Gault Millau 2017 – Rheinland-Pfalz

Den „mutige aromatische Akzente setzenden und mit prägnanten Kreationen überraschenden“ Thomas Schanz, 36, vom „Restaurant Schanz“ in Piesport an der Mosel kürt die französische Gourmet-Bibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017 als „Aufsteiger des Jahres“, weil ihm „stets Gerichte von außergewöhnlicher Harmonie gelingen“. Die Kritiker loben: „Gern erwähnen wir auch seine Begabung zu nicht nur schönen, sondern zuweilen auch witzigen Dekorationen. Für sein Trüffelei füllt er einen schaumigen Eiertraum mit feinstem Trüffelaroma in eine vergoldete Eierschale, legt eine Scheibe schwarzen Trüffel obenauf und lässt das Ganze unter einer kleinen, eierförmigen Cloche mit großer Geste, aber ohne großen Ernst an den Tisch bringen. Oder er dekoriert eine dünne Schicht fast schaumig-weiches Gänseleberparfait mit süßem Sherrygelee, eingedicktem Traubenmost, Friseeblättchen, Walnüssen und Parmesan wie eine Landschaft und schafft sogar hier Harmonie, weil er relativ milden Parmesan wählt, der gerade nur akzentuiert, ohne zu überdecken“.
Für solche Gerichte bekommt er vom Gault&Millau, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, 18 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung”. Eine höhere Note haben in Deutschland nur 13 Köche.

Auf 17 Punkte steigert sich dank „austarierter Aromen und filigraner Stilistik“ Jens Fischer vom „Jungborn“ in Bad Sobernheim an der Nahe: „Er begeistert durch Kalbsbries mit Crunch von der Petersilienwurzel, Dörrpflaumen-Röster und Buchweizen-Taler oder Meerbarbe mit zweierlei Blumenkohl (gebraten und als Mousse), eingelegter Gelber Bete, Cashewkernen und Queller.“

16 Punkte und damit jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird, erreicht erstmals Sebastian Kauper vom „Kauper’s im Kapellenhof“ in Selsen (südlich von Mainz): „Er fühlt sich auf eine raffinierte, aber schon fast fundamentalistische Art der absoluten Naturküche verpflichtet. Zum optimal gegarten Rinderfilet in feinem Jus gibt Kauper scharf angebratenen Sellerie, Blumenkohl sowie Kohlrabi samt Schale und Blattwerk. Selten isst man so aromatischen Sellerie, so erdigen Kohlrabi.“

Auf 15 Punkte verbessert sich Sebastian Messinger vom „Le Chopin“ in Boppard, der „mutig, aber gut gelungen gebeizten Lachs in einem Rieslingsüppchen mit Senfkörnern oder  Brust vom Kappeler Hahn mit zweierlei Sellerie, Aprikosen und Portweinjus als sehr süffiges Gericht bietet“.

Die besten Köche in Rheinland-Pfalz    
Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Baden-Württemberg verteidigt seit 19 Jahren Helmut Thieltges vom „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich, dessen „Inspiration in erster Linie die Qualität der von ihm verwendeten Produkte ist. Für ihn kommt nur das Allerbeste infrage, Einkaufspreise spielen dabei keine Rolle. So viel Luxus und Opulenz kann man aus unterschiedlichen Gründen ablehnen, aber das Restaurant ist voller Gäste, die es schätzen.“ Für das lauwarme Langustinen-Carpaccio mit Champagnercreme und reichlich Impérial-Kaviar, die Périgord-Gänseleber mit Gewürzgelee und Aprikosenconfit oder das kross gebratene, aber innen weiche und zarte Kalbsbries mit Périgord-Trüffeln in Trüffeljus bekommt er erneut 19,5 Punkte, die Höchstnote des Guides, die nur 4 weitere Köche in Deutschland haben.  
Ihm folgt mit 19 Punkten Hans Stefan Steinheuer von „Steinheuers Restaurant zur alten Post“ in Bad Neuenahr. Er brilliert durch „kross aufgeschuppte Rotbarbe (die mit heißem Öl übergossenen Schuppen stellen sich beim Braten knusprig auf) mit Pulpo, der geschmort in dünn gehobelten Streifen, als Tatar und kross gebraten daherkommt. Dazu gibt’s gebratenen Baby-Pak Choi, confierte Paprika und schwarze Sesamkugeln in Landmilchsauce. Danach könnte man Reh im höchst aromatischen kambodschanischen Pfefferjus bestellen.“

Den dritten Platz teilen sich mit Aufsteiger Schanz dank ihrer wieder erkochten 18 Punkte
Wolfgang Becker vom „Becker’s“ in Trier: „Als Meister in der Harmonisierung unüberbrückbar scheinender Gegensätze komponiert er Kunstwerke aus roh mariniertem Seesaibling und scharf angebratenem Schweinebauch, aus Rotbarbe mit gebratenem Schinken und süßen grünen Mandeln oder rosa pochiertem Rehrücken mit Weinhefe.“
Karl-Emil Kuntz von der „Krone“ in Herxheim bei Karlsruhe: „Bleibt er beim Steinbutt im Safranfumet oder den Erdbeeren im Champagnerbad klassisch, öffnet sich der Fleißigste unter den großen deutschen Köchen mit der Vadouvan-Glace zum Stubenküken oder dem Chimichurri zur in Limettenöl marinierten Jakobsmuschel der weiten Aromenwelt.“
Harald Rüssel von „Rüssels Landhaus St. Urban“ in Naurath/Wald bei Trier: „Seinen sanft geräucherten und allerbestens gegarten Seesaibling umspielen zitronige weiße Buttersauce und Estragoncreme sowie feine Kartoffelwürfelchen in Kräuterrahm. Kabeljau und Schweinekinn (gebacken und gebraten) finden mit verhalten gegartem Spitzkohl und Süßkartoffelbrei eine mild-weiche Harmonie, die durch Zwiebelsud nur leicht touchiert wurde“.

Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 85 Restaurants in Rheinland-Pfalz. 66 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus. Eine Kochmütze erhält auch das erstmals bewertete Lokal „Hofgut“ in Ruppertsberg (13 Punkte), das neu eröffnete „Bistro 1718“ in Deidesheim stufen die Kritiker in ihre Kategorie „einfach gut“ ein.
     
Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der Gault&Millau in Rheinland-Pfalz 12 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 3 neu auf; 4 werden höher, 7 niedriger bewertet.

