Karl und Rudolf Obauer

Die Köche des Jahrzehnts 2004 bis 2013 heißen KARL und RUDOLF OBAUER, Restaurant & Hotel Obauer

Karl und Rudolf Obauer definieren die Werte Tradition, Kontinuität und Verlässlichkeit in der Spitzengastronomie auf ihre Art. Für sie muss gute Küche nicht permanent neu erfunden, jedoch als ein sich ständig erneuernder Kreativitäts- und Arbeitsprozess betrachtet werden. Im österreichischen Gastronomieführer „Gault&Millau 2012“ erreichte das Köche-Duo 19 von 20 möglichen Punkten.

BEGEHRTE AUSZEICHNUNG
Der „Koch des Jahres“ von Gault&Millau ist die begehrteste Auszeichnung in der heimischen Gastronomiebranche und blickt auf eine lange Tradition zurück. Seit 30 Jahren verleiht Gault&Millau diesen Titel, seit 20 Jahren wird der Award durch das Zucker-, Stärke- und Fruchtunternehmen AGRANA unterstützt. Erstmalig dürfen sich Österreichs beste Küchenchefs heuer mit dem Titel „Köche des Jahrzehnts“ schmücken. Der Titel „Koch des Jahres“ wurde an Rudolf und Karl Obauer bereits 1989 verliehen.

Während Karl das traditionsreiche Haus 1979 übernahm, sammelte Bruder Rudolf Erfahrungen bei internationalen Spitzenköchen. Damit stehen für das Brüderpaar internationale Kreationen in keinem Widerspruch zu Regionalität. „Unsere Küche überzeugt mit regionalen Gerichten und Klassikern genauso wie mit Meeresfrüchten und andere exotische Kreationen“, so Rudolf Obauer. „Wir freuen uns wahnsinnig über diese Auszeichnung. Die ständige Weiterentwicklung unseres eigenen Stils hat sich offensichtlich gelohnt“, so Karl Obauer.

Eine gelungene Verbindung aus Tradition und Innovation charakterisiert auch AGRANA, international tätiger Veredler von agrarischen Rohstoffen mit starken österreichischen Wurzeln. „So, wie Karl und Rudolf Obauer bei der Zubereitung ihrer Gerichte das Traditionelle mit dem Außergewöhnlichen perfekt kombinieren, sind bei AGRANA klassische Produkte wie Zucker mit starker kultureller Bindung und modernste Technik kein Gegensatz, sondern eine Notwendigkeit“, erläutert AGRANA-Generaldirektor Johann Marihart.

Auch die Herausgeber des Gault&Millau, Martina und Karl Hohenlohe, unterstreichen die besondere Auszeichnung: „Karl und Rudolf Obauer sind unsere längst dienenden Vier-Hauben-Köche, sie verfolgen konsequent eine extrem intelligente Form der Kreativität. Was sie sich ausdenken, hat Hand und Fuß, ist nachvollziehbar und trotzdem immer wieder verblüffend. Ihr Ideenreichtum ist beeindruckend. All das würdigen wir heuer mit dem Titel „Köche des Jahrzehnts“.

DIE AUSGEZEICHNETEN KÖCHE: Karl & Rudolf Obauer
Karl Obauer wurde am 23. August 1953 in Werfen|Ö geboren. Nach seiner Ausbildung im „Restaurant & Hotel Bayrischer Hof“ der Familie Porsche in Salzburg|Ö arbeitete er in den folgenden Jahren, um einige Stationen zu erwähnen, im Hotel „Zürserhof“ in Zürs am Arlberg, im „Grand Hotel Bellevue“ in Gstaad/Schweiz, im „Hotel Stalheim“/Norwegen, auf der Saga und Vistafjord/Norwegian American Line, und als Stagier in Frankreich, bei Emile Jung, bei Antoine Westermann und bei Jean Paul Lacombe.

