Krebsfeste in Schweden

Wenn im August und September die Nächte wieder länger werden und sich der schwedische Sommer seinem Ende zuneigt, feiern die Schweden eine ihrer liebsten Traditionen: das Krebsfest (kräftskiva). Mit leckeren Kaisergranaten, Schnaps und Gesang genießen sie dann die letzten warmen Abende im Freien und verabschieden sich vom Sommer. Meist findet das schwedische Krebsfest traditionell eher im privaten Kreis statt, nun aber können Schweden-Besucher vielerorts mitfeiern und in den Genuss der leckeren Schalentiere kommen, und auf Wunsch auch selbst fangen. Selber die Reusen auslegen und hoffen auf einen guten Fang – so wie einst Michel aus Lönneberga und Alfred.
So wird beispielsweise das Hotel Norrqvarn, das in einer ehemaligen Mühle am Ufer des idyllischen Göta Kanals zu Hause ist, am 10. September 2016 eine traditionelle Kräftskiva veranstalten – mit frischen schwedischen Kaisergranaten, frisch gebackenem Brot, Käse, Käsequiche Västerbotten Art und allem, was zu einem richtigen Krebsfest dazu gehört. Im Paket inbegriffen, das für 1095 SEK (ca. 116 Euro) für eine Person im Doppelzimmer buchbar ist, sind außerdem eine Übernachtung in der ehemaligen Mühle sowie ein leckeres Frühstücksbüffet am nächsten Morgen. Wer möchte, hat auch die Gelegenheit, schon einen Tag früher anzureisen und die Krebse unter Anleitung selbst zu fangen. Das Krebsfangen mit Übernachtung-Paket, ist vom 5. August bis zum 17. September buchbar (www.norrqvarn.se/de).

Ein Krebsfest mit toller Atmosphäre ist auch auf den Väderöarna zu finden – im atemberaubenden Schärengarten von Westschweden. Hier können die Gäste bei einem traditionellen Krebsessen dabei sein, nachdem man miterlebt hat, wie diese Meereskrebse gefangen und in großen Töpfen direkt am Pier frisch gekocht werden. Und die Party steigt dann im Restaurant Lotsbryggan – mit Gesang und Papierhüten und allem, was dazu gehört. Wer möchte, kann hier übrigens auch über Nacht bleiben.

Weitere Erlebnisse rund um die krabbelnde Delikatesse sind unter www.westschweden.com zu finden.

Oregano

Beim Trocknen verstärkt sich das Aroma

Oregano schmeckt nicht nur auf der italienischen Pizza und
in Tomatensoßen. Das fein-herbe Kraut veredelt auch Suppen,
Antipasti, gegrilltes Gemüse, Fleisch und Fisch. Durch die Hitze wird
das Aroma kräftiger, sodass es am besten mindestens 15 Minuten
mitgart.

Trotz des ausgeprägten Eigengeschmacks passt Oregano wunderbar zu
anderen Kräutern der Mittelmeerküche wie Thymian und Rosmarin und
ist Bestandteil der französischen Mischung „Kräuter der
Provence“. Nur mit Majoran verträgt sich das Gewürz weniger gut,
obwohl die Pflanzen eng verwandt sind. Für den charakteristischen
Duft und Geschmack sind ätherische Öle wie Thymol und Carvacrol
verantwortlich.

Oregano (/Origanum vulgare/) ist eine mehrjährige, buschige Staude
aus der Familie der Lippenblütler. Die Blätter sind leicht behaart
und eiförmig zugespitzt. Sie wird bis zu 60 cm hoch und kommt vor
allem im Mittelmeerraum vor. Die Pflanze schätzt die heiße Sonne an
Berghängen, was auch den Namen „Schmuck der Berge“ erklärt (aus
dem Griechischen, oros = Berg, gonos = Schmuck). Bereits im
Mittelalter war Oregano als Heilkraut von Bedeutung. Es wirkt
antibakteriell, regt den Appetit an, hilft bei Verdauungsbeschwerden
und Atemwegserkrankungen.

