Alles über Champagner

Kleiner Champagner-Knigge aus dem Hause VRANKEN-POMMERY

Von Agraffe bis Cuvée – wer an den Festtagen mit Expertenwissen rund ums Thema Champagner glänzen möchte, sollte sich das ein oder andere Champagner-Vokabular aneignen. Im Knigge „Wissenswertes über Champagner“ erklärt VRANKEN-POMMERY wichtige Begriffe und gibt hilfreiche Tipps für Ihren perfekten Champagnergenuss:

Champagner

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Sektkunde

Der Sekt zu Silvester – warum heißt dort „trocken“ süß?

Der Jahreswechsel kommt, es knallen die Böller, das Feuerwerk und auch die Sekt-Korken. Schön ist, wenn es knallt, aber aus Genießergründen vielleicht doch nicht? Bei einem guten Sekt ist es schade, weil beim Knallen und dem anschließend praktisch unvermeidlichen Schäumen aus der Flasche viel Perlung, oder wie die Fachleute sagen Mousseux, verloren geht. So sage ich frech, knallen oder nicht, es kommt auf die Qualität an. Ganz raffiniert wäre natürlich, man lässt in größerer Runde ein einfacheres Gewächs um 12 Uhr knallen und reicht dann ein edleres sanft geöffnet hinterher. Aber vielleicht ist das zu akademisch doch vielleicht einen Versuch wert. Auf jeden Fall gibt es neben den großen und bekannten Marken viele ganz ausgezeichnete Winzersekte.

Leider recht irreführend sind die Geschmacksbezeichungen bei Sekt, die gar nicht konform gehen mit dem, was man von Wein kennt.
„Trocken“ heißt bei Sekt mild bis fast schon süß. Auf was muss man dann achten, wenn es wirklich trocken sein soll? Was heißt „brut“ oder „extra dry bzw. extra trocken“? Man denkt, aha, jetzt trocken? Nein, leider gefehlt. Letzteres bedeutet 12 bis 17 g/l Restzucker, in etwa soviel wie halbtrockener Wein. Denn bei Wein reicht trocken nur bis maximal 9 g/l Restzucker.

Hier die gesetzlichen bzw. EU-weiten Regelungen zur Geschmacksbezeichnung von Sekt bzw. des Zuckergehalts:

brut nature (naturherb): kein Zuckerzusatz. Der Zuckergehalt des fertigen Erzeugnisses liegt unter 3 Gramm/Liter
extra brut (extra herb): zwischen 0 und 6 g/l Zuckergehalt
brut (herb): unter 12 g/l Zuckergehalt
extra dry (extra trocken, sehr trocken): zwischen 12 und 17 g/l
trocken (dry, sec): zwischen 17 und 32 g/l
halbtrocken (medium dry, demi sec): zwischen 32 und 50 g/l
mild (süß, doux): mehr als 50 g/l

Trocken steht bei Sekt also für gut süß, zwischen 17 und 32 g/l Zucker. Das bedeutet bei Wein – bis 18 g/l Liter zählt bei Wein als halbtrocken – schon gut abgerundet. Trockener Sekt liegt also noch darüber. Das Ganze ist etwas verwirrend, hat sich aber so entwickelt, und wenn man es weiß, dann doch kein Problem. Also: Prosit! Finden Sie den richtigen Tropfen.

Was ist Sekt, was Schaumwein, was ist Champagner oder Crmeant:

Sekt oder Qualitätsschaumwein?
Dieser ist nicht auf die Herstellung im Inland oder deutsche Grundweine beschränkt. Die Bestimmungen gelten EU-weit, auch für Produkte aus Drittländern, wenn sie entsprechend hergestellt wurden. Das fertige Produkt muss mindesten 10 Vol.% Alkohol enthalten. Inländischer Qualitätsschaumwein oder Sekt muss eine zweite Gärung durchlaufen haben. Ferner sind je nach Herstellungsverfahren gewisse Mindestlagerzeiten vorgeschrieben. Erzeugnisse unterhalb dieses Qualitätslevels dürfen nur als Schaumwein verkauft werden.

Was ist Qualitätsschaumwein b.A. (bestimmte Anbaugebiete) oder Sekt b.A.?
Dazu müssen die Grundweine zu 100% aus dem benannten Gebiet kommen. Außerdem muss sich das Produkt einer amtlichen Prüfung unterziehen und erhält eine amtliche Prüfungsnummer (A.P. Nr.). Entsprechendes gilt für Rebsorten-Sekte und die Angabe kleinerer Gebiete wie Ortsnamen oder Lagen. Bei letzteren müssen 85% des Grundweins aus dem kleineren Gebiet, jedoch stets zu 100% aus dem bestimmten Anbaugebiet stammen.

Wann darf es Champagner heißen?
Die Bezeichnung entspricht einem Qualitätschaumwein b.A. Die Grundweine müssen zu 100% aus der Champagne, die Gegend um Reims und Epernay, in Frankreich stammen. Zur Herstellung sind nur drei Rebsorten erlaubt: Pinot noir = blauer Spätburgunder, Pinot Meunier = Schwarzriesling und Chardonnay. Die „Ausfuhr“ von stillem Champagner-Wein ist nur in Flaschen erlaubt, so dass andernorts kein Champagner hergestellt wird. Die Verwendung des Wortes Champagner oder anklingende Worte dürfen für andere Sekte, Weine oder Herstellungsverfahren nicht verwendet werden.

