Das Gewicht des Kellners

Wer hätte das gedacht? Ist der Kellner fett, bestellen die Gäste mehr – Wissenschaftliche Arbeit von Tim Döring (Friedrich Schiller Universität Jena) und Brian Wansink (Cornell University, Ithaca, NY, USA)

Das war die Frage, die sich die beiden Wissenschaftler stellten:

Does the weight of a server have an influence on how much food diners order in the high-involvement environment of a restaurant? If people are paying for a full meal, this has implications for consumers, restaurants, and public health. To investigate this, 497 interactions between diners and servers were observed in 60 different full-service restaurants. Diners ordered significantly more items when served by heavy wait staff with high body mass indexes (BMI; p < .001) compared with wait staff with low body mass indexes. Specifically, they were four times as likely to order desserts (p < .01), and they ordered 17.65% more alcoholic drinks (p < .01). These findings provide valuable evidence in recent lawsuits against weight discrimination, and it suggests to consumers who decide what they will and will not order at a restaurant—such as a salad appetizer, no dessert, and one drink—than to decide when the waiter arrives.

http://eab.sagepub.com/content/early/2015/10/29/0013916515621108.abstract

Ahornsirup-Festivals in Ontario

Zwischen Februar und April können „Leckermäulchen“ eine regelrechte Pilgerfahrt durch das Ahornsirup-Schlaraffenland Ontario unternehmen

Vom 16. Februar bis zum 21. April 2013 öffnet das Fulton’s Pancake House and Sugar Bush, rund 60 Minuten südwestlich von Ottawa, seine Tore. Die Fulton-Familie, die bereits in der 4. Generation das Unternehmen leitet, gibt Besuchern einen Einblick in die traditionelle Gewinnung des süßen Saftes und lädt zur Verkostung verschiedener, mit Ahornsirup verfeinerten Gerichten – dabei darf der klassische Pfannkuchen natürlich nicht fehlen – ein. Ein Zimmer weiter wird aus dem kulinarischen Gaumenschmaus ein wohltuendes Körpererlebnis: Unter dem Namen Maple Luscious sind Körperpflegeprodukte wie Lippenbalsam, Body Lotion und Body Scrub der hauseigenen Ahornsirup- Kosmetikserie erhältlich. www.fultons.ca

Am 23. und 24. April 2013 findet in Prince Edward County, ca. 2,5 Autostunden östlich von Toronto entfernt, das Maple in the County Festival statt. 12 Ahornsirup-Produzenten der Halbinsel, die als neueste kulinarische Region der Provinz Ontario gilt, feiern mit Einheimischen und Besuchern die erste Safternte. Dabei schließen sich Geschäfte und Lokale rund um Picton und Bloomfield mit Köstlichkeiten wie Maple Dog Cookies, Maple Martinis und Maple Hot Dogs vom legendären Buddha Dog Restaurant, an.
www.mapleinthecounty.ca

Die Ahornsirup-Saison krönt das Elmira Maple Syrup Festival am 6. April 2013. Seit 1965 zieht das Event jährlich über 60,000 Besucher aus aller Welt an – neben der eigentlichen Verkostung von Pfannkuchen stehen Pfannkuchen-Wende-Wettbewerbe, Live-Kochshows und Touren entlang der Ahornsirup-Plantagen auf dem Programm. Elmira befindet sich ca. 1,5 Autostunden südwestlich von Toronto, direkt an Kitchener-Waterloo angrenzend. In dieser Region, zu der auch St. Jacobs zählt, haben sich Mitte des 19. Jahrhunderts deutsche Siedler niedergelassen – die Traditionen der Mennoniten prägen hier auch heute noch das Stadtbild. www.elmiramaplesyrup.com

Weitere Informationen zu den Ahornsirup-Events finden Sie unter www.ontariotravel.net/de

Stiftung Warentest: Sonnenschutzmittel

Teurer Sonnenschutz muss nicht sein – im Test schnitten preiswerte Mittel von Discountern und Drogeriemarktketten am besten ab. Das ist gut so, denn beim Sonnenschutz gilt: viel hilft viel. Gut eincremen lautet die Devise, und immer wieder nachcremen. 14 der untersuchten 20 Mittel mit Lichtschutzfaktor 30 bekamen die Note „Gut“. Die besten, die die Haut gleichzeitig „sehr gut“ mit Feuchtigkeit anreichern, sind Sun Dance Transparentes Sonnenspray (dm), Cien Sonnenmilch classic (Lidl), Lavozon Sonnenmilch (Müller) und Sun Ozon Sonnenlotion Soft & Light (Rossmann). Sie kosten zwischen 1,20 und 2,50 pro 100 ml.

