Energy Drinks

Weltweiter Absatz von Energy Drinks steigt auf
8,8 Milliarden Liter

Nachdem neue Weltrekorde bei den Olympischen Spielen 2016 aufgestellt wurden, zeigt nun eine neue Untersuchung von Mintel, dass sich auch der globale Markt für Energy Drinks auf einem Höhenflug befindet. Laut Mintels Datenbank weltweiter Produktneueinführungen (GNPD) sind im Jahr 2015 mehr Energy Drinks auf den weltweiten Markt gebracht worden als in jedem anderen Jahr seit 2008. Des Weiteren ist die Anzahl der weltweit neu eingeführten Energy Drinks allein zwischen 2010 und 2015 um ganze 29 % angestiegen.

Während der Markt für Energy Drinks in Ländern auf der ganzen Welt eine erhöhte Aktivität verzeichnet, war Deutschland 2015 der Weltmeister in Sachen Innovation. Tatsächlich war Deutschland für den weltweit höchsten Anteil an Energy Drinks-Produkteinführungen im letzten Jahr verantwortlich und überholte damit erstmals die USA. Laut Mintel wurden im Jahr 2015 9 % der weltweit eingeführten Energy Drinks in Deutschland auf den Markt gebracht, während 8 % in den USA lanciert wurden. Zum Vergleich, noch im Jahr 2014 wurden nur 6 % der Produkte in Deutschland auf den Markt gebracht, während ganze 10 % dem US-amerikanischen Markt zugeschrieben werden konnten.

Doch nicht nur die Innovationskraft boomt, auch der Absatz des weltweiten Markts für Energy Drinks hat einen neuen Höchststand erreicht. Laut der Mintel-Untersuchung stieg im Jahr 2015 der weltweite Verbrauch von Energy Drinks um 10 % auf 8,8 Milliarden Liter. Im weltweiten Vergleich sind die USA (3,3 Mrd. L), China (1,4 Mrd. L), Großbritannien (561 Mio. L), Thailand (465 Mio. L) und Vietnam (351 Mio. L) die fünf größten Verbraucher von Energy Drinks.

In Deutschland erreichte der Absatz im Jahr 2015 ganze 328 Millionen Liter, während in Österreich mit 79 Millionen Liter und in der Schweiz mit 58 Millionen Liter deutlich weniger Energy Drinks getrunken wurden. In Bezug auf das Absatzwachstum verzeichnete China den größten Anstieg zwischen 2014 und 2015: in diesem Land stieg der Verbrauch von Energy Drinks um ganze 25 %.

Alex Beckett, Global Food & Drink Analyst bei Mintel, erklärt:
„Obwohl der Konsum von Energy Drinks umstritten bleibt, nimmt der weltweite Verbrauch Jahr für Jahr weiter zu. Einer der Gründer für das globale Wachstum ist der schnelle und effektive Energieschub, den das Getränk liefert – etwas, das bei Verbrauchern auf der ganzen Welt auf Resonanz stößt. Energy Drinks profitieren auch von den Anstrengungen der großen Marken, die zum Teil viel Geld für Marketing und Werbung ausgeben, um dem Getränk ein aufregendes und cooles Image zu verpassen. In Entwicklungsländern kommen hingegen immer mehr regionale Alternativen auf den Markt, die den Druck auf die großen Player erhöhen. Für diese besteht die Herausforderung darin, eine Markenidentität zu finden, die Verbraucher von New York bis nach Peking ansprechend finden und für die sie mehr Geld ausgeben würden.“

Anzahl der Energy Drinks mit Bio-Kennzeichnung erreicht Rekordhoch
Die Mintel-Untersuchung zeigt zudem, dass die Anzahl der Energy Drinks mit Bio-Kennzeichnung letztes Jahr ein Rekordhoch erreicht hat. Laut der Mintel-Untersuchung trugen 7 % der Energy Drinks, die im Jahr 2015 weltweit auf den Markt gebracht wurden, eine Bio-Kennzeichnung. Zum Vergleich, im Jahr 2011 waren es nur 4 %. Und der Bio-Trend zeigt keine Anzeichen eines Rückgangs: bis dato im Jahr 2016* waren 6 % der weltweit neu eingeführten Energy Drinks als Bio-Produkt gekennzeichnet.

