Schulen sind keine Hotspots! Ansteckung innerhalb der Familie gering!

Kind im Restaurant

Corona-Studie: Immunisierungsgrad geringer als erwartet – Die Medizinische Fakultät der TU Dresden und das Dresdner Universitätsklinikum Carl Gustav Carus haben im Mai 2020 eine Studie zur Verbreitung des SARS-CoV-2-Virus an sächsischen Schulen gestartet.

Kind im Restaurant
Auch er ist kaum eine Gefahr für seine Eltern im Bezug auf Covid19 – „Die Untersuchungsergebnisse liefern Hinweise darauf, dass die Virusübertragung in Familien nicht so dynamisch geschieht, wie bisher angenommen!“
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Christophe Muller, L’Auberge du Pont de Collonges, Collonges au Mont d´Or , Frankreich

Vier Kilometer nördlich von Lyon am Ufer der Saône und in der Nähe der namensgebenden Brücke liegt das
Restaurant L’Auberge du Pont de Collonges – auch Paul Bocuse genannt. Spätestens jetzt ist klar, um welche
Fußstapfen es sich handelt. Sternekoch Christophe Muller gehört seit mehr als 20 Jahren zur L’Auberge du
Pont de Collonges, die im Besitz von Grandseigneur Paul Bocuse ist und seit 1965 kontinuierlich mit drei
Michelin-Sternen ausgezeichnet wird. Kein anderes Restaurant hat das bisher geschafft. Da wundert es nicht,
dass die L’Auberge schon vor Jahrzehnten zur Pilgerstätte von Gourmets aus aller Welt geworden ist.

Die französische „Gourmet-Pilgerstätte“ ist auffällig mit roter, grüner und gelber Farbe bemalt. Durch ein aufgemaltes
Fenster an der Außenfassade blickt die Legende zu seiner Kundschaft. Auf dem Dach thront eine große
Leuchtreklame mit dem Schriftzug „Paul Bocuse“.

Von außen imponiert die Koch-Koryphäe, doch innen schwingt inzwischen ein anderer Sternekoch den Löffel.
Mögen einige aufstrebende Jungköche mit gebändigten langen Haaren und bunten Kochjacken am Herd stehen,
lässt Muller sich nicht beirren und kocht seit jeher in eleganten Smokingschuhen. Professionell, selbstbewusst
und respekteinflößend – der Sternekoch ist die Verkörperung der Kontinuität und ein Chef der alten Schule.

Und das spüren auch seine Gäste. Denen bringt Muller ganz in der Tradition seines Mentors Paul Bocuse die
„Soupe aux Truffes V. G. E.“ auf den Tisch. Der Klassiker ist nach dem damaligen Staatspräsidenten Valéry
Giscard d’Estaing benannt, der Bocuse 1975 zum Ritter der Ehrenlegion ernannte. Mit ihrer charakteristischen
Blätterteighaube und der üppigen Einlage von schwarzen Trüffeln gilt sie unter Gourmets als ultimativer Genuss.

Die Menükarten des Sternerestaurants ziert ein Zitat von Vincent van Gogh, das sich das ehrgeizige Team um
Bocuse auf die Fahne schreibt: „Comme il est difficile d’être simple.“ Diese „Schwierigkeit der Einfachheit“
erleben Gäste bei der gebratenen Stopfleber mit Grapefruit, Polenta und Erbsen. So simpel das Gericht klingen
mag, so sehr kommt es auf jede Kleinigkeit an. Und diese beherrscht Muller bis ins Detail.
Im Jahr 2000 wurde der Executive Chef mit der zeitlosen Auszeichnung Meilleur Ouvrier de France geehrt. Dieser
Titel wird an herausragende Vertreter verschiedenster Handwerke vergeben. Stolz präsentiert der Spitzenkoch
seine Auszeichnung am Kragen seiner Kochjacke. Die dort angebrachten Farben der französischen Flagge repräsentieren
diese prestigeträchtige Anerkennung.

Wer einmal selbst in den Genuss dieses echten französischen Flairs kommen möchte, der hat im Jänner 2017 die
Gelegenheit dazu, wenn Christophe Muller im Restaurant Ikarus im Hangar-7, Salzburg, das Zepter in die Hand nimmt.

Gault Millau 2017 – Mecklenburg-Vorpommern

Von den neun Köchen, die nach dem Geschmack der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern das Niveau erreichen, in dem Kochen zur Kunst wird, stehen sieben in beliebten Reisezielen der Ostsee am Herd. Das beginnt für den Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, bei 15 von 20 möglichen Punkten. Die schaffen im Binnenland nur zwei Restaurants in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017. Die Konzentration an der Küste erklärt der Restaurantführer damit, dass auch in den „übrigen Bundesländern dort am besten gegessen wird, wo das Geld sitzt: in den wirtschaftlichen und touristischen Zentren“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Meck-Pomm hält seit zehn Jahren Ronny Siewert vom Restaurant „Friedrich Franz“ in Bad Doberan-Heiligendamm, weil er nach Ansicht der Kritiker „die feinste Küche des Bundeslandes“ bietet. Sie loben weiterhin: „Obwohl Siewert seine Hauptgerichte im modernen Gewand präsentiert, bleibt das klassisch französische Grundmuster wohltuend erkennbar. So bei der opulenten Lammvariation mit gekräutertem Rücken, Filet im Karottenmantel und Haxenpraline auf weißer Bohnencreme und extraktreichem Lammjus. Oder bei der generösen Vielfalt vom Prime Beef mit getrüffeltem Filet auf Birnencreme, einer mit Farce aus Zunge, Bries und Gänseleber gefüllten Galette sowie einem Ochsenbackenragout, eingefasst und verbunden durch süffigen Sellerie-Trüffel- und pikanten Taleggioschaum.“ Dafür bekommt Siewert, der vor seiner Karriere an der Küste Souschef beim höchstbewerteten Starkoch Helmut Thieltges in Dreis (Südeifel) war, wieder 18 Punkte. Eine höhere Note haben nur 13 Köche in Deutschland. 

