Globaler Aufruf gegen Patente auf Milch, Brot und Butter

Globaler Aufruf gegen Patente auf Milch, Brot und Butter

UN-Generalversammlung diskutiert Patent auf Saatgut und das Recht auf Nahrung

Gegen die Ausweitung der Patentierung auf Pflanzen und Tiere startet heute die Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ einen globalen Appell. Insbesondere Landwirte geraten zunehmend in die Abhängigkeit internationaler Konzerne wie Monsanto, die die Patente auf Saatgut und Nutztiere besitzen. Zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs gegen die so genannte „Monsantisierung“ gehören große Bauernverbände in Europa, Asien und Südamerika. Der Appell soll im März 2010 an Regierungen und Patentämter übergeben werden mit der Aufforderung, Patente auf Tiere und Pflanzen zu verbieten. Heute stellt auch der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier de Schutter, seinen Bericht vor der UN-Generalversammlung in New York vor. Die UN warnen davor, dass Patente auf Saatgut weltweite Hungerkrisen verstärken könnten.

„Monsanto und Co missbrauchen das Patentrecht, um sich Monopolrechte an Pflanzen und Tieren und sogar an Lebensmitteln zu sichern – egal ob Milch, Brot, Butter oder Fleisch“, sagt Christoph Then, Sprecher für Greenpeace. „Hier ist auch die neue Bundesregierung gefordert: Wir brauchen eine radikale Änderung sowohl in der Gesetzgebung als auch in der Praxis der Patentämter, um diese Privatisierung von Pflanzen und Tieren zu verhindern.“

Die Patentansprüche erreichen eine neue Dimension: Neben Saatgut und Nutztieren werden mittlerweile auch Lebensmittel wie Milch, Butter und Brot zum Patent angemeldet. Folglich drohen multinationale Konzerne wie Monsanto, Dupont und Syngenta die gesamte Kette der Lebensmittelerzeugung zu kontrollieren. Die Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ fordert deshalb neue Regeln, die Patente auf Saatgut und Nutztiere verhindern.

Auch UN-Sonderberichterstatter Olivier de Schutter kritisiert in seinem Hintergrundbericht (A/64/170), dass Patente auf Saatgut die Nahrungsmittelkrisen verstärken könne. „Die Oligopole einiger Anbietern können dazu führen, dass armen Landwirte der Zugang zu Saatgut, einem für sie lebenswichtigen Produktionsmittel, verwehrt wird. Und sie kann dazu führen, dass die Lebensmittelpreise steigen, wodurch die Lebensmittel für die Ärmsten noch weniger verfügbar werden.“

Die internationale Koalition „Keine Patente auf Saatgut“ wurde im Jahr 2007 gegründet. Sie setzt sich zusammen aus Landwirten, Entwicklungshilfe- und Umweltorganisationen wie Swissaid, die Erklärung von Bern, Kein Patent auf Leben!, Misereor und Greenpeace. Unterstützt wird der Aufruf gegen die „Monsantisierung“ von Bauernorganisationen wie Coldiretti aus Italien, COAG aus Spanien, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter und die Vereinigung Federación Agraria aus Argentinien.

Erfindungen rund ums Trinken

Erfindungen rund ums Trinken

Sie tüfteln, sie forschen, sie entdecken:

Erfinder. Mit Radios, Computern oder auch

Brennstoffzellen haben sie unser Leben

verändert und bereichert. Grund genug,

am 9. November den „Tag der Erfinder“ zu

feiern – und dabei auch außergewöhnliche

Getränkeerfinder zu ehren. Denn wer weiß

heute noch, wie der Tee in den Beutel kam

und wer H-Milch so haltbar machte?

Bereits im Jahr 1820 entwickelte der deutsche

Arzt und Apotheker Friedrich Adolf

Struve ein mit Mineralien versetztes

Wasser,

dass natürliche Quellen imitierte.

