Die perfekte Melone

Reife Früchte an Ton und Geruch erkennen

Die Melone begleitet uns durch den Sommer. Reife Früchte
sind besonders schmackhaft und an verschiedenen Merkmalen zu erkennen.
Wer mit allen Sinnen einkauft, kann die besten Exemplare mit nach
Hause bringen. Denn nach der Ernte reifen die Früchte nicht mehr
nach, werden also auch nicht süßer.

Machen Sie im Geschäft den Klopftest. Eine reife Wassermelone hat
einen hohen Wassergehalt und kann Schall gut leiten. Sie vibriert
leicht und klingt tief, dumpf und voll, wenn man mit dem
Fingerknöchel gegen die Schale klopft. Bei einem metallisch-hellen
Ton ist wenig Wasser eingelagert und die Frucht ist vermutlich unreif.
Die Farbe der Schale lässt in der Regel keinen Rückschluss auf den
Reifegrad zu.

Bei der Zuckermelone sollten Sie einen tiefen Zug durch die Nase
nehmen. Ein reifes Exemplar riecht vor allem am Stielansatz angenehm
süß und aromatisch. Wenn sich diese Stelle mit dem Finger leicht
eindrücken lässt, ist die Melone perfekt. Die Schale sollte nicht zu
weich sein und keine Risse oder Dellen aufweisen. Eine überreife
Zuckermelone hat einen leicht vergorenen Geruch und schmeckt
unangenehm parfümiert. Wer nur ein Stück Melone kauft, kann sich das
Fruchtfleisch genau anschauen. Ein gutes Zeichen ist ein saftiges
Fleisch mit einer intensiven und gleichmäßigen Farbe.

Bei der Melone kann man direkt zugreifen und das saftige
Fruchtfleisch aus der Schale löffeln bzw. in Spalten oder Würfel
schneiden. Die Kerne der Wassermelone sind essbar. Bei der
Zuckermelone liegen sie im Inneren und lassen sich nach dem
Aufschneiden leicht mit einem Esslöffel entfernen. Ein Klassiker sind
knallgelbe Honigmelonen-Spalten mit geräuchertem Schinken oder Lachs.
Sehr dekorativ sehen kleine Kugeln aus, die mit einem Kugelsausstecher
aus dem Fruchtfleisch gelöst werden. Sie können in einer Bowle
schwimmen oder auf Fruchtspieße gesteckt werden.

Nach dem Einkauf ist die Melone an einem kühlen, dunklen Ort
mindestens ein bis zwei Wochen haltbar. „Ein aufgeschnittenes Stück
sollte allerdings innerhalb eines Tages gegessen werden“, rät
Harald Seitz, Ernährungswissenschaftler vom aid infodienst. „Die
Schnittflächen trocknen rasch aus und werden daher am besten mit
Frischhaltefolie bedeckt.“ Im Kühlschrank verliert die Frucht
schnell an Aroma und nimmt Geschmack und Geruch anderer Lebensmittel
an. Heike Kreutz, www.aid.de

Papaya

Die Papaya schmeckt wie eine Melone und duftet nach Aprikose. Reife gelblich gefärbte Früchte sind pur, aber auch in einem Obstsalat mit Kiwi und Mango ein Genuss. Ein Spritzer Limetten- oder Zitronensaft und etwas Ingwer unterstreichen die leichte Honignote. Auch unreife Papayas mit grüner Schale sind essbar. Sie haben einen säuerlichen Geschmack und können ähnlich wie Kürbis in Suppen und im Chutney verwendet werden.

Papayas sind kalorienarm und reich an Carotinoiden (165 Mikrogramm), Ballaststoffen (1,7 g, vor allem Pektin) und Vitamin C (80 mg pro 100 g). Der Zuckergehalt liegt je nach Reifegrad zwischen 6 und 19 Prozent. Zudem enthält die Frucht die Eiweiß spaltenden Enzyme Papain und Chymopapain, welche die Verdauung fördern.

Vor dem Verzehr teilt man die Papaya in zwei Hälften und entfernt die Kerne mit einem Löffel. Anschließend kann das Fruchtfleisch einfach aus der Schale gelöffelt werden. Zur Weiterverarbeitung wird die Schale mit einem scharfen Messer entfernt und die Frucht vorsichtig in kleine Stücke geschnitten. Aber Aufpassen: Das Fleisch ist sehr glitschig.