Platz 2 hält souverän Daniel Schmidthaler in seinem „kulinarisch stilsicheren und trendbewussten, aber auch familiär und vollkommen ungezwungenen“ Restaurant „Alte Schule Fürstenhagen“ in Feldberger Seenlandschaft mit 17 Punkten. „Ebenso schön angerichtet wie intensiv in den gut ausbalancierten geschmacklichen Details kamen das nur knapp marinierte Maränenfilet mit Flusskrebsen und Sanddorn in der cremigen Sauce oder die Lamminnereien (Leber, Zunge, Herz) mit köstlich glasierter Sellerieknolle, rohem Staudensellerie und Knusper aus Nüssen und Holunderblüten. Hohe vegetarische Raffinesse zeigte sich im kunstvoll variierten und verflochtenen Duett von Kohlrabi und Pfirsich mit einem Hauch von Birke. Immer sorgfältig auf das Grundprodukt abgestimmte Kräuter denke man sich zu jedem Gang dazu.“

Platz 3 teilen sich mit jeweils 16 Punkten, die sie für inspirierte Gerichte erreichen:
Ralf Haug vom Restaurant „Freustil“ in Binz auf Rügen („optimale Geschmacksfülle boten die saftige Königskrabbe im frischen Gurken-Buttermilchsud mit Gurken-Allerlei und Buttermilcheis oder der Rehrücken mit Zwiebelvariationen“),  
Pierre Nippkow von der „Ostseelounge“ in Dierhagen („zeitgeistige Weltoffenheit demonstrieren die in Soja marinierte und dann geflämmte Makrele mit Gurken- oder Tomatengrütze sowie das Flanksteak und Short Rib vom US-Rind mit karamellisiertem Chicorée und Schmorzwiebel, deren Süße elegant von einer herben Kaffeejus aufgefangen wird“),
Matthias Stolze vom Restaurant „Der Butt“ in Rostock-Warnemünde („den Steinbutt begleiten gezupfte Truthahnkeule, schwarze Bohnencreme und Cajun-Aromen, den Rehbockrücken unter einer Kruste aus Wildkräutern und Kirschblüten knackige Pfifferlinge und Sauerteigcreme“).   
         
Die Tester beschreiben und bewerten insgesamt 22 Restaurants in Mecklenburg-Vorpommern. 19 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus. Eine Kochmütze erhalten auch die erstmals bewerteten Küchenchefs Maik Gehrke vom „Heinrich‘s“ in Heringsdorf auf Usedom (14 Punkte) und Marcus Sapion vom „Tenzo“ in Feldberger Seenlandschaft (13 Punkte). Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 €).

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Mecklenburg-Vorpommern
18 Punkte
Friedrich Franz in Bad Doberan-Heiligendamm
17 Punkte
Alte Schule Fürstenhagen in Feldberger Seenlandschaft
16 Punkte
Freustil in Binz/Rügen
Ostseelounge in Dierhagen
Der Butt in Rostock-Warnemünde
15 Punkte
Jagdhaus Heiligendamm in Bad Doberan
Bernstein und Tom Wickboldt in Heringsdorf/Usedom
Ich weiß ein Haus am See in Krakow

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

Talia Bos & Alexander Kochanowski

Eine besondere Urkunde gab es von Almaz Böhm, Schirmherrin der von Karlheinz Böhm aufgebauten Stiftung „Menschen für Menschen“, für zwei junge Menschen aus Meerbusch und Hamburg. Mit der Ernennung zu Botschaftern der Stiftung ehrte die Schirmherrin die 24jährige Talia Bos, Tochter des Delikatessenpapstes Ralf Bos. Außerdem ihren Freund Alexander Kochanowski aus Hamburg. Die Witwe von Karlheinz Böhm bedankte sich vor rund 300 anwesenden Gästen für deren uneigennützige Hilfsbereitschaft zugunsten der seit 30 Jahren tätigen Äthiopienhilfe. „ Ich habe es selten erlebt, dass sich Menschen so vorbildlich anstrengen, um denen zu helfen, die sich nicht selbst helfen können.“, beschrieb sie das Engagement der neuen Botschafter. Damit bezog sie sich insbesondere auf die von den beiden initiierte Aktion „Spitzenwinzer für Äthiopien“.

Die Hilfsaktion des Meerbusch-Hamburger Duos entstand in Anlehnung an das von Ralf Bos gegründete Projekt „Spitzenköche für Afrika“, durch das mit Hilfe individueller Spendenaktionen in deutschen Top-Restaurants schon über 1,2 Millionen Euro für die Äthiopienhilfe gesammelt werden konnten. Sechs Schulen wurden mit dem Geld finanziert, eine siebte ist bereits im Bau. „Ich war einige Male vor Ort, um mir die Projekte anzuschauen und war menschlich zutiefst berührt. Denn diese Kinder haben nichts. Und wenn sie nicht zur Schule gehen können, dann werden sie nicht aus dem Teufelskreislauf von fehlender Bildung und Armut herauskommen.“, erläutert Ralf Bos seinen persönlichen Ehrgeiz, die Stiftung „Menschen für Menschen“ weiterhin zu unterstützen.

