Fisch im Supermakt

Fisch war nicht immer frisch!
Jeder fünfte Fisch war am Einkaufstag oder, wenn er verpackt war, am Ablauftag verdorben. Das zeigt ein AK Test von 16 verpackten und offen verkauften Fischen aus 15 Supermarktfilialen. Es hapert bei der Lagerung – nach wie vor wird nicht gut genug gekühlt.

Konkret zeigt der AK Test: Drei Fischproben (19 Prozent) waren lebensmittelrechtlich zu beanstanden. Davon waren ein offen verkaufter Fisch bereits am Einkaufstag und zwei verpackte Fische bereits am Ablauftag schlecht. Das heißt: Die Fische rochen unangenehm und schmeckten säuerlich.

Drei weitere Fischproben (19 Prozent), davon ein offen verkaufter und zwei verpackte, wiesen erhöhte Keimzahlen auf. Sie waren aber noch am Einkaufs- und Ablauftag in Ordnung.

Frischfisch sollte in der Vitrine auf schmelzendem Eis bei bis zu maximal zwei Grad Celsius gelagert werden, verpackter bei bis zu maximal vier Grad Celsius. „Leider gibt es bei der Kühlung nach wie vor Probleme“, kritisiert AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl. In sieben von 16 Verkaufsvitrinen fehlte die Temperaturanzeige. In neun Vitrinen gab es eine Temperaturanzeige. Die angezeigte Lufttemperatur lag dort bei fast allen bei unter zwei oder bei unter vier Grad Celsius. „Leider zeigen die Thermometer nicht immer die tatsächliche Lagertemperatur an. Nur bei zehn von 16 Vitrinen entsprach die tatsächliche Lagertemperatur den geforderten Werten. Die höchste nachgemessene Lagertemperatur in den Vitrinen lag bei acht Grad Celsius“, betont Schöffl.

Die Kerntemperatur im Fisch passte somit auch nicht immer. Bei der Hälfte der Produkte lag sie über den geforderten Maximaltemperaturen von zwei oder vier Grad Celsius. „Die höchste Produkttemperatur lag bei 7,3 Grad Celsius“, weiß Schöffl. „Wird die Kühltemperatur nicht lückenlos eingehalten, leidet auch die Qualität der Fische.“

Tipps für die KonsumentInnen:
+ Kühl bleiben: Frischer Fisch sollte beim Heimtransport und dann auch zu Hause so gut wie möglich gekühlt werden. Nicht zu lange lagern, schnell aufbrauchen!
+ Eiskalte Alternative: Tiefgefrorene Fische bieten eine gute Wahlmöglichkeit. Der Fisch wird nach dem Fang rasch gefroren und dadurch entstehen geringe mikrobielle Belastungen.

Zur Untersuchung: Die AK hat 16 Fischprodukte eingekauft, zum Beispiel Lachsfilet, Lachssteak, Bachsaiblingfilet, Zanderfilet, Karpfen. Von den 16 Proben waren neun vorverpackt, sieben offen von der Fischvitrine. Insgesamt wurde in 15 Supermarktfilialen von vier Supermarktketten eingekauft. Die sensorische und mikrobiologische Untersuchung wurde bei den offen eingekauften Produkten am Tag des Einkaufs, bei verpackten am Tag des angegebenen Haltbarkeitsdatums von der Lebensmittelversuchsanstalt Klosterneuburg durchgeführt.

SERVICE: Die AK Erhebung zum Fisch finden Sie unter wien.arbeiterkammer.at

AK Test: Verpackte, aufgeschnittene Wurst am Ablauftag mit strengem Geruch

Nicht immer passt das Haltbarkeitsdatum. Ein AK Test bei 20 vorverpackten, aufgeschnittenen Wurstproben in zehn Supermärkten in Wien zeigt: Ein Fünftel der Stichprobe war bereits am Ablauftag verdorben. Die Wurst hatte zu viele Keime, schmeckte säuerlich oder hatte einen strengen Geruch. „Das ist unerfreulich“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl, „denn immerhin verlassen sich Verbraucher auf das Haltbarkeitsdatum.“ Achtung beim Einkauf von leicht verderblicher Ware an heißen Sommertagen. Schöffl rät, „eher nur für den Tagesbedarf kaufen und für den Heimtransport eine Kühltasche verwenden“.

