Trüffelherbst in Istrien

Hochsaison für Feinschmecker. Bis Ende November steht die kroatische Adria-Halbinsel Istrien ganz im Zeichen der berühmten weißen Trüffel. Sie prägt nicht nur die Speisekarten von Landgasthäusern und Restaurants, sondern auch zahlreiche traditionelle Feste.
Das geografische Dreieck zwischen Buzet, Buje und Pazin gilt vor allem im Bereich des Flusses Mirna als magisches Dreieck für Genießer. Schwarze und weiße Trüffel finden in den Eichenwäldern optimale Wachstumsbedingungen, wobei unter Feinschmeckern die weiße „Tuber magnatum pico“ als absolute Krönung und weltweit als eines der teuersten Spitzenprodukte gilt.

Die weiße Trüffel Istriens gedeiht ab Mitte September bis Ende November unter ähnlichen Bedingungen und am gleichen Breitengrad wie ihre international berühmte Namensvetterin aus Alba, mit der sie de facto identisch ist. Sie wächst unterirdisch, Trüffelsucher benötigen dafür spezielle Lizenzen und – da sie unterirdisch wächst – dafür ausgebildete Hunde.

Je nach Stil des Restaurants werden die Trüffel über verschiedenste Gerichte gehobelt oder geraspelt, sind im Herbst aber in Istriens Gourmetrestaurants ebenso selbstverständlich wie in den gemütlichen Landgasthäusern, den sogenannten Konobas, wo nach alter Tradition noch viele Gerichte in der Glut am offenen Feuer zubereitet werden. Besonders beliebt sind weiße Trüffel zu Fuži- und Pljukanci- Nudeln, Fritada (Rührei) und verschiedene Kombinationen von Fleisch. Manche Restaurants wagen sich aber auch an spannende Kombinationen mit Fisch oder Desserts, wobei gerade Schokolade raffinierte Geschmackserlebnisse eröffnet. www.istra.hat

Darüber hinaus stehen traditionell zahlreiche Feste rund um die weiße Trüffel am Programm:

Livade: 18.9. – 30.10.2016 jedes Wochenende: Trüffeltage des Trüffelrestaurants Zigante mit Trüffelfest und Verkostungen, Trüffelzubereitung & Kochshows, Weißer-Trüffel-Auktion, Demonstration der Trüffelsuche mit Hunden(www.sajamtartufa.com).

Livade & Oprtalj: 22. – 23.10.2016: XXI Tuberfest: Trüffel-Tage mit Weinverkostungen sowie Wahl der schönsten und größten weißen Trüffel der Saison.

Motovun: 22.10.2016: Fünftes TeTa – Teran und Trüffel-Festival: Trüffelgerichte und Weidegu mit istrischen Winzern.

Momjan: 5,/6,11.2016: Tage des Muskats und der Trüffel aus Momjan: Wein- und Trüffelmesse mit lokalen Muskat-Winzern aus der Region Momjan

Buzet: 5. /6.11.2016:Trüffelfest

Weitere Informationen: www.istra.hr

Alexander Stapfer

Als eingefleischter Asienliebhaber kehrt Alexander Stapfer
wieder in die Küche des The Nam Hai Hoi An zurück

Gourmets dürfen sich freuen: Alexander Stapfer unterstützt ab sofort als Sous Chef das Küchenteam des The Nam Hai Hoi An an der zentralvietnamesichen Küste. Der gebürtige Schweizer ist ein absoluter Asienkenner und lebt bereits seit 2009 in dem südostasiatischen Küstenstaat, wobei The Nam Hai vor sieben Jahren seine erste Station war, der verschiedene Restaurants folgten. Kochen hat er im Blut, denn ein Großteil seiner Familie arbeitet in der Hotellerie. Ob in einem trendigen Restaurant, bei einer Bankettveranstaltung oder in der Hotelküche, der junge Schweizer bewegt sich sicher auf jeglichem gastronomischen Terrain und freut sich auf seine neue Herausforderung im The Nam Hai. Für Gäste des Villenresorts werden regelmäßig auch Kochkurse angeboten bei denen eine der häufigsten Fragen ist, ob man die benötigten Zutaten auch Zuhause findet – was ganz vom Gericht abhängt. Alexander Stapfer rät Kochkursteilnehmern: „Probiert alles und habt Spaß am Kochen.“

