Benoit Violier ist tot – Selbstmord

Benoît Violier, ein Schweizer, wurde von der französischen La Liste zum besten Koch der Welt gekürt. Gestern hat sich der gebürtige Franzose, der im Schweizer Waadtland lebte und arbeitete, das Leben genommen. Der Leichnam Violiers ist am späten Sonntagnachmittag in seiner Wohnung gefunden worden, teilte die Polizei mit. Der 44-Jährige habe sich mit einer Feuerwaffe umgebracht. Die genauen Umstände seines Todes werden untersucht.

Violier ist gebürtiger Franzose. Der passionierte Jäger stammte aus einer Winzerfamilie aus La Rochelle, Frankreich. Nachdem er 20 Jahre in der Schweiz lebte, lies er sich vor zwei Jahren einbürgern. Erst seit drei Jahren arbeitete er als Küchendirektor im „Hotel de Ville“ in Crissier, das 20 Minuten von Lausanne entfernt liegt. Küchenchef ist Franck Giovanni. Violier übernahm den Job von Philipe Rochat, der im letzten Sommer bei einem Fahrradunfall ums Leben kam.

Violier ist vom Gault-Millau mit 19 Sternen ausgezeichnet und wurde „Koch des Jahres 2013“. Drei Sterne vom Michelin. 1. Platz bei La Liste. Er war Schüler von Joël Robuchon, Frédy Girardet und Philippe Rochat.

Violier hinterlässt Brigitte, seine Ehefrau, und den zwölfjährigen Sohn Romain, denen unser Mitgefühlt gilt. Die Familie bat darum, in Ruhe gelassen zu werden, um trauern zu können.

Benoît Violier, Andrea Migliaccio, Kwok Lau Keung

Während der Wintersaison verwöhnt das Grand Hotel Park, Gstaad, seine Gäste mit dem exklusiven „Chef’s Invitational“. Feinschmecker erleben im Februar feinste Kochkunst von drei international anerkannten Chefköchen. Einer dieser Gastköche ist Benoît Violier, Chefkoch des mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants des l‘Hôtel de Ville in Crissier, Schweiz.

Innovative Kochvision mit Respekt vor Traditionen
Am 18. Februar 2015 erwartet die Gäste im Restaurant „Marco Polo“, welches an die Entdeckungsreisen des venezianischen Händlers erinnert, traumhafte Gaumengenüsse – kreiert von Benoît Violier. Seit fast 15 Jahren ist er Chefkoch des mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Restaurants de L’Hôtel de Ville in Crissier, Schweiz. Benoît Violier kombiniert außergewöhnliche Schweizer und französische Produkte, sowohl mit seiner modernen und innovativen Kochkunst, als auch mit seiner konsequenten Präzision. Seine Kreationen heben jeweils ein Hauptelement hervor, welches durch Nebenelemente sowie Gewürze harmonisch begleitet wird. Hierauf basiert seine Philosophie – das Wiederbeleben und Stärken der Sinne.

Inspiriert durch seine Mutter folgte auch Benoît Violier den Pfaden der Gastronomie. Dank seiner vielfältigen Ausbildungen zum Koch, Konditor und Chocolatier verfügt er über ein vorzügliches Repertoire. Als ein „Compagnon du Tour de France” lernte er von herausragenden französischen Chefköchen wie Joël Robuchon und Benoît Guichard. 1996 begann seine kulinarische Reise im Restaurant des Hôtel de Ville in Crissier. Drei Jahre später stieg er zum Chef de Cuisine auf und wurde 2000 als „Meilleur Ouvrier de France“ ausgezeichnet. Im Alter von 41 Jahren übernahm er schließlich das Restaurant mit drei Michelin-Sternen.

Kulinarischer Star-Auflauf im Grand Hotel Park
Neben Benoit Violier bereisen zwei weitere Gastköche das Grand Hotel Park: Andrea Migliaccio erweist dem Grand Hotel Park am 15. und 16. Februar die Ehre. Seit 2011 ist er Chefkoch des Restaurants L’Olivo des Capri Palace Hotel & Spa, welches mit zwei Michelin-Sternen, dem „Best Hotel Restaurant”-Award und dem „Signature Cusine Award“ ausgezeichnet wurde. Der Chef du Cuisine des Kempinski Hotelrestaurants Tsé Yang in Genf, Kwok Lau Keung, lädt die Gäste am 19. und 20. Februar auf eine kulinarische Reise durch China ein. Thematisch passend wird am 19. Februar das chinesische Neujahrsfest im Grand Hotel Park gefeiert.