Im Garten bevorzugt die Pflanze einen sonnigen und warmen Platz. Je
wärmer und je sonniger, desto intensiver auch das Aroma. Der Boden
sollte leicht, durchlässig und nicht zu feucht sein. Die frischen
Blättchen lassen sich während der gesamten Wachstumszeit pflücken.

Oregano lässt sich auch gut trocknen. Während viele Kräuter beim
Trocknen an Aroma verlieren, verstärkt sich die Würzkraft des
mediterranen Klassikers bis auf das Zehnfache. Für die Ernte ist die
beginnende Blüte ein günstiger Zeitpunkt, da die Würze dann am
höchsten ist. Das Küchenkraut wird mit einer Schere etwa handhoch
über dem Boden abgeschnitten. Anschließend bindet man die Pflanze
als Strauß zusammen und hängt sie kopfüber an einen luftigen Ort.

Heike Kreutz, www.aid.de

Karnevalsgebäck am besten selbst gemacht

Krapfen, Berliner & Co.

An den tollen Tagen wird genascht – vor allem Fettgebackenes steht hoch im Kurs. Für das frittierte Hefegebäck mit feiner Zuckerhaube gibt es viele Namen. In Bayern genießen die Narren den Krapfen, während in Hessen die Verkleinerungsform Kräppel üblich ist. Im übrigen Westdeutschland wird die fettgebackene Fastnachtsspeise als Berliner bezeichnet, während die Berliner und die meisten Ostdeutschen dazu Pfannkuchen sagen. Das kann zu Verwechslungen führen, denn im restlichen Deutschland ist Pfannkuchen ein in der Pfanne gebackener flacher Kuchen wie Omelette. Berliner Ballen essen Jecken am Niederrhein und im Ruhrgebiet, in Baden-Württemberg und in der Pfalz wird das Fastnachtsküchle genascht.

Fettgebackenes zum Karneval hat eine lange Tradition. Früher rieten die Geistlichen dem einfachen Volk, sich in Vorbereitung auf die Fastenzeit besonders energiereich zu ernähren. So wurde vom fetten Donnerstag (Weiberfastnacht) bis Aschermittwoch nochmals ausgiebig geschlemmt. Verderbliche Vorräte wie Milch, Eier und Schmalz mussten verwertet werden, und so kamen die in Fett gebackenen Hefeteigkugeln auf den Tisch.

Selbst gemachte Krapfen und Berliner sind ein besonderer Genuss und nicht schwer zuzubereiten. Vorab die frische Hefe zerbröckeln, mit Milch und Zucker verrühren und dem Mehl glatt kneten. Anschließend die Eigelbe und die weiche Butter untermengen und den Teig zugedeckt 20 Minuten an einem warmen Ort gehen lassen. Je mehr Dotter Sie verwenden, desto mürber wird der Krapfen. Den Teig ausrollen, bemehlen, Kreise ausstechen und auf einem Backpapier weitere 10 bis 20 Minuten gehen lassen. Jetzt wird das möglichst geschmackneutrale Frittierfett in einem großen Topf auf 180 Grad erhitzt und die Teilchen von jeder Seite anderthalb Minuten frittiert. Dabei gilt: Nur vergolden und nicht zu stark bräunen. Je nach Geschmack kann die Leckerei mit warmer Aprikosenkonfitüre, Pflaumenmus, Eierlikör oder Nougatcreme gefüllt und mit Puderzucker bestreut werden.

Narren sollten die luftig-weiche Leckerei aber in Maßen genießen. 100 Gramm des Gebäcks haben über 500 Kalorien und 13 Gramm Fett.
Heike Kreutz, www.aid.de

Nationalmannschaft der Köche sucht Nachwuchs

Sie sind kreativ, teamfähig und bringen viel Engagement für ein kulinarisches Ehrenamt mit? Wenn Sie bereits Erfahrung in nationalen und möglichst internationalen Wettbewerben haben, sind Sie der richtige Mann oder die richtige Frau für ein Team voller Leidenschaft für die Kochkunst.