Die 20 besten Restaurants des Gault&Millau in Rheinland-Pfalz
19,5 Punkte
Waldhotel Sonnora in Dreis bei Wittlich
19 Punkte
Steinheuer’s Restaurant zur alten Post in Bad Neuenahr
18 Punkte
Zur Krone in Herxheim bei Karlsruhe
Rüssel’s Landhaus St. Urban in Naurath/Wald bei Trier
*Schanz in Piesport/Mosel    
Becker’s in Trier
17 Punkte
L. A. Jordan in Deidesheim
*Jungborn in Bad Sobernheim an der Nahe
16 Punkte
Bibliothek in Balduinstein/Lahn
Schwarzer Hahn in Deidesheim
Dirk Maus in Heidesheim/Rhein
Pfälzer Stube in Herxheim bei Karlsruhe
Atable in Ludwigshafen
Favorite in Mainz
Landgasthof Poststuben in Bad Neuenahr
Le Temple de Gourmet in Neuhütten im Hochwald
Schlössl in Oberotterbach an der Südlichen Weinstraße
*Kauper’s im Kapellenhof in Selzen bei Mainz
Le Val d’or in Stromberg
Wein- und Tafelhaus in Trittenheim

*Aufsteiger  

Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro),
ISBN 978-3-95961-001-8 

 

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
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Alles Restaurants mit 18 Punkten:
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Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
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Gault Millau 2017

Berichte aus den Bundesländern:
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Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
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Koch des Jahres: Andreas Krolik in Frankfurt

„Die von New Yorker Köchen propagierte Reduktion auf das Wesentliche scheint sich auch in Deutschland nach und nach durchzusetzen. Auch hier verzichten immer mehr Köche auf endlose Degustationsmenüs und streberhaftes Teller-Ikebana, auf Über-Technologisierung und Luxusprodukte. Selbstbewusste Konzentration auf ein Hauptprodukt und zwei, drei Aromate, die es mit Spannung aufladen, heißt die neue Devise“, lobt die französische Gourmetbibel Gault&Millau in ihrer jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2017. „Mehr Gelassenheit in der Küche, mehr Genuss für den Gast – für diesen hoffnungsvollen Trend steht auch die Tatsache, dass unter den Neueröffnungen in Deutschland anspruchsvolle Bistro-Konzepte dominierten. Und dass dieses kulinarische Downgrading von einem lässiger gekleideten und auftretenden Service begleitet wird.“

Die Restauranttester begrüßen auch das zunehmende Bemühen um eine „neue deutsche Küche mit kompromisslosem Bekenntnis zur Region als Antwort auf die kalifornische Locavore-Bewegung mit ihrer ‚Farm to table‘-Produktphilosophie und auf den konsequenten Regionalismus der Neuen Nordischen Küche. Statt viel Geld in den Einkauf klassischer Luxusprodukte zu stecken, investieren die jungen deutschen Köche viel Arbeitszeit, Schweiß und Kopfzerbrechen in die Entwicklung heimischer Delikatessen.

Vehement kritisiert der Guide, dass gleichzeitig weiterhin „landauf, landab gedankenlos kopiert wird. Wir haben nichts gegen Kohlrabi, Rettich, Steckrübe, Schwarzwurzel & Co., aber müssen diese eher bodenständigen Rübenarten allüberall zu kulinarischen Scheinriesen aufgeplustert werden? Müssen wir in jedem Restaurant Fermentiertes zu essen bekommen? Oder ‚gepickeltes‘ Gemüse, das Speisekarten-Unwort des Jahres mit seinem unappetitlich dermatologischen Unterton? Auch auf das 2016 offenbar unumgängliche Tannenwipfelaroma, vorzugsweise in Desserts, könnten wir in Zukunft verzichten, ebenso wie auf die über ganz Deutschland herabrieselnden Fichtensprossen.“

Der „Koch des Jahres“ angelt in Fjorden, hört Hard Rock und sammelt Steinpilze
„Für seine vielschichtigen Geschmacksharmonien, mit denen er seine Gäste in neue kulinarische Welten führt“, kürt der Guide den 42-jährigen Andreas Krolik vom Frankfurter Restaurant „Lafleur“ zum „Koch des Jahres“. „Er bietet jedem Gast das Optimum an Geschmack und profiliert sich dabei nicht nur als feinfühliger Aromenjongleur, sondern auch als einer der besten Gemüseköche Deutschlands“, urteilen die Tester. Und schwärmen: „Kroliks Küche kommt nie wuchtig oder effektheischend daher, entfaltet am Gaumen aber geradezu explosive Kraft, beispielsweise beim gedämpften und kurz mit starker Oberhitze gratinierten Carabinero mit Schinkenknusper in feinst abgeschmeckter Krustentierbisque, dazu eine minzschwangere Erbsencreme, handgerollter Blumenkohl-Couscous und ein Mundvoll Japan in Form fermentierter Yuzu mit Miso und Soya. Als eines der geschmacklich komplexesten Gerichte dieser Testsaison bietet er Brust, Keule und geschmortes Confit vom Schwarzfederhuhn, dazu ein pochiertes, auf weißem Bohnenpüree thronendes Bio-Ei, Bohnenkrautsalat, alles umspielt von konzentriertem Geflügel-Dashi-Sud.“

Für solche Gerichte erhält der in Erdeborn bei Halle an der Saale gebürtige Hobbyangler, der seine Urlaube gern an norwegischen Fjorden verlebt, in der Küche Hard Rock hört und in seiner Freizeit daheim Steinpilze sammelt, 18 von 20 möglichen Punkten. Sie stehen in dem Guide, der nach dem französischen Schulnotensystem urteilt, für „höchste Kreativität und bestmögliche Zubereitung.“

Auf 18 Punkte steigern sich Tristan Brandt vom „Opus V“ in Mannheim, Jan Hartwig vom „Atelier“ in München, Marco Müller von der „Rutz-Wein-Bar“ in Berlin und Thomas Schanz vom „Schanz“ in Piesport an der Mosel, der „in seinen kreativen Gerichten von außergewöhnlicher Harmonie so mutige aromatische Akzente setzt“, dass ihn die Kritiker dafür als „Aufsteiger des Jahres“ küren.

17 Punkte erreichen erstmals Benjamin Gallein vom „Ole Deele“ in Burgwedel (bei Hannover), Matthias Gleiß vom „Volt“ in Berlin, Peter A. Strauss vom „Ess Atelier Strauss“ in Oberstdorf, Sascha Stemberg vom „Haus Stemberg anno 1864“ in Velbert (Rheinland), Michael Kammermeier von der „Ente“ in Wiesbaden, Tim Extra vom „Apicius“ in Bad Zwischenahn (bei Oldenburg) sowie Felix Schneider, 31, vom „Sosein“ in Heroldsberg bei Nürnberg, dessen „überraschende, geschmacksstarke und provozierende Küche eine einzige Verbeugung vor der Natur seiner Heimat ist“, wofür ihn der Guide als „Entdeckung des Jahres“ feiert.

Deutschlands beste Köche

An der Spitze der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau stehen mit 19,5 Punkten wie im Vorjahr:
· Klaus Erfort vom „GästeHaus“ in Saarbrücken „zeigt in seinem Status, oft kopiert, aber nicht erreicht zu werden, ein derartiges Gespür für Aromenkombinationen, Konsistenzen und Betonung des Eigengeschmacks der Produkte, dass es fast schon überirdisch wirkt“.

· Christian Jürgens von der „Überfahrt“ in Rottach-Egern am Tegernsee „überrascht in seinen bei aller Geschmackstiefe auch sehr bildhaft, als Fest der Ästhetik dargebotenen Gerichten die Gäste gern mit Illusionen wie dem täuschend echt nachgebildeten Apfel, der Blutwurst, Gänseleber, Silberzwiebelchen und Apfelconfit enthält.“

· Helmut Thieltges vom „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich (Südeifel) „bekommt seine Inspirationen in erster Linie durch die Qualität der von ihm verwendeten Produkte. Für ihn kommt nur das Allerbeste infrage, Einkaufspreise spielen dabei keine Rolle“.

