Gault Millau 2017 – Schleswig-Holstein

Gleich fünf Köche zwischen Nord- und Ostsee versetzt die jetzt erscheinende Deutschlandausgabe 2017 der französischen Gourmet-Bibel Gault&Millau in die Klasse, in der nach ihrem Verständnis Kochen zur Kunst wird. Sie erhalten in dem Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, jeweils 15 von 20 möglichen Punkten für ambitionierte Küche und inspirierte Gerichte:
Mathias Apelt vom „Ahlmanns“ in Kiel: „Die im Kieler Fördewasser gezüchtete Garnele (als Tatar und gebraten) lebt vom stimmigen Zusammenspiel von Säure (Grapefruit und Granatapfel), der Bitternis des Chicorées und der feinen Süße weißer Schokolade.“
 René Dittrich vom „Alt-Wyk“ in Wyk auf Föhr: „Sein Hummer auf schmackhafter kleiner Paella hat den nötigen Biss und das im Ofen gegarte dry aged Entrecôte auf jungem Gemüse überzeugt mit exquisiter Fleischqualität.“
 Nico Mordhorst  vom „Bärenkrug“ in Molfsee bei Kiel: „Zwischen den Hausklassikern wie Steaktopf mit Hollandaise oder Kieler Butt mit Speckstippe finden Gourmets rosa gebratene Geflügelleber auf Radicchiokompott oder auf der Haut gebratenes Meeräschenfilet mit Rahmspitzkohl und famosem Blutwurstragout.“
Oliver Pfahler vom „Balthazar“ in Lübeck-Travemünde: „Perfekt gegartem Seeteufel, dem rote Zwiebeln und Speckhaut die rechte Würze geben, verleiht Gänseleberasche die bei Norddeutschen sehr beliebte süßliche Note.“
Christopher Schlang vom „Bootshaus“ in Weissenhaus bei Wangels an der Ostsee: „Gewitzt die Neuinterpretation vom Vitello tonnato mit rohem Thunfisch an Sojamarinade und Erdnuss-Kaperncreme zum Kalbfleisch.“

Ein glanzvolles Comeback feiert Christian Scharrer, der 2014 aus dem Lübecker „Buddenbrooks“ nach Ascona (Tessin) gewechselt war und im Frühjahr 2016 nach Schleswig-Holstein zurückkehrte. Er beeindruckt seither im „Courtier“, dem Gourmetrefugium des Weissenhaus-„Grand Village Resort & Spa“, mit „feinsinnig abgestimmten Kompositionen voller Lebensfreude und extrem tiefgründigen Saucen“. Seine „schlicht ‚Krabben‘ genannte opulente Vorspeise bietet eine meeresfrische Inszenierung aus Königskrabbenfleisch, Taschenkrebstatar, Garnele und Carabinero-Carpaccio und der wohldosierten Säure von Zitrusfrüchten. Das saftige Seezungenfilet umgibt er mit Passepierre-Algen, Muscheln sowie kleinen Tintenfischen und definiert dazu gekonnt das Thema Bouillabaisse als Sud, Creme und Rouille-Sand“. Für solche Gerichte bekam er wieder 18 Punkte, die er schon in Lübeck hatte.
Er steht damit gemeinsam mit Holger Bodendorf vom Restaurant „Bodendorf‘s“ in Tinnum auf Sylt und Dirk Luther von der „Meierei“ in Glücksburg auf Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau im nördlichsten Bundesland. Bei Bodendorf bestaunen die Kritiker die Variationsfreude: „Die Vorspeise ‚Tuna & Gartengurke‘ bietet den Fisch als saftiges Tatar, in Szechuanpfeffer mariniert und kurz angebraten und das grüne Gemüse als Sorbet, Drops, Gel, eingelegt und gebraten (dass er die Gurke als Cornichon und Gesichtsmaske weglässt, wird ihm hoffentlich keine Gästekritik eintragen). Das Ganze umrahmt und verbindet ein eleganter Galgantschaum.“ Bei Luther loben die Tester: „Allerbeste Produktqualität zeichnet auch die perfekt gegarte Brust und Keule der Taube aus, die mit elegantem Selleriepüree, Schalotten, dicken Bohnen und einem glänzenden Taubenjus angerichtet ist.“ Die 18 Punkte, die sich das Spitzentrio erkochte, stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”. Eine höhere Note haben nur 13 Köche in Deutschland.