Ein authentisches Mountain Resort im Schweizer Alpenjuwel Gstaad
Mitten im Herzen von Gstaad, Schweiz, erhebt sich das Grand Hotel Park vor malerischen Berg- und Waldlandschaften. Das Innendesign, inspiriert von Materialien der faszinierenden Naturkulisse, lässt die Harmonie zwischen regionaler Tradition und moderner Gegenwart aufleben. Das Hotel besticht durch seine Auswahl an kulinarischen Genusserlebnissen in seinen vier Restaurants und Bars, seine 84 traumhaften Zimmer und 10 großflächigen Suiten sowie durch seinen exklusiven und persönlichen Service – dezenter, aber moderner Luxus. Ein Chalet im Herzen von Gstaad bewohnen – diese Exklusivität bietet die atemberaubende Penthouse Suite „My Gstaad Chalet“ auf 400m2. In Verbindung mit seinem außergewöhnlichen Service und grenzenloser Diskretion, lockte das Hotel in seiner über hundertjährigen Geschichte ein Klientel von international bekannten Berühmtheiten nach Gstaad. Tradition und internationales Renommee verdankt Gstaad auch seinen Eliteschulen, wie unter anderem das „L’Institut Le Rosey“ mit seiner fast hundertjährigen Geschichte.

Michelin Schweiz 2013

Die ersten Gerüchte: Benoit Violier, Nachfolger von Philipp Rochat, erhält drei Sterne – 2. Stern an Tanja Grandits und Rolf Fliegauf – 9 neue Ein-Sterne Restaurants

Die neuen 1 Sterne Restaurants sind:
Le Petit Manoir in Morges – Julien Reckler
Le Restaurant in Vevey – Lionel Rodriguez
Heimberg in Zermatt – Christian Geisler
Clouds in Zürich – Martínez Salvany
Bel Etage in Basel – Michael Baader
Matisse in Basel – Erik Schröter
Auberge de la Croix Blanche in Villarepos – Arno Abächerli
Talvo By Dalsass in Champfèr – Martin Dalsass
Belvedere in Hergiswil – Fabian Inderbitzin

Die Wahrscheinlichkeit der Richtigkeit dieser Gerüchte: Sehr hoch!

Die ersten Gerüchte, die sich dann zu 100% bewahrheiteten:
www.gourmet-report.de/artikel/343610/Michelin-Schweiz-2013/

Jetzt die bestätigten Sterne: Alles über den Michelin Schweiz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343612/Guide-MICHELIN-Schweiz-2013/

Alle neuen und gestrichenen Guide Michelin Sterne in der Schweiz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343614/Neue-und-gestrichene-Sterne-Schweiz-2013/

Günstig und gut essen in der Schweiz 2013: Alle Bib Gourmand Adressen Schweiz 2013:
www.gourmet-report.de/artikel/343615/Preiswert-gut-Essen-in-der-Schweiz-2013/

Sie können den Guide Michelin Schweiz 2013 portofrei unter dem folgenden Link bestellen:
ISBN 978-2-06-717888-5

Wir gratulieren allen ausgezeichneten Köchen, speziell denen, die mit CHROMA Kochmesser arbeiten!

The Yeatman in Porto begrüßt Michelin-Chefköche auf der "Route der Sterne"

Porto wird kulinarisch hell erleuchtet: Am 14. und 15. Juni 2012 begrüßt The Yeatman die besten Küchenchefs in Porto zu einem ausgezeichneten gastronomischen Erlebnis. Ricardo Costa, Küchenchef des Weinhotels, hat nicht nur dem Hotel sondern auch Porto im November 2011 den ersten Michelin-Stern erkocht und begrüßt seine Koch-Kollegen am Douro. Die „Route der Sterne“ ist eine jährliche kulinarische Reise durch ganz Portugal mit internationalen Spitzenköchen. Während der Veranstaltung werden die besten Gerichte aus dem Michelin-Repertoir des Landes vorgestellt.