Vor allem die Menschen, einheimischen Märkte und natürlich die Küche mit all ihren Saucen, frischen Kräutern und aromatischen Gewürzen sind es, die Alexander Stapfer so an Asien faszinieren. Doch auch er vermisst ab und zu das Essen aus der Heimat, besonders Kalbsleber oder auch mal eine gute Wurst. Die vietnamesische Küche beschreibt Alexander Stapfer als frisch, einfach und wohl balanciert. Zu welchen Spezialitäten er Europäern rät? „Meine drei Favoriten sind Cau Lau – Nudeln mit Schweinefleisch, dieses Gericht findet man auch nur in Hoi An, Cang Cua – ein Wasserkressesalat und ein absoluter kulinarischer Klassiker in Vietnam ist Fisch, der in einem Bananenblatt gegrillt wurde.“ Inspiration für neue Gerichte holt sich Alexander Stapfer auf den Märkten und in den Geschäften vor Ort. Sich selbst beschreibt er als streng aber fair – er ist nun mal ein absoluter Perfektionist in der Küche.

www.thenamhaihoian.com

Dimitris Pamporis

Traumhafte Strände, deren Sand so weiß ist wie die Häuser des kleinen Fischerdorfes, das sich unbeeindruckt
von der Hitze unter einem der sanften Inselhügel verliert, dazu die blaue Ägäis, die diese Bilderbuchszenerie
wie ein glitzernder Rahmen umfasst. Willkommen im griechischen Klischee? Nein, willkommen auf Patmos,
dem Arbeitsplatz von Dimitris Pamporis!

Der charismatische Frühdreißiger, der gerne Gitarrist in einer Rock-Band geworden wäre, konterkariert sein
imposantes Erscheinungsbild mit einem außergewöhnlichen Feingefühl am Herd und ist verantwortlich
dafür, dass Patmos derzeit nicht nur in Reisebüros, sondern auch in den wichtigsten Gourmetführern als
heißer Insidertipp gehandelt wird. So wurde das Apocalypsis Restaurant gerade als „Bestes Restaurant in
Griechenland“ ausgezeichnet und ist damit hochoffiziell die erste Adresse für Feinschmecker in dem an kulinarischen
Genüssen ohnehin reichen Land.

Griechische Genüsse – das ist auch schon das Stichwort, um das sich im Apocalypsis Restaurant alles dreht.
Wobei an den Tischen, von denen man direkt auf den weißen Strand und das glitzernde Meer blicken kann,
das Klischee ganz bestimmt keinen Platz hat. Es ist vielmehr eine faszinierende Vereinigung von Tradition und
Moderne, die Dimitris Pamporis in seiner Küche verfolgt.
Der Fokus liegt dabei auf den besten Produkten und Zutaten, die das Land und die Insel zu bieten haben. „Du
kannst kein erstklassiges Gericht kochen, wenn du keine erstklassigen Zutaten hast“, betont Pamporis. Wobei
das Erbe der griechischen Küche reich und herausfordernd zugleich ist. „Du musst erst lernen, woher du
kommst, um dann den nächsten Schritt in der Evolution gehen zu können.“

Um sich gleichzeitig aber eben nicht in Klischees zu verlieren, drängt der Küchenchef sich selbst und seine
Köche auch zur ständigen Weiterentwicklung. Laut Pamporis könne diese durch die Anwendung von neuen
Techniken oder die Anlehnung an aktuelle kulinarische Trends erreicht werden, vor allem aber durch
Kreativität. Wichtig sei es, sich selbst immer wieder herauszufordern und den bestehenden Menüs ständig neue
Anreize hinzuzufügen.
Diese Philosophie festigte sich bei Dimitris Pamporis bereits während seiner Zeit auf Mykonos, als er im Grecotel
Mykonos Blu, einem etablierten Fünf-Sterne-Hotel, oder im Avra in die mediterrane Küche eintauchte. Vor allem
aber eine Reise zum gefeierten Drei-Sterne-Koch Marc Haeberlin in dessen L’Auberge de l’Ill, die Pamporis im
Jahr 2013 – bereits als Küchenchef des Apocalypsis Restaurants – antrat, bestärkte ihn noch einmal in seinem
ständigen Streben nach unkonventionellen Herangehensweisen und Lösungen.