Aber auch der Japaner Dr. Sartori Kato

zeigte seinen Erfindungsreichtum: Er stellte

1901 den ersten löslichen Kaffee vor. Den

Teegenuss machte hingegen im Jahr 1929

Adolf Rambold ein wenig einfacher. Seine

neuartige Falttechnik ermöglicht eine

schmackhafte und gleichzeitig praktische

Teezubereitung – der so genannte Doppelkammerbeutel

wird noch heute weltweit

verwendet. Einzigartig auch die Erfindung

eines Glastechnikers aus Glashütte: Vor

über hundert Jahren, genauer gesagt im

Jahr 1903, meldete Reinhold Burger die

Thermoskanne zum Patent an. Dass wir

in unseren Tee und Kaffee heute Milch

gießen können, die auch ungekühlt lange

haltbar bleibt, verdanken wir hingegen

dem französischen Unternehmen

Besnier,

heute Lactalis. Hier wurde 1969 die erste

H-Milch entwickelt.

Auch Coca-Cola ist stolz auf seine

Erfinder. Beispielsweise auf den Arzt

und Apotheker Dr. John Stith Pemberton,

der im Jahr 1886 zum ersten Mal Coca-Cola

ausschenkte, oder auch auf den Chemiker

Dr. Schetelig, der 1940 ein Getränk auf

Molkebasis entwickelte – die Fanta.

Erfindungen rund ums Trinken

Erfindungen rund ums Trinken

Sie tüfteln, sie forschen, sie entdecken:

Erfinder. Mit Radios, Computern oder auch

Brennstoffzellen haben sie unser Leben

verändert und bereichert. Grund genug,

am 9. November den „Tag der Erfinder“ zu

feiern – und dabei auch außergewöhnliche

Getränkeerfinder zu ehren. Denn wer weiß

heute noch, wie der Tee in den Beutel kam

und wer H-Milch so haltbar machte?

Bereits im Jahr 1820 entwickelte der deutsche

Arzt und Apotheker Friedrich Adolf

Struve ein mit Mineralien versetztes

Wasser,

dass natürliche Quellen imitierte.

Aber auch der Japaner Dr. Sartori Kato

zeigte seinen Erfindungsreichtum: Er stellte

1901 den ersten löslichen Kaffee vor. Den

Teegenuss machte hingegen im Jahr 1929

Adolf Rambold ein wenig einfacher. Seine

neuartige Falttechnik ermöglicht eine

schmackhafte und gleichzeitig praktische

Teezubereitung – der so genannte Doppelkammerbeutel

wird noch heute weltweit

verwendet. Einzigartig auch die Erfindung

eines Glastechnikers aus Glashütte: Vor

über hundert Jahren, genauer gesagt im

Jahr 1903, meldete Reinhold Burger die

Thermoskanne zum Patent an. Dass wir

in unseren Tee und Kaffee heute Milch

gießen können, die auch ungekühlt lange

haltbar bleibt, verdanken wir hingegen

dem französischen Unternehmen

Besnier,

heute Lactalis. Hier wurde 1969 die erste

H-Milch entwickelt.

Auch Coca-Cola ist stolz auf seine

Erfinder. Beispielsweise auf den Arzt

und Apotheker Dr. John Stith Pemberton,

der im Jahr 1886 zum ersten Mal Coca-Cola

ausschenkte, oder auch auf den Chemiker

Dr. Schetelig, der 1940 ein Getränk auf

Molkebasis entwickelte – die Fanta.

Wem gehören Babynahrung, Bäume und Bier!?

Wem gehören Babynahrung, Bäume und Bier!?

Neuer Greenpeace-Report zeigt dramatisches Ausmaß an
Patenterteilungen

Trotz zunehmender Proteste erteilt das Europäische
Patentamt (EPA) in München weiter Eigentumsrechte an Lebensmitteln,
Pflanzen und Saatgut aus konventioneller Zucht. Dies geht aus einem
Report hervor, den Greenpeace, die Erklärung von Bern, Swissaid, der
Development Fund, „Kein Patent auf Leben!“ und Misereor heute im
schweizerischen Luzern vorstellten. In den fünfhundert recherchierten
Patent-Anträgen und siebzig erteilten Patenten werden neben Mais und
Salat auch Bäume, Babynahrung und Bier beansprucht.

Die beteiligten Organisationen fordern, dass diese Patentflut mit
klaren politischen Vorgaben gestoppt wird. Erst vergangene Woche
haben Greenpeace und Misereor Einspruch am EPA gegen die Zucht von
Schweinen eingelegt.

„Derartige Patent verteuern Lebensmittel und können eine weitere
Ursache für weltweite Nahrungsmittel-Krisen werden“, befürchtet Tina
Goethe von Swissaid. „Sie betreffen Landwirte und Konsumenten in den
Industrienationen genauso wie die Menschen in den
Entwicklungsländern“, so Goethe.