The Yeatman’s Küchenchef Ricardo Costa wird mit einer Reihe an Kollegen, die für ihre Kochkünste ebenfalls mit Michelin-Sternen ausgezeichnet wurden, viele Leckereien zaubern. Mit von der Partie sind Benoît Sinthon vom Restaurant Il Gallo D’oro im Cliff Bay Hotel in Madeira, Miguel Vieira vom Restaurant Costes in Budapest / Ungarn, und Aimé Barroyer vom Restaurant Tavares in Lissabon. Darüber hinaus nehmen Jose Cordeiro vom Restaurant Feitoria des Hotel Altis Belem in Lissabon und Jerónimo Ferreira vom Porto Novo Restaurant des Sheraton Porto Hotel & Spa teil.

Sowohl Hotelgäste als auch Kulinarik-Liebhaber können die Auswahl an portugiesischen Gerichten
des „Sterne Routen-Dinner“ von den besten Küchenchefs Portugals selbst probieren: Vom 14. Mai bis 1. Juni kosten die Tickets für zwei Dinner 150 EUR pro Person und vom 2.-14. Juni 170 EUR
pro Person. Tickets können unter www.theyeatman.com , per Email: oder telefonisch +351 22 013 3100 gebucht werden.

Über die Route der Sterne 2012
Zwischen März und November 2012 nehmen insgesamt neun Restaurants des Michelin Guide
Portugal (von Norden bis Süden inklusive Madeira) an der „Route der Sterne“ teil. Diese
gastronomische Reise ermöglicht Kulinarikern die besten Köstlichkeiten Portugals zu probieren.
Teilnehmende Restaurants in diesem Jahr sind:
Il Gallo d’Oro im The Cliff Bay in Funchal, Chefkoch Benoît Sinthon
Tavares in Lissabon, Chefkoch Aimé Barroyer
Arcadas in Quinta das Lágrimas, Coimbra, Chefkoch Albano Lourenço
The Yeatman in Porto, Chefkoch Ricardo Costa
Largo do Paço im Hotel Casa da Calçada, in Amarante, Chefkoch Vítor Matos
Feitoria im Hotel Altis Belém, Lissabon, Chefkoch José Cordeiro
Vila Joya im Hotel Vila Joya, an der Algarve, Chefkoch Dieter Koschina
Fortaleza do Guincho im Hotel Fortaleza do Guincho, in Cascais, Chefkoch Vincent Farges

Weitere Informationen über die Route der Sterne 2012: www.rotadasestrelas.com

Fischfestival 2009

Vom 18. bis 26. April findet zum zweiten Mal das gastronomische Festival „Peixe em Lisboa“ statt. Dieses Jahr werden noch mehr Spitzenköche und Top-Restaurants ihre Kunst und Köstlichkeiten präsentieren.

Das Festival „Peixe em Lisboa” verwandelt Lissabon vom 18. bis 26. April in eine Hauptstadt der Gastronomie: Fisch und Meeresfrüchte stehen im Zentrum des Geschehens bei Live-Kochshows, Weinverkostungen und Diskussionsforen.

Neun Tage lang stellen Köche der besten Hotels und Restaurants der Stadt – darunter auch die vom Michelin-Guide ausgezeichneten Köche Joachim Körper, Dieter Koschina, Ricardo Costa, Benoît Sinthon, Albano Lourenço und Vicent Farges – ihr Können im Pavilhão de Portugal im Nationenpark unter Beweis und tauschen dabei ihr Wissen auch gerne mit den Besuchern aus. Natürlich können die Spezialitäten auch direkt vor Ort genossen werden.

Mehr Information: www.peixeemlisboa.com

Die besten Restaurants des GAULT MILLAU in Bayern

1. Residenz Heinz Winkler in Aschau/Chiemgau (19 Punkte),
2. Königshof und Tantris in München,
Essigbrätlein* in Nürnberg,
Überfahrt** in Rottach-Egern (alle 18 Punkte),
6. Alpenstube in Bayrischzell,
Il Giardino* in Bad Griesbach,
Gastronomique in Heroldsberg bei Nürnberg,
Laudensacks Parkhotel in Bad Kissingen,
Villino in Lindau,
Acquarello*, Hippocampus und Schuhbeck in München,
Bründlhof in Wartenberg bei Landshut,
Kastell in Wernberg-Köblitz,
Herrmann’s Restaurant* in Wirsberg (alle 17 Punkte),
17. Le Ciel in Berchtesgaden,
Schwingshackls Ess-Kunst in Bernried bei Deggendorf,
Herrmannsdorfer Schweinsbräu in Glonn bei München,
Christians Restaurant in Kirchdorf bei Wasserburg,
Hoyerberg Schlössle* in Lindau,
Schachener Hof in Lindau,
Acetaia, Dallmayr*, Ederer, Garden-Restaurant und Terrine* in München,
Reiterzimmer in Murnau,
St. Benoît** in Oberammergau,
Pflaumen-Garten in Pegnitz,
Landhaus Henze in Probstried,
Philipp in Sommerhausen bei Würzburg,
Schreiegg’s Post in Thannhausen bei Augsburg (alle 16 Punkte)
*Aufsteiger **Neueröffnung

