ÖKO-TEST: Gartenmöbel aus Tropenholz

Fördert man mit Gartenmöbeln aus Tropenholz die Abholzung des Regenwalds? Dieser Frage
ist ÖKO-TEST nachgegangen. Das Verbrauchermagazin hat deshalb Gartenmöbel nicht nur von
zertifizierten Laboren auf problematische Holzschutzmittel, Schwermetalle und Weichmacher
durchchecken lassen, sondern auch vom Hersteller Nachweise zum Herkunftsland des
verarbeiteten Holzes und zu den ursprünglichen Waldformationen, in denen das Holz
gewachsen ist, angefordert. Dabei stellt sich heraus, dass zwar die Möbel kaum Schadstoffe
enthalten, doch einige Hersteller können nicht belegen, dass das Holz aus kontrollierter
Waldwirtschaft stammt.

Die Recherchen zeigen, dass Firmen wie Kettler und Max Bahr ihre Verantwortung ernst
nehmen und belegen können, dass die verwendeten Hölzer nicht durch eine illegale Rodung des
Regenwaldes gewonnen werden. Manche Gartenmöbelhersteller konnten dagegen keinen
Nachweis erbringen und legten aussagelose Bescheinigungen vor die zum Teil von den
Holzverkäufern selbst stammten. Ausgerechnet bei der Edelmarke Garpa stellte sich heraus,
dass diese unter anderem bei einem indonesischen Unternehmen Teak bezieht, das aufgrund
von Korruption und illegalem Holzhandel das FSC-Zertifikat verloren hat.

ÖKO-TEST empfiehlt Verbrauchern, beim Kauf von Gartenmöbeln darauf zu achten, dass diese
das FSC-Siegel haben. FSC steht für Forest Stewardship Council und garantiert, dass für die
Gartenmöbel keine Regenwälder zerstört werden. Allerdings ist dieses Siegel noch
verbesserungswürdig, wie ÖKO-TEST anmerkt, denn meist stammt das Holz von
Monokultur-Plantagen, auf denen Pestizide gespritzt werden. Kritisch ist auch zu
sehen, dass das FSC-System Holz aus weitgehend unberührten Wäldern zertifiziert.

Das ÖKO-TEST-Magazin Juni 2012 gibt es seit dem 25. Mai 2012 im
Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

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