In Deutschland zahlt der Mann

Zusammen oder getrennt?

Die klassische Rollenverteilung ist in den meisten Lebenslagen hoffnungslos überholt – doch in manchen Dingen sind die Deutschen alles andere als emanzipiert: Immerhin 65% aller Deutschen sind nach wie vor überzeugt, dass der Mann die Rechnung im Restaurant begleichen sollte. Während nur etwa 3% aller Deutschen denkt, dass die Restaurantrechnung Frauensache ist, findet immerhin ein Drittel, dass Mann und Frau sich die Rechnungssumme ruhig teilen sollten. Das hat das Markenforschungsinstitut Ipsos in einer repräsentativen Umfrage mit 1.000 Befragten für OpenTable, den führenden Anbieter von Online-Restaurantreservierungen, herausgefunden.

Je weniger Einkommen, desto häufiger getrennte Rechnungen
Egal ob jung oder alt – die Deutschen sind sich einig, dass im Restaurant die alte Schule gilt. Auch die Geschlechter sind sich ungewohnt einig, wobei die Männer mit 67% noch ein wenig mehr als Frauen (62%) davon überzeugt sind, dass sie im Restaurant selbst bezahlen möchten. Insgesamt sind verheiratete oder in einer Partnerschaft lebende Menschen am traditionellsten (70%), während bei Singles eher Gleichberechtigung angesagt ist (44% für getrennte Rechnungen). Außerdem zeigt sich: Je mehr man insgesamt aufs Geld achten muss, desto häufiger zahlen Mann und Frau im Restaurant getrennt. So finden Personen mit einem niedrigeren Haushaltsnettoeinkommen (41%), nicht Berufstätige (44%) und Selbstständige (41%) überdurchschnittlich häufig, dass die Restaurantrechnung nicht zwangsläufig Männersache ist. In Haushalten mit einem besonders hohen Nettoeinkommen wird vergleichsweise seltener die Rechnung gesplittet (29%).

Thüringen am wenigsten, Hamburg am meisten emanzipiert
Regional gesehen ist man in Thüringen und Bremen besonders traditionell: So finden 90% aller Thüringer, dass das Zahlen im Restaurant Männersache ist; in der Hansestadt sind es immerhin 89%. Im Saarland scheint die Emanzipation im Restaurant schon eher Einzug erhalten zu haben: 62% der Saarländer finden, dass jeder für sich selbst zahlen sollte – gefolgt von Baden-Württemberg (39%) und überraschenderweise vom sonst so traditionellen Bayern (38%). In Hamburg finden mit 10% überdurchschnittlich viele Personen, dass die Frau die Rechnung übernehmen sollte – dicht gefolgt von Sachsen und in Brandenburg mit jeweils 8%.

Zahlreiche exzellente Restaurants, in denen sowohl zusammen als auch getrennt zahlende Gäste herzlichst willkommen sind, findet man auf der OpenTable Webseite www.opentable.de oder in der mobilen App.

Rach der Restauranttester

RTL, Montag, 29.06., 20:15 – 21:15 Uhr

Hubert und Kerstin Eschweiler haben die ‚Blaue Ente‘ vor fast zwei Jahren übernommen und das gesamte Erbe – an die 30.000 Euro – von Kerstin in die Renovierung gesteckt. Kerstin ist Huberts dritte Ehefrau und er hat große Angst ihr sagen zu müssen, dass sie schließen müssen. Hubert hat sich mit der ‚Blauen Ente‘ seinen Traum vom eigenen Restaurant mit gehobenem Anspruch erfüllt, da er es satt hatte immer nur für andere kochen zu müssen – er wollte den Applaus der Gäste auch mal selber ernten. Hubert ist gelernter Koch und hat 45 Jahre in den verschiedensten Küchen Deutschlands auf hohem Niveau gekocht, sagt er zumindest. Daher ist er der Meinung, dass es neben ihm nur einen guten Koch in Deutschland gibt, nämlich Christian Rach.
Die ‚Blaue Ente‘ steht kurz vor dem Aus, denn durch die ausbleibenden Gäste kann Hubert kaum noch seine Rechnungen und die immens hohe Pacht bezahlen. Die Schuld an der momentanen Miesere will er aber nicht bei sich selber suchen, denn er ist überzeugt alles richtig zu machen. Kann Christian Rach dem uneinsichtigen Koch helfen.