Steinbeißer mit salzigem Pfirsich und Nüssen

Glanzvoller Start von Christian Jürgens am Tegernsee – Denis Feix aus
Bad Griesbach kocht sich im neuen GAULT MILLAU unter die Top 100 der
deutschen Köche – Entdeckung des Jahres: Alexander Schütz aus Oberammergau – „Essigbrätlein“ in Nürnberg und „Acquarello“ in München
holen frühere Höchstnoten zurück

Christian Jürgens, 40, koche „im luxuriösesten Hotel am Tegernsee ohne
Produktprotzerei, Dekorationseifer und Imponiergehabe“, lobt die französische
Gourmetbibel GAULT MILLAU in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe
2009. Er bereite in der „Überfahrt“ in Rottach-Egern „Gambas in
einem Paellasud, den man mit geschlossenen Augen löffeln sollte (mehr
Mittelmeerfeeling geht nicht) oder füllt eine in mühseliger Arbeit ausgehöhlte
Amalfi-Zitrone, die im Saft zahlloser Brüder und Schwestern aromatisiert
wurde, mit Zitronenquarkmousse“. Jürgens, der bis zum Sommer auf
der Burg Wernberg in der Oberpfalz am Herd stand, „setzt modernste Küchentechniken
dezent statt effektheischend ein, salbt seine Kompositionen
mit aller Würzfinesse und ist aufs Wesentliche konzentriert: den Wohlgeschmack
seiner Gerichte und die Genussfreude seiner Gäste“. Dafür erhielt
er 18 Punkte. Sie stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”.

Eine höhere Note haben in Deutschland nur 10 Köche.

18 Punkte erkochten sich wieder die 2006 wegen „unerklärlicher Blackouts“
auf 17 Punkte abgewerteten Andree Köthe und Yves Ollech vom „Essigbrätlein“
in Nürnberg. „Deren Gewürzküche erzielt mit manch vermeintlich
harmloser Zutat überraschende Effekte und erfordert durchweg sehr bewusstes
Essen, ein Eingehen auf gewagte Kompositionen wie Steinbeißer
mit Pfifferlingen, salzigen Pfirsichstücken und karamellisierten Haselnüssen,
deren Aromatik durch zarte Parfümierung mit Knoblauch potenziert
wird“.

17 Punkte erreichte erstmals Denis Feix vom „Il Giardino“ in Bad Griesbach
bei Passau. Er beeindruckte mit „Glanzlichtern wie der elegant angerichteten
Gänsestopfleber in drei Varianten: Außen links und rechts auf dem
Teller präsentiert sie sich als glasierte Praline im Aprikosenmantel sowie als
spielerisch auf einem Salat von Pfifferlingen und Gemüsewürfelchen angerichtetes
Eis. Dazwischen steht sie als quaderförmiges Törtchen auf einem
hauchdünnen Baumkuchenboden, in der Mitte eine Schicht aus dem Pfifferlingssalat.

Garniert ist das Arrangement mit etwas Amarantkrokant, Aprikosenstreifen
und gestocktem Olivenöl – eine aromatisch stimmige filigrane
Komposition, die bis in die leisesten Töne nachhallt“. Die gleiche Bewertung
bekam auch der Jürgens-Nachfolger in Wernberg, der aus Berlin gekommene
(und dort mit 17 Punkten ausgezeichnete) Thomas Kellermann, der „bestechend
stimmige Kreationen wie leicht geräucherten Aal mit Melone,
Pommerysenf und Dill oder intensiv süß-salzige und ungemein cremige
Mandelsuppe mt Mandel-Panna Cotta und würzigem Traubensalat“ bot.
Beide zählen zur Phalanx der deutschen Top 100 Köche.