Das Engagement ihres Vaters motivierte Talia Bos, Leiterin der Wine & Bar Abteilung von Bos Food, ihren Vater auf einer seiner Reisen nach Äthiopien zu begleiten. Dort wurde die Restaurantfachfrau mit der Armut und Perspektivlosigkeit äthiopischer Kinder konfrontiert. „Mir ging es immer gut. Außerdem konnte ich zur Schule gehen, und mich weiterbilden. Es ist unfair, dass andere Kinder das nicht können, weil entweder das Geld dafür fehlt, oder sie schon im Kindesalter arbeiten müssen.“, beschreibt sie ihre Eindrücke, die sie aktiv werden ließen.

Eine wichtige Unterstützung fand sie in ihrem Freund Alexander Kochanowski, einem gebürtigen Hamburger. Mit ihm zusammen rief sie die Initiative „Spitzenwinzer für Äthiopien“ ins Leben, welche die von Karlheinz Böhm gegründete Stiftung unterstützen soll. „Ich freue mich auf die Herausforderung und möchte dazu beizutragen, dass die Lebensumstände von Menschen in Äthiopien in entscheidender Weise verbessert werden können.“, so der 31jährige diplomierte Wirtschaftsingenieur.

Mit ihrer jetzt auf deutsche Top-Winzer ausgeweiteten Initiative wollen die beiden Spendengelder generieren, mit welchen wichtige Grundlagen für die Verbesserung der Lebensumstände vor Ort erzielt werden sollen. Dabei geht es um die Themen Wasser, Ernährung, Bildung und Gesundheit. Ihr Fokus ist die besonders von Armut geprägte Region Legehida im Hochland von Äthiopien.

Am Freitagabend fand deshalb die erste Spendenparty auf dem Gelände von Bos Food statt. Unter anderem gab es eine Tombola mit Preisen, die von Top-Winzern, wie Markus Schneider, Martin Tesch, Tina Pfaffmann oder Jochen Dreissigacker gestiftet wurden. Talia Bos und Alexander Kochanowski freuten sich dabei über 9.200 Euro, die durch den Losverkauf zustande kamen, und vom Hausherren auf 10.000 Euro aufgerundet, direkt an Almaz Böhm übergeben wurden.

Michael Kammermeier

An den 8. Oktober werden sich die Kinder der Anton-Gruner-Schule in der Lehrstraße 10 in Wiesbaden wohl noch lange erinnern: Michael Kammermeier (37), Küchenchef im Sterne-Restaurant „ENTE“ in Wiesbaden, hat für sie im Rahmen der Initiative „Gesundes Pausenbrot“ leckere und gesunde Pausenbrote geschmiert. Gemeinsam mit seinen 38 kleinen Helfern aus der Schule kreierte der Starkoch viele bunte Pausenbrote. Die Kinder hatten nicht nur viel Spaß beim Belegen ihrer Lieblingsbrote, sie lernten obendrein noch, dass das Pausenbrot eine wichtige Mahlzeit im Schulalltag ist. In diesem Jahr beteiligen sich 350 Schulen mit über 100.000 Schülern an der bundesweiten Kampagne „Gesundes Pausenbrot“ von Kerrygold.

Der Sternekoch zeigte den Grundschülern, dass ein gesundes Pausenbrot nicht nur lecker, sondern auch kinderleicht zu machen ist. „Wir haben die Pflicht unseren Kindern zu zeigen, was richtiges Essen bedeutet“, sagt Michael Kammermeier. Bei einem gesunden Pausenbrot kommt es vor allem auf das Brot selbst an. Ein gutes Brot enthält viele Nährstoffe wie zum Beispiel Mineral- und Ballaststoffe, welche sich vor allem in Roggenmischbroten oder Vollkornbroten befinden. Beispielsweise kann ein gesundes Pausenbrot mit Butter, Käse- oder Wurstprodukten und Gemüsestreifen belegt werden. Dazu kommt noch etwas Obst in die Brotdose – fertig ist das gesunde Frühstück. Lehrerin Annegret Kilian hat den Tag organisiert und zieht ein erfreuliches Fazit: „Die Teilnahme an der Initiative „Gesundes Pausenbrot“ ist wichtig, um den Kindern gesunde Ernährung wieder ein Stück näher zu bringen. Dieses Thema ist ein fester Bestandteil des Sachunterrichts sowie des Schulalltags in der Anton-Gruner-Schule. Ein guter Start in den Tag mit einem gesunden Pausenbrot ist äußerst wichtig, da es die Kinder beispielsweise bei ihrer Konzentration unterstützt“, sagt Annegret Kilian.

Das Ziel der Initiative „Gesundes Pausenbrot“ von Kerrygold ist es, gesunde Ernährung in Schulen wieder in den Fokus zu rücken. Denn laut einer Untersuchung der Universität Bielefeld startet jedes dritte Kind ohne Frühstück in seinen Tag. Kinder brauchen viel Energie um im Schulalltag konzentriert und leistungsfähig zu sein. Diese Energie lässt sich am besten aus gesunden Lebensmitteln gewinnen.

