Thai-Basilikum

Aromenvielfalt von Anis bis Limette

Die Deutschen essen ihr Basilikum am liebsten mediterran.
Der Klassiker ist das gewöhnliche Basilikum mit Tomate, Mozzarella
und Olivenöl. Dabei hat das Küchenkraut noch viel mehr zu bieten.
Wer seine Vielfalt entdecken möchte, kann mit dem
„Thai-Basilikum“ beginnen. Auf dem deutschen Markt sind drei
verschiedene Arten unter diesem Namen erhältlich, die einen ganz
unterschiedlichen Geschmack haben.

Am bekanntesten ist das Süße Basilikum (/Ocimum basilicum var.
thyrsiflora/) mit einer deutlichen Anis- und Lakritznote. Die Pflanze
hat rötliche bis dunkelviolette Stängel und dunkelgrüne Blätter.
In der Thaiküche wird sie in verschiedenen Gerichten wie Currys,
scharf-sauren Suppen und Soßen verwendet. Aber auch in anderen
asiatischen Ländern ist das Kraut verbreitet. So werden die Blätter
in Vietnam als Beilage zur bekannten Phó-Suppe serviert.

Das Zitronenbasilikum (/Ocimum citriodorum/) hat hellgrüne Blätter
und verbreitet einen leichten Limettenduft. Das frische Zitronenaroma
passt sehr gut zu Fisch, Meeresfrüchten und Suppen, Eis und
Erfrischungsgetränken.

Das Heilige Basilikum (/Ocimum tenuiflorum/) haben die Hindus dem
Gott Vishnu geweiht. Die rötlichen, leicht behaarten Blätter haben
einen schärferen Geschmack, der bei leichter Erwärmung an Nelken und
Piment erinnert. Es passt in Wok-Gerichte und ist Bestandteil des
traditionellen Thaigerichts „Pad Krapao“. Dabei wird Fleisch mit
viel Chili und Knoblauch angebraten und mit den Blättern vermengt.

Generell sollte Thai-Basilikum nicht mitgekocht, sondern erst zum
Ende der Garzeit hinzugefügt werden. Denn es verliert rasch an Aroma.
Wer das Gewürz in der Küche verwendet, tut auch dem Körper etwas
Gutes. Es hilft bei Magenverstimmungen, fördert den Appetit und die
Fettverdauung. Ein Basilikumtee soll die Nerven beruhigen und
krampflösend wirken.

Am besten wird Thai-Basilikum frisch verwendet. Im Asiamarkt werden
frische Stängel und Blätter in Plastiktüten im Kühlregal
angeboten, die bis zum Verzehr in einem Wasserglas gut aufgehoben
sind. Das empfindliche Zitronenbasilikum fühlt sich allerdings im
Kühlschrank am wohlsten. Für Soßen und Suppen können die gehackten
Blätter mit Brühe in Eiswürfelbehälter gefüllt und eingefroren
werden.

Thai-Basilikum lässt sich aber auch im Garten, auf dem Balkon und in
der Wohnung ziehen. Die Pflanze braucht viel Sonne und nicht zu viel
Wasser. Wenn die Blätter groß, sattgrün und kräftig sind, kann die
Ernte beginnen.

/Heike Kreutz, www.aid.de/

Welcher Tee passt zu welchem Essen?

Schwarz, Weiß, Grün – Der richtige Tee für jeden Geschmackstyp

Alle Teesorten stammen von den Blättern der gleichen Pflanze – doch Tee ist nicht gleich Tee. Es gibt eine fast unendliche Auswahl verschiedener Variationen. Doch worin unterscheiden sich diese Sorten? Für wen eignen sich welche Tees am besten. Und wann und zu welchen Anlässen schmeckt welcher Tee am Besten? Natalia Panne, Gründerin des Teeversands www.tea-exclusive.de kennt die Antworten und stellt fünf beliebte Teesorten vor.

Schwarzer Tee
Schwarzer Tee gehört zu den beliebtesten und vielseitigsten Teesorten. Wer Kaffee mag und grundsätzlich intensive Geschmacksrichtungen bevorzugt, für den eignen sich ebenfalls schwarze Tees mit den charakteristischen malzigen und kräftigen Aromen, erklärt Natalia Panne. Wer einen passenden Begleiter zu pikanten Fleischgerichten sucht, sollte ebenfalls einmal einen schwarzen Tee probieren. Aber auch zum Dessert kann die Kombination mit schwarzem Tee ganz neue Aromen hervorzaubern.