Die Tester untersuchten, ob der Lichtschutzfaktor eingehalten wurde, der UVA-Schutz, ob die Haut genügend mit Feuchtigkeit versorgt wird, wie sich die Mittel anwenden ließen, außerdem die Deklaration. In der mikrobiologischen Qualität waren vier Mittel „ausreichend“: alverde von dm und eco (beide Naturkosmetik) sowie Annemarie Börlind und La Roche-Posay.

Nur zwei Produkte waren „mangelhaft“. Der UVA-Schutz reichte bei Avon A New Solar Advance Suncsreen Body Mist und bei eco Sonnencreme mit Sanddorn und Olive (Bio-Produkt) nicht aus. UVA-Strahlen dringen tiefer in die Haut ein als UVB-Strahlen und sollten daher auch gründlich abgeschirmt werden.

Wer nach 10 Minuten in der Sonne rot wird, kann mit Lichtschutzfaktor 30 etwa 30 mal so lange in der Sonne bleiben. Ärzte empfehlen jedoch, spätestens nach zwei Dritteln dieser Zeit aus der Sonne zu gehen.

Der ausführliche Test von Sonnenschutzmitteln ist in der Juli-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de/sonnenschutz veröffentlicht.

Körperkunst & Haute Cuisine an der Sunshine Coast

Im Mai zieht es sowohl Freunde von Bodypainting als auch Feinschmecker an die australische Sunshine Coast. In den beliebten Orten Eumundi und Noosa steigen Mitte des Monats bunte, magische und vor allem auch kulinarische Events.

Künstler aus aller Welt, tausende Besucher und unzählige Liter Farbe machen Eumundi am 12. und 13. Mai zum Zentrum für Körpermalerei. Dann findet in dem Städtchen an der Sunshine Coast der „Australian Body Art Carnivale“ statt. Das diesjährige Thema ,Under the Sea‘ schafft ausreichend Platz für farbenfrohe Fantasiewesen, und bei mancher Kreation dürfte es schwer sein, den Menschen dahinter zu erkennen.

Die Galerie der Masken eröffnet das bunte Festival. Mit Pinsel, Schwamm oder Airbrush wird am Samstag und Sonntag hart um den Titel gekämpft. Im Bereich Gesichtsmalerei sind die Bedingungen dabei besonders streng und Hilfe durch einen Assistenten nicht erlaubt. Doch nicht nur der menschliche Körper steht beim „Australian Body Art Carnivale“ im Mittelpunkt. Es dreht sich hier auch um Straßenbilder in 3D, kreative Airbrush-Werke auf Autos und Kunst mit Second Hand-Materialien. Den Gewinnern in den Kategorien ,Body Art‘, ,Wearable Art‘, ,Pavement Art‘, ,Show & Shine‘ und ,Car Bonnet Art‘ winken dabei Preise im Wert von umgerechnet rund 10.000 Euro.

Abgerundet wird das kostenfreie Programm durch Musik, Workshops, Straßenfeste mit zahlreichen Straßenkünstlern und dem traditionellen Eumundi Markt. Der kleine Ort Eumundi liegt in der Nähe des bei Touristen beliebten Küstenstädtchens Noosa, rund 1,5 Stunden nördlich von Brisbane. Weitere Informationen zum „Australian Body Art Carnivale“ unter www.AustralianBodyArt.com.au

Ein paar Tage später (17. bis 20. Mai) steigt an der Sunshine Coast mit dem „Noosa Food & Wine Festival“ eine weitere bunte Veranstaltung. Besucher können sich hier von rund 200 Spitzenköchen und Winzern verwöhnen lassen – oder selbst zum Kochlöffel greifen und sich am Herd unter professioneller Anleitung ausprobieren. Anlässlich dieses Genießer-Events wird auch der neue Food Trail „Strings & Straw” eingeweiht, der nach Maleny ins Sunshine Coast Hinterland führt.