Pamporis’ Menüs sind ekstatische Kompositionen von einzigartigen Aromen, Farben und Formen. Ein Erlebnis
– um noch einmal ein griechisches Klischee zu bedienen – wie ein Sirtaki auf dem Gaumen: locker am Beginn
mit dem herrlich säuerlichen Shrimps-Tatar mit schwarzer Fischrogen-Mayonnaise und eingelegtem Gemüse.
Aufregend mit der modernen Interpretation des traditionellen griechischen Giouvetsi vom Seeigel. Euphorisch
am Höhepunkt, etwa mit bei niedriger Temperatur geröstetem Lamm, das in Kombination mit geräuchertem
Melanzani-Püree, geschmorten Tomaten, Kartoffelauflauf und erfrischendem Joghurt serviert wird. Es sind
Gerichte wie diese, bei denen man sich wünscht, dieser Tanz würde nie zu Ende gehen, und die Pamporis’
erklärtes Ziel, seine Gäste zu überraschen und zu inspirieren, eindrucksvoll unterstreichen.

Ein Glück, dass man nicht mehr bis zum nächsten Sommer warten muss, um Dimitris Pamporis in Aktion zu
erleben. Denn bereits im Jänner kommt er als Gastkoch ins Restaurant Ikarus nach Salzburg und lässt mit seiner
modernen griechischen Küche auch die österreichischen Gaumen Sirtaki tanzen.

www.hangar-7.com

Azurmendi zu Europas Restaurant Nummer eins ernannt

Azurmendi zu Europas Restaurant Nummer eins ernannt

Bester Deutscher, Platz 12: Wissler
22.: Thomas Bühner, 27. Harald Wohlfahrt, 30. Christian Bau, 40. Tim Raue, 50. Sven Elverfeld, 51. Heinz Beck, 62. Andreas Caminada, 72. Heinz Winkler, 85. Heinz Reitbauer, 86. Claus-Peter Lumpp, 97. Klaus Erfort, 98. Christian Jürgens, 102. Harald Thieltges, 127. Kevin Fehling, 135. Christian Lohse, 156. Gebr. Obauer, 158. Hans Haas

Opinionated About Dining (OAD), eine der wichtigsten Referenzen, wenn es um weltweite Restaurant-Rankings für Menschen geht, die leidenschaftlich gern essen gehen, veröffentlicht die vierte Ausgabe seiner Top 100 der europäischen Restaurants. Azurmendi (Larrabetzu, Spanien), Sieger in Sachen Nachhaltigkeit und Pionier der modernen baskischen Küche, hat In de Wulf (Dranouter, Belgien) durch seinen Aufstieg um 18 Plätze vom Thron gestoßen und ist in diesem Jahr die Nummer eins.

Die Fachmitglieder von OAD haben die Liste sorgsam ausgewählt und ein riesiges Gebiet erkundet, um die erlesensten Restaurants auf dem gesamten Kontinent zu finden, wobei 13 Länder auf der Liste vertreten sind. Die Liste kann sich mit erprobten Lokalitäten schmücken, die von hochdekorierten Chefköchen geführt werden, aber genauso finden sich dort überraschende Entdeckungen abseits der ausgetretenen Pfade. Restaurants aus Spanien, Frankreich, Belgien, Monaco, Italien und Dänemark führen die Liste an, wobei Troisgros (Roanne, Frankreich) seine Position auf Rang zwei behält und L’Arpege (Paris, Frankreich) auf den dritten Platz springt – sehr zur Freude des OAD-Gründers Steve Plotnicki.