Europa ist auch in diesem Markt der Spitzenreiter: Drei von fünf (58 %) Energy Drinks mit Bio-Kennzeichnung wurden bis dato im Jahr 2016* in Europa eingeführt, während nur zwei von fünf (39 %) in Nordamerika und sogar nur 3 % in Südamerika auf den Markt gebracht wurden.

Die hohe Markteinführungsaktivität von Produkten mit Bio-Kennzeichnung geht Hand in Hand mit der wachsenden Verbrauchernachfrage nach natürlicheren Energy Drinks. Laut der Mintel-Untersuchung wünschen sich mehr als die Hälfte (53 %) der deutschen Verbraucher eine größere Vielfalt an Energy Drinks und Sportgetränken mit natürlichen Farbstoffen und Aromen. Dieser Wunsch wird von Verbrauchern in anderen europäischen Ländern geteilt: 54 % der spanischen und italienischen und sogar 61 % der polnischen Verbraucher stimmen dieser Aussage zu.

In China ist der Durst nach natürlichen Energy Drinks ebenfalls offensichtlich, da zwei von fünf (40 %) Verbrauchern nach eigenen Angaben eher dazu geneigt wären, einen Energy Drink zu kaufen, wenn dieser mit natürlichen Zutaten hergestellt wurde. Auch in den USA haben ein Viertel (26 %) der Konsumenten nach eigenen Angaben mehr Vertrauen in Energy Drinks mit natürlichen Zutaten.

„Das wachsende Angebot an Energy Drinks mit Bio-Kennzeichnung zeigt, wie die Branche versucht, ein breiteres Publikum durch einer Botschaft rund um Natürlichkeit anzusprechen. In absehbarer Zukunft werden Hersteller von Energy Drinks weiterhin unter Druck stehen, ihre Produkte mit besseren und gesünderen Zutaten zu reformulieren“, so Beckett.

Gestresste Eltern sind eine unterschätzte Zielgruppe
Zudem hat die Mintel-Untersuchung ergeben, dass Eltern eine oft unterschätzte, aber wichtige Zielgruppe für Energy Drinks sind. Während im Jahr 2015 ein Drittel (33 %) der deutschen Erwachsenen nach eigenen Angaben Energy Drinks konsumierte, steigt dieser Anteil auf ganze 44 % unter Verbrauchern, die mit Kindern unter 21 Jahren in einem Haushalt leben.

In den USA zeigt sich ein ähnliches Bild: Während im Durchschnitt 12 % der Verbraucher Energy Drinks trinken, steigt dieser Anteil auf mehr als ein Viertel (26 %) unter Eltern von 1- bis 5-Jährigen und auf 32 % bei Eltern von 6- bis 11-Jährigen. In Großbritannien trinken sogar drei von fünf (58 %) Eltern von 1- bis 5-Jährigen Energy Drinks, im Vergleich zu einem Durchschnitt von 35 %.

„Junge Eltern auf der ganzen Welt sind oft erschöpft und ständig auf dem Sprung. Sie erweisen sich deshalb als wichtige Zielgruppe für Energy Drinks. Obwohl sie nicht zu der traditionellen Zielgruppe der 18- bis 24-Jährigen gehören, an die sich der Großteil der Werbebemühungen richtet, sind junge Eltern und ältere Millennials im Allgemeinen tatsächlich die primären Konsumenten von Energy Drinks“, schließt Beckett ab.

*Januar bis Juli 2016

Die Liebe der Briten zu Lagerbier nimmt ab

Das britische Lagerbiersegment scheint sich schwerzutun, seinen Status zu bewahren – es ist einer besonders starken Konkurrenz durch Ale/Bitter ausgesetzt, deren Erfolg durch den Craft-Bier-Boom beflügelt wird. Tatsächlich tranken laut einer Untersuchung der Marktforschungsagentur Mintel im Jahr 2015 49 % der Briten Lagerbier*, während es im Jahr 2014 noch 54 % waren**.

Das geminderte Interesse der Verbraucher an Lager wirkt sich laut der Untersuchung auch auf den Absatz aus, welcher von 3,18 Milliarden Litern im Jahr 2014 auf geschätzte 3,15 Milliarden Liter im Jahr 2015 gesunken ist. Insgesamt hat sich der Absatz von Lagerbier allein in den vergangenen fünf Jahren um 8 % reduziert, von 3,44 Milliarden Litern im Jahr 2010.

