Tim Raue

„Ich hasse das Kochen von Pasta und Reis, weil ich dann darauf warten muss“, sagte der Berliner Sternekoch Tim Raue im Gespräch mit ZEIT-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo im Rahmen des ZEIT Kochtags in Berlin.

Er bezeichnete sich selbst als „hundertprozentigen Diktator beim Kochen“, habe sich aber über die Jahre gewandelt. Er wolle zwar immer noch der Schnellste sein, habe aber gelernt, dass es um das Maßvolle gehe. „Ich musste erst alles sehen, um zu verstehen, dass es um das Pure geht.“ Für seine Souschefs empfinde er einen „väterlichen Stolz“, so Raue weiter. „Mein Wissen zu teilen und andere Menschen mehren dieses Wissen – das bereichert mich.“

Freiheit und Kreativität seien wichtig für ihn, erklärte der 42-Jährige, der sein Restaurant ‚Tim Raue‘ in Berlin betreibt und darüber hinaus beratend tätig ist: „In meinem Hauptrestaurant kann ich machen, was ich will, ich könnte einen Teller Luft servieren und 80 Euro dafür nehmen“, scherzte er. Hier habe er volle kreative Freiheit. Dennoch möge er die Betätigung in verschiedenen Bereichen und würde auch Werbung machen: „Werbung ist nicht verwerflich, wenn das Produkt einen Mehrwert hat. Ich würde auch für McDonald’s arbeiten. Ich würde gerne einen Burger definieren“, verriet Raue.

www.timraue.com

Schloss Schönhausen

Kulturstaatssekretär André Schmitz bezeichnete das wiedereröffnete Schloss Schönhausen als kulturgeschichtlich und kunsthistorisch einzigartiges Architekturdenkmal und hoch politischen Ort der Geschichte und Zeitgeschichte.

Schmitz: „Wir bekommen ein Schloss zurück, das in dieser Form nie zuvor der Öffentlichkeit zugänglich war; das kunsthistorisch und zeitgeschichtlich von herausragender Bedeutung ist; und dessen ganze Geschichte in allen Phasen hier nun wieder erlebbar wird. So ein Kleinod in originaler Substanz gibt es in Berlin nicht noch einmal!“

Die Eröffnung von Schloss Schönhausen, so Schmitz, ist darüber hinaus aber auch ein wichtiges kulturpolitisches Signal.

Schmitz: „Unsere Botschaft heute lautet: „Kulturaufbau statt Kulturabbau – gerade in Krisenzeiten. Berlins Kulturhaushalt wächst in diesem Jahr um 16 Millionen Euro. Das ist eine bewusste politische Entscheidung. Und sie ist richtig, weil Kulturförde-
rung keine Subvention, sondern eine Investition in das kulturelle Kapital einer Gesellschaft ist. Dazu zählen nicht nur die modernen, zeitgenössischen Künste, sondern auch das kultur-historische Erbe. Wie anders wollten wir Krisen bewältigen – jetzt und künftig – als im bewahrten und geförderten Bewusstsein unserer geschichtlichen Herkunft und kulturellen Identität. Erst recht in Zeiten globaler Herausforderungen und globalisierter Verunsicherung.“

Agrotreibstoffe

„Wo Bio draufsteht, muss nicht Bio drinnen sein“

„Die Debatte in Deutschland über die Beimischung von
‚Biosprit‘ sollte auch bei uns dazu genützt werden, über die
Sinnhaftigkeit dieser Treibstoffe zu reden“, so SPÖ-Umweltsprecherin
Petra Bayr am Freitag gegenüber dem SPÖ-Pressedienst. Vor allem das
von den Befürwortern ins Treffen geführte Argument, „Biosprit“ sei
umweltfreundlich, lässt Bayr nicht gelten. „Nur weil ‚Bio‘
draufsteht, heißt das nicht, das auch ‚Bio‘ drinnen ist. Denn die
klimaschädlichen Auswirkungen dieser agrarischen Treibstoffe sind
mittlerweise hinlänglich bekannt und klar nachweisbar“, hielt die
SPÖ-Abgeordnete fest.

„Agrotreibstoffe sind aber nicht nur aus ökologischen, sondern auch
aus sozial- und menschenrechtlichen Gründen alles andere als das von
ihren Propagandisten bezeichnete Allheilmittel“, machte Bayr
deutlich. Die SPÖ-Umweltsprecherin möchte daher angesichts der immer
breiter werdenden Diskussion nächste Woche am Rande der
Nationalratsitzung mit dem Koalitionspartner Gespräche über dieses
Thema führen. „Denn es macht keinen Sinn, sich in dieser Frage
einzubetonieren und auf Justament-Standpunkte zurückzuziehen. Sondern
es muss gemeinsam und konstruktiv eine Lösung gefunden werden, die
allen etwas bringt“, erklärte Bayr.

Walnüsse

Es müssen nicht immer Süßigkeiten sein, auch „Äpfel, Nuss und Mandelkern“ gehören traditionell zu den Leckereien in der Weihnachtszeit. So lassen sich zum Beispiel frische Walnüsse bei einem gemütlichen Adventstee herrlich selber knacken.

Unter der hellbraunen Außenschale, die sauber und fest verschlossen sein sollte, verbirgt sich bei frischen Walnüssen ein weißgelber Fruchtkern.
Eine grau-gelbe Kernfarbe deutet darauf hin, dass das Fett ranzig geworden ist.

Walnüsse haben ein herbsüßes Aroma und geben auch weihnachtlichen Salaten oder Obstspeisen eine knackig-nussige Note. Neben frischen Walnüssen gibt es die getrockneten, geschälten oder ungeschälten Samenkerne als Bestandteil von Nussmischungen oder Studentenfutter.

Da die Walnuss ursprünglich über Gallien nach Mitteleuropa kam, bezeichnete man sie früher auch gerne als „welsche“ oder „keltische Nuss“. Heute stammt der überwiegende Teil der Ware aus Kalifornien, den Mittelmeerländern und Chile.

Die kleinen Kraftpakete liefern rund 670 Kilokalorien pro 100 Gramm und sind reich an Eiweiß, essenziellen Fettsäuren, Vitaminen und Mineralstoffen. Im Rahmen der Kampagne „5 am Tag“ zählen übrigens auch 25 Gramm ungeröstete und ungesalzene Nüsse, also etwa eine halbe Handvoll, als eine Portion Obst und sorgen so im Winter für Abwechslung auf dem Obstteller.
(Ira Schneider)