Die Papaya wird auch Baummelone genannt und ist ursprünglich in den Tropen zwischen Bolivien und Südmexiko beheimatet. Heute sind die größten Produktionsländer Indien und Brasilien. Die Beerenfrüchte wachsen in Trauben an bis zu zehn Meter hohen palmenähnlichen Bäumen. Je nach Sorte sind die Früchte rund bis birnenförmig oder länglich. In der Mitte befinden sich bis zu 1.000 schwarze Samen. Was viele nicht wissen: Die Samen sind essbar. Sie haben einen hohen Gehalt an Senfglykosiden, die ihnen eine pfeffrige Schärfe verleihen. Sie werden gewaschen, getrocknet, mit dem Mörser zerkleinert und als Gewürz verwendet.

Papayas sind ganzjährig im Handel erhältlich. Greifen Sie zu reifen Früchten, die ihre Grüntöne verloren haben und auf leichten Druck nachgeben. Im Kühlschrank sind sie etwa eine Woche haltbar.
Heike Kreutz, www.aid.de

Die meisten haben noch nie Champagner getrunken

Laut einer repräsentativen GfK-Umfrage im Auftrag von Champagne Nicolas Feuillatte, wissen zwar über die Hälfte der Befragten, dass Champagner aus der Champagne kommt. Die Mehrheit hat allerdings noch nie selbst Champagner getrunken. Um dem edlen Getränk den richtigen Rahmen zu liefern, hier ein paar unverzichtbare Details, worauf es beim Champagnergenuss ankommt:

Lagerung:
Da Champagner seine Reife bereits in der Kellerei erfährt, sollte nach dem Erwerb möglichst wenig Zeit bis zum Verzehr vergehen. Eine langfristige Lagerung wird nur für besondere Jahrgänge empfohlen. Muss mit dem „Korkenknallen“ dennoch ein wenig gewartet werden, sind eine Lagertemperatur zwischen 10-15°C, hohe Luftfeuchtigkeit und wenig Lichteinfluss ideal, um den Champagner später ohne Geschmackseinbußen genießen zu können.

Trinktemperatur:
Vor dem Öffnen gilt es, den Champagner zunächst auf die richtige Temperatur zu bringen: Je nachdem, ob er zum Beispiel als Aperitif oder zum Hauptgang eines Menüs serviert wird, variiert die optimale Trinktemperatur zwischen 7-11°C. Ein Champagnerkühler ist ein nützliches und dekoratives Accessoire, um die Flasche beständig zu kühlen. Von schnellem Schockfrosten im Tiefkühlfach sollte man allerdings absehen.

Öffnen:
Zum Öffnen der Flaschen nutzen Kenner und vor allem Könner einen Champagnersäbel. Wem das „Sabrieren“ zu gefährlich ist, der sollte den Korken durch leichte Drehbewegungen aus der Flasche lösen. Wer dabei auf das „Korkenknallen“ verzichten möchte, sollte die schräg angesetzte Flasche und nicht den Korken drehen. Mit einem speziellen Druckverschluss ist der Champagner nach dem Öffnen etwa 24 Stunden ohne Qualitätsverlust haltbar.

*Repräsentative GfK-Umfrage aus dem Jahr 2013 im Auftrag des französischen Marktführers Champagne Nicolas Feuillatte zum Thema „Champagnerkonsum der Deutschen“.

Glaswahl:
Zur optimalen Unterstützung von Perlage (Perlenbildung), Geschmack und optischer Präsenz sind Champagnergläser das sogenannte „i-Tüpfelchen“. Schalen-, Flöten- oder Tulpengläser haben sich in der langen Champagnertradition durchgesetzt, wobei letztere derzeit als Geheimtipp gehandelt werden.

Genuss:
Damit beim Genuss Aromenvielfalt und Perlage richtig zur Geltung kommen, sollte man sich auch einmal einen großzügigen Schluck gönnen – denn nur auf diese Weise kann der Champagner seine wahre Reife unter Beweis stellen und sein volles Aroma entfalten.

www.nicolas-feuillatte.com

Baptiste Loiseau wird neuer Kellermeister

Im Frühjahr 2014 löst Baptiste Loiseau die amtierende Kellermeisterin Pierrette Trichet nach 38 Jahren bei Rémy Martin in ihrem Amt ab. Die studierte Biochemikerin und Biologin stand als erste Frau an der Spitze eines großen Cognacproduzenten und prägte den Stil von Rémy Martin entscheidend. Trichet übergibt die Führung an ihren bisherigen Stellvertreter, mit dem sie seit 2005 eng zusammenarbeitet. Eine besondere Auszeichnung für Loiseau, denn er reiht sich als erst fünfter Kellermeister in die Unternehmensgeschichte ein.