Die Liebe der Briten zu Lagerbier schwindet zwar, Ale-Biere blicken jedoch weiterhin hoffnungsvoll in die Zukunft – insbesondere unterstützt durch den Erfolg von Craft-Bier und Sorten wie IPA (Indian Pale Ale). Im Jahr 2015 sollen die Briten 913 Millionen Liter Ale/Bitter getrunken haben; 2014 waren es 895 Millionen Liter. Heute trinkt mehr als ein Viertel (27 %) der Briten Ale und Bitter, während einer von fünf (20 %) angibt, Craft-Bier jeder Sorte zu trinken.

Laut einer Mintel-Untersuchung wirkt sich die Schwächephase von Lager auf die Bierumsätze insgesamt negativ aus. Im Jahr 2015 sollen die Briten 4,25 Milliarden Liter Bier getrunken haben und somit weniger als die 4,27 Milliarden Liter im Jahr 2014. Derweil hat sich das Umsatzwachstum verlangsamt: Die Umsätze sind lediglich geringfügig gestiegen, von 16,61 Milliarden £ im Jahr 2014 auf geschätzte 16,68 Milliarden £ im Jahr 2015. Für das Jahr 2016 sind jedoch Anzeichen für Wachstum zu erkennen und Mintel prognostiziert eine Zunahme des Umsatzwerts auf 18,1 Milliarden £ bis zum Jahr 2020.

Chris Wisson, Senior Drinks Analyst bei Mintel, sagte:
„Obwohl Ales und Bitter ein deutlich kleineres Segment als Lager darstellen, wurden sie in den vergangenen Jahren sehr bekannt, da sie an der Spitze des Trends zu Craft-Bier stehen. Viele Brauer von Craft-Bier haben sich auf Ales spezialisiert; sie brauen Sorten wie Pale Ale, zum Beispiel IPA und Golden Ale, womit sie wiederum der Beliebtheit von hochwertigen Flaschenbieren Auftrieb verleihen. Die hohen Preise, die für viele Craft-Biere verlangt werden, haben den Wert dieser Produkte und ihre Positionierung im Premiumsegment gefördert. Obwohl Lagerbier derzeit mit Schwierigkeiten zu kämpfen hat, sollte der allgemeine Biermarkt von vermehrten Innovationen im Bereich Craft-Bier sowie von Umsatzsteigerungen durch Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen und der UEFA-Fußball-Europameisterschaft 2016 profitieren.“

Außerdem scheint der Kostenfaktor den Bierdurst der Briten zu beeinflussen. Viele Briten lehnen es ab, viel Geld für ein Pint zu zahlen: Ein Fünftel (20 %) der Biertrinker im Vereinigten Königreich gibt an, nicht mehr als 2,99 £ (4€) für ein Pint zahlen zu wollen. Während insgesamt drei von zehn (29 %) Biertrinkern gewillt sind, mehr als 4 £ pro Pint zu zahlen, ist bei Londonern die Bereitschaft größer, tiefer in die Tasche zu greifen. Hier sind 27 % bereit, mehr als 4,50 £ pro Pint zu zahlen. Und obwohl Craft-Bier derzeit weiterhin boomt, sind sogar 44 % der Briten der Ansicht, Craft-Bier sei überteuert.

„Der stetige Preisanstieg im vergangenen Jahrzehnt hat zur Folge, dass Verbraucher es vehement ablehnen, mehr Geld für Bier auszugeben, vor allem, wenn die Hürde von 4 £ und sogar 5 £ fallen soll. Marken, die von Verbrauchern mehr Geld für Bier verlangen, müssen dies deutlich begründen, zum Beispiel mit Produktverpackungen oder Markengläsern sowie mit einem im Vergleich zu billigen Massenbieren eindeutig besseren Geschmack“, fährt Wisson fort.

*In den sechs Monaten bis Oktober 2015.
**In den sechs Monaten bis September 2014.