Seit 2007 zählt das Team um Teamchef Matthias Kleber zu den besten Mannschaften der Welt. Gemeinsam haben sie Medaillen, Titel und Pokale auf internationalen Wettbewerben erkämpft. Dazu zählen der Salon Culinaire Mondial in Basel, der Culinary World Cup in Luxemburg und die Culinary Challenge in Singapur. Als Krönung jeder Nationalmannschaft der Welt gilt die Teilnahme an der IKA/Olympiade der Köche. Matthias Kleber und seine Mannschaften wurden im kulinarischen Wettstreit der Nationen 2008 Vize-Olympiasieger und 2012 Dritter. Um Höchstleistungen in der warmen Küche wie in der Plattenschau zu erbringen, gilt es diszipliniert und regelmäßig zu trainieren. Im internationalen Wettbewerb stehen Sie als kulinarische Botschafter Deutschlands im Fokus und repräsentieren ihr Land. Das VKD-Präsidium und der Fachausschuss Jugend, Kochkunst, Wettbewerbe, Ausstellungen (JAK) freuen sich auf aussagekräftige Bewerbungen. Bringen Sie Ihre Erfahrung, Ihre Inspiration und Ihr Können ein und seien Sie Teil einer Erfolgsstory.

www.vkd.com

Fruchtfliegen

Fruchtfliegen haben mit der Lebensmittelhygiene zu tun

Die nur zwei Millimeter großen Fliegen der Gattung Drosophila tauchen überall dort auf, wo Obst, Fruchtsäfte und Küchenabfälle offen lagern – besonders beliebt sind faule Stellen. Im matschigen Fruchtfleisch finden die ausgeschlüpften Larven ideale Lebensbedingungen, sodass schon nach wenigen Tagen ganze Schwärme weiterer junger Fliegen um das reife Obst zu finden sind.

Beate Ebbers von www.aid.de schreibt:
Ihr Anblick verdirbt uns nicht nur den Appetit. Fruchtfliegen können auch Fäulnis- und Hefebakterien übertragen und sollten deshalb aus Küche und Speisekammer möglichst verbannt werden. Doch wie wird man die Plagegeister wieder los?

Die vielfach zu hörende Empfehlung, ein mit Essig, Obstsaft und Spülmittel gefülltes Glas offen stehen zu lassen, um die Fruchtfliegen darin zu ertränken, ist keine gute Idee. Denn genau damit werden die kleinen Insekten erst in die Küche gelockt. Die einzige wirkungsvolle Maßnahme ist, den unbeliebten Insekten die Nahrungsgrundlage zu entziehen. Lassen Sie deshalb in den warmen Sommermonaten keine Früchte und Säfte offen herumliegen bzw. -stehen, sondern lagern Sie diese gut verschlossen und verpackt. Leergetrunkene Saftgläser sollten möglichst gleich gespült werden. Entfernen Sie Abfälle sofort, reinigen Sie die Behälter gründlich und sorgen Sie auch für saubere Arbeitsflächen.

Nicht nur Fruchtfliegen, auch andere Vorratsschädlinge sind im Sommer häufig anzutreffen. So kann sich zum Beispiel die Dörrobstmotte bei warmen Temperaturen besonders schnell vermehren. Der dämmerungsaktive Kleinschmetterling hat es, wie der Name vermuten lässt, auf Trockenobst, Nüsse, Schokolade und Getreide aller Art abgesehen und legt gerne in Ecken und Spalten in der Nähe von Lebensmitteln seine Eier ab. Die geschlüpften Larven können im schlimmsten Fall ganze Vorratsschränke befallen. Wer umherfliegende Falter in seiner Küche entdeckt, sollte Ausschau nach verpuppten Larven halten und auch diese so rasch wie möglich entfernen.

