Mit dem Wohnmobil durch Kalifornien


Reisen im Wohnmobil werden immer beliebter. Kein Wunder, denn was gibt es Schöneres, als auf vier Rädern neue Länder und Regionen zu erkunden? Für uns waren die USA schon immer ein Traum als Reiseziel für eine Wohnmobilreise.

Bei einer Reise im Wohnmobil durch die USA spielt zuallererst die Wahl des Fahrzeugs eine Rolle. Vom coolen Bulli bis hin zum Luxus-Wohnmobil ist alles vorhanden. Wir empfehlen, möglichst frühzeitig zu buchen, um sich ein Fahrzeug zum besten Preis zu sichern. Sowohl deutsche als auch US-amerikanische Unternehmen bieten Wohnmobile mit Frühbucherrabatt an. 

Es sind einige Vorschriften zu beachten, wenn man in den USA ein Wohnmobil mieten möchte. Zum Beispiel verlangen die Anbieter in der Regel, dass man eine Kreditkarte für die Kaution hinterlegt. Außerdem muss man in den meisten Fällen ein Mindestalter von 21 Jahren erreicht haben, um ein Wohnmobil in den USA mieten zu können, das ist allerdings von Staat zu Staat abhängig.

 Nachdem wir Recherche über Destinationen in den USA gemacht haben, haben wir uns schließlich für Kalifornien entschieden. Bei unserer Entscheidung nach Kalifornien zu reisen spielte das Klima des Staates eine ausschlaggebende Rolle, denn hier ist es ganzjährig warm. In den Sommermonaten wird es im Innern des Staates regelrecht heiß, direkt an der Pazifikküste weht jedoch ein angenehm kühler Wind. Da der Norden Kaliforniens deutlich kälter als der Süden ist, eignet er sich vielleicht noch eher für die warmen Sommermonate, aber das kommt natürlich auf die eigenen Vorlieben an. Zudem ist die Natur hier grün und saftig, Kalifornien bietet aber auch Wüstenabschnitte, wie zum Beispiel das Death Valley, an. Die meisten Wohnmobilanbieter verbieten allerdings das Befahren des Death Valley in den Sommermonaten, auf Grund der unbändigen Hitze. 

Der Staat ist für seine schicken Metropolen, seine traumhafte Landschaft sowie seine reizvolle Pazifikküste bekannt. Im Wohnmobil kann man fast überall anhalten und sich auf Erkundungstour durch die Umgebung machen. Eine Reise im Camper durch die USA ist abenteuerlich, wir empfehlen aber unbedingt genug für die Urlaubskasse anzusparen. Denn auch wenn man sich Hotel- und Restaurantbesuche spart, ist die Miete des Fahrzeugs recht hoch. Das günstigste Fahrzeug bekommt man zwischen 4.000€ und 5.000€ (inklusive Kaution, Tanken, etc.) für einen Zeitraum von 30 Tagen, wenn man früh bucht und keine große Ausstattung braucht. Das durchschnittliche Wohnmobil für eine Familie mit Kindern kostet allerdings ab die 10.000€ aufwärts. Hinzu kommen Kosten für Freizeitaktivitäten, sowie Essen und Trinken. 

Unser Roadtrip durch die Westküste der USA startete in San Francisco. Von hier aus sind wir erst einmal ganz in den Norden gefahren, denn dort befindet sich der von Kiefern und Eichen umgebene Mount Shasta, ein Stratovulkan und einer der vier höchsten Gipfel der Kaskadenkette. Wir sind hier den Lake Siskiyou Trail gewandert, der perfekt ist für eine einfache Wanderung mit Blick auf den Vulkan.

Danach sind wir nach Lake Tahoe. Der malerische See in der Sierra Nevada liegt zwischen Kalifornien und dem angrenzenden Bundesstaat Nevada. Es lohnt sich, eine komplette Umrundung des Sees zu machen und ihn somit aus allen Blickwinkeln betrachten zu können. Es gibt alle möglichen Wassersportarten, die hier ausprobiert werden können, von Kanufahren über Wasserski bis hin zu Stand-Up-Paddle-Boarding.  

In nur zwei Stunden westwärts ist man auch schon in Sacramento. Die Hauptstadt Kaliforniens liegt am Zusammenfluss des Sacramento River und des American River. Nach zwei Tagen war es uns hier genug, sodass wir über San Francisco zurück auf dem Pacific Coast Highway (auch California State Route 1 oder Highway 1 genannt) gelandet sind. Die weltberühmte szenische Route führt an der Küste entlang bis nach Dana Point im Süden Kaliforniens. Der wohl schönste Abschnitt dieses Highways beginnt in San Francisco und verläuft entlang der Steilküste von Big Sur über Monterey bis nach Morro Bay. Hier gibt es auf der einen Seite die Küste und den Pazifik und auf der anderen Seite den wunderschönen Pfeiffer Big Sur State Park, in dem auch verschiedenste Wanderungen oder Mountainbiking-Touren unternommen werden können. Nach knapp vier Wochen Fahrt kamen wir in Los Angeles an und konnten dort unser Wohnmobil beim gleichen Anbieter wieder abgeben. 

Die Reise war sicherlich ein der schönsten und aufregendsten Reisen unseres Lebens. Das Wohnmobil- und USA-Fieber hat uns gepackt und bei der großen Auswahl an Reisezielen in den USA sind wir sicherlich bald wieder zurück! LM

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Zusammenfassung

Eine Reise im Camper durch die USA ist abenteuerlich, wir empfehlen aber unbedingt genug für die Urlaubskasse anzusparen. Denn auch wenn man sich Hotel- und Restaurantbesuche spart, ist die Miete des Fahrzeugs recht hoch. 

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