Ein gesundes Pausenbrot eignet sich deshalb hervorragend als Energielieferant für kleine Abc-Schützen. Deshalb engagiert sich Kerrygold schon seit Jahren mit der Kampagne „Gesundes Pausenbrot“ für eine gesunde Ernährung in der Schule. In diesem Jahr beteiligen sich 350 Schulen mit über 100.000 Schülern an der Initiative. Einzelne Schulaktionen werden dabei von prominenten Köchen regional unterstützt.

www.gesundespausenbrot.de

Frühstück und Pausenbrot

Schulkinder sollten jeden Morgen frühstücken, auch wenn es nur eine Kleinigkeit ist. Die erste Tagesmahlzeit zu Hause ist eine wichtige Starthilfe in den Tag. Spätere Snacks in den Schulpausen sorgen beim Nachwuchs für den nötigen Energienachschub, damit sie bis zum Mittag leistungsfähig und körperlich fit sind. „A und O des Schulproviants ist die richtige Kombination von Vollkorn- und Milchprodukten, Obst und Rohkost“, erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Zum Schulstart liefert sie hilfreiche Tipps zu vitamin- und nährstoffhaltigen Zutaten, die auf dem Frühstücksteller daheim und in der Brotbox für die Schulpause nicht fehlen dürfen:
Nicht ohne zu essen und zu trinken auf den Weg machen: Untersuchungen zeigen, dass immer mehr Schulkinder, vor allem die älteren, morgens ohne etwas gegessen zu haben das Haus verlassen. Ein gutes Frühstück erleichtert jedoch den Start in den Schultag. Vorliebe fürs Liegenbleiben und Hektik nach dem Aufstehen sind keine Gründe, um morgens auf die belegte Stulle oder die Getreidekost zu verzichten. Ein schnelles Müsli mit Milch oder Joghurt und etwas Obst bringt einen noch müden Organismus anständig auf Trab. Geht so früh noch nichts runter, füllen ein Glas Milch, eine Tasse Kakao oder eine Mini-Portion Joghurt immerhin ein wenig den Magen.

Fit mit dem richtigen Frühstück: Kinder und Jugendliche, die morgens schon was essen und trinken, sind aufmerksamer und leistungsfähiger und ermüden nicht so schnell. Ein gutes Frühstück sollte deshalb immer Kohlenhydrate, etwa ballaststoffreiche Vollkornprodukte als Brot oder Müsli, sowie Obst und Rohkost enthalten. Optimal werden diese Fitmacher mit ungesüßten oder wenig gesüßten Milchprodukten und einem Getränk ergänzt, zum Beispiel mit ungezuckertem Früchte- oder Kräutertee. Zur Abwechslung kann es auch ein fixer Mix aus Milch, Joghurt, Banane und feinen Haferflocken sein.

Mit guter Planung fängt es an: Um Zeit zu sparen, den Tisch am besten schon abends für den nächsten Morgen decken. Auf den Tisch gehören nur die wichtigsten Lebensmittel, damit nach dem Frühstück nicht so viel abgeräumt werden muss. Auch das Carepaket für die Schule kann am Abend vorher vorbereitet werden und steht dann am anderen Tag zur Mitnahme am besten im Kühlschrank bereit. Wichtig: Mit den Kindern besprechen, was aufs Pausenbrot drauf soll und wie viel davon in die Brotbox hinein soll. Denn sie sollten später in ihrer Schultasche leckere Sachen finden, die sie lieber aufessen statt sie wegzuwerfen. Ideal zur Aufbewahrung und für den Transport sind Frühstücksdosen mit einer Einteilung, damit Brot, Obst und Gemüse nicht durcheinander purzeln. Getränke können in Flaschen und Becher aus Kunststoff mitgenommen werden.

Power-Pausensnacks in der Schule: Auch bei der Zusammensetzung des zweiten Frühstücks in der Schule ist ein Vollkornbrot, belegt mit Frischkäse und Salat in Kombination mit Gurke, Tomate, Möhre oder Obst ein unschlagbarer Energielieferant. Kinder essen Gemüse und Obst besonders gerne in mundgerechten Stücken. War das Frühstück zu Hause bereits üppig, sollte die Pausenjause in der Schule nur ein Zwischensnack sein. Wer morgens jedoch nur wenig oder gar nichts gegessen hat, darf beim zweiten Frühstück in der Klasse gerne mehr in seiner Brotbox finden. Fehlt ein Wasserspender in der Schule, gehört ein ungesüßter oder zuckerarmer Durstlöscher mit in die Schultasche. Dass sich Schüler unterwegs mit Softdrinks, Energy-Drinks oder Sportlergetränken eindecken, ist hingegen nicht zu empfehlen.
Schulkiosk und Mittagessen: Einige Schüler bringen sich das Pausenbrot von Zuhause mit, andere decken sich unterwegs oder in der Schule mit Essbarem und Getränken ein. Ein ansprechender Schulkiosk, in dem eine gesundheitsfördernde und attraktive Pausenverpflegung angeboten wird, ist eine prima Alternative zu Bäckereien, Supermärkten und Fast-Food-Tempeln und erhöht außerdem die Leistungsfähigkeit der Schüler. Um ihrem Kind dies zu garantieren, sollten sich Eltern vor einer Schulanmeldung über das jeweilige Angebot an Mittagsverpflegung informieren. Können Kinder und Jugendliche nicht in der Schule versorgt werden, sollten sich Eltern mit ihren Kindern auf sinnvolle Alternativen verständigen. Ein gemeinsames – auch warmes – Abendessen zu Hause kann das Mittagessen durchaus ersetzen.