AirPlus International Travel Management Study 2007

Aufgabenspektrum im Geschäftsreise-Management nimmt zu –
Unternehmen erwarten 2008 weiter kräftigen Zuwachs bei Reisen

Der Aufgabenbereich von Travel
Managern nimmt weiter zu. Neben die klassischen Aufgaben tritt zunehmend
das Meeting- und Eventmanagement, so ein zentrales Ergebnis
der dritten International Travel Management Study von AirPlus. Damit
setzt sich der Trend der letzten Jahre fort, wonach Verantwortung
und Aufgabenvielfalt des professionellen Travel Managements stetig
wachsen. Gleichzeitig rechnen Unternehmen für 2008 mit einem kräftigen
Zuwachs bei Geschäftsreisen – vor allem in Kombination mit Flügen
und Hotelübernachtungen. Die Folge: Auch die Kosten werden
steigen, wenn auch nicht im gleichen Maße.

Bei der Studie wurden
1.000 Reiseverantwortliche aus neun europäischen Ländern und den
USA zu aktuellen Trends im Geschäftsreise-Management befragt.
Knapp die Hälfte der befragten Travel Manager (44 Prozent) in den zehn
internationalen Geschäftsreisemärkten ist der Überzeugung, dass künftig
auch Eventmanagement-Aufgaben in den eigenen Verantwortungsbereich
fallen werden. Diese Erwartung ist in den Ländern Großbritannien und USA
besonders ausgeprägt. Dagegen stehen Unternehmen aus den Niederlanden
und Deutschland diesem Trend noch relativ verhalten gegenüber – und
das, obwohl 38 Prozent der deutschen Reiseverantwortlichen eine Zunahme
von Meetings- und Events erwarten.

Zum Vergleich: Im Vorjahr rechneten
nur 15 Prozent der deutschen Unternehmen mit einem Plus von MICEVeranstaltungen.
„Auch wenn die Unterschiede zwischen den Ländern noch
groß sind: An der Integration von MICE in das Travel Management führt
kein Weg vorbei“, kommentiert AirPlus-Geschäftsführer Patrick W. Diemer
die Ergebnisse der aktuellen Studie. Schließlich ähnelten viele Prozesse
denen im klassischen Geschäftsreise-Management, wo die direkten Einsparpotenziale
schon heute nahezu ausgeschöpft seien. „Deshalb setzt sich
in vielen Unternehmen langsam das Bewusstsein durch, die Synergie-
Effekte beider Bereiche stärker zu nutzen“, so Diemer weiter.

Insgesamt rechnen 58 Prozent der befragten Unternehmen mit einer steigenden
Anzahl ihrer Geschäftsreisen – im Vorjahr waren es 48 Prozent.
Eine Zunahme ihrer Reise-Budgets erwarten dagegen „nur“ 53 Prozent – 3
Prozentpunkte mehr als 2006. Das heißt: Die Reiseverantwortlichen wollen
noch weitere Potenziale zur effizienten Kostenreduzierung ausschöpfen und
versuchen, das Wachstum des Reisevolumens vom Kostenanstieg zu entkoppeln.

Firmenraten weiter auf dem Vormarsch, bei Flügen leicht rückläufig
Tatsächlich tragen Maßnahmen wie das Aushandeln von Firmentarifen, die
Vereinfachung von Prozessen und ein effizienteres Controlling klare Früchte.
So werden die realisierten Einsparungen durch Firmentrarife auf durchschnittlich
16 Prozent geschätzt.

Im Vergleich zum Vorjahr haben Firmen
2007 wesentlich häufiger Firmenraten mit Hotels (plus 10%), Autovermietern
(plus 6%), MICE-Dienstleistern (plus 8%) sowie der Bahn (+5%) verhandelt.
Lediglich bei Airlines vereinbarten erstmals weniger Unternehmen
als im Vorjahr eine spezielle Firmenrate (-4%).