Nicht beanstandet wurden insgesamt 80 Prozent (16) der untersuchten Wurstproben, davon hatten vier bereits leichte Mängel wie etwas erhöhte Keimzahlen. Aufgeschnittene Wurst sei grundsätzlich sehr anfällig, so der AK Experte. „Daher ist eine durchgängige Kühlung ohne Kühlunterbrechung für die Qualität genauso unerlässlich wie hygienische Bedingungen in der Herstellung“, betont Schöffl. Denn Wurst wird nach der Herstellung keiner weiteren Hitzebehandlung unterzogen und folglich würden pathogene Keime wie Listerien nicht mehr abgetötet werden. „Beruhigend ist immerhin, dass keine gesundheitsschädlichen pathogenen Listerien zu finden waren“, erklärt Schöffl.

Tipps der AK Konsumentenschützer für den Lebensmitteleinkauf an „Hundstagen“
Kaufen Sie schnell verderbliche Lebensmittel wie Wurst, Milch oder Fisch eher nur für Ihren Tagesbedarf.
Geben Sie Ihre leicht verderblichen Waren für den nach Hauseweg am Besten in eine Kühltasche und zu Hause sofort ab in den Kühlschrank damit.
Essen Sie zB Wurst ehest bald und nicht erst zum Ende der angegebenen Haltbarkeit.
Ist eine Wurstpackung bereits offen, verbrauchen Sie den Inhalt schnell.
Achten Sie bei der Lagerung im Kühlschrank auf die angegebene Lagertemperatur.

Die AK hat zwischen Ende Mai und Mitte Juni 20 Proben vorverpackter, aufgeschnittener Wurst aus 20 Filialen von zehn Supermärkten: Penny, Hofer, Billa, Lidl, Merkur, Adeg, Spar, Edeka, Zielpunkt, Interspar. Die Wurst wurde bei der am Etikett angegebenen Temperatur gelagert und am angegebenen Ablauftag sensorisch und mikrobiologisch untersucht und beurteilt. Die Haltbarkeitsfristen ab Zeitpunkt des Einkaufes lagen zwischen fünf und 26 Tage. Die Untersuchung erfolgte durch die Lebensmittelversuchsanstalt in Wien.

Test: Verpacktes Grillfleisch

Rund jedes zweite verpackte Grillfleisch war am Ablauftag verdorben. Das ist das unappetitliche Ergebnis eines AK Tests von 19 verpackten Frischfleischproben aus 19 Supermarktfilialen.

„Frischfleisch muss auch noch am Ablauftag eine gute Qualität haben“, sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Daher fordert die AK: Kühltemperaturen lückenlos von der Produktion bis zum Supermarkt einhalten, das muss die Lebensmittelüberwachung stärker kontrollieren und wirksam abstrafen. Und Hersteller und Verpacker müssen realistischere Halbarkeitsangaben angeben.

Die AK hat im Mai 19 verpackte Frischfleischproben in 19 Filialen von zehn Supermarktketten eingekauft: Adeg, Lidl, Billa, Merkur, Plus, Eurospar, Interspar, Hofer, Penny, Edeka. Das geschnittene Frischfleisch wie Schweinsschnitzel, Schulter, Karreesteak und Grillfleisch vom Schlögel hat die Lebensmittelversuchsanstalt in Wien am Ablauftag sensorisch und mikrobiologisch untersucht.

Jetzt, wo die Grillsaison beginnt und die Temperaturen in die Höhe gehen, heißt’s beim Grillfleischeinkauf aufpassen. Denn ein AK Test zeigt: Neun (47 Prozent) der untersuchten verpackten Frischfleischproben waren am Ablauftag nach dem Lebensmittelgesetz verdorben.

Sie wiesen bereits eine überhöhte Keimzahl auf, schmeckten säuerlich und hatten einen strengen Geruch. Der Grund dafür: Das Fleisch wird zu warm gelagert. Werden diese Temperaturen überschritten, verringert sich automatisch die Haltbarkeitsfrist.

„Das Ergebnis ist heuer schlechter als im Vorjahr“, erläutert Glatz, „und das, obwohl der Mai eigentlich noch relativ kühl war.“ „Das ist für die Verbraucher unbefriedigend.“ Insgesamt blieben zehn (53 Prozent) Proben unbeanstandet.