Man soll gehen, wenn es am schönsten ist, sagt ein Sprichwort. Genau das tut Pierrette Trichet, die seit 1976 dem Team von Rémy Martin angehört und seit 2003 als Kellermeisterin für die Cognacs Rémy Martin VSOP Mature Cask Finish, Cœur de Cognac, XO Excellence, Centaure de Diamant sowie Louis XIII verantwortlich zeichnet. Die Französin wird für ihre außergewöhnliche Nase ebenso geschätzt wie für ihre Kreativität und den Mut, neue Wege zu gehen.
Anfangs Mitglied des Entwicklungsteams, wurde Pierrette Trichet 1993 in das Geschmackskomitee Rémy Martins berufen. Hier intensivierte sie ihre Zusammenarbeit mit dem damaligen Kellermeister Georges Clot, der sie sieben Jahre später zu seiner Assistentin machte. Aufgrund ihres untrüglichen Gespürs für die harmonische Zusammensetzung verschiedener Eaux-de-Vie und die Interaktion von Boden, Reife und Aromenentwicklung wurde sie 2003 Kellermeisterin des prestigeträchtigen Unternehmens.

„Ich liebe meine Arbeit, aber es ist an der Zeit, dass jemand anders die Zügel in die Hand nimmt“, so Trichet. „Baptiste Loiseau ist der beste Nachfolger, den ich mir wünschen kann, denn er wird die Philosophie von Rémy Martin genauso konsequent umsetzen, wie meine Vorgänger und ich es getan haben. Gründlichkeit und das Streben nach Perfektion sind die Pfeiler unserer Arbeit, und diese Grundsätze werden von Generation zu Generation weitergegeben.“ Der Önologe stammt gebürtig aus Cognac und sammelte vor seiner Zeit bei Rémy Martin Weinbau-Erfahrungen in Frankreich, Südafrika und Neuseeland. Anschließend leitete er an der Cognac-Hochschule BNIC ein Forschungsteam zu Weinwachstum und Landwirtschaft, seit 2007 ist Loiseau bei Rémy Martin tätig. Der designierte Kellermeister war schon früh in die Entwicklungsprozesse aller Produkte involviert und wurde aufgrund seiner exzellenten Fähigkeiten im Bereich der Qualitätskontrolle, Verkostung und Analyse schnell zu einem der wichtigsten Mitarbeiter. Im Herbst dieses Jahres war Baptiste Loiseau bereits erstmals in Deutschland, um den Spitzencognac Centaure de Diamant vorzustellen.

Die Aufsichtsratsvorsitzende von Rémy Martin, Dominique Hériard Dubreuil, und der Geschäftsführer Patrick Piana blicken dem Führungswechsel sehr positiv entgegen: „Wir danken Pierrette Trichet für ihren Einsatz, ihr Engagement und die Art, wie sie ihre Persönlichkeit bei Rémy Martin eingebracht hat. Wir sind sicher, dass Baptiste Loiseau die Tradition unseres Hauses im Geiste seiner Vorgänger, aber auch mit vielen neuen Ideen und Impulsen weiterführen wird.“

Im April 2014 gibt es eine offizielle Zeremonie, in deren Rahmen Pierrette Trichet verabschiedet und Baptiste Loiseau offiziell in sein neues Amt eingeführt wird.
www.remymartin.com

Centaure de Diamant ist der neue Premiumcognac aus dem Traditionshaus
Rémy Martin und eines der Projekte, bei denen Pierrette Trichet und Baptiste Loiseau besonders eng zusammengearbeitet haben. Aus besten Eaux-de-Vie aus der Grande und Petite Champagne haben sie ein Produkt geschaffen, das sich durch ein intensives Aroma mit Noten von Pflaume, Nüssen und Zitrusfrüchten, eine seidige Textur und einen kraftvollen Nachklang auszeichnet. Äußerste Präzision bei der Destillation und eine besonders lange Reifezeit in den Holzfässern der ältesten Rémy-Martin-Keller machen Centaure de Diamant zu einem außergewöhnlichen Cognac.

