Christophe Moret

von Bernhard Steinmann

Am letzten Abend dieser Parisreise führt unser Weg in die Avenue d’Iéna, in das Shangri-La Hotel, Paris. Dort befindet sich das mit zwei Michelinsternen ausgezeichnete Restaurant L’Abeille,welches nach Napoleons Lieblings-Symbol, der Biene, benannt ist.
Der Herr mit dem großen Namen ist Roland Bonaparte (* 19. Mai 1858 in Paris; † 14. April 1924), Wissenschaftler, Anthropologe, Schriftsteller und wohlhabendes Mitglied des Hauses Bonaparte. Sein Pariser Palais beheimatet nun, natürlich nach reichlich Umbaumaßnahmen, das Hotel Shangri-La.

Das Hotel verfügt über zwei weitere Restaurants, u. a. das mit einem Michelinstern versehene Shang-Palace, welches authentische chinesische Gerichte von Samuel Lee anbietet.

Hauptküchenchef der drei Restaurants ist Christophe Moret.
Moret, dem das L’Abeille besonders am Herzen liegt, war u.a. im Grand Hotel Saint Jean-de-Luz bei Bruno Corono tätig. Interessant wird sein Werdegang, aus meiner Sicht, aber erst 1990. In diesem Jahr finden wir ihn an der Seite von Alain Ducasse im Louis XV in Monaco. Nach weiteren Stationen kommt er 2003 in das von uns am Vortag besuchte
Restaurant Alain Ducasse au Plaza Athénée. So schließt sich der Kreis. Jedoch nicht nur für ihn, auch für uns. Denn schon bei der Begrüßung im Restaurant werden wir gefragt, ob unser gestriger Besuch bei Ducasse zufriedenstellend verlaufen war. Tja, die Welt ist klein.

Das Restaurant entspricht genau dem, was man in einem Luxushotel erwarten darf.
Große Tische und komfortable Sitzgelegenheiten erwarten den Gast. Zuvorkommend werden wir an unserer Platz geleitet. Wie in letzter Zeit häufig, werden wir auch hier à la carte speisen.

Die Küche grüßt u.a. mit einem Reiscracker mit Roter Bete und einem Spinatcracker.

Danach erreicht uns eine feine und kunstfertige Fischcreme mit Kaviar.
Eine gelungene Idee mit hervorragender Aromatik. So kann es weitergehen.

Foie gras de canard
confit, figues au parfum de sureau, muesli avoine / amarante / raisin

Habe ich schon erwähnt, dass Christophe Moret, wie kann es auch anders sein, der  französischen Klassik huldigt?
Nun, wenn man sich diesen Teller betrachtet, kann man das unschwer erkennen.
Foie gras mit kandierten Feigen und dem „Wunderkorn der Inkas“,  Amaranth.
Es wird gerne als Getreide angesehen, ist aber keines. Das hirseähnliche Pseudogetreide hat eine große Fülle leicht verwertbarer Nähr- und Vitalstoffe.
Das solide wirkende Gericht ist im Geschmack tadellos.

Turbot de petit bateau,
chouxfleurs de Carrières-sur-Seine et brioche au berre du Ponclet

Der Steinbutt ist von erlesener Qualität und perfekt gegart. Blumenkohl und Brioche setzen Akzente. Eine verführerische Kombination, die ich so bisher noch nicht vorgefunden habe.

Grenouilles blondes et girolles dorées
poudrées de terre végétale de Gazette / cacao, émulsion torréfiée

Froschschenkel, noch ein Klassiker der französischen Küche.
Ein wunderbar leichtes, aromatisches Gericht.

Canard croisé de Challans
frotté d’épices / roti, peches jaunes et blanches, réduction d’une sangria

Die wegen ihrer Fettarmut geschätzte Ente aus Challans wird von gelben und weißen Pfirsichen begleitet. Die koalierende Sangriareduktion ist überaus schmackhaft und in dieser Kombination herausragend. Das Gericht ist dezent gewürzt, was vortrefflich zum saftigen und süßen Fruchtfleisch passt.

Die Desserts:

‘‘Mara des bois’’ strawberries, farm cream, herbal granita

Pure Origin Papua cocoa, raw / iced / smoked

Vanilla’s
from Raiatea / Madagascar infused and roasted

Alles war tadellos. Ein starker und kreativer Ansatz sowie handwerklich geschickt umgesetzt.

Wein und Service:

2006, Comptes de Champagne, Taittinger, Blanc de Blanc
2012, Chablis Grand Cru, Les Clos, Jean-Paul & Beniot Droin
2012, Cote-Rotie, Corinne & Jean-Paul Jamet
2011, Riesling, Alsace Grand Cru Zinnkopelé, Selection de Grains Nobles

Das Serviceteam ist freundlich, kompetent, überaus erfahren und auskunftsfreudig.

FAZIT:
Christophe Moret ist ein grandioser Vertreter der einst einflussreichsten Landesküche Europas. Als Vertreter der Klassik ist er eher ein Bewahrer und weniger ein Modernisierer. Das soll hier nicht als Kritik verstanden werden. Vielmehr ist es ein Glücksfall, dass Moret auf diesen Pfaden wandelt.
Er bietet eine wunderbare Gelegenheit, die klassische französische Klassik auf höchstem Niveau zu erleben. Ohne Experimente, ohne überflüssige Zumutungen und fragwürdiger Zutaten. Er orientiert sich klar am Produkt und verwendet nur erstklassige Waren.

Den vollständigen und bebilderten Bericht finden Sie auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Alain Ducasse au Plaza Athénée

von Bernhard Steinmann

Unser heutiges Ziel liegt in der Pariser Avenue Montaigne: Alain Ducasse au Plaza Athénée.

Alain Ducasse, Jahrgang 1956, suchte nach seiner Ausbildung zum Koch die Nähe bekannter Küchenchefs um seine Kenntnisse zu vertiefen. Michel Guérard, Roger Vergé und Alain Chapel prägten ihn in dieser Zeit maßgeblich. Bereits im Alter von 24 Jahren wird er Küchenchef. 1984, gerade 28 Jahre alt, wird er bereits im La Terrasse in Juan-les Pins mit zwei Michelinsternen dekoriert.