Tipps rund um richtiges Essen und Trinken zum Schulstart finden Eltern in dem Ratgeber „Bärenstarke Kinderkost“ – erhältlich für 12,90 Euro in den örtlichen Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW. Adressen und Öffnungszeiten unter www.vz-nrw.de/beratung-vor-ort. Infos zu gesunder Schulverpflegung gibt’s im Internet unter www.schulverpflegung.nrw.de.

Nationalmannschaft der Köche

Top Medaillen-Bilanz für deutsche Teams

Nationalmannschaft holt zwei Goldmedaillen- Jugend erreicht Silber und Bronze -Regionalmannschaften gewinnen ebenfalls Edelmetall
„Was für eine Überraschung!“, freute sich Matthias Kleber, Teammanager der deutschen Nationalmannschaft der Köche, nach dem Doppelgold seiner Mannschaft beim Culinary World Cup in Luxemburg.

„Wir sind ohne Zielvorgabe zur Weltmeisterschaft gefahren und wollten nur feststellen, wo wir mit der neuen Mannschaft stehen“, erklärte er seine Strategie. Schließlich trainierte die Nationalmannschaft in der personellen Zusammensetzung erst seit ein paar Monaten. Einen großen Motivationsschub erhielt das Team, nach dem sie in der Kategorie „Plattenschau“ mit Gold bewertet worden sind. Das Feedback der Juroren und die Spitzenleistung der Patisserie in der kalten Schau brachte weiteren Auftrieb in die Nationalmannschaft. In der Königskategorie „warme Küche“ klappte es dann ebenfalls auf Anhieb und am Ende gab es dort ebenfalls Gold.

Beste Vorbereitungsbedingungen während der WM fand die Mannschaft bei VKD-Kollegen Jörg Linden in seiner Pension Linden in Ayl vor.
Der „Culinary World Cup“ fand bereits Ende November 2014 in Luxemburg statt und wird alle vier Jahre ausgetragen. Weltmeister wurde Singapur.

Deutschland holte Gold mit: Goldforelle Sous Vide, gebratene Coquille Saint- Jacques, marinierte Gelbe Beete, Kressesalat mit Apfel-Nuss-Vinaigrette, Steinbutt-Espuma, gepuffter Wildreis in der Vorspeise, Gebratener Hirschkalbsrücken, geschmorte Rinder-Skirts, Stopfleberpraline, Kürbis in Pickelfond, Pilz-Wurzelgemüse-Schnitte in der Hauptspeise und Erdnussmousse, Dulce de leche, Kalamansi Creme, Vanille-Orangen, Haselnuss-Schwamm, Orangenkuchen, Canache von Caribé, Orangen-Buttermilch-Eis, Crumble im Dessert.

Die deutsche Nationalmannschaft der Köche setzt sich aus Spitzenköchen des Landes zusammen: Matthias Kleber, Küchenchef im Seehotel Fontane Neuruppin; Tobias Laabs, Privatkoch beim Drei-Sterne-General der Bundeswehr in der Arnulf Kaserne; Oliver Rickmer von Zobeltitz arbeitet bei Kofler & Kompanie GmbH im Deutschen Historischen Museum, Berlin, Thorben Grübnau, Restaurant Sasso, Oldenburg; Christoph Bartel, Restaurant Alte Schule Fürstenhagen; Yvonne Kollmann; Restaurant Peterchens Mondfahrt, Gersfeld; Pâtissière Sibylle Langner, Café Wessinger, Neu-Isenburg und Patissier Johannes Funtsch, 
Hotel Fire & Ice, Allrounder Mountain Resort Neuss.

Mit der Hoffnung auf Gold ist die deutsche Jugendnationalmannschaft nach Luxemburg gereist. Schließlich galten sie nach ihren Siegen in Costa Rica und Moskau als heimliche Favoriten. Während des Probekochens im Trainingscamp der Jugend im Schulungszentrum bei Nestlé Professional in Frankfurt klappte das Weltmeistermenü problemlos. In der Vorspeise bereiteten sie Gebratenes Rotbarbenfilet/Rotbarbenkrokette/
Nussbutterschaum, Rote-Bete-Mousse/glasierte Rüben/Fenchel-Orangensalat, Brioche/Buttercremen und in der Hauptspeise Variation von Jungschwein/Malzsoße, Schwarzwurzel/Rosenkohlpüree, Spitzkohlmaultasche/Buchweizen/Speck zu. Das Dessert bestand aus einem mehrzackigen Stern aus Kürbisschnitte/Knuspernougat/Sanddorneis, Mandarinensauce. In der Nervosität des Wettkampfes blieb die Geschmackskomponente hinter den Erwartungen und brachte dem Team eine Bronzemedaille. Mehr Erfolg hatten die Nachwuchstalente in der Kategorie „Plattenschau“ und holten dort Silber. Die Exponate überzeugten die strenge Jury und die Tischdekoration aus beleuchteten Buchstaben war an dem Ausstellungstag ein Publikumsmagnet.