Was ist Crémant?
Durch den Schutz von Champagner wurde die schon zuvor für gehobenen französischen Schaumwein gebräuchliche Bezeichnung Crémant EU-weit zugelassen. Sie gilt grundsätzlich nur für weiße oder rosé Schaumweine mit geschützten geographischen Angaben oder Ursprungsbezeichnungen, in Deutschland also für Schaumweine, die den Voraussetzungen für Sekt b.A. entsprechen. Die Trauben müssen von Hand gelesen worden sein. Die Reifung auf der Flasche und Hefe nach der zweiten Gärung muss mindestens neun Monate betragen. Ferner gibt es Vorschriften für die schonende Pressung. Es dürfen nicht mehr als 100 l Most aus 150 kg Lesegut gewonnen werden. Hinzu kommen Grenzen für Süße und Schwefel.

Wann ist es Flaschengärung?
Bei dieser Angabe muss die zweite Gärung in der Flasche erfolgt sein. Dort muss das Erzeugnis mindestens neun Monate Reifung durchlaufen haben. Die Bezeichnung ist nur bei Sekt, also bei Qualitätsschaumwein oder Qualitätsschaumwein b.A. zulässig.
Quelle: www.bonvinitas.com

Die besten deutschen Sekte 2016

314 deutsche Sekte überzeugen durch Qualität / Sekthaus Raumland stellt erneut die Kollektion des Jahres
 
Die besten deutschen Sekte, hergestellt nach der Methode der klassischen Flaschengärung, stehen fest. Insgesamt 451 Sekte, zum Wettbewerb eingereicht von Weingütern, Genossenschaften und Sektkellereien aus allen deutschen Anbaugebieten, wurden Mitte Juli 2016 von einer 50-köpfigen Fachjury verkostet und bewertet.
 
Insgesamt 314 Sekte schafften die hohe Qualitätshürde von mindestens 87 Punkte (im internationalen 100-Punkte-Schema) und dürfen ab sofort mit der Auszeichnung von Meiningers Deutscher Sektpreis werben.
 
„Nachdem wir bereits im vergangenen Jahr beim ersten Sektpreis von den Qualitäten sehr beeindruckt waren, sehen wir in diesem Jahr sogar noch eine Steigerung. Sekte aus klassischer Flaschengärung sind bei weitem nicht mehr nur eine Ergänzung des Weinsortiments, sondern bilden sowohl in quantitativer wie vor allem qualitativer Hinsicht einen eigenen Bereich bei vielen deutschen Weingütern, Genossenschaften und Kellereien“, so Christoph Meininger, Verleger und Veranstalter des Wettbewerbs.
 
Umgangssprachlich als „Winzersekt“ bezeichnet, findet sich im Angebot der deutschen Weinerzeuger eine wahre Vielfalt an Spitzensekten. So ist unter den Siegersekten alles vom klassischen Riesling Sekt, über Burgunder Cuvées und Rosé Sekte bis hin zu regionalen Spezialitäten wie Sekten aus Muskat-Trollinger oder Silvaner in allen Preisbereichen und Geschmacksrichtungen vertreten.
 
„Es freut uns insbesondere, dass unter den Siegern des diesjährigen Wettbewerbs neben bereits etablierten und bekannten Sekterzeugern auch einige Newcomer und uns, zumindest im Bereich Sekt, bisher nicht bekannte Weingüter vertreten sind“, zieht Christian Wolf, Verkostungsleiter des Sektpreises sein Fazit.
 
Die Sekte wurden für den Wettbewerb in insgesamt 6 Kategorien eingeteilt. Die besten 3 Sekte der jeweiligen Kategorie wurden zusätzlich zu ihrer erreichten Punktzahl im Wettbewerb mit den Plätzen 1 bis 3 ausgezeichnet. Außerdem konnte die Jury in 4 Kategorien die Auszeichnung „Bester Brut Nature“, also Sekte ohne Zugabe einer Dossage, verleihen.
 
Die Auszeichnung „Kollektion des Jahres“ konnte in diesem Jahr das Sekthaus Raumland erringen, eines der führenden Sekthäuser in Deutschland und auch im Vorjahr bereits Sieger dieser Auszeichnung.
 
Meiningers Deutscher Sektpreis wurde vom Meininger Verlag, Neustadt, im Jahr 2015 erstmalig veranstaltet, um der kleinen, aber feinen Anzahl deutscher Sekte aus klassischer Flaschengärung, eine Plattform zu bieten, in denen sie ihre Qualitäten mit anderen messen können und so dem Winzer wie auch dem Konsumenten eine verlässliche Orientierung bietet.
 
Bei Sekten aus klassischer Flaschengärung findet die zweite Gärung in der Flasche statt. Dieses Verfahren ist vorwiegend vom Champagner bekannt, bei dem dieses Verfahren auch vorgeschrieben ist. Die klassische Flaschengärung ist das aufwendigste Verfahren zur Herstellung von Schaumwein und wird in der Regel ausschließlich für hochwertige Sekte angewendet.
 