Der kochende Unternehmer zeichnet mittlerweile für Restaurants rund um den Globus verantwortlich und ist weit über die Grenzen der Haute Cuisine bekannt. Er erhielt vom „Guide Michelin“ als erster und einziger Cuisinier neun Sterne für seine Kochkunst:  Je drei Sterne für seine Restaurants „Le Plaza Athénée“ in Paris, „Alain Ducasse at the Essex House“ in New York und  „Le Louis XV“ in Monaco. Das ist zwar schon lange her, das Essex House ist längst aufgegeben, doch folge ich hier gerne der Chronistenpflicht.

Im September 2014 wurde das Restaurant nach Umbaumaßnahmen mit einem völlig neuen Konzept und reichlich medialem Schall wieder eröffnet. Ducasse verordnete seinen Gästen eine „neue Natürlichkeit“. Getreide, Gemüse, viel Fisch, stehen auf der Karte. Fleisch findet man nicht mehr, kann jedoch nachgefragt werden. Die vielfach bewunderte, aber auch heftig kritisierte Rückbesinnung auf das Wesentliche wird aber nicht, wie vermutet werden könnte, liebgewonnene Luxusprodukte aus der Küche verbannen. Wie sollte man auch sonst dem geneigten Gast die horrenden Preise erklären.

Ducasse beschäftigt sich schon seit längerer Zeit mit der sogenannten Rückkehr zum Wesentlichen. Schon vor 2011 hat er sich mit berühmten Kollegen zu Arbeitstreffen mit diesem Inhalt verabredet. Er sah die Haute Cuisine an einem Wendepunkt. Er wollte sie schnörkelloser und zugänglicher gestalten. „Cuisine brute“ konnte er sich als Namen für diese Veränderung vorstellen. Es ist natürlich überlegenswert, ob ein grundsätzlicher Neubeginn die Hochküche verändern soll oder, so wie es viele Köche seit jeher machen, ein behutsame Weiterentwicklung. Nun kann man aber nichts verordnen, was überaus begrüßenswert ist. Denn der Zauber der Spitzengastronomie liegt in der Vielfalt.

Zum Ambiente des Restaurants verweise ich auf die Fotos. Der Speisesaal wurde von den Designern Patrick Jouin und Sanjit Manku entworfen.
Kurz vor der Öffnung an diesem Abend kontrolliert die Servicebrigade noch einmal, ob sich alles am rechten Fleck befindet. Ein letzter Durchgang, bevor die Gäste kommen.

Besonders auffallend ist die Sitzecke auf der linken Seite. Die Form eines Bootsrumpfes mit eleganten und schlanken Linien zieht den Blick förmlich an. Das vertikale Element nutzt das Volumen des Raumes und verbindet den Boden nahezu mit der Decke. Tisch und Sitzplatz scheinen den Gast aus dem Raum herauszulösen.

Wahrscheinlich würde ich mich dort etwas verloren fühlen. Dennoch würde ich hier, man glaubt es kaum, nicht von einem Gourmettempel sprechen. Eher von einem Speisesaal. Die Atmosphäre, um die sich viele dienstbaren Geister verdient machen, ist überaus freundlich und angenehm. Berührungsängste sollte man an der Eingangstür ablegen oder wegbleiben.

Für die Küche zeichnet Romain Meder verantwortlich. Nach seiner Ausbildung in Frankreich wollte er neue Geschmacksrichtungen kennenlernen und reiste daher sehr viel. U. a. lernte er in den British West Indies die karibische, würzige Küche kennen. Zurück von seinen Reisen arbeitete er zunächst zwei Jahre in Paris bei Hélène Darroze und danach beim Luxus-Caterer Potel et Chabot. Von dort holte ihn Ducasse als Chef de Partie in das Plaza Athénée und danach als Sous-Chef ins La Cour Jardin. Nach Stationen auf Mauritius und in Doha kam er zur Wiedereröffnung des Restaurants Alain Ducasse au Plaza Athénée zurück. Ich habe ihn als außergewöhnlich bescheidenen und von großer Gelassenheit geprägten Menschen kennengelernt.

Es wird ein Menü angeboten mit drei halben Gängen, Käse und Dessert für 390 € !
Wir beschließen à la carte zu speisen und wählen unsere Gerichte aus.

Zur Einstimmung wird zunächst ein erfrischendes Getränk gereicht. Es handelt sich diesmal um einen kalten Ingwersud mit einer beeindruckend großen Eiskugel.
Hinzu kommen Körnercracker. Der „Rachenputzer“ wirkt eher wie ein Ritual, weniger wie ein kulinarisch bedeutsamer Vorgang.

Grüne Bohnen, serviert mit einem schmackhaftem Dip, sind nun nicht gerade der letzte Schrei in der Gourmetwelt. Dennoch wirkt der Gruß aus der Küche etwas einfacher, als er in Wirklichkeit ist. In erster Linie möchte man wohl zum Beginn des Abends jedem verdeutlichen, was er unter der neuen Natürlichkeit zu verstehen hat. Um den Schock der Einfachheit zu mindern werden freundliche Verzehranweisungen erteilt.
Die Bohnen werden mit einer Holzpinzette angefasst und durch den Dip gezogen. Mancher Gast isst mit den Fingern und demonstriert damit sein natürliches Verhältnis zum Essen.

Ein weiteres Amuse gueule erreicht uns. Es handelt sich um eine gegrillte Sardine mit Romanasalat und Oliven.

Ich habe das Gericht so in Szene gesetzt, dass der Blick auf den besten Nebendarsteller, das frittierte Skelett, gelenkt wird. Das insgesamt würzige Gericht, stimmig ausbalanciert, soll nicht nur Nachhaltigkeit verdeutlichen sondern vor allen Dingen den Gast auch intellektuell mitnehmen, ihn fordern. Zur Nachhaltigkeit gehört, meiner Meinung nach, auch Nachdenklichkeit.
Erfahrene Gourmets haben bestimmt schon weitaus merkwürdigere Kreationen erleben dürfen (z.B. Moos, lebende Garnelen im Noma) und werden sich dem Gericht mit Vergnügen nähern. Gleichwohl würde es mich schon interessieren, wieviele Gäste dies als regulären Gang auf der Karte ausgewählt hätten.