„Es es war ein großartiges Jahr für spanische Restaurants: Vier der Top-10-Lokalitäten befinden sich in Spanien“, sagt Plotnicki. „Neben dem bemerkenswerten Aufstieg von Azurmendi zur besten Lokalität von Rang18 im Jahr 2014 hat sich Diverxo vom 88. Platz im letzten Jahr auf Platz 7 in diesem Jahr verbessert – der größte Sprung, den je ein Restaurant in der Geschichte der Liste gemacht hat. Newcomer wie David Toutain und das Restaurant A.T. in Paris und Nicolai Norregaard vom Kadeau in Kopenhagen zeigen sehr gut die Richtung an, in die der Trend geht: essen gehen steht ganz weit oben. Auf der Liste befinden sich auch fünf Restaurants, die asiatische Küche anbieten, was einen Rekord für die Liste darstellt.“

Die führenden 10 Lokalitäten auf der OAD-Liste der Top 100+ der europäischen Restaurants:

Platzierung       Restaurant   Ort
1
Azurmendi                 
Larrabetzu, Spanien
2
Troisgros                 
Roanne, Frankreich
3
L’Arpege                    
Paris, Frankreich
4
In de Wulf               
Dranouter, Belgien
5
Restaurant Quique Dacosta     
Denia, Spanien
6
Alain Ducasse- Louis XV     
Monte Carlo, Monaco
7
Diverxo                      
Madrid, Spanien
8
Le Calandre                   
Rubano, Italien
9
Noma                           
Copenhagen, Dänemark
10
Etxebarri              
Axpe, Spanien

OAD ist das führende Restaurant-Ratingsystem, zusammengestellt von einer Fachgemeinde aus hoch ausgebildeten Kennern der Kochkunst, die die Welt bereist haben, um die Kunst des Essens zu erleben. Die Opinionated-About-Dining-Umfrage stützt sich auf statistische Genauigkeit, Transparenz, urteilsfähige Gaumen und die gewichteten Stimmen der Mitglieder, wodurch sie bessere Näherungswerte bei der Bewertung von Restaurants liefert.

Der OAD-Algorithmus erzeugt ein Bewertungssystem, das Restaurants auf der Grundlage von Kritiken der Mitgliedergemeinschaft klassifiziert. Jedes Mitglied beeinflusst die Ergebnisse, die aufgrund der Zahl der Restaurants, die er/sie besucht hat, und aufgrund des aktuellen Rankings dieser Restaurants zustande kommen.

Die Liste der ersten 200 ist hier: http://www.opinionatedaboutdining.com/2015/europe.html

Wie jede Liste ist auch diese Liste natürlich subjektiv!

Johannisbrot

Johannisbrot schmeckt sehr süß, karamellartig und fruchtig-aromatisch – ähnlich wie Kakao. Die Früchte sind frisch und getrocknet genießbar. Sie werden nicht geschält, sondern nach gründlichem Waschen im Ganzen gekaut und die Kerne ausgespuckt. In Stücke geschnitten findet man sie in manchen Müslimischungen, meist in Bioläden.

Aus Johannisbrot, auch „Carobe“ genannt, lässt sich Saft oder Sirup (Kaftanhonig) pressen, der zum Einlegen anderer Früchte und zum Brennen von Schnaps verwendet wird. Das getrocknete Fruchtfleisch wird zu „Carobpulver“ vermahlen, das geschmacklich dem Kakaopulver sehr ähnlich und zum Backen geeignet ist. Johannisbrotkernmehl wird aus den enthaltenen Kernen hergestellt und in der Industrie als Verdickungsmittel eingesetzt. Der Zusatzstoff, der auch als E 410 auf der Verpackung zu entdecken ist, ist zum Beispiel in Speiseeis, Süßigkeiten, Suppen und Pudding zu finden.

Das Johannisbrot ( Ceratonia siliqua ) ist eine Frucht aus der Familie der Hülsenfrüchtler und stammt ursprünglich von der arabischen Halbinsel. Der Legende nach soll sich Johannes der Täufer in der Wüste von den Früchten des Johannisbrotbaumes ernährt haben. Heute wird der bis zu 18 Meter hohe Baum auch in Mittelmeerländern wie Spanien und Italien angebaut.

Die 10 bis 30 cm langen Schoten hängen in Büscheln von den Ästen, wobei die Schale zunächst grün ist und sich im Reifeprozess bräunlich verfärbt. Im Innern befindet sich das rötliche, aromatische Fruchtmark, das einen hohen Zuckeranteil von 30 bis 50 Prozent aufweist. Weitere Inhaltsstoffe sind Stärke, Eiweiß und Fett, Kalzium, Phosphor, Kalium und Gerbstoffe.