 
Die diesjährigen Sieger Meiningers Deutscher Sektpreis 2016
 
Kategorie I – Riesling Sekt brut
 
1. Platz: 2013 Riesling extra brut, Wein- und Sektgut F. B. Schönleber, Oestrich-Winkel
 
2. Platz: 2014 Riesling brut, Weingut Reichsrat von Buhl, Deidesheim
 
3. Platz: 2012 Riesling Brut, Sekthaus Raumland, Flörsheim-Dalsheim
 
Kategorie II – Burgunder Sekt brut
 
1. Platz: Reserve brut, Weingut Reichsrat von Buhl, Deidesheim
 
2. Platz: 2013 Weissburgunder Extra Brut, Weingut Bergdolt Klostergut St. Lamprecht, Neustadt-Duttweiler
 
3. Platz: 2014 Pinot brut nature, Weingut Stefan Reinhardt, Niederkirchen
 
Kategorie III – Prestige-Burgunder Sekt brut (mind. 36 Monate Hefelager)
 
1. Platz: 2008 Cuvée MO Brut Nature, Schlossgut Diel, Burg Layen
 
2. Platz: 2008 Pinot & Chardonnay brut, Weingut Riffel, Bingen
 
3. Platz: 2009 IX. Triumvirat – Grande Cuvée Prestige Brut, Sekthaus Raumland, Flörsheim-Dalsheim
 
Kategorie IV – Rosé Sekt brut
 
1. Platz: 2013 Rosé extra Brut, Griesel Sekt – Sekthaus Streit, Bensheim
 
2. Platz: 2011 Spätburgunder Rosé Extra Brut Cuvée Special, Weingut Bergdolt Klostergut St. Lamprecht, Neustadt-Duttweiler
 
3. Platz: 2014 Pinot Rosé Brut, Weingut Gerhard Aenis, Binzen
 
Kategorie V –Sortenvielfalt Sekt brut
 
1. Platz: Kleinberger Nenniger Schloßberg Crémant Brut, Sektgut Martin Klein, Kreuzweiler
 
2. Platz: 2013 HOMMAGE 1816 Sylvaner brut, Weingut Braunewell, Essenheim
 
3. Platz: Johanniter brut, Öko-Hof Ruesch, Buggingen
 
Kategorie VI – Sekt trocken
 
1. Platz: 2014 Riesling extra trocken, Weingut Erich Stachel, Maikammer
 
2. Platz: 2014 Crémant Riesling Saarkristall extra trocken, Bernard-Massard Sektkellerei, Trier
 
3. Platz: 2014 Kirrweiler Mandelhöhe Pinot blanc de Noir Sekt extra trocken, Weinhaus Ralph Anton, Kirrweiler
 
 
Sonderauszeichnungen
 
Kollektion des Jahres
Sekthaus Raumland, Flörsheim-Dalsheim
 
bester Brut Nature der Kategorie I – Riesling Sekt brut
2008 Riesling Brut Nature
Schlossgut Diel, Burg Layen
 
bester Brut Nature der Kategorie II – Burgunder Sekt brut
2011 Cuvée XXV Anniversaire Brut Nature
Sektkellerei Andres und Mugler, Ruppertsberg
 
bester Brut Nature der Kategorie IV – Rosé Sekt brut
Perlage Rosé brut nature
Weingut Hirschmüller, Lauffen
 
bester Brut Nature der Kategorie V –Sortenvielfalt Sekt brut
2014 Gelber Muskateller Pfalz Brut Nature
Weingut Nicole Graeber, Edenkoben
 
bester Sekt aus aromatischen Rebsorten
2014 Muskat-Trollinger Rosé Sekt Prélude brut
Weingut Doreas, Remshalden

Alle prämierten Sekte aus klassischer Flaschengärung finden Sie ab sofort auf MEININGER ONLINE unter www.meininger.de.
 
Weitere Informationen: www.deutscher-sektpreis.de, www.meininger.de

Gold für Piper-Heidsieck

Spitzenchampagner mehrfach bei der International Wine Challenge ausgezeichnet

Jedes Jahr versammeln sich mehrere Hundert Juroren aus allen Teilen der Erde zu einem der renommiertesten Weinwettbewerbe der Welt, der International Wine Challenge (IWC), in London. Die Jury besteht größtenteils aus Masters of Wine und damit Absolventen der anspruchsvollsten Weinausbildung der Welt. Mindestens zehn Jurymitglieder prämieren die Weine und vergeben Punkte an die entsprechenden Weinproduzenten in den Kategorien Rot-, Weiß-, Barrique-, Süß- und Schaumwein. Die Fachleute testen zu jeweils drei verschiedenen Zeitpunkten jeden Wein und Champagner, bevor die Favoriten bekanntgegeben werden. Dabei wird in Runde eins eine erste Sortierung vorgenommen, Gold-, Silber- oder Bronzemedaillen gibt es in Runde zwei, und in Runde drei erhalten die Weine, die bei allen vorherigen Tastings Goldstatus erreicht haben, die Trophy-Auszeichnung.

Dieses Jahr lag Champagne Piper-Heidsieck weit vorne. Der Rare Millésime 1998 in der Magnumflasche wurde zum „Champion of Champions” gekürt, während der 2006 Vintage Brut mit einer Gold- und einer Trophy- und die Cuvée Sublime mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurden. In der neu geschaffenen Kategorie „Champion of Champions“ können alle Weine nominiert werden, die in den vergangenen Jahren bereits im Rahmen der IWC den Champion-Status verliehen bekommen hatten.

Kellermeister Régis Camus, der vergangenes Jahr sein 20-jähriges Firmenjubiläum bei Piper-Heidsieck feierte, steht für ein außergewöhnliches Maß an Qualität, Geschick, Sorgfalt und Aufmerksamkeit. Mit seiner Konzentration auf fruchtige Pinot Noirs aus der Region Côte des Bar, der individuellen Vinifizierung der 200 Crus, dem Aufbau eines Reservewein-Pools und der freiwilligen Reifezeit-Verlängerung von den gesetzlich vorgeschriebenen 15 auf mindestens 24 Monate revolutionierte der studierte Biologe und Biochemiker den Stil des Champagnerhauses.