Langoustines bretonnes rafraîchies, caviar doré, nage réduite

Das aromatisch überzeugende Gericht mit seinen Komponenten der typischen Luxusklasse eignet sich perfekt zur Illustration der neuen Natürlichkeit,  
auch wenn sich dies bei einem ersten, etwas oberflächlichen Blick, nicht unbedingt aufdrängt. Hier assoziieren die Luxusprodukte zunächst andere Empfindungen.
Bei genauem Hinsehen jedoch, sieht das schon anders aus. Der kleine Atlantikbewohner, von großartiger Qualität und im Geschmack unverfälscht, begeistert. Eine Krustentieressenz (o.Abb.) vervollständigt das tadellose Gericht. Meder verlässt sich hierbei, meiner Meinung nach völlig folgerichtig, auf den essenziellen Geschmack der Produkte. Eine nahezu tadellose Kombination, leider etwas zu kalt.

Lentilles vertes du Puy et caviar, délicate gelée d’anguille

Grüne Linsen, bedeckt mit Kaviar und umgeben von einem Gelee aus geliertem Aal.

Dazu werden dünne Wraps aus Buchweizen gereicht (nicht im Bild) und eine ausgezeichnete Crème mit dezenten Säurenoten.
Die Verzehrhinweise kennen Sie bestimmt von der Peking-Ente. Alles auf ein Wrap und dann von der Hand in den Mund. Erst im Zusammenspiel aller Komponenten wird das intensive Aromenerlebnis dieses eindrucksvollen Gerichtes deutlich. Vollendeter kann man nicht zubereiten.

Turbot du Golfe de Gascogne, maïs Grand Roux, huîtres de l’étang de Thau

Der perfekt gegarte Steinbutt kommt mit üppiger Begleitung. Au
stern und besonders der in verschiedenen Texturen dargereichte Mais dominiert den Gesamteindruck. Kontrastierende Würze, ohne Übertreibung vorgetragen, ünterstützt die typischen Geschmacksnoten wirkungsvoll.

Rouget de l`lle d`Yeu en écailles, oignons et noisettes du Petit Trianon, jus civet

Mit leicht knusprigen Schuppen kommt der Fisch auf den Teller.
Eine reduzierte Jus lässt den Geschmack von Zwiebeln und Haselnüssen eher erahnen als erschmecken. Eine äußerst elegante Kreation, optisch fast schlicht, geschmacklich überzeugend.

Bevor wir zu den Desserts kommen, möchte ich Ihnen noch gerne die Chefin der Pâtisserie vorstellen: Jessica Préalpato.

Sie entschied sich zunächst für ein Studium der Psychologie, erkannte jedoch schnell, dass ihre wahre Bestimmung auf einem ganz anderen Feld zu finden war. Nach dem Besuch der Hotelfachschule in Biarritz bildete sie sich im Bereich Restaurant-Konditor fort. Eine der ersten beruflichen Stationen war das Hotel La Chèvre d’or in Eze unter Philippe Labbé. Nach weiteren Stationen erreichte sie schließlich im Jahr 2010 Paris, wo sie sich im Restaurant Le 39V Frédéric Vardon anschloss und zwei Jahre als Chef de partie tätig war.

Nach einem Engagement im Park Hyatt Paris Vendôme folgten ausgiebige Reisen innerhalb Frankreichs und in ausländischenHotspots wie Dubai, Tokio, Beirut und St. Petersburg.
Im November 2015 trat sie in das Team von Alain Ducasse im Hotel Plaza Athénée ein.

Citron niçois, algues kombu à l‘ estragon

Die Küche überrascht und erfrischt uns mit wuchtigen Zitronennoten. Wow, echt sauer.
Für die besondere Würze sorgen Kombu-Algen, die nicht nur vor den nördlichen japanischen Inseln sondern auch vor der bretonischen Küste vorkommen.

Pêche d’Aiguillon rotie, pistou d’oseille
Pfirsisch, geröstet mit Sauerampfer, Eis.
Chocolat et café de notre Manufacture, badiane, praliné

Ein sündhafter Schokoladentraum.

Wein und Service:

2012, Puligny-Montrachet, Domaine René Monnier.

Die Servicecrew war freundlich, professionell und stets um unser Wohl besorgt. Gerne wurde uns gestattet, schon vor der Öffnung des Restaurants den Speisesaal zu fotografieren.

Unser besonderer Dank für einen unvergesslichen Abend gilt Alain Ducasse,
Chef Romain Meder, dem Restaurant-Manager Denis Courtiade und dem gesamten Team, bei dem ich noch besonders Maître d’hôtel Claire Sonnet herausstellen möchte, die uns nahezu familiär umsorgt hat.

FAZIT:

Die Ideen eines Alain Ducasse sind bei Romain Meder bestens aufgehoben. Die Umsetzung der Vorgaben erfolgt so geschickt, dass der konservative Gast ebenso zufrieden das Restaurant verlässt wie der etwas wagemutigere Gourmet.
Eine hohe Produktqualität, Kreativität und perfektes Handwerk sind hier selbstverständlich.
Ein absolutes Muss für jeden, der die in Geld zu entrichtende Gegenleistung nicht scheut.

Die dazugehörigen Bilder findet man auf www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Beyond Sweetness Workshop

Ende Juni wagen Spitzenköche und Sommeliers im burgenländischen Taubenkobel einen geschmacklichen Grenzgang: Beim Workshop „Beyond Sweetness“ steht die Suche nach dem bestmöglichen Pairing von Gerichten und Getränken zu weniger populären Geschmackswelten auf der Agenda. Wie vielseitig sich salzige, bittere, herzhafte oder saure Aromen begleiten lassen, zeigt das abschließende Dinner mit Gastköchen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