· Joachim Wissler vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach bei Köln „entwirft scheinbar unbeirrt von kulinarischen Trends und bar jeder verkrampften Stilistik oder hyperkreativen Waghalsigkeit in seinem Geschmacksuniversum mit allerhöchster Präzision seinen ganz eigenen Küchenstil“.

· Harald Wohlfahrt von der „Schwarzwaldstube“ in Baiersbronn (Schwarzwald) „hat die Größe und Erfahrung erreicht, sich als Kochkünstler zurückzunehmen und nichts anderes zu wollen, als dem großen Produkt die beste Bühne zu bereiten“.

Diesem Quartett folgen mit je 19 Punkten, die sie bereits im Vorjahr hatten
· Christian Bau vom „Victor’s Fine Dining by Christian Bau“ im saarländischen Perl-Nennig: „Bei seinem Menü ‚Paris –Tokio‘ weiß man, aus welcher modernen Klassik Bau kommt, und merkt auch in punkto Produktqualität sowie bei den Zubereitungsarten schnell, wohin es ihn zieht.“

· Thomas Bühner vom „La Vie“ in Osnabrück: „In seinem kompositorischen Mut verbindet er die bei 48° gegarte Seezunge mit süßer Thai-Fischsauce und fein dosiertem Mandarinen-Aroma und verwandelt das Gericht durch viele bunte Kräuter und Gemüse aus seinem großen Garten in ein Gemälde.“

· Sven Elverfeld vom „Aqua“ in Wolfsburg: „Er bietet sanft geschmortes Schweinekinn mit warm mariniertem Kaisergranat mit Krustentiermayonnaise, Koriander, Ingwer und zugleich frischem wie erdigem Saft von fermentierten Karotten als repräsentatives Gericht für sein Bestreben, die stets vorhandene große Komplexität nicht plakativ zu betonen, sondern dem Gast ein Gefühl der Harmonie zu vermitteln.“

· Claus-Peter Lumpp vom „Bareiss“ in Baiersbronn im Schwarzwald: „Seine Gerichte sind so aufwendig komponiert, dass er oft drei Teller braucht, um alles an den Gast zu bringen, was ihm zum Thema Gänsestopfleber oder Steinbutt einfällt. Vor manchen sitzt man angesichts solcher Kochkunst fast andächtig“),

· Tim Raue vom Restaurant „Tim Raue“ in Berlin: „Der international bekannteste Koch in der Hauptstadt geht derzeit mit so viel Elan und kreativer Energie ans Werk wie kein anderer in Deutschland.“

· Christoph Rüffer vom „Haerlin“ in Hamburg: „Der begnadete
Tüftler imponiert auch durch das riesige Repertoire sicher eingesetzter Aromen und verbindet markante Gewürze geradezu tänzerisch leicht.“

· Peter Maria Schnurr vom „Falco“ in Leipzig: „Die Gerichte des Temperamentsbündels, das kräftige Aromen, überraschende Kombinationen und ausgefeilte Tellerarrangements liebt, sind kraftvoll und laut, bleiben aber stets im Rahmen des Harmonischen.“

· Hans Stefan Steinheuer von „Steinheuers Restaurant zur alten Post“ in Bad Neuenahr: „Der größte Weinversteher unter den deutschen Spitzenköchen überrascht mit Landmilchsauce zur kross aufgeschuppten, in heißem Öl confierten Rotbarbe mit Pulpo oder höchst aromatischem kambodschanischem Pfefferjus zum Reh.“

Von den 36 deutschen Topköchen, die 18 bis 19,5 Punkte bekommen, stehen 7 in Bayern, 6 in Rheinland-Pfalz, 5 in Berlin und je 3 in Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein am Herd.

„Gastronom des Jahres“: Stefan Hermann in Dresden
Außer dem Koch, dem Aufsteiger und der Entdeckung des Jahres zeichnet der Guide noch weitere kulinarische und gastronomische Leistungen aus:
· Gastgeber des Jahres: André Macionga vom Restaurant „Tim Raue“ in Berlin,

· Sommelier des Jahres: Marco Franzelin vom „Vendôme“ in Bergisch Gladbach bei Köln,

· Pâtissier des Jahres: Stefan Leitner vom „Bareiss“ in Baiersbronn (Schwarzwald),

· Gastronom des Jahres: Stefan Hermann vom „Bean & Beluga“ in Dresden, der „mit besonnener Kreativität und unternehmerischem Mut in und um Dresden ein Gastro-Imperium mit sechs Outlets aufbaute – bis zum Boutiquehotel“,

· Bester Deutscher Koch im Ausland: Silvio Nickol im Wiener Hotel „Palais Coburg“,

· Hotelier des Jahres: Frank Nagel vom „Weissenhaus Grand Village Resort & Spa“ in Wangels (Ostsee), für den „Spitzengastronomie elementarer Baustein erfolgreicher Hotelkonzepte“ ist.

Große Talente der modernen Küche
Ausdrücklich würdigt der Guide junge Köche zwischen Mitte 20 und Anfang 30, die in dieser Testsaison erstmals Küchenchef wurden und aufgrund ihres Talents und Engagements das kulinarische Deutschland bereichern können: Alexander Hohlwein, 29, vom „360°“ in Limburg und Felix Kaspar, 24, vom „Kaspars“ in Bonn (beide 16 Punkte) sowie Christopher Kümper, 29, vom „Schwein“ in Berlin, Laurin Kux, 26, vom Jellyfish in Hamburg, Andreas Rieger, 30, vom „Einsunternull“ in Berlin, Dennis Thies, 31, vom „WeinBasis“ in Hannover und Nicolai Wiedmer, 23, vom „Eckert“ in Grenzach-Wyhlen in Südbaden (alle 15 Punkte).

Insgesamt beschreibt und bewertet der Gault&Millau in seiner neuen Ausgabe 900 Adressen. Die 32 Tester verleihen 730 Luxuslokalen und Landgasthöfen, Bistros und Hotelrestaurants die begehrten Kochmützen.
Der Guide erscheint im Münchner Christian Verlag (752 Seiten, 34.99 Euro).
ISBN: 978-3-95961-001-8

Berichte aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/347794/Gault-Millau-2017-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/347795/Gault-Millau-2017-Baden-Wuertemberg/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/347796/Gault-Millau-2017-Bayern/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/347797/Gault-Millau-2017-Hessen/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/347798/Gault-Millau-2017-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/347799/Gault-Millau-2017-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/347800/Gault-Millau-2017-Hamburg/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/347801/Gault-Millau-2017-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347802/Gault-Millau-2017-Niedersachsen/
NRW: www.gourmet-report.de/artikel/347803/Gault-Millau-2017-NRW
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/347804/Gault-Millau-2017-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/347805/Gault-Millau-2017-Saarland/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/347806/Gault-Millau-2017-Sachsen/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/347807/Gault-Millau-2017-Sachsen-Anhalt/
Thüringen: www.gourmet-report.de/artikel/347808/Gault-Millau-2017-Thueringen/
Schlewsig-Holsten: www.gourmet-report.de/artikel/347809/Gault-Millau-2017-Schleswig-Holstein/