Rare Millésime 1998
Piper-Heidsiecks Rare Millésime 1998 setzt sich zu 70 Prozent aus Chardonnay- und zu 30 Prozent aus Pinot-Noir-Trauben zusammen, deren Verbindung einen zeitlosen Charakter und eine feine Komplexität schafft. Rare Millésime 1998 hat eine vielschichtige Struktur, exotische Fruchtaromen und eine cremige Note. Bereits 2012 wurde der Rare Millésime 1998 von den Juroren der IWC als Schaumwein des Jahres ausgezeichnet.

2006 Vintage Brut
Nach über sechs Jahren Reifeprozess im hauseigenen Keller entfaltet der Gold- und Trophy-Gewinner 2006 Vintage Brut seine volle Eleganz. Hierzu tragen 51 Prozent Chardonnay und 49 Prozent Pinot Noir bei, vertreten durch 17 ausgewählte Crus, davon neun Grands Crus, sieben Premiers Crus sowie acht Pinot Noirs und neun Chardonnays.

Cuvée Sublime
Ein großer Klassiker des Hauses Piper-Heidsieck, die Cuvée Sublime, wurde ebenfalls mit der Goldmedaille ausgezeichnet. Régis Camus‘ erste Kreation für das Traditionshaus Piper-Heidsieck vereint innerhalb eines um mindestens zwölf Monate verlängerten Reifeprozesses die bekannte Cuvée Brut des Hauses mit 100 ausgewählten Champagner- und Schwarzriesling-Crus.

www.piper-heidsieck.com

Ergebnisse der DLG-Bundesweinprämierung 2014

Rund 4.500 Weine und Sekte von Experten getestet – Sonderpreis „Beste Kollektionen“ für Wein und Sekt sowie „Bestes Riesling-Sortiment“
 
Das Testzentrum Lebensmittel der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) hat jetzt die Weine und Sekte bekannt gegeben, die in der DLG-Bundesweinprämierung 2014 ausgezeichnet wurden. In drei Prüfrunden zur führenden Qualitätsprüfung für deutsche Weinerzeuger testete die DLG rund 4.500 Weine und Sekte von rund 300 teilnehmenden Winzerbetrieben aus allen 13 deutschen Anbauregionen. In diesem Jahr vergaben die DLG-Weinexperten 62 Gold Extra-, 758 Gold-, 1651 Silber- und 975 Bronze-Medaillen. Alle Testergebnisse sind im Internet unter www.DLG-Verbraucher.info veröffentlicht. Die Verleihung der Bundesehrenpreise mit Bekanntgabe des DLG-Winzers des Jahres und der DLG-Jungwinzer des Jahres findet am 30. Oktober in Mainz statt.
 
Der Jahrgang 2013 kann auf eine turbulente Vegetationsperiode zurückblicken: im Frühjahr zu kalt und nass, tropische Temperaturen im Sommer und schließlich ein extrem regenreicher Herbst. Die deutschen Winzer mussten sowohl im Weinberg als auch im Keller ein geschicktes Händchen haben, um hohe Säurewerte oder geringere Mostgewichte zu meistern. Vielfach wird bereits von einem „Winzerjahrgang“ gesprochen, denn handwerkliches und fachliches Können waren Garant dafür, dass trotz widriger Bedingungen erfreuliche Ergebnisse erzielt wurden. So verleiht die in der Regel vorhandene Säurestruktur vielen Weißweinen eine angenehme Frische und lässt sowohl einen animierenden Trinkgenuss, wie auch eine gute Lagerfähigkeit erwarten.
 
Die 50 besten Weine und die zwölf besten Sekte
 
Mit 17 Auszeichnungen stellt die Pfalz in diesem Jahr die meisten Weine und Sekte, die mit dem „Goldenen DLG-Preis extra“ prämiert wurden. Es folgen Württemberg mit zwölf sowie Rheinhessen und Baden mit je elf „Goldenen DLG-Preisen extra“. Die meisten Auszeichnungen in Gold, Silber und Bronze erzielten mit 955 Prämierungen die Winzer aus der Pfalz, gefolgt von Baden (617), Württemberg (584) sowie Rheinhessen (481).
 
Beste Kollektionen 2014
 
Im Rahmen der Bundesweinprämierung werden jedes Jahr die besten Kollektionen in den Kategorien „Weißwein trocken“, „Weißwein fruchtig“, „Rotwein trocken“, „Barrique trocken“ und „Edelsüß“ ermittelt und ausgezeichnet. Seit letztem Jahr werden außerdem zwei Sonderpreise für die besten Sekt-Kollektionen „brut bis extra brut“ und „halbtrocken bis mild“ vergeben. Die Preisträger für die „Besten Kollektionen 2014“ sind:
 
Beste Kollektion „Weißwein trocken“
Ökonomierat Johann Geil I. Erben, Bechtheim (Rheinhessen)
Beste Kollektion „Weißwein fruchtig“
Weingut Fleischmann, Gau-Algesheim (Rheinhessen)
Beste Kollektion „Rotwein trocken“
Weingut Leopold Schätzle, Endingen (Baden)
Beste Kollektion „Barrique trocken“
Weingut Bergdolt-Reif & Nett, Duttweiler (Pfalz)
Beste Kollektion „Edelsüß“
Vier Jahreszeiten Winzer eG, Bad Dürkheim (Pfalz)
Beste Kollektion „Sekt brut bis extra brut“
Sektgut St. Laurentius Klaus Herres, Leiwen (Mosel)
Beste Kollektion „Sekt halbtrocken bis mild“
Winzergenossenschaft Edenkoben eG (Pfalz)
 
Bestes Riesling-Sortiment
 
Zum 16. Mal wurde in diesem Jahr der „ProRiesling“-Ehrenpreis des Vereins „ProRiesling“ verliehen. Er geht an das beste Riesling-Sortiment der Bundesweinprämierung 2014:
 
Bärenhof, Helmut Bähr & Sohn, Bad Dürkheim (Pfalz)
 
  www.DLG.org

Piper-Heidsieck stellt limitierte Designverpackungen vor

Klare Linien, lebendige Farben und eine reduzierte Formensprache zeichnen die neuen Geschenkverpackungen von Piper-Heidsieck aus. Inspiriert vom französischen Designer Jacques Ferrier, der 2008 den hochmodernen Firmensitz des Traditionshauses entwarf, hüllt Piper-Heidsieck seine Brut, Rosé Sauvage und Cuvée Sublime Champagner ab Oktober 2014 in edle Geschenkverpackungen.