1979 übernahm Karl Obauer den damaligen Gasthof „Lebzelter“ in Werfen. In den ersten fünf Jahren seiner Selbständigkeit in Werfen arbeitete er während der Winterbetriebssprerre fünf Wintersaisonen als Küchenchef im Hotel „Zürserhof“ in Zürs am Arlberg. Seit 1984 ist das nunmehrige Restaurant und Hotel Obauer ganzjährig in Betrieb.

Rudolf Obauer wurde am 17. Februar 1961 in Werfen|Ö geboren. Seine Ausbildung zum Koch absolvierte er im Salzburger Hotel „Goldener Hirsch“ unter Küchenchef Adolf Meindl sowie im „Zürserhof“ in Zürs am Arlberg. Durch weitere Engagements in Frankreich, Dänemark und Belgien erwarb sich Rudolf Obauer tiefreichende Kenntnisse in der klassischen und kreativen Küche auf höchstem Niveau, unter anderem bei Emile Jung, Alain Chapel, Alain Dutournier und den Brüdern Troisgros.

Thomas Dorfer ist Koch des Jahres

Der Koch des Jahres 2009 heißt Thomas Dorfer Restaurant

Landhaus Bacher, 3512 Mautern an der Donau

Am 25. September wurde Thomas Dorfer, dem Küchenchef
des Landhauses Bacher in Mautern an der Donau|Niederösterreich, im
Rahmen einer feierlichen Preisverleihung der Titel „Koch des Jahres
2009“ verliehen. Drei-Haubenkoch Dorfer erreichte 18 von 20 Punkten
im Guide GAULT MILLAU 2009.

DIE AUSZEICHNUNG

Die Preisvergabe des in der Branche begehrtesten Awards „Koch des
Jahres“ von GAULT MILLAU, mit dem sich Österreichs beste Küchenchefs
schmücken können, erfolgte 2009 zum insgesamt 27. Mal. In den letzten
17 Jahren stand die Auszeichnung unter der Patronanz von AGRANA. Als
weiterer Sponsor für die Veranstaltung konnte heuer Vöslauer, die
Nummer 1 am österreichischen Mineralwassermarkt, gewonnen werden: Mit
der Vöslauer Biolimo – gesüßt mit AGRANA Bio-Rübenzucker – war für
100% Bio-Trinkgenuss gesorgt.

Thomas Dorfer machte bereits 1996 auf seinem Karriereweg Station
im Landhaus von Lisl und Klaus Wagner-Bacher. Im Jahr 2002 kehrte er
als Küchenchef des Hauses zurück, um schließlich als Ehemann von
Tochter Susanne Bacher zu bleiben. Seither steht Thomas Dorfer
zusammen mit Schwiegermutter Lisl Wagner-Bacher hinter dem Herd. Das
Rad der Kulinarik lässt sich nicht neu erfinden, man kann aber immer
daran drehen, wie das gute Zusammenspiel der Generationen im
Landhaus Bacher beweist. Ein paar Gerichte der Karte sind wohltuend
„retro“, während andere den innovativen, kreativen Geist des Thomas
Dorfer verströmen.

„Eine gelungene Verbindung aus Tradition und Innovation ist auch
AGRANA, als international tätigem Veredler von agrarischen Rohstoffen
mit starken österreichischen Wurzeln, ein besonderes Anliegen. Im
Bereich Zucker, dem traditionsreichsten Geschäftssegment des
Unternehmens, produziert AGRANA seit 2008 auch Biozucker aus Rüben
aus kontrolliert biologischem, österreichischen Anbau, und trägt
damit dem Trend zu nachhaltig produzierten, heimischen Lebensmitteln
in all ihren Geschäftssegmenten Rechnung. Auch die Produktion von
Biozucker stellt, wie die Zubereitung der kulinarischen
Köstlichkeiten von Thomas Dorfer, höchste Anforderungen an sämtliche
Produktionsstufen, vom Anbau der Rohstoffe bis hin zu deren
schonender Verarbeitung“ , erläutert AGRANA-Generaldirektor Johann
Marihart die langjährige Unterstützung der Veranstaltung und die Wahl
des diesjährigen Gewinners.

Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich betont die Bedeutung der
Zusammenarbeit von Landwirtschaft, weiterverarbeitender
Nahrungsmittelindustrie und Gastronomie. „Mit der Initiative GENUSS
REGION ÖSTERREICH stellt das Lebensministerium in den 113 Genuss
Regionen die Vielfalt an kulinarischen Spezialitäten Österreichs vor.
Ich freue mich, dass die österreichische Gastronomie besonders auf
regionale und saisonale Produkte setzt. Die Partnerschaft zwischen
Gastronomie, Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft ist besonders
wichtig, denn die Gastronomie trägt viel zum Image und der Qualität
unserer Lebensmittel bei und ist zudem das kulinarische Schaufenster
unseres Landes,“ so Landwirtschaftsminister Niki Berlakovich.

Der Gastronom Thomas Dorfer und das Restaurant Landhaus Bacher
gehören dabei zu den Vorzeigebetrieben. „Thomas Dorfer ist
unumstritten einer der talentiertesten Köche, die wir in Österreich
haben. Selbstverständlich ist man schon beim Bocuse d’Or auf ihn
aufmerksam geworden. Seither zeigt seine Leistungskurve ständig nach
oben und wir sind selbst schon gespannt, wohin das einmal führen
wird. Seine Kreativität und seine beständige Performance haben uns
schon länger begeistert, wir gratulieren ihm herzlich zum Titel „Koch
des Jahres“, so GAULT MILLAU-Chefredakteurin Martina Hohenlohe.

DER AUSGEZEICHNETE – Thomas Dorfer (34)

Thomas Dorfer wurde am 27. April 1975 in Spittal an der Drau geboren
und absolvierte seine Ausbildung zum Koch im Hotel Alte Post in Bad
Kleinkirchheim.

Stationen seiner Karriere

1994 – 1995 Restaurant Kaiserstuben, Sydney |Australien
1996 – 1997 Restaurant Landhaus Bacher, Mautern |
Niederösterreich
1997 – 1998 Restaurant Jöhris Talvo, St. Moritz | Schweiz
1999 – 2002 Restaurant Bareiss, Sous-Chef, Baierbronn |
Deutschland
Seit 2002 Küchenchef im Restaurant Landhaus Bacher, Mautern |
Niederösterreich

Seine bisherigen Auszeichnungen

1993 – zweifacher Goldmedaillengewinner bei Landes- und
Bundeslehrlingsmeisterschaften
2001 – Gewinner des Grand Prix Culinaire Taittinger – im
Deutschlandfinale
2001 – 4. Platz beim Grand Prix Culinaire Taittinger – im
Weltfinale
2004 – Gewinner der Österreich-Ausscheidung zum Bocuse d’Or
2005 – 6. Platz beim Bocuse d’Or in Lyon

www.landhaus-bacher.at

Gault Millau Koch des Jahres 2008

Koch des Jahres 2008: Der Titel geht an Griggeler-Stuba Chefkoch Thorsten Probost

Moderne, internationale Küche, Bekenntnis zu Qualität
Viele Karrierestationen & zahlreiche Auszeichnungen

Dem Griggeler-Stuba-Küchenchef Thorsten Probost wurde im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung der Titel „Koch des Jahres 2008“ verliehen. Drei-Haubenkoch Probost erreichte 18 von 20 Punkten im Guide Gault Millau 2008. Der Titel „Koch des Jahres“ wurde von Gault Millau ins Leben gerufen und steht unter der Patronanz von Agrana.

Lesen Sie den gesamten Artikel:
http://www.networld.at/articles/0838/620/219648/koch-jahres-2008-der-titel-griggeler-stuba-chefkoch-thorsten-probost

Europäisches Zentrum für Bio-Zuckerproduktion in Niederösterreich

Europäisches Zentrum für Bio-Zuckerproduktion entsteht in Niederösterreich!

