DEHOGA flagship

Bernhard Moser und Christian Andresen haben eine Fachgruppe für Spitzengastronomen unter dem Namen „DEHOGA flagship“ gegründet. Diese Klientel hat ja besondere Bedürfnisse, die die DEHOGA bisher nur eingeschränkt abdecken konnte.

Die DEHOGA Berlin hat als erster Verband eine Fachgruppe für Spitzen- bzw. Leuchtturmgastronomen im fine-dining Bereich gründen. Diese flagship-Gastronomen werden mit den üblichen Instrumenten der Verbandsarbeit nur bedingt erreicht, es gibt hier andere Bedürfnisse und Befindlichkeiten. Zudem haben sie eine herausragende Position im Stadtmarketing und benötigen dadurch eine andere Lobbyarbeit. 

Der Festivalleiter der eat! Berlin, Bernhard Moser mit seinem CHROMA type 301 Brotmesser auf einer Charity Veranstaltung für Obdachlose

Neben den Fachgruppen Hotellerie und Gastronomie wird es nun es eine Fachgruppe „flagschip“ geben. Der neugewählte Vorsitzende der Fachgruppe, Bernhard Moser, wird Mitglied des Präsidiums.

Mitglied der Fachgruppe flagship können Gastronomen werden, die in besonderer Weise gastronomische Sonderleistungen erbringen. Bei der Definition orientieren wir uns an der Definition für die sogenannte gehobene Gastronomie (haute cuisine). 

  • Erstklassige, inspirierte und professionelle Küche mit kreativem Anspruch und Improvisation. Zitiert werden kann die exotische Küche genauso wie die Regionalküche,
  • Marktfrische, erlesene Ausgangsprodukte,
  • Detailverliebtheit und perfektes Arrangement, das die Auswahl und Gestaltung der Wein- und Getränkekartekarte ebenso umfasst wie die vollendete Serviertechnik und das Anrichten der Speisen
  • Flagship Gastronomen inspirieren neue Rezepte, interpretieren traditionelle Rezepte zeitgemäß und neu und gelten so als Trendsetter und Impulsgeber innerhalb der Branche,
  • Kenntnis der Literatur, der Konkurrenz und der Zielgruppe: Gäste, die weite Wege in Kauf nehmen, um sich an einer (womöglich sterngekrönten) Gourmetküche zu erfreuen.
  • Nationales und Internationales Interesse an diesen Restaurants, was sie zu besonderen Vorzeigebetrieben der Stadt macht.

Aufgaben

Die DEHOGA flagship vertritt die Interessen der Spitzengastronomen gegenüber der Politik und den Behörden.
Es hilft mit, ein positives Bild des Spitzengastronomen in der Öffentlichkeit zu zeigen und wird durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit mitwirken, das Bild dieser Art der Gastronomie in der Öffentlichkeit zu verändern: 


– Wir halten die Spitzengastronomen für Kulturschaffende, die ähnliche gesellschaftliche Leistungen erbringen wie Theater und Musikhäuser.

– Spitzengastronomen zeigen eine besondere Wertschätzung landwirtschaftlichen Produkten gegenüber und sind somit relevanter und gesellschaftlich wichtiger Gegenpol zur Diskountermentalität im LEH.

– Diese Gastronomen haben als Ausbilder einen besonderen Stellenwert, weil sie gastronomisches Handwerk in besonders anspruchsvoller Weise pflegen und so das Handwerk erhalten und weiterentwickeln. 

– Flagship-Gastronomen sind touristisch wichtig und kein Konzept zum Thema Qualitätstourismus kommt ohne sie aus. 

– Das „deutsche Küchenwunder“ muss Teil der deutschen Identität werden und ein ähnliches Ansehen bekommen wie in Frankreich. Die Politik hat hier die besondere Aufgabe durch öffentliche Präsenz in diesen Restaurants, den Stolz der Nation auf diese kulinarische Kulturleistung zu zeigen. Die Diskussion über diese Art der Gastronomie darf keine Neiddebatte sein, der Besuch eines guten Restaurants sollte ähnlich angesehen werden, wie der Besitz eines guten Autos oder eines guten Mobiltelefons. 

Gourmet Report wird DEHOGA flagship unterstützen!

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