Es ging um die Wurst

Zehn Bedienungstheken aus Deutschlands Lebensmittelhandel gewinnen
die renommierte Trophy „Deutschlands beste Wursttheke“.

Deutschland ist keine Servicewüste. Das Edeka Scheck-in Center in Baden-Baden hat am Montag die renommierte Auszeichnung „Deutschlands beste Wursttheke“ gewonnen. Starkoch und Jurymitglied Johann Lafer betitelte den Baden-Badener Markt „als Schlaraffenland der Würste“. Der westfälische Salamispezialist Wiltmann und die Zeitschrift „essen & trinken – Für jeden Tag“ kürten auf der Stromburg von Sternekoch Johann Lafer die zehn besten Wursttheken im deutschen Lebensmittelhandel. Zahlreiche Spitzenmanager des deutschen Handels gaben sich zwischen Nahe und Rhein ein Stelldichein. Der zum neunten Mal veranstaltete Wettbewerb ist das renommierteste Votum deutscher Konsumenten im Lebensmittelhandel.

Rund 31.800 Verbraucher schlugen Bedienungstheken von 1.086 verschiedenen Handelsgeschäften vor. Sie markierten erneut eine Rekordbeteiligung. Aus den am häufigsten genannten Wursttheken ermittelte eine hochkarätig besetzte Jury aus sieben Experten die zehn besten Märkte. „Alle Gewinner bieten Spitzenleistungen: darunter Vielfalt im Sortiment, Frische, Präsentation und Optik der Produkte sowie freundlichen und beratungsstarken Service“, hob Wiltmann-Geschäftsführer Dr. Wolfgang Ingold anlässlich der Preisverleihung hervor.

Den zehn aus ganz Deutschland stammenden, strahlenden Gewinnern überreichte Wolfgang Robert Zahner, Chefredakteur von „Essen + Trinken – Für jeden Tag“ die begehrte Sieger-Trophy. Die markante Skulptur hat der international bekannte Künstler Otmar Alt farbenprächtig dekorativ mit einem Durchmesser von rund 50 cm gestaltet. Sie stellt ein aus Würsten und Schinken gebildetes Schlaraffenland-Motiv dar.

Die Besten unter vielen Guten
„Seit Bestehen des Wettbewerbs nahm die Zahl der von Verbrauchern vorgeschlagenen Märkte kontinuierlich zu. Das zeigt: Die Kunden erwarten vom Handel ein hohes Qualitätsniveau. Unser Wettbewerb zeigt: Der Handel erfüllt die besonderen Ansprüche und Wünsche der Konsumenten“, so Ingold. „Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage, ein hohes Qualitätsniveau an unseren Wursttheken zu haben“, urteilt Ingold. „Wer sich in unserem Thekenwettbewerb gegenüber der harten Konkurrenz durchsetzt, spielt wirklich in der Champions-League und zählt unter den vielen Guten zu den Besten.“ Die Expertenjury machte sich die Entscheidung nicht leicht. Sie ging der Qualität im stundenlangen Beratungsprozess in einem abgeschirmten Raum auf den Grund. Die Jurymitglieder bewerteten nach 19 streng angelegten Wettbewerbskriterien die Leistungen der Kandidaten.

Die Gewinnnermärkte

Der Primus inter pares: Edeka Scheck-In Center, Gewerbepark
Cité 7, 76532 Baden-Baden
Die neun weiteren Gewinnermärkte
Toom-Markt, Odenwaldring 70, 63069 Offenbach
Aktiv-frisch markt Gebauer, Dieselstraße 8, 73073 Göppingen
E-Center, Zollamtstraße 28, 67663 Kaiserslautern
Sky-Markt, Kiel-Schilksee, Langenfelde 126, 24159 Kiel
Plaza-Center SB-Warenhaus, Ziegelstraße 232, 23556 Lübeck
REWE Schäfer, Porzer Straße 73, 53859 Niederkassel
REWE Stockhausen, Neuenhausplatz 74, 40699 Erkrath
Kaiser’s Tengelmann, Baumschulenstr. 30, 12437 Berlin
Simmel Markt, Parkacker 1, 82008 Unterhaching

Die Expertenjury
Otmar Alt, Künstler (Hamm)
Katja Burghardt, Chefredakteurin essen & trinken (Hamburg)
Armin Diel, Gourmetkritiker und Winzer, Schlossgut Diel, Burg
Layen an der Nahe
Peter Holler, Handelsexperte und Fachjournalist (Koblenz)
Johann Lafer, Sterne-Koch (Stromburg)
Friedrich Wilhelm Schumacher, Marketingleiter Wiltmann (Peckeloh)
Wolfgang Robert Zahner, Chefredakteur von
essen & trinken (Hamburg)

Sterben die Fleischfachgeschäfte aus?

Das Fleischerfachgeschäft im Wettbewerbsumfeld – Strukturen und Trends

In der Vergangenheit haben Fleischer-Fachgeschäfte im Thekengeschäft stetig Marktanteile an den Lebensmitteleinzelhandel (LEH) verloren – sowohl im Fleisch- als auch im Fleischwaren- und Wurstbereich. Im vergangenen Jahr konnten sie allerdings Boden gut machen und dies trotz der Frischfleischeinführung bei Aldi Süd. Gerade in Skandalzeiten genießen Metzgereien einen Vertrauensvorschuss beim Verbraucher, der dem Wachstumsstreben von Lidl und Co. im Jahr 2006 enge Grenzen setzte. Allerdings spielt das Thema Gammelfleisch nun keine Rolle mehr in den Köpfen der Kunden, so dass die Metzgereien es wieder schwerer haben und insbesondere Aldi Süd immer besser ins Geschäft kommt.