„Ein selbstbewusstes, modernes und helles Gebäude, offen eingebunden in die Landschaft und umgeben von einem luftigen Metallnetz, das an die aufsteigende Perlage im Champagnerglas erinnert“, so beschreibt Designer Jacques Ferrier sein Werk vor den Toren von Reims. Angelehnt an die Arbeit des Franzosen, der unter anderem den französischen Pavillon auf der Weltausstellung 2010 in Shanghai entwarf, sind die neuen Geschenkverpackungen von Piper-Heidsieck. „Unser Ziel war eine einheitliche Formensprache, die edel und gleichsam zeitgemäß ist und damit den Premiumcharakter unserer Produkte unterstreicht“, so Cécile Bonnefond, Präsidentin von Piper-Heidsieck.

Konstant hochwertig bleibt das Flascheninnere, das garantiert Kellermeister Régis Camus. Der Franzose feierte jüngst sein 20-jähriges Firmenjubiläum und wurde 2013 von der renommierten Jury der IWC London zum siebten Mal in Folge als „Sparkling Winemaker of the Year“ ausgezeichnet. Eines der Flaggschiffe des Champagnerhauses ist der Brut in roter Designverpackung. Er hat frische Zitrusnoten und Aromen von Äpfeln und Birnen und verfügt über eine kräftige Struktur. Der Rosé Sauvage, der ab Herbst in leuchtendes Pink gehüllt ist, gehört mit seinem vollmundigen Geschmack von reifen Beeren und Zitrusfrüchten sowie der zinnoberroten Farbe zu den außergewöhnlichsten Rosé Champagnern. In sattem Lila präsentiert sich die Demi Sec Cuvée Sublime, die mit ihren Frucht-, Gewürz- und Veilchennoten hervorragend zu aromatischem Käse oder reichhaltigen Desserts passt.

Die Design-Geschenkverpackungen von Piper-Heidsieck sind ab Oktober 2014 im Einzelhandel ab 29,99 Euro erhältlich.

Das Restaurant der Villa Cordevigo

Das Restaurant der Villa Cordevigo folgt dieser Philosophie und lässt Feinschmecker in die Weinberge des Bardolino Classico nach Cavaion Verona in die Nähe des Gardasees strömen. Die venezianische Villa in der Ortschaft Cordevigo, die im Jahre 1700 erbaut wurde und sich im Besitz italienischer Adelsfamilien befand, ist heute ein Luxus Wein Relais, das zu der renommierten Weinkellerei Villabella gehört. Bereits im 15. Jahrhundert wurde in der Region Wein angebaut. Die kulinarische Philosophie der venezianischen Villa basiert auf den Gaumenfreuden vergangener Tage, deren Bestreben es war, die Schönheiten der Natur und des Weins miteinander verschmelzen zu lassen. Das Restaurant bietet vor allem veronesische Küche der Saison, die sich überlieferter Rezepte aus lokaler Tradition bedient.

In dem eleganten Ambiente des Restaurants reicht man exquisite Weine des Weinguts Villabella, die in perfekter Harmonie zu den servierten Speisen stehen. Der Rotwein Villa Cordevigo Rosso und der Weißwein Villa Cordevigo Bianco sind mit dem französischen Qualitätssiegel Cru ausgezeichnet. Doch auch weitere delikate Weine aus der malerischen Landschaft um den Gardasee wie der Bardolino Classico Rosso, Chiaretto, Bardolino Chiaretto Sekt, Lugana und der neue Brut Rebianco Sekt sind mit ihrer fruchtigen Note ein Gedicht für anspruchsvolle Gaumen. Einst gaben die Römer der Ortschaft den Namen Cordevigo, was soviel wie „Tatkraft des Herzens“ bedeutet, ein Ort in dem die Natur und das Glück vorherrschen. Dieser Zauber ist bis heute spürbar.

Der Preis für ein Doppelzimmer in der Villa Cordevigo beläuft sich auf zirka 390 Euro pro Person in der Nebensaison. Weitere Information zum Hotel unter www.villacordevigo.com oder telefonisch unter +39 45 723 52 87.

Piper-Heidsieck international prämiert

Decanter World Wine Awards, International Wine Challenge, Concours Mondial de Bruxelles – es gibt kaum einen Weinwettbewerb, auf dem Piper-Heidsieck in den vergangenen Jahren nicht ausgezeichnet wurde. Und auch aktuell kann das Champagnerhaus aus Reims wieder zahlreiche Ehrungen verzeichnen. Das Resultat langjähriger, harter Arbeit, denn Kellermeister Régis Camus, der die Produktion seit 2002 leitet, setzt auf erstklassige Grundprodukte und konsequent hohe Qualität.