Noch immer klarer Nachholbedarf beim Auswerten der Reisekosten
„Der Kampf um günstige Konditionen ist härter geworden – umso erstaunlicher,
dass viele Unternehmen nach wie vor auf den Einsatz professioneller
Analysetools als valide Basis für Verhandlungen mit Dienstleistern verzichten“,
so Diemer. Im internationalen Durchschnitt nutzen lediglich 30 Prozent
der befragten Unternehmen diesen Wissensvorsprung, in Deutschland sind
es immerhin 43 Prozent. Interessant: In Unternehmen mit eigener Travel
Management-Abteilung liegt die Nutzerquote bei 48 Prozent. „Dabei lässt
sich erst mit speziellen Analysetools die erforderliche Kostentransparenz
über alle Geschäftsreiseausgaben gewinnen und Kostentreiber identifizieren.
Gleichzeitig können Firmen damit auch schnell und einfach die Einhaltung
von Reiserichtlinien kontrollieren“.

Im Fokus des Travel Managements: Kosten und Prozesse
Bei der Suche nach Einsparpotenzialen rückt die Optimierung der internen
Abläufe stärker in den Mittelpunkt: Neben der Kernaufgabe des Travel Managements,
die Kosten zu senken, nennen Befragte aus sieben der insgesamt zehn Länder erstmals die Verbesserung der internen Prozesse als
zweitwichtigste Aufgabe. Damit setzt sich der Trend des letzten Jahres fort,
wonach Unternehmen verstärkt in ihren internen Abläufen bei der Planung,
Bezahlung oder Analyse von Geschäftsreisen nach Kostensenkungspotenzial
suchen. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von elektronischen Rechnungen:
Erhalten heute lediglich 14 Prozent der Unternehmen ihre Rechnungen
in elektronischer Form, so wollen dies in Zukunft 37 Prozent tun.

Ausnahmen
von diesem Trend finden sich in der Schweiz und in Österreich. Hier
wollen Travel Manager auch künftig überwiegend mit papierbasierten Rechnungen
arbeiten. Vorreiter bei der elektronischen Rechnung sind derzeit die
USA (23%) und die Niederlande (22%).

Die Studie
Auch in diesem Jahr wurde die Umfrage vom internationalen Marktforschungsinstitut
Ipsos im Auftrag von AirPlus durchgeführt. Befragt wurden
insgesamt über 1000 Reiseverantwortliche aus zehn Ländern (Frankreich,
Großbritannien, Deutschland, Italien, Schweiz, Spanien, Niederlande, Österreich,
Portugal, USA). Durch die Untergliederung in Firmen mit geringem,
mittlerem und hohem Reisevolumen zeigen sich auch Trends zwischen den
Unternehmensgrößen. Erstmalig wurde 2007 auch eine Differenzierung
nach den Sektoren Industrie, Handel und Dienstleistung erfasst. Eine Management
Summary der Studie ist unter www.airplus.com abrufbar.

Gefälschte IKEA-E-Mails mit Trojaner

Im Internet kursieren jetzt mutmaßliche Rechnungen des
SB-Möbelhauses IKEA, in denen die Begleichung eines offenen
Betrages gefordert wird. Die gefälschte Mail enthält jedoch im
ZIP-Anhang, der weitere Details verspricht, einen Trojaner.
Die Rechnung wirkt dabei in der Aufmachung zunächst sehr
echt: So wird eine reguläre IKEA-E-Mail-Adresse angegeben,
zudem sind Werbehinweise zu bestimmten IKEA-Aktionen sowie
Angaben zu Aufsichtsrat und Handelsregister eingebaut. Wie das
Unternehmen auf die gefälschten Mails reagiert, erfahren Sie
unter http://www.teltarif.de/s/s24989.html .

Zudem befinden sich aktuell E-Mails im Umlauf, die sich als
Unwetterwarnung des Deutsche Wetterdienstes ausgeben. Auch diese
Mails sind gefälscht, von einem Öffnen des Anhangs sollte hier
ebenfalls abgesehen werden. Details zur mutmaßlichen Sturm-Warnung
finden Sie unter http://www.teltarif.de/s/s25008.html .