Gänse von Oktober bis Dezember beliebt

75 Prozent der heimischen Gänse werden jedes Jahr in den Monaten Oktober, November und Dezember geschlachtet. Gänsefleisch ist eine beliebte Weihnachtsdelikatesse – im Dezember erreicht der Absatz alle Jahre wieder seinen Höhepunkt. Bundesweit wurden 2011 rund 543.000 Gänse mit einem Schlachtgewicht von über 2600 Tonnen geschlachtet.

Im Schnitt verzehrte jeder Bundesbürger rund 300 Gramm Gänsefleisch. Im Vergleich zu den anderen Geflügelfleisch-Sorten spielt Gänsefleisch aber eine eher untergeordnete Rolle: Spitzenreiter ist mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von knapp zwölf Kilogramm weiterhin Hühnerfleisch. An zweiter Stelle folgt Truthahn mit sechs Kilogramm pro Kopf. Insgesamt verzehrten die Deutschen 2011 knapp 19 Kilogramm Geflügelfleisch pro Kopf, was einer Verdopplung innerhalb der vergangenen 30 Jahren entspricht.

Quelle: BMELV, Statistisches Bundesamt

PiCK UP! Black & White

Der etwas andere Riegel

Mit dem neuen PiCK UP! Black & White stellt die Marke Leibniz Altbekanntes auf den Kopf. Eine Tafel weiße Schokolade verbirgt sich zwischen zwei dunklen Schokoladenkeksen – außen schwarz, innen weiß. Damit sorgt Leibniz nicht nur für Abwechslung im Riegelmarkt, sondern beweist von Neuem großes Innovationstalent. Mit PiCK UP! Black & White wird das PiCK UP!-Standardsortiment um eine dritte Variante ergänzt.

Der etwas andere Picknicker knüpft nahtlos an eine über zehnjährige Erfolgsgeschichte an. Mit der Einführung des Klassikers PiCK UP! Choco im Jahr 1999 brachte der innovative Keksriegel neuen Schwung in den Markt. Allein in den drei europäischen Einführungsländern Deutschland, Österreich und Frankreich lag der Absatz schon innerhalb der ersten Monate deutlich über Plan. Mit PiCK UP! Choco & Milch kam 2002 eine weitere Variante für eine spontane und süße Auszeit.

Das Besondere bleibt auch dieses Mal die speziell entwickelte Schokolade, die beim Abbeißen den typischen PiCK UP!-„Knack“ erzeugt: Der PiCK UP! Black & White ist als Multipack mit fünf Riegeln zu einem durchschnittlichen End­verbraucherpreis von 1,89 Euro erhältlich.

Weinkonsumenten kaufen günstiger ein

Die Verbraucher waren 2010 beim Weineineinkauf sparsamer als im Jahr zuvor. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) auf Basis von GfK-Erhebungen mitteilt, sanken 2010 die Ausgaben für Wein in Deutschland auf alle Herkünfte und Einkaufsstätten bezogen um 2,7 Prozent. Der Wein­absatz blieb mit einem leichten Minus von 0,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr weitestgehend stabil.

„Ein wesentlicher Grund für die rückläufigen Umsätze sind verstärkte Sonderangebotsaktionen für Wein im Lebens­mittel­handel, der inklusive der Discounter 54 Prozent des Gesamtumsatzes im deutschen Weinmarkt ausmacht. Hinzu kommt, dass in diesem Handelssegment eine sehr große Preisaggressivität der ausländischen Anbieter und eine hohe Preissensibilität bei den Verbrauchern herrschen“, erläutert DWI-Geschäftsführerin Monika Reule.

Aufgrund ihrer Preisstabilität haben sich die Weine aus den deutschen Anbaugebieten 2010 schwächer entwickelt als der Gesamtmarkt. Sie gaben im Absatz um fünf Prozent und im Umsatz um 5,7 Prozent nach. Diese Entwicklung ist sehr stark auf Verluste im Preis­einstiegssegment des Lebens­mittelhandels zurückzuführen, in dem die deutschen Anbieter Marktanteile an Italien und Spanien abgegeben haben. „Aufgrund der höheren Produktionskosten in unseren Anbaugebieten positionieren sich die deutschen Erzeuger mit ihren Weinen stärker im Mittelpreissegment. Die Rückgänge in den unteren Preisklassen konnten im vergangenen Jahr allerdings nicht mit dem Weinabsatz in den mittleren und oberen Preisklassen kompensiert werden“, so Reule.