„Irgendwie wird beim Essen und Trinken alles immer süßer. Kaum ein modernes Gericht ist heute noch richtig salzig oder sauer und selbst bei Gemüsesorten wie Chicorée und Rosenkohl sind die gesunden Bitterstoffe zugunsten eines milden Geschmacks weitestgehend herausgezüchtet“, erklärt Sommelier Sebastian Bordthäuser. Der versierte Weinkenner gehört mit Zweisternekoch Nils Henkel und Taubenkobel-Sommelier Peter Müller zu den Mitinitiatoren von „Beyond Sweetness“ – einem Workshop mit dem Ziel, der voranschreitenden „Versüsslichung“ des Essens entgegen zu wirken. „Wir wollen auszuloten, was alles möglich ist, wenn man die fünf Grundgeschmacksrichtungen ausreizt und auf überlagernde Süße verzichtet“, erklärt Peter Müller das Vorhaben der Runde aus Spitzenköchen und Sommelierkollegen. Nach dem erfolgreichen Auftakt des Workshops im Sommer 2015 in Köln, findet die zweite Ausgabe inklusive Gastkoch-Dinner am 28. und 29. Juni im österreichischen Schützen statt. Neben den Gastgebern Alain Weissgerber und Souschef Christoph Mandl vom Taubenkobel sind diesmal die Spitzenköche Philip Rachinger vom Mühltalhof in Neufelden, Hendrik Olfen aus dem La Société in Köln sowie Zweisternekoch Nenad Mlinarevic nebst Sommelier Marian Henss vom Focus aus dem schweizerischen Vitznau mit von der Partie.

Beim Workshop an Tag eins werden die Ideen der drei Sommeliers für je ein unvergorenes und vergorenes Getränk zu den geplanten Gerichten der fünf Spitzenköche ausprobiert und diskutiert. Auf der Suche nach einem möglichst unverfälschten Geschmack spielen die fünf Grundgeschmäcker bitter, salzig, sauer, süß und umami dabei eine zentrale Rolle. Jedem Koch wurde eine der Kategorien zugelost. „Von mir wird es einen Gang mit Garnele und Schwarzwaldmiso zum Thema „umami“, also fleischig-herzhaft, geben“, verrät Henkel, der mit seiner „Pure Nature“-Küche im Schlosshotel Lerbach bei Köln zwei Sterne erkochte. Gastgeber Alain Weissgerber freut sich auf die Dreiländerrunde in seiner Küche: „Was uns alle eint, ist ein Faible für unverfälschte, heimische Produkte. Jeder von uns fünf arbeitet in seiner Küche mit einem starken Fokus auf die eigene Region und einem Sinn fürs Naturbelassene.“

Für ein spannendes Pairing zum mehrgängigen Menü am nächsten Tag, kommen längst nicht nur Weine in Frage: „Die Bandbreite an Speisenbegleitern ist um so vieles reicher, wenn man anfängt, abseits der bewährten Kombinationen zu denken. Zu jedem Gang wird es zwei Getränke geben, die perfekt zum Aromenspiel auf dem Teller passen – eines davon immer alkoholfrei. Wir wollen unsere Gäste schmecken lassen, wie vielseitig sich Gerichte abseits vom süßen Einerlei begleiten lassen“, verspricht Müller mit Blick auf das ungewöhnliche Dinner am 29. Juni. „Besonders bei den Alternativen zum Wein können wir Sommeliers uns im Workshop dank guter Craft Biere, frisch gemischter Gemüsesäfte, Cocktails oder selbst angesetzter Kräuterinfusionen, Limonaden und Eistees richtig austoben. Bei der Runde dürften einige großartige Eigenkreationen im Laufe des Tages entstehen.“

Beyond Sweetness
Die Workshop-Reihe „Beyond Sweetness“ wurde 2015 durch Hermann Stöckmann von Smart Wines und dem Team des Restaurants am Kamin in Köln ins Leben gerufen. Die zweite Ausgabe findet im burgenländischen Taubenkobel in Österreich statt.

Reservierung
Das Gastkoch-Dinner mit den fünf Spitzenköchen Nils Henkel, Nenad Mlinarevic, Philip Rachinger, Hendrik Olfen und Gastgeber Alain Weissgerber am Mittwoch, den 29.06., kostet 155 Euro p.P. inklusive Sechs-Gänge-Menü und der Wein- und Getränkebegleitung des Abends von den Sommeliers Marian Henss, Sebastian Bordthäuser und Peter Müller.

www.taubenkobel.com

Europas beste Restaurants gekürt

OAD veröffentlicht Top 100+ Rangliste 2016

„Opinionated About Dining“ stellt sein aktuelles Jahresranking der besten europäischen Restaurants in Kopenhagen vor: Platz eins geht 2016 an Alain Passards „L’Arpège“ in Paris, doch auch elf Spitzenköche aus Deutschland schafften mit ihrer innovativen Küche den Sprung in die „Top 100+ European Restaurants“-Auswahl.

Opinionated About Dining (OAD), eine der wichtigsten Referenzen, wenn es um weltweite Restaurant-Rankings geht, veröffentlicht die fünfte Ausgabe seiner „Top 100+ European Restaurants“. Die gut gewahrten Platzierungen der aktuellen Europa-Liste wurden am heutigen Montag in Kopenhagen vorgestellt. Den Spitzenplatz sichert sich erstmals Alain Passard vom mehrfach ausgezeichneten L’Arpège in Paris, der damit die baskischen Vorjahressieger aus dem Azurmendi auf Platz zwei verdrängt. Die visionäre Küche des Franzosen konnte die Jury, die die Meinungen von mehr als 4800 registrierten Restaurantgästen und Food-Bloggern wiedergibt, überzeugen: „Mit seinen produktorientierten Gemüsekreationen, bei denen die Zutaten meist aus eigenem Anbau stammen, brilliert Passard auf ganzer Linie“, würdigt der New Yorker OAD-Gründer Steve Plotnicki den Stil des Erstplatzierten. Seit 2011 honoriert das von ihm initiierte Bewertungssystem Jahr für Jahr herausragende Restaurants in verschiedenen Kategorien und erstellt welt- sowie landesweite Ranglisten.