Platz 2 teilen sich mit je 17 Punkten
Johannes King vom „Söl’ring Hof“ in Rantum auf Sylt: „Sein Küchenkonzept setzt auf regionale Produkte, was hier kein Lippenbekenntnis, sondern durch den eigenen Bauernhof in Morsum, den eigenen Angelkutter und die Mitgliedschaft in der Feinheimisch-Vereinigung manifestiert ist. in bestechender Qualität kommt die überbordende Vorspeise ‚Von Hörnum nach List‘ mit Sylter Royal Auster, Tatar und mariniertem Filetstück von der Makrele mit Räucherfischparfait in Apfel-Holunder-Vinaigrette, gratinierten Miesmuscheln mit klein gewürfeltem Katenschinken und Wattschnecken in Kräutercreme.“
Lutz Niemann von der „Orangerie“ im „Maritim Seehotel“ in Timmendorfer Strand: „Was man auch nimmt, stets genießt man Niemanns Stärken, besten Produkten das letzte Quäntchen an Geschmackstiefe abzugewinnen und klassisch französische Küche mit zeitgemäß leichten Elementen zu verbinden. Die Riesengarnele lässt er als Carpaccio, Croustillant und knackig gebraten nach Kalamansisäure und Ingwer duften.“
Jens Rittmeyer vom „Kai 3“ in Hörnum/Sylt: „In seiner fantasievollen Gemüse- und Kräuterküche beeindruckt zur Augenweide von Erbse, Zuckerschote und Kohlrabi eine weiße Eisenkrautsauce, und im Finale verblüffen als ‚Hörnumer Knabbereien‘ Cassissorbet, Eis vom Holz des Johannisbeerstrauches und getrocknetes Johannisbeerblatt“. Rittmeyer verlässt Sylt Anfang 2017.

Ihre 16 Punkte aus dem Vorjahr verteidigten souverän
Jörg Müller vom „JM“ in Westerland/Sylt, der „unbeirrt von allen Moden an seinem konsequenten Qualitätsanspruch festhält: hochwertige Frischprodukte, klassisches Kochkunsthandwerk, harmonische Geschmacksfülle“;
Ulrich Person vom „Stadt Hamburg“ in Westerland/Sylt, der „phantasievoll vom Sylter Lamm saftiges Carré, rosa gebratenen Rücken, kernige Bratwurst, geschmorte Schulter und würziges Hacksteak auf schmackhaftem Basilikum-Hummus und Poweraden bietet“;
Dirk Seiger vom „Buddenbrooks“ in Lübeck-Travemünde, der „in seiner Freude an Mediterranem den Carabinero mit Romanasalat, Feta-Käse, Datteltomate, Oliven und französisch-kräftigem Krustentiersud anrichtet“.

Dass in Schleswig-Holstein nicht nur vortrefflich gekocht, sondern auch gastfreundlich bewirtet wird, demonstriert die Ehrung von Frank Nagel vom „Grand Village Resort & Spa“ in Weissenhaus als „Hotelier des Jahres“, weil „für den Entdecker und Förderer kulinarischer Talente die Spitzengastronomie nicht nur elementarer Baustein erfolgreicher Hotelkonzepte, sondern auch persönliche Leidenschaft ist“.
Die Tester beschreiben und bewerten insgesamt 35 Restaurants in Schleswig-Holstein. 30 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus. Je 7 Lokale wurden höher bewertet oder abserviert.

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Schleswig-Holstein
18 Punkte
Meierei in Glücksburg
Bodendorf’s in Tinnum/Sylt
* Courtier in Weissenhaus
17 Punkte
Kai 3 in Hörnum/Sylt
Söl’ring Hof in Rantum/Sylt
Orangerie in Timmendorfer Strand
16 Punkte
Buddenbrooks in Lübeck
JM und Stadt Hamburg in Westerland/Sylt

15 Punkte
*Alt-Wyk in Wyk auf Föhr
San Lorenzo in Glinde
*Ahlmanns und *Bärenkrug in Kiel
*Balthazar und Wullenwever in Lübeck
Privileg im Historischen Krug in Oeversee
1797 in Panker
Diva in Scharbeutz
*Bootshaus in Weissenhaus

*Newcomer  

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319679138124/?type=3
Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319673603124/?type=3

Hagebutte

Ein Herbsthighlight für die Küche

Im Herbst entdeckt man als Spaziergänger an wilden Hecken und Sträuchern Hagebutten. Die purpurroten Früchte haben ein feinsäuerliches Aroma und schmecken nicht nur im Tee. Das Mark wird als Zutat für Suppen, pikante Soßen zu Wild, Muffins, Kuchen und Desserts verwendet. In der Konfitüre lässt sich das Wildobst mit Äpfeln, Orangen und der Kornelkirsche sehr gut kombinieren. Eine herbstliche Delikatesse ist Hagebutten-Chutney mit Feigen und Quitten. Für Hagebutten-Essig werden die Früchte leicht angestoßen, mit Kräutern wie Thymian in eine Flasche gegeben und mit Weinessig übergossen. Die Flasche verschließen, vier bis sechs Wochen an einem hellen Ort lagern und alle zwei bis drei Tage schütteln. Anschließend kann man den Essig durch ein feines Tuch filtern und zu fruchtigen Salaten genießen.

