Nutella ohne viel Vitamine

Die Vitamin- und Nährwertangaben sind auf dem Nutella-Glas so gestaltet, dass sie Verbraucher in die Irre führen können. Das entschied das Oberlandesgericht Frankfurt am Main nach einer Klage des Verbraucherzentrale Bundesverbandes (vzbv) gegen die Ferrero Deutschland GmbH. Das Unternehmen hatte den Prozentsatz der empfohlenen Tagesmenge bei Fett und Vitaminen anhand unterschiedlicher Grundmengen berechnet. Dadurch entstand der Eindruck, der Vitaminanteil sei besonders hoch.

Konkret war der Prozentsatz der empfohlenen Tagesmenge von Nährstoffen (zum Beispiel Fett und Kohlenhydrate) anhand einer Portion von 15 Gramm, der von Vitaminen dagegen im Bezug auf 100 Gramm errechnet worden. Das Ergebnis: Die Angaben für Vitamine lagen bei 30 und 78 Prozent, bei Kohlenhydraten und Fett dagegen bei 3 und 7 Prozent.

Nach Auffassung des vzbv konnten Verbraucher daraus den Schluss ziehen, Nutella enthalte sehr wenig Fett und Kohlenhydrate, dafür aber viele gesunde Vitamine. „Tatsächlich ist der Vitaminanteil in einer Portion Nutella viel geringer als gedacht“, so Vorstand Gerd Billen. Der vzbv beanstandete die Werbung daher als irreführend.

Dieser Auffassung schloss sich das Oberlandesgericht in zweiter Instanz an. Die Richter urteilten, Vitamin- und Nährwertangaben müssten so dargestellt werden, dass sie in der typischen Kaufsituation richtig verstanden werden. Im Geschäft würden Verbraucher sich eher an den Prozentzahlen in der Tabelle orientieren und übersehen, dass die Bezugsgrößen variieren.

Die Aufmachung und Kennzeichnung von Lebensmitteln führt immer wieder dazu, dass sich Verbraucher getäuscht fühlen. Was ist erlaubt, was nicht und wo besteht Klärungsbedarf? Mit diesen Fragen befasst sich das Portal www.lebensmittelklarheit.de

Restaurant Die Leiter, Frankfurt

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse unserer Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Restaurant Die Leiter in Frankfurt am Main

Gastro-Institution und 80er-Jahre-Charme. Man mag über beide Begriffe äußerst unterschiedlicher Auffassung sein, aber manches von dem, was uns eines der wildesten Jahrzehnte hinterließ, hat auch heute noch seinen Reiz, und seine gastronomische Lebensart kann auch im Jahr 2010 noch gefallen. Ein gelungenes Beispiel dafür ist das Restaurant „Die Leiter“ in Frankfurt am Main, das trotz seines betuchten Alters kein bisschen abgestaubt wirkt, sondern klassisches Flair mit zeitgemäßer Gastlichkeit auf das Beste zu vereinbaren weiß.

Genießen erlaubt. Diese Worte begrüßen den Gast, der das beliebte Lokal in der Kaiserhofstraße betritt. Sie machen uns neugierig und nicht weniger erwartungsvoll. Unser Testbesuch fällt auf einen ganz normalen Wochentag, an dem das Restaurant wie immer gut frequentiert ist. Reserviert hatten wir nicht, trotzdem werden wir freundlich begrüßt und zu unserem Tisch geführt. Manche Gäste werden das für die heutige Zeit etwas ungewöhnliche Outfit (eng gestellte Tische, viele Spiegel, abgehangene Deko-Stoffe) vielleicht etwas kitschig finden, aber es sind eben genau diese Details, die den Charme und die unvergleichliche Atmosphäre dieses trendigen Szene-Bistros ausmachen.

Wer denkt, die „Leiter“ sei ein vornehmlicher Gourmettempel, ist genau so auf der falschen Fährte wie jener, der sie für ein einfaches, bürgerliches Restaurant hält. Das zeigt sich spätestens beim Blick in die Karte. Geboten werden eine abwechslungsreiche mediterrane Küche und eine sehr ansprechende, insbesondere italienisch und französisch orientierte Weinkarte. Für das leibliche Wohl sorgen Küchenchef Alexander Gschaider, Patron Fernando Mezzadra und ein erstaunlich großes Serviceteam – alle enorm engagiert, freundlich und kompetent.

