Ein kulinarischer Einblick in die Neptune Hotels

Kalí Órexi! Ein kulinarischer Einblick in die Neptune HotelsVagelis Galenos, Chefkoch der Neptune Hotels auf Kos, verrät seine Lieblingszutaten, das Geheimnis der griechischen Küche sowie die geschmacklichen Highlights des Hotels.

Griechischer Salat, Gyros, Bifteki und Baklava – die griechische Küche hat einige Leckerbissen zu bieten. Das weiß auch Vagelis Galenos, der seit 2011 Chefkoch in den Neptune Hotels auf Kos ist. Er ist Experte in Sachen Kulinarik und versteht es, seine Gäste zu verwöhnen. Die Liebe zum Essen begleitet ihn schon seit seiner Kindheit: „Ich habe meiner Mutter immer beim Kochen zugesehen und sie nach jedem Detail ihrer Rezepte gefragt. Bald wusste ich: Kochen ist meine Berufung“, erzählt der Küchenchef.

Neptune-Hotels-Resort, Convention-Centre and Spa

Seit seiner Ausbildung zum Koch kreiert Vagelis Galenos voller Leidenschaft stets neue Gerichte und Rezepte. Bei zahlreichen Gästen aus verschiedensten Ländern kann es durchaus vorkommen, dass eine Bestellung zur Herausforderung wird: „Einmal hatte ich eine Dame zu Gast, die gegen fast alles allergisch war. Das war eine große Verantwortung für mich – umso stolzer war ich, als ich ihr mit etwas Kreativität ein passendes Gericht zubereiten konnte.“

Was Rezepte angeht, versucht der Gastronom sich immer wieder neue Ideen und Kreationen einfallen zu lassen. Auf drei Dinge kann er dabei allerdings nicht verzichten: original griechisches Olivenöl, Fisch sowie frische Kräuter. Wie gut, dass die Neptune Hotels die Zutaten für die Küche von regionalen Produzenten beziehen, so dass Vagelis Galenos täglich auf lokale und frische Produkte zurückgreifen kann. Welche Gerichte sollten Urlauber auf Kos unbedingt probiert haben? „Ein echter griechischer Salat mit frischem Gemüse ist ein absolutes Muss, am besten kombiniert mit fangfrischem Fisch aus dem Meer und dazu das traditionelle ‚Gemista‘, ein sehr gesundes Gericht aus mit Reis, Kräutern und Pinienkernen gefüllten Tomaten und Paprika“, weiß der Experte. Sein persönliches Lieblingsessen ist Fisch – in allen Variationen, vor allem als Pastete. Die Liebe zu Fisch ist typisch griechisch: „Auf unserer Insel und in vielen anderen griechischen Provinzen lieben die Einheimischen Fischgerichte, dazu frisches Gemüse vom Bauern nebenan und Fleisch vom ortsansässigen Metzger. Wir bereiten unser Essen seit Jahren gleich zu: wir trocknen Weinblätter und Sommergemüse in der Sonne und konservieren Süßes für den Winter“, erklärt Vagelis Galenos.

Auch in der neuen Saison können sich Gäste der Neptune Hotels auf kulinarische Highlights freuen – unter anderem auf nachhaltige Kochkurse, Wein-, Olivenöl-, Honig- und Käseverkostungen sowie weitere Aktivitäten, bei denen Besucher die lokalen Produzenten und Prozesse kennen lernen. Was die deutschen Gäste am liebsten essen? „Unsere Besucher aus Deutschland sind sehr offen für neue Gerichte und probieren gerne traditionell griechische Speisen. Das fasziniert mich so sehr am Kochen: Essen verbindet Kulturen, kulinarische Kreativität kennt keine Grenzen und wenn ich für unsere Gäste ein neues Gericht zaubern kann, ist das ein großartiges Gefühl“, schwärmt der Küchenchef. Weitere Informationen unter www.neptune.gr.

Über Neptune Hotels Resort, Convention Centre & Spa

Die Neptune Hotels entführen Gäste in die griechische Urlaubswelt. Im traditionellen Stil der Inselarchitektur erbaut, zeichnet sich die privat geführte, weitläufige Ferienanlage besonders durch persönlichen Service, vielfältige Unterkunftsmöglichkeiten und ein warmes Ambiente aus. Nur etwa zehn Autominuten vom internationalen Flughafen Kos entfernt und ganz in der Nähe des malerischen Fischerortes Mastihari, erstreckt sich das Resort auf einer 150.000 Quadratmeter großen Fläche. Direkt am Sandstrand der Nordostküste der Insel Kos erbaut, sind die Neptune Hotels ein Ort der Erholung für Paare und Familien.