Als Hagebutte bezeichnet man die Früchte verschiedener Wildrosenarten wie die Kartoffelrose ( Rosa rugosa ) und Hundsrose ( Rosa canina ). In Süddeutschland wird sie auch „Hiffe“ genannt. Das Wildobst ist reif, wenn die Schale auf leichten Fingerdruck etwas nachgibt und sich die Früchte leicht pflücken lassen. Je nach Rosenart und Reifegrad enthalten sie zwischen 0,4 und 5 Gramm Vitamin C pro 100 Gramm. Weitere wertvolle Inhaltsstoffe sind B-Vitamine, Provitamin A und Mineralstoffe wie Eisen, Magnesium und Natrium. Der rote Pflanzenfarbstoff Lycopin gehört zu den Antioxidanzien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen. Die Hagebutte stärkt die Abwehrkräfte und soll unterstützend bei nervösem Magen sowie Harnwegserkrankungen wirken.

Die Verarbeitung ist aber ein wenig aufwändig. Es müssen Blütenansatz, Stiel und die im Inneren der Fruchtkapsel sitzenden Samen (Nüsschen) mit ihren Härchen entfernt werden. Denn die Härchen reizen Haut und Schleimhäute, sodass beim Entkernen am besten Handschuhe getragen werden. Viele kennen dieses „Juckpulver“ aus der Kindheit. Man kann sich das Entkernen aber sparen, indem man die Früchte in wenig Wasser für 20 Minuten köchelt und durch ein feines Passiersieb streicht. Ein Schuss Zitronensaft erhöht die Haltbarkeit. Zum Rohverzehr sind Hagebutten nicht geeignet.
Heike Kreutz, www.aid.de

Konstantin Elser

Den Spuren eines Kochprofis können kulinarisch interessierte USA-Urlauber mit CANUSA TOURISTIK folgen: Der Nordamerika-Spezialist hat die neue Autorundreise „Kalifornien vegan erleben“ aufgelegt, die vom Hamburger Vegan-Koch und Küchenchef Konstantin Elser exklusiv für CANUSA entwickelt wurde. Der 16-tägige Roadtrip ist mit Frühbucherrabatt bereits ab 799 Euro pro Person buchbar.

Ganze 42 Vegan-Restaurants in Kalifornien unterzog Konstantin Elser, Inhaber und Küchenchef des Hamburger Restaurants „The Vegan Eagle“, im Frühjahr 2015 einem kritischen Test. Mit Unterstützung von CANUSA TOURISTIK und Visit California reiste der Vegan-Experte quer durch den Bundesstaat und erkundete die Geburtsstätte der veganen Küche in den USA.

Seine Erfahrungen mündeten nun in ein außergewöhnliches Reise-Angebot: Auf der 16-tägigen CANUSA-Rundreise „Kalifornien vegan erleben“ können Urlauber nicht nur zahlreiche touristische Sehenswürdigkeiten wie zum Beispiel den imposanten Yosemite National Park erkunden, sondern auch kulinarische Entdeckungen machen. Von San Francisco bis nach Santa Rosa lernen sie die besten veganen Restaurants Kaliforniens kennen. Ob Multi-Kulti-Gerichte im „Herbivore“ von San Francisco, Spa Cuisine im Alchemy Café von Santa Barbara oder das rein vegetarisch-vegane Buffet im „Gaias Garden“ von Santa Rosa – mit den Empfehlungen von Konstantin Elser wird die Kalifornien-Reise zum veganen Hochgenuss.

Seine Restaurant-Tipps finden sich zusammen mit einer interaktiven Restaurant-Karte auch auf www.canusa.de/restaurant-tipps.html.

In kurzweiligen Videofilmen stellt Konstantin Elser auf der CANUSA-Webseite zudem seine Eindrücke zu den Städten und Lokalen vor, die er im Frühjahr 2015 auf seiner kulinarischen Erkundungstour bereist hat.

Die neue CANUSA-Rundreise „Kalifornien vegan erleben“ wird für den Reisezeitraum 1. April bis 31. Oktober 2016 zum aktuellen Frühbucherpreis ab 799 Euro pro Person angeboten. Enthalten sind unter anderem 15 Übernachtungen, 16 Tage Mietwagen von Alamo, unbegrenzte Freimeilen, die erste Tankfüllung, Steuern sowie ein umfangreicher Versicherungsschutz.

www.canusa.de/specials/kalifornien-vegan-erleben0.html

Sylt

Sylt bleibt Deutschlands Genussinsel Nummer eins. Das geht aus den aktuellen Bewertungen des „Guide Michelin“ hervor, der erneut Spitzen-Restaurants in Deutschland ausgezeichnet hat. Für das Jahr 2014 verleiht der Restaurantführer insgesamt neun Sterne an fünf Sylter Küchenchefs. Und auch der „Gault Millau“ erteilt den Sylter Gastronomen erneut Bestnoten. Und dennoch: Das kulinarische Selbstverständnis der Insel verbindet großartige Küche längst nicht mehr zwangsweise mit einem „Sternzeichen“. Im Gegenteil: Durchweg von Klasse, lautet das Motto.