In diesem Jahr wählten die Mitglieder der OAD-Community Restaurants aus insgesamt 16 europäischen Ländern in die Rangliste. Während Gourmetadressen in Frankreich (48), UK (28) und Italien (27) dominieren, finden sich auch elf deutsche Restaurants in der veröffentlichten 100+ Auswahl, die in Summe 200 Platzierungen ausweist. Als bestplatziertes Restaurant in Deutschland rückte das Vendôme in Bensberg von Platz 12 im Vorjahr auf Platz neun vor, gefolgt vom Osnabrücker La Vie auf Platz 19 sowie dem Schloss Berg in Perl-Nennig an Position 22. Tim Raue aus Berlin erreichte Platz 25, Gästehaus Klaus Erfort Platz 43, Andreas Caminada Platz 47, Sven Elverfelds Aqua auf Platz 54, Steirereck auf Platz 62, La Pergola Platz 64 und Taubenkobel Platz 82.

Neu ist die Vergabe von erstmals drei zusätzlichen Auszeichnungen: Als beste Neueröffnung wird das Disfrutar in Barcelona gewürdigt, welches sich gegen acht Mitbewerber in der Kategorie „Best New Restaurant“ durchsetzen konnte. Für den höchsten Neueinstieg von Null auf Platz 71 geht der entsprechende Award an das dänische Kadeau auf der Insel Bornholm, während René Redzepi mit der Auszeichnung „Special Culinary Achievement“ u.a. für seine gastronomischen Projekte in Japan und Australien geehrt wird. Auch die Auswirkungen der bereits im April erschienenen, neuen „Top 100 Classical and Heritage Restaurants“-Liste und die dadurch fortan getrennte Beurteilung von Traditionsrestaurants mit gleichgebliebener Stilistik sowie jenen, die konstante Innovation suchen, zeigen sich deutlich. „Durch die neue Organisation der Bestenlisten sind knapp 60 Plätze frei geworden, die es unserer Jury erlaubten, neue Restaurants in das ‚Top 100+ European Restaurants’-Ranking aufzunehmen“, erklärt Plotnicki.

Um die anerkannte Ehrung der Gastronomieszene entgegen zu nehmen, reisten viele der besten Köche Europas persönlich in die dänische Metropole. Kulinarisch wurde die Preisverleihung auf der Nimb Terrasse des Kopenhagener Tivoli von acht Gastköchen aus aller Welt begleitet – jedoch ausnahmsweise ohne Fine-Dining: Statt Gala-Menü gab es ein entspanntes Barbeque, bei dem neben skandinavischen Kochstars wie René Redzepi vom Noma, Christian Pugliesi vom Relae und Niccolai Norregrad vom Kadeau auch der Berliner Zwei-Sterne-Koch Tim Raue (selbst platziert auf 25) am Grill stand.

Top 10 der Top 100+ European Restaurants 2016

1 L’Arpège – Paris, Frankreich
2 Azurmendi – Larrabetzu, Spanien
3 In de Wulf – Heuvelland, Belgien
4 Fäviken – Järpen, Schweden
5 Noma – Kopenhagen, Dänemark
6 La Marine – Noirmoutier, Frankreich
7 Etxebarri – Axpe-Marzana, Spanien
8 Diverxo – Madrid, Spanien
9 Vendôme – Bensberg, Deutschland
10 Restaurant Quique Dacosta – Dénia, Spanien

Die 200 besten Restaurants in Europa: http://www.opinionatedaboutdining.com/2016/europe.html

Seminare mit Topköchen

Spitzenköche, gemeinsames Kochen, Metropolen, Food-Trends, Spitzenprodukte, Einblicke hinter Türen, die sonst verschlossen bleiben: Deutsche See Fischmanufaktur hat für dieses Jahr ein abwechslungsreiches Paket mit exklusiven Seminaren geschnürt. Die Teilnehmer sind zu Gast bei Alain Ducasse, Heston Blumenthal, Bobby Bräuer, Hendrik Otto, Sebastian Bruns und Detlev Ueter – eine inspirierende Reise durch Deutschland, Frankreich und England mit Einblicken in die Welt der Sterne­gastronomie, ganz nach dem Motto: „Frisch ins Netz gegangen“.

Die Seminare im Überblick:

Bremerhaven, Deutschland: 18. – 19.10.2016
Worauf kommt es in der Abschlussprüfung zum Koch beim Thema Fisch an? Ausbildungs-Profi Detlev Ueter vom Gastronomischen Bildungszentrum Koblenz und Sebastian Bruns, Leiter Seminare und Events bei Deutsche See, bereiten den Nachwuchs optimal auf den Abschluss der Ausbildung vor: praxisnah und prüfungsrelevant – von der Zubereitung über Lagerung bis hin zu Warenkunde.

Bremerhaven, Deutschland / 3.5. und 2.11.2016
In diesen zwei Seminaren zum Thema saisonale Küche kombiniert Sebastian Bruns, was die Jahreszeiten hergeben: Fisch und Gemüse in Höchstform. Die Teilnehmer lernen nicht nur neue Handriffe, außergewöhnliche Produkte und Warenkundliches kennen, sondern erhalten durch das gemeinsame Erarbeiten eines Menüs viele Ideen für ihre saisonale Speisekarte.

Berlin, Deutschland / 22. – 24.5.2016
2-Sterne-Koch Hendrik Otto kreiert im „Lorenz Adlon Esszimmer“ eine europäisch inspirierte Küche im Spannungsfeld zwischen Tradition und Moderne. Im Mai können Teilnehmer ihn bei einem gemeinsamen Kochkurs hautnah erleben, ein Acht-Gänge-Dinner inklusive. Im Anschluss geht´s zum Segway-Sightseeing durch die deutsche Hauptstadt.

Bremerhaven, Deutschland / 15. – 17.6.2016
Fisch-Grillen und Sushi sind zwei gegensätzliche Food-Trends, die Sebastian Bruns im dreitägigen Seminar zusammenbringt – natürlich mit Sushi- und Grillkochkurs, Besichtigung der Fischmanufaktur und gemeinsamer Beach-Party.

München, Deutschland / 26. – 28.6.2016
Einblicke hinter die Kulissen: Wenn das Stammhaus von Feinkost Käfer seine Türen schließt, beginnt das Seminar. Die Teilnehmer erwarten dort eine exklusive Führung und Bobby Bräuer. Am nächsten Tag gibt der 2-Sterne-Koch während des gemeinsamen Kochkurses im „EssZimmer“ in den BMW-Welten seine besten Tipps und Tricks in puncto Krustentiere weiter. Abends genießen die Seminarteilnehmer ein fünfgängiges Menü des Meisterkochs.