Mit einem Anteil von 46 Prozent an den hierzulande verkauften Weinmengen und 52 Prozent am gesamten Umsatz mit Wein waren die deutschen Anbieter 2010 trotz eines Rückgangs von jeweils zwei Prozentpunkten weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land. Weine aus Italien blieben mit einem Umsatzmarktanteil von dreizehn Prozent konstant, französische Weine gaben um einen Prozentpunkt auf zwölf Prozent Marktanteil nach und die spanischen Weine kommen nach einem Plus von zwei Prozentpunkten auf einen Anteil von acht Prozent am Weinumsatz in Deutschland.

Roséweine waren im vergangenen Jahr besonders stark gefragt. Sie legten im Absatz um 6,5 Prozent zu und haben mittlerweile einen Marktanteil von 9,6 Prozent erreicht. Weißweine wie Rotweine verzeichneten ein Absatzminus von 1,7 Prozent bzw. 1,3 Prozent. Der Rotweinanteil am gesamten Weinkonsum in Deutschland belief sich 2010 auf 51 Prozent, der Weißweinanteil auf 39,4 Prozent.

Erfrischungsgetränke bleiben beliebt

Der Pro-Kopf-Verbrauch von Erfrischungsgetränken lag mit 117 Litern im Jahr 2009 auf gleich hohem Niveau wie im Vorjahr. Damit bestätigen die Kunden der Branche trotz des schwierigen Wirtschaftsumfelds die Attraktivität der vielfältigen und abwechslungsreichen Produkte. Den Trinkgenuss scheinen die Konsumenten also auf der Grundlage der ersten Schätzungen zum Jahreskonsum nicht eingeschränkt zu haben. Damit zeigt sich der Absatz der Branche zugleich erfreulich krisenresistent.

Insgesamt erreichte der Pro-Kopf-Verbrauch an Alkoholfreien Getränken in Deutschland im abgelaufenen Jahr 291,4 Liter (2008: 292,4 Liter). Durchschnittlich wurden in 2009 – neben den Erfrischungsgetränken – 37,0 Liter Fruchtsäfte- und Nektare (2008: 37,4 Liter) und 137,4 Liter Wasser (2008: 138,1 Liter) getrunken.

Die Vielfalt und Breite des Angebots und immer neue Trends bleiben natürlich nicht ohne Auswirkungen auf den anteiligen Konsum in Teilsegmenten. Besonders Limonaden konnten 2009 ihren Marktanteil noch einmal ausbauen. Hier liegt der Pro-Kopf-Verbrauch jetzt bei über 90 Litern (2008: 83,9 Liter). Auch kalorienreduzierte Limonaden werden immer beliebter (in 2009 durchschnittlich 13,1 Liter gegenüber 9,2 Liter in 2008).

Wafg-Präsident Dr. Klaus Peter Stadler sieht vor allem die Innovationskraft der Branche als Grundlage für diesen Erfolg: „Die weiterhin wachsende Nachfrage der Kunden nach Erfrischungsgetränken belegt, dass die Vielfalt und Auswahl in der Produktkategorie bei den Verbrauchern gut ankommt. Im Rahmen einer ausgewogenen Ernährung gibt es für jeden Geschmack und jede Gelegenheit eine erfrischende Alternative – von energiespendenden bis zu kalorienarmen Getränken.“

Allerdings trübt der Blick auf die Umsätze die Freude der Branche. Für 2009 weist das Statistische Bundesamt einen durchschnittlichen Rückgang der Verbraucherpreise bei Mineralwässern, Säften und Erfrischungsgetränken von 1,3 Prozent aus. Wesentliche Erklärung ist hierfür der erneut starke Preisverfall beim Absatz über den Einzelhandel.