Neben klassischen Vor- und Hauptspeisen offeriert die aktuelle Speisekarte auch ein Menü sowie regelmäßig wechselnde Tagesspezialitäten. Nach der obligatorischen Brotauswahl probierten wir zur Einstimmung die gebratenen Meeresgarnelen auf Kirschtomatensalat, begleitet von einer wunderbaren Rucola-Pinienkernsauce. Die anschließende Schaumsuppe von der gelben Paprika war mit Olivenöl und Parmesan verfeinert und schmeckte vorzüglich. „Zungenspitzengefühl“ beweist der Chefkoch auch beim Hauptgang; die pochierte Lachstranche kam in einem Lemongrasfond auf Blattspinat und wird uns in guter Erinnerung bleiben. Die leckere Créme Brulee zum süßen Finale überzeugte uns ebenso.

Fazit: Inmitten der zweifellos gastronomisch niveaureichen Mainmetropole ist die „Leiter“ eine empfehlenswerte Adresse. Wenn Küche und Service die derzeitige Qualität halten, dürfte dem weiteren Erfolg des Kult-Lokals nahe der beliebten „Fressgasse“ nichts im Wege stehen.

Die Leiter
Kaiserhofstraße 11
60313 Frankfurt am Main
Tel. (069) 292121
Fax: (069) 291645
E-Mail: info@dieleiter.de
Web: www.dieleiter.de

Hauswirtschaft

Hauswirtschaft

Vom Alltäglichen zum Exklusivprodukt

Die Hauswirtschaft will neue Akzente setzen. Es müsse gelingen, das Alltägliche zum Exklusivprodukt zu machen, betonte Brigitte Scherb, Präsidentin des Deutschen LandFrauenverbandes (dlv) auf dem Berliner Kongress „Profession HausWirtschaft – quo vadis?“. In der öffentlichen Kommunikation werden ihrer Ansicht nach die Grenzen zwischen Hauswirtschaft als Profession und Hauswirtschaft als Alltagskompetenz an vielen Stellen verwischt. Um das Zukunftspotenzial, das die Hauswirtschaft nicht zuletzt mit Blick auf den demografischen Wandel und veränderte Lebensmodelle besitzt, voll auszuschöpfen, wurden konkrete Maßnahmen genannt. So soll sich die Ausbildung stärker an den Bedürfnissen des Marktes orientieren. Entsprechend gibt es Überlegungen zu einer Novellierung der Ausbildungsordnung in folgenden Punkten: Ausdifferenzierung von Fachrichtungen, Schaffung von Ausbildungsverbünden und Modularisierung der hauswirtschaftlichen Ausbildung. Damit junge Frauen und Männer sich für den
Beruf entscheiden, braucht es nach Auffassung des dlv eine veränderte Ansprache und ein modernes, zeitgemäßes Image, das sich auch in einer neuen Verpackung und/oder in einem neuen Namen widerspiegeln soll.
aid, Michaela Kuhn

Weitere Informationen:

Den ausführlichen Bericht zum Kongress finden Sie in B&B Agrar (Ausgabe 6-2009), www.bub-agrar.de

Walnüsse machen klug und mobil

Eine neue, im British Journal of Nutrition veröffentlichte Forschungsarbeit ergab, dass eine bis zu 6 % aus Walnüssen bestehende Ernährung (das entspricht beim Menschen ca. 30 g (1 Unze)) in der Lage ist, bei älteren Ratten die alterbedingten motorischen und kognitiven Ausfälle rückgängig zu machen. Die Wissenschaftler sind der Auffassung, dass Walnüsse möglicherweise über die Fähigkeit verfügen, das Gehirn zu schützen, indem sie die im Alter zunehmenden freien Radikale abfangen, die Kommunikation der Neuronen untereinander und das Neuronenwachstum fördern. Sie kamen zu dem Schluss, dass die Ergänzung der Ernährung durch Walnüsse die “Gesundheitsspanne” verlängern und ein “Langlebigkeitskapital” aufbauen und somit den Beginn schwerer neurogenerativer Erkrankungen herauszögern kann. British Journal of Nutrition (2009), 101, 1140-1144: Dose- dependent effects of walnuts on motor and cognitive function in aged rats (Dosis-abhängige Wirkung von Walnüssen auf die motorischen und kognitiven Funktionen älterer Ratten).

http://journals.cambridge.org/action/displayAbstract?fromPage=onl ine&aid=5465528