Nach einer erfolgreichen Zwischenbilanz im Startjahr
des ersten österreichischen Bio-Zuckerrübenanbaus sehen sich Agrana,
die Österreichischen Rübenbauern und Bio Austria in ihrem
ambitionierten Ziel bestärkt: Niederösterreich könnte sich als
Zentrum des mitteleuropäischen Bio-Zuckerrübenanbaus etablieren.
Bereits in der Anbausaison 2009 soll die biologische Anbaufläche von
derzeit 330 Hektar verdoppelt werden. Für das zukunftsweisende
Projekt werden Biobetriebe und Umstellungsbetriebe gesucht.

Auf dem großen Agrana-Schaufeld im niederösterreichischen Tulln
finden sich Pazellen mit allen Kulturen, die von Agrana-Betrieben
verarbeitet werden. Heuer wurden hier erstmals auch Bio-Zuckerrüben
angebaut. Denn dank der Initiative von Bio Austria, der Agrana und
den Österreichischen Rübenbauern ist es im Frühjahr 2008 gelungen,
gemeinsam die erste österreichische Bio-Zuckerproduktion zu starten.

„Für eine ökonomisch sinnvolle Bio-Zuckerproduktion ist im Bereich
der Verarbeitung eine Anbaufläche von mindestens 200 Hektar
notwendig. Es freut mich, dass es unserem Partner Bio Austria
Niederösterreich und Wien gleich im ersten Projektjahr gelungen ist,
Biobetriebe mit einer Gesamtfläche von 330 Hektar für den
biologischen Zuckerrübenanbau zu gewinnen. Das lässt mich für dieses
Jahr auf einen großen Erfolg hoffen und ermöglicht uns eine gute
Perspektive für die weitere Zusammenarbeit. Nächstes Jahr möchten wir
die Anbaufläche verdoppeln und in der Folge auf rund 1000 Hektar
erweitern – damit stünden uns bei einer guten Ernte 30.000 bis 40.000
Tonnen Bio-Zuckerrüben zur Verarbeitung und 3000 bis 5000 Tonnen
Bio-Zucker im Vermarktungsbereich zur Verfügung“ – so Dipl.-Ing.
Johann Marihart, Vorstandsvorsitzender der AGRANA Beteiligungs-AG und
Präsident des Verbandes der europäischen Zuckerindustrie (CEFS).

2008 soll die Vermarktung noch zu 100% über die Vertriebsschiene
Bio-Zucker für die Nahrungsmittelindustrie erfolgen. Doch bereits im
nächsten Jahr möchte AGRANA-Vorstandsvorsitzender Dipl.-Ing. Marihart
mit dem österreichischen Biorüben-Zucker direkt auf die Konsumenten
zugehen:

„Ich bin zuversichtlich, dass wir seitens des Lebensmittelhandels
und vor allem bei den Konsumenten volle Akzeptanz finden, um den
heimischen Bio-Zucker nachhaltig zu etablieren. So kann ich mir gut
vorstellen, dass die beliebte Marke ‚Wiener Zucker‘ schon nächstes
Jahr eine eigene Bio-Schiene bekommt. Mit einer Menge von rund 500
Tonnen im Haushaltswarensektor könnten wir gleich zu Beginn mit cirka
1% Marktanteil am Gesamtvolumen eine gute Basis schaffen“ – ist
AGRANA-Chef Dipl.-Ing. Marihart überzeugt, dass der österreichische
Bio-Zucker schon 2009 im Haushaltswarensegment Fuß fassen könnte.

Durch die hohe Biobauern-Dichte ist für Dipl.-Ing. Marihart das
Bundesland Niederösterreich prädestiniert, zu dem mitteleuropäischen
Bio-Zuckerrüben-Zentrum heranzureifen.