Hauptbericht: www.gourmet-report.de/artikel/347793/Koch-des-Jahres-Andreas-Krolik-in-Frankfurt/

Alle Restaurants mit 15 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319696743124
Alle Restaurants mit 16 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/posts/10154319689593124
Alle Restaurants mit 17 Punkten: www.facebook.com/gourmetreport/photos/a.427082738123.197268.168996673123/10154319683638124/?type=3
Alles Restaurants mit 18 Punkten:
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Restaurants mit mehr als 18 Punkten – die Besten in Deutschland:
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DINING DAYS Rheinland

Ein Blick über den Tellerrand – die nationale Restaurantwoche Die DINING DAYS in Köln, Bonn und Düsseldorf

Kulinarisch hat das Rheinland mit Gerichten wie „Himmel un Äd“ oder „Rheinischem Sauerbraten“ bereits viel zu bieten. Doch was macht mehr Lust, als mal über den eigenen Tellerrand zu schauen und neue Geschmackserlebnisse zu testen? Das ist der Gedanke hinter den DINING DAYS. Diese präsentieren vom 26. Oktober bis 1. November 2015 eine genussfreudige Vielfalt mit einem einzigartigen Menü-Konzept. Eine Woche lang dreht sich in Köln, Bonn und Düsseldorf alles um Neuentdeckungen, Gaumenfreuden und darum, die eigene Stadt von der kulinarischen Seite aus (neu) kennenzulernen.

Im Gegensatz zu vielen Food- und Gourmet-Festivals finden die DINING DAYS in den Restaurants selbst statt, die sich so in ihrem jeweiligen Ambiente dem Gast individuell präsentieren können. Für die Genießer reicht das Angebot vom edlen Italiener über den trendigen Burger-Laden bis hin zum asiatischen Gourmet-Tempel. In allen drei Städten werden insgesamt über 150 ausgesuchte Restaurants ihre exklusiven DINING DAYS-Menüs anbieten. Ihre Teilnahme fest zugesagt haben bereits u.A. das Grindhouse in Düsseldorf, das Schaarschmidt und SoHo Kitchen in Bonn, das Ego und La Barra in Köln.

Die Stadt erleben
DINING – das heißt: Leben, Genuss, Bewegung, Abenteuer. Warum nicht in seiner eigenen Stadt auf kulinarische Erlebnisreise gehen, sich als Tourist in der Heimat fühlen und in einem erstklassigen Hotel übernachten? „Wir möchten das Ich erlebe meine Stadt-Gefühl aufkommen lassen und den Gästen wieder schmackhaft machen. Viel zu oft verfällt man hier in eine Routine“, so Marion Nöldgen, der kreative Kopf hinter den DINING DAYS. Marion Nöldgen, die in der Gastro-Szene seit Jahren zuhause und bekennender Foodie ist, baute 2013 die Reservierungsplattform Quandoo mit auf, für die sie heute das globale Business- Development verantwortet. „Wir wollen die Menschen dazu anregen, mal neue Dinge zu probieren. Schauen wir auf die Reservierungszahlen von Quandoo, so gehen fast 90 Prozent der Deutschen immer wieder in die gleichen vier Restaurants. Die Idee, sich auf neue Küchenstile, Restaurant-Konzepte oder Ernährungsweisen einzulassen, ist einer der Grundgedanken hinter Quandoo, der in den DINING DAYS eine noch aktivere Umsetzung findet.“

Die Restaurants im Fokus
Bei der Menü-Auswahl ist für jeden Hunger und Geldbeutel etwas dabei – das 2 Gänge-Menü inklusive einem Glas Wein für 19 Euro, das 3 Gänge-Menü inklusive einem Glas Wein für 34 Euro sowie das edle 4 Gänge-Menü mit vollständiger Weinbegleitung für 69 Euro. Ausgewählte Restaurants veranstalten während der DINING DAYS zudem Supperclubs, Tastings und spezielle Dinner Events, bei denen es neben dem gemeinsamen Essen mit Fremden ebenso um die jüngsten kulinarischen Trends geht. Teilnehmer sind nicht nur Restaurants, sondern auch Kochschulen, Feinkostläden und Weinhändler, die ihre Gäste mit speziellen Kursen und Events verwöhnen. Die Gäste haben jeweils im Anschluss die Möglichkeit, die Restaurants zu bewerten und Punkte und Empfehlungen abzugeben. Am Ende der DINING DAYS-Woche wird dann der Sieger gekürt.

Vom Testlauf zur internationalen Serie
Die DINING DAYS schauen auf eine noch junge, aber sehr erfolgreiche Geschichte zurück: Die beliebte Restaurantwoche startete erstmalig im April diesen Jahres in Köln unter dem Namen „Festival of Food“ als ein erster Testlauf. Der große Erfolg der Aktion bescherte Berlin im Juni dann die ersten offiziellen DINING DAYS. Das „Festival of Food“ mit 32 teilnehmenden Kölner Restaurants begeisterte rund 2.000 Gäste. Berlin legte noch einmal nach und verwöhnte in 71 Restaurants die Gaumen von rund 3.000 Foodies. „Wir waren überrascht von der großen Begeisterung unseres Angebotes und über die vielen Reservierungen beim Festival of Food. Ein rundum schönes Event, jedes Jahr wieder!“, lobt Stefan Kuhl vom spanischen Restaurant La Barra. Und auch Gast Tobias Müller schwärmt: „Ich finde diese Möglichkeit toll, mal etwas Neues zu probieren, sonst landet man doch immer bei den gleichen Restaurants! Wir haben auf jeden Fall 1-2 neue Stammlokale gefunden.“

Ab 2016 geht die kulinarische Woche auch international in Serie: Neben weiteren deutschen Städten wie München, Frankfurt oder Hamburg, wird die Restaurantwoche auch in Wien, Singapur und Sidney Genießern die bunte Welt der internationalen Küche näherbringen.

Wer bereits Hunger bekommen hat und bei den DINING DAYS im Rheinland dabei sein möchte, kann Menüs und Tickets im Vorfeld auf der Website www.dining-days.de auswählen und direkt buchen.

DINING DAYS Rheinland
Zeitraum: Montag, 26.10. bis Sonntag, 01.11.2015
Wo: 150 + Restaurants in Düsseldorf, Köln, Bonn
Website und Buchung: www.dining-days.de

9. Big Bottle Party in Berlin

Am 27. Juni 2015 lässt das Gourmetrestaurant „first floor“ die Korken knallen und lädt zur 9. Big Bottle Party ein. Deutschlands größtes Großweinflaschen-Event ist in diesem Jahr den besten Winzern und Sterneköchen aus Rheinland-Pfalz gewidmet. Unter dem Motto „Rheinland-Pfalz meets Berlin“ präsentiert das „first floor“-Gastgeber-Duo Matthias Diether und Gunnar Tietz die kulinarische Spitzenriege mit 43 Winzern und vier Sterneköche aus der rheinland-pfälzischen Region. Die Besonderheit in diesem Jahr: Gefeiert wird nicht wie gewohnt im Hotel Palace Berlin, sondern die Party steigt – getreu dem Motto – in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in den Ministergärten Berlins.
 