In die schafften es auch wieder die zwischenzeitlich abgewerteten Mario
Gamba vom „Acquarello“ in München und Alexander Herrmann von „Herrmann’s
Restaurant“ in Wirsberg bei Bayreuth, der „auf seinen Tellern möglichst
viele regionale Komponenten, sensorische Spielereien und molekulare
Versuchsballons miteinander verquickt. Dass dabei das eine oder andere
Element schwächelt und das Gesamtkunstwerk derangiert, ist bei der Vielzahl
unterschiedlicher Aromen, Zubereitungsarten, Gar- und Aggregatzustände
und noch so emsigen Harmoniestrebens kaum verwunderlich – und
typisch für einen jungen Koch auf der Suche nach seinem Stil.“ Gamba wird
als „Übervater der Triangoli, Panzerotti und Lasagnette in deutschen Landen“
gepriesen. „Keinem anderen gelingen solche Kunstwerke wie die
Agnolotti, deren Teig sich so hauchzart um die Füllung schmiegt, dass die
Auberginen durchscheinen. Gebadet werden diese Leckerbissen in einer
ganz leicht aufgeschäumten Paprikasauce, die mit ihren fruchtigen Aromen
perfekt zur Füllung harmoniert.“

Auf 16 Punkte verbesserten sich Peter Eckmaier vom „Hoyerberg Schlössle“
in Lindau, der „selbst so schlichte Dinge wie eine Tomatenvariation als erlesene
Pretiose anrichtet und ihnen die Aura des Exklusiven verleiht“, sowie
die beiden Münchner Jakob Stüttgen von der „Terrine“, der „die derzeit
spannendste Küche der Stadt bietet und den Gast gern mit recht verwegenen
Aromenkombinationen aufrüttelt wie Wolfsbarsch mit Rote Bete-Kruste,
sehr würzigem Brunnenkressesüppchen und wie Meeresgischt aufgeschäumtem
Austernfond“ und Diethard Urbansky vom „Dallmayr“ mit „facettenreiche
Kreationen, die in ihrer Vielfalt manchmal für den Gaumen an
der Grenze zur Überforderung balancieren, wie der gebratene Hummer auf
Tomatencouscous mit warmen Kalbskopfscheiben, Blumenkohl, Muskatblütenfond
und Kalbskopfpraline“.

Diese Note erreichte auf Anhieb auch das neu eröffnete „St. Benoît“ in
Oberammergau, wo Alexander Schütz, 27, beispielsweise „Königskrabbe
und Kalbskopf mit jungen Erbsen und Verjus-Aprikosen zubereitet – als
Augenweide präsentiert, als Aromenharmonie abgestimmt“. Auch weil die
„durchdachten klassischen Arrangements“ von Schütz, „der bei Johann
Lafer als Souschef mit den Fährnissen und bei Harald Wohlfahrt auf dem
Fischposten mit den Finessen der Großen Küche vertraut wurde, alle zeitgemäßen
Ansprüche erfüllen“, ehrte ihn der Guide als seine „Entdeckung
des Jahres“ in Deutschland.

Martin
Fauster vom „Königshof“ und Hans Haas vom „Tantris“ in München
rechtfertigten ihre 18 Punkte aus dem Vorjahr. Bei Fauster „gibt es gottlob
nichts Wesentliches zu bemäkeln, aber, Teufel noch mal, auch nichts Wagemutiges
zu bestaunen bei Hummer mit Vinaigrette von Mango und Mandel
oder bei klassisch schönem Steinbutt mit weißen Zwiebeln und Trüffeln“.
Haas „hat Geistesblitze wie den in Ciabatta gerösteten Aal auf Mango
und grünen Bohnen, die Spanferkelravioli, in deren Teig Radi geknetet war,
oder das mit Koriander, Schnittlauch und gestoßenem Pfeffer vermischte
Salz zum Nachwürzen eines prächtigen Rinderkoteletts“.

Damit stehen von den 100 besten deutschen Köchen 16 in Bayern am Herd –
das bedeutet Platz 3 in der kulinarischen Bundesliga hinter NRW mit 19 und
Baden-Württemberg mit 17 Köchen.

Die Tester beschrieben und bewerteten dieses Jahr insgesamt 150 Restaurants
in Bayern. 122 Küchenchefs zeichneten sie mit einer oder mehreren
Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen
Punkten erreichen mussten, was einem Michelin-Stern nahekommt.