Beste Vorbereitungsbedingungen fand die Jugend im Europäischen Berufsbildungswerk Bitburg vor. Küchenleiter und Top Ausbilder Uwe Fusenig stand dem Team rund um die Uhr zur Seite.
Die deutsche Jugendnationalmannschaft besteht aus den besten Jungköchen Deutschlands: Teamkapitän Marianus von Hörsten, zuletzt Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, Hamburg; Mirco Ebers, Maritim-Seehotel Timmendorfer Strand; Lukas Berninger, Hotel Hessischer Hof, Frankfurt; Oscar Fischer, Palmengarten-Gastronomie Lafleur, Frankfurt; Nils Tumbrink, Jagdhaus Wiedehage, Haselünne; Max Dolge, Kempinski Hotel Gravenbruch, Frankfurt; Selina Brandauer, Brenner’s Parkhotel, Baden Baden; Jan Semmelhack, zuletzt Grand Kameha Bonn; Jennifer Burton, Patissière: Dallmayr München. Teammanager und Teamtrainer sind Markus Wolf und René Weiser, Berufsschullehrer an der Bergiusschule Frankfurt bzw. an der Beruflichen Schule des Wetteraukreises Butzbach.

Ein großer Erfolg war die Weltmeisterschaft in Luxemburg auch für die Regionalteams im VKD. Mit einer Goldmedaille im Gepäck fuhren die Mannschaften aus Niedersachsen und die Meistervereinigung Baden-Württemberg heim. Silber holte Berlin-Brandenburg und Bronze gewannen Garde Culinaria aus Köln und die Kochnationalmannschaft der Bundeswehr. Das Bundeswehrteam holte außerdem im Gemeinschaftswettbewerb eine Silbermedaille.

VKD-Präsident Andreas Becker ist mit dem Erfolg der deutschen Mannschaften sehr zufrieden und ist sich sicher, dass die Teams die nächsten Monate nutzen werden um sich auf die IKA/Olympiade der Köche in Erfurt 2016 vorzubereiten.

www.vkd.com

Tim Mälzers Schulkoch Wettbewerb

Die Finalisten des IN FORM- Wettbewerbs stehen fest – Bundesminister Schmidt: KLASSE KOCHEN! bringt Ernährung in die Töpfe und Köpfe
 
Der IN FORM- Wettbewerb KLASSE, KOCHEN! geht in die finale Runde. Seit März 2014 waren Schulen in ganz Deutschland aufgerufen, kreative Konzepte zum diesjährigen Motto „Mit der Küche um die Welt – Internationale Speisen“ einzureichen. Nun stehen die 25 Schulen fest, die es ins Finale geschafft haben. Sie müssen noch bis Dezember zittern: Erst dann gibt die Jury die zehn Gewinner bekannt. Damit die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen in die Praxis umsetzen können, werden die Gewinner mit einer neuen hochwertigen Übungsküche für die Schule belohnt.
 
„Wir müssen das Einmaleins der Ernährung und die Wertschätzung für unsere Lebensmittel immer wieder aufs Neue vermitteln. Hierzu ist KLASSE, KOCHEN! ein klasse Wettbewerb, der dazu beiträgt, dass Ernährung nicht nur in den Töpfen der Schulküche, sondern auch in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler verankert wird“, sagte Bundesernährungsminister Christian Schmidt in Berlin. Seit 2009 gibt es den Wettbewerb, gestartet vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung, Tim Mälzer und Küchenhersteller Nolte. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Spaß am selber Kochen und damit mehr Wissen in Ernährungsfragen zu vermitteln.
 
„Die Qualität der eingesendeten Beiträge war auch in diesem Jahr erneut unglaublich hoch. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit ihrer Kreativität wieder einmal selbst übertroffen. Bei so vielen tollen Teilnehmern haben wir in der Jury die Qual der Wahl“, stellte Tim Mälzer fest. In der Endrunde müssen die Bewerber nun genau beschreiben, mit welchen konkreten Maßnahmen sie die Themen Ernährung und Kochen im Schulalltag umsetzen wollen. „Sich selbst an Herd und Topf zu stellen, ist die beste Lernerfahrung. Die vielen originellen Einsendungen – von eigens erfundenen Comics bis aufwändig entwickelten Spielen – zeigen, wie das Thema Ernährung auf kreative Weise in der Schule stattfinden kann,“ so Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Gefragt wird auch danach, wie genau die Schule die schöne Übungsküche nutzen wollen, die es zu gewinnen gilt. „Die vielen  Wettbewerbsbeiträge beweisen, dass Kochen unter den Schülerinnen und Schülern offensichtlich ein echtes Trendthema ist“, resümiert Andreas Kuipers, Geschäftsführer von Nolte Küchen.
 
Alle Teilnehmer, die es dieses Mal nicht in die Finalrunde geschafft haben, können im Frühjahr 2015 nochmal ihr Glück versuchen, denn dann startet eine neue Wettbewerbsrunde.
 
Diese 25 Schulen sind im diesjährigen Finale von KLASSE, KOCHEN!:
§  Gymnasium Friedrich der Zweite  Lorch, Baden-Württemberg
§  Johannes-Gaiser-Realschule Baiersbronn, Baden-Württemberg
§  Realschule Tettnang, Baden-Württemberg
§  Werkrealschule Villingendorf, Baden-Württemberg
§  Grundschule Taufkirchen / Vils, Bayern
§  Mönchberg-Volksschule Würzburg, Bayern
§  Pestalozzischule Erlangen, Bayern
§  Schulfarm Insel Scharfenberg, Berlin
§  Archimedes Grundschule Forst, Brandenburg
§  Rosa-Luxemburg-Schule Potsdam, Brandenburg
§  Oberschule a. d. Schaumburger Straße, Bremen
§  Friedrich-Fröbel-Schule Viernheim, Hessen
§  Laubach-Kolleg der EKHN, Hessen
§  Fritz-Reuter-Grundschule Crivitz, Mecklenburg-Vorpommern
§  Richard-Wossidlo-GymnasiumRibnitz-Damgarten,Mecklenburg-Vorpommern
§  Leonardo da Vinci Gesamtschule Hückelhoven, Nordrhein-Westfalen
§  Liebfrauenschule Bonn, Nordrhein-Westfalen
§  Martin-Niemöller-Gesamtschule Bielefeld, Nordrhein-Westfalen
§  Freiherr-von-Stein-Realschule Plus Bernkastel-Kues, Rheinland-Pfalz
§  IGS Gerhard Ertl Sprendlingen, Rheinland-Pfalz
§  Mannlich-Realschule Plus Zweibrücken, Rheinland-Pfalz
§  Rudi Stephan Gymnasium Worms, Rheinland-Pfalz
§  Comenius-Schule Mücka, Sachsen
§  Grundschule Clara Schumann Leipzig, Sachsen
§  Grundschule Max Rennau Sayda, Sachsen
 