Der „Kakao der Alten Welt“ ist ganzjährig in gut sortierten Supermärkten erhältlich. Produkte wie Carobpulver und Brotaufstrich aus Johannisbrot gibt es in Bioläden und Reformhäusern.
Heike Kreutz, www.aid.de

Darmkrebs-Risiko

Wer nicht übergewichtig ist, nicht raucht,
Alkohol nur in Maßen konsumiert, körperlich aktiv ist und sich gesund
ernährt, hat ein um etwa ein Drittel vermindertes Risiko, an Dickdarm-
bzw. Mastdarmkrebs zu erkranken. Dies ist das Ergebnis einer großen
europäischen Langzeitstudie (EPIC*) mit über 347.000 weiblichen und
männlichen Studienteilnehmern im Erwachsenenalter. Das
Wissenschaftlerteam unter Führung von Krasimira Aleksandrova und Heiner
Boeing vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE)
veröffentlichte nun seine Daten in der Fachzeitschrift BioMed
Medicine (Aleksandrova, K. et al., 2014, 12:168).

Darmkrebs** gehört zu den häufigsten Krebsarten. Nach Angaben der
International Agency for Research on Cancer erkranken weltweit etwa
746.000 Männer und 614.000 Frauen jährlich an dieser Krankheit, wobei
diese Krebsform besonders häufig in Ländern mit westlichem Lebensstil
auftritt. Dies legt den Schluss nahe, dass das gehäufte Auftreten dieser
Krebsform mit bestimmten Merkmalen der westlichen Lebensart verbunden
ist. In der Tat haben in den letzten Jahren verschiedene Studien
Lebensstilfaktoren identifiziert, die jeweils für sich allein genommen
mit dem Darmkrebs-Risiko in Zusammenhang stehen. Hierzu zählt zum
Beispiel auch die Art der Ernährungsweise.

Neu an der aktuellen Studie ist nun, dass sie erstmals die kombinierten
Effekte von fünf gesundheitsfördernden Lebensstilmerkmalen auf das
Darmkrebsrisiko in einer europäischen Bevölkerungsgruppe untersucht hat.
Die Wissenschaftler stuften dabei folgende Merkmale als risikosenkend
ein: Nichtraucher zu sein, Alkohol nur in einem moderaten Maß zu
trinken, ein normales Körpergewicht zu haben, wobei der Taillenumfang
von Frauen kleiner als 80 cm und der von Männern kleiner als 94 cm sein
sollte, körperlich aktiv zu sein sowie sich gesund zu ernähren. Im
Rahmen der vorliegenden Studie bedeutete dies, sich mit vergleichsweise
viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukten, reichlich Nüssen und Samen,
ausreichend Fisch und Joghurt, aber mit wenig rotem Fleisch und
Wurstwaren zu ernähren.

Wie die Untersuchung zeigt, hatten Studienteilnehmer, die zwei der
gesundheitsfördernden Merkmale aufwiesen, im Vergleich zu Personen, auf
die kein oder nur ein günstiges Lebensstilmerkmal zutraf, ein um 13
Prozent verringertes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Wiesen die
Teilnehmer drei der untersuchten Merkmale auf, sank ihr
Erkrankungsrisiko um 21 Prozent, wobei sich bei vier Merkmalen ihr
Risiko sogar um 34 Prozent verringerte. Kamen alle fünf Merkmale
zusammen, sank das Risiko um 37 Prozent.

„Wie unsere Ergebnisse zeigen, verringert sich das Darmkrebsrisiko umso
mehr, je mehr man etwas für seine Gesundheit tut. Unsere Daten haben
ergeben, dass durch eine gesunde Lebensführung bis zu 22 Prozent der
Darmkrebs-Neuerkrankungen bei Männern bzw. bis zu 11 Prozent der
Erkrankungen bei Frauen vermeidbar wären“, sagt Aleksandrova,
Erstautorin der Studie. „Das Umsetzen dieses Wissens in gesellschaftlich
aktiv unterstützte Präventionsstrategien könnte wesentlich dazu
beitragen, ein frühes und häufiges Auftreten dieser Krebsform zu
vermeiden und damit viel persönliches Leid zu verhindern“, ergänzt
Heiner Boeing, Leiter der Potsdamer EPIC-Studie.