Kaya Yanar

“Apfelstrudel trifft Baklava” – Kaya Yanar live in der Türkei erleben

– Show am 4.09 im Konyaalti Open Air Theater in Antalya
– 10 Euro Rabatt auf Ausflugspaket für ÖGER-Gäste bei Buchung aus Deutschland

Döner oder doch lieber Currywurst? Und was hat Apfelstrudel eigentlich mit der typischen türkischen Süßigkeit Baklava zu tun? Antwort auf diese und weitere Fragen hat der Entertainer Kaya Yanar. Der Komiker nimmt seine Gäste mit in seine unterhaltsame Welt voll von Geschichten über die deutsche und türkische Kultur.

Die Veranstaltung
Bereits im vergangenen Jahr besuchte der deutsch-türkische Comedian Kaya Yanar Antalya und begeisterte tausende Zuschauer in der Comedy- und Kulturshow „Apfelstrudel trifft Baklava“. Auch in diesen Jahr kehrt er wieder zurück ins Land seiner Wurzeln und auf die Bühne Antalyas. Dort präsentiert er am 04.09.2013 um 21:00 Uhr nicht nur die Highlights aus seinen alten Programm, sondern stellt auch sein neues Programm „All Inclusive & Around the World“ vor.
Das Showprogramm von Kaya Yanar findet dieses Jahr im Konyaalti Open Air Theater statt. In dem Amphitheater am Rande des Konyaalti Strandes finden bis zu 3.000 Besucher Platz.

Kartenvorverkauf in Deutschland – 10 Euro Rabatt für ÖGER-Gäste
In Kombination mit einer ÖGER TOURS-Reise an die Türkische Riviera können Eintrittskarten entweder vor Ort bei der Reiseleitung im Hotel oder bereits im Vorfeld von Deutschland aus gebucht werden. Die Tickets enthalten neben den Eintrittskarten für die Show und den Transfers zusätzlich eine kleine Stadtrundfahrt durch Antalya und ein anschließendes Dinner. Vor Ort ist dieses Ausflugspaket für 59,- € erhältlich. Für eine Buchung von Deutschland aus erhalten Besucher einen Rabatt von 10 Euro auf das Ausflugspaket, so dass dieses zum Sonderpreis von 49 Euro erworben werden kann.

Mehr Information oder Ticket-Bestellung von Deutschland aus unter der:
040 – 32001 – 330 (09:00 – 20:00)

Gesponsert wird das Event von den Titanic Hotels, zu denen Resorts an der Türkischen Riviera in Belek und Lara sowie in Istanbul gehören.

Kulinarische Spurensuche in der Türkei

ZDF Infokanal, Donnerstag, 11.02. um 09:05 Uhr

wir in europa

Kulinarische Spurensuche in der Türkei

Die türkische Küche hat viel mehr zu bieten als Döner und Baklava: Die Stadt Van im Südosten der Türkei ist berühmt für ihre Frühstücks-Salons. Hier wird von früh morgens bis in den Mittag hinein geschlemmt: Mehrere Sorten Käse mit unterschiedlichen Kräutern, Honig, unterschiedliche Sorten von Marmelade, Butter, Sahne, Eier, Omeletts, türkische Knoblauchwurst und vieles mehr.

Kulinarische Spurensuche in der Türkei

ZDF Infokanal, Montag, 08.02. um 17:15 Uhr

wir in europa

Kulinarische Spurensuche in der Türkei

Die türkische Küche hat viel mehr zu bieten als Döner und Baklava: Die Stadt Van im Südosten der Türkei ist berühmt für ihre Frühstücks-Salons. Hier wird von früh morgens bis in den Mittag hinein geschlemmt: Mehrere Sorten Käse mit unterschiedlichen Kräutern, Honig, unterschiedliche Sorten von Marmelade, Butter, Sahne, Eier, Omeletts, türkische Knoblauchwurst und vieles mehr.