 www.klasse- kochen.de

Armut als Ernährungsrisiko

Armut bedingt soziale Ungleichheit und Ausgrenzung – und das oft
ein Leben lang. Kinder aus sozial schwachen Familien sind schlechter
ernährt, häufiger übergewichtig und körperlich weniger aktiv.
Erwachsene leiden vielfach unter chronischen Krankheiten. In
sozioökonomisch benachteiligten Regionen ist das Risiko für Diabetes
mellitus Typ 2 um rund 20 % und für Adipositas um fast 30 % höher als
in den am wenigsten benachteiligten Regionen. Dies zeigt eine Analyse von
Daten der telefonischen Gesundheitsbefragung GEDA des Helmholtz Zentrums
München und des Robert Koch-Instituts in Berlin. Welche Hilfen brauchen in
Armut lebende Familien? Und welche Rolle spielt die Ernährung?

Die Sektion Baden-Württemberg der Deutschen Gesellschaft für Ernährung
e V. (DGE) veranstaltet ihre diesjährige Ernährungsfachtagung zum Thema
„Armut als Ernährungsrisiko”. Mediziner, Ernährungs- und
Sozialwissenschaftler informieren über Ausmaß, Ursachen und Folgen von
Armut in Deutschland sowie über das Ernährungsverhalten von sozial
Benachteiligten. Sie zeigen Möglichkeiten auf, wie Ernährungsfachkräfte,
Gesundheitsberater sowie Lehr- und Beratungskräfte Zugang zu Betroffenen
bekommen und welche Konzepte zur Verbesserung der Lebenslage greifen. Eine
besondere Chance stellt dabei die Ernährungsbildung und Verpflegung in
Kindertagesstätte und Schule dar.

Die 21. Ernährungsfachtagung findet am 11. September 2014 von 9.00 bis
17.00 Uhr an der Universität Hohenheim statt. Die Kosten betragen
35,00 EUR, 25,00 EUR für DGE-Mitglieder, 15,00 EUR für Schüler und
bestimmte Organisationen. Für Studierende der Universität Hohenheim ist
die Teilnahme kostenfrei. Die Anmeldung erfolgt über die Homepage der
Sektion Baden-Württemberg unter http://www.dge-bw.de. Weitere Auskünfte
gibt die Geschäftsstelle der Sektion, Prof. Peter Grimm, Schelztorstraße
22, 73728 Esslingen, Tel. 0711 469959-10, E-Mail: mailto:zentrale@dge-bw.de

Kochen mit Wildkräutern im Bayerischen Wald

Für die einen unerwünschte Gartengäste, für die anderen köstliche Zutaten in Suppen und Salaten: An Wildkräutern scheiden sich die Geister. Dabei sind Brennesel, Löwenzahl, Giersch oder Gundermann wahre Vitaminbomben und Gesundmacher. So regelt Löwenzahn u.a. die Verdauung, hilft bei Rheuma und löst Nierensteine auf. Außerdem enthält er bis zu 40 Mal mehr Vitamin A als Kopfsalat. Wie man Wildkräuter zu leckeren Gerichten verarbeitet, zeigt ein Wildkräuter-Kochkurs im Natur- und Wohlfühlhotel Brunner Hof in Arnschwang im Bayerischen Wald. Der Kurs ist in der Pauschale „Wildkräuter Wohlfühltage“ zum Preis ab 379 Euro pro Person enthalten. Weitere Leistungen des Arrangements sind fünf Übernachtungen mit Brunner Hof Wohlfühlpension, ein Fünf-Gang Wildkräutermenü, eine Führung durch hauseigenen Wildkräutergarten und viele Wellness-Extras wie ein Kräuter-Sprudelbad in der Venuswanne. Informationen und Buchung: Natur-Wohlfühlhotel Brunner Hof, Kirchgasse 13, 93473 Arnschwang, Tel. 09977 257, Fax 09977 8356, info@brunner-hof.de, www.brunner-hof.de.