Das schafften unter den neu eröffneten Restaurants außer dem „St. Benoît“
in Oberammergau auch die „Villa am See“ in Tegernsee (15 Punkte), das
„Orlando“ in München und „Koslowski’s“ in Rosenheim (jeweils 13 Punkte)
Unter den erstmals bewerteten Lokalen kamen das „Fingerprint“ in Herrsching
sowie „Atlantikfisch“ und „Jin“ in München auf 15 Punkte, der „Goldene
Adler“ in Lindenberg (Allgäu), „Showroom“ und „Unico“ in München,
„Ambiente“ in Oberstaufen auf 14 sowie „Schäfer“ in Fürth, „Gasthof zum
Maurerwirt“ in Langwaid, „G-Munich“ in München, „Würzhaus“ in Nürnberg
und „Bürgerspital“ in Würzburg auf 13 Punkte.

Im Vergleich zur Vorjahrsausgabe servierte der wegen seiner strengen
Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete,
von den Gourmets mit Spannung erwartete GAULT MILLAU in Bayern
13 langweilig gewordene Restaurants ab und nahm 23 inspirierte Küchen
neu auf; 12 wurden höher, 19 niedriger bewertet. 13 Küchenchefs verloren
die begehrte Kochmütze.

Als zusätzliches Schmankerl testete der im Münchner Christian Verlag
erscheinende Reiseführer für Genießer (900 Seiten, 29,95 €, ISBN 978-3-88472-918-2) die Restaurants des ZDF-Traumschiffs, „MS Deutschland“.
Ferner beschreibt und klassifiziert der Guide 405 Hotels.

Der Großmarkt von Paris

arte, Mittwoch, 15.10., 17:35 – 18:00 Uhr

Es ist noch tiefe Nacht. Zu Hause rüstet sich Maria zum Aufbruch. Unter den Fleischhändlern auf dem Großmarkt von Rungis ist sie die einzige Frau. Sacha holt in der Fleischhalle seine Bestellung für das Restaurant de la Grande Cascade ab, er hat Lammschulter eingekauft. Heute sind Marias Kinder zu Besuch und Mama erklärt ihnen ihr Handwerk. Chef Denis erläutert die Besonderheiten des aus Bayern eingetroffenen Fleisches.

Im bayerischen Aschau beaufsichtigen dann Denis, Maria und Benoît das Tranchieren des von ihnen bestellten Fleisches. Benoît ist eigens angereist, um seinen deutschen Kollegen zu erklären, welche Anforderungen sie für den französischen Markt beachten müssen. Währenddessen sind Pascal und Sacha in Rungis mit ihren Einkäufen fertig. Der Tag bricht an, Zeit für eine Pause. Doch Pascal macht sich Sorgen, weil auf dem Markt kein Seebarsch aufzutreiben ist. Die Speisekarte für das Festessen im Restaurant de la Grande Cascade ist bereits gedruckt, das Menü kann nicht mehr geändert werden.

Flüsse der Genüsse

Flüsse der Genüsse

Die Loire – Vom Bec d’Allier bis Orléans

Die zweite Etappe der Loire-Reise führt von der Bourgogne ins Loire-Tal. Am Bec d'Allier mündet der Allier in die Loire; die Wasser der beiden Flüsse bilden vergängliche Landschaften aus unzähligen Inseln, Wasserarmen und Sandbänken. Jean-Marc Benoit ist Schiffszimmermann und einer der letzten Berufsfischer der Gegend. Die Brücke aus dem 16. Jahrhundert führt nach Charité-sur-Loire. 2000 ist es „Stadt des Buchs“ geworden und damit ein Paradies für Bücherliebhaber. Auf einem Umweg geht es nach Guérigny in der Nähe. Yann Lepessec und Delphine Polge haben das Schloss in ein elegantes Gästehaus verwandelt. Zurück in Charité-sur-Loire, wird eine kulinarische Rast im Gasthof „La Poule Noire“ eingelegt. Hier wird auch der berühmte Crottin de Chavignol hergestellt. Das Weinbaugebiet von Pouilly erstreckt sich auf der rechten Seite der Loire. Auf der linken Uferseite liegt das Weinbaugebiet des Sancerre. Dort ist Jean-Dominique Vacheron Winzer. Die Abtei von Fleury in Saint-Benoît-sur-Loire ist im 7. Jahrhundert gegründet worden. In der Gegend der Schleife von Guilly war lange Zeit die Viehzucht eine traditionelle Tätigkeit – und heute wieder. Orléans ist zuallererst seiner Heldin Jeanne d'Arc treu. Bei Martin Pouret wird der Essig noch auf althergebrachte Weise nach dem Orléans-Verfahren hergestellt. Alain Gérard führt das Restaurant „Chez Eugène“, eines der hervorragenden Speiselokale in Orléans.