In Noosa treffen sich jedes Jahr im Mai die besten Gastronomen, um sich auszutauschen, neue Rezepte auszuprobieren und Feinschmeckern mit Altbewährtem den Tag zu versüßen. Mit dabei sind auch Australiens führende Wein Maestros, die Besuchern bei Weinverkostungen viele Details über die edlen Tropfen verraten. Tickets gibt es für umgerechnet rund 35 Euro. Mehr Einzelheiten unter www.NoosaFoodAndWine.com.au und www.VisitNoosa.com.au

Allgemeine Infos zu Queensland unter www.Queensland-Australia.eu/de

Neuer Body-Adiposity-Index (BAI)

Neuer Body-Adiposity-Index (BAI) ist nicht aussagekräftiger als
altbekannter Body-Mass-Index (BMI)

Unter Führung von Matthias Schulze vom Deutschen
Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke und Norbert Stefan
von der Medizinischen Klinik IV der Universität Tübingen haben
Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Diabetesforschung (DZD)
verschiedene Methoden zur Einschätzung des Körperfettanteils miteinander
verglichen. Nach den aktuellen Ergebnissen ist eine Messung des
Taillenumfangs besser geeignet, den prozentualen Körperfettanteil
abzuschätzen, als der neue Body-Adiposity-Index (BAI), der in der Studie
auch dem Body-Mass-Index (BMI) nicht überlegen war. Auch das
Diabetes-Risiko lässt sich laut Studie präziser anhand des
Taillenumfangs beurteilen.

Das Wissenschaftlerteam veröffentlichte nun seine Daten in der
Fachzeitschrift Diabetologia (M. Schulze et al., 2012; DOI:
10.1007/s00125-012-2499-z).

Erst im letzten Jahr hatten amerikanische Forscher die neue Gleichung
für den BAI entwickelt, der dazu dienen soll, den prozentualen
Körperfettanteil einfach, preiswert und genau abschätzen zu können.
Der neue Index berücksichtigt neben der Körperlänge den Hüftumfang einer
Person. Mittlerweile hat der BAI weltweit viel Aufmerksamkeit bekommen
und wird von vielen Mitarbeitern im Gesundheitswesen verwendet, um die
Körperfettmasse zu beurteilen, in der Annahme, dass er
aussagekräftiger sei als der BMI.

Da bislang nur wenige wissenschaftliche Daten zum BAI vorliegen,
verglichen die Forscher um den Ernährungsepidemiologen Matthias Schulze
und den Mediziner Norbert Stefan die Aussagekraft des neuen Index mit
der Aussagekraft von Hüftumfangs- und Taillenumfangs-Messungen sowie der
Aussagekraft des BMI. Hierfür nutzten sie die Daten von 138 männlichen
und 222 weiblichen Studienteilnehmern des „Tübinger
Lebensstil-Interventions-Programms“ (TULIP), von 9.729 Männern und
15.438 Frauen, die an der Potsdamer European Prospective Investigation
into Cancer and Nutrition (EPIC)-Studie teilnehmen, sowie von 5.573
männlichen und 5.628 weiblichen Teilnehmern der „Kooperative
Gesundheitsforschung in der Region Augsburg“ (KORA)-Studie. Die
gemeinschaftliche Nutzung der drei großen Studien ist vor allem durch
die enge Zusammenarbeit im Rahmen des DZD möglich geworden.

Als Goldstandard für den Vergleich der verschiedenen Messmethoden
dienten Magnet-Resonanz-Tomographie-Messungen, die den Körperfettanteil
sehr genau bestimmen und von der Arbeitsgruppe um Fritz Schick im Rahmen
der Tübinger Studie durchgeführt worden waren.

„In der aktuellen Studie konnten wir zeigen, dass der BAI dem
altbekannten BMI bei der Einschätzung des prozentualen Körperfettanteils
nicht überlegen ist und der BMI sogar in einer engeren Beziehung zur
Körperfettverteilung steht als der BAI“, sagt Matthias Schulze.
„Insbesondere bei männlichen Studienteilnehmern war die Einschätzung
des prozentualen Körperfettanteils mit Hilfe des BAI ungenau.“ Auch
bei der Bestimmung des Diabetes-Risikos der Studienteilnehmer sei der
BMI dem BAI überlegen. Allerdings besaßen beide Indizes hinsichtlich der
Diabetes-Risiko-Einschätzung eine geringere Aussagekraft als der
gemessene Taillenumfang.