Das Fleischerfachgeschäft im Wettbewerbsumfeld – Strukturen und Trends

Die ZMP hat die Rahmenbedingungen, die Situation und die Preispolitik der Fleischerfachgeschäfte im Wettbewerbsumfeld intensiv analysiert und folgendes festgestellt:

• Fleischerfachgeschäfte agieren in einem gesättigten Markt. Bei der Langfristentwicklung des Fleischverzehrs der Deutschen zeigt nur Geflügel Wachstumsraten. Gerade Geflügel ist aber im Sortiment der Handwerksbetriebe nur schwach vertreten. Innerhalb der jeweiligen Teilsegmente der Fleisch- und Fleischwarenmärkte verlieren Bedienungstheken mit loser Ware an den SB-Bereich.

Den Fachgeschäften brechen Jahr für Jahr zwei bis drei Prozent ihrer Kunden weg. Die Stammkunden – das sind primär Mittelschichtfamilien ohne Kinder und Rentnerhaushalte – zeigen allerdings nach wie vor eine hohe Loyalität zu ihrem Metzger. Sie schätzen die Qualität der Ware, die Ursprünglichkeit der Rohstoffe aus der Region und den persönlichen Kontakt. Die LEH-Kunden empfinden den Einkauf im LEH rundum ökonomisch: Sie sparen Geld und Zeit, wenn sie Fleisch und Wurst bei ihren Einkäufen im LEH besorgen.

Lesen Sie die gesamte Analyse:
www.zmp.de/agrarmarkt/branchen/handel/meldung_01.asp

Wiener Supermärkte vernachlässigen Hygiene im Wurst- und Fleischverkauf

Zwei Drittel der Bedienungstheken „durchschnittlich“ bis „nicht zufriedenstellend“ – AK fordert verstärkte Kontrollen
Wer auf hygienischen Wurst- und Fleischverkauf wert legt, darf sich in Wiener Supermärkten nicht zu viel erwarten. Nur ein Drittel der Bedienungstheken konnte bei einer AK-Untersuchung ein „gutes“ bis „sehr gutes“ Ergebnis erreichen. Die AK-Konsumentenschützer beanstanden vor allem fehlende Hygieneeinrichtungen und mangelnde Sauberkeit im Arbeitsbereich. Fleisch- und Wurstreste sowie eingetrockneter Fleischsaft auf den Arbeitsgeräten können den Einkauf zur unerfreulichen Angelegenheit machen. Dazu kommt: Im Vitrinenbereich waren häufig Belüftungsschlitze unsauber, die Kühlung schlecht, keine Temperaturmessgeräte oder ungenaue Temperaturanzeigen. Immer wieder fehlten Mindesthaltbarkeitsdaten oder waren Preisangaben nicht zuordenbar. Auf Grund derartiger Mängel stuft die Untersuchung ein Drittel der Bedienungstheken als „nicht zufriedenstellend“ ein. „Aus Konsumentensicht sind diese Zustände völlig inakzeptabel“, kritisiert AK-Konsumentenschützer Heinz Schöffl. Er fordert drastische Maßnahmen zur Verbesserung der Qualitätskontrollen in den Betrieben.

Im Auftrag der AK hat die Lebensmittelversuchsanstalt Blaasstraße im Juni 20 Filialen von 11 Supermarktketten untersucht. Dabei standen besonders die hygienischen Bedingungen im Verkaufsbereich mit Bedienung und im Kühlregal mit vorverpackten Produkten auf dem Prüfstand.

Zwei Drittel der untersuchten Betriebe sind im Bedienungsbereich „durchschnittlich“ bis „nicht zufriedenstellend“. Der Vergleich mit den Ergebnissen der letztjährigen Untersuchung ergibt: Während der Anteil „sehr guter“ Bedienungstheken deutlich abgenommen hat, ist der Anteil „nicht zufriedenstellender“ Bedienungstheken gestiegen. Merklich besser fallen die Ergebnisse für Kühlregale mit vorverpackten Fleischwaren aus. 18 von 19 Betrieben (95%) mit dieser Abgabeform verdienten ein „sehr gut“. Hier haben die Betriebe mehr Augenmerk auf die hygienischen Bedingungen in den Kühlregalen gegenüber dem Vorjahr gelegt. Mängel treten dennoch nach wie vor im Bereich der Kühlung auf (zB erhöhte Produkttemperaturen, ungenaue Temperaturanzeigen).

Forderungen der AK

Die Betriebe müssen ihre Eigenkontrollen verstärken. Nur eine ausreichende Anzahl von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern kann eine Einhaltung der Hygienevorschriften gewährleisten.

Weiterhin konsequente Kontrollen durch die Lebensmittelaufsicht und verstärkte Nachkontrollen bei festgestellten Mängeln.

Service: Die genauen Untersuchungsergebnisse finden Sie unter www.konsumentenschutz.at