Hintergrundinformation:
Quelle: Combined Impact of Healthy Lifestyle Factors on Colorectal
Cancer: A Large European Cohort Study
Krasimira Aleksandrova, Tobias Pischon, Mazda Jenab, H. Bas
Bueno-de-Mesquita, Veronika Fedirko, Teresa Norat, Dora Romaguera, Sven
Knüppel, Marie-Christine Boutron-Ruault, Laure Dossus, Laureen Dartois,
Rudolf Kaaks, Kuanrong Li, Anne Tjønneland, Kim Overvad, J Ramón Quirós,
Genevieve Buckland, María-José Sánchez, Miren Dorronsoro, María-Dolores
Chirlaque, Aurelio Barricarte, Kay-Tee Khaw, Nicholas Wareham, Kathryn E
Bradbury, Antonia Trichopoulou, Pagona Lagiou, Dimitrios Trichopoulos,
Domenico Palli, Vittorio Crogh, Rosario Tumino, Alessio Naccarati,
Salvatore Panico, Peter Siersema, Petra H Peeters, Ingrid Ljuslinder,
Ingegerd Johansson, Ulrika Ericson, Bodil Ohlsson, Elisabete Weiderpass,
Guri Skeie, Kristin Benjaminsen Borch, Sabina Rinaldi, Isabelle Romieu,
Joice Kong, Marc Gunter, Heather Ward, Elio Riboli and Heiner Boeing;
BMC Medicine 2014, 12:168

Link: http://www.biomedcentral.com/1741-7015/12/168

* EPIC: European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition.
Die EPIC-Studie ist eine prospektive (vorausschauende) Studie, die
Zusammenhänge zwischen Ernährung, Krebs und anderen chronischen
Erkrankungen wie Typ-2-Diabetes untersucht. An der EPIC-Studie sind 23
administrative Zentren in zehn europäischen Ländern mit insgesamt
519.000 Studienteilnehmern im Erwachsenenalter beteiligt. Die Potsdamer
EPIC-Studie ist mit mehr als 27.000 Teilnehmern ein Teil der
EPIC-Studie. Die aktuellen Studienergebnisse basieren auf den Daten von
347.237 Frauen und Männern im Alter zwischen 25 und 70 Jahren. Während
der Nachbeobachtungszeit von 12 Jahren erkrankten 3.759 dieser
Teilnehmer an Darmkrebs.

** Bei Darmkrebs (kolorektales Karzinom) handelt es sich um einen
bösartigen Tumor des Dickdarms oder des Mastdarms. Er entwickelt sich
meist aus Darmpolypen, die sich im Verlauf von wenigen Jahren bösartig
verändern. Im Jahre 2010 wurde die Krankheit bei 62.400 Menschen in
Deutschland neu diagnostiziert und im Jahr 2012 starben knapp 26.000
daran (Quelle: Robert Koch Institut).

Quinoa

Es muss nicht immer Weizen sein

Die aus Südamerika stammende Quinoa ( Chenopodium quinoa ) wird häufig als Reis der Inkas bezeichnet, obwohl sie zur Familie der Fuchsschwanzgewächse gehört und damit eher mit dem Spinat oder den Rüben verwandt ist. Quinoa ist seit über 6.000 Jahren gemeinsam mit Amaranth einer der Hauptstärkelieferanten Südamerikas. Sie wird überwiegend in den Hochebenen der Anden oberhalb von 4.000 Meter angebaut, da die Pflanzen geringe Ansprüche an Boden und Wasser stellen. Die einjährige Pflanze, die auch als Reismelde, Inkakorn, Andenhirse oder Perureis bekannt ist, erreicht 0,5 bis 1,5 Meter Höhe. Die dicklichen Blätter sind am Rand gezähnt und die grünen Blüten sind eher unscheinbar.