Kulinarische Spurensuche: Türkei

3SAT, Mittwoch, 18.11. um 17:00 Uhr

Kulinarische Spurensuche: Türkei

Seit über 80 Jahren gibt es in der türkischen Stadt Van eine Besonderheit: Frühstückssalons. Die Männer kommen schon frühmorgens hierher, um Eier mit Knoblauchwurst, Honig mit Kaymak und leckeren Kräuterkäse zu genießen – mit gutem Gewissen, denn ihre Frauen können somit länger schlafen. Auf der Halbinsel Cunda ist Seeteufel eine ganz besondere Spezialität, man kombiniert ihn dort gern mit Mariendisteln. Ganz anders in Mardin an der syrischen Grenze, wo die Küche arabisch-aramäisch beeinflusst ist. Besonders Lamm wird dort auf unterschiedlichste Arten zubereitet. Halim Hosny begibt sich auf kulinarische Spurensuche in die Türkei und beweist, dass die türkische Küche viel mehr zu bieten hat als Döner und Baklava.

Seit über 80 Jahren kommen die Männer im türkischen Van frühmorgens in den Frühstückssalon, mit gutem Gewissen, denn ihre Frauen können so länger schlafen. Auf der Halbinsel Cunda ist Seeteufel eine Spezialität. In Mardin an der syrischen Grenze ist die Küche arabisch-aramäisch beeinflusst. – Halim Hosny beweist, dass die türkische Küche viel mehr zu bieten hat als Döner und Baklava.

Was knabbern die Fans zur EM?

Zur Fußball-EM zeigt sich: Beim Naschen und Knabbern leben die Fans kulturelle Vielfalt

– Italiener zu nervös zum Knabbern
– Griechen lieben Baklava, Türken bevorzugen Kerne
– Bei Tschechen und Holländern kommt Deftiges auf den Tisch, bei
den Schweden salzige Lakritze
– Polen und Franzosen stehen auf Schokolade
– Deutsche, Kroaten, Österreicher und Schweizer haben ähnliche
Knabbervorlieben
– Pikantes hat Portugal, Spanien, Rumänien und Russland fest im
Griff
– Junge Generation zeigt globalisierten Geschmack

Mit dem lang ersehnten Anpfiff zur Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz ticken auch in Deutschland die Uhren wieder für einige Wochen anders. Und schon entsteht in Deutschlands Innenstädten und auf dem Land, wie schon im WM-Jahr 2006, neben den offiziellen „Public-Viewing-Areas“ spontan eine Party-Meile nach der anderen. Gemeinsam Fußball schauen ist „in“ – und die Laune bei den Anhängern der deutschen Nationalmannschaft ist nach dem Auftaktsieg gegen Polen top. Gespannt schaut die Fußballnation auf das Spiel der Deutschen heute Abend.

Der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie e.V. (BDSI) in Bonn nahm das Auftaktwochenende und die ersten Vorrundenspiele zum Anlass, um Fußballbegeisterte und ihre Freunde oder Verwandten mit Pass einer teilnehmenden EM-Nation über ihre Nasch- und Knabbergewohnheiten zu befragen.

Das Ergebnis zeigt viele erstaunliche Details, die die Vielfalt kultureller Identität in Europa sympathisch und liebenswert machen.

Italiener zu nervös zum Snacken und Naschen

Im Land des Fußballweltmeisters wird vor allem Eis und Schokolade genascht, gern auch kleine Windbeutel gefüllt mit einer leckeren Creme. Herzhaften Genuss liefern Bruschetta oder Chips und Nüsse. Aber, wenn sie ehrlich sein sollten, so die befragten Fußballfans, könnten Italiener während eines Fußballspiels – und so auch bei der EM – schlicht gar nichts essen. „Wir sind viel zu nervös und aufgeregt“, sagt Pasquale C., Chef eines italienischen Restaurants in Frankfurt-Sachsenhausen. Das bestätigt auch Louis O., Inhaber eines Cafés in der Frankfurter Innenstadt: „Wenn das Fußballspiel angepfiffen wird, gibt es nur noch Emotionen, Diskussion, Euphorie und Geschrei. Da bleibt keine Zeit zum Essen oder Snacken.“