„Ich habe die Position als Kellermeister vor mehr als zehn Jahren angetreten, um die Champagner von Piper-Heidsieck an die internationale Spitze zu bringen. Wir haben viel verändert, und der Erfolg der letzten Jahre gibt uns Recht“, so Régis Camus. Der Kellermeister, der seit 1994 für Piper-Heidsieck tätig ist, wurde 2012 zum sechsten Mal in Folge von der anspruchsvollen Jury der IWC London zum „Sparkling Winemaker of the Year“ gewählt – ein einzigartiger Erfolg in der Geschichte der Champagne. Auch die Schaumweine, die unter Camus‘ Leitung entstehen, werden regelmäßig ausgezeichnet: Die kürzlich präsentierte Prestige Cuvée Rare 2002 erhielt im Wine Spectator 95 von 100 Punkten, MUNDUSvini 2012 zeichnete sie mit der großen Goldmedaille aus, und der Weinführer Gilbert & Gaillard vergab 97 von 100 Punkten. Weinblogger Niko Rechenberg setzte den Rare 2002 auf Platz eins seiner Schaumwein-Top-Ten „Kollektionen des Jahres 2012“, und der Piper-Heidsieck Brut, seit mehr als 200 Jahren das Aushängeschild des Hauses, findet sich als einziger Non-Vintage-Champagner auf der aktuellen Wine Spectator Top 100 Liste.

Bei der Produktion legt Camus vor allem Wert auf hochwertige Grundprodukte: Neben den Trauben aus Piper-Heidsiecks eigenen Lagen verarbeitet er Trauben aus verschiedenen Bezirken der Champagne. Dabei orientiert er sich häufig in die südliche Champagne Richtung Burgund, denn dort finden sich Reben mit einem besonders kräftigen Aroma. Sie geben den Schaumweinen außergewöhnliche Tiefe und Charakter. Zugekauft wird fast ausschließlich von Weinbauern, mit denen Piper-Heidsieck eine jahrzehntelange Zusammenarbeit verbindet.

Das 1785 gegründete Champagnerhaus befindet sich in einem Spannungsfeld aus Tradition und Moderne: Eigene, 15 Kilometer lange und mehr als 2000 Jahre alte romanische Kreidekeller stehen einem fast futuristisch anmutenden Firmensitz mit kubistischen Formen, Glas und viel freier Fläche gegenüber. Die Keller bieten mit einer beständigen Temperatur von 10 Grad und 90 Prozent Luftfeuchtigkeit optimale Reifebedingungen für den charaktervollen Brut, den würzigen Rosé Sauvage, die halbtrockene Cuvée Sublime und die erlesene Prestige Cuvée Rare. Oberhalb befindet sich eine drei Hektar große Parkanlage mit stylishem Art-Deco-Besucherpavillon. Auch bei der Produktion selbst spielt Design eine wichtige Rolle: Die Verarbeitungshalle ist ein gelungenes Zusammenspiel aus warmem Holz und Edelstahl und wurde von Ferruccio Laviani, Architekt und Gründer der Designmarke Kartell, und seinem Kollegen Jaques Ferrier entworfen.

Weitere Informationen: www.piper-heidsieck.com

Neues vom Apfelgut

Hallo, liebe Gourmet Report Freunde!

Das Jahr ist noch jung und wir wünschen allen nur das Beste: Gesundheit, Erfolg, Glück und Zufriedenheit!
Wir haben das Jahr mit Dreharbeiten angefangen, damit wir auch in diesem Jahr wieder jeden Samstag bei Ihnen zu Gast sein können, wenn Sie uns denn empfangen wollen.
Natürlich ist trotz der neuen Rundfunk- und Fernsehgebühren-Regelung kein Geldsegen über dem WDR niedergegangen, so dass wir weiterhin Wiederholungen und Zusammenschnitte aus verschiedenen Sendungen zwischen den neu gedrehten platzieren müssen. Aber auch darunter ist immer wieder etwas, was auch die ausgefuchstesten alten Hasen (diese schräge Formulierung mögen Sie uns mal erlauben) neu entdecken können.

Neues Buch?
Immer wieder werden wir gefragt, ob es nicht wieder ein neues Begleitbuch zu unserer Sendung gibt – leider nein. Es war etwas geplant, konnte aber nicht realisiert werden. Die augenblickliche Situation im Buchhandel und Verlagswesen ist von großer Unsicherheit geprägt, man weiß angesichts von e-Book, Internet und anderen neuen Möglichkeiten nicht so recht, wo die Reise hingeht. Es wird daher nur zögerlich geplant und investiert. Wir bleiben aber dran und informieren Sie über die weitere Entwicklung.

Bestens funktioniert aber der Rezeptabruf und vor allem der Newsletter des WDR. Über den Button „Kochen mit Martina und Moritz“ auf der Startseite unserer Homepage kommen Sie direkt auf die WDR-Seite, um ihn bestellen zu können. Einfach in der rechten Spalte auf „Rezepte Newsletter“ klicken, dann geht das Bestellformular auf – es lohnt sich!

Pomme-Pure – prickelnder Apfel alkoholfrei
Der Jahrgang 2012 ist uns perfekt gelungen, die Investition in eine eigene Presse hat sich bestens bewährt: Die Aromen sind noch frischer, klarer und eleganter. Jetzt sind alle 6 Sorten aus dem neuen Jahrgang wieder lieferbar: Cox Orange, Elstar, Boskoop, Glockenapfel, Rubinette und die Cuvée.

Ja, es gibt auch dieses Jahr wieder den Spezialpreis für die fünfte Jahreszeit – gleichgültig, ob Sie Fasching, Karneval oder Fasnet sagen:
Duttenhofer Pomme-Cidre
Süffig, rund, erfischend, nur 3 % Alkohol – prima für die Party! Auch für junge Leute.
Sie bestellen 12 Flaschen, Sie zahlen aber nur 10!
Statt 68 € zahlen Sie also nur 58 € + 7.50 € Versandkosten = 65,50 €.
Und wenn Sie 24 Flaschen bestellen, versenden wir frei Haus:
24 Flaschen kosten dann nur 116 €!