Von den 19 Produkten waren zehn mit Schutzgas verpackt, neun konventionell. Die mit „unter Schutzatmosphäre verpackt“ gekennzeichneten Produkte weisen Haltbarkeitsfristen von fast bis zu einer Woche aus. „Dieses Fleisch schnitt zwar beim Test besser ab, allerdings kann man sich bei Schutzgas-Verpackungen auch nicht unbedingt auf das Haltbarkeitsdatum verlassen, wie der Test zeigt“, sagt Glatz. So bleiben von den mit Schutzgas verpackten Fleischproben sieben am Ablauftag unbeanstandet, drei waren bereits schlecht.

Von den konventionell verpackten Proben waren nur drei nicht zu beanstanden, sechs waren schon am Ablauftag verdorben. „Hier sind die Ablaufdaten jedenfalls weit überzogen, bis zu vier Tage sind eindeutig zu lang“, betont Glatz. „Der Handel muss bei Frischfleisch – egal ob mit oder ohne Schutzgas verpackt – realistischere Haltbarkeitsangaben etikettieren“, so Glatz.

Viele vorverpackte Räucherlachse schwimmen aus der Reihe

Waren am Ablauftag bereits verdorben oder hatten erhöhte Keimzahl – AK verlangt realistischere Haltbarkeitsangaben
Fast jeder dritte abgepackte Lachs war am Ablauftag schon schlecht. Obendrein hatte jede vierte Probe zu viele Keime, war aber noch nicht zu beanstanden. Das zeigt ein AK Test von 19 vorverpackten Räucher- und Wildlachsen, eingekauft im Juni in elf Wiener Supermärkten. „Das ist unakzeptabel“, sagt AK Konsumentenschützer Heinz Schöffl, „die Konsumenten müssen sich auf das Haltbarkeitsdatum verlassen können.“ Zu lange Haltbarkeitsfristen und die nicht durchgängige Kühlkette seien die Ursache für die beanstandeten Fische, so Schöffl. Die AK fordert daher realistische Haltbarkeitsangaben und die Einhaltung der Kühlkette.

Die AK hat 19 vorverpackte Räucher- und Wildlachse in elf Wiener Supermärkten zwischen Mitte und Ende Juni eingekauft. Die Fische wurden wie am Etikett angegeben bis zum Haltbarkeitsdatum bei der angeführten Temperatur gelagert und am Ablauftag untersucht. Die sensorische und mikrobiologische Kontrolle führte die Lebensmittelversuchsanstalt in Wien durch.

„Das Ergebnis ist äußerst unappetitlich“, sagt Schöffl. 58 Prozent der verpackten untersuchten Lachse wurden zum angegebenen Ablauftag beanstandet oder hatten bereits zu viele Keime. Konkret war fast jeder dritte (32 Prozent) verpackte Räucherlachs am Ablauftag verdorben – er hatte stark überhöhte Keimzahlen, roch streng oder schmeckte bereits säuerlich. Darüber hinaus fanden sich auch krankheitserregende Keime wie Listerien. Ein Viertel (26 Prozent) hatte erhöhte Keimzahlen, hatte also zu diesem Zeitpunkt nicht mehr die erwartete Frische und Qualität, war aber noch nicht zu beanstanden. Nicht einmal die Hälfte der untersuchten Lachsproben waren gänzlich in Ordnung.

Die AK verlangt daher von den Herstellern und Verpackern realistische Haltbarkeitsangaben. Außerdem muss gewährleistet sein, dass die Kühlkette von der Erzeugung bis zum Verkauf durchgehend eingehalten wird. Schöffl rät daher den KonsumentInnen: „Wenn Sie vorverpackte Fische kaufen, brauchen Sie sie so schnell als möglich auf. Warten Sie also nicht bis zum Ende der angegebenen Haltbarkeitsfrist.“

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Fleischtest: jedes zweite Schnitzel am Ablauftag nicht mehr frisch

Mehr als ein Viertel der untersuchten Frischfleisch-Waren war am angegebenen Ablauftag sogar verdorben – Grund: Zu lange Haltbarkeitsangaben und Kühlvitrinen, die nicht richtig kühlen.
Mehr als ein Viertel (26 Prozent) der von der AK im Juni untersuchten vorverpackten Schweinsschnitzel aus Supermärkten war nach dem Lebensmittelgesetz verdorben. Dazu kommt: Jede fünfte Probe wies bereits eine erhöhte Keimzahl auf, war aber noch nicht zu beanstanden. Nur etwas mehr als die Hälfte (53,3 Prozent) der untersuchten Fleischproben war am Ablauftag noch völlig in Ordnung.