Weißer Tee
Weißer Tee schmeckt allen, die feine, zarte und unverfälschte Aromen mögen. Er ist außerdem sehr einfach zuzubereiten und eignet sich daher auch für hektischere Zeiten im Beruf oder Alltag. „Ein guter weißer Tee kann lange ziehen, wird trotzdem nicht bitter und schmeckt auch kalt noch hervorragend“, erklärt Natalia Panne. Durch diese Eigenschaften ist er gut für Menschen geeignet, die über den Tag mehr Flüssigkeit zu sich nehmen möchten, aber sich mit Wasser nicht richtig anfreunden können. Weißer Tee passt außerdem sehr gut zu milden Speisen, Geflügel, Süßwasserfisch und leichten Desserts mit Mandeln oder Kokosnuss.

Grüner Tee
Grüne Tees sind sehr vielseitig, denn neben milden Sorten existieren auch sehr intensive Tees. Je nach Art der Zubereitung entstehen viele weitere Geschmacksnuancen im zubereiteten Aufguss. Liebhaber der asiatischen Küche und von Fischgerichten finden im Bereich der Grüntees mit Sicherheit mehr als nur eine Lieblingssorte. Grüntee passt immer gut zu Gemüse, Fisch, Meeresfrüchten und Reis. Ein Geheimtipp sowohl für Grüntee-Anfänger aber auch -Profis ist der Monkey King Grüntee mit seinem milden Geschmack bei gleichzeitig langanhaltenden blumigen Aromen.

Matcha
Wer vor einem kräftigen Grüntee-Geschmack mit durchaus herben Noten nicht zurückschreckt, viel arbeitet, lange wach bleiben möchte und voll mit dem Trend gehen möchte, dem empfiehlt Natalia Panne japanischen Matcha-Tee. Der zu einem feinen Pulver zerriebene Grüntee besitzt einen hohen Koffeingehalt, doch unterscheidet sich die Wirkung des Matchas deutlich von der des Kaffees. „Matcha wirkt langsam, langanhaltend und dreht den Organismus nicht auf, wie man es manchmal bei einem starken Espresso verspürt“, erläutert Panne.

Oolong
Der Oolong besitzt von allen Tees vielleicht den größten Reichtum an Geschmacksnuancen und Aromen. Den Geschmack kann man als delikat bezeichnen mit vielen blumigen Nuancen. “Besonders dunkle Oolong-Tees besitzen ein breites Geschmacksspektrum, das je nach Sorte von würzig, fruchtig bis hin zu reifen Früchten und dezenter Süße reicht”, erläutert Panne. Besonders beliebt ist Oolong-Tee bei Menschen, die feine, blumige Aromen wie Flieder oder Orchidee mögen. Durch seine Vielfalt gibt es aber meist für jeden Geschmack eine passende Sorte. In Kombination mit Speisen ist allerdings Fingerspitzengefühl gefragt: Leichte Oolongs mit blumigen oder fruchtigen Aromen passen nicht zu schweren, stark gewürzten Speisen. Zu leichten Schweinefleischgerichten, Jakobsmuscheln, Scampi und Garnelen finden sich aber durchaus passende Kombinationen.

Martien Marcelissen

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan abgeben.

Im fünften und letzten Teil der Serie gibt Sommelier Martien Marcelissen Tipps zum optimalen Parmesan-Wein-Pairing. Der jüngste Sommelier der Runde absolvierte die Ausbildung in seiner Heimat den Niederlanden und machte unter anderem Station im Sternerestaurant Tout A Fait in Maastricht. Aktuell ist der 26-Jährige Sommelier im Zwei-Sterne-Restaurant Becker’s in Trier.