London, England / 17. – 19.10.2016
Andrew Fordyce, Food-Berater und gelernter Koch, kennt sich aus mit Gastro-Trends und Strategien der Branche. Er verrät den Teilnehmern dieses Seminars die neuesten Ideen aus der Szene, zeigt ihnen Restaurant-Geheimtipps und besucht mit ihnen die angesagtesten Street-Food-Märkte der englischen Hauptstadt. Abgerundet wird der kulinarische London-Trip mit einem gemeinsamen Abendessen im 2-Sterne-Restaurant „Dinner“ by Heston Blumenthal.

Paris, Frankreich / 21. – 23.11.2016
Auf den Spuren von Alain Ducasse: Die Seminarteilnehmer kochen in seiner École de cuisine und dinieren in seinem Drei-Sterne-Restaurant „Plaza Athénée“. Empfangen werden sie dort übrigens im Weinkeller mit Champagner, eigens hergestellt für Ducasse. Der Zutritt dorthin wird normalerweise verwehrt. Außerdem wird unter anderem auf dem Eiffelturm gespeist und der größte Großmarkt der Welt, Rungis, besucht.

Das vollständige Seminarprogramm sowie entsprechende Anmeldeformulare stehen unter www.deutschesee.de/seminare zum Download bereit.

Goût de France

Casinos Austria serviert Vorgeschmack auf Frankreich – Der Gourmet-Event „Goût de France“ hält mit einer französischen Variante des beliebten Dinner & Casino Menüs Einzug in den Casino Restaurants: ein Vorgeschmack auf die Fußball Europameisterschaft 2016.

„1.000 Köche, 1.000 Menüs auf fünf Kontinenten“: Unter diesem Motto werden am 21. März 2016 Restaurants auf der ganzen Welt ihren Gästen ein französisch inspiriertes Menü anbieten. Nur insgesamt 13 österreichische Restaurants wurden von der internationalen Jury unter Starkoch Alain Ducasse zugelassen, an diesem Event teilzunehmen. Casinos Austria ist gleich mit sieben Casino Restaurants bei dieser kulinarischen Entdeckungsreise dabei: In den Casino Restaurants in Baden, Bregenz, Kitzbühel, Linz, Salzburg, Velden und Wien wird in den nächsten Wochen französische Küche mit regionalen Produkten angeboten.

Die Aktion startet bei Casinos Austria bereits rund um den 15. März mit einer französischen Variante des beliebten Dinner & Casino Menüs und geht über einen Zeitraum von zwei Wochen. Die Küchenchefs von Cuisino haben jeweils ihr eigenes „Goût de France“-Menü kreiert. Im Mittelpunkt stehen Kreativität, Genuss und Innovation bei höchsten Qualitätsansprüchen. „Es ist eine besondere Auszeichnung für unsere Restaurants, bei Goût de France teilnehmen zu können“, so Generaldirektor Dr. Karl Stoss über die Beteiligung an dieser Aktion. „Geschmackvoller kann die Vorfreude und Einstimmung auf das sportliche Fußball-Großereignis nicht sein.“

Goût de France: ein weltweites Gourmet-Erlebnis
Der Event findet auf Anregung des Starkochs Alain Ducasse und des französischen Außenministeriums statt. Die französische Küche soll mit landesspezifischen Produkten neu interpretiert werden, wobei höchste Sorgfalt auf die nachhaltige Auswahl der Lebensmittel und die gesunde Zubereitung gelegt werden. Auch die Speisenfolge obliegt einer fixen Vorgabe. Eine gesamte Liste der teilnehmenden Restaurants und weitere Hintergrundinformation bietet die offizielle Homepage.

Cuisino steht für Spitzengastronomie by Casinos Austria
Mit „Cuisino – Genuss Events by Casinos Austria“ präsentieren sich die Cafés, Bars, Restaurants und Lounges der Casinos in Baden, Bregenz, Innsbruck, Linz, Kitzbühel, Salzburg, Seefeld, Velden, Wien und im Kleinwalsertal unter einer Marke. Ausgezeichnet mit vier Hauben stehen die Restaurants für heimische Qualität und Vielfalt des kulinarischen Angebotes begleitet von einer Rückbesinnung auf Werte im Sinne des Slow Food Gedankens.

Die genauen Termine und Menüfolgen sind unter events.casinos.at nachzulesen. Natürlich werden die Gäste im jeweiligen Aktionszeitraum auf Wunsch auch mit einer klassischen Dinner & Casino Variante verwöhnt.

Till Bühlmann

von Bernhard Steinmann

Die zuletzt von mir aufgesuchten Restaurants weisen eine interessante Gemeinsamkeit auf. Alle wurden im November 2015 vom Hotel– und Restaurantführer eines bekannten französischen Reifenherstellers ausgezeichnet und damit einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt. Mit der Auszeichnung durch einen oder mehrere Sterne des Guide Michelin scheint ein weit sichtbares Licht über den Restaurants aufzuleuchten, welches den Schritt umherziehender Gourmets in diese Richtung lenkt. Die „Sterndeuter“ der Neuzeit suchen jedoch keinen gerade geborenen König, sondern schlicht Geschmackserlebnisse. Ihre mitgebrachten Gaben sind Kameras, Papier und Bleistift. Doch zum Leidwesen so mancher Küchenchefs, kommen die neuen Sterndeuter nicht in erster Linie zur Huldigung sondern zur kritischen Betrachtung und Begutachtung.

Heutiges Ziel unserer Sternensuche ist das Restaurant Richard in der Köpenicker Straße in Berlin-Kreuzberg. Der Bezirk, von Boulevardmagazinen gerne als Szeneviertel bezeichnet, ist für seine langen Nächte mit einem lebendigen Kulturleben bekannt.

Der Schweizer Hans Richard eröffnete im Herbst 2012 sein eigenes Restaurant, nachdem er zunächst Malerei an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Basel studiert hatte. Parallel dazu entwickelte er ein leidenschaftliches Interesse für das Kochen.
Die operative Leitung der Küche obliegt allerdings dem Schweizer Till Bühlmann. Er bringt, so ist auf der Homepage des Restaurants nachzulesen, langjährige Erfahrung aus dem In- und Ausland mit. Zur Motivation haben sich die Herren als Vorbild den wohl hellsten Stern am Sternenhimmel auserkoren: Alain Ducasse.