Bohnenkraut

Das pfeffrig-scharfe Bohnenkraut gibt nicht nur Bohnen eine besondere Würze, sondern verfeinert auch viele andere Speisen. Deftige Eintöpfe mit Hülsenfrüchten und Kohlgemüse werden durch die aromatische Pflanze deutlich bekömmlicher. Bohnenkraut unterstreicht das Aroma von Lamm, Geflügel und gebratenem Fisch wie Karpfen und Makrele. Zudem passt es gut zu Gurkensalat, Pilzgerichten, Kartoffelsuppe, mediterranen Gemüsepfannen und Pasta.

Für Salate sollten nur frische, fein gehackte Blätter verwendet werden, da sie weniger scharf schmecken. Das Küchenkraut harmoniert mit Majoran, Dill, Basilikum und Estragon und ist in vielen Würzmischungen wie „Kräuter der Provence“ enthalten.
Bohnenkraut hat eine intensive Würze und sollte daher nur sparsam verwendet werden. Im Eintopf werden frische oder getrocknete Zweige einfach mitgekocht und vor dem Servieren wieder entfernt. Bohnenkraut enthält ätherische Öle, Gerbstoffe und ist reich an Vitamin C. Zudem wirkt es sich positiv auf das Magen-Darm-System aus, fördert die Verdauung und steigert den Appetit. Ein Bohnenkraut-Tee soll auch gegen Husten und Heiserkeit helfen.

Bohnenkraut gehört zur Familie der Lippenblütler und ist ursprünglich im östlichen Mittelmeergebiet beheimatet. Im 9. Jahrhundert sollen Benediktinermönche die Gewürzpflanze nach Mitteleuropa gebracht haben. Das einjährige Sommer-Bohnenkraut (Satureja hortensis) wird etwa 40 Zentimeter hoch und bildet dunkelgrüne, lanzettenförmige Blätter aus. Im Garten gedeiht es besonders gut auf lockeren nährstoffreichen Böden an einem warmen Standort. Ab April kann es ausgesät werden. Die Blätter und jungen Triebe werden am besten kurz vor der Blüte – meist Ende Juni bis Anfang Juli – geerntet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Würzkraft am höchsten.

Bohnenkraut ist gut zum Trocknen geeignet, da es auch bei längerer Lagerung sein Aroma behält. Dazu schneidet man die Stängel kurz vor der Blüte ab, bindet sie zu einem Sträußchen zusammen und hängt sie kopfüber an einen trockenen dunklen Ort. Schließlich werden die Blättchen abgestreift und in gut schließenden Gläsern aufbewahrt.
Heike Kreutz, www.aid.de

Cooles Budapest

Phillip Duckwitz besuchte das vorweihnachtliche Budapest und hat die besten Tipps für Sie – Was sind Salonzuckerl? Erholung im Cafe Gerbeaud – Hüte von Valeria Vazekas – Budapester Maßschuhe von Vass – Icebar – Jazzclub – so viel Spaß in Budapest