Herr Marcelissen, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Der passende Wein zu mittelgereiftem Parmesan sollte vor allem intensiv im Geschmack sein. Ich empfehle dazu eine sehr alte Auslese, über 15 Jahre gelagert, oder eine alte Spätlese, über zehn Jahre gelagert. Mit seiner cremigen Struktur eignet sich Riesling hervorragend. Reife Weißweine aus der Vouvray oder Montlouis-sur-Loire passen ebenfalls sehr gut. Auch Juraweine können dazu spannend sein. Als Ergänzung zu einem älteren Parmesan nehme ich dagegen gerne einen trockenen Sherry, einen schönen Fino oder Manzanilla mit niedrigem Alkoholgehalt. Ein salziger Vin d’Arbois oder Vin Jaune passt ebenfalls gut, genauso wie ein reifer Chablis mit kräftigem Holzeinfluss.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Das macht einen großen Unterschied. In der Vorspeise braucht man eine kräftige Säure, im Dessert darf es dagegen natürlich und süß sein. Das Geschmacksprofil sollte auf jeden Fall ausgereift sein. Sehr wichtig ist im Dessert, welche anderen Komponenten mit dem Parmesan kombiniert werden. Zur Vorspeise, in der der Parmesan häufig weniger opulent ist, darf es ein kräftiger Burgunder oder ein holzgereifter Grau- oder Weißburgunder aus Baden sein.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Richtig kombiniert kann Champagner der perfekte Begleiter zu Parmesan sein. Am besten wählt man einen Chardonnay oder Pinot Noir dominierten Champagner. Vintage Champagner und leicht oxidative Noten passen hervorragend, aber noch wichtiger ist die Hefereifung.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Am liebsten esse ich länger gereiften Parmesan einfach pur vom Käsewagen. Frisch über Salat oder Pasta gehobelt, passt er auch immer, wichtig ist für mich aber, dass der Käse seine grobe Struktur behält. Überhaupt mag ich es nicht, wenn Parmesan bis zur Unkenntlichkeit zerrieben wird.

Enrico Resta

PARMIGIANO REGGIANO MEETS SOMMELIERS: Sagen Sie mal, Herr Sommelier: Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan geben.

Nachdem mit Silvio Nitzsche und Jens Pietzonka zwei Dresdner und Jérôme Pourchère ein Franzose ihre Weinempfehlungen zu Parmesan abgegeben haben, kommt mit Enrico Resta nun ein echter Italiener zu Wort. Der Sommelier und Restaurantleiter im Sternerestaurant Carmelo Greco in Frankfurt kennt sich nicht nur aufgrund seiner Herkunft bestens mit dem italienischen Traditionsprodukt Parmesan und den dazu passenden Weinen aus.

Herr Resta, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Zu mittelgereiftem Parmesan empfehle ich am liebsten aromatische, holzausgebaute Weißweine wie Gewürztraminer, Spätlese Sauvignon oder Catarratto aus Sizilien. Ist der Käse schon etwas reifer, also um die 36 Monate alt, passt Rotwein sehr gut, zum Beispiel ein Lambrusco aus der Emilia-Romagna oder ein Barbaresco aus dem Piemont.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Auf jeden Fall, während ein Dessert meist viel Süße und Frucht mitbringt und aufgrund dessen nach einem halbtrockenen Wein verlangt, darf der Wein zur Vorspeise als Gegengewicht zur Kraft und Salzigkeit des Käses gerne sehr trocken sein.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Champagner und Parmesan sind sogar sehr gute Freunde. Je nach Reifegrad des Käses würde ich einen trockenen weißen oder einen Rosé-Champagner empfehlen. Generell kann man sich die Regel merken: je reifer der Parmesan, desto fruchtiger sollte der passende Champagner sein.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Ich liebe es, Parmesan als Abschluss eines Essens ganz pur zu genießen. Wenn es mal fein und außergewöhnlich sein soll, geht für mich aber nichts über das Parmesansoufflé mit weißem Alba-Trüffel und Erbsencreme von Carmelo Greco.

Jens Pietzonka

Sagen Sie mal, Herr Sommelier: Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan geben.

Nachdem Silvio Nitzsche aus der Dresdner Weinzentrale und Jérôme Pourchère aus dem Drei-Sterne-Restaurant Gästehaus Erfort bereits ihre Vorlieben in Bezug auf Wein und Parmesan verraten haben, erklärt Jens Pietzonka im dritten Teil, wie für ihn die perfekte Harmonie aus Parmigiano Reggiano und Wein entsteht. Der Restaurantleiter und Sommelier eröffnete 2015 erfolgreich die Weinzentrale in Dresden und arbeite zuvor lange Jahre in der Villa Merton in Frankfurt und im Dean & Beluga in Dresden.