Forschungsleiter Dr. James Joseph hält diese Ergebnisse für künftige Studien zur Bekämpfung der altersbedingten Degeneration der motorischen und kognitiven Fähigkeiten durch Nahrungsmittel wie z.B. Walnüsse für sehr vielversprechend. “In Anbetracht der zahlreichen in Walnüssen enthaltenen Verbindungen wie essentiellen Fettsäuren, pflanzlichen Omega-3 Alpha-Linolensäuren (ALA), Polyphenolen und Antioxidantien, sind diese Ergebnisse nicht wirklich überraschend”, sagte Dr. Joseph. So ist er der Auffassung, dass “die Ergänzung einer ansonsten bereits gesunden und ausgewogenen Ernährung durch nur 7 bis 9 Walnüsse täglich, dazu beiträgt, bei älteren Menschen die kognitiven Fähigkeiten zu verbessern.”

Der CDC zufolge erlebt einer von vier über 65 Jahre alten Amerikaner einen Rückgang der kognitiven Fähigkeiten, ca. 6 % bis 10 % leiden unter Demenz und hiervon wiederum sind zwei Drittel von der Alzheimer-Krankheit betroffen. Obwohl die Wissenschaft bisher keine Möglichkeit gefunden hat, die Demenz bzw. Alzheimer-Krankheit zu verhindern, so kann der kognitive Verfall jedoch möglicherweise verhindert werden. Jüngste Studien legen nahe, dass der Verzehr bestimmter Nahrungsmittel sowie körperliche und soziale Aktivität dazu beitragen können, die kognitive Gesundheit aufrechtzuerhalten.

85% der Verbraucher wollen Öko-Fisch

85% der Verbraucher wollen Öko-Fisch. WWF unterstützt Edeka-Gruppe bei Umstellung auf Fisch aus nachhaltiger Fischerei. Partner fordern Umdenken der Politik

Der WWF und die Hamburger Edeka-Gruppe haben auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin ihre Kooperation für nachhaltige Fischprodukte vorgestellt. Mit Unterstützung der Umweltschützer will der größte deutsche Lebensmittelhändler bis Ende 2011 nur noch Fisch aus nachhaltiger Fischerei anbieten. „Diese Partnerschaft ist wegweisend für einen schonenden Umgang mit der Ressource Fisch. Die Edeka-Gruppe hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt. Der WWF steht Edeka beratend zur Seite und begleitet die Umstellung des Fisch-Sortiments“, erläutert WWF-Geschäftsführer Eberhard Brandes.

Laut einer vom WWF in Auftrag gegebenen repräsentativen Forsa-Umfrage entspricht die Edeka-Gruppe mit ihrer Nachhaltigkeits-Strategie dem Willen der Verbraucher. 85 Prozent der 1002 Befragten sind der Auffassung, dass Supermärkte und Fischgeschäfte keinen Fisch mehr anbieten sollten, bei dessen Fang oder Zucht die Meeresumwelt geschädigt wird.

Auf Dauer setzt Edeka vor allem auf Fischprodukte, die das Siegel des Marine Stewardship Council (MSC) tragen oder aus nachhaltiger Aquakultur stammen. „Als Marktführer sehen wir uns in einer besonderen Verantwortung, auch künftig das Fischangebot zu sichern. Und dies geht nur, wenn wir zum Schutz der weltweiten Fischbestände beitragen und uns für umweltschonende Fangmethoden einsetzen“, betont Markus Mosa, Vorstandsvorsitzender der EDEKA AG.

Auch die Politik müsse umsteuern, fordern die Partner. 94 Prozent der Bürger sind laut WWF-Umfrage der Auffassung, die Regierungen sollten die Meere durch strengere Gesetze und stärkere Kontrollen besser schützen. Der WWF und Edeka setzen sich für eine neue, umweltfreundliche Fischereipolitik ein. Gemeinsam fordern die Umweltschützer und der Lebensmittelkonzern die drastische Verringerung des Beifangs von Meeresschildkröten, Haien, Delfinen und Fisch. Diese Fänge werden meist noch auf See wie Müll wieder über Bord geworfen (sogenannter „Rückwurf“). Die Beifangvermeidung und ein Rückwurfverbot müssten ein zentrales Ziel der anstehenden EU-Fischereireform sein, fordern Edeka und der WWF.

Nach Angaben des WWF wird allein in der Nordsee jedes Jahr ein Drittel des Fanges – das entspricht etwa einer Million Tonnen Fisch und Meerestiere – wieder über Bord geworfen. Besonders betroffen ist der stark überfischte Nordsee-Kabeljau. Fast die Hälfte des gefangenen Kabeljau verendet als Rückwurf. Die Edeka will durch eine Sortimentsumstellung sowie durch politische Initiativen in Berlin und Brüssel dazu beitragen, den Kabeljaubeifang in der Nordsee zu drosseln.