Der Report „Saatgut und Lebensmittel: Zunehmende Monopolisierung
durch Patente und Markt-Konzentration“ gibt einen umfassenden
Überblick über das Ausmaß der Patentierung von Saatgut, Pflanzen und
Lebensmitteln in Europa. Während Patent-Anmeldungen auf gentechnisch
veränderte Pflanzen in den letzten Jahren rückläufig sind, boomen die
Patent-Anträge auf Pflanzen aus konventioneller Zucht. Sollte diese
Praxis in einem bevorstehenden Entscheid der Großen Beschwerdekammer
des EPA unterstützt werden, muss mit einer massiven Behinderung der
künftigen Zuchtarbeit und mit größeren Ausgaben für die Bauern
gerechnet werden.

„Einige Agrar-Konzerne wollen weitreichende Monopole auf die
menschliche Ernährung“, weiß Greenpeace-Mitarbeiter Christoph Then,
einer der Autoren des vorliegenden Berichts. „So kontrollieren
inzwischen nur zehn Konzerne zwei Drittel des globalen
Saatgut-Marktes. Diese Patente sind ein Diebstahl an der
züchterischen Leistung von Landwirten. Wir brauchen klare gesetzliche
Regelungen, die Patente auf Saatgut und Nutztiere verbieten“, fordert
Then.

Weitere Informationen:
www.no-patents-on-seeds.org
http://www.greenpeace.at/news_gen_090424

Das Dresdner Stollen-Geheimnis

Auf dem weihnachtlichen, süßen Teller darf er nicht fehlen: Christstollen, wahlweise mit oder ohne Rosinen, mit Mandeln, Marzipan oder anderen feinen Zutaten. Zu besonderer Berühmtheit brachte es der Dresdner Stollen. Er ist als traditioneller süßer Weihnachtsgruß alle Jahre wieder weltweit begehrt. Die Bestelllisten der Bäcker und Konditoren, die den Dresdner Stollen herstellen, sind lang – sie umfassen Kundenwünsche aus mehr als fünfzig Ländern, darunter sogar eine Missionsstation in Zentralafrika.

Nach dem berühmtesten Gebäck der Stadt, dem Striezel, wie der Stollen hier früher genannt wurde, erhielt auch der Dresdner Weihnachtsmarkt seinen Namen. “Dieser Striezelmarkt geht auf ein Privileg aus dem Jahr 1434 zurück”, erklärt Heidrun Reim, Historikerin am Dresdner Stadtmuseum. Zunächst wurde dort nur Fleisch verkauft, bald aber auch andere Waren, allen voran der Striezel. Das Gebäck wurde in Dresden zum ersten Mal im Jahr 1471 in den Rechnungen der städtischen Materni- und Bartholomäi-Hospitäler erwähnt. Sieben Groschen bekam damals ein Bäcker für einen Striezel. Und zur guten Tradition gehörte es in Dresden auch, dass der regierende Bürgermeister seine Ratsherren alljährlich zu einem adventlichen Striezelessen einlud. Die erste urkundliche Erwähnung eines Stollens findet sich allerdings nicht in der Stollenhochburg Dresden, sondern erscheint 1329 in einem Schriftstück von Naumburg, einer Stadt in Sachsen-Anhalt.

Eine knifflige Situation hatten die Dresdner zu meistern, als der Papst im 15. Jahrhundert ein generelles Butterverbot erteilte. “Natürlich haben sich unser Kurfürst Ernst von Sachsen und sein Bruder Albrecht gleich an den Papst gewandt mit der Bitte, das Butterverbot wieder aufzuheben”, erzählt die Dresdnerin Heidrun Reim. Denn das Öl, das als Ersatz diente, musste eingeführt werden und war sehr teuer. Außerdem war der Stollen den Dresdnern schon damals heilig. Die Intervention hatte Erfolg: Das Verbot wurde gelockert und die Dresdner hatten ihren geliebten Butterstriezel wieder. Wie Lübecker Marzipan ist auch der Dresdner Stollen schon seit vielen Jahrzehnten patent- und markenrechtlich geschützt. “Was die Rezeptur angeht, bestehen ganz konkrete Festlegungen, so gibt es beispielsweise Mindestmengen für Wert gebende Zutaten wie Rosinen oder Mandeln”, informiert Wolfgang Hesse, Geschäftsführer des Schutzverbands Dresdner Stollen e. V. Jede der rund 150 Dresdner Bäckereien und Konditoreien, die den berühmten Dresdner Stollen herstellen dürfen, muss sich ganz genau daran halten. Dennoch bestehen zwischen den Betrieben Unterschiede, die vor allem durch Nuancierungen bei den Gewürzzutaten bedingt sind. Hesse: “Jeder Bäcker hat sein eigenes Gewürzgeheimnis, das über Generationen hinweg gehütet wird. Rosinen etwa können in Rum oder Weinbrand eingelegt werden. Ein Bäcker macht das einen Tag vorher, der Nächste mariniert sie zwei Tage, ein Dritter legt sie gar nicht ein, sondern nimmt eine andere Sorte Rosinen, von denen sowieso nur die Besten genommen werden.”