Herr Pietzonka, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Ich persönlich scheue mich, dem gereiften Parmesan einen Rotwein entgegen zu setzen. Sehr schön finde ich dazu Maischevergorene Weißweine oder gereifte Riesling-Spätlesen mit sanfter Frucht.
Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Auf jeden Fall, zu Beginn des Menüs sind die Geschmacksnerven sozusagen noch „jungfräulich“ und gegen Ende schon etwas „betagt“. Daher sind meiner Meinung nach experimentelle Weine eher gegen Ende zu empfehlen, um den Sinnen noch mal einen Kick oder Muntermacher zu geben.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Sicherlich, ich würde in diesem Fall einen Champagner mit einer höheren Dosage empfehlen, um die Salzigkeit des Parmesans abzufedern.

Wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Mit saftiger Foccacia und etwas Schinken.

Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano

Sagen Sie mal, Herr Sommelier: Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan geben.

Im zweiten Teil der Serie verrät Jérôme Pourchère, Maître im Drei-Sterne-Restaurant Gästehaus Erfort in Saarbrücken, seine persönlichen Empfehlungen zum Thema Wein und Parmesan. Der gebürtige Südfranzose ist seit 2002 Klaus Erforts erster Mann im Service und mit seinem unverwechselbaren Esprit fester und unverzichtbarer Bestandteil des Drei-Sterne-Teams. Pourchère wurde 2015 vom Feinschmecker als „Gastgeber mit Charme“ ausgezeichnet und steht wie kein anderer für unaufdringliche Gastfreundschaft.

Herr Pourchère, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Sowohl Rot- als auch Weißweine sind ideale Begleiter eines mittelreifen Parmesans. Wer Weißwein bevorzugt, sollte einen kräftigen, opulenten Chardonnay im Alter von sechs bis sieben Jahren wählen, etwa einen Meursault Premier Cru, Jahrgang 2008. Allen Rotwein-Fans empfehle ich einen kräftigen im Barrique ausgebauten Italiener mit viel Frucht und dezenten Barrique-Tönen, etwa einen Barolo oder einen Sangiovese. Alternativ passen auch Weine aus dem südlichen Rhonetal mit einem Grenache-Anteil.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
In puncto Weinbegleitung sollte durchaus unterschieden werden, ob der Parmesan zur Vorspeise oder im Dessert gereicht wird. Ist er Teil der Vorspeise passen die Weinvorschläge aus Frage eins sehr gut, also ein Chardonnay oder ein im Barrique gereifter Rotwein. Ist der Parmesan im Dessert enthalten, empfehle ich eine nicht zu süße Spät- oder Auslese mit lebendiger Frucht und Säure, das kann ein Riesling oder auch eine Scheurebe sein.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Parmesan und Champagner ergänzen sich hervorragend. Allerdings sollte zu jungem Parmigiano ein frischer Champagner gereicht werden, während zu einem gereiften Parmesan am besten ein opulenter Barrique-Champagner, etwa von Jacques Selosse, passt.

Wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Zu Pasta liebe ich Parmesan in Spänen. Ich nasche aber auch ab und an gerne ein Stück Parmesan als Snack zwischendurch.

Welcher Wein passt am besten zu Parmigiano Reggiano?

Käse & Wein gehören zusammen wie Salz & Pfeffer oder Brot & Butter. Aber nicht jeder Wein passt zu jedem Käse, der je nach Reifegrad unterschiedliche Aromen erfordert. Parmigiano Reggiano hat ein Reifespektrum von mindestens 12 Monaten bis hin zu 72 Monaten und mehr und variiert dadurch in Geschmack, Konsistenz und Geruch. Bei der richtigen Weinbegleitung kommt es deshalb auf feine Nuancen an, die ein geschulter Sommelier schmecken und erklären kann. Deshalb befragt Parmigiano Reggiano fünf ausgewählte Sommeliers, die ihre ganz persönliche Weinempfehlung zu Parmesan abgeben.