„Unserer Ansicht nach kommt der BAI somit nicht als Alternative zum BMI
in Betracht. Das Messen des Bauchumfangs zusätzlich zum BMI ist dagegen
sinnvoll“, sagt Norbert Stefan.

Hintergrundinformation:
Die Formel für den Body-Adiposity-Index lautet: BAI = Hüftumfang in
cm/(Körperlänge in m)1,5 – 18 = prozentualer Körperfettanteil
Die Formel für den Body-Mass-Index lautet: BMI = Körpergewicht in
kg/(Körperlänge in m)2 = prozentualer Körperfettanteil

Nelson Müller

Geboren wurde Nelson Müller 1979 als Nelson Nutakor in Ghana; nach Stationen in Rom
und London wuchs er bei einer Pflegefamilie in Deutschland auf, die ihn Kochen und
gemeinsames Essen als wichtigen Teil der Lebenskultur lehrte. Diese Familie prägte ihn
nachhaltig und unterstützte ihn bei seiner späteren Kochlehre.

Er arbeitete in Sterne-Restaurants u.a auf Sylt und im Ruhrgebiet, bevor er in Essen sein eigenes Restaurant
„Schote“ eröffnete. Regelmäßig ist er in den ZDF-Kochshows „Lanz kocht“ und „Die
Küchenschlacht“ zu sehen. Nelson Müllers große Leidenschaft neben dem Kochen ist die
Musik – er singt in einer Band Soul, Funk und R&B und spielt Gitarre. Nelson Müllers
erstem Kochbuch „Meine Rezepte für Body and Soul“ liegt eine CD mit einer Kostprobe
seiner Musik bei.

In seinem Restaurant „Schote“ in Essen verzückt
er die Genießer, in TV-Shows wie „Lanz kocht“
und „Küchenschlacht“ erobert er die Zuneigung
der Zuschauer im Sturm: Nelson Müller ist
Ghanaer von Geburt, doch in Deutschland
verwurzelt – dank seiner Pflegefamilie, bei der er
einen ersten Zugang zu den Geheimnissen der
guten Küche bekam. Seine heutigen Kochkünste
sind von dem Schliff geprägt, den er bei Stationen
seiner Karriere auf Sylt und im Ruhrgebiet erhielt.
In seinem ersten Kochbuch „Meine Rezepte für
Body and Soul“ präsentiert Nelson Müller nun
seine besten Rezepte und würzt diese mit
eingestreuten Kindheitserinnerungen und privaten
Erlebnissen, die diesen Kochband zu einem sehr
persönlichen Buch machen.

Nelson Müller: Meine Rezepte für Body and Soul
Bestellink: ISBN 978-3-89883-300-4 (portofrei)

Im November 2011 erhielt Nelson Müller seinen ersten Michelin Stern.
Wie viele Profiköche arbeitet Nelson Müller mit CHROMA type 301 Profi Kochmesser .

Tipps für gesunde Ernährung am Arbeitsplatz

Salat statt Fast-Food
Pausenzeiten sinnvoll nutzen: Straffer Body leicht gemacht

Jeder, der schon ein mal eine Diät gemacht weiß, wie schwer es ist, wirklich langfristig durchzuhalten. Vor allem am Arbeitsplatz ist es oft nicht leicht, sich gesund zu ernähren. Die meisten Arbeitnehmer essen unkontrolliert, wahllos und hektisch. Zudem locken ständig kalorienreiche Verführungen wie Kekse, Schokolade, Kuchen oder Pizza von den Kollegen.

Wie man sich mit ein paar einfachen Tipps auch am Arbeitsplatz gut ernährt, weiß das Diät- und Gesundheitsportal CaloryGuard Online ( www.caloryguard.de ).