Mitten im Zentrum der Metropole Budapest, im Umkreis des
angesagten Einkaufsviertels in Donau-Nähe tut sich eine Oase der Stille und
Beschaulichkeit auf. Der Vörösmarty tér, ist der Platz auf dem der
traditionelle Weihnachtsmarkt aufgebaut ist. Hier genießt man zum Beispiel
, einen Brotfladen mit Kartoffelteig oder die süßen Kürtöskalacs,
Baumkuchen-ähnliche Hefespindeln, deren Zubereitung ich sogleich bestaunen
kann, während ich mich treiben lasse, vorbei an den bunten Buden mit
allerlei wundersam-unbekanntem, dass ich aus Deutschland gar nicht kenne.
Da bietet ein Händler filigran handgefertigte Marionetten an, ein anderer
kommt mit Holzblasinstrumenten daher, Kleidung aus Filz oder Schmuck aus
Holz und Edelmetallen – es bleibt kein Wunsch offen und lässt mich als
westlichen Besucher staunen.
Überall begegnen mir die berühmten „Salonzuckerl“, ein ursprünglich in
Seidenpapier gewickeltes Zuckerstück, das als Baumbehang verwendet wird,
das heute als Schokoladen-Kreation in allen denkbaren Variationen erhältlich
ist. Beim Anblick eines Holzschnitzers kommt mir direkt der Luka-Tag am 13.
Dezember in den Sinn, der in der ungarischen Weihnachtstradition eine große
Rolle spielt. Denn am Luca-Tag wird mit dem Bau des so genannten Luca
Széke – Lucastuhles – begonnen. Dieser wird aus sieben verschiedenen
Holzarten gefertigt. Dabei wird aber jeden Tag nur ein kleines Stück
angefügt, um ihn dann erst bis zum Weihnachtsabend fertigzustellen. Einer
alten Sage zufolge soll man sich bei der Christmette darauf stellen, um
dann erkennen zu können, bei wem unter den Anwesenden es sich um eine Hexe
handelt. Und ein Aberglaube besagt zudem, dass man am 13. Dezember mit
verschiedenen Methoden den zukünftigen Gatten eines heranwachsenden
Mädchens vorhersagen könne.

Exklusives Shoppen und Erholung im Cafe Gerbeaud
Erholung und Entspannung für den Augenblick finde ich nach so vielen
Eindrücken des Weihnachtsmarktes in dem berühmten Cafè Gerbeaud, dem
Traditions-Kaffehaus direkt am Vörösmarty tér. Eingerichtet im Wiener Stil
des 19. Jahrhunderts versinke ich in der wohligen Wärme dieses Cafès,
genieße süße Kuchen-Kreationen und lasse meine Gedanken für einen Moment
schweifen ob des Erlebten der letzten Tage.

Das ist schon eine kuriose Stadt an der Donau. Buda und Pest, die zwei
Teile der ungarischen Hauptstadt, auf beiden Seiten des Flusses. Seit 1873
sind sie eins. Und während auf der Buda-Seite auf dem Budaberg der
Burgpalast hoch über der Stadt im Burgviertel thront und besonders abends
einen romantisch-atemberaubenden Blick über die Stadt bietet, liegt auf der
durch die Kettenbrücke verbunden Pest-Seite das neue Stadtzentrum. Hier
pulsiert das Leben, Regierungssitz und Parlament liegen in Donau-Nähe,
ebenso wie viele Museen.

Direkt an der Donau liegt auch die Große Markthalle, in der sich alles
erdenkliche einkaufen lässt. Ungarische Paprika in allen Variationen,
Salami jeder Größe und Form und viele andere Spezialitäten treffen meine
Blicke, es duftet in tausend Nuancen. Auf dem Obergeschoss erwarten mich
traditionelle Handwerkskunst und touristische Waren jeder Art. Es ist ein
Fest für die Sinne, das lebendige und farbenfrohe Treiben zu erleben. Da
wird gefeilscht, gehandelt und eingekauft bis die Einkaufstasche ächzt.

Die Fussgänger-Zone rund um die bekannte Andrassy-Straße ist mein nächstes
Ziel. Ein Mekka für Shopping-Hungrige mit dem Hang zum Ausgefallenen und
Besonderen. Allein das Schauen lohnt sich da, denn die Kreativität der Mode
ist in Budapest ebenso berühmt wie ihre Tradition. Erfreue ich mich noch im
Hutgeschäft V50 der abgefahrenen Kreationen von Valeria Vazekas, die alle
ihre ausgefallenen Hüte selbst entwirft, so erwarten mit ein paar Straßen
bei Vass, weiter einem der traditionellen Herren-Schuhgeschäfte Budapests
Maßanfertigungen der Spitzenklasse. Bunt und ausgefallen geht es auch in
der „Eventuell-Galerie“ zu, einem Forum für junge Künstler, die hier ihre
Schöpfungen anbieten. Diese und zahlreiche kleine Lädchen, liebevoll
hergerichtet begegnen mir bei einem vorweihnachtlichen Einkaufsbummel durch
die „neue Hauptstrasse“, der Flaniermeile mit exklusiven
Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum Budapests.