Drei mal zwei, daran ändert sich auch in diesem Jahr nichts: Mit Johannes King vom „Söl’ring Hof“ (Rantum), Alexandro Pape vom „Fährhaus“ (Munkmarsch) und Sebstian Zier vom „La Mer“ (List) wartet die Genussinsel Sylt auch weiterhin mit drei Zwei-Sterne-Restaurants auf. Alle drei Küchenchefs erhielten zudem auch vom Restaurantführer „Gault Millau“ erneut Spitzenbewertungen: jeweils 17 von 20 möglichen Punkten – wobei 20 Punkte grundsätzlich nicht vergeben werden. Allerdings: Im „La Mer“ im Hotel „Grand Spa A-Rosa“ in List hat Küchenchef Sebastian Zier zwar seine zwei Sterne verteidigt, doch wird das Restaurant Anfang 2015 geschlossen. Man freue sich zwar über die neuerliche Auszeichnung, aber diese Art hochwertiger Gourmetgastronomie rechne sich nicht für das Ferienhotel, heißt es aus der A-Rosa-Gruppe.

Das zweite Restaurant im A-Rosa jedoch, das „Spices“, bleibt bestehen – und behält seinen Stern und bekommt 15 Punkte. Und das trotz des Ausscheidens von Küchenchefin Sarah Henkel. Ihr Nachfolger Patrick Büchel, geborener Hamburger mit Wurzeln in Singapur, führt seit vergangenem Frühjahr die asiatisch inspirierte Küche der Koreanerin mit großem Erfolg fort und wurde dafür auf Anhieb von beiden renommierten Restaurantführern belohnt. Ebenfalls ein Stern erstrahlt zudem wie schon in den Vorjahren über Holger Bodendorfs Restaurant im Tinnumer „Landhaus Stricker“. Der Gault Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem beurteilt, gibt dem Küchenchef sogar 18 Punkte und stellt ihn damit noch über die Zwei-Sterne-Köche. Und auch Jens Rittmeyer vom „Kai 3“ in Hörnum verteidigte erneut seinen Stern sowie 17 Punkte.

Jörg Müller, der seit 25 Jahren in Westerland ein Hotel mit Ein-Sterne-Restaurant betrieb, beendet dagegen seine Grande cuisine und verzichtete in diesem Jahr auf eine neuerliche Bewertung. „Ich bin jetzt 67 und möchte nicht mehr täglich mit der Belastung konfrontiert sein, die eine solche Bewertung mit sich bringt“, erklärte er jetzt in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung. „Der Aufwand ist einfach zu hoch. Die Belastung der Mitarbeiter und speziell meiner Frau, die das alles mit mir gelebt hat, war enorm.“ Im Hotel steht ein Generationswechsel an: Müllers Tochter und Schwiegersohn stehen bereit. Und das Gourmetrestaurant „Jörg Müller“ wird Anfang kommenden Jahres in den friesisch-rustikalen „Pesel“ integriert, der vor allem durch hochwertige regionale Küche besticht.

Austern aus List, Salzwiesenlamm aus Morsum sowie zahlreiche andere lokale Produkte aus den Meeres- und Kräutergärten der Insel prägen die Sylter Speisekarten ohnehin. Grundsätzlich gilt: Die Küche Sylts ist nicht nur vielfältig, sondern immer auch von Klasse geprägt. Ihre Ausnahmestellung als die deutsche Genussinsel beweist Sylt damit letztlich auf der gesamten gastronomischen Palette – vom lockeren Strandbistro bis hin zur Gourmet-Klasse. So hat der aktuelle „Guide Michelin“ auch in diesem Bereich drei weitere Sylter Restaurants geehrt: Der „Bib Gourmant“, die Auszeichnung für eine gute, regional geprägte Küche mit einem besonders günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis, ging an die Restaurants „Karsten Wulff“ (Keitum), „Morsum Kliff“ (Morsum) und das „Bistro Stadt Hamburg“ (Westerland). Gut denkbar also, dass im kommenden Jahr weitere Sterne über der Genussinsel Sylt aufgehen werden.

Alle Sylter Restaurants auf einen Blick in Genussflyer „Sylt à la carte“. Kostenlos zu bestellen bei der Sylt Marketing GmbH telefonisch unter 04651 – 82020 oder per E-Mail anzufordern unter info@sylt.de.

Andreas Senn

Andreas Senn zog mit dem Restaurant Heimatliebe in den Sommermonaten vom A-ROSA Kitzbühel in die HDW Salzburg

Salzburg ist um eine Attraktion reicher. Das Restaurant Heimatliebe, eine der kulinarischen Top-Adressen Österreichs, hat ihre neue Sommer-Residenz in der Festspielstadt eröffnet. Spitzenkoch Andreas Senn begeistert nun die Genießerstadt Salzburg in der HDW in der Söllheimerstraße im Gusswerk Salzburg. Der hoch dekorierte Künstler am Herd siedelt in den Sommermonaten mit seinem ganzen Küchen-Stab samt Equipment vom A-Rosa Resort Kitzbühel nach Salzburg über. Die außergewöhnliche Hotel&Design Werkstatt passt hervorragend zum frischen Interpretationsstil von Andreas Senn. Der „Aufsteiger des Jahres“ (Falstaff 2013), nominiert für „Trophée Gourmet“ à la Carte 2014 für kreative Küche, kocht mit einer weltläufigen Leichtigkeit und einer spektakulären handwerklichen Präzision. An seiner Seite arbeitet und kreiert auch in Salzburg Stefan Csar, der von „Leaders of the Year“ ausgezeichnete „Sous-Chef des Jahres 2013“.