Frühstück: Die erste Bewährungsprobe muss oft schon auf dem Weg zur Arbeit gemeistert werden. Wer an einem Bäcker vorbeikommt, hat sofort den Duft von frischen Brötchen und selbstgebackenen Kuchen in der Nase. Wenn man erstmal vor der Küchentheke steht, ist es schwer zu widerstehen. Besser: Schon zu Hause frühstücken. Besonders gut eignen sich Müsli, fettarmer Joghurt oder Vollkornbrot mit Kräuterquark, Puten- oder Hähnchenbrust. Diese Produkte sind sehr nahrhaft und halten länger satt.

Zwischenmahlzeiten: Damit der Hunger nicht zu groß wird, ist es wichtig, mehrere Zwischenmahlzeiten einzuplanen. Obst, Gemüsesticks, fettarmer Joghurt, Vollkornkekse, Müsli- oder Fruchtriegel sind optimale Snacks für zwischendurch.

Mittag: Die größte Hürde ist die Mittagspause. Hier sollte es etwas Leichtes geben. Für diejenigen, die mit den Kollegen in die Kantine gehen sind Salat, Gemüse oder kalorienarme Beilagen die beste Wahl. Wer die Mittagspause im Büro verbringt, kann sich einfach eine Portion vom Abendessen vom Vortag einpacken und es sich in der Pause schmecken lassen. Ist das Büro mit einer Küchenzeile ausgestattet, lässt sich im Handumdrehen auch eine leckere Suppe zubereiten.

Pausen im Büro nutzen

Um die gesunde Ernährung am Arbeitsplatz zu unterstützen, sollte man jede Chance nutzen seinen Körper in Form zu bringen. Hierzu lassen sich Büropausen wunderbar nutzen. Alles, was man dazu benötigt sind zwei große volle Flaschen Wasser und ein Stuhl. Mit ein paar einfachen Übungen lassen sich so Arme, Schultern, Bauch und Oberschenkel trainieren. Wer das durchhält, bekommt nicht nur einen straffen Body, sondern ist auch noch ein Vorbild für die Kollegen.

Weitere Informationen und detaillierte Übungsanleitungen unter http://gesundarbeiten.caloryguard.de

TEST: Körperlotion

Körperlotionen: Auch die Preiswerten pflegen gut

Eine „gute“ Körperlotion ist schon für 23 Cent pro 100 Milliliter zu haben. Für die gleiche Menge des Testsiegers und damit für die einzige „sehr gute“ Lotion, die Hautglättende Lotion 3% Urea von Eucerin, zahlt man allerdings 6,35 Euro. Insgesamt sind 15 von 17 getesteten Lotionen „gut“ oder „sehr gut“. Lediglich bebe young care soft body milk und Weleda Malven-Pflegemilch enttäuschten bei der Feuchtigkeitsanreicherung und bekamen nur die Note „ausreichend“.

Eine Körperlotion sollte der Haut vor allem viel Feuchtigkeit spenden. Das ist besonders bei trockener Haut wichtig. Denn anders als normale Haut schafft sie es nicht, sich zum Beispiel nach dem Baden von alleine zu regenerieren. Gerade in diesem Punkt versagt jedoch die Lotion von Weleda. Bei allen anderen Lotionen war die Feuchtigkeitsanreicherung auch 12 Stunden nach dem Eincremen noch „gut“ oder „sehr gut“. Das gilt auch für die Lotion von bebe. Allerdings verspricht die Werbung bei ihr eine 24-Stunden-Wirkung, die die Tests nicht bestätigen konnten. Nach 24 Stunden war die Feuchtigkeitsanreicherung bei ihr nur noch „ausreichend“.

Der Testsieger, die Lotion von Eucerin, ist vergleichsweise sehr teuer. Dagegen sind viele der mit „gut“ bewerteten Lotionen für weniger als 1 Euro pro 100 Milliliter zu haben. Am günstigsten sind mit 23 Cent pro 100 Milliliter Eldena Body Care Body Milk von Aldi (Nord), Lacura Hautpflege Körper Lotion von Aldi (Süd) und dm/Balea Body Milk. Wer auf besonders lange Wirksamkeit Wert legt, ist mit der Lotion von Garnier am besten bedient. Nicht nur nach 12, sondern auch nach 24 Stunden befeuchtet sie die Haut noch „sehr gut“. 100 Milliliter kosten 75 Cent.

Der ausführliche Test Körperlotionen ist in der September-Ausgabe der Zeitschrift test und online unter www.test.de veröffentlicht.