Auf Grund der noch geringen Mengen erfolgt die diesjährige
Verarbeitung in der kleinsten Fabrik im grenznahen, tschechischen
AGRANA-Werk Hrusovany. Mit einer Mengensteigerung von 100% ist für
2009 die Verarbeitung direkt im Tullner Werk möglich. Die Logistik
spielt mit der Einrichtung eines zentralen Lagerplatzes für
Bio-Zuckerrüben eine wesentliche Rolle.

Präsident des Rübenbauernbundes sieht Potential im biologischen
Zuckerrübenanbau.

Potenzial zum ökologischen wie ökonomischen Erfolg hat das
Bio-Zuckerrübenprojekt auch laut DI Ernst Karpfinger, dem Präsidenten
des österreichischen Rübenbauernbundes:

„Der Bio-Markt hat sich generell in den letzten Jahren zu einer
Erfolgsgeschichte entwickelt. Unter diesem Gesichtspunkt kann sich
mit dem Anbau von biologischen Zuckerrüben für die heimischen
Rübenbauern ein zusätzlicher, wichtiger Markt ergeben“ – so Präsident
DI Ernst Karpfinger.

BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien strebt europäische
Marktführerschaft bei der Bio-Zuckerproduktion an.

Höchste Zufriedenheit und einen engagierten Blick auf die
zukünftigen Arbeitsaufgaben gibt es bei BIO AUSTRIA, dem Verband der
niederösterreichischen Biobäuerinnen und Biobauern.

War doch die Schar der Zweifler nicht gerade klein, ob Obmann DI Karl
Erlach und Geschäftsführerin Ing. Elfriede Berger tatsächlich den
Kraftakt einer österreichischen Bio-Zuckerrübenproduktion zustande
brächten.

„Viele Branchenkenner hielten es für unmöglich, innerhalb so
kurzer Zeit ein derart schwieriges Projekt ins Leben zu rufen.
Schließlich ist es uns sogar gelungen, bereits im Startjahr anstatt
der erforderlichen 200 Hektar Bio-Anbaufläche gleich 330 Hektar für
diesen neuen Produktionszweig zu erschließen. Durch die Partnerschaft
und intensive Arbeit mit der Agrana und dem Rübenbauernbund konnten
wir gemeinsam diese Hürde nehmen. BIO AUSTRIA Niederösterreich und
Wien wird die Bio-Zuckerrübenproduktion massiv weiter unterstützen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass wir binnen kürzester Zeit
Marktführer am europäischen Bio-Zuckermarkt sein werden“ – so DI Karl
Erlach, Obmann von BIO AUSTRIA Niederösterreich und Wien.

Mit der biologischen Zuckerrübenproduktion will Obmann Erlach ein
deutliches Zeichen in Richtung bio, regional und Klimaschutz setzen:

„Bio-Zucker aus Österreich ist im wahrsten Sinn des Wortes
Klimaschutz zum Genießen. Importierter Bio-Zucker aus Südamerika
entspricht nicht den Konsumentenwunsch nach klima- und
umweltschonenden, regionalen Bio-Lebensmitteln. Jetzt können wir auch
in diesem Bereich klima- und umweltbewussten Menschen ein
nachhaltiges Angebot machen.“

Ing. Elfriede Berger, Geschäftsführerin von BIO AUSTRIA
Niederösterreich und Wien, ist ebenfalls fest davon überzeugt, für
Biobauern und umstellungsinteressierte Landwirte sowie für
Lebensmittelverarbeiter, dem Handel und letztlich vor allem für die
Konsumenten in punkto Bio-Zucker den Weg der Zukunft eingeschlagen zu
haben. Für konventionelle Landwirte mit Rübenanbau sieht sie nun eine
gute Chance zum Umstieg auf Bio.

