Nüsse lagern

Nur ganze Früchte halten lange

Wissenschaftliche Untersuchungen belegen immer wieder: In
Maßen verzehrt, sind Nüsse gut für das Herz-Kreislauf-System und
vor allem für die Blutfettwerte. Das verdanken die leckeren kleinen
Kraftpakete vor allem ihrem günstigen Fettsäuremuster, nämlich dem
hohen Anteil an einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren.

Die Kehrseite der Medaille ist jedoch: Genau wegen des Fettgehalts
können Nüsse schnell ranzig werden. Unter Einwirkung von
Feuchtigkeit, Enzymen, Mikroorganismen, Sauerstoff und Licht werden
die Fette gespalten. Es entstehen Abbauprodukte, die nicht nur
schlecht riechen und schmecken, sondern zum Teil auch
gesundheitsschädlich sein und Magen-Darm-Verstimmungen auslösen
können.

Je größer die Oberfläche ist, umso angreifbarer sind die Nüsse
und ihre Fette für die zersetzenden Umgebungseinflüsse. Deshalb
verderben geschälte und geriebene oder gehackte Nüsse wesentlich
schneller als ganze Früchte. Für eine längere Lagerung sind sie
also die Produkte der Wahl. Kühl, dunkel, trocken, gut verpackt in
Säcken oder Netzen und luftig können sie monatelang aufbewahrt
werden. Angebrochene Verpackungen mit geschälter und bereits
zerkleinerter Ware kommen in den Kühlschrank, am besten in einer fest
verschließbaren Dose. Dort halten sie sich bis zu vier Wochen.

Unsere sensiblen Geruchs- und Geschmackssinne bewahren uns in der
Regel davor, ranzige Nüsse zu essen. Früchte mit muffigem Geruch
oder auch gelblichen, dunklen Verfärbungen sollten Sie entsorgen.

Weitere Tipps zur sachgerechten Lagerung von Nüssen und
Nussprodukten, sowie umfangreiche Informationen rund um die Erzeugung,
Verarbeitung und Zubereitung haben wir in der Rubrik „Lebensmittel
des Monats“ unter www.aid.de/inhalt/nuesse-5368.html für Sie zusammen
getragen. Eva Neumann, www.aid.de

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