Die mineralstoffreichen Blätter kommen als Gemüse oder Salat auf den Tisch. Die senfkorngroßen Nussfrüchte haben eine getreideähnliche Zusammensetzung, weswegen Quinoa und auch Amaranth, als glutenfreies Pseudogetreide bezeichnet wird. Der Gehalt an Eiweiß und einigen Mineralien (vor allem Magnesium und Eisen) übertrifft dabei den gängiger Getreidearten. Dagegen enthalten Quinoasamen kein Vitamin A oder C. Das Fett besteht zu über der Hälfte aus ungesättigten Fettsäuren. Quinoa sollte licht- und luftgeschützt gelagert werden, da er wegen seines hohen Fettgehaltes ranzig werden kann.

Im Handel wird Quinoa pur oder als Zutat in Müslimischungen angeboten. Gerade für unter Zöliakie Leidende (Glutenunverträglichkeit) kommt es als vollwertiger Getreideersatz infrage. Es eignet sich zudem für die Herstellung von glutenfreiem Bier.

Die Weltproduktion liegt bei über 80.000 Tonnen, wobei in Peru, Bolivien und Ecuador die Hauptanbaugebiete liegen. Wird Quinoa in unseren Breiten angebaut, so erfolgt die Aussaat meist im April; die Ernte erfolgt ab September. Aufgrund des ungleichmäßigen Reifens der Körner, muss nach der Ernte eine Trocknung erfolgen.

Den Schutz vor Schädlingen erreicht Quinoa durch bitter schmeckende Saponine, weswegen Quinoa in ungeschältem Zustand ungenießbar ist. Quinoa kommt geschält oder gewaschen und dadurch vom Saponin befreit und entbittert in den Handel. Durch ein Erhitzen kann rund ein Drittel der eventuell verbliebenen Saponine unschädlich gemacht werden. Der mögliche Restgehalt an Saponinen schädigt den Menschen nicht, da sie kaum vom Darm aufgenommen werden.
Dr. Jörg Häseler, www.aid.de

Trüffelfeste in Istrien

Bis Ende November hinein steht die kroatische Adria-Halbinsel Istrien ganz im Zeichen der berühmten weißen Trüffel. Sie prägt nicht nur die Speisekarten von Landgasthäusern und Restaurants, sondern auch zahlreiche traditionelle Feste.

Das geografische Dreieck zwischen Buzet, Buje und Pazin gilt vor allem im Bereich des Flusses Mirna als magisches Dreieck für Genießer. Schwarze und weiße Trüffel finden in den Eichenwäldern optimale Wachstumsbedingungen vor, wobei unter Feinschmeckern die weiße „Tuber magnatum pico“ als absolute Krönung und weltweit als eines der teuersten Spitzenprodukte gilt.

Die weiße Trüffel Istriens gedeiht ab Mitte September bis Ende November unter ähnlichen Bedingungen und am gleichen Breitengrad wie ihre international berühmte Namensvetterin aus Alba, mit der sie de facto identisch ist. Sie wächst unterirdisch und wird von speziell ausgebildeten Hunden limitierter und mit speziellen Lizenzen ausgestatteter Trüffelsucher erschnüffelt.

Je nach Stil des Restaurants werden die Trüffel über verschiedenste Gerichte gehobelt oder geraspelt, sind im Herbst aber in Istriens Gourmetrestaurants ebenso selbstverständlich wie in den gemütlichen Landgasthäusern, den sogenannten Konobas, wo nach alter Tradition noch viele Gerichte in der Glut am offenen Feuer zubereitet werden. Besonders beliebt sind weiße Trüffel zu Fuži- und Pljukanci- Nudeln, Fritada (Rührei) und verschiedene Kombinationen von Fleisch. Manche Restaurants bieten dazu aber auch noch spannende Kombinationen mit Fisch und nicht zuletzt mit Desserts, wobei gerade Schokolade raffinierte Geschmackserlebnisse eröffnet. Weitere Infos: www.istria-gourmet.com

Darüber hinaus stehen traditionell zahlreiche Feste rund um die weiße Trüffel am Programm:

Buzet:
13.9.:Subotina, historisches Altstadtfest mit Riesenrührei mit Trüffeln (2014 Eier und 10 kg Trüffel)

Livade & Oprtalj:
25. – 26.10.: XXI Tuberfest: Trüffel-Tage mit Weinverkostungen sowie Wahl der schönsten und größten weißen Trüffel der Saison.