Oranje favorisiert Bitterballen und Kroketjes

Ganz anders die Holländer, die es offenbar so richtig deftig mögen. Von Joke A. aus Amsterdam kommt wie aus der Pistole geschossen: „Wir Holländer mögen so genannte `Bitterballen´ gern. Das sind frittierte Fleischbällchen mit weicher herzhafter Füllung, die mit Senf gegessen werden. Und weil es die Ballen so in sich haben, gibt es gleich den Magenbitter dazu. Deswegen `Bitterballen´.“ Ansonsten kommen alle Sorten von „Kroketjes“ (in Holland sind das eher Kroketten aus Fleisch als aus Kartoffeln) gut an, auch Pommes Frites und Chips. Eine Landsmännin ergänzt: „Außerdem stehen wir auf alle Formen und Kombinationen von Nüssen – ob würzig oder gemischt mit getrockneten Früchten, ganz egal.“

Schweden lieben Lakritze zum Fußball

Die Schweden mögen es weniger gern frittiert: Sie gaben an, Chips und Bretzeln zu knabbern. Und in jedem Fall gehört jede Menge salzige Lakritze zum Fußballfest. Wenn genascht wird, dann zumeist lose Süßigkeiten, zum Beispiel alle Formen von Gummibärchen oder sonstige Zuckerware, die man lose mit Schütten aus offenen Theken auswählt und zuhause in bunten Schalen zum Hineingreifen anbietet. Der Schwede Marcus S. aus Djurhamn zählt die salzige Lakritze indes zu seinen wichtigsten Utensilien, wenn er Fußball im TV anschaut. Bei Strafen gegen die schwedische Mannschaft und bei jeglicher Form von nervenaufreibender Nachspielzeit steigt sein Lakritzkonsum kurzfristig schon mal auf die vierfache Menge an.

Tschechen stehen eher auf echte Mahlzeiten

Die Tschechen stehen auf einheimische Schokoriegel oder Chips. Aber für viele darf es auch mal ein bisschen mehr sein: „Tschechiens Fußballfans lieben `Klobossa´, eine rote und sehr grobe Bratwurst, die mit Senf und Graubrot mit Kümmel gegessen wird“, berichtet Student Tomas O. aus Prag. „Oder `Utopenec´, das ist eine kurze, dicke Bockwurst mit Zwiebeln. Angesagt sind auch herzhafte Kräuter-Reibekuchen. Die deutsche Variante mit Apfelmus kennen wir hier eher nicht“, so Tomas. Vor dem Fernseher findet wohl auch `Korbacek´ großen Anklang, ein sehr salziger Käse, der auch in Käsezöpfen seinen Einzug findet. Außerdem: `Nakladany Hermelin´. Was wie eine Edelpelztierart klingt, ist in Öl eingelegter weißer Camembert mit Zwiebeln, Paprika und Pepperoni.

Türken und Griechen zeigen viele Gemeinsamkeiten beim Naschen und
Knabbern

Türkische Fußballfans – insbesondere die jüngeren – nennen zwar auch Chips, Nüsse und Popcorn, wenn es um die EM-Knabberei geht. „Aber insgesamt stehen allerlei Kerne hoch im Kurs“, sagt Suat D., Qualitätsmanager aus Istanbul. Kein Wunder also, wenn von den befragten Türken unisono geröstete und gesalzene Pistazien oder Kichererbsen, Kürbiskerne in der salzigen Schale oder auch Sonnenblumenkerne genannt wurden. Auch gefragt sind viel frisches Obst wie Melonen, Pfirsiche und Aprikosen und Süßspeisen wie „Baklava“. Das sind Blätter- oder Filoteigteilchen gefüllt mit Pistazien, Mandeln oder Walnüssen und mit Zuckersirup verfeinert. Beliebt bei einer großen Fußball-Fangemeinde sind ferner „Sekerpare“ (Zuckerstücke), auch bekannt als „Gewundener Turban“, sowie „Lokma“, kleine frittierte und in Sirup getränkt Krapfen aus Hefeteig.

Ähnlich die Griechen: Auch sie stehen auf „Baklava“, „immerhin die Süßspeise des vorderen Orients“, so Christo P., der in Frankfurt ein Antiquariat betreibt. Er und auch Markthallenhändler Theo A. meinen: „Wir Griechen mögen es mehrheitlich süß.“ So nascht der hellenische Fußballfan gern auch Honigbällchen (Loukoumades), goldbraun frittiert, mit Honig beträufelt und mit viel Zimt bestreut. „Loukoumades“ ist die griechische Form von „Lokma“ mit dem Unterschied, dass die Griechen mehr Zimt verwenden als die Türken. Beliebt ist auch „Kadayîf“, was so viel heißt wie Engelshaar. „Das ist eine Nudelspeise, die an Glasnudeln erinnert“, erklärt Theo A., der in der Kleinmarkthalle Frankfurts seinen Stand betreibt. Ursprünglich kommt sie aus der türkischen Küche. Dünne Teigfäden werden auf ein heißes Blech aufgebracht und gestockt, um dann zum Beispiel mit Nüssen oder Käse gefüllt zu werden.

