„Future Shopping“

„Eigentum auf Zeit spart Geld und Sorgen. Was
nicht mehr zum Lebensstil passt, wird aussortiert und mit dem
erwirtschafteten Geld durch ein neues Lifestyle-Produkt ersetzt“ – so
beschreibt der Trendforscher und Autor Daniel Nissanoff
(„Futureshop“) in der neuen Ausgabe der Zeitschrift WOMAN
(Erscheinungstermin 2. Mai 2006) die Zukunft unseres
Einkaufsverhaltens.

Nichts bleibt, wie es ist. Trendforscher Nissanoff: „Schon heute
kaufen wir etwas in dem Wissen, dass wir es wieder verkaufen oder
eintauschen werden. Früher haben wir die Dinge mit der Erwartung
gekauft, sie ein Leben lang zu behalten.“

Ein Beleg für die Richtigkeit von Nissanoffs Thesen ist der
Siegeszug der Auktionskultur. „Die Auktionskultur ist ein Lifestyle“,
erklärt der Autor. „Das Beste am Eigentum auf Zeit ist, dass Käufer
und Verkäufer gleichzeitig davon profitieren. Wenn Sie Luxusartikel
wie ein Paar Pumps von Jimmy Choo nach zwei Jahren wieder verkaufen,
kriegen Sie dafür noch 80 Prozent des Originalpreises. Und die
Käuferin ist happy, weil sie sich die Jimmy Choos zum Neupreis
vielleicht nicht hätte leisten können.“

In Kürze, so Nissanoff in WOMAN, dürfte die neue Auktionskultur
die „Geiz ist geil“-Mentalität weitgehend abgelöst haben: „Gute
Marken werden immer wichtiger. Sie bestimmen den Preis eines Produkts
und sorgen dafür, dass es nicht an Wert verliert.“

Das alles bedeute nicht, dass die Textil-Discounter auf der
Strecke bleiben. Nissanoff: „Die großen Ketten werden Programme
entwickeln, in denen Kunden für die Kleidung der letzten Saison einen
Kredit bekommen, mit dem sie neue Ware kaufen können.“

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