„Schnitzeljagd heißt für viele Konsumenten, dass sie am Freitag ein Schnitzel finden müssen, dass am Sonntag noch frisch ist – das Ergebnis unserer Untersuchung zeigt, dass das oft sehr schwierig ist“, sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz, „Vor allem bei Produkten, die nicht unter Schutzatmosphäre verpackt wurden, ist das Ergebnis heuer noch schlechter als im Vorjahr.“ Der Grund: Die angegebene Haltbarkeitsdauer ist in vielen Fällen völlig überzogen und wird oft sogar noch ausgedehnt. Zudem werden Frischfleisch-Waren in den Supermärkten oft bei zu hohen Temperaturen gelagert. Die AK fordert daher: Hersteller und Verpacker sollen auf den Etiketten realistische Haltbarkeitsdaten angeben, auf die sich die Konsumenten verlassen können. Die notwendigen Kühltemperaturen in den Supermarktvitrinen müssen lückenlos eingehalten werden und die amtliche Lebensmittelüberwachung muss die Einhaltung strenger kontrollieren.

Im Auftrag der AK Wien hat die Lebensmittelversuchsanstalt Blaasstraße im Juni in 15 Wiener Filialen von neun Supermarktketten insgesamt 15 Produkte vorverpackten Frischfleischs eingekauft und am angegeben Ablauftag organoleptisch und mikrobiologisch untersucht.

Mehr als ein Viertel der Fleischproben verdorben

Von den 15 Frischfleischproben waren sechs Produkte unter Schutzatmosphäre verpackt worden, dies war auf den Etiketten angegeben. Neun Produkte waren konventionell verpackt. Die angegebenen Haltbarkeitsdaten lagen ein bis drei Tage ab Kaufdatum. Am Ablauftag waren vier Proben (26,7 Prozent) im Sinne des Lebensmittelgesetzes nicht mehr genusstauglich – alle waren nicht unter Schutzatmosphäre verpackt. Drei Proben (20 Prozent) wurden zwar nicht beanstandet, wiesen aber bereits eine erhöhte Keimzahl auf und acht Proben (53,3 Prozent) waren in Ordnung. Eindeutig besser abgeschnitten haben Produkte, die unter Schutzatmosphäre verpackt waren: Von diesen sechs Produkten waren am Ablauftag fünf nicht zu beanstanden, nur ein Produkt wies eine erhöhte Keimbelastung auf.

In den Kühlvitrinen ist’s zu warm

Die Einhaltung der Kühltemperaturen ist eine wesentliche Voraussetzung für eine gute Qualität des Fleisches. Werden diese Temperaturen überschritten, verringert sich automatisch die Haltbarkeitsfrist. Die Angaben über die Haltbarkeit auf den Etiketten stimmen daher bei Überschreiten der Lagertemperatur nicht mehr. Der Konsument wird getäuscht. Frischfleisch sollte bei einer Temperatur von zwei bis vier Grad Celsius gelagert werden. Bei der AK Untersuchung wiesen 73 Prozent der Proben eine höhere Kerntemperatur als vier Grad auf, 40 Prozent sogar über sieben Grad – der Höchstwert lag bei 12,7 Grad.

AK fordert Sicherheit für die Konsumenten

Frischfleisch muss auch noch zum angegebenen Verbrauchstag eine ordnungsgemäße Qualität aufweisen.

+ Hersteller und Verpacker müssen realistische Haltbarkeitsdaten angeben und die Waren so lagern, dass sich die Konsumenten auf diese Daten auch verlassen können.

+ Die notwendigen Kühltemperaturen in Supermarkt-Vitrinen und die Kerntemperaturen der in den Vitrinen gelagerten Produkte müssen eingehalten werden.

+ Die Einhaltung der Vorschriften der Lebensmittelhygieneverordnung bezüglich der Lagertemperaturen muss im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung verstärkt kontrolliert werden, die vorgesehenen Sanktionen nach dem Lebensmittelgesetz bei festgestellten Verstößen müssen entsprechend wirkungsvoller werden.