Seit 1724 ist das Haus Rémy Martin bestrebt, das Herz der Region Cognac zu erfassen und seine Wurzeln zu pflegen. Gleichzeitig erneuert es sich beständig, um Cognacs von außergewöhnlicher Qualität anbieten zu können, die eine perfekte harmonische Reife und kräftige Aromen aufweisen.

Schnaps selber brennen

Destillateurkurs im Münsterland

Die Feinbrennerei Sasse aus Schöppingen bietet allen Fans von hochwertigen Aperitif- und Digestifprodukten die Möglichkeit, seine eigene Spirituosenspezialität herzustellen. Im Sasse Destillateurkurs können sich die Teilnehmer selbst als Brennmeister probieren. Er beginnt an jedem ersten Freitag des Monats um 8 Uhr und endet gegen 16 Uhr. Unter Anleitung eines Destillateurs wird am Vormittag der Dampfkessel angeheizt, Weizen und Malz gemahlen, die Maische bereitet und das erste Mal gebrannt. Neben einem gemeinsamen Frühstück steht am Mittag die Einkehr in einen westfälischen Gasthof auf dem Programm, bevor am Nachmittag aus dem Rohbrand der Feinbrand destilliert wird. Abschließend können die Teilnehmer aus dem gewonnenen Feindestillat eine eigene Spirituose herstellen.

Termin: jeden ersten Freitag des Monats, Dauer: ca. 8 Stunden; Preis: 85 Euro pro Gast, online buchbar unter www.sassekorn.de.

Inhalt:
Persönliche Betreuung durch einen Destillateur
Einführung in die Kunst des Feinbrennens
Frühstück, Mittagessen und Imbiss am Nachmittag
Alle alkoholfreien Getränke

Die Feinbrennerei Sasse, Lagerkorn GmbH ist Hersteller von edlen Aperitif- und Digestifprodukten mit Sitz in Schöppingen (Münsterland). Von der Destillation und Mazeration über die Lagerung und Reife bis hin zur Abfüllung deckt das Unternehmen den gesamten Produktionsprozess an einem Standort ab. Sasse ist eine der letzten Kornbrennereien in Deutschland, die das aufwändige Pot-Still-Verfahren anwendet. Spitzenprodukt ist der Münsterländer Lagerkorn, der seine Reife durch eine vierjährige Lagerung in Eichenfässern erlangt. TV-Koch Horst Lichter hat dem Digestif den Spitznamen „Grappa des Münsterlandes“ verliehen. Im Rahmen des World Spirits Awards wurde der Kornbrand bereits mehrfach international prämiert. Zu den Produktneuheiten zählt der „Cigar Special“. Bei diesem Brand wird die erste Auslese der Lagerkorn-Destillate über einen Zeitraum von vier Jahren in Cognac-Fässern gelagert und danach individuell gefinisht. Kuriosität: Dieser Korn wurde bei der „International Wine and Spirits Competition 2010“ in London als bester Whisky Kontinentaleuropas prämiert. Zudem wurde die Feinbrennerei mit diesem Titel in das Buch „Germany at its best: Deutschland von seiner besten Seite“ des NRW-Wirtschaftsministeriums aufgenommen.
In der Herstellung setzt Sasse auf regionale Rohstoffe sowie auf Bio-Zutaten. Das Wasser für die Herstellung wird aus einer eigenen Quelle am Schöppinger Berg gewonnen. Ergänzt wird das Portfolio der Brennerei durch Genussführungen und -abende sowie durch Destillateurkurse.
Der Vertrieb der Produkte erfolgt deutschlandweit über ausgewählte Fachhändler, einen Fabrikverkauf und online über www.sassekorn.de
Derzeit zählt der Spirituosenhersteller rund 5.000 Kunden. Das Familienunternehmen wurde im Jahr 1707 erstmals urkundlich erwähnt und wird heute von Rüdiger Sasse geführt. Die Brennerei verfügt über eine Barrique-Lagerkapazität von rund 250.000 Litern und beschäftigt am Standort Schöppingen mehr als 20 Mitarbeiter.