Stollen sind generell sehr lange haltbar, vorausgesetzt sie werden kühl und trocken gelagert. Experte Hesse empfiehlt dazu Keller, Schlafzimmer oder auch Balkon, allerdings darf der Stollen keinen Frost abbekommen. Damit er saftig bleibt, hebt man ihn am besten in der Originalverpackung auf oder wickelt ihn nach alter Methode in Leinentücher und legt ihn in eine Holzwanne. “Es passierte früher schon mal, dass sich im Jahr darauf, wenn die Stollenbäckerei wieder anstand, noch ein in Leinen gewickelter Stollen fand, der meist noch sehr gut genießbar war.”

Doch nicht nur in Dresden, auch in anderen Regionen Deutschlands bekommen Stollenfans das Festtagsgebäck in feinster Qualität und großer Vielfalt. Besonders bekannt sind schlesische, fränkische, rheinische und süddeutsche Stollen. Markenzeichen des Rheinischen Stollens etwa ist die saftige Füllung aus Marzipan. Thüringer Stollen wird glasiert und mit kandierten Früchten veredelt. Daneben stehen dem Stollengenießer viele weitere leckere Sorten zur Auswahl: für Figurbewusste Quarkstollen als leichte Variante, für Gesundheitsbewusste Vollkornstollen, und sogar neue Kreationen wie Glühwein-, Champagner- oder Kirschstollen finden sich.

Klassiker: Butterstollen Dresdner Art

400 g Rosinen
100 g Orangeat
100 g Zitronat
100 g gehackte Mandeln
60 ml Rum
1 kg Weizenmehl Type 405
60 g Hefe
160 g Zucker
125 ml Milch
400 g Butter
etwas Salz
gemahlener Anis
gemahlener Kardamom
etwas geriebene Zitronenschale

Zum Bestreichen:
150 g Butter
100 g Streuzucker
80 g Puderzucker

Rosinen, Orangeat, Zitronat und gehackte Mandeln mischen, mit Rum übergießen und einige Stunden ziehen lassen. Hin und wieder umrühren, damit der Rum von allen Früchten gleichmäßig aufgesogen wird. Das Mehl auf eine Arbeitsfläche geben und in die Mitte eine Mulde hineindrücken.

Über dem Muldenboden die Hefe zerkrümeln und mit warmer Milch und etwas Mehl verrühren. Auf dem Mehlrand Butter, Zucker und Gewürze verteilen, danach alles zusammen zu einem glatten Teig verarbeiten. Den fertigen Teig an einem warmen Ort ca. zwei Stunden gehen lassen, dann nochmals durchkneten, dabei die Früchtemischung zufügen. Zu einem Oval formen und längs so zusammenklappen, dass die Ränder nicht genau aufeinanderliegen. Stollen auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen und im auf 180 Grad vorgeheizten Backofen ca. 50 bis 60 Minuten backen.