„Rheinland-Pfalz ist das Weinland Nummer 1 in Deutschland. So kommen nicht nur die besten Spätburgunder aus der Pfalz, sondern meiner Meinung nach auch die besten deutschen Rieslinge kommen von der Mosel. Der Weinbau in der rheinland-pfälzischen Region ist besonders vom breiten Rebsortenspektrum gekennzeichnet. Wir möchten diese Vielfalt in der deutschen Hauptstadt präsentieren und erwarten fantastische Winzer wie Dr. Ernst Loosen vom Weingut Dr. Loosen, Stephan Attmann vom Weingut von Winning, das Weingut von Othegraven persönlich vertreten durch Günther Jauch sowie Friedrich Becker vom Weingut Friedrich Becker, die Ihre 3-Liter Doppelmagnum- und 6-Liter Imperial-Abfüllungen präsentieren“, freut sich Chefsommelier Gunnar Tietz.
 
Mittlerweile zählt Rheinland-Pfalz nicht nur des Weines wegen als eines der Genuss-Mekka Deutschlands, sondern auch aufgrund der Dichte an ausgezeichneten Köchen in dieser Region.  „first floor“ Küchenchef Matthias Diether präsentiert neben seinem Hamburger Kollegen Thomas Martin (Louis C. Jacob) vier Spitzenköche wie Zwei-Sternekoch Wolfgang Becker (Becker’s) und Daniel Schimkowitsch (Ketschauer Hof), sowie den legendären Metzgermeister Klaus Hambel mit seinem original Pfälzer Saumagen.
 
9. Big Bottle Party Tickets für € 169,00 pro Person – 27. Juni 2015 von 12:30 bis 18:00 Uhr

9. Big Bottle Party plus VIP Pre-Champagnerempfang mit „Blick hinter die Kulissen“ ab 11:30 Uhr für  € 239,00 pro Person (limitierte Plätze)
 
Tickets unter +49(0)30-2502 1126 oder per E-Mail a.vos@palace.de – www.bigbottleparty.de
 
Kulinarik:
Wolfgang Becker (Becker’s, 2 Michelin Sterne)
Frank Buchholz (Buchholz Restaurant, 1 Michelin Stern)
Stefan Neugebauer (Schwarzer Hahn, 1 Michelin Stern)
Daniel Schimkowitsch (Ketschauer Hof, 1 Michelin Stern)
Thomas Martin (Louis C. Jacob, 2 Michelin Sterne)
Matthias Diether („first floor“, 1 Michelin Stern)
Wolfgang Otto (Otto Gourmet)
Chocolatier Gerhard Skrovanek, Skrovanek Edelpralinen Manufaktur
Käseveredler Maître Bernard Antony, Elsass

Gault Millau Deutschland 2015 – Ergebnisse

Leider hat der Gault Millau dieses Jahr unkopierbare Pressemitteilungen erstellt, so dass ich die wichtigsten Ergebnisse abschreibe und die restlichen Ergebnisse habe ich für Sie abfotografiert.

Koch des Jahres ist Christoph Rüffer aus dem Haerlin in Hamburg

Oberkellner des Jahres wurde Thomas Brandt aus dem Bareiss in Baiersbronn

Aufsteiger des Jahres ist Anton Schmaus aus dem erst kürzlichst eröffnetetn Storgard in Regenburg

Die Entdeckung des Jahres ist Cedric Schwitzer aus dem Schwitzer’s in Waldbronn

Der Sommelier des Jahres ist Daniel Kiowski von Christian Baus Schloss Berg, Perl-Nennig

Karina Appeldorn vom First Floor im Hotel Palace in Berlin wurde Patissier des Jahres

Restaurateure des Jahres wurden die Cordobar Inhaber Retter & Ellinghaus, ebenso in Berlin

Deutscher Koch im Ausland wurde Heiko Nieder vom Dolder Grand in Zürich

Ein Bericht zur Lage der kochenden Profi-Nation vom Gault Millau:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595089438124

Aus den Bundesländern:

Baden-Württemberg:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595125433124

Berlin:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595136348124

Bayern:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595144723124

Brandenburg:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595158343124

Bremen:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595170998124

Hamburg:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595184378124

Hessen:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595188158124

Mecklenburg-Vorpommern:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595202063124

Niedersachsen:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595220618124

NRW:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595224388124

Rheinland-Pfalz:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595237053124

Saarland:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595246658124

Sachsen:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595249953124

Sachsen-Anhalt:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595258613124

Thüringen:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595273298124

Schleswig-Holstein:
https://www.facebook.com/gourmetreport/posts/10152595278543124

Tim Mälzers Schulkoch Wettbewerb

Die Finalisten des IN FORM- Wettbewerbs stehen fest – Bundesminister Schmidt: KLASSE KOCHEN! bringt Ernährung in die Töpfe und Köpfe
 
Der IN FORM- Wettbewerb KLASSE, KOCHEN! geht in die finale Runde. Seit März 2014 waren Schulen in ganz Deutschland aufgerufen, kreative Konzepte zum diesjährigen Motto „Mit der Küche um die Welt – Internationale Speisen“ einzureichen. Nun stehen die 25 Schulen fest, die es ins Finale geschafft haben. Sie müssen noch bis Dezember zittern: Erst dann gibt die Jury die zehn Gewinner bekannt. Damit die Schülerinnen und Schüler ihre Ideen in die Praxis umsetzen können, werden die Gewinner mit einer neuen hochwertigen Übungsküche für die Schule belohnt.
 
„Wir müssen das Einmaleins der Ernährung und die Wertschätzung für unsere Lebensmittel immer wieder aufs Neue vermitteln. Hierzu ist KLASSE, KOCHEN! ein klasse Wettbewerb, der dazu beiträgt, dass Ernährung nicht nur in den Töpfen der Schulküche, sondern auch in den Köpfen der Schülerinnen und Schüler verankert wird“, sagte Bundesernährungsminister Christian Schmidt in Berlin. Seit 2009 gibt es den Wettbewerb, gestartet vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann Stiftung, Tim Mälzer und Küchenhersteller Nolte. Ziel des Wettbewerbs ist es, den Spaß am selber Kochen und damit mehr Wissen in Ernährungsfragen zu vermitteln.
 
„Die Qualität der eingesendeten Beiträge war auch in diesem Jahr erneut unglaublich hoch. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit ihrer Kreativität wieder einmal selbst übertroffen. Bei so vielen tollen Teilnehmern haben wir in der Jury die Qual der Wahl“, stellte Tim Mälzer fest. In der Endrunde müssen die Bewerber nun genau beschreiben, mit welchen konkreten Maßnahmen sie die Themen Ernährung und Kochen im Schulalltag umsetzen wollen. „Sich selbst an Herd und Topf zu stellen, ist die beste Lernerfahrung. Die vielen originellen Einsendungen – von eigens erfundenen Comics bis aufwändig entwickelten Spielen – zeigen, wie das Thema Ernährung auf kreative Weise in der Schule stattfinden kann,“ so Dr. Brigitte Mohn, Vorstandsmitglied der Bertelsmann Stiftung. Gefragt wird auch danach, wie genau die Schule die schöne Übungsküche nutzen wollen, die es zu gewinnen gilt. „Die vielen  Wettbewerbsbeiträge beweisen, dass Kochen unter den Schülerinnen und Schülern offensichtlich ein echtes Trendthema ist“, resümiert Andreas Kuipers, Geschäftsführer von Nolte Küchen.
 
