerbissen, wie Kaiserschmarrn, Powidlbuchteln und Lungauer Rahmkoch zum Bleiben verführt. Eine Offenbarung ist auch die eigens perfektionierte Erdäpfel-Basilikum-Schokolade mit Eachtlingschnaps der Edelbrennerei Moser. Süße Verführungen bietet auch der Schafsmilch-Chocolatier Hochleitner: Im Atelier der Köstlichkeiten werden die gluten-, gentechnik und laktosefreien Schokoladenerzeugnisse Chocolina aus Schafsmilch hergestellt. (www.hochleitner.com). Schleckermäuler können beim Abstecher nach Mauterndorf in Trausners Genusswerkstatt dem Marmeladen-Magier Walter Trausner in der offenen Schauküche zuschauen, wie Bio-Wildbeeren zu feinster Marmelade und sogenannten „Pocketgelly“ veredelt werden: Fruchtgelee-Bonbons in himmlischen Geschmacksrichtungen wie Himbeere, Earl-Grey oder Kokos-Passionsfrucht. www.genusswerkstatt.com

Weitere kulinarische Highlights des Lungaus sind das Mesnerhaus in Mauterndorf ( www.mesnerhaus.at ), der Gasthof Andlwirt in St. Andrä ( www.andlwirt.at ) und das Romantik- und Genusshotel Wastlwirt in St. Michael ( www.wastlwirt.at ). Stubenhocker entdecken im Lungau bodenständige Gemütlichkeit gepaart mit himmlischem Gaumengenuss auf der 200 Jahre alten Kösslbacher Alm am Aineck: In der früher „offenen Rauchkuchl“ werden Lungauer Kasknödel mit Zwiebelsuppe und weitere Lungauer Köstlichkeiten gezaubert ( www.sbg.at/koesslbacher-alm ).

Drei Übernachtungen in einem ***Gasthof/Hotel sind mit Halbpension inklusive Schmankerl-Essen, Begrüßungsdrink, einer geführten Bergseewanderung mit anschließender Jause und der Besichtigung der Erlebnisburg Mauterndorf ab 154,- Euro pro Person von Juni bis August buchbar.

www.lungau.at

Ernährungsmagazin

Eins Plus, Mittwoch, 09.12. um 14:30 Uhr

Servicezeit: Essen & Trinken – Ernährungsmagazin

Thema: Pfefferminze: Heilt und würzt

Teflonpfannen im Test: Dicke Kratzer in der Teflonpfanne – besteht dadurch wirklich eine Gefahr für die Gesundheit? Servicezeit: Essen & Trinken gibt viele gute Tipps rund um die beschichteten Pfannen. Gibt es auch gute Qualität für einen günstigen Preis? Auf was muss man beim Einkauf einer Pfanne achten?

Fertiggerichte – Mehr Schein als Sein?: Egal ob Frikadelle mit Möhrengemüse, Krabbencocktail oder Gemüsesuppen – auf der Verpackung sehen Fertiggerichte in der Regel appetitlicher aus, als auf dem Teller. Wenn Lebensmittel für Werbung, Kochbücher oder Zeitschriften abgelichtet werden, helfen Food-Stylisten nach. Ein Profi zeigt Servicezeit: Essen & Trinken, wie er auf den Etiketten die Illusion der Frische erzeugt. Auch Wissenschaftler versuchen im Labor neue Wege zu finden, um die Qualität der vorgegarten, konservierten und schließlich wieder aufgewärmten Ware zu erhalten. Chocolatier – Lebensmittelhandwerker aus Leidenschaft: Er zählt zu den bekanntesten Chocolatiers in Deutschland – Lothar Buss aus Mühlheim an der Ruhr erfindet ständig neue Pralinés mit extravagantem Aroma. Geht es um Schokolade und Gewürze setzt er seiner Phantasie kaum Grenzen. So verwendet er die Tonkabohne aus Venezuela, kreiert eine Geschmacksmischung aus Mandeln und Orchidee oder Eukalyptus und Rosenblüten. In seinem „Chocolateroom“ bietet er Seminare an und gibt sein Wissen an Schokoladenfans weiter.