Nach dem Backen Butter schmelzen und damit mehrmals den noch warmen Stollen bepinseln. Stollen mit Streuzucker bestreuen, in Alufolie wickeln und auskühlen lassen. Nach dem Erkalten mit Puderzucker bestreuen. CMA

Neues Partyfäßchen läßt Bier schneller kalt werden

Neues Partyfäßchen läßt Bier schneller kalt werden …

verspricht der Erfinder des neu entwickelten Gefäßes, welches bereits in Deutschland und international zum Patent angemeldet ist und macht damit den Liebhabern eines “frisch Gezapften” Hoffnung auf schnelleren Genuß. Besteht das Problem eines herkömmlichen sogenannten Keg nämlich bekanntermaßen darin, daß das Bier darin nicht schnell genug gekühlt werden kann, liegt das daran, daß die Abkühlung, bei welcher Gefäßgröße (4, 5 oder 6 Liter) auch immer, über dessen Wandung erfolgt, wodurch der Inhalt nur langsam von außen nach innen auf die gewünschte Trinktemperatur gebracht werden kann; im Falle der sich immer größerer Beliebtheit erfreuenden Bierfäßchen für daheim wird bekanntlich von durchschnittlich fünfzehn Stunden gesprochen, wenn es darum geht, von Raumtemperatur auf bevorzugte 7 bis 8 Grad herabzukühlen, wenngleich die Zapftemperatur eigentlich sogar darunter liegen soll. Schlimmer noch gestaltet sich dieser Vorgang, wenn das Fäßchen in den Sommermonaten zunächst im erhitzten Kofferraum transportiert wurde. Es galt also, eine Abkühlung auch im Innern der besagten Gefäße herbeizuführen, wozu deren Oberfläche vergrößert und so geformt wird, daß sie weitestmöglich ins Innere hinein verläuft. Das danach entwickelte, konkurrenzlose Produkt ist ohne Einschränkungen im Gebrauch ebenso leicht zu handhaben wie gewohnt, selbst ein handelsüblicher Zapfdorn läßt sich wie gehabt vom Deckel aus ungehindert in das Fäßchen einführen, und äußerlich unterscheidet es sich praktisch auch nicht. Vor allem aber zeichnet sich die Erfindung dadurch aus, daß sie ohne jegliche chemische Substanzen auskommt. Auffällig sind die ins Gefäß-Innere hineinragenden, nach außen offenen Wandungsverläufe, die die Kühlfläche vergrößern ohne dabei viel Inhalt zu verdrängen. Das Ergebnis erster Vergleichstests im heimischen Kühlschrank beweist: bereits nach der Hälfte der bisherigen Wartezeit kann ein kühles Bierchen genossen werden, und noch deutlicher wird der Vorteil, wenn sämtliche Oberflächen in direktem Kontakt zu starren Kühlmedien stehen, wodurch sich nämlich die Abkühldauer auf maximal ein Drittel reduziert. Ans Warten gewöhnt, wird sich der Konsument bis zur Markteinführung bestimmt gerne noch etwas in Geduld üben, und sicherlich wird angesichts dieses Alleinstellungsmerkmals auch der noch so sehr von “seiner” Marke überzeugte Biertrinker langfristig seine Treue überdenken, wenn anderswo schnellerer Genuß zu erwarten ist.

weitere Informationen unter: www.schnellerkalt.de

Umfassendes Patent auf Schweine erteilt

Umfassendes Patent auf Schweine erteilt

Greenpeace wird Einspruch einreichen

Trotz ungeklärter Rechtslage und internationaler Kritik erteilt das Europäische Patentamt in München heute ein umfassendes Patent (EP 1651777) auf ein Verfahren zur Zucht von Schweinen. Nach Untersuchungen von Greenpeace kommen die darin beschriebenen Erbanlagen in allen europäischen Schweinerassen vor. Die Ansprüche sind so formuliert, dass sie nicht nur das Zuchtverfahren umfassen, sondern in einem Streitfall der Patentinhaber auch Ansprüche auf die Schweine selbst und alle Nachkommen erheben kann.

Greenpeace wird einen Einspruch gegen das Patent einreichen, weil es gegen das Verbot der Patentierung von „im wesentlichen biologischen Verfahren“ zur Züchtung verstößt. Das Europäische Patentamt prüft derzeit grundsätzlich, inwieweit Patente zur Zucht normaler Pflanzen und Tiere überhaupt erteilt werden dürfen. Mit der Entscheidung ist im Jahr 2009 zu rechnen.

„Mit Patenten wie diesem können Konzerne die Tierzucht in Europa weitgehend monopolisieren“, sagt Christoph Then, Patentexperte für Greenpeace. „Es ist unglaublich, dass das Europäische Patentamt ein Patent erteilt, das auf normaler Zucht beruht und keinerlei erfinderische Leistung beinhaltet. Diese Übernahme der Lebensmittelproduktion durch Patente muss aufgehalten werden.“

Das Patent hatte ursprünglich der US-Konzern Monsanto im Jahr 2005 beantragt. Während der Antragsprüfung hat das US-Unternehmen Newsham Choice Genetics das Patent gekauft, das eine enge Kooperation mit Monsanto in diesem Bereich ankündigte.