Österreichs Wein 2012: Wenig, aber gut

Mit einer geschätzten Erntemenge von knapp 2,1 Millionen hl liegt das österreichische Weinjahr 2012 deutlich unter dem langjährigen Durchschnitt, was vor allem auf den Spätfrost im Mai zurückzuführen ist, der insbesondere für Niederösterreich starke Einbußen mit sich gebracht hat. Die Qualität ist allerdings aufgrund des ansonsten günstigen Witterungsverlaufes durchgehend als sehr hoch zu bewerten, und zwar grundsätzlich für alle Anbaugebiete und Rebsorten. Das schöne, trockene Wetter gegen Ende der Vegetationszeit und während der Hauptlese hat dafür gesorgt, dass vollkommen gesundes und reifes Traubengut in weiß und rot eingebracht werden konnte.

Nach einem an sich ruhigen und warmen Frühlingsbeginn, der zu einem frühen Austrieb der Reben führte, ereignete sich in der Nacht vom 17. auf den 18. Mai 2012 ein seltenes Naturphänomen in Gestalt eines Spätfrost-Keils der sich von Norden über die niederösterreichischen Weinbaugebiete schob und vor allem im Pulkautal, aber auch in den Gebieten Kamptal und Kremstal für verheerende Frostschäden und Ernteeinbußen sorgte. Der weitere Frühling verlief dann wieder sehr ruhig und sonnig, wobei die ersten Temperaturspitzen mit bis zu 38 Grad bereits in der letzten Juniwoche auftraten.

Im Juli gab es eine rund zehn Tage andauernde kühle Periode, die zum Teil auch überraschend hohe Regenmengen brachte. Da sich das Wetter aber bald wieder zum Positiven wandelte und vor allem der August überaus heiß und trocken verlief, hatte diese Phase einen wahrhaft segensreichen Effekt für die bereits ausgedürsteten Rebpflanzen. Das trockene Wetter hielt in der Folge bis zum Abschluss der Haupternte Mitte Oktober an und wurde erst durch den plötzlichen Kälteeinbruch rund um den österreichischen Staatsfeiertag am 26. Oktober abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt war die Lese jedoch zum allergrößten Teil bereits abgeschlossen.

Die Parameter der Inhaltsstoffe liegen für die Weißweine ähnlich wie im Vorgängerjahr, allerdings hat die gute Wasserversorgung im Juli und merklich kühlere Nachttemperaturen im September zu kompakteren und strukturierteren Weißweinqualitäten geführt. Der Alkoholgehalt liegt vergleichbar hoch wie im Vorjahr, die Säurewerte sind – wie wohl ebenfalls eher am unteren Limit – doch geringfügig höher. Dies kommt vor allem den leichteren Weißweinen, wie so manchen Grünen Veltlinern in Niederösterreich oder dem steirischen Welschrieslingen, aber auch Bukettsorten, wie dem Gelben Muskateller zugute, die sich durch feines, zartgliedriges Fruchtspiel und klare Konturen auszeichnen.

Speziell dem Grünen Veltliner können für alle Gewichtsklassen sehr gute bis ausgezeichnete Ergebnisse bereits vorhergesagt werden; etwas zurückhaltend und verschlossen geben sich im Spätwinter hingegen noch so manche Rieslinge, doch ist aufgrund der guten Voraussetzungen auch für die eine sehr positive Entwicklung zu erwarten.

Aufgrund der weitgehend unproblematischen Witterung sind dieses Jahr Befall mit Oidium oder Peronospera kaum aufgetreten, was ebenso für die Botrytisbelastung gilt. Die reintönigen Jungweine lassen diesmal die Sortencharakteristika und das für die österreichischen Weißweintypen so begehrte Fruchtspektrum schon frühzeitig erkennen.

In der Steiermark wurden die wichtigen Rebsorten Morillon und Sauvignon Blanc bei hohen Zuckerwerten in hoher Qualität, allerdings etwas geringerer Quantität gelesen. Der fruchtige Charakter konnte bei der hohen Reife weitgehend erhalten werden, was beispielsweise auch für die Weißweine vom Leithagebirge und aus den Wiener Hausbergen zutrifft.

In den Süßwein-Hochburgen Burgenland und Teilen Niederösterreichs konnten außerdem Prädikatsweine in ausreichender Menge eingebracht werden, wobei der erste markante Kälteeinbruch rund um den 8. Dezember endlich wieder einmal die Kelterung von Eisweinen erlaubte.