Übergewicht bei Kindern

Weichen werden schon mit der Babyernährung gestellt

Diesjähriger Förderpreis des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE) für
Studien zum Einfluss der Proteinaufnahme bei Säuglingen und Kleinkindern

Übergewicht bei Jugendlichen ist stark ernährungsabhängig. Hieß es früher noch, Schuld hätten „die Gene“ oder „die Drüsen“, so vermutet die Forschung mittlerweile auch einen wichtigen Einfluss durch die frühkindliche Ernährung. Dr. Anke Günther untersuchte am Forschungsinstitut für Kinderernährung Dortmund (FKE), welche Bedeutung die hohe Zufuhr von Eiweiß während des Baby- und Kindesalters auf den Körperfettanteil hat und welche Folgen sich daraus ergeben. Für ihre Ergebnisse erhält die Forscherin der Hochschule Fulda den diesjährigen Förderpreis des Instituts Danone Ernährung für Gesundheit e.V. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert und wird am 18. Juni bei der 8. Dreiländertagung „Ernährung 2010 – Mitten in der Medizin“ in Leipzig verliehen.

Regelmäßig wandern bekannte Bilder durch unsere Medien: stark übergewichtige
Kinder oder Jugendliche, die den ganzen Tag vor dem Computer oder Fernseher
sitzen und dazu große Mengen Fast Food oder Süßigkeiten verputzen. Schnell ist die
mangelnde Aufsicht der Eltern als Übeltäter für die Gewichtszunahme ihrer
Sprösslinge ausgemacht. Dr. Anke Günther, mittlerweile Ernährungsforscherin an der
Fachhochschule Fulda, sieht dies jedoch differenzierter: „Die Forschung der letzten
Jahre hat gezeigt, dass bereits die frühkindliche Ernährung eine wichtige Rolle spielt.
So besagt die „early protein“-Theorie, dass eine hohe Eiweißzufuhr in den ersten
Lebensjahren das Risiko für ein späteres Übergewicht erhöhen kann.“ Frau Dr.
Günther suchte in ihrer preisgekrönten Arbeit nach Erkenntnissen, die diese
Hypothese unterstützen können.

Hierzu griff sie auf Daten der deutschen DONALD Studie* zurück, für die seit 1985 am
FKE jährlich etwa 40 gesunde Säuglinge aufgenommen und bis ins junge
Erwachsenenalter regelmäßig untersucht werden. Für ihre Studien wertete Frau Dr.
 Günther die Ernährung der Kinder und ihren Körperfettanteil zu verschiedenen
Lebensabschnitten sowie den Eintritt in die Pubertät aus.

* DONALD Studie = DOrtmund Nutritional and Anthropometric Longitudinally Designed Study,
durchgeführt vom Forschungsinstitut für Kinderernährung (FKE), Dortmund

Dabei stellte sie fest, dass bei den untersuchten Kindern sowohl im ersten Lebensjahr
als auch im Alter von fünf bis sechs Jahren die verzehrte Eiweißmenge das Zwei- bis
Dreifache der allgemeinen Empfehlungen betrug. Kinder, die im Alter von ein bis zwei
Lebensjahren einen besonders hohen Anteil an Eiweiß in der Nahrung erhielten,
wiesen im Alter von sieben Jahren einen höheren Körperfettanteil und einen höheren
BMI auf.

Gegen Ende des ersten Lebensjahres stammte das Eiweiß zu zwei Dritteln aus
tierischen, zu einem Drittel aus pflanzlichen Quellen. Dr. Günther konnte für den
späteren Gewichtseffekt vor allem tierisches Eiweiß verantwortlich machen. Wurde
diese Ernährung auch später beibehalten, so führte dies zu einem früheren Eintritt der
Pubertät – wie einem früheren Beginn der maximalen Wachstumsgeschwindigkeit,
einem früheren Eintritt der ersten Monatsblutung oder des Stimmbruchs. Dagegen
schien sich eine hohe Zufuhr von pflanzlichem Protein verzögernd auf den Beginn der
Pubertät auszuwirken.