Budapester Kneipen-Szene von cool bis abgefahren

Wie gut dass ich gegenüber dem Parlament im kleinen, aber feinen Iberostar
Grand Hotel fussläufig zur Innenstadt wohne, denke ich bei mir. Lockt mich
doch abends der nahe Franz-Lizt-Platz als beliebtestes Kneipenviertel der
Stadt und lasse dafür heute das nicht weniger beliebte, jüdische Viertel
„Joszdo“ mit seinen sechs Innenhöfen in sieben Häusern und zahlreichen,
urigen Kneipen ausfallen.
Richtig „cool“ finde ich an diesem Abend jedoch die Icebar in der Szarka-
Straße. Eingemummt mit einem Lammfell-Umhang darf ich den minus 7 Grad
kalten Eisbar-Raum betreten und mich in der Kühlkammer eines bunten
Cocktails erfreuen. Die erst seit einem Jahr bestehende Icebar hat bei
Besuchern aus dem In-und Ausland bereits Kult-Status erlangt. Nach dieser
coolen Erfahrung wärme ich mich bei heißen Rhytmen im Budapest Jazzclub mit
seiner besonders warmen Atmosphäre auf und lasse die Nacht bis zum frühen
Morgen bei dem ein oder anderen Shot von „Unicum“ – dem beliebtesten
Kräuterschnaps Ungarns – in der Ruinen-Bar „Szymala“ ausklingen. Diese
abgefahrene Kneipen-Höhle mit gemischtem Publikum begegnet mir mit einer
unbeschreiblich irrealen Atmosphäre.

Erholung im Szechenyi Bad
Genug geshoppt, geschlemmt und gefeiert, am nächsten Morgen suche ich
Erholung im berühmten „Szechenyi Bad“, dem bekannten Budapester Thermalbad
nahe dem Heldenplatz mit heißen Heilwasser-Quellen, die sich in einem im
klassizistischen Stil erbauten Badekomplex des 19. Jahrhunderts in der
malerischen Umgebung des Stadtwäldchens gegenüber dem Zoo befinden. Durch
seine Ausmaße ist das Bad das größte seiner Art in Europa.
Und während sich meine vom Stadtbummel angespannten Glieder im warmen
Wasser erholen, verarbeite ich die Eindrücke dieses vorweihnachtlichen
Shopping-Urlaubs. Freundlichkeit, Ruhe, und Weltoffenheit der Menschen in
dieser Stadt und eine quirrlig-bunte und lebendige Atmosphäre einhergehend
mit traditionellem und hochklassigem Flair begegnen mir hier und überzeugen
mich schnell, dass ich diesen eigentlich viel zu kurzen Besuch in Budapest,
im „Paris des Ostens“ bald wiederholen sollte.

Tipps und Nützliches:

Wie kommt man hin:
Von Deutschland aus fliegen täglich viele Airlines nach Budapest, die Stadt
ist in 1,5 Stunden gut erreichbar. Einen guten Flugpreisvergleich bietet Opodo

Währung und Geld:
Landeswährung ist der Forint, Umrechnungskurs 1:282 (Stand November 2012).
Euro wird gelegentlich auch angenommen. Es gibt überall Wechselstuben und
Geldautomaten. Am günstigen zieht man sich das Geld mit der Debitkarte (EC) aus dem Automaten.
Unterkunft:
Luxus in Zentrumsnähe bietet sich zum Beispiel im Iberostar Grand Hotel
unweit der Sankt Stephan Basilika und gegenüber des Parlaments.
www.thegrandcollection.com/de/hotels/budapest/ Preise bei booking oder HRS vergleichen