Nach Ansicht von Greenpeace verletzt das Patent die Regeln des Patentrechtes, weil es unter anderem weder erfinderisch ist noch ausreichend genau beschreibt, wie das Zuchtverfahren eingesetzt werden kann.

Greenpeace setzt sich zusammen mit einer internationalen Koalition („No patents on seeds“), in der über 50 landwirtschaftliche Verbände zusammmengeschlossen sind, gegen Patente auf Saatgut und Nutztiere ein.

Koch gewinnt bayerischen Gründerpreis

Michael Mack (43) – Gewinner des Bayerischen Gründerpreises 2008, Erfinder, Kaufmann, Koch und geschäftsführender Gesellschafter der ’s Baggers GmbH und der HeineMack GmbH

Im Jahr 2001 gründete Diplom Kaufmann Michael Mack (43) die Nürnberger Ideenschmiede HeineMack GmbH mit dem Ziel, durch innovative und unkonventionelle Lösungen einen Beitrag zu leisten, das Leben ein Stück lebenswerter zu gestalten. Oder wie im Handelsregister notiert: „… das Erkennen bzw. Finden von neuartigen Problemstellungen und deren Lösungen durch innovative Ideen.“ So entstand ein fränkisches Kleinunternehmen für Erfindungen, das auf Ideen und Konzepte Schutz durch Gebrauchsmuster oder Patente anmeldet, um schließlich marktreife Produkte und Dienstleistungen zu generieren. Mehr als zehn Patente wurden von der HeineMack GmbH bereits angemeldet: So besitzt Mack unter anderem Rechte für einen Baby-Becher, der nicht mehr umkippen kann („NoKip“). Weitere Ideen waren beispielsweise ein neuartiges Logistiksystem zur Verteilung von Post- und Paketsendungen oder illuminierte Sport- und Freizeitspiele.

Das HeineMack-Restaurantsystem ist das neueste und bislang umfassendste Patent der HeineMack GmbH und erlaubt den Transport von Speisen und Getränken zumindest abschnittweise mittels Schwerkraft. Restaurants können das Patent in einer event- wie auch in einer event- UND effizienz-orientierten Form anwenden. Das weltweit erste Restaurant mit rein event-orientierter Umsetzung, ist das „’s Baggers“ in Nürnberg, das sich schon wenige Wochen nach Eröffnung im April 2007 zum erfolgreichen Trend-Restaurant der Metropolregion entwickelt hat.

Zum Betrieb des Pilotrestaurants ’s Baggers wurde die ’s Baggers GmbH gegründet, sie beschäftigt etwa 20 Mitarbeiter und setzt zur Zeit monatlich zwischen 100.000 und 110.000 EUR um. Die HeineMack GmbH beschäftigt momentan sechs Mitarbeiter.

Das Konzept des Restaurants ’s Baggers wurde jetzt vom Sparkassenverband Bayern mit dem Bayerischen Gründerpreis ausgezeichnet. Damit erhält Michael Mack eine begehrte Auszeichnung für die Erfindung einer gastronomischen Weltneuheit, die das Potential hat, eine ganze Branche zu revolutionieren. Im ’s Baggers werden alle Vorstellungen von Michael Mack zum perfekten Restaurant umgesetzt:
Höchste Qualität, höchster Komfort bei gutem Preis-Leistungs-Verhältnis. Dabei diente das ’s Baggers als Pilotrestaurant zum Test des patentierten Speisen-Transportsystem in Kombination mit der eigens entwickelten, umfassenden Restaurant-Software.