Sechs Jahre hat Andreas Senn auf dieses Projekt hingearbeitet – mit vielen Hürden. Dass er nun endlich in dem ehemaligen Industriegebäude seine Gäste begeistern darf, macht ihn glücklich. „Das ist eine wunderbar inspirierende Umgebung für meine Küchenlinie“, schwärmt der junge Spitzenkoch über seine künftige Wirkungsstätte in einer ehemaligen Glockengießerei.

Auf rund 1.400 m2 ermöglichen hier namhafte Partnerfirmen aus Industrie, Gewerbe und Handwerk innovative und individuelle Erlebnisse im Bereich Hotellerie/Gastronomie. „Mit großem Vergnügen nehme ich die Herausforderung an, in diesem trendigen Ambiente das anspruchsvolle Salzburger Publikum von meinen Kompositionen zu überzeugen.“ Wie A-ROSA Resort Direktor Uwe Schramm erklärt, wird die Winterdestination Kitzbühel Stammsitz des vom Gault Millau mit drei Hauben und 17 Punkten gekürten Restaurants bleiben. Gleichzeitig sollen durch den Umzug in die Mozartstadt von Juni bis November die – verglichen zur Wintersaison – schwachen Sommermonate besser genutzt werden. „Die Entscheidung für Salzburg ist gefallen, weil wir hier dank der Festspielgäste zahlreiche Gourmets erreichen, denen wir mit den Menüs von Andreas Senn ein spannendes und einzigartiges Geschmackserlebnis bieten können“, so Schramm.

Zu den Tagesöffnungszeiten stehen im Cafebetrieb von 12 bis 18 Uhr ca. acht bis zehn verschiedene Snacks für die Mitarbeiter und Gäste der HDW bereit. Dazu gibt es ein wechselndes Tagesgericht. Das Gourmetrestaurant mit ca. 40 Plätzen öffnet im Abendbetrieb von 18.30 bis ca. 21.30 Uhr. Angeboten wird je nach Gusto wählbar ein 4- bis 9-gängiges Menü aus den Händen des Spitzenkochs Andreas Senn. Ganz unbekannt ist der Senkrechtstarter in der Mozartstadt nicht: Vor seinem Engagement im Kitzbüheler 5-Sterne Resort war Andreas Senn vier Jahre lang Souschef im Salzburger „Ikarus“. Man darf von diesem Ausnahmetalent zurecht noch viel erwarten.

www.a-rosa.de

Das perfekte Promi Dinner

Sie sind exklusive Dinnerpartys gewöhnt, genießen auf VIP-Galas die köstlichsten Speisen und bekommen im Edelrestaurant von Profikellnern die erlesensten Weine serviert. Doch wie stellen sich Prominente selber als Gastgeber an? VOX schickt in „Das perfekte Promi Dinner“ vier Prominente an den heimischen Herd. Welches Menü kommt am besten an? Und bei wem fühlen sich die Gäste am wohlsten? In vier privaten Dinnerpartys erhalten die VOX-Zuschauer ganz persönliche Einblicke in das Leben der bekannten Gastgeber. Der Prominente mit den meisten Punkten bekommt 5.000 Euro, die er für einen guten Zweck seiner Wahl spenden wird.

Dieses Mal mit dabei: Ivonne Schönherr, Verena Kerth, Claudia Effenberg und Jenny Elvers Ivonne Schönherr:
Menü: „Fire & Ice“
Vorspeise: „Primavera di Baci“ – Rote Beete Carpaccio mit Ingwer Vinaigrette und Rucola
Hauptspeise: „Inferno al dente“ – Tagliolini mit schwarzem Trüffel und Parmesan
Nachspeise: „Ghiacciaio sotto la Neve“ – Rosa Pampelmusen-Sorbet angereichert mit Minze und Prosecco

Verena Kerth:
Vorspeise: Gnocchi, Parmesan, Tomate
Hauptspeise: Rinderfilet, Frühlingsgemüse, Trüffel
Nachspeise: Schokolade, Himbeer, Baiser

Claudia Effenberg:
Vorspeise: Petersilienwurzelsuppe mit krossem Pancetta
Hauptspeise: Landhuhnbrust mit marokkanischen Kartoffeln und gegrilltem grünen Spargel
Nachspeise: Gratinierte Himbeeren mit selbstgemachtem Eis

Jenny Elvers:
Vorspeise: Gefüllte Hühnerbrust an Zitronenrisotto mit Spargelspitzen
Hauptspeise: Feines vom Rind mit Kartoffelpüree und Rotkohl á la Mama
Nachspeise: Schoko-Minz-Mousse, dazu Eis und Vitamine

08.06.14, 20:15 auf VOX
Mit Ivonne Schönherr, Verena Kerth, Claudia Effenberg und Jenny Elvers Koch-Doku, Deutschland