Alle Teilnehmer, die es dieses Mal nicht in die Finalrunde geschafft haben, können im Frühjahr 2015 nochmal ihr Glück versuchen, denn dann startet eine neue Wettbewerbsrunde.
 
Diese 25 Schulen sind im diesjährigen Finale von KLASSE, KOCHEN!:
§  Gymnasium Friedrich der Zweite  Lorch, Baden-Württemberg
§  Johannes-Gaiser-Realschule Baiersbronn, Baden-Württemberg
§  Realschule Tettnang, Baden-Württemberg
§  Werkrealschule Villingendorf, Baden-Württemberg
§  Grundschule Taufkirchen / Vils, Bayern
§  Mönchberg-Volksschule Würzburg, Bayern
§  Pestalozzischule Erlangen, Bayern
§  Schulfarm Insel Scharfenberg, Berlin
§  Archimedes Grundschule Forst, Brandenburg
§  Rosa-Luxemburg-Schule Potsdam, Brandenburg
§  Oberschule a. d. Schaumburger Straße, Bremen
§  Friedrich-Fröbel-Schule Viernheim, Hessen
§  Laubach-Kolleg der EKHN, Hessen
§  Fritz-Reuter-Grundschule Crivitz, Mecklenburg-Vorpommern
§  Richard-Wossidlo-GymnasiumRibnitz-Damgarten,Mecklenburg-Vorpommern
§  Leonardo da Vinci Gesamtschule Hückelhoven, Nordrhein-Westfalen
§  Liebfrauenschule Bonn, Nordrhein-Westfalen
§  Martin-Niemöller-Gesamtschule Bielefeld, Nordrhein-Westfalen
§  Freiherr-von-Stein-Realschule Plus Bernkastel-Kues, Rheinland-Pfalz
§  IGS Gerhard Ertl Sprendlingen, Rheinland-Pfalz
§  Mannlich-Realschule Plus Zweibrücken, Rheinland-Pfalz
§  Rudi Stephan Gymnasium Worms, Rheinland-Pfalz
§  Comenius-Schule Mücka, Sachsen
§  Grundschule Clara Schumann Leipzig, Sachsen
§  Grundschule Max Rennau Sayda, Sachsen
 
 www.klasse- kochen.de

Wer zahlt beim ersten Date?

Samstagabend, ein geschäftiges Szenerestaurant, die Kellner nehmen lässig Bestellungen über iPads auf. Ein Paar sitzt sich gegenüber, die Gläser sind ausgetrunken, und jetzt kommt der Moment der Wahrheit. Die beiden sind bei ihrem ersten Date und bestellen die Rechnung und es stellt sich die alles entscheidende Frage: Wer zahlt? Eine aktuelle Umfrage* von orderbird, dem iPad-Kassensystem www.orderbird.com für die Gastronomie, belegt: Die Mehrheit (54 Prozent) vertritt klar die Meinung, der Mann zahlt beim ersten Date. Nur bei zwei Prozent der Befragten übernimmt die Frau beim ersten Rendezvous die Rechnung. Ein klarer Sieg für die klassische Rollenverteilung.

Die Pfälzer sind am emanzipiertesten: zusammen und doch getrennt
In den meisten Bundesländern lädt beim ersten Date vorwiegend der Mann die Frau ein, allen voran Thüringen mit 73 Prozent, gefolgt von Hessen mit 60 Prozent und dem Saarland mit 58 Prozent. Rheinland-Pfalz ist das einzige Bundesland, in dem fast jeder zweite Befragte (48 Prozent) beim ersten Date getrennt zahlt.

Junge Generation – alte Werte
Die jüngere Generation vertritt beim ersten Date alte Werte. In der Altersgruppe der 18- bis 24-Jährigen lädt mit 64 Prozent vorwiegend der Mann die Frau ein. Mit zunehmenden Alter nimmt auch die Gleichberechtigung beim ersten Rendezvous zu. Bei den über 55-Jährigen zahlen 41 Prozent der Befragten den Rechnungsbetrag getrennt und nur noch 47 Prozent der Männer übernehmen die komplette Rechnung.

Das Portemonnaie als Dating-Pistole: Wer zückt schneller?
Trotz der Emanzipation in vielen Bereichen behält der Mann beim ersten Date seine Ernährerrolle. Die aktuelle orderbird-Studie offenbart jedoch deutliche Unterschiede in der Wahrnehmung von Männern und Frauen beim Zahlungsverhalten. So geben stolze 68 Prozent der Männer an, dass sie beim ersten Date die Rechnung im Restaurant begleichen. Dagegen vertritt die Mehrheit der weiblichen Befragten zu 43 Prozent die Meinung, dass heutzutage getrennt bezahlt wird. Sind Frauen in ihrer Wahrnehmung einfach schon weiter emanzipiert oder offenbaren die Ergebnisse eine Trendwende und beim ersten Date wird in Zukunft getrennt bezahlt? So oder so entscheidet die Rechnungsfrage oft darüber, ob es ein Wiedersehen gibt. So berechnend kann die Liebe sein.

Erstes Date und dann? In Partnerschaften ist alles drin, außer getrenntes Zahlen
Doch was passiert nach dem ersten Date, bei dem sich beide Geschlechter zunächst von ihrer besten Seite präsentieren? Wer zückt in einer Partnerschaft oder Ehe am Ende des Abends den Geldbeutel? Insgesamt sind 35 Prozent aller Befragten der Meinung, dass sich Frau und Mann in einer festen Partnerschaft abwechselnd einladen sollten. Im Gegensatz dazu zahlt bei Verheirateten am häufigsten der Mann (55 Prozent). Ein Zehntel löst sich komplett von der Geschlechterfrage und lässt ganz einfach den Besserverdienenden die Rechnung zahlen.

* Die Umfragedaten wurden vom Marktforschungsinstitut YouGov im Auftrag der orderbird AG mittels Online-Befragung erhoben. Die Stichprobengröße ist 1060. Die Ergebnisse sind gewichtet und repräsentativ für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren.

KOCHEN macht Schule

Unter dem diesjährigen Motto „Alles aus Teig – Herzhaft & Süß!“ gehen im Schuljahr 2013/2014 bundesweit 136 Schülerkochteams ans Werk. On top und allen Bundesländern voran ist Rheinland-Pfalz, vertreten mit 20 Schülerkochteams.

Organisiert wird der Schülerkochpokal von der KOCHEN macht Schule gGmbH. „Die Resonanz an Anmeldungen war in diesem Jahr erstaunlich. Noch nie haben sich in Rheinland-Pfalz so viele Teams angemeldet. Das verdanken wir vor allem auch der guten Zusammenarbeit mit dem hiesigen Kultusministerium. Wir freuen uns über so viel Kochbegeisterung und sind gespannt, was für tolle Menüs wieder auf uns warten!“, so Lutz Lange, Geschäftsführer der KOCHEN macht Schule gGmbH.