So erfreulich günstige Preise auf den ersten Blick für den Verbraucher erscheinen, so kritisch ist ein weiteres Absinken der Verbraucherpreise gerade für kleine und mittlere Unternehmen. Stadler hofft hier auf eine Trendwende: „Die in Deutschland bei Verbrauchern und Akteuren in der Lebensmittelkette vorhandene Wertschätzung qualitativ hochwertiger Erfrischungsgetränke sollte sich auch in angemessenen und fairen Preisen spiegeln. Eine systematische Wertevernichtung zu Lasten der Hersteller kann jedenfalls keine Zukunft haben. Sie schadet langfristig auch den Konsumenten. Denn die Vielfalt der Produkte und der Branche braucht eine tragfähige wirtschaftliche Grundlage.“

Entschieden zurück weist Stadler jüngste Forderungen nach einer zusätzlichen Abgabe für Einweg-Getränkeverpackungen: „Gerade in der aktuellen Wirtschaftslage brauchen wir keine neuen staatlichen Lenkungseingriffe. Die Belastungen der Branche durch das gesetzliche Einwegpfand sind heute schon erheblich. Der Kunde entscheidet bei seinem Einkauf im Handel, ob er Mehrweg oder Einweg wählt – die Hersteller bieten ihm beide Alternativen. Dabei sind Einweg-Gebinde über das DPG-Pfandlogo eindeutig für den Verbraucher erkennbar“.

Weiteres Datenmaterial sowie Informationen zur wafg auf www.wafg.de.

Neueste Zahlen: Stabiler Weinmarkt 2009

Neueste Zahlen: Stabiler Weinmarkt 2009

Der deutsche Weinmarkt blieb im vergangenen Jahr von der Wirtschaftskrise weitgehend verschont. Wie das Deutsche Weininstitut auf der Basis von GfK-Erhebungen mitteilt, ist der Umsatz mit Wein in Deutschland 2009 bezogen auf alle Einkaufsstätten (Lebensmittelhandel, Discount, Fachhandel, Winzer) erneut um 1,2 % gestiegen.

WeinfachhandelBereits 2008 und 2007 stiegen die Umsätze hierzulande um 2,2 % bzw. 1,2 %. Der Weinabsatz war im vergangenen Jahr allerdings mit einem Minus von 1,5 % leicht rückläufig. „Wir hatten 2009 insgesamt gesehen einen recht stabilen Weinmarkt. Dazu beigetragen hat sicherlich auch die nachgewiesene Verlagerung des Außer-Haus-Konsums in Richtung In-Haus-Konsum“, kommentiert DWI-Geschäfts­führerin Monika Reule die aktuelle Weinmarkt­situation.

Die Weine aus den deutschen Anbaugebieten entwickelten sich 2009 ein wenig schwächer als der Gesamtmarkt. Sie gaben im Absatz um 4,5 % nach, haben jedoch aufgrund besserer Verkaufserlöse ihr Umsatzniveau gehalten. „Die heimischen Weine wurden im Lebensmittelhandel im Schnitt zu einem Preis von 2,81 €/l angeboten, was einer Steigerung von 14 Cent entspricht. Im Direkteinkauf beim Winzer und im Fachhandel liegen wir mittlerweile bei 5,65 €/l. Bei dem riesigen internationalen Weinangebot auf unserem sehr preissensiblen und hart umkämpften Weinmarkt haben Preisanpassungen schnell Absatz­rückgänge zur Folge“, erläutert Reule.

Mit einem Marktanteil von 54 % am gesamtdeutschen Weinumsatz und 48 % an der verkauften Weinmenge bleiben die deutschen Erzeuger trotz einem Rückgang von jeweils einem Prozentpunkt weiterhin mit großem Abstand Marktführer im eigenen Land. An zweiter und dritter Stelle stehen Frankreich und Italien, beide relativ konstant mit jeweils 13 % Marktanteil am Umsatz und Absatz, gefolgt von Spanien mit sechs Prozent. Die Weine aus der „Neuen Welt“ lagen in 2009 bei fünf Prozent Marktanteil.

Der Rotweinboom der letzten Jahre scheint sich allmählich abzuschwächen. Es wurde zwar 2009 mit einem Anteil von 51 % am Gesamtabsatz immer noch mehr Rot- als Weiß­wein eingekauft. Der Rotweinanteil ging allerdings um zwei Prozent zu Gunsten des Weißweinkonsums zurück. 40 % aller eingekauften Weine waren 2009 weiß, der Roséweinanteil blieb mit rund 9 % unverändert.