Wildfleisch genießen

Wild ist traditionell in der kalten Jahreszeit sehr beliebt. Das Fleisch schmeckt besonders aromatisch und lässt sich vielseitig und raffiniert zubereiten. Zudem liefert es wertvolle Nährstoffe und ist ein sehr mageres Fleisch – mit Ausnahme des Wildkaninchens und des Wildschweins. Für die Zubereitung braucht man keine besonderen Fertigkeiten. Der Braten wird schön zart, wenn man die sehnige Außenhaut des Fleisches entfernt. Durch das Spicken und Umwickeln mit Speck wird das Fleisch zwar nicht saftiger, es entsteht jedoch der Eindruck, da man das Fett des Specks zusammen mit dem Fleisch isst. Das Fett selbst bleibt an der Oberfläche und dringt nicht ins Fleisch ein. Besonders zart gelingt das Wildbret, wenn Sie es über Nacht an einem kühlen Ort in eine leicht gesalzene Brühe aus Wildknochen einlegen.

Aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen sollte Wild nicht roh oder rosa angebraten gegessen werden. Das Fleisch ist so lange zu erhitzen, bis die Kerntemperatur für mindestens zwei Minuten 70 Grad Celsius oder mehr erreicht hat, um möglicherweise vorhandene Krankheitserreger abzutöten. Machen Sie die Garprobe: Wenn das Fleisch beim Eindrücken mit dem Finger nicht mehr nachgibt, ist das Stück durchgegart. Der austretende Saft sollte nicht mehr rosa, sondern klar sein.
Rund die Hälfte des hierzulande gegessenen Wildfleisches stammen aus Deutschland – als Wildbret aus der Jagd oder der Gatterhaltung. Wildschwein wird nach wie vor am häufigsten verzehrt, gefolgt vom Reh. Hirsch- und Hasenfleisch werden oft aus osteuropäischen Ländern, Spanien, Großbritannien und Neuseeland eingeführt.

Bratfertig zerlegtes Wildbret erhalten Sie im darauf spezialisierten Fleischerfachgeschäft. Es stammt meist aus Revieren der Region. Beim Revierinhaber, Jäger oder beim Forstamt bekommen Sie ganze Tiere im Haar- oder Federkleid, aber auch küchenfertige Teile. Supermärkte bieten meist Wildfleisch aus der Gatterhaltung sowie tiefgefrorenes Wildfleisch aus Übersee und Osteuropa an.

Achten Sie beim Einkauf auf die für die jeweilige Wildart typische Fleischfarbe und den Geruch: Das Fleisch vom Rehwild ist beispielsweise rotbraun, das vom Rotwild dunkelbraun. Ein angenehmer, leicht säuerlich aromatischer Geruch ist beispielsweise für Reh und Wildschwein typisch. Generell darf das Fleisch nicht schwärzlich schimmern oder unangenehm riechen.
Dr. Claudia Müller, www.aid.de

Gourmet Report fragt sich:
Aber schmeckt durchgegartes Wild auch?

Gault Millau 2014 – Thüringen

Wie zuvor in Erfurt bietet der im Frühjahr umgezogene Claus Alboth auch in Weimar „mit intensiven Aromen, farbenfroher Gestaltungsfreude und behutsamer Experimentierlust angenehm moderne Küche“, lobt die französische Gourmetbibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2014. Der „Vollblutkoch sucht auch hier nicht die große Bühne für experimentelle Kochkunst, sondern erfreut durch knusprigen Schweinebauch mit Paprika und Zitronengras, als Röllchen gebackenes Steinbuttfilet im Spargel-Lauchfond mit Vongole oder butterzartes Kalbsfilet mit glasigem Langostino auf Kohlrabi“. Dafür erhält er im Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 16 Punkte. Sie stehen für „hohe Kochkunst und Kreativität”.

14 Punkte erreicht erstmals Sten Fischer vom „Alt-Weimar“ in Weimar. „Er legt Wert auf seine Mitgliedschaft im Clubtrio „Fiese Köche“ – erschreckte aber bloß durch minimale Portionsgrößen. Ansonsten hatten wir Freude am knusprigen Saiblingsfilet auf Rote Bete-Mousse oder rosa Filet vom Rind mit Schwarzwurzeln, Bianchetti-Trüffel und gebackener Kartoffelrolle.“

Dieselbe Note schaffen auf Anhieb Alboths aus der Schweiz heimgekehrte Erfurter Nachfolgerin Maria Groß im „Clara im Kaisersaal“ und Simon Raabe im erstmals bewerteten „Küsterhaus“ in Mühlhausen. Sie bot „auf schwarzem Schiefer stimmig komponierten Saibling als gebeizte Rolle auf Blätterteig und als Tatar in Quaderform mit Olivenöleis sowie Kaninchen im Karottengarten mit belebender Kresse“, er „richtete das mit Estragonpanade gebratene Wachtelbrüstchen und die Gamba auf einem Salat von gebratenen Spargelspitzen und Weinbergpfirsich originell im ausladenden Cocktailglas an und die luftige Ananascreme auf fruchtigem, mit karamellisiertem Zucker bereitetem Kirschragout in der Kaffeetasse“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Thüringen verteidigt souverän der „in Mailand und München geprägte Maestro“ Marcello Fabbri vom „Anna Amalia“ in Weimar: „Die luxuriöse Noblesse im hohen Speisesaal bietet eine imposante Umrahmung für kunstwerkartige Gerichte wie Seezungenfilet mit estragonwürziger Tomaten-Vanille-Emulsion und Karotte oder Rehrückenmedaillon mit Kakaobruchsauce, Süßkirschen, Kartoffelbaumkuchen und glacierter Entenmastleber.“