Schokolade versüßt Polen und Franzosen Fußball-Freuden

Auch die Polen bevorzugen zum Fußball eher Süßes, wobei die jüngeren Fans durchaus auch zu Chips und Salzstangen einheimischer Marken greifen. Ansonsten gilt als Zauberformel: „vorwiegend dunkle Schokolade plus Frucht“ – das macht den ultimativen TV-Fußballgenuss aus. Ganz gleich ob es sich dabei um schokolierte Pflaumen oder Kirschen handelt oder um Schokoladenhappen und -pralinen mit cremiger Fruchtfüllung. Auch beim Schokoladigen stehen einheimische Marken besonders hoch in der Gunst der EM-Fans.

Franzosen naschen gern. Schokolade, Schokolade und nochmals Schokolade muss es sein, nachmittags wie auch nach dem Diner. Und wie bei ihren polnischen Fußballfreunden sollte es eher Bitterschokolade sein, die auf den Tisch kommt. Nach dem Abendessen verzehren sie dann auch Plätzchen und sonstiges Süßgebäck, quasi als Dessert. Spiele, die um 18.00 Uhr starten, fallen allerdings in die Aperitif-Zeit, und da sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Bei Franzosen sind dann Nüsse, Käse und Chips, eben Würziges, angesagt – so die Befragungsergebnisse. Kommunikationsfachfrau Marlyn D. aus Paris ergänzt: „Wenn meine Freunde und ich Fußball schauen, gehören in der so genannten `l’apéro´-Zeit auch `Saucisson´ auf den Tisch.“ Das sind salamiähnliche Würste aus festem, rotem Fleisch, die aus Italien ihren Weg zunächst nach Lyon nahmen und von dort aus ganz Frankreich eroberten.

Deutsche, Kroaten, Österreicher und Schweizer mit ähnlichen, eher
klassischen Vorlieben

Deutsche, Kroaten, Österreicher und Schweizer gaben im Rahmen der Befragung übereinstimmend an, dass Chips, Nüsse (in der Schweiz: Nüssli) und Salzstangen (in Österreich: Soletti) zu den Favoriten gehören. In der Gemeinschaft wird gern auch gegrillt. So kommen dann fleischige Snacks plus Brot oder Brötchen auf den Teller. Fernando G., Praktikant in einer Züricher Werbeagentur, sagt zudem: „Ohne Bratwurst beim Public Viewing? Unvorstellbar!“ Die Kroatin Katharina G. aus Wiesbaden reicht gern noch Palatschinken (Eierpfannkuchen) zum Fußballfest zuhause. Unter den jüngeren darf es auch Popcorn sein. Der deutsche Designer Alexander B. aus Hamburg gibt sich beim Fußballfest traditionsbewusst: Auf seinen Partys bietet er neben Chips, Flips, Gummibärchen oder Schokolade immer auch klassisches salziges Gebäck an. „Zum Beispiel Kräcker kombiniert mit Frischkäse oder sonstigen internationalen Dipp-Varianten. Und meine Käsespieße mit Oliven, Trauben, eingelegter Paprika oder Perlzwiebeln sind stets ein echter Dauerbrenner“, so Alexander.

Spanien und Portugal lieben ausnahmslos herzhafte Snacks

Die Spanier gehen konzentriert herzhaft vor. Heimatgefühle breiten sich aus, wenn Tappas aller Art gereicht werden, „von Oliven über eingelegten Thunfisch bis zu spanischem Käse oder spanischer Salami, dazu frisches Brot“, erläutert der spanische Fußballticketing-Manager Daniel G. aus Wiesbaden. Die Tappas-Präferenz bestätigt auch der Hausverwalter José F. aus Palma de Mallorca. Die jüngeren zeigen einen insgesamt globalisierten Geschmack und knabbern „top of mind“ Chips, Flips, Salzstangen oder Popcorn.

Auch die Portugiesen lieben die herzhafte Knabberei: „Wir stehen auf frische Erdnüsse und gewellte Chips“, so Vasco del G. aus Lissabon. Außerdem werden oft in Salzlake eingelegte Lupinenkerne gereicht, die in Portugal unter dem Namen „Tremocos“ verkauft werden. „Die gibt es in Deutschland nicht“, meint Vasco.