Kochen mit leckeren Zutaten aus der Speisekammer der Natur: Kräuter-Kochschule „Grünes Gut“ im Oberpfälzer Wald
Mit der Kräuter-Kochschule „Grünes Gut“ in Pullenried bei Oberviechtach hat sich der Koch-Profi Andreas Meier einen Wunsch erfüllt: Kochen mit Wildkräutern im Oberpfälzer Wald. Die Umgebung um Pullenried ist eine wahre Fundgrube für Kräuterhungrige und die Speisekammer der Kochschule. Bei einer gemeinsamen Kräuterwanderung werden die grünen Zutaten zunächst frisch gesammelt und im Kochkurs verarbeitet, anschließend steht eine gemeinsame Verkostung auf dem Programm. Die Kräuter-Kochkurse sind sehr beliebt, um rechtzeitige Buchung wird gebeten. Unterkünfte in Oberviechtach und Umgebung findet man auf www.oberpfaelzerwald.de. Informationen: Grünes Gut, Pullenried 58, 92526 Oberviechtach, Tel. 09677 9141 659, Fax 09677 9141 730, info@gruenes-gut.de, www.gruenes-gut.de.

„Kräuter-Tischlein deck dich“:
Kräuter-Seminare und Exkursionen in und um Bad Birnbach
Von April bis Oktober führt Gisela Sebele kulinarisch und botanisch Interessierte in die Geheimnisse der Wildkräuter ein. Ob bei Exkursionen oder in Seminaren, das Ziel ist dasselbe: Kräuter-, Heil- und Gewürzpflanzen in ihrer Wildheit und Vitalität entdecken. Einmal im Monat führt die Natur- und Landschaftsführerin zudem durch den Duft- und Heilkräutergarten in Bayerbach bei Bad Birnbach und stellt jeweils ein Wildkraut in den Mittelpunkt. Selbstgemachte Kostproben wie Obstsalat mit Veilchen, Thymiankekse oder Rosentaler sind eine schmackhafte Brücke zwischen Theorie und Praxis. Zusätzlich bietet Gisela Sebele Kräuterwanderungen im Bad Birnbacher Bauerngarten an sowie Kräuter-Entdeckungstouren für Kinder. Mehr Informationen zu Gisela Sebele und Termine: Gisela Sebele, Bachweg 1, 94137 Bayerbach, Tel. 08532 2686, Fax 08532 921837, G.Sebele@t-online.de, www.rottaler-heilkraeuter.de. Tipp: Der Kurort Bad Birnbach verfügt über eine exzellente Therme und traumhafte Radwege in der Umgebung. Urlaubstipps und Unterkünfte in allen Kategorien findet man im Internet unter www.badbirnbach.de .

Für alles ist ein Kraut gewachsen: Pflanzenkraft und Thermalawasser – Kräuterführungen in Bad Füssing
Kräuter bringen nicht nur Farbe und Aroma auf den Teller, sie sind auch wertvolle Stärkungsmittel und kommen seit Jahrtausenden in der Heilkunde zum Einsatz. Und so dürfen sie natürlich nicht fehlen in den weitläufigen Parkanlagen Bad Füssings, Europas Spitzenreiter unter den Heil- und Themalbädern. Regelmäßig führt die Kräuterpädagogin Ursula Wieser durch den Kräutergarten des Bad Füssinger Kurparks und erklärt dabei den Einsatz von Frauenmantel, Labkraut, Johanniskraut und Co. in der Küche und Hausapotheke. Die einstündigen Führungen kosten vier Euro pro Person, nächste Termine sind 5./12./19./26. Juli. Informationen und Tickets gibt es beim TicketService Bad Füssing, Kurallee 15, 94072 Bad Füssing, Tel. 08531 975 522, ticket@badfuessing.de, www.bad-fuessing.de.

Blumenstraußsalat und Gierschlimonade:
Kochkurse und Kräuter-Exkursionen mit der Un-Kräuter-Schule
Marinierter Briekäse mit Dost und Pfefferminze, gebackene Wiesen-Bärenklaustengel, Gundermann-Konfekt oder ein Blumenstraußsalat mit Gierschlimonade – so köstlich und vielseitig ist die Wildkräuter-Küche. Doch wie sehen Wildkräuter aus? Welche Wildkräuter passen zu welchem Gericht? Ein Tipp für Kräuter-Neulinge und schon erfahrene Kräuter-Köche, die ihr Wissen auffrischen möchten, sind die Exkursionen der Un-Kräuter-Schule aus Cham. Die Un-Kräuter-Schule ist eine Interessensgemeinschaft geschulter und geprüfter Kräuterpädagogen, die in Ostbayern und Franken das ganze Jahr über Workshops, Kräuterwanderungen und Kochkurse anbieten. Die angebotenen Themen sind dabei so vielfältig wie die Kräuterwelt selbst, alleine im Juli finden rund 30 Termine in Niederbayern und der Oberpfalz statt. Besonders spannend: Schafe melken und Käse herstellen – Wildkräuter kennen lernen am 5. Juli in Vilsbiburg bei Landshut, Kräuterführung mit grünen Köstlichkeiten der Geißkopfhütte am 11. Juli in Bischofsmais, Mit Kräutern den Alltag würzen am 18. Juli in Tiefenbach bei Passau, Zauberhafte Sommerkräuter am 26. Juli in Hengersberg bei Deggendorf. Die Teilnahme an den Kursen lässt sich wunderbar mit Urlaub beispielsweise im Bayerischen Wald verbinden, hier laden zahlreiche Wander- und Radwege, der Nationalpark Bayerischer Wald und Veranstaltungen wie die Landesgartenschau in Deggendorf auch zum längeren Aufenthalt ein. Unterkünfte in allen Preis- und Sternekategorien findet man unter www.bayerischer-wald.de und www.ostbayern-tourismus.de. Informationen und Termine: IG Kräuterpädagogen, Schleinkoferstrasse 10, 93413 Cham, Tel. 09971 485 209, info@unkraeuterschule.de, www.unkraeuterschule.de