Deutsche Süßwarenindustrie setzt auf das Weihnachtsgeschäft

Deutsche Süßwarenindustrie setzt auf das Weihnachtsgeschäft – Vielfalt bei
Adventskalendern und anderen Saisonartikeln

Die deutsche Süßwarenindustrie steht im Vergleich zu
vielen anderen Branchen in einem schwierigen Umfeld noch relativ gut da.
Dennoch hat sie in den ersten zehn Monaten im Inland ein spürbares Absatz-
und Umsatzminus zu verkraften. Nach den Erhebungen der Marktforscher von IRI
sank der Absatz von Süßwaren im Einzelhandel in Deutschland um 2,5 %, der
Umsatz um 0,6 %. Mit einem guten Weihnachtsgeschäft könnte am Ende des
Jahres eine schwarze Null stehen. Hierzu mag beitragen, dass die Vielfalt
bei Adventskalendern und figürlichen Erzeugnissen deutlich zugenommen hat.

„Die von den Meteorologen für die ersten Dezembertage angekündigten
Temperaturrückgänge versetzen die Verbraucher in Weihnachtsstimmung, die
wiederum mehr Lust auf Schokolade, Marzipan, Lebkuchen und andere Leckereien
in der Vorweihnachtszeit macht“, weiß Dr. Dietmar Kendziur, Vorsitzender des
Bundesverbandes der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) aus langjähriger
Erfahrung. Zu Beginn der Adventszeit blicken die Hersteller optimistisch auf
das diesjährige Weihnachtsgeschäft. „Bei einem guten Weihnachtsgeschäft
können wir im Inland noch auf eine schwarze Null kommen“, so die Prognose
von Dr. Kendziur.

Bei Adventskalendern will die Branche mit Vielfalt überzeugen
Über 80 Millionen Adventskalender haben die deutschen Süßwarenhersteller
dieses Jahr produziert. Allein über 50 Millionen gingen davon in den
deutschen Handel, der Rest in den Export. Und die gute Nachricht für die
Verbraucher: Es gibt wirklich für jeden Geschmack und Bedarf den richtigen
Kalender, um die Tage bis zum Weihnachtsfest zu zählen. War es vor wenigen
Jahren noch Brauch, vornehmlich Kindern die Wartezeit bis zur
herbeigesehnten Bescherung mit einer Schoko-Leckerei im Adventskalender zu
versüßen, so wecken heute die Kalender auch bei Erwachsenen
Begehrlichkeiten. Beispielsweise Marzipan-, Bonbon-, Bitterschokolade- oder
Minipralinen-Überraschungen hinter den 24 Türchen lassen kaum einen Wunsch
offen.

Zunehmend haben auch andere Branchen den Adventskalender für sich entdeckt.
Mit Spielzeug, Lotterielosen und sogar mit Edelsteinen gefüllte Exemplare
zeigen, dass die Verbraucher sich die Vorfreude auch in Krisenzeiten nicht
nehmen lassen.

Auch für Schoko-Weihnachtsmann & Co. ist die Prognose positiv
Der Umsatz mit klassischen weihnachtlichen Schoko-Saisonartikeln erreichte
letztes Jahr ein Niveau von 459 Mio. €. Der Umsatz mit
Schoko-Weihnachtsmännern lag bei 93 Mio. €. In diesem Jahr könnte die 100
Mio.-Euromarke erreicht werden, so hoffen die Hersteller. Dies hängt auch
damit zusammen, dass neben unterschiedlichen Geschmacksrichtungen von
Vollmilch bis Bitterschokolade auch die Vielfalt der Größen und Formen
zugenommen hat.

Mit Ryanair nach Apulien

Zwei neue Deutschland-Strecken:
Auf nach Apulien, auf nach Bari

…heißt es am Niederrhein und am Baden Airpark

Ryanair kündigte gestern zwei neue Basen in Italien an, die auch Auswirkungen auf das deutsche Streckennetz des irischen Carriers haben werden. Gleich an zwei apulischen Airports – dem Absatz Italiens – ist Expansion angesagt. In Bari wird eine erste Boeing 737-800 NG bereits im Januar 2010 stationiert, welche Karlsruhe/Baden anfliegen wird. Diese wird im Februar 2010 um eine zweite Maschine aufgestockt, zeitgleich mit Brindisi, die dann mit Düsseldorf (Weeze)* verbunden wird.