Rumänien und Russland – exotische Knabbereien in der
Fußballgemeinschaft

Die Rumänien-Deutsche Emilia M. aus Sindelfingen weiß, was ihre Landsleute in Rumänien zum Fußballereignis snacken. Schließlich bewirtet sie immer wieder „größere Gruppen“ von Fußballfans. „Gern geknabbert werden bei uns `Sâracele´. Das sind so eine Art Würz-Hostien aus einem Weißmehlteig mit Wasser, Öl, Kümmel und Salz. Dazu gibt es bei uns Hochprozentiges.“ Ferner knuspern die Rumänen gern Sonnenblumenkerne, die man auch schlicht „Seminte“ nennt, was wohl für Gemüsesamen schlechthin steht.

Die Russen zeigen neben den westlichen Errungenschaften von Chips und Co. gern auch Traditionsbewusstsein, und das fällt zunächst einmal meerbetont aus. Von getrockneten Anchovis (Antschous), Krabben (Krewetki) bis hin zu getrocknetem Kraken (Osminog) gibt es eine ganze Reihe sensorischer Außergewöhnlichkeiten aus dem Meer. Auch fingerdicker, recht charakterstarker Stangenkäse aus dem Kaukasus, der sich „Sir Balykowy“ nennt, wird zur Fußball-EM-Live-Übertragung gern gesnackt. Zudem reichen die Russen „Suchariki“ zum TV-Fest. Das ist quasi zerkrümelter Zwieback (oder getrocknetes Brot), der mit einer Vielzahl von Würzmischungen verfeinert wird und in mundfertigen knusprigen Clustern daherkommt.

Somit erstreckt sich die Fußballgemeinde, die vorwiegend herzhafte Knabbereien bevorzugt, von Portugal und Spanien über Rumänien bis nach Russland.

Laut Statistischem Bundesamt leben in Deutschland Bürger aus allen an der EM teilnehmenden Nationen. Die größte internationale Gruppe hierzulande stellt die Türkei gefolgt von Italien und Polen. Auf Platz vier folgt Griechenland. Die fünfte Stelle nimmt Kroatien ein. Die Russen belegen den sechsten Platz. Entsprechend vielfältig sieht auch die Nasch- und Knabbergemeinde aus, die zur Fußball-EM das gemeinsame Genießen groß schreibt. Eine echte Chance für alle, die gern Neues ausprobieren oder kulinarische Entdeckungen machen wollen.

Türkische Nachspeisen

Süße Verführungen „alla turca“ – Türkische Nachspeisen – weit mehr als nur Baklava

In unseren Breitengraden ist die „Baklava“
die wohl bekannteste türkische Süßspeise. Sie ist jedoch keine typische
Nachspeise, sondern wird gewöhnlich zum Kaffee, als Imbiss oder
allenfalls nach einem Kebab gegessen. Die Türkei bietet neben diesem
Aushängeschild noch eine Vielzahl von Desserts, die nach Vorspeise und
Hauptspeise einen krönenden Schlusspunkt setzen. Die Auswahl reicht von
frischem Obst über leichte Puddings bis hin zu delikaten Teigdesserts
verschiedenster Art. Zu den Teigvariationen zählen Backwaren, frittierte
Hefeteigteilchen sowie in der Pfanne mit Butter und Zucker gebratenes
Mehl.

Das bei weitem beliebteste Dessert ist aber immer noch frisches Obst,
das seinen einzigartigen Geschmack dem sonnigen Klima und den
traditionellen Anbau- und Transportmethoden verdankt. Im Frühjahr
genießt man Erdbeeren, Kirschen und Aprikosen. Der Sommer bringt
Pfirsiche, Wasser- und Honigmelonen, Weintrauben, Feigen, Pflaumen,
Äpfel, Birnen und Quitten. Ende des Jahres stehen Pampelmusen,
Mandarinen und Bananen auf dem Speiseplan. Viele Obstsorten werden auch
getrocknet oder zu Marmeladen und Kompott verarbeitet.