Ausgehen:
Restaurants:
Tipp: Auf dem Budaberg im Burgviertel befindet sich das romantische Café-
Restaurant Pierrot, in dem sich vor allem auch ungarische Spezialitäten
genießen lassen. www.pirerrot.hu

Bars:
Die Ice-Bar im Zentrum auf der Pest-Seite ist zweifellos ein echtes Muss
für Erlebnishungrige Nachtschwärmer. www.icebar.hu
Die Ruinen-Bar Szymala ist ein irreal-abgefahrener Ort für Kneipen-
Liebhaber, der seinesgleichen sucht: www.ruinpubs.com/

Musik:
Der Budapest Jazz-Club ist für Jazz-Fans ein Muss. Neben der warmen
Atmosphäre der Location finden hier regelmäßig hochklassige Live-Konzerte
statt. www.bjc.hu/

Shoppen:
Shopping ist ein weites Feld in Budapest. Ein sehenswertes Muss ist zum
Beispiel der Hutladen von Valerie fazekas: http://valeriefazekas.com
Handgemachte Herrenschuhe haben in Budapest bereits eine lange und gut
bekannte Tradition. Ein Schuhladen ist beispielsweise Vass Schuhe: www.vass-cipo.hu

Die Eventuell-Galerie bietet für wenig Geld mit der Möglichkeit zu satten
Rabatten eine Auswahl von Designer-Mode für Sie: www.eventuell.hu

(c) Phillip Duckwitz / + Gourmet Report Recherche

Richtig erfrischt an warmen Tagen

An sommerwarmen Tagen sehnt sich jeder nach einer gelungenen Erfrischung. Regelmäßiges Trinken ist wichtig, hält es doch den Kreislauf in Schwung und kühlt von innen. Doch nicht alles, was flüssig ist, ist ein guter Durstlöscher. Die VERBRAUCHER INITIATIVE informiert über die richtige Auswahl und Menge der Getränke sowie zu ökologischen Aspekten.

Erwachsene sollten bei warmen Temperaturen täglich mindestens zwei Liter trinken, um leistungsfähig bleiben. Auch Kinder, besonders wenn sie draußen toben und spielen, brauchen deutlich mehr Flüssigkeit als an kühlen Tagen. Wirklich erfrischend sind Getränke jedoch nur dann, wenn sie die durstigen Körperzellen schnell mit Wasser versorgen, ohne Kreislauf und Verdauung zu belasten. Empfehlenswert sind ungesüßte, alkohol- und koffeinfreie Getränke, die Zimmertemperatur haben. „Zuckerreiche Limonaden oder Fruchtsaftgetränke machen eher Durst, als dass sie ihn löschen. Alkoholisches entzieht dem Körper Wasser und belastet den Kreislauf ebenso wie größere Mengen koffeinhaltiger Getränke. Und Eisgekühltes regt den Organismus zur Wärmeproduktion an“, erläutert Alexandra Borchard-Becker, Fachreferentin bei der VERBRAUCHER INITIATIVE.

Die idealen Durstlöscher sind Wasser sowie zuckerfreie Kräuter- und Früchtetees. Sie können leicht geschmacklich aufgepeppt werden. Ein kleiner Schuss exotischer Fruchtsaft, einige Scheiben unbehandelter Zitronen, Limetten oder Orangen oder ein paar Minzeblätter geben schlichtem Wasser sommerlichen Pfiff. Auch simple Tees erhalten durch Eiswürfel aus Fruchtsaft oder eisgekühlte Zitrusfruchtscheiben Cocktailcharakter. Eistees aus schwarzem oder grünem Tee haben zudem eine leicht kreislaufanregende Wirkung, liefern aber deutlich weniger Zucker als etwa eine Cola.