Die beschriebenen Grundvoraussetzungen, wie gesundes Traubengut mit hoher Reife und ausreichende Zeitfenster für eine sorgfältige Wahl des optimalen Lesetermins trafen selbstverständlich auch für die burgenländischen und niederösterreichischen Rotweinzentren zu. Damit gibt es nach 2009 und 2011 zum dritten Mal in vier Jahren eine Rotweinausbeute von hervorragender Güte für alle Rotweingebiete und Rebsorten. Unter diesen Bedingungen war auch eine perfekte Ausgangslage für die Erzeugung pikanter und fruchttiefer Roséweine und Schilcher gegeben.

Überwiegend sind die Rotweine vielleicht ein wenig niedriger im Alkohol, doch fallen sie dafür kompakter und kerniger aus als im großen Vorgängerjahr 2011. Im Allgemeinen sind die jungen Rotweine überaus farbtief und dicht verwoben, wobei sich der reife Tanninrahmen und der angenehme Säurefonds durchwegs in das Gesamtgefüge einordnen. Auch die Haltbarkeit der 2012er Premiumroten steht nicht in Frage; ob in einigen Jahren die 2009er, die 2011er oder die 2012er die Nase in der Gunst der Weinliebhaber vorne haben werden, wird erst die Zukunft weisen.

www.oesterreichwein.at

Lust auf Melone

An heißen Sommertagen ist Melone besonders erfrischend. Denn das leckere Fruchtgemüse besteht bis zu neunzig Prozent aus Wasser und ist damit auch sehr kalorienarm. So liefern 100 Gramm reife Wassermelonen nur 40 Kilokalorien.

Melonen gehören zur Familie der Kürbisgewächse und sind mit Gurken und Zucchini verwandt. Im Allgemeinen unterscheidet man zwei Melonenarten: die Wasser- und die Zuckermelone. Die Wassermelone ist meist rund bis oval mit grüner glatter Schale. Das saftige, rote Fruchtfleisch hat einen mildsüßlichen Geschmack und ist von zahlreichen essbaren Kernen durchsetzt. Zu den Zuckermelonen zählen mehr als fünfhundert Sorten. Sehr beliebt ist die Honigmelone mit ihrer leuchtendgelben Schale und dem honigsüßen Fruchtfleisch. Die Galiamelone ist rund und trägt auf der Schale ein feines netzförmiges Muster. Wenn sie reift, färbt sich die grüne Schale goldfarben.
Melone schmeckt pur als Snack, aber auch mit Eis und Joghurt, im Fruchtsalat und Sorbet, auf der Torte und in der Bowle. Ganz einfach lässt sich ein sommerlicher Drink herstellen, indem man Wassermelone püriert und mit Fruchtsaft und zerstoßenen Eiswürfeln mischt. Wer es herzhaft mag, genießt das Fruchtgemüse zu Geflügel, Fisch oder Meeresfrüchten, in einem warmen Salat mit Fenchel oder ganz klassisch in Parmaschinken eingerollt. Eine erfrischende Vorspeise ist eine kalte Tomaten-Melonen-Suppe mit Basilikum und Joghurt.

Mit ein paar Tricks lässt sich beim Einkauf der Reifegrad feststellen: Eine reife Wassermelone klingt aufgrund des hohen Wassergehalts tief und dumpf, wenn man mit dem Fingerknöchel gegen die Schale klopft. Bei unreifen Exemplaren ist der Ton hohl und leise. Reife Honig- oder Galiamelonen sind mit wenigen Ausnahmen an ihrem feinen, leicht süßlichen Geruch zu erkennen. Das Stielende ist nicht hart, sondern gibt bei leichtem Fingerdruck nach. Melonen sollten nicht zu lange im Kühlschrank gelagert werden, da sie ansonsten an Geschmack verlieren und das Aroma anderer Lebensmittel annehmen.
Heike Kreutz, www.aid.de

Pflaumen und Zwetschen

Ab Ende Juli können Verbraucher Pflaumen und Zwetschen aus heimischem Anbau genießen. Noch bis zum Oktober sind die leckeren Früchte im Handel erhältlich. Das Steinobst schmeckt pur, im Kuchen, in der Marmelade, im Mus, im Früchtebrot oder im pikanten Chutney zu kurz gebratenem Fleisch. Pflaumenkompott ist eine köstliche Beilage zu süßen Hauptspeisen wie Milchreis und Germknödel.