Für Prof. Dr. Günther Wolfram, Vorsitzender des Instituts Danone Ernährung für
Gesundheit e.V., liegt die Bedeutung der preiswürdigen Arbeit in der Entwicklung von
Gegenmaßnahmen: „Sollten sich diese Erkenntnisse bestätigen, so könnten daraus
abgeleitete Ernährungsprogramme einen Beitrag zur Prävention von Übergewicht und
Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen liefern. Wir freuen uns seitens des IDE,
mit diesem Preis eine wichtige Arbeit zum Thema Kindergesundheit auszeichnen zu
können, und sehen dies als unseren Beitrag zur Unterstützung erfolgreicher
ernährungsmedizinischer Forschung in Deutschland an.“

Das Institut Danone Ernährung für Gesundheit e.V. (IDE)
Das IDE wurde im November 1992 durch die Danone GmbH gegründet und ist mit
weiteren 17 eigenständigen Danone-Instituten weltweit in ein internationales
Netzwerk eingebunden. Es ist eine unabhängige wissenschaftliche Institution, die
ausgewählte Forschungsprojekte der Bereiche Ernährungswissenschaft und -medizin
fördert. Bis heute wurden über 160 Projekte unterstützt. Darüber hinaus leistet das
Institut Ernährungsaufklärung unter strikter Wahrung der Produkt- und
Firmenneutralität: Speziell für Journalisten wird in jedem Jahr ein wissenschaftlicher
Workshop zu einem aktuellen Thema veranstaltet. Für verschiedene Zielgruppen
werden anschauliche Materialien über praktisches Ernährungswissen erstellt. Das
IDE bietet damit Wissenschaftlern, Ärzten, Ernährungsfachkräften und anderen
Interessierten Zugang zu aktuellen ernährungswissenschaftlichen, und –
medizinischen Erkenntnissen.

Weitere Informationen unter www.institut-danone.de

Literatur:
1. Günther ALB, Buyken AE, Kroke A. Protein intake levels during the period of complementary feeding
and early childhood and the association with body mass index and percentage body fat at 7 y of age. Am
J Clin Nutr 2007; 85: 1626-1633
2. Karaolis-Danckert N, Günther ALB, Kroke A, Hornberg C, Buyken AE. How dietary factors modify the
effect of rapid weight gain in infancy on subsequent body-composition development in term children
whose birth weight was appropriate for gestational age. Am J Clin Nutr 2007; 86: 1700-1708
3. Günther ALB, Remer T, Kroke A, Buyken AE. Early protein intake and later obesity risk: Which protein
sources at which time points throughout infancy and childhood are decisive for body mass index and
body fat percentage at 7 y of age? Am J Clin Nutr 2007; 86: 1765-1772
4. Günther ALB, Karaolis-Danckert N, Kroke A, Remer T, Buyken AE. Dietary protein intake throughout
childhood is associated with the timing of puberty. J Nutr 2010; 140: 565-571

Adieu BMI?

Eine Messgrösse zur Beurteilung der Körperfülle soll das damit verbundene Risiko für Erkrankungen möglichst präzise wiedergeben. Dazu sei das Verhältnis von Bauchumfang zu Körpergrösse (waist to height ratio, WHtR) wesentlich besser geeignet als der Body-Mass-Index, sagen Wissenschaftler der Universität München.

„Vergessen Sie den Body-Mass-Index!“ So oder ähnlich lautete der Aufruf in den Medien Anfang März. Der BMI tauge nicht, um das assoziierte Krankheitsrisiko einer Person zu bestimmen, oder sei zumindest viel weniger geeignet als bisher angenommen. Die weitaus besseren Messgrössen zur Erfassung und des mit der Statur assoziierten Risikos sei der Bauchumfang (waist circumference, WC) oder das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang (waist to hip ratio, WHR) – und neuerdings auch das Verhältnis von Bauchumfang zu Körpergrösse (waist to height ratio, WHtR).

Dass der BMI seine Mängel hat, ist in der Fachwelt kein Geheimnis. Bei Kindern und Jugendlichen kann er nur indirekt angewendet werden, und bei älteren Personen darf er nicht allzu streng ausgelegt werden, denn ein kleines Pölsterchen im Alter schützt offenbar vor verschiedenen Krankheiten. Verschiedene Untersuchungen haben zudem gezeigt, dass die tiefste Sterblichkeit vermutlich nicht mit dem durch den BMI gemessenen Normalgewicht einhergeht, sondern mit leichtem Übergewicht. Auch muskulöse Menschen beurteilt der BMI falsch, sie leben nämlich gesünder als Menschen mit Bauchfett – auch wenn beide Gruppen das gleiche Gewicht auf die Waage bringen und deshalb bei gleicher Grösse denselben BMI aufweisen.