Den Anfang macht Sommelier Silvio Nitzsche, der seit 2007 Inhaber der mehrfach ausgezeichneten Weinkulturbar in Dresden ist. Ein Tisch in dem kleinen Eckbistro ist besonders am Wochenende heißbegehrt, bis 2018 sind bereits alle Plätze ab 18 Uhr vergeben. Zuvor war Nitzsche lange Jahre als Sommelier in den USA und bei Drei-Sterne-Koch Dieter Müller im Schlosshotel Lerbach tätig. Der Gault&Millau bezeichnet Nitzsche als „Supernase mit unerschöpflichen Weinwissen“.

Herr Nitzsche, welcher Wein passt am besten zu mittelgereiftem, also etwa 24 Monate altem Parmesan?
Aufgrund ihrer perfekten Säure-Süße-Balance harmoniert dazu am besten eine leicht gereifte fruchtsüße Riesling-Auslese aus der Pfalz. Auch schön ist ein Sherry Amontillado oder ein mindestens 15 Jahre gereifter Burgunder aus einer der Major Appellationen der französischen Côte d’Or.

Macht es in Bezug auf die Weinauswahl einen Unterschied, ob Parmigiano Reggiano in der Vorspeise oder im Dessert vorkommt?
Es macht sogar einen gravierenden Unterschied, da die Mengenproportionen unterschiedlich sind und damit der Wein auch eine ganz andere Potenz haben sollte. Zudem ist es immer von Vorteil, wenn man zu Beginn eines Menüs ein klein wenig Rücksicht auf die darauf folgenden Weine nimmt.

Passt Parmesan auch als Apéro zu Champagner?
Parmesan empfinde ich persönlich als nicht sehr ideal, um in einer Menüfolge oder am Abend zu beginnen, da er sehr einvernehmend im Geschmack und bindend ist. Parmesan und Champagner sind als Abendbegleitung aber durchaus reizvoll. Bei der Champagnerwahl würde ich auf einen Demi-Sec oder einen Rosé-Champagner zurückgreifen.

Und wie essen Sie Parmesan am liebsten?
Ich esse Parmesan am liebsten ganz singulär und vollkommen pur, mit viel Zeit, Ruhe und dem zuvor erwähnten Glas Riesling.

BierWochen

Nach dem Motto „Erleben, Schmecken, Wohlfühlen“ steht gleich Anfang 2016 eine neue Attraktion an – die ersten kulinarischen BierWochen verwöhnen den Gaumen. Vom 10. Februar bis zum 23. April 2016 bieten Gastronomiebetriebe der Region dann jeweils mindestens drei Gerichte an, in denen Bier verarbeitet wurde. Auch zwei regionale Biersorten zum Kennenlernen stehen auf der Getränkekarte.

Als Region mit einer der größten Brauereidichten der Welt feiert die Fränkische Schweiz das 500. Jubiläum des Bayerischen Reinheitsgebots 2016 selbstverständlich in großem Stil. Neben geführten Brauereiwanderungen, einem bierig geschmückten Osterbrunnen, einer rollenden Bierverkostung in der Dampfbahn und vielen weiteren Veranstaltungen und Aktionen finden im kommenden Jahr zum ersten Mal die BierWochen statt. Angelehnt an das Konzept der Scharfen Wochen im Oktober steht vom 10. Februar bis zum 23. April 2016 ein weiteres regionales Produkt, das Bier, im Vordergrund. Nicht umsonst wurde genau dieser Zeitraum ausgewählt: Am 10. Februar beginnt die Fastenzeit, in der nach alter Klostertradition oftmals zu Bier als Nahrungsmittel gegriffen wurde. Der 23. April dagegen ist der „Tag des Deutschen Bieres“, der offizielle Geburtstag des Reinheitsgebots also.

Teilnehmende Gaststätten bieten dann mindestens drei Gerichte an, die mit Bier verfeinert wurden. Zu fränkischen Bratwürsten mit Biersauerkraut, einem Karpfenfilet im Bierteig, einem Braumeisterschnitzel oder einer Weißbiermousse passt natürlich am besten eine Biersorte aus der Region; auch davon werden zu den BierWochen mindestens zwei zum Probieren angeboten. Da fällt die Auswahl schwer; immerhin pflegen in der Fränkischen Schweiz rund 70 familiengeführte Brauereibetriebe das traditionsreiche Brauhandwerk (meist seit mehreren Generationen) und stellen qualitativ hochwertige Biere her, mittlerweile insgesamt 350 Sorten.