Die Perfektion eines Alain Ducasse im Hinterkopf behaltend, werden wir Till Bühlmann dennoch nicht zu streng am Vorbild messen.

Ein Auszug aus dem Menü:

Amuse-Gueule:
Püree von Roter Bete und eine Nocke von Auberginen und Senfsaat.
Feines Auberginenaroma wird mit einem Hauch von Schärfe begleitet.
Vichyssoise mit Sylter Royal Auster und verkohltem Lauch,
Lardo di Colonnata und Zitronen-Oliven-Marmelade.
Colonnata in der Toscana ist zunächst einmal für den Abbau von Marmor bekannt. Kein Geringerer als Michelangelo soll hier für seinen „David“ den weißen „marmo statuario“ aus dem Fels gewonnen haben.

Ebenso bekannt ist der Ort für seinen fetten Speck. Dieser wird überwiegend mit Rosmarin, Lorbeer und Pfeffer eingerieben und in Marmorbecken aufgeschichtet.
Speck und die kalte gebundene Gemüsesuppe als Rahmen für die gehobelte Auster ist als äußerst gelungener Einfall anzuerkennen. Die nussige und feinherbe Sylter Royal auf diese Art zu präsentieren, hat uns sehr imponiert.
Fein abgestimmte Säurenoten adeln das cremige Gericht.

Gebratene Entenleber mit rohen Champignons,
Brioche und Madeira-Jus.

Der aufgespritete Wein gibt der dunklen Bratensauce den entscheidenden Kick. Die Entenleber ist wunderbar cremig, schmelzig und von vortrefflichem Geschmack.
Die französische Backspezialität Brioche, ein geborener Begleiter für Entenleber, kommt hier in Form von Croutons auf den Teller.

Mieral-Perlhuhnbrust mit Sauce Albufera und Kohlrabi mit Senfsaat.

Jean-Claude Mieral, allein der Name scheint das Geflügel zu veredeln. Frei gehalten mit natürlicher Fütterung begeistert das saftige Fleisch.
Schwarze Kartoffel, Kohlrabi mit Senfsaat und die Abwandlung einer Sauce Veloutés, eine Sauce Albufera, stellen sich als perfekte Begleiter des edlen Geflügels heraus.

Den vollständigen und bebilderten Bericht gibt es wie immer auf
www.bsteinmann-gourmet-unterwegs.de

Zum Tauben Dogen

Zum Tauben Dogen: taubenkobel auf Sinnesreise im SUPERSENSE in Wien
Barbara Eselböck, Alain Weissgerber und Florian Kaps veranstalten vom 25. November bis 23. Dezember 2015 ein Spektakel der Sinne im Wiener Dogenpalast

„ZUM TAUBEN DOGEN“ – Exakt 124 Jahre nach „ZORANA“, dem weltberühmten Mädchen mit Bart, haben Wien und der Prater endlich wieder eine echte Sensation zu bieten: Vom 25. November bis 23. Dezember 2015 laden der taubenkobel und SUPERSENSE auf eine Sinnesreise in Wiens einzigartigen Dogenpalast in die Praterstraße 70. Barbara Eselböck und Alain Weissgerber haben diesen magischen Ort und die verrückte Mischung aus Druckwerkstatt, Kaffee, Plattenstudio, Geruchslabor und analogem Delikatessladen bei einem Wien-Besuch im Sommer entdeckt und mit Florian Kaps ein spektakuläres Konzept entwickelt: Exakt 25 Tage lang wird die Stadt mit einer intensiven Kombination einzigartiger Zutaten, Veranstaltungen und Gästen zum ersten Mal so richtig eingekocht. Neben einer Frühstücks- und Tageskarte, einem Punsch- & Maronistand sowie SUPERSENSE Klassikern wird es Montag bis Samstag Abend die Möglichkeit geben, den Tauben Dogen für ganz besondere private Veranstaltungen und Weihnachtsfeiern zu buchen. Die beeindruckenden Räumlichkeiten sind für Gruppen mit bis zu 80 Personen ausgerichtet, inklusive eines Chefs Table für 25 Personen. Zur Auswahl stehen abends mehrgängige Menüs in drei Varianten mit oder ohne Weinbegleitung, auf Anfrage kann die Menüfolge auch individuell zusammengestellt werden. „Warum SUPERSENSE? Weil der Dogenpalast ein faszinierender Ort ist, voll kreativer Menschen, Handwerk, Visionen und Produkten, die perfekt zur Welt des taubenkobel passen und von uns zu einem neuen Ganzen zusammengefügt werden“, so Barbara Eselböck und Alain Weissgerber. „Zum Tauben Dogen wird in berühmter taubenkobel Tradition ohne Schnörkel oder Umschweife mit biologischer Küche und besten Produkten, die im Hier und Jetzt wachsen, auf alle fünf Sinne der Wiener abzielen.“

Dass auch wirklich kein Sinn zu kurz kommt, dafür sorgt ein täglich wechselndes Rahmenprogramm aus Workshops, Live Musik, Verkostungen, Studio Sessions und Lesungen. „In einer immer schnelleren, immer digitaleren Zeit, ist es allerhöchste Zeit, neue Wege zu gehen, wieder einmal alle Nerven und Sinne blank zu legen, zu entstauben, zu elektrisieren und genussvoll alle Erwartungen zu übertreffen. Genau das haben Barbara, Alain und ich uns in den Kopf gesetzt und genau das werden wir mit unseren Teams im „Zum Tauben Dogen“ jeden Tag verwirklichen“, versichert SUPERSENSE Gründer Florian Kaps.