Einfach diesen Report als eMail an uns schicken und hier eintragen, wie viele Kartons à 12 Flaschen Sie haben wollen:
____ x 12 Flaschen Pomme-Cidre

PS: Es soll Leute geben, die bestellen sich jetzt schon eine Ration für den ersten Frühlingstag auf Balkon, Terrasse oder im Garten…
Und alle, die es ganz trocken mögen, sollen auch nicht darben:
6 Flaschen 2001 Duttenhofer Pomme-Brut bestellen und 5 bezahlen:
Statt 87 € (Kartonpreis 84,50 €) nur 72,50 € (+ 7,50 € Versandkosten = 80 €) und
12 Flaschen für 145 € frei Haus!

____ x 6 Flaschen Pomme-Brut
Und hier noch einige Termine zum Vormerken:
Am 28. Februar gastieren wir in München, zusammen mit Denis Scheck in der Black-Box im Gasteig. Näheres demnächst auf der Homepage der veranstaltenden Buchhandling Moths www.li-mo.com

Am 3. März sind wir in Frankfurt auf der Apfelwein im Römer, von 14 bis 18 Uhr. Neben vielen anderen Spitzenerzeugern aus aller Welt stellen wir unsere Apfelweine, die neuen Pomme-Pure und ausgewählte Brände vor.

Am 11. März können Sie uns live in Goch erleben – Karten gibt es bei der
Völckerschen Buchhandlung GmbH, Steinstraße 5-7, 47574 Goch
Tel.: 02823-88188, E-Mail:
info@voelcker-buch.de

Vom 11. bis 14. April findet in Stuttgart in den Messehallen beim Flughafen wieder die Slow-Food-Messe statt, auf der wir natürlich auch in diesem Jahr mit einem eigenen Stand präsent sein werden. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Am 20. und 21. April sind wir bei den Fränkischen Genusstagen in Weißenburg: Am Samstag als Kommentatoren eines abendlichen Diners im Bräustüberl Zur Kanne, am Sonntag als Teilnehmer der Podiumsdiskussion. Die Teilnahme ist zu buchen über www.wir-sind-rotweiss.de , ab Ende Januar auch unter www.die-fraenkischen-genusstage.de

apfelgut GBR
Martina Meuth & Bernd Neuner-Duttenhofer
Neunthausen 43/45
D – 72172 Sulz-Hopfau
Telefon: 07454 / 9697 -98 oder -33
Telefax: 07454 / 9697 -96 oder -37
info@apfelgut.de – www.apfelgut.de

Sekt oder Champagner

ÖKO-TEST erklärt, wie die Edelbrause entsteht und warum auch manche billigen Sektsorten durchaus zu empfehlen sind.

Sekt gehört zu Silvester wie die Butter aufs Brot. Gegen Jahresende machen die Anbieter doppelt so viel Umsatz wie im Rest des Jahres. Sekt und Champagner sind edel und fein. Komisch nur, dass die Sektpreise immer weiter in den Keller rutschen. Im Discounter bekommt man den Durchschnittssekt pro Flasche schon für zirka 2,50 Euro. Man bedenke: Davon geht noch ungefähr ein Euro für die Sektsteuer ab. Bleiben 1,50 Euro übrig, die der Kunde für Rohstoffe, Herstellung und Vertrieb bezahlt. Schwer zu glauben, dass dann noch qualitativ hochwertige Zutaten in der Flasche landen.

Dennoch bekommt der Käufer häufig einen Sekt, der schmeckt, denn man kann durchaus aus einem billigen Wein einen trinkbaren Sekt machen, so ÖKO-TEST. Die Edelbrause entsteht in mehreren Schritten und meistens auch aus mehreren unterschiedlichen Grundweinen. Zunächst bekommt die Weinmischung in Form von Zucker und Hefe Futter für eine zweite Gärung. Während sie reift, bilden sich Kohlensäure und Aromen. Zum Schluss hat der Kellermeister beispielsweise mit der Zugabe von Zucker oder Säure noch die Möglichkeit, den Geschmack abzurunden.

Günstige Sekte reifen meist nicht traditionell in der Flasche, sondern in großen Tanks, müssen deshalb aber nicht schlechter schmecken. Das zeigt auch eine Untersuchung von ÖKO-TEST. Das Verbrauchermagazin hat 20 mittelpreisige Sekte und günstige Discounterchampagner im Labor auf schädliche bzw. bedenkliche Inhaltsstoffe und den Geschmack von geschulten Sensorikern untersuchen lassen (siehe ÖKO-TEST Jahrbuch 2012). Mehr als die Hälfte der untersuchten Prickelweine gingen mit der Bestnote aus dem Rennen, darunter alle fünf Champagner.

Je nachdem, ob die Sekte sich brut, trocken oder extra trocken nennen, dürfen sie nur einen definierten Zuckergehalt aufweisen. Sekte mit der Bezeichnung trocken enthalten wesentlich mehr Zucker als trockener Wein, nämlich bis zu 35 Gramm Zucker pro Liter. Extra trocken heißt bis 20 g/l, brut bis 15 g/l Zucker. Wer halbtrockene Sekte bevorzugt, muss mit bis zu 16,5 Stück Würfelzucker (50 g Zucker) pro Liter rechnen. Alle Sekte, die ÖKO-TEST untersucht hat, haben die Bestimmungen im Rahmen der erlaubten Toleranzen eingehalten. Das gilt auch für den Alkoholgehalt. Er muss bei mindestens zehn Prozent liegen und darf nur geringfügig von der Deklaration auf der Flasche abweichen.