Unser Tipp: Wer gerne einen ganzen Abend „im Zeichen des Bieres“ verbringen möchte, ist bei einem bierigen 4-Gänge-Menü inklusive Brauereiführung bestens aufgehoben. Das Pauschalangebot der Brauerei Nikl-Bräu aus Pretzfeld ist für den 12. März 2016, 17.00 Uhr buchbar. Nach der Brauereiführung mit dem Biersommelier und Braumeister Mike Schmitt genießen die Gäste ein 4-Gänge-Menü mit vier bierigen Gerichten und den dazu passenden Bieren.

Am 12. März 2016 (und zusätzlich am 12. November 2016 jeweils um 19.00 Uhr) findet außerdem das Bierkrimidinner in Aufseß statt. Im Anschluss an das Theaterstück „Der halbe Mann und das Deutsche Reinheitsgebot“ erleben die Besucher auch im Brauereigasthof Rothenbach die Geschmacksvielfalt der Region bei einem bierigen 4-Gang-Menü.

http://www.fraenkische-schweiz.com/de/

Carnivor bietet stilvollen Genuss für Fleischliebhaber

Zu Fleisch trinkt man(n) gerne Wein. So weit, so gut. Auf jedem Esstisch wird aus dieser Kombi ein Doppelsieg, wenn ein Wein ausgeschenkt wird, der allein vom Namen her untrennbar mit Steak, Braten & Co. verbunden ist: Carnivor. Das lateinische Wort Carnivore bedeutet Fleischfresser, und da hochwertiges Fleisch als Trendthema in aller Munde ist und der Genuss vielerorts ausgiebig zelebriert wird, passt der ausdrucksstarke Name perfekt. Carnivor ist ein stilvoller Rotwein und hervorragender Begleiter für alles von Kobe bis Lamm und Tenderloin bis Ribs. Ein zu dominantes oder kompliziertes Geschmacksbild brauchen Genießer allerdings nicht zu fürchten, denn weiche Tannine und ein voller, fruchtbetonter Charakter sind typisch für Carnivor. Noten von Eichenholz, Karamell, Espresso und Schokolade, die mit Aromen dunkler Beeren harmonieren, machen ihn zu einem starken Wein, zu dem besonders Männer gerne greifen. Durch Anteile von Petite Syrah und Merlot erhält Carnivor eine intensiv purpurrote Farbe. Nicht nur in der kalten Jahreszeit, sondern auch während der Grillsaison dürfte der Rotwein ein optimaler Partner sein: Carnivor passt zu delikaten Röstaromen, würzigen Marinaden und deftigen Beilagen.

Die verwendeten Trauben stammen aus den Weinbergen der für den Weinanbau bekannten kalifornischen Stadt Lodi. Im Lodi-Delta reifen sie besonders intensiv, da das mediterrane Klima für warme Tage und kühle Nächte sorgt. Die Lage fördert außerdem einen hervorragenden natürlichen Säuregehalt und die Entwicklung intensiver Fruchtaromen. Um die höchste Qualität zu erzielen und die Farb- und Geschmackscharakteristiken zu verstärken, erfolgt die Traubenernte während des Reifehöhepunkts. So entfalten sich die Aromen am intensivsten. Neben anderen Kriterien hat der Jahrgang 2012 wegen seines samtweichen Abgangs eine Goldmedaille bei der Challenge International du Vin 2014 gewonnen, auch bei weiteren internationalen Wettbewerben wie der AWC Vienna konnte Carnivor Gold holen.

Im Urlaub ausgefallen, gut und günstig essen

Kulinarischer Genuss muss kein Vermögen kosten

Im Gegensatz zu anderen Europäern geben die Bundesbürger für Essen deutlich weniger Geld aus: nur knapp 15 Prozent ihres Einkommens, so die EZB. Rund doppelt so viel geben beispielsweise Portugiesen und Griechen, aber auch Slowenen für Essen aus. Die Bundesbürger geben nicht nur relativ wenig Geld für Essen aus, sondern essen in der Mittagspause am liebsten fettig und fleischhaltig. Das beliebteste Kantinenessen ist Currywurst, gefolgt von gebackenem Seelachsfilet mit Kräutersoße und Kartoffeln.