Neue Verbindungen für FKB und NRN

Streckenstart für Karlsruhe/Baden ist schon am 17. Januar 2010. Ab dann geht es immer mittwochs und sonntags mit Abendflügen (18.30-20.20 Uhr bzw. 22.10-00.00 Uhr) nach Bari. Italien-Fans in Nordrhein-Westfalen müssen sich noch bis zum 4. Februar gedulden: Düsseldorf (Weeze)* wird dann aber gleich dreimal wöchentlich (dienstags, donnerstags und samstags) angesteuert. Startzeit am Niederrhein ist jeweils um 13.25 Uhr, Ankunft in Bari um 15.50 Uhr.

Bari und Apulien

Bari, Hauptstadt Apuliens und damit im Absatz des italienischen Stiefels gelegen, gilt als eine der bedeutendsten Hafenstädte an der Adria mit Fährverbindungen nach Dubrovnik, Korfu und vielen anderen Orten im südlichen Mittelmeer. Die Stadt selbst hat etwa 327.000 Einwohner. Ihre Universität mit rund 70.000 Studenten ist einer der größten Italiens.

Preise zum Streckenstart

Die beiden neuen Bari-Verbindungen sind ab Mittwoch, 16. September 2009 im Buchungssystem hochgeladen und zum Streckenstart zum One Way-Preis von 22 Euro** buchbar. Der Preis ist nur bis 23. September um Mitternacht verfügbar und gilt für Flugreisen bis Ende März 2010 von montags bis donnerstags und an Samstagen.

zu buchen bei Opodo

Deutscher Weinmarkt

Deutscher Weinmarkt

Der Absatz deutscher Weine sank im ersten Halbjahr 2009 um 2,8 Prozent gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum. Mit einem Umsatzplus von 2,1 Prozent gewannen die deutschen Erzeuger jedoch überdurchschnittlich. Dies teilte das Deutsche Weininstitut auf der Basis der neuesten Daten der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mit.

Der Weinabsatz aller in Deutschland verkauften Weine ist im gleichen Zeitraum im Lebensmitteleinzelhandel (inklusive Discount) um 2 Prozent gesunken. Der Umsatz jedoch stieg um 0,6 Prozent.

Spanische und französische Weine legen zu
Weitere Gewinner des ersten Halbjahres waren spanische und französische Weine, die sowohl im Absatz als auch im Umsatz zulegen konnten. Mit einem Minus von 7,9 Prozent in der Menge sowie 7,3 Prozent im Wert mussten die Weine der Neuen Welt in den ersten sechs Monaten des Jahres 2009 im deutschen Weinmarkt die stärksten Verluste hinnehmen.

Vom Absatzrückgang besonders betroffen waren Rot- und Roséweine mit einem Minus von 2,7 bzw. 2,9 Prozent. Die Einbußen bei Weißweine fielen dagegen mit einem Minus von 0,7 Prozent vergleichsweise moderat aus.

Marktanteil deutscher Weine mengenmäßig zurückgegangen
Betrachtet man nicht nur den Lebensmitteleinzelhandel und Discount sondern berücksichtigt zusätzlich auch noch den Weineinkauf bei Winzern, Genossenschaften sowie im spezialisierten Fachhandel, so ergibt sich für deutsche Weine im ersten Halbjahr ein mengenmäßiger Marktanteil von 47,6 Prozent, was einem Rückgang von 3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Umsatzbezogen ging der Marktanteil um 2 Prozent auf 53,4 Prozent zurück.

Veränderungen bei Einkaufsstätten
Nach Einkaufsstätten differenziert zeigt sich, dass der Direktbezug von Wein über Winzer und Winzergenossenschaften mengenmäßig zwar um 5,1 Prozent abnahm, insgesamt in diesem Bereich jedoch ein Umsatzplus von 0,7 Prozent erzielt werden konnte. Der Fachhandel musste dagegen im ersten Halbjahr sowohl 7,9 Prozent Absatz- als auch 3,9 Prozent Umsatzeinbußen hinnehmen.

Die Gewinner waren erneut die Discounter, die ihre Position als Haupteinkaufsstätten für Wein weiter ausbauen konnten und mit 48,2 Prozent fast die Hälfte des Weinabsatzes im ersten Halbjahr unter sich ausmachten.