Entscheidung über Gattungsbezeichnung Parmesan liegt in den Händen des Europäischen Gerichtshofes

Parmesan ist keine gleichwertige Bezeichnung und keine Übersetzung der geschützten Ursprungsbezeichnung Parmigiano Reggiano. Dies hat Generalanwalt Mazak in seinen veröffentlichen Schlussanträgen im Parmesan-Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof EuGH (Rechtssache C 132/05) klargestellt. Die von der EU-Kommission vorgelegten Beweismittel für diese Behauptung reichen nicht aus. Er folgt damit auch ausdrücklich nicht den Ausführungen seines Kollegen, Generalanwalt Léger, der im ersten Parmesan-Verfahren vor dem EuGH diese Auffassung vertreten hat.

Dennoch stellt nach Auffassung des Generalanwaltes die Verwendung der Bezeichnung Parmesan eine Verletzung des durch die Verordnung 510/2006 gewährten Schutzes der Ursprungsbezeichnung Parmigiano Reggiano dar. Begründet wird dies mit der lapidaren Feststellung, dass Deutschland nicht beweisen konnte, dass Parmesan eine Gattungsbezeichnung geworden ist.

Die Begründung lässt nach Auffassung des Milchindustrie-Verbandes e.V. (MIV) eine Auseinandersetzung mit den zahlreichen, von Deutschland vorgetragenen, eindeutigen Tatsachen, dass sich Parmesan zu einer Gattungsbezeichnung entwickelt hat, vermissen. Einmal mehr kann streitentscheidend werden, dass Deutschland und nicht die EU-Kommission die Beweislast dafür trägt, dass eine Bezeichnung sich zu einer Gattungsbezeichnung entwickelt hat.

Der MIV hofft, dass der Gerichtshof die von Deutschland vorgetragenen Tatsachen und Beweismittel eingehender prüfen und bei seiner Entscheidungsfindung würdigen wird. Mit einer Entscheidung des Gerichtshofes ist voraussichtlich im Herbst diesen Jahres zu rechnen.

Der Milchindustrie-Verband e.V. (MIV) repräsentiert mehr als 100 leistungsstarke, mittelständische Unternehmen. Diese stellen mit einem Jahresumsatz von rund 20 Milliarden Euro den größten Bereich der deutschen Ernährungsindustrie dar.

"Gammelfleisch-Verfahren"

"Gammelfleisch-Verfahren": NDR erwirkt einstweilige Anordnung des Bundesverfassungsgerichts

Das Bundesverfassungsgericht hat auf Antrag des

NDR mit einer am Donnerstag (7. Juni) getroffenen Eilentscheidung

dafür gesorgt, dass Fernsehteams bei der für den selben Tag

angesetzten Urteilsverkündung zum so genannten

"Gammelfleisch-Verfahren" im Landgericht Oldenburg Filmaufnahmen

machen dürfen. Der Vorsitzende Richter beim LG Oldenburg hatte zuvor

die Auffassung vertreten, dass die Richter und Schöffen der 2. Großen

Strafkammer des Landgerichts Oldenburg nicht gefilmt werden dürften.

Daraufhin legte der NDR am Mittwoch (6. Juni) in Karlsruhe

Verfassungsbeschwerde ein und beantragte den Erlass einer

einstweiligen Anordnung. Radio Bremen schloss sich der NDR Beschwerde

am 7. Juni an.

Das NDR Regionalmagazin "Niedersachsen 19.30" hatte sich bereits

zum Prozessauftakt am 17. Januar und für den Tag der Plädoyers am 30.

Mai darum bemüht, im Gerichtssaal zu filmen und aus dem Gerichtssaal

während der Sitzung – aber außerhalb der Hauptverhandlung – zu

berichten; dieses hatte der Vorsitzende Richter abgelehnt. Für die

Urteilsverkündung am 7. Juni hatte zunächst das NDR Studio Oldenburg,

dann die Fernsehleitung im NDR Landesfunkhaus Niedersachsen eine

Drehgenehmigung beantragt und dabei auch auf die Rechtsprechung des

Bundesverfassungsgerichts zur Gerichtsberichterstattung (März 2007)

hingewiesen. Doch auch diesen Antrag lehnte der Vorsitzende Richter

ab.