Telefonischer Vertrag wider Willen

Carola Enning von der www.Hausfrauenseite.de beschreibt auf ihrer Site eine sehr unangenehme Erfahrung mit der Welt des Telefon-Marketing. Sie hat Ärger mit e-plus wegen eines Vertrages über eine Mobilfunk-Flatrate „BASE“, den sie nach eigenen Angaben gar nicht abgeschlossen haben kann. Denn an dem Tag, an dem sie angerufen wurde und fernmündlich einen Vertrag abgeschlossen haben soll, war sie gar nicht in Deutschland. So ist es auch nicht überraschend, dass sie einen Brief mit Vertragsunterlagen für Werbemüll hielt und ihn ungeöffnet zum Altpapier beförderte. Dieser Brief wurde Wochen später von ihrem Mann zwar gefunden und geöffnet. Doch da war die Widerspruchsfrist schon abgelaufen und die ersten Rechnungen wurden zugestellt. Was nun folgt, ist ein langer Kampf der BASE-Kundin wider Willen gegen die Instanzen der e-plus-Bürokratie. Und dieser Kampf war bisher nicht sehr erfolgreich. Im Gegenteil, die offenen (und strittigen) Rechnungen wurden sogar der Schufa gemeldet und führten dort zu einem negativen Eintrag – was beispielsweise dazu führt, dass bisher gewährte Dispo-Kredite gestrichen werden. Auch dieser Schufa-Eintrag ist wie das Zustandekommen des Vertrags rechtlich mehr als fragwürdig. Doch was hat man als „kleiner Kunde“ davon, wenn der Vertragspartner in erster Linie kostenpflichtige, aber dennoch ineffiziente Kontaktmöglichkeiten bietet? Die Pressestelle von E-Plus hat mittlerweile auf Rückfrage signalisiert, den „seltenen Einzelfall“ zu überprüfen und der Autorin des Beitrags schnellst möglich zu helfen. Doch kann es angehen, dass die Pressestelle sich zur letzten Anlaufstelle für solche offensichtlichen Missverständnisse entwickelt?

Quelle: www.intern.de

Gourmet-Report kann diese Erfahrung teilen, jedoch war der Anrufer von der Telekom und verkaufte einen DSL Anschluß – gegen unseren Willen!

Abzocker ausbremsen

Wenn die Heizung streikt, der Wasserhahn tropft und die Tapete
immer dunkler wird, ist es höchste Zeit für einen Handwerker. Doch
gute Handwerker sind schwer zu finden. Besonders bei größeren
Aufträgen erkundigt man sich am besten schon vorher, wen man sich ins
Haus holt, rät das Apothekenmagazin „Senioren Ratgeber“.
Chefredakteurin Claudia Röttger:

„Wer einen Handwerker braucht, sollte Angebote von mindestens zwei
oder drei Anbietern einholen. So bekommt man einen besseren
Überblick, und man kann Preise und die angebotenen Leistungen besser
miteinander vergleichen.“

Kleinere Reparaturen muss man oft bar bezahlen. Auch hier sollte
man sich absichern:
„Wichtig ist, dass man sich immer eine detaillierte Rechnung
ausstellen lässt. So hat man immer einen Beleg dafür, dass der
Handwerker tatsächlich die Arbeit gemacht hat und bei etwaigen
Mängeln kann man ihn besser zur Rechenschaft ziehen. Das gilt auch
gleichzeitig als Beleg dafür, dass das ein legales Geschäft war, denn
bei Schwarzarbeit macht sich der Kunde mitschuldig.“

Wer mit der Leistung des Handwerkers nicht zufrieden ist, kann die
Mängel reklamieren. Aber wie verhält man sich, wenn es zum Streit
kommt?

„Die erste Regel ist: Erst bezahlen, wenn die Arbeit erledigt ist.
Das hat auch den Vorteil, dass in einem Streitfall der Handwerker den
Rechtsweg einschlagen muss und nicht der Kunde.“

Bei Streitigkeiten unter 750 Euro muss eine so genannte Gütestelle
eingeschaltet werden, zu der die örtliche Verbraucherzentrale den
Kontakt vermitteln kann.