Livade:
8. und 9.11.: Trüffel-Wochenende: Verkostung von Trüffel und anderen regionalen Produkten, Showkochen, Kochkurse, Vorführung von Trüffelhunden, Musik, Kinderprogramm sowie Trüffel-Schatzsuche, eine Kombination aus Mountainbike und Trekking.

Livade:
21.9. – 2.11., jedes Wochenende: Trüffeltage des Trüffelrestaurants Zigante mit Trüffelfest und Verkostungen, Trüffelzubereitung & Kochshows, Weißer-Trüffel-Auktion, Demonstration der Trüffelsuche mit Hunden (www.sajamtartufa.com)   

Momjan:
3. -11.11.: Tage des Muskats und der Trüffel aus Momjan: Wein- und Trüffelmesse mit lokalen Muskat-Winzern aus der Region Momjan

Motovun:
4.10.: Fünftes TeTa – Teran und Trüffel-Festival: Weinprobe mit istrischen Winzern und Angebot von dazu passenden Trüffelgerichten

Skytrax ohne Etihad

Erste Airline bricht aus dem Skytrax System aus – Ist das der Anfang vom Ende der Skytrax Bewertungen? Etihad Airways, die Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate, hat Skytrax in einem formellen Schreiben mitgeteilt, sich von Skytrax zurückzuziehen. Das beinhaltet auch die Skytrax World Airline Awards und das Skytrax Audit.

Diese Entscheidung beruht auf einer internen Überprüfung von Etihad Airways, die die Bewertungskriterien und Messungen des Skytrax Airline-Ratingsystem beinhaltet, teilte Etihad mit.

Die Absage an Skytrax ist eine kleine Sensation in der Branche. Etihad geht konsequent vor. Viele Fluggäste wunderten sich, wenn sie mit einer 5 STAR Airline flogen, wo die 5 Sterne herkamen. Skytrax selber trug auch nicht zur Transparenz bei.
Wobei anzumerken ist, dass Airlines, die 5 Sterne by Skytrax haben, keien Totalausfälle sind. Aber ob eine andere Airline nicht auch 5 Sterne verdient hätte oder aber weniger bekommen sollte, fragt sich der Vielreisende öfter! CR

Erdbeeren

142.780 Tonnen betrug die Erntemenge von Erdbeeren im vergangenen Jahr in Deutschland. In diesen Tagen startet in Deutschland die neue Erdbeersaison. Ein breites Sortenspektrum und eine moderne Kulturtechnik verlängern das Erntefenster, so dass die Verbraucher bereits im Frühjahr und bis in den Spätsommer deutsche Erdbeeren genießen können. Die Zahl der Erdbeersorten wird auf über 1.000 geschätzt, davon wird in Deutschland vor allem die mittelfrühe Sorte „Elsanta“ angebaut, gefolgt von den Sorten „Flair“ und „Clery“.

Die Hauptanbaugebiete für Erdbeeren lagen im Jahr 2013 in Niedersachsen (4.307 ha), Nordrhein-Westfalen (3.573 ha), Baden-Württemberg (3.872 ha) und Bayern (2.366 ha) auf einer Gesamtanbaufläche von 19.434 ha in rund 2.400 Betrieben. Importiert wurden im vergangenen Jahr 110.787 Tonnen Erdbeeren, wobei die größte Einfuhr aus Spanien, den Niederlanden und Italien erfolgte. Insgesamt 11.802 Tonnen wurden unter anderem nach Österreich, in die Tschechische Republik oder nach Frankreich exportiert.

Erdbeeren liefern wichtige Vitamine und Mineralstoffe und sind dazu noch kalorienarm. Das trägt auch zur Beliebtheit der Obstsorte bei den Verbrauchern in Deutschland mit einem über die Jahre fast gleichbleibenden Verbrauch von rund 3,5 kg pro Kopf bei.
Quelle: BMEL, Destatis