„Aus persönlichen Gesprächen weiß ich, dass für viele Landwirte
die bisher noch fehlende Bio-Rübenproduktion ein großes Hindernis für
eine Umstellung auf Bio war. Insbesondere im Weinviertel ist der
Rübenanbau traditionell. Mit dem erfolgreichen Aufbau einer
Bio-Rübenproduktion und Vermarktung können wir jetzt nicht nur
bestehenden Biobetrieben ein zusätzliches wirtschaftliches Standbein
bieten, sondern öffnen auch vielen konventionellen Landwirten die Tür
zum Biolandbau“ – so Ing. Elfriede Berger. Eine wesentliche
Voraussetzung für einen langfristigen Erfolg des Projektes wird laut
Ing. Berger ein guter Erzeugerpreis sein. Ist doch die risikoreiche
Kulturführung beispielsweise im Bereich der Beikrautregulierung mit
sehr hohen Personalkosten verbunden. Im heurigen Erzeugerpreis sieht
Berger einen Kompromiss für das Startjahr.

BIO AUSTRIA Experten betreuen Biobetriebe und Umsteller bei der
biologischen Zuckerrübenproduktion.

Wie in allen landwirtschaftlichen Produktionszweigen stellt BIO
AUSTRIA Niederösterreich und Wien seinen Mitgliedsbetrieben auch beim
Bio-Zuckerrübenanbau Fachexperten zur Seite. Zeigt sich doch die
Zuckerrübe bei der Kultivierung mitunter auch von ihrer „sauren“
Seite. So ist die Jugendentwicklung bei der Zuckerrübe mit Aufgang
und möglichen Schädlingen ein entscheidender Abschnitt in der
Rübenproduktion. Die Entwicklung der Rübe in den Sommermonaten (vor
allem der Umgang mit Trockenheit und den Rübenkrankheiten Cercospora
und Mehltau) ist maßgeblich für den Zuckergehalt der Pflanze.

Beratungsexperte Herbert Breuer von BIO AUSTRIA Niederösterreich und
Wien zieht diesbezüglich eine erfolgreiche Zwischenbilanz:

„Trotzt der heuer sehr kurzfristigen Anbauplanung und
Feldvorbereitungen ist den teilnehmenden Biobetrieben eine gute
Kulturführung geglückt. Durch die günstige Witterung gab es beim
Schädlingsdruck was den Rüsselkäfer und Erdfloh betrifft nur
geringfügige Probleme. Von den 330 Hektar Bio-Zuckerüben haben sich
rund 300 Hektar sehr gut entwickelt. Nur auf wenigen Hektar gab es
Schwierigkeiten mit dem Drahtwurm und Aufgangsprobleme durch
Beikrautdruck. Das derzeitige Ergebnis liegt erfreulicherweise weit
über unseren Erwartungen.“

Mit den Vorbereitungen für die Anbausaison 2009 hat
Beratungsexperte Breuer bereits begonnen. Gezielte Fruchtfolgen,
Feldvorbereitungen und genaue Anbauanalysen sollen die Erträge im
nächsten Jahr zusätzlich steigern.

Joachim Gradwohl

Der Koch des Jahres 2007 heißt Joachim GRADWOHL, Restaurant Meinl am Graben, Wien1

Am 20. Juni wurde dem Meinl am Graben-Küchenchef Joachim Gradwohl im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung der Titel

"Koch des Jahres 2007"

verliehen. Drei-Haubenkoch Gradwohl erreichte 18 von 20 Punkten im aktuellen Guide Gault Millau. Der Titel "Koch des Jahres" wurde von Gault Millau ins Leben gerufen und steht unter der Patronanz der AGRANA.

Die Auszeichnung

Der begehrteste Award, mit dem sich Österreichs beste Küchenchefs schmücken können – der "Koch des Jahres" – geht im Jahr 2007 nach Wien. Er wird von Gault Millau zum insgesamt 25. Mal vergeben, davon in den letzten 15 Jahren gemeinsam mit AGRANA, dem internationalen Zucker-, Stärke- und Fruchtkonzern. "Als Veredler landwirtschaftlich hochwertiger Rohstoffe für die Lebensmittelindustrie haben wir auch heuer die zur Tradition gewordene Patronanz des "Koch des Jahres" fortgeführt. Wir freuen uns, dass die Auszeichnung dieses Jahr Joachim Gradwohl verliehen wurde. Er steht für eine moderne internationale Küche, angereichert mit einer starken Prise Individualität, geprägt durch die Saisonalität und Hochwertigkeit der verwendeten Produkte", so AGRANA-Generaldirektor Johann Marihart.