Ursprünglich wollte Michael Mack der Fast Food Industrie etwas entgegen setzen, denn das sei an sich das Unkomfortabelste, was man sich überhaupt vorstellen kann, sagt Mack: „Erst muss man ewig anstehen, dann das Essen selbst zum Tisch tragen und abschließend den Tisch sogar noch abräumen. Dieses Prinzip gilt aber seit über 30 Jahren als das effizienteste System in der Gastronomie und keiner hat sich mehr Gedanken darüber gemacht. Also habe ich mir zur Aufgabe gemacht, den Komfort und die Qualität in einem Restaurant erheblich zu steigern, gleichzeitig aber die Kosten zu senken, um günstige Preise anbieten zu können.“

Diese Fast Food Idee hat Michael Mack jetzt wieder aufgegriffen und die Marke „Fast&Good“ etabliert und international angemeldet. Dahinter steht die Weiterentwicklung des klassischen Fast Food Konzeptes, in der hochwertige Speisen in Einwegverpackungen schnell und unkompliziert mit Hilfe des Schienentransportes unmittelbar zum Platz des Gastes transportiert werden. Bestellt wurde vorab mittels Touchscreen direkt am Tisch. Fast&Good bedeutet daher ein event-, spaß- UND effizienz-orientiertes Restaurantsystem, das zusätzlich ein hohes Niveau an Qualität und Komfort für den Gast bietet. Im Front End Bereich kann auf 60 – 80 % des Personals im Vergleich zu herkömmlichen Fast Food Restaurants verzichtet werden, da dort keine Bestellungen mehr entgegen genommen und abgewickelt werden müssen. Dieses System ermöglicht nicht nur enorme Effizienzgewinne, gleichzeitig wird der Komfort in einem Fast&Good Restaurant stark erhöht, da die Gäste nicht mehr anstehen, das Essen selbst zum Tisch transportieren oder wieder abräumen müssen. Das erste Restaurant, das das Fast&Good Konzept anwendet, ist das „’s Baggers – wenn’s bressierd“, das voraussichtlich im Frühjahr 2009 in einer deutschen Innenstadtlage eröffnet werden soll. Parallel arbeitet Michael Mack mit seinem Team an einem Franchise-System für dieses Restaurant-Konzept, das zunächst im deutschsprachigen Raum angeboten werden soll.

Das Fast&Good Konzept wird parallel in Form von Lizenzen international angeboten: Wer zukünftig ein Fast&Good Restaurant besucht, weiß genau, dass er ein hohes Niveau an Speisen- und Getränkequalität erwarten kann. Der Gast weiß allerdings nicht automatisch, welche Art von Speisen und Getränken im Programm sind. Voraussetzung für die Vergabe einer Fast&Good®-Lizenz ist ein hochwertiges Food-Programm des Lizenznehmers.

Darüber hinaus vergibt die HeineMack GmbH Lizenzen auf Einzeltischlösungen (sogenannten Achterbahntische) oder auf komplette Restaurants – ob in bestehenden Gebäuden oder zum Neubau auf der grünen Wiese.

Michael Mack ist seit fast 15 Jahren auch Unternehmer in der Metallbranche: Schon während des Betriebswirtschaftsstudium an der Universität Erlangen/Nürnberg übernahm er von seinem Vater die Metallgießerei „Ludwig Palm oHG“ mit Sitz im Nürnberger Gewerbegebiet Schmalau. 1997 wurde die passende Handelsgesellschaft „MIKADO – Problemlösungen aus Metall GmbH“ von ihm gegründet, mittels der das Handelsgeschäft mit Osteuropa aufgebaut wurde. Heute heißt das fusionierte Unternehmen Ludwig Palm Metallgießerei GmbH.

Multi-Talent Mack verfügt über weit mehr Fähigkeiten als das Führen eines Industrie-Betriebes. Man kann ihn auch als Ideen-Produzent mit technischem Know-How und Zahlentalent beschreiben. Oder als echten Erfinder, der sich hin und wieder gerne auch zwischen Genialität und Wahnsinn bewegt. Gleichzeitig ist Michael Mack mutiger Unternehmer mit Pioniergeist und Gelassenheit, der trotz der in Deutschland üblichen bürokratischen Widrigkeiten das langfristige Groß-Projekt „’s Baggers“ vorangetrieben und planmäßig umgesetzt hat. Fast zwei Jahre hat er mit seinem Team daran entwickelt und getestet, bis das Restaurant seine Tore am 04.04.07 öffnete.

Michael Mack ist Franke durch und durch mit einer Leidenschaft für globale Zusammenhänge. Flexibel und nachfrage-orientiert denkt er immer wieder über neue Lösungskonzepte zu aktuellen Problemstellungen nach. Beim Wandern in den Bergen generiert er die meisten seiner außergewöhnlichen Ideen: „Hier kann man stundenlang in Ruhe nachdenken, da keiner die Luft hat, ständig zu reden“, verrät Michael Mack.