Im Urlaub darf es dann – und das ist aus Sicht von Ernährungsexperten durchaus begrüßenswert – bei den meisten etwas ausgefallener, gesünder und qualitativ besser sein. Doch wenn Familien laut FUR-Studie für den gesamten Urlaub insgesamt pro Kopf weniger als 1.000 Euro ausgeben, darf ein einzelnes Mittag- oder Abendessen natürlich nicht 50 Euro pro Person kosten. Doch wo können Urlauber in Deutschland sehr gut ausgefallen essen, ohne dass es gleich das Reisebudget sprengt? Hier sechs Beispiele:

Im Café des Emsland Moormuseums in Groß Hesepe kostet die Bratwurst vom Bentheimer Schwein nur 2,60 Euro. Für die Siedler, die nach dem Ersten Weltkrieg die Region in der deutsch-niederländischen Region urbar gemacht haben, war Fleisch der vom Aussterben bedrohten Haustierrasse ein Sonntagsfestessen. Häufiger kamen Buchweizenpfannkuchen auf den Tisch. Den können Gäste im Moormuseum- Café für 8,00 Euro ebenfalls probieren. www.moormuseum.de/museumscafe

Pumpernickel-Torte aus Roggen, der in der 200 Jahre alten Mühle direkt über den Köpfen der Gäste gemahlen wird, gibt es in Enkings Mühle in Emsbüren für 2,40 Euro. Das gesunde Pumpernickelbrot ohne jegliche Zusatzstoffe wird 24 Stunden lang bei niedriger Temperatur gebacken (500 Gramm für 1,50 Euro) und ist so begehrt, dass es an Kunden in ganz Deutschland per Post verschickt wird. www.enking.de

Der Slow Food-Bewegung hat sich der Landgasthof Backers in Twist verschrieben. Hier erhalten Kinder statt Hamburger mit Pommes beispielsweis gebuttertes Vollkornbrot mit Nordseekrabben und Wachtelspiegelei für 9,90 Euro und Erwachsene können Rindertartar mit Jakobsmuschel, Krabben-Apfelsalat und Rote Bete für 15,90 Euro probieren. www.gasthof-backers.de

Wer statt abgepacktem Scheibenkäse aus dem Supermarkt ausgefallene Käsesorten aus ganz Europa probieren möchte, ist bei „Feiner Käse Hemmen“ in Haren an der richtigen Adresse. Die Tester von „Feinschmecker“ sowie „Essen und Trinken“ sind von Auswahl und Qualität seit Jahren begeistert. Hier finden Urlauber alles für ein Gourmet-Picknick in den ausgedehnten Moorgebieten in der Region, beispielsweise hausgemachten Cranberry & Schnittlauch-Frischkäse für 3,20 Euro oder Trüffelbrie für 6,43 Euro. www.feiner-kaese.de

Zu gutem Käse passt natürlich auch exzellenter Schinken. In Werpeloh, zwischen Meppen und Papenburg, reift der Schinken bei hoher Luftfeuchtigkeit über mehrere Monate. Durch das Räuchern mit Buchen- und Eichenholzspäne bekommt er einen herzhaften Geschmack. Ein Kilo Schinken am Stück kostet 17,90 Euro. www.schinkenhof-nieters.de

Zum Edel-Picknick mit Schinken und Käse passt ein besonderer Korn. Rosche in Haselünne brennt den seit 1792 und baut den Weizen sogar selbst an, so dass nur eigene Zutaten für den Korn verwendet werden. Daraus entsteht dann beispielsweise der Lingener 38 Gold für 15,49 Euro. www.rosche.de

Das Emsland erstreckt sich über 2.880 Quadratkilometer von der nordrhein-westfälischen Landesgrenze bei Rheine bis zur Grenze Ostfrieslands bei Papenburg und ist damit flächenmäßig größer als das Bundesland Saarland. Rund 1.000.000 Urlauber verzeichnet die Emsland Touristik jährlich, die meisten von ihnen sind Radwandertouristen und Familien. Die Region bietet mit über 3.500 Kilometern ein ausgeprägtes Radwegenetz entlang der Flussläufe von Ems und Hase, Moore und Wälder, aber auch zahlreiche Bauern- und Ferienhöfe, die als besonders familienfreundlich zertifiziert sind.