Gault Millau würdigt mit dieser Auszeichnung das gesamte bisherige Schaffen eines Kochs, unabhängig von der jeweiligen Tagesverfassung und Punktebewertung im aktuellen Guide Gault Millau. Die Auswahlkriterien sind seit mehr als zwei Jahrzehnten streng: Kontinuität, Kreativität, handwerkliche Perfektion sowie Unverwechselbarkeit der Küche werden als selbstverständlich vorausgesetzt und bilden die Grundlage für die Entscheidung der Gault Millau Redaktion.

Gault Millau-Herausgeber Karl Hohenlohe: "Joachim Gradwohl hat im Laufe der Jahre zu einem ganz eigenen, sehr zurückgenommenen Stil gefunden, von dem unsere Experten und wir begeistert sind. "Das Produkt ist König" ist ein ehernes Gesetz der gehobenen Gastronomie und Joachim Gradwohl lässt in erster Linie das Produkt wirken. Er ist ein Meister der feinen Klinge."

Gault Millau-Chefredakteurin Martina Hohenlohe: "Das besondere an Joachim Gradwohl ist seine Fähigkeit, sich zu reduzieren und dabei nichts an Raffinesse einzubüßen. Er gesteht den Zutaten ihren Charakter zu und führt sie mit einer Souveränität zusammen, die in Österreich nur selten zu finden ist. Noch dazu verzichtet er auf gewichtige Kreationen, was dazu führt, dass man selbst nach einem siebengängigen Menü leichtfüßig nach Hause geht. Wer Qualität so gekonnt mit Kreativität und Bekömmlichkeit paart, ist definitiv ein würdiger "Koch des Jahres".

Der Ausgezeichnete – Joachim Gradwohl (38)

Joachim Gradwohl wurde am 6. Juni 1969 in Niederösterreich geboren und genoss seine Ausbildung zum Koch im "Hönig Hotel Post" in Kirchschlag. Danach war er als Entremetier und Patissier für das Restaurant "Goldener Stern" in Golling und als Gardemanager in den "Kurhausstüberln" in Waging am See/Deutschland tätig.

Seine erfolgreiche Karriere führte ihn von Witzigmanns "Aubergine" in München über das "Steirereck" in Wien bis hin zum "Grand Hotel du Cap Ferrat" an der Côte d’Azur/Frankreich und Christian Willers Restaurant "Palme d’Or" in Cannes/Frankreich.

Von 1996 bis 1998 war Joachim Gradwohl als Sous Chef im Hotel Rosa Alpina/Italien tätig. Anschließend fand er seinen Weg zurück nach Wien und war von 1998 bis 2001 Chef de Cuisine bei den "Drei Husaren" und von 2001 bis 2003 ebenfalls Chef de Cuisine im "Maestro" im Wiener Konzerthaus. Mit 1. Juli 2003 folgte Joachim Gradwohl Christian Petz als neuer Küchenchef des Restaurants Meinl am Graben.

Die bisherigen Auszeichnungen

Joachim Gradwohl kann aufgrund seiner ausgezeichneten Leistungen und seines individuellen Kochstils bereits auf eine Vielzahl von Auszeichnungen verweisen. Darunter drei Hauben von Gault Millau, die Höchstbewertung von fünf Sternen im "A la carte 2005", der Titel "Bestes Restaurant des Jahres 2005" im Falstaff Magazin sowie die Auszeichnungen seiner Sous Chefs Thomas Göls als "Gault Millau-Newcomer des Jahres 2005" und Alexander David als "Gault Millau-Newcomer 2007".