Der amerikanische Wissenschaftler Ancel Keys, der den Begriff bereits 1972 wesentlich prägte, wollte damit offenbar nicht Individuen, sondern ganze Populationen beurteilen – sei-ner Einfachheit wegen verbreitete sich der BMI jedoch rasch und gilt auch in der Schweiz immer noch als aktuelle Referenzgösse.

Sowohl der Bauchumfang als auch das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang haben einen wesentlichen Vorteil gegenüber dem BMI: Sie beachten das Bauchfett. Während der „Birnen-Typ“ sein Fett an Oberschenkel, Gesäss und Hüften trägt, hat der „Apfel-Typ“ einen dicken Bauch – und das ist ungünstig für die Gesundheit. Denn es ist vor allem das viszerale Bauchfett, das metabolisch aktiv ist und Hormone produziert, die Entzündungen hervorrufen und Ablagerungen in den Arterien bewirken (Arteriosklerose). Ob nun die Messung des Bauchumfangs oder das Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang für die Beurteilung des Krankheitsrisikos besser geeignet ist, ist nicht genau geklärt, denn die Studienlage ist widersprüchlich.

Anfang März erregte eine Studie von Wissenschaftlern der Universität München viel Aufsehen. Der BMI spiele keine Rolle für das Risiko, einen Schlaganfall, einen Herzinfarkt oder einen Herzkreislauf-Tod zu erleiden, so die Hauptaussage der Studie. Dafür eigne sich die Messgrösse WHtR am besten. Die Forscher untersuchten zwei Studien mit insgesamt knapp 11’000 Probanden, die Studiendauer betrug drei bis acht Jahre. Bei jedem Studienteilnehmer wurde die Messgrössen WHtR, WC, WHR und BMI erfasst. Für jede Messgrösse wurden vier Grössenordnungen festgelegt.

Das Ergebnis der Untersuchung zeigt, dass das sich Krankheits- und Todesrisiko am besten mit dem WHtR darstellen lässt. Der WC und der WHR waren weniger aussagekräftig, von der Verwendung des BMI raten die Autoren ab.
Ob sich der WHtR durchsetzen wird, ist von weiteren Studien abhängig, jedoch haben auch andere Studien gezeigt, dass Messgrössen, die das Bauchfett einbeziehen, eine bessere Risikovorhersage für Diabetes mellitus Typ 2 machen als der BMI. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung SGE hält vorerst am BMI fest, denn er ist nach wie vor ein geeignetes Mass zur Beurteilung der Körperfülle. Jedoch rät sie zur Beurteilung des Krankheitsrisikos zur zusätzlichen Messung des Bauchumfangs. Wer sich regelmässig bewegt, sich nach den Regeln der Lebensmittelpyramide ernährt und sein Körpergewicht im Normalbereich des BMI und WC hält, hat bereits viel für seine Gesundheit getan.

Messgrössen zur Beurteilung des Körpergewichts
Body-Mass-Index BMI
Körpergewicht (kg) / Körpergrösse (m) im Quadrat
Normalgewicht: 18.5 – 24.9 kg/m2
Bauchumfang
engl. waist circumference WC
höchstens 94 cm bei Männern
höchstens 80 cm bei Frauen
Verhältnis von Bauch- zu Hüftumfang
engl. waist to hip ratio WHR
höchstens 0,9 bei Männern
höchstens 0,8 bei Frauen
Verhältnis von Bauchumfang (cm) zu Körpergrösse (cm)
engl. waist to height ratio WHtR
bis 40 Jahre: höchstens 0,5
bis 50 Jahre: für jedes zusätzliche Lebensjahr 0,01 addieren
über 50 Jahre: höchstens 0,6
(Die Angaben gelten für beide Geschlechter, für Kinder und Jugendliche gelten andere Werte.)

Zum BMI Rechner:
www.sge-ssn.ch/de/ratgeber-und-tests/tests/bmi-berechnen.html