Zum Tauben Dogen
25. November bis 23. Dezember 2015
Praterstraße 70, 1020 Wien
Mo-Sa von 9:30-18:00 Uhr
Abend-Palastveranstaltungen Mo-Sa von 19:00-24:00 Uhr (nur gegen Voranmeldung!)
Reservierungen & individuelle Anfragen für Abendveranstaltungen unter Tel. 02684/2297

www.zum-tauben-dogen.com

Alain Ducasse

Zu Gast bei Alain Ducasse – individuelle Autotour

Kulinarischer Genuss und Kochkunst vom Feinsten stehen im Mittelpunkt der individuellen Autotour „Alain Ducasse – Die Provence im Hochgenuss“, die Dertour exklusiv in seinem Frankreich-Programm anbietet. Von Moustiers-Saint-Marie führt die Reise durch die provenzalische Landschaft vorbei an Lavendelfeldern und idyllischen Dörfern bis nach La Celle-en-Provence. Die Gäste genießen ihre abendlichen Menüs in Michelin prämierten Restaurants des französischen Starkochs Alain Ducasse und wohnen auch in dessen liebevoll und stilvoll eingerichteten Landhotels. Der international bekannte Koch erhielt vom Guide Michelin als bisher einziger Cuisinier zeitgleich dreimal die Höchstwertung von drei Sternen für seine Kochkünste – für seine Restaurants in Paris, New York und Monaco. Während der fünftägigen Reise wechseln die Gäste nur einmal das Hotel und können sich im stilvoll restaurierten Landhaus und in der ehemaligen Benedektiner-Abtei aus dem zwölften Jahrhundert angenehm heimisch fühlen. Auf dem hoteleigenen Weinberg in La Celle-en-Provence wird jährlich ein Wein nur für die Hotels von Alain Ducasse gekeltert. Eine Probe des edlen Tropfens für Dertour-Gäste ist im Reisepreis enthalten.

Preisbeispiel (Dertour Katalog Frankreich Benelux 2015):
„Alain Ducasse – Die Provence im Hochgenuss“, 5-tägige individuelle Autotour ab Moustiers-Saint-Marie/bis La Celle-en-Provence, 4 Übernachtungen /DZ/Frühstück in Landhotels (4 Sterne) der Hotelkette „Les Maisons d’Alain Ducasse“, 4 x Abendessen (4- bzw. 5-Gang-Menüs in den Alain Ducasse Michelin-Restaurants), Weinprobe, ab 950 EUR pro Person.

Weitere Informationen und Buchungen in rund 9.000 Reisebüros mit Dertour-Programmen, z.B. Opodo oder unter http://www.dertour.de/rundreisen/autotour-alain-ducasse-la-celle-en-provence;avn11099fh/

Hochkarätig besetzte Seminarreihe für die Gastronomie

Neues Veranstaltungs-Highlight: zu Gast bei Alain Ducasse in Paris

Alain Ducasse, Bobby Bräuer, Michael Kempf, Johannes King, Rasmus Kofoed, René Redzepi und Jens Rittmeyer: Auch in diesem Jahr bringt Deutsche See Fischmanufaktur die besten Köpfe mit den besten Produkten in einer Seminarreihe zusammen. Bei acht exklusiven Veranstaltungen in Deutschland, Frankreich und Dänemark begegnen Küchenchefs, Köche, Gastronomen, Hoteliers und Caterer den internationalen und nationalen Spitzenköchen. Die Teilnehmer erwarten einmalige Einblicke in die Sternegastronomie und eine ungewöhnliche Vielfalt an herausragenden Produkten. Handwerk und Kompetenz bei der Verarbeitung von Fisch und Meeresfrüchten gehören auch immer dazu – für neue Impulse.

Bremerhaven, Deutschland / 29. – 30.3.2015
Michael Kempf (2 Sterne), vom „Feinschmecker“ vor kurzem zum Koch des Jahres 2014 gekürt, weiht Auszubildende und Jungköche in seine Philosophie ein. Dafür kommt er zu Deutsche See nach Norddeutschland und kocht mit ihnen unter anderem ein FACIL-Menü. Eine Besichtigung der Fischmanufaktur rundet das Seminar ab.

Kopenhagen, Dänemark / 4. – 6.5.2015
Mit den drei Profi-Köchen Rasmus Kofoed (2 Sterne), René Redzepi (2 Sterne) und Daniel Kluge (Küchenchef des Chardonnay, Wolfsburg) erleben die Teilnehmer die nordische Küche, die Markthalle Kopenhagen und Dänemarks größtes Bio-Gut Knuthenlund. Außerdem genießen sie ein Dinner im „Geranium“ und einen Tag später im „noma“.

Sylt, Deutschland / 10. – 12.6.2015
Johannes King (2 Sterne) und Jens Rittmeyer (1 Stern) – eine Insel, zwei Köche, drei Sterne. Die beiden kreieren mit den Teilnehmern aus regionalen Zutaten eine Haute Cuisine mit einer Prise Meer. Einmal geht es dafür auch direkt ins Watt zum gemeinsamen Kochen.

München, Deutschland / 21. – 23.6.2015
Bobby Bräuer (2 Sterne) kocht nur für die Seminarteilnehmer im Käfer´schen Stammhaus, bevor er sein Wissen aus über 30 Jahren Sternegastronomie im „EssZimmer“ in den BMW-Welten weitergibt, das gerade den zweiten Stern verliehen bekommen hat.

Paris, Frankreich / 14. – 16.9.2015
Alain Ducasse ist der einzige Koch, der drei Restaurants mit je drei Sternen führt. Im September wandeln die Teilnehmer auf seinen Spuren, Kochkurs in seiner École de Cuisine und einem Dinner im Drei-Sterne Restaurant „Plaza Athénée“ inklusive. Auf ihrer kulinarischen Reise entdecken die Teilnehmer den Großmarkt Rungis und bei einer Schifffahrt auf der Seine Paris vom Wasser aus.

Bremerhaven, Deutschland / ab 21.4.2015
Abgerundet wird die Reihe mit drei thematisch unterschiedlichen Seminaren am Hauptsitz von Deutsche See. Dort zeigt Profikoch Sebastian Bruns (Silber beim Native Cooking Award 2014) den idealen Umgang mit Fisch und Meeresfrüchten – mit Besichtigung der Fischmanufaktur, Warenkunde und Inspirationen für pure, authentische und fokussierte Gerichte.

Das vollständige Seminarprogramm sowie entsprechende Anmeldeformulare stehen unter www.deutschesee.de/seminare zum Download bereit.