Platz 3 hinter Alboth hält mit 15 Punkten Ulrich Rösch vom „Weinrestaurant Turmschänke“ in Eisenach: „Rundum gelungen schickte der Veteran aus den DDR-Interhotels die rosa Barbarie- Entenbrust mit karamellisierten Schwarzkirschen, jungem Lauch und Duccanockerln und das Kotelett vom heimischen Duroc-Schwein mit gebratenem Blumenkohl und Kaiserschoten.“

Die Tester beschrieben und bewerteten dieses Jahr insgesamt 19 Restaurants in Thüringen. 16 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Ferner beschreibt und klassifiziert der Gault&Millau Deutschland 2014 250 Hotels.

Ab sofort erhalten Genießer mit dem Erwerb der Printausgabe des Gault&Millau Deutschland 2014 auch Zugang zu den exklusiven Web&App-Services.

Gault&Millau Deutschland 2014 – Der Reiseführer für Genießer 31. Jahrgang, 736 Seiten, 29,99 Euro
ISBN 978-3-86244-487-8  Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Thüringen

17 Punkte
Anna Amalia in Weimar

16 Punkte
Alboth’s** in Weimar

15 Punkte
Weinrestaurant Turmschänke in Eisenach

14 Punkte
Clara im Kaisersaal** und Il Cortile in Erfurt Scala in Jena
Posthalterei in Meiningen
Zum Küsterhaus** in Mühlhausen Alt-Weimar* in Weimar

13 Punkte
St. Georges in Dieterode
Gloriosa und Palais Wachsberg in Erfurt Schieferhof in Neuhaus am Rennweg Landgrafenstube in Ruhla Schwanenrestaurant* in Tabarz Anastasia in Weimar

* Aufsteiger **Newcomer

 

Unser Bericht zum Gault Millau 2014: www.gourmet-report.de/artikel/344791/Berlin-raeumt-ab-beim-Gault-Millau-2014/
Die Resultate aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/344792/Gault-Millau-2014-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/344793/Gault-Millau-2014-Baden-Wuertemberg/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/344794/Gault-Millau-2014-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/344795/Gault-Millau-2014-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/344796/Gault-Millau-2014-Hamburg/
NRW: http://www.gourmet-report.de/artikel/344797/Gault-Millau-2014-NRW/
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/344798/Gault-Millau-2014-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/344799/Gault-Millau-2014-Saarland/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/344800/Gault-Millau-2014-Sachsen-Anhalt/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344801/Gault-Millau-2014-Sachsen/
Schleswig-Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/344802/Gault-Millau-2014-Schleswig-Holstein/
Thüringen: http://www.gourmet-report.de/artikel/344803/Gault-Millau-2014-Thueringen/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/344808/Gault-Millau-2014-Hessen/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/344807/Gault-Millau-2014-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344806/Gault-Millau-2014-Niedersachsen/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/344805/Gault-Millau-2014-Bayern/

Alle Restaurants von 15 bis 19,5 Punkten in Deutschland: www.gourmet-report.de/artikel/344804/Gault-Millau-2014-Restaurants/

Zum Vergleichen, der Michelin 2014 mit allen Sternerestaurants: http://www.gourmet-report.de/artikel/344782/Alle-Sterne-Restaurants-Deutschland-2014/

Christian Hümbs

Christian Hümbs ist der „Pâtissier des Jahres 2014“
Man kann sich trefflich darüber streiten, was die „schönste Nebensache der Welt“ und was so richtig „süß“ ist. So etwas wie Schokolade oder Kuchen gehört sicherlich dazu. Nur wenn man Christian Hümbs heißt und Chef-Pâtissier im Restaurant „La Mer“ in List/Sylt ist, begnügt man sich damit nicht – zählt er doch zu den innovativsten Meistern seines Fachs.
Für ihn stand fest, ich werde Konditor. Und auch als er als Schaumschläger und Zuckerstrippenzieher bezeichnet wurde, ging er seinen Weg konsequent weiter. Christian Hümbs machte nicht nur die Ausbildung zum Konditor sondern auch zum Koch. So ausgerüstet, startete er seine Karriere in der „Stromburg“ bei Johann Lafer, wo er schnell zum Chef-Pâtissier aufstieg. Ebenfalls als Chef- Pâtissier ging es weiter im exklusiven „Louis C. Jacob“ in Hamburg. Er perfek- tionierte seine Kenntnisse bei Sven Elverfeld im Gourmethimmel des „Aqua“ im The Ritz-Carlton, Wolfsburg. Seit 2010 ist er eine feste Größe im Restaurant „La Mer“ und begeistert seine Gäste mit seinen zauberhaften Genüssen. Christian Hümbs beherrscht gewagte Dialoge mit Aromen, das Spiel mit Temperaturen und Texturen, gepaart mit herzhaften Einflüssen. Auch Christian Hümbs arbeitet mit CHROMA type 301 Kochmesser.
Und so hat er als Krönung sogar ein eigenständiges Menü in vier Gängen entworfen. Für Christian Hümbs ist Pâtisserie freilich nicht nur eine Frage des Geschmacks, sondern auch der Ästhetik. In erlesenen Gefäßen formt er kleine Kunstwerke, die auf der Zunge zergehen und dabei nach und nach ihre aroma- tischen Geheimnisse preisgeben. Die Worte „Ehre wem Ehre gebührt“ gelten für Christian Hümbs ganz sicherlich. Wir gratulieren herzlich zur Auszeichnung „Pâtissier des Jahres 2014“!
Auch seine Macarons sind die besten der Welt!