NDR Intendant Prof. Jobst Plog: "Das Bundesverfassungsgericht hat

eine wichtige Entscheidung im Interesse unserer Zuschauer getroffen.
Es hat festgestellt, dass die Rundfunkfreiheit, das Recht auf

Berichterstattung in Wort und Bild und das Informationsinteresse der

Öffentlichkeit im Zweifel über das Persönlichkeitsrecht von Richtern

und Schöffen zu stellen sind."

Marlis Fertmann, Programmbereichsleiterin Fernsehen im NDR

Landesfunkhaus Niedersachsen: "Der Prozess um den

Gammelfleisch-Skandal stößt auf großes öffentliches Interesse, dem

die Verweigerungshaltung des Oldenburger Richters auch nach

Auffassung des höchsten deutschen Gerichts nicht genügte." Der NDR

wird am Donnerstagabend in "Niedersachsen 19.30 das Magazin" und in

weiteren aktuellen Sendungen über die Verhandlung im

Gammelfleisch-Skandal berichten.

Hapagfly Verbraucherschuetzer Preisdarstellung

In der juristischen Ausseinandersetzung um angeblich irreführende Werbung hat die Ferienfluggesellschaft Hapag-Lloyd Flug GmbH (Hapagfly) jetzt vor dem Landgericht Hannover eine vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) beantragte einstweilige Verfügung auf Unterlassung erfolgreich abgewendet.

Damit ist der Versuch des vzbv vorerst gescheitert, Hapagfly gerichtlich per Unterlassungserklärung zu zwingen, eine spezielle Preisdarstellung von „Last-Minute Flügen“ im Internet zu ändern. Moniert wurde, dass nach Auffassung des vzbv die aufgeführten Preise auch die Steuern, passagierabhängigen Entgelte und Treibstoffzuschläge enthalten müssten.

Das Gericht schloss sich jedoch in seiner Begründung zur Ablehnung der einstweiligen Verfügung der vorgetragenen Argumentation von Hapagfly an. Danach ist die Preisdarstellung auf der Internetseite hinreichend klar und transparent und entspricht somit der gängigen Rechtsauffassung zur Preisauszeichnung.

„Wir begrüßen die heutige Entscheidung, denn sie bekräftig unsere schon immer vertretene Auffassung, eine verbraucherfreundliche und faire Darstellung unserer Flugpreise im Internet zu haben“, sagt Dr. Hans-Dieter Färber, Marketingdirektor von Hapagfly.

www.gourmet-report.de/hapagfly

Christian Bau

Sie sind die «100 Köpfe von morgen»: Die WM-Standortkampagne «Land der Ideen» hat junge Menschen aus Deutschland ausgewählt, die nach Auffassung einer Fachjury die Zukunft des Landes prägen werden.

Dazu öffnet am 29. Mai eine Ausstellung im Deutschen Historischen Museum Berlin mit lebensgroßen Porträts, die dort bis zum 3. Oktober zu sehen sind. Zu den Top 100 gehören nach dpa-Informationen bekannte Namen wie Filmstar Daniel Brühl, der Turner Fabian Hambüchen und der Bestsellerautor Florian Illies – aber auch öffentlich unbekanntere wie die Unternehmerin Vanessa Kullmann («Balzac Coffee»), der Virologe und SARS-Forscher Christian Drosten, der Designer Stefan Diez, der Sternekoch Christian Bau, der Winzer Philipp Wittmann, die Architektin Ruth Berktold oder das «kleine Laufwunder» Jule Aßmann. Auf der Liste finden sich 36 Frauen und 64 Männer, alle sind unter 40 Jahre alt.

In der Jury saßen prominente Vertreter der jeweiligen Fachrichtungen, wie die Präsidentin des Goethe-Instituts, Jutta Limbach, Ex-Kulturstaatsministerin Christina Weiss, Berlinale-Chef Dieter Kosslick und Ex-Sportbundpräsident Manfred von Richthofen. Den Vorsitz hatte der Kunstförderer Peter Raue, der unter anderem die «MoMA»-Ausstellung nach Berlin holte.