Eine österreichische Spezialität sind Zwetschenknödel, die mit einem Kartoffel- oder Quarkteig zubereitet werden. Die aromatischen Früchte können auch für einige Wochen mit Zucker, Nelken und einer Zimtstange in Rum eingelegt werden. Der Rumtopf verfeinert Eiskreationen, Quarkspeisen und Wildgerichte.

Pflaumen und Zwetschen sind nicht so einfach zu unterscheiden. Pflaumen sind rundliche bis ovale Früchte mit einer ausgeprägten Längsnaht und einem rundlich bauchigen Stein. Zwetschen hingegen sind eher länglich-oval, etwas plattrund mit spitzem Ende. Der Stein ist länglich, flach und lässt sich leicht vom Fruchtfleisch lösen, sodass sich Zwetschen besonders gut zur Verarbeitung eignen.

In Deutschland werden Pflaumen und Zwetschen vor allem in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Bayern angebaut. Reife Früchte schmecken am besten. Daher sollten Sie beim Einkauf ausgefärbte und nicht zu harte Exemplare bevorzugen, die auf sanften Druck leicht nachgeben. Da Pflaumen und Zwetschen bei Zimmertemperatur nachreifen, sollten sie möglichst bald verzehrt werden. Ein Zeichen für Frische ist der Reifbelag, mit dem die Früchte überzogen sind, wenn sie frisch vom Baum kommen. Diese dünne wachsartige Schicht schützt das Obst vor dem Austrocknen und verlängert die Haltbarkeit. Da sich im Belag Schadstoffe anreichern können, sollte er vor dem Verzehr vorsichtshalber abgewaschen werden.
Heike Kreutz, www.aid.de

Österreich Wein Workshops 2012

Die auf Fachpublikum ausgerichtete Veranstaltungsreihe „Österreich Wein Workshops“ der ÖWM in Deutschland wird auch 2012 fortgesetzt. Acht Stationen sind geplant: im Frühjahr Sylt (27.03.), Berlin (23.04.), Dresden (11.06.) sowie erstmals Ostsee (19.06.). Im Herbst folgen die Städte München (10.09.), Hamburg (17.09.), Frankfurt (18.09.) und Düsseldorf (16.10.).

Im Mittelpunkt der rund zweistündigen Workshops steht jeweils ein spezifisches Thema – von der österreichischen Leitrebsorte Grüner Veltliner, über Sauvignon blanc bis hin zu Österreichs Rotweinen. Ein Sommelier oder Journalist steht Weinpate für die Weinauswahl und diskutiert die nominierten Weine gemeinsam mit dem Fachpublikum hinsichtlich Herkunft und Stil. Zudem werden die Weine auch in Hinblick ihres Reifepotenzials oder ihrer Eigenständigkeit im internationalen Kontext betrachtet.

Im Anschluss an den kommentierten Teil steht jeweils eine Weinbar mit einer weiteren Weinauswahl zur freien Verkostung bereit. Die Kombination mit österreichischen und regionalen Gerichten unterstreicht die Eignung der österreichischen Weine als ideale Speisenbegleiter.

Die Terminhinweise

SYLT
Dienstag | 27. März | 15.00 Uhr
„Grüner Veltliner – Herkunft, Stil & Reife“
mit Gerhard Retter, Sommelier / Patron Fischerklause Lütjensee
im Kaamp-Hüs, Tourismus-Service Kampen, Hauptstr.12, 25999 Kampen/Sylt

BERLIN
Montag | 23. April | 15.00 Uhr
„Sauvignon blanc – Steiermark versus Loire“
mit Billy Wagner, Sommelier Weinbar Rutz
Deutsche Parlamentarische Gesellschaft, Kaisersaal, Zugang über
Jakob-Kaiser-Haus,Dorotheenstrasse 100, 10117 Berlin

DRESDEN
Montag | 11. Juni | 15.00 Uhr
„Österreich ROT“
mit Thomas Sommer, Sommelier Schlosshotel Lerbach
Relais & Châteaux Hotel Bülow Palais, Königstraße 14, 01097 Dresden

OSTSEE
Dienstag | 19. Juni | 15.00 Uhr
„Vielfalt Österreich“
mit Sascha Speicher, Journalist, Weinwirtschaft
Kurhaus Ahrenshoop – Grand Hotel & SPA, Schifferberg 24, 18347 Ostseebad Ahrenshoop