Auf alle Nachwuchsköche wartet eine Aufgabe: Die Kreation eines Drei-Gänge-Menüs. Dieses gestaltet sich aus einer warmen Vorspeise, einem Hauptgang – bestehend aus Gemüse, Fleisch oder Fisch sowie einer Beilage – und einem Dessert. Die Schülerkochteams stellen sich dabei der Herausforderung, dass jeder Menüpunkt mindestens einen Bestandteil eines selbst gewählten Teigs beinhalten und mindestens ein Teig vor Ort hergestellt werden muss.

Verkostet und bewertet werden die Menüs auf Grundlage einheitlicher Bewertungskriterien von einer fachkundigen Jury vom Verband der Köche Deutschlands e. V. Die Kochprofis sind auch in diesem Jahr Partner und Begleiter des Schülerkochpokal und leisten mit ihrem ehrenamtlichen Engagement einen wichtigen Beitrag für die Nachwuchsarbeit, Ernährungsbildung und den respektvollen Umgang mit Lebensmitteln.

Die ersten Kochtermine starteten bereits am 9. Dezember 2013. Los geht` s in Mecklenburg-Vorpommern/Rostock, Hessen/ Roßdorf und Rheinland-Pfalz/ Salz. Alle weiteren Kochtermine finden Sie in unserem Kochkalender unter http://www.schuelerkochpokal.org/17skp/r-kochkalender.html. Allgemeine Informationen zum Wettbewerb erhalten Sie unter www.schuelerkochpokal.org

Der Schülerkochpokal, ehemals ERDGASPOKAL der Schülerköche, ist ein bundesweit einzigartiger Kochwettbewerb für Mädchen und Jungen der Sekundarstufe I. Initiiert und gefördert durch die „Kochen macht Schule gGmbH“ und den Verband der Köche Deutschlands e. V. hat es sich der Schülerkochpokal zur Aufgabe gemacht, Jugendliche für ausgewogene Ernährung und den bewussten Umgang mit Lebensmitteln zu sensibilisieren. Der Schülerkochpokal leistet damit einen wichtigen Beitrag im Sektor Jugendhilfe sowie Volks- und Berufsbildung. Lehrreich und mit viel Spaß werden die Schüler an die Welt des Kochens herangeführt und Fähigkeiten wie Teamgeist, Kreativität und Zeitmanagement geschult.

www.schuelerkochpokal.org

Gault Millau 2014 – Rheinland-Pfalz

Die Starköche halten ihr Niveau, das Verfolgerfeld punktet kräftig im neuen Gault&Millau – Joachim Buggle aus Balduinstein, Peter Steverding aus Knittelsheim und Thomas Schanz aus Piesport steigen im neuen Gault&Millau in den Rang der Kochkünstler auf

Drei rheinland-pfälzische Köche verbessern sich dieses Jahr nach dem Geschmack der französischen Gourmetbibel Gault&Millau in jene Klasse, in der nach dem Verständnis des Guides Kochen zur Kunst wird:

  • ·  Joachim Buggle demonstriert in der „Bibliothek“ in Balduinstein „ein breiteres Aromenspektrum vom Rochenflügel mit Radicchio-Marmelade bis zum geschmolzenen Kopf und glacierten Bries vom Kalb mit mariniertem Kohlrabi, schwarzem Trüffel und Dijon-Senf-Emulsion“,

  • ·  Thomas Schanz bereitet in seinem „Schanz” in Piesport „Gerichte von schöner Delikatesse wie ein erfrischend-feines Hummerfrikassee mit Speckschaum, Melone, Blutampfer und allerlei Gemüse im Anissud“,

  • ·  Peter Steverding vom „Isenhof“ in Knittelsheim „komponiert in seiner winzigen Küche mit großer Experimentierfreude kunstvolle Tellerarrangements wie Lammrücken auf Kardamom-Ananas mit Kichererbsen und Lauch-Tomatengemüse“.

    Sie bekommen in der jetzt erscheinenden Deutschlandausgabe 2014 jeweils 16 Punkte, die für einen „hohen Grad an Kreativität und Qualität“ verliehen werden.

    Auf dieselbe Note erhöhen die beiden Spitzenköche Karl-Emil Kuntz und Hans Stefan Steinheuer das Niveau ihrer sogenannten Zweitrestaurants. In der „Pfälzer Stube“ von Kuntz in Herxheim bei Karlsruhe sind „Saumagen oder das landestypische Rumpsteak mit Zwiebeln eher Ausnahmen. Die Regel sind furiose Komposition aus Rindertatar, gebratener Entenleber und Belugalinsen oder ein achtteiliges Potpourri von Edelfischen“. Steinheuer gelingt im „Landgasthof Poststuben“ in Bad Neuenahr „die Frankfurter Grüne Sauce zu den Scheiben vom Tafelspitz so authentisch, dass man meint, deren sieben Kräuter herauszuschmecken, und die üblicherweise dazu servierten gekochten Eier ersetzt ein gebackenes Exemplar mit flüssigem Kern“.

    Seine 16 Punkte ließ auch Dirk Maus aus Mainz mit seiner „modern inspirierten Küche in den edelrustikalen ‚Sandhof‘ nach Heidesheim umziehen“.

    Auf 15 Punkte steigern sich

· Christian Knefler von der „Weinstube Brand“ in Frankweiler, der „in der erstaunlichsten Weinstube an der Weinstraße ideenreiche Gerichte mit feiner Würze von Frankreich über Arabien bis Asien auftischt und Pfälzisches auf völlig neue Art erstrahlen lässt“ sowie

· Roger Müller vom „Prümer Gang“ in Bad Neuenahr, dessen „Filet vom Wollschwein auf Spitzkohl durch chiligeschärftes Mangogelee durchaus bestrickend ist“.

Platz 1 der kulinarischen Hitparade des Gault&Millau in Rheinland-Pfalz verteidigt seit 1998 souverän Helmut Thieltges vom „Waldhotel Sonnora“ in Dreis bei Wittlich. Bei ihm ist „nichts dekonstruiert und manipuliert, nichts verfremdet und verfälscht und bietet alles eine Opulenz, als fielen die teuersten Zutaten wie Manna vom Himmel. Der Steinbutt mit karamellisiertem Chicorée-Herz, Ochsenmark und Rotweinbutter von hinreißender Süffigkeit oder das herbstliche Rebhuhn, superzart auf Champagnerkraut gebettet und beinahe wiederbelebt von Smyrna- Trauben und einer Sauce Sauternes, die das Sauerkraut perfekt balanciert, bescheren Glücksmomente und rechtfertigen“ seine 19,5 Punkte, die nur noch drei andere Köche in Deutschland haben.

Den zweiten Rang sichert sich wieder Hans Stefan Steinheuer von „Steinheuers Restaurant zur alten Post“ in Bad Neuenahr „mit untrüglichem Gespür für spannende Aromen: Der Carabinero wird begleitet von zylindrisch in sesamgewürzten Algenblättern gerolltem Thunfischbauch in gelierter Krustentierbouillon. Den saftigen Wolfsbarsch bedeckt eine Knusperhaube von gebratener Haut und gerösteten Schuppen. Dazu gesellen sich kleiner Chinakohl, ein wie Pommes frites aufgefächertes Kartoffelquadrat, das mit knusprigem Pancetta umwickelt ist, ein Senfkohl-Mark-Flan und Malabar-Pefferjus“. Er bewahrt seine 19 Punkte und zählt damit zu den 13 besten deutschen Köchen.