Die Ausstellung ist Start- und Endpunkt des «Walk of Ideas», einer Tour in Berlin, mit der sich Deutschland als Gastgeber der Fußball- Weltmeisterschaft als ideenreiches Land zeigen will. Riesige Skulpturen, zum Beispiel ein Stollenschuh nahe dem Kanzleramt oder ein Auto am Brandenburger Tor, sollen dabei Erfindungen «Made in Germany» darstellen. Das «Land der Ideen» ist eine Initiative der Bundesregierung und der Wirtschaft. (Quelle: freestyle24.de)

Rückenwind für Kartellamtsbeschwerde von IHA und HDE gegen

Zum Osterfest hat die Europäische
Kommission eine freudige Überraschung für die deutsche
Hotellerie beigesteuert: In einem vorläufigen Bericht zum
Markt der Zahlungskartensysteme in Europa hat die
EU-Kommission erhebliche Wettbewerbsdefizite insbesondere
bei den nationalen Systemen von Visa und MasterCard
diagnostiziert. Die EU-Kommission spricht von „strukturellen
Wettbewerbshindernissen, technischen Hürden und
absprachebedingten Hindernissen im Kreditkartenmarkt“.

„Wir danken der EU-Kommission für die vorgelegte Studie,
die höchst willkommenen Rückenwind für die von IHA und HDE
in Deutschland beim Bundeskartellamt eingereichte
Wettbewerbsbeschwerde gegen VISA und MasterCard bedeutet“,
freut sich Fritz G. Dreesen als Vorsitzender des Hotelverbandes
Deutschland (IHA), über die Unterstützung aus Brüssel.
„So weist der vorläufige Bericht der EU-Kommission unter
anderem nach, dass Hotels und Restaurants zu den Sektoren
zählen, die unter den höchsten Kreditkartengebühren zu leiden
haben!“

Die zuständige EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes
erklärte in Brüssel, dass die Zahlungskartenbranche in
Europa nach wie vor national ausgerichtet sei und einige
auf nationaler Ebene etablierte Unternehmen den Wettbewerb
verhinderten. Dies treibe die Kosten von Zahlungskarten für
Verbraucher und Unternehmen in die Höhe. Hier müssten
Wettbewerbsrecht und Branchenregulierung Hand in Hand gehen,
um die Rahmenbedingungen für die Unternehmen zu verbessern.

Ferner stellte die EU-Kommission fest, dass kleine und
mittlere Unternehmen für die Nutzung einer Zahlungskarte
höhere Gebühren als Großunternehmen zahlten. Diese Differenz
könne über 70 Prozent betragen und scheine durch die
Transaktionskosten nicht gerechtfertigt.

Für MasterCard und Visa zahlten laut Kroes die Verbraucher
in einigen Ländern doppelt so viel wie in anderen. Für
Unternehmen könnten die Gebühren für Visa sogar bis zum
Fünffachen und für MasterCard bis zum Sechseinhalbfachen
über dem günstigsten Tarif der 25 Mitgliedstaaten liegen.
Diese Spannen zeigten nach Auffassung der
EU-Wettbewerbskommissarin, dass die Tarife in einigen
EU-Mitgliedstaaten erheblich gesenkt werden könnten.

Aus den gleichen Gründen hatten der Hotelverband Deutschland
(IHA), der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE),
der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE)
und die Bundesarbeitsgemeinschaft der Mittel- und Großbetriebe
des Einzelhandels (BAG) Ende 2005 gemeinschaftlich das
Bundeskartellamt gebeten, die Intransparenz des MasterCard-
und Visa-Regelwerkes als Verstoß gegen das Kartellverbot zu
beanstanden und der aktuellen Praxis der sogenannten
Interchange-Gebühr ein Ende zu setzen.

„Am Ende dieses Verfahrens sollten nach Auffassung von
Einzelhandel und Hotellerie die Interchange-Gebühren deutlich
abgesenkt und mehr Transparenz für alle Marktbeteiligten
hergestellt werden, sowie der weitgehend ausgeschaltete
Wettbewerb angekurbelt werden“, zeigt sich Dreesen
zuversichtlich.

Die Europäische Kommission hat eine offizielle Befragung
der interessierten Kreise, aber auch der Öffentlichkeit
zu ihrem vorläufigen Bericht gestartet, deren
Antwortformular unter folgendem Link abgerufen werden kann:

http://europa.eu.int/comm/competition/antitrust/others/sector_inquiries/financial_services/feedback_form.doc.

Antworten müssen bis zum 21. Juni 2006 an die
E-Mail-Adresse

comp-bank-inquiry-feedback@cec.eu.int
gesandt werden.

Hoteliers, die an der Befragung teilnehmen wollen, sollten
beachten, dass die Antworten veröffentlicht werden, falls
nicht ausdrücklich Vertraulichkeit angemahnt wird. Ein
endgültiger Bericht zu den Zahlungskartensystemen in Europa
wird von der EU-Kommission für Ende 2006 in Aussicht gestellt.