Leckerer und leichter Pudding

Bei Jung und Alt gleichermaßen beliebt ist die große Auswahl and
Puddingspezialitäten. Unter dem Sammelbegriff „Muhallebi“ werden sie aus
Stärke, Reis oder Reismehl zubereitet – meist ohne Eier oder Butter und
manchmal sogar ohne Milch. Aromatisiert werden sie unter anderem mit
Zitronen-, Orangen- oder Rosenwasser. Eine besondere Köstlichkeit ist
ein Pudding mit feinzerfasertem Hühnerfleisch. Auf den ersten Blick mag
diese Kombination etwas merkwürdig klingen, doch wer diese Besonderheit
gekostet hat, versteht die Beliebtheit dieses Desserts.

Baklava & Co

Die verschiedenen Baklava-Sorten bestehen aus Blätterteig, gefüllt mit
gehackten Walnüssen, Mandeln oder Pistazien. Solange sie noch heiß sind,
werden sie in Sirup eingelegt, der aus Honig, Zucker, Gewürzen und
Rosenwasser besteht, und dann in Rautenform geschnitten. Gerne gegessen
werden auch „Lokma“ (Happen), in Öl frittierte Hefeteigstückchen, die
zum Servieren in Zuckersirup oder Honig getränkt werden. Sehr beliebt
ist auch „Helva“. Die Süßspeise besteht aus mit Butter in der Pfanne
sautiertem Weizenmehl oder Weizengrieß und Pinienkernen. Anschließend
werden Zucker und Milch oder Wasser hinzugefügt. Die Helva-Zubereitung
wird auch als kleiner „Gesellschafts-Event“ gesehen: An langen
Winterabenden werden Gäste ganz einfach zu „Helva-Plaudereien“
eingeladen. Eine weitere Perle türkischer Nachspeisen ist ein in Sirup
gekochtes Brot, das mit Schlagobers bestrichen und reichlich mit
Walnüssen bestreut wird.

Desserts „To Go“

In der Türkei findet man immer wieder kleine Geschäfte, in denen es die
zahlreichen Süßspeisen und Köstlichkeiten zum Genießen vor Ort oder zum
Mitnehmen gibt. Zusätzlich kann hier an kleinen Tischen zu jeder
Tageszeit gefrühstückt oder zu Mittagessen gegessen werden, da
Speiserestaurants gewöhnlich nach 14 Uhr kein Essen mehr servieren. Die
süßen Köstlichkeiten sind hier auch günstiger als beispielsweise in
Restaurants.

Zwei Rezeptvorschläge
„Tahin Helvasi“ – Sesamhelva
Zutaten für 4 Portionen
1 Tasse Sesamsamen
2 EL Honig
1 TL Vanilleextrakt

Zubereitung:
Sesamsamen mahlen und „zu einer Nussbutter verarbeiten“, also ähnlich
wie Marzipanmasse (genau so wie oberhalb bereits beschrieben). Honig
tropfenweise einarbeiten, bis man eine klebrig feuchte Masse hat. Je
nach Geschmack, Vanille einarbeiten. Eine 100×75 mm Form mit Wachspapier
auskleiden, die Mischung einpressen. Im Kühlschrank mindestens 2 Stunden
kühlen. Variation: Für Schoko-Helva Vanilleextrakt vollständig
durchmischen, so dass die Masse marmoriert aussieht. Um Helva köstlich
herzustellen, ist es wichtig, alle Zutaten bei sehr schwacher Flamme
umzurühren. Helva wird viel leckerer, wenn Mehl (oder Grieß) immer in
Butter geröstet werden. Die Masse wird immer schwerer und soll dauernd
umgerührt werden. Daher ein Trick, welcher das Rösten erleichtert:
Butter immer erst nach dem Rösten hinzufügen, um dieses schwere Umrühren
zu vermeiden.

Muhallebi – Milchpudding

Zutaten für 4 Portionen:
1 EL geriebene Pistazien
1 TL geriebener Kardamom
1 EL Rosenwasser
halber Liter Milch
4 EL Zucker
5 EL Maismehl

Zubereitung:
Das Maismehl in einen großen Topf geben und unter Rühren mit der kalten
Milch mischen bis keine Klümpchen mehr vorhanden sind. Kardamom, Zucker
und Rosenwasser hinzufügen. Auf mittlerer Hitze zehn Minuten unter
Rühren erhitzen bis die Masse andickt. Den heißen Pudding sofort in eine
kalt ausgespülte Schüssel umfüllen und mit den geriebenen Pistazien
dekorieren. Zwei Stunden kühl stellen. Guten Appetit!

Alles über die Türkei weiß www.turkinfo.at