Privat ist der Vater einer achtjährigen Tochter Koch aus Leidenschaft und erklärter Fan der fränkischen Küche. Er schlachtet nicht nur selbst, sondern kreiert auch ständig neue Rezepte rund um die fränkischen Spezialitäten. Für das neue Restaurant ’s Baggers – wenn’s bressierd hat er sich einige Spezialgerichte einfallen lassen und die entsprechenden Namen gleich als Marken angemeldet: Zum Beispiel FrankenGschmarri, FrankenDöner, BaggersBurger, Halbwegedarische SchweineRiegel oder DieFränkischeAntwort.

Weitere Informationen auch unter www.heinemack.com und www.sbaggers.de

Elektrische Tapete von Philips

Elektrische Tapete von Philips

Philips hat ein Patent eingereicht, das elektrische Tapeten
beschreibt, die fuer die Stromversorgung von an die Wand gehaengten
Geraeten gedacht sind. Die Tapeten sind so konzipiert, dass in ihnen
breite Leiterbahnen verborgen sind, in die die Geraete mit spitzen
Haken eindringen, um Strom zu erhalten.

Weitere Infos:
http://www.golem.de/0802/57727.html

Bremen erleben mit dem Hanseaten-Patent

Das etwas andere Stadterlebnis für Gruppen
Wie stapelt man Stadtmusikanten? Wie alt ist der älteste deutsche Fasswein? Wie knotet man Seemannsknoten, und wie baut man ein Bierfass? Antworten auf diese Fragen und viele knifflige praktische Aufgaben gibt es bei den ungewöhnlichen Stadtrallyes der Bremer Touristik-Zentrale.

Im Bremer Geschichtenhaus erleben die Teilnehmer hanseatische Originale, die auf spielerische Weise die Geschichte(n) Bremens näher bringen und so mache Handwerklichkeit abfordern. So gilt es in einer Schatzkiste Dukaten zu finden und beim „Böttchern“ mit Köpfchen Fässer zusammenzubauen. Auf der Hansekogge „Roland von Bremen“ lädt der Bremer Hannes zu einem kniffligen Geschicklichkeitsspiel. Ganz nebenbei erfahren die Gäste alles über den berühmten Nachbau der Hansekogge und deren Geschichte. Am Weserufer warten anschließend die Weser-Kraken mit dem berüchtigten „Beck´s Staffellauf“ (die grüne Flasche ist wohl neben Werder Bremen das zweite Wahrzeichen der Stadt). Leibhaftig erzählen dann die Bremer Stadtmusikanten (vier Schauspieler) ihre Geschichte – bei einem Quiz haben die Teams die Aufgabe, mit der Beantwortung witziger Fragen die berühmten Tiere zu „stapeln“ und wertvolle Punkte zu sammeln.

Ganz nebenbei werden die wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Hansestadt, wie der Marktplatz mit dem Rathaus (UNESCO Welterbe), der Roland, die Böttcherstraße und das historische Schnoorviertel gezeigt. Eine weitere Aufgabe erwartet die Teams im Bremer Ratskeller. Mit seinen 600 Jahre ist er nicht nur der älteste Weinkeller Deutschlands, sondern er hütet zudem noch die außergewöhnlichsten deutschen Weine. Ein Quizmaster wird hier ihr Wissen auf die Probe stellen. Es geht um Wein, Werder und vieles mehr. Wenn dann alle Prüfungen und Aufgaben geschafft sind, stehen eine große Preisverleihung mit dem bestandenen Hanseaten-Patent und ein gediegenes Essen auf dem Programm.

Die Rallyes zum Hanseaten-Patent werden von der BTZ in verschiedenen Versionen angeboten, Dauer zwischen zwei bis fünf Stunden, für Gruppen ab zwanzig Personen, Kosten zwischen 49,- und 79,- Euro pro Person (abhängig von Dauer und Gruppengröße). Weitere Informationen für Privat- und Firmenkunden gibt es bei der Bremer Touristik-Zentrale unter 0 18 05 / 10 10 30 (0,14 € Min. aus dem deutschen Festnetz, ggf. andere Preise Mobilfunk).

www.bremen-tourismus.de