Das günstigste und ressourcenfreundlichste Erfrischungsgetränk ist ein großes Glas Leitungswasser, denn abgefülltes Wasser belastet die Umwelt wegen des Transports und der Verpackung. Trinkwasser ist in allen Teilen Deutschlands in guter Qualität zu haben. Schwermetalle oder Verunreinigungen können auftreten, wenn die Wasserleitungen im Haus veraltet sind. Wer sicher gehen will, kann sein Trinkwasser testen lassen, z. B. bei Gesundheitsbehörden. Bei den Getränkeverpackungen schneiden Mehrwegflaschen aus Glas oder PET von Abfüllern aus der Region ökologisch am besten ab. Beachten sollte man, dass „Pfand“ nicht dasselbe ist wie „Mehrweg“. Fehlt der Mehrweg-Hinweis, handelt es sich beim Pfandgut um Einwegware, die nach dem Zurückgeben erst einmal Abfall ist.

Mehr Informationen rund um Wasser, seinen Gesundheitswert und zu ökologischen Aspekten bietet das Themenheft „Wasser & Co.“ Das Heft „Getränke“ informiert über Leitungs- und Mineralwasser sowie über Säfte, Kaffee und Tee. Die beiden 24-seitigen Broschüren können für jeweils 4,00 Euro (inkl. Versand) unter www.verbraucher.com
bestellt bzw. für 2,50 Euro heruntergeladen werden. Hintergrundinformationen zu ökologisch vorteilhaften Getränkeverpackungen finden interessierte Verbraucher unter www.verpackungsbarometer.de

Moscato

Der britische Weinjournalist Robert Joseph hat vor kurzem in seinem Blog The Joseph Report einen Tipp für den Weintrend des Jahres abgegeben: Moscato. Liebliche und leichtere Weine sind international gerade sehr gefragt und führten im vergangenen Jahr zu einem Plus von 66 Prozent in Großbritannien. Auch in den USA und Australien ist Moscato gerade sehr angesagt. Jetzt startet Gallo Moscato auch in Deutschland durch.

Leichte Erfrischung an warmen Tagen
Fruchtbetont, spritzig und leicht: So soll ein leckerer Wein schmecken. Der neue, liebliche Moscato von Gallo Family Vineyards genau die richtige Wahl für Liebhaber leichter Weine. Viele Weintrinker aus aller Welt schätzen seine erfrischende Note mit betont fruchtigen Aromen aus tropischen Früchten, Orangenblüten und Honig. Dank eines geringeren Alkoholgehalts ist Moscato gut gekühlt eine perfekte Erfrischung im Frühling und Sommer.
„Der Moscato ist international gerade sehr angesagt“, so Dirk Schultheis, Senior Marketing Manager E. & J. Gallo Winery. „Der Wein die perfekte Wahl für alle Genießer, die bevorzugt leichte, liebliche Weine trinken.“

Silvester am liebsten am Traumstrand

Böller, Raketen und Champagner. Das ist Silvester. Aber bitte nicht zuhause! Viele Deutsche träumen nämlich davon, fernab der Heimat an einem exotischen Strand auf das neue Jahr anzustoßen. Dies ergibt eine Umfrage des Reiseportals HolidayCheck .de unter seinen Usern zu der Frage, wo sie am liebsten Silvester feiern würden. An der Umfrage nahmen 1556 User teil.

Wintermäntel gegen Bikini und Badehose eintauschen und dann am warmen Meer den Sektkorken knallen lassen. Für 42,7 Prozent aller Befragten ist dies absolut wünschenswert. Weitere 12,3 Prozent träumen ebenfalls von der Ferne, aber dann festlich gekleidet auf einem Silvesterball eines Kreuzfahrtschiffes mitten auf dem Meer. Für eine Tour in eine aufregende Stadt stimmen 11,2 Prozent der User. Am schlechtesten schneidet die Skihütte ab. Im Schneeurlaub mit wilder Party das neue Jahr feiern wollen nur 8,9 Prozent.

Ein Viertel aller Befragten wünscht sich allerdings nichts weniger als Silvester einfach daheim mit Freunden, mit denen angestoßen und geböllert wird.

www.gourmet-report.de/goto/holidaycheck