Den beiden folgen weiterhin mit 18 Punkten für eindrucksvolle Gerichte:

  • ·  Wolfgang Becker vom Restaurant „Becker’s“ in Trier „fächert ein breites Spektrum von Geschmacksnuancen auf: Eine Eismeergarnele mit Leber, grünem Apfelpulver und etwas Gelee entwickelt sich, wie man das von einem guten Wein kennt, im Mund zu einem Spannungsbogen“,

  • ·  Karl-Emil Kuntz von der „Krone“ in Herxheim, gibt dem „noblen Steinbutt mit zur Farce verarbeitetem Kaisergranat durch Schweinebauch eine leicht deftige Würze, verfeinert mit einem Hauch Lakritze und Zitronengras“,

  • ·  Harald Rüssel von „Rüssels Landhaus St. Urban“ in Naurath am südlichen Hunsrück „überrascht bei vielen Kreationen durch die virtuose Vermählung unterschiedlichster Komponenten wie Lammrücken mit Rübenfond, gebackenem Frischkäse und Saubohnen“.

    Ihre 17 Punkte aus dem Vorjahr erkochen sich wieder

  • ·  Stefan Neugebauer vom „Schwarzer Hahn“ in Deidesheim („verleiht dem Steinbutt durch drei Variationen vom Sauerampfer geradezu Flügel und macht das grün-weiße Gericht auch optisch zu einem Erlebnis“),

  • ·  Dieter Luther vom „Luther“ in Freinsheim bei Mannheim, „der nur noch bis Silvester 2013 solch sinnliche Vergnügen bereiten (und dann in den Ruhestand) will wie beim bunten Allerlei aus gegrilltem Gemüse, Lachskaviar, Basilikummousse, Blüten und Salat auf dem handwarmen Carpaccio vom Saibling“.

    Die Tester beschreiben und bewerten dieses Jahr insgesamt 95 Restaurants in Rheinland-Pfalz. 81 Küchenchefs zeichnen sie mit einer oder mehreren Kochmützen aus, wofür die Könner am

Herd mindestens 13 von 20 möglichen Punkten erreichen müssen, was einem Michelin-Stern nahe kommt. Das schaffen auch die neu eröffneten oder nach einer Pause wieder bewerteten Lokale „Hippo“ in Deidesheim (15 Punkte), „Arens“ in Hainfeld, „Gourmet Wagner“ in Mayen und „Schlössl“ in Oberotterbach (jeweils 14 Punkte) sowie „Bistro Filip“ in Koblenz, „Kittchen“ in Bad Kreuznach und „Becker’s XO“ in Trier (alle 13 Punkte).

Im Vergleich zur Vorjahresausgabe serviert der wegen seiner strengen Urteile und deren zuweilen sarkastischer Begründung von den Köchen gefürchtete, von den Gourmets mit Spannung erwartete Gault&Millau in Rheinland-Pfalz 13 langweilig gewordene Restaurants ab und nimmt 14 neu auf, elf werden höher, vier niedriger bewertet. Ferner beschreibt und klassifiziert der Gault&Millau Deutschland 2014 250 Hotels.

Ab sofort erhalten Genießer mit dem Erwerb der Printausgabe des Gault&Millau Deutschland 2014 auch Zugang zu den exklusiven Web&App-Services.

Gault&Millau Deutschland 2014 – Der Reiseführer für Genießer 31. Jahrgang, 736 Seiten, 29,99 Euro
ISBN 978-3-86244-487-8 Christian Verlag München

Die besten Restaurants des Gault&Millau in Rheinland-Pfalz

19,5 Punkte
Waldhotel Sonnora in Dreis bei Wittlich

19 Punkte
Steinheuer’s Restaurant zur alten Post in Bad Neuenahr

18 Punkte
Zur Krone in Herxheim bei Karlsruhe
Rüssel’s Landhaus St. Urban in Naurath bei Trier
Becker’s in Trier

17 Punkte
Schwarzer Hahn in Deidesheim
Luther in Freinsheim bei Mannheim

16 Punkte
Bibliothek* in Balduinstein
Walram in Bad Bergzabern
Graf Leopold in Daun/Eifel
Freundstück*** in Deidesheim
Sandhof** in Heidesheim
Pfälzer Stube* in Herxheim bei Karlsruhe
Isenhof* in Knittelsheim Buchholz,
Der halbe Mond und Favorite in Mainz
Landgasthof Poststuben* in Bad Neuenahr
Le Temple de Gourmet in Neuhütten
Coquille St. Jacques in Neuwied
Schanz* in Piesport
Vieux Sinzig in Sinzig/Mittelrhein
Le Val d’or in Stromberg
Wein- und Tafelhaus in Trittenheim
Landhaus Mühlenberg in Zemmer

*Aufsteiger **Newcomer ***Absteiger

Unser Bericht zum Gault Millau 2014: www.gourmet-report.de/artikel/344791/Berlin-raeumt-ab-beim-Gault-Millau-2014/
Die Resultate aus den Bundesländern:
Berlin: www.gourmet-report.de/artikel/344792/Gault-Millau-2014-Berlin/
Baden-Würtemberg: www.gourmet-report.de/artikel/344793/Gault-Millau-2014-Baden-Wuertemberg/
Brandenburg: www.gourmet-report.de/artikel/344794/Gault-Millau-2014-Brandenburg/
Bremen: www.gourmet-report.de/artikel/344795/Gault-Millau-2014-Bremen/
Hamburg: www.gourmet-report.de/artikel/344796/Gault-Millau-2014-Hamburg/
NRW: http://www.gourmet-report.de/artikel/344797/Gault-Millau-2014-NRW/
Rheinland-Pfalz: www.gourmet-report.de/artikel/344798/Gault-Millau-2014-Rheinland-Pfalz/
Saarland: www.gourmet-report.de/artikel/344799/Gault-Millau-2014-Saarland/
Sachsen-Anhalt: www.gourmet-report.de/artikel/344800/Gault-Millau-2014-Sachsen-Anhalt/
Sachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344801/Gault-Millau-2014-Sachsen/
Schleswig-Holstein: www.gourmet-report.de/artikel/344802/Gault-Millau-2014-Schleswig-Holstein/
Thüringen: http://www.gourmet-report.de/artikel/344803/Gault-Millau-2014-Thueringen/
Hessen: www.gourmet-report.de/artikel/344808/Gault-Millau-2014-Hessen/
Mecklenburg-Vorpommern: www.gourmet-report.de/artikel/344807/Gault-Millau-2014-Mecklenburg-Vorpommern/
Niedersachsen: www.gourmet-report.de/artikel/344806/Gault-Millau-2014-Niedersachsen/
Bayern: www.gourmet-report.de/artikel/344805/Gault-Millau-2014-Bayern/

Alle Restaurants von 15 bis 19,5 Punkten in Deutschland: www.gourmet-report.de/artikel/344804/Gault-Millau-2014-Restaurants/

Zum Vergleichen, der Michelin 2014 mit allen Sternerestaurants: http://www.gourmet-report.de/artikel/344782/Alle-Sterne-Restaurants-Deutschland-2014/