MÜNCHEN
Montag | 10. September | 15.00 Uhr
„Grüner Veltliner – Herkunft, Stil & Reife“
mit Alexander Koblinger, Sommelier Restaurant Obauer

HAMBURG
Montag | 17. September | 15.00 Uhr
„Grüner Veltliner – Herkunft, Stil & Reife“
mit Peter Moser, Chefredakteur, Falstaff

FRANKFURT
Dienstag | 18. September | 15.00 Uhr
„Sauvignon blanc – Steiermark/Loire/Neuseeland“
mit Peter Moser, Chefredakteur, Falstaff

DÜSSELDORF
Dienstag | 16. Oktober | 15.00 Uhr
„Grüner Veltliner – Herkunft, Stil & Reife“
mit Sascha Speicher, Journalist, Weinwirtschaft

Die Veranstaltungsorte für die Herbsttermine werden zeitgerecht bekanntgegeben unter Events der ÖWM, Rubrik Internationale Events.
Um Ihre verbindliche Anmeldung per E-Mail wird gebeten.

Ein Lob auf die Birne

Man kann Äpfel nicht mit Birnen vergleichen? Man kann nicht nur, man sollte sogar. Ähnlich wie der unangefochtene Star unter den Kernobstsorten punktet die Birne nämlich mit super Talenten. Sie hat ein unvergleichlich mildes, süßes Aroma und viele innere Werte. Bei REWE findet man die Birne daher ab dem 12. März 2012 in einer neuen Rolle: als sortenreinen, 100-prozentigen Direktsaft REWE Feine Welt „Flämische Birne“, hergestellt aus von Hand gepflückten Conference-Birnen.

Äpfel und Birnen haben viele Gemeinsamkeiten. Kein Wunder, sie sind ja auch miteinander verwandt. Trotzdem erfreut sich der Apfel hierzulande größerer Beliebtheit. Darum ist es an der Zeit, die Birne einmal ins Rampenlicht zu rücken. Das Kernobst mit der lustigen Flaschenfigur hat zwar mit rund 73 kcal einen etwas höheren Nährwert als ein Apfel (ca. 68 kcal). Dafür schneidet die Birne in punkto Mineralstoffe besser ab. Birnen enthalten neben Phosphor und Kalzium viel Kalium. Deshalb wirken sie entschlackend bzw. entwässernd und regen dadurch den Stoffwechsel an. Auch wichtige Mineralstoffe wie Kupfer, Jod, Magnesium, Phosphat, Schwefel und Zink sind enthalten. Nicht zu vergessen die Vitamine A, B und C, wenn auch in geringeren Mengen im Vergleich zum Apfel. Ein weiterer Pluspunkt: Reife Birnen schmecken nicht nur besonders mild und süß, ihr geringer Säuregehalt gefällt auch dem Magen besser. Birnen sind außerdem eine wahre Wunderwaffe gegen Verdauungsstörungen: Wer regelmäßig Birnensaft trinkt oder Birnen isst, bekommt Verdauungsprobleme besser in den Griff.

Die Birne – in jeder Rolle eine gute Figur

Schon die alten Römer liebten Birnen und bauten sie fleißig an. Heute gibt es weltweit rund 5.000 verschiedene Sorten. Am bekanntesten sind Sorten wie Williams Christ, Abate Fetel oder Conference. Das Kernobst zeigt in einer Solorolle seine unvergleichlich vollmundigen (Geschmacks-)Talente, aber auch in Obstsalaten, als Kompott, im Kuchen oder als Dessert. Und wer’s lieber flüssig mag: Birnensaft ist DIE angenehm milde Alternative zum Evergreen Apfelsaft. Einen neuen, leckeren Birnensaft gibt es von REWE Feine Welt, einer Produktlinie mit ausgesuchten Spezialitäten aus aller Welt. „Flämische Birne“ schmeckt wunderbar süß und samtig. Für den 100-prozentigen Direktsaft werden ausschließlich flämische Conference-Birnen verwendet, aufwändig von Hand gepflückt und nach Erntejahren sortiert, so dass jeder Jahrgang seine ganz individuelle Note hat. REWE Feine Welt „Flämische Birne“ ist ab dem 12. März 2012 in allen REWE-Filialen erhältlich. Die 0,75-Liter-Flasche kostet 1,99 Euro.