Allerdings haben acht Sekte im Test mit zu großen Mengen an Fremdkohlensäure gesprudelt. Das ist gesetzlich verboten. Es steht im geltenden EU-Recht: „Kohlendioxid im Schaumwein darf nur aus der alkoholischen Gärung der Cuvée (eine Mischung unterschiedlicher Weine) stammen, aus der er bereitet wird.“ Erlaubt ist aber die Verwendung von Kohlendioxid bei der Umfüllung durch Gegendruck, sofern dies unter Aufsicht geschieht und sich der Druck im Schaumwein nicht erhöht. Die Hersteller folgern daraus, dass ein Austausch von technischem und gärungseigenem Kohlendioxid technologisch nicht vermeidbar und damit erlaubt ist. Fremdkohlensäure ist aber nicht gesundheitsschädlich und schmälert auch nicht den Geschmack. Mit Fremdkohlensäure ist ein Sekt wesentlich einfacher und preisgünstiger zu produzieren. Perlwein, dem der Blubber von außen zugesetzt wird, hat ein schlechteres Image als Sekt. Deshalb haben die Versekter wohl auch etwas gegen die Kennzeichnung „mit zugesetzter Kohlensäure“. Über den Sachverhalt streitet man in der Branche schon seit Jahren.

Gesetze fördern manchmal Verbrauchertäuschung. Bei der Sektherstellung spielt das Wörtchen „traditionell“ eine besondere Rolle. Nur wenn traditionelle Flaschengärung draufsteht, findet die Versektung ausschließlich in der Flasche statt, in der der Sekt später auch verkauft wird. Steht nur Flaschengärung ohne das Wörtchen „traditionell“ auf dem Etikett, reift der Sekt zwar zunächst in größeren Flaschen, wird dann aber in Tanks überführt, gefiltert und wieder in Flaschen abgefüllt. Dabei geht oft sogar noch mehr gärungseigene Kohlensäure verloren als bei der reinen Tankgärung.

Die ÖKO-TEST-Empfehlung: Das Preis-Leistungs-Verhältnis für die Discounterchampagner ist sehr gut. Zwar macht der Schampus bei den Gästen Eindruck, doch man sollte bedenken: Nicht jedem schmeckt das sehr trockene, herbe Getränk. Sekt ist im Unterschied dazu frischer und fruchtiger. Im schmalen, hohen Flötenglas können die Perlen am besten aufsteigen. Glas nur zu zwei Dritteln füllen. Er perlt dann besser und entwickelt mehr Aroma. Wichtig ist zudem: Sekt sollte möglichst bald getrunken werden. Bis dahin stehend, kühl und dunkel lagern.

– Champagner wird aus Trauben der französischen Provinz Champagne gemacht und immer traditionell in der Flasche hergestellt. Verwendet werden nur die drei Rebsorten Pinot Noir, Pinot Meunier und Pinot Chardonnay. Die Mischung der Sorten bestimmt den Charakter des jeweiligen Champagners.

– Cuvée: Die Kellermeister vermischen Rebensaft verschiedener Lagen, Jahre und Traubensorten miteinander. Diesen fein abgestimmten Mix nennt man Cuvée. Bei Markensekten ist die Cuvée unumgänglich. Nur so lässt sich ein über Jahre möglichst gleich bleibender Geschmack erzielen.

– Crémant: Französischer Schaumwein der nach traditionellem Champagnerverfahren hergestellt wird, aber nicht aus der Champagne kommen muss. Ansonsten gelten für ihn ähnliche Bestimmungen wie für Sekt.

– Cava: Spanischer Schaumwein der meist nach traditionellem Champagnerverfahren hergestellt wird, aber nicht immer. Auf das etikett gucken. Der hochwertigste Cava ist ein Brut Nature (Reserva). Ansonsten gelten für ihn ähnliche Bestimmungen wie für Sekt.

– Dosage: Der Zusatz von im Wein gelösten Zucker. Die Fülldosage leitet die zweite Gärung ein, mit der Versanddosage kann nach der zweiten Gärung noch der gewünschte Süßegrad eingestellt werden.

– Enthefen: Entfernen der Hefe aus dem Schaumwein. In der traditionellen Flaschengärung werden die Flaschen mit dem Hals schräg nach unten auf ein Pult gestellt und regelmäßig gerüttelt, sodass sich die Hefe am Flaschenhals sammelt. Bei den anderen Sektverfahren filtert man.

– Prosecco gehört nicht zur Sektfamillie. Es handelt sich um eine weiße Rebsorte, die ursprünglich aus dem Norden Italiens kommt, die es aber auch anderswo gibt. Aus dieser Traubenart wird hauptsächlich ein Perlwein, auf Italienisch „Frizzante“ gekeltert. Er reift nicht so lange in der Flasche wie Sekt, schmeckt fruchtiger und leichter und ist oft auch günstiger.

– Rebsorten- und Jahrgangssekt: 85 % der verwendeten Weine müssen aus der namensgebenden Rebsorte (zum Beispiel Riesling) beziehungsweise aus dem entsprechenden Jahrgang stammen.

Was auch immer Sie zu Silvester trinken, Gourmet Report wünscht Ihnen ein prickelndes 2013!

Übrigens wir werden mit einem 2006 Jahrgangs Cava Brut Nature Reserva und Piper Heidsieck Prestige Cuvée Rare 2002 anstossen.