Die Auszeichnung „Pâtissier / Pâtissière des Jahres“ von der Schlemmer Atlas-Redaktion der Busche Verlagsgesellschaft erhielten:
2014 Christian Hümbs, A-ROSA Sylt – Restaurant La Mer, List/Sylt
2013 Thomas Gläser, The Mandala Hotel – Restaurant FACIL, Berlin
2012 Nicole Riechert, Seehotel Überfahrt, Rottach-Egern
2011 Mathieu Castex, Burgrestaurant Staufeneck, Salach
2010 Alexandra Lang, Romantik Hotel Residenz am See – Casala, Meersburg
2009 Pierre Lingelser, Traube Tonbach – Schwarzwaldstube, Baiersbronn
2008 Michael Meyer, Romantik Hotel Landschloss Fasanerie, Zweibrücken
2007 Andy Vorbusch, Waldhotel Sonnora, Dreis
2006 Stefan Beiter, Speisemeisterei, Stuttgart
2005 Stephan Franz, Süllberg Karlheinz Hauser – Seven Seas, Hamburg
2004 Frédéric Guillon, Schlosshotel Lerbach, Bergisch Gladbach
 

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Hagebutte – das Vitaminbombe aus der Natur

Im Herbst leuchten die Hagebutten purpurrot an wilden Hecken und Sträuchern. Das Wildobst wird vor allem wegen seines hohen Vitamin-C-Gehalts geschätzt, der sogar Zitrone und Sanddorn übertrifft. Je nach Rosenart und Reifegrad kann er zwischen 400 und 5.000 Milligramm pro 100 Gramm liegen. Zudem sind Hagebutten reich an B-Vitaminen, Provitamin A und Mineralstoffen wie Eisen, Magnesium und Natrium. Auch Pektin, Gerbstoffe, ätherische Öle und der rote Pflanzenfarbstoff Lycopin sind enthalten. Lycopin gehört zu den Antioxidanzien, die den Körper vor schädlichen freien Radikalen schützen.

Als Hagebutte bezeichnet man die Früchte verschiedener Wildrosenarten wie die Kartoffelrose (Rosa rugosa) und Hundsrose (Rosa canina). In Süddeutschland wird sie auch „Hiffe“ genannt. Die alte Heilpflanze soll gegen Appetitlosigkeit sowie Harnwegserkrankungen helfen und die Blutbildung unterstützen. Ein Tee aus Hagebuttenschalen wird gerne bei Fieber und Infektionen getrunken.

Auch für den Gaumen ist die fruchtig-säuerliche bis feinherbe Hagebutte ein Genuss. Das Mark wird als Zutat für viele köstliche Speisen verwendet “ etwa pikante Soßen für Fleisch und Wild, Muffins, Kuchen und Desserts. Die wilden Früchtchen eignen sich für Liköre und Chutneys und lassen sich in der Konfitüre beispielsweise mit Äpfeln, Birnen oder Kornelkirsche kombinieren. Die Schweden genießen die Hagebuttensuppe „Nyponsoppa“ mit Knäckebrot.

Die Verarbeitung ist dagegen mit etwas Aufwand verbunden. Es müssen Blütenansatz, Stiel und die im Inneren der Fruchtkapsel sitzenden Samen (Nüsschen) mit ihren Härchen entfernt werden. Denn die Härchen reizen Haut und Schleimhäute, sodass beim Entkernen am besten Handschuhe getragen werden. Viele kennen dieses „Juckpulver“ noch aus der Kindheit. Wem das Entkernen zu aufwändig ist, kann die Früchte auch in wenig Wasser weich garen und das Mus durch ein sehr feines Passiersieb streichen. Zum Rohverzehr sind Hagebutten nicht geeignet.

Das Wildobst kann ab September gepflückt werden. Die Hagebutten sind reif, wenn die Schale auf leichten Fingerdruck etwas nachgibt und sich die Früchte leicht pflücken lassen.
Heike Kreutz, www.aid.de