Besondere Vorsicht gilt bei Notdiensten, warnt das
Apothekenmagazin „Senioren Report“. Oft rechnen die Notdienste hohe
Fahrtkosten ab. Ruft man im Notfall einen Handwerker aus dem eigenen
Ortsnetzbereich, spart man sich dieses Geld.

proBino

Die AK warnt vor Rechnungen des deutschen Onlineanbieters proBino, der Rechnungen für angebliche Internetbestellungen an österreichische KonsumentInnen verschickt. „Manche Konsumenten hören von dem Anbieter zum ersten Mal“, sagt AK Konsumentenschützer Harald Glatz. Glatz empfiehlt den Rechnungsempfängern: „Wenn Sie ganz sicher nichts bestellt haben, brauchen Sie die Rechnung auch nicht zu bezahlen. Denn der Anbieter muss beweisen, dass ein Vertrag zu Stande gekommen ist.“

Konsumentinnen und Konsumenten berichten in der AK Konsumentenberatung, dass die Firma proBino per Post Rechnungen für angebliche Internetbestellungen verschickt. Auf der Webseite verspricht der Anbieter, KonsumentInnen regelmäßig bei Veranstaltern einzutragen, über die der Konsument gratis Produktproben und Gutscheine erhält. „Jedoch, wer sich in die Liste eintragen lässt, muss 84 Euro für ein Jahresabo zahlen“, sagt Glatz.

Der Internetdienst verweist auf die IP-Adresse, also die numerische Computeradresse, unter der angeblich bestellt worden ist. Es ist allerdings für unseriöse Anbieter nicht schwer, an Name, Adresse und IP-Adresse zu gelangen: Die Schlinge wird den künftigen Opfern zuvor schon auf anderen Webseiten gelegt, wo Gratis-Gewinnspiele angeboten werden. Wer auf Gewinnspielseiten seine Daten gewollt (Name, Adresse, Geburtsdatum) oder auch ungewollt – IP-Adresse – preisgibt, läuft Gefahr, dass diese Daten für andere Zwecke weiterverkauft und missbraucht werden.

Tipps der AK Konsumentenschützer
Sie können die Zahlung von auf dem Postweg versendeten Rechnungen für Internetdienste vor allem verweigern, wenn
+ die Dienste vom betroffenen Anschluss aus nicht bestellt wurden
+ die Internetseiten keine Angaben über die Kosten einer Teilnahme oder Bestellung enthalten oder diese gut versteckt sind.
+ War eine Online-Bestellung übereilt und wird vom Konsumenten bedauert, sollte rasch rechtlicher Rat eingeholt werden: In vielen Fällen besteht nämlich ein befristetes, kostenloses Rücktrittsrecht.

Arztrechnungen im Internet überprüfen

Seit der Gesundheitsreform erhalten die Ärzte von den Kassen weniger Geld. Zum Ausgleich bemühen sie sich intensiver um Privatpatienten. Und die klagen immer öfter über hohe und nicht nachvollziehbare Rechnungen. Da helfe das Internetportal derprivatpatient.de, sagt Volker Leienbach, Direktor des Verbandes der privaten Krankenversicherung:
„Sie finden dort eine Prüfsoftware, eine so genannte Gebührenordnung-für-Ärtze-Prüfsoftware. Sie können dort die Rechnung abgleichen. Sollte es Differenzen geben, können Sie mit dem Ergebnis zu ihrem behandelnden Arzt gehen. Und sollten Sie dort immer noch Probleme haben, dann wenden Sie sich bitte an ihren Versicherer, der sich um eine kundenfreundliche Lösung bemühen wird.“
Beim Streit geht es vor allem um den Steigerungssatz. Denn der in der Gebührenordnung angegebene Betrag ist eine Grundgebühr, die der Arzt mit dem Faktor 1,8; 2,3 oder sogar 3,5 multiplizieren darf.

„Leider hat sich als normaler Satz eingependelt eine Art Höchstsatz von 2,3. Das ist mittlerweile Standard, wenn auch die private Krankenversicherung das nicht gerne sieht. Alles was drüber hinausgeht, ist begründungspflichtig durch den Arzt.“

Maximal darf der Arzt den 3,5fachen Satz berechnen, wenn er es vorher ankündigt und in der Rechnung ausführlich begründet. Kassenpatienten können unter derprivatpatient.de überprüfen, ob die ihnen vom Arzt verkauften so genannten individuellen Gesundheitsleistungen, für die sie selbst bezahlen mussten, korrekt berechnet worden sind.

www.derprivatpatient.de