Wie wir betrogen werden

Der Preistrick mit dem Füllmengen-Karussell: Wie Hersteller und Händler an der Preisschraube drehen

Versteckte Preiserhöhungen mit sogenannten Mogelpackungen, bei denen der Inhalt verringert wird, der Preis aber unverändert bleibt, sind immer wieder Anlass für Beschwerden bei den Verbraucherzentralen. Nun bedienen sich Hersteller eines neuen Tricks, indem sie für ihre Produkte nach einer meist mehrstufigen Schrumpfkur mit mehr Packungsinhalt werben und gleichzeitig der Preis im Supermarkt deutlich steigt. Die Verbraucherzentrale Hamburg erklärt, wie der Preistrick mit dem Füllmengen-Karussell funktioniert.

Nach Beobachtungen der Hamburger Verbraucherschützer hat beispielsweise der Konsumgüterkonzern Henkel in den letzten Jahren Schritt für Schritt die Anzahl der Waschladungen seines Persil Flüssigwaschmittels von zunächst 20 auf 18, dann 16 und schließlich 15 reduziert. Aktuell steht groß „dauerhaft mehr Inhalt“ auf der Packung, weil wieder 20 Waschladungen pro Flasche verkauft werden. Den vermeintlichen Vorteil lassen sich Hersteller und Händler teuer bezahlen. Je nach Drogerie oder Supermarkt beträgt die mit der neuen alten Packungsgröße verbundene Preiserhöhung in 2016 bis zu 26 Prozent. Bei den beiden anderen Henkel-Marken Weißer Riese und Spee ist dasselbe zu beobachten. Eine Preiserhöhung von jeweils bis zu 16 Prozent sind es für die „neue schlaue Größe“ von Spee und die „neue, einfach riesige Größe“ des Weißen Riesen.

Auch bei den Mars Minis wurde allmählich die Füllmenge von 250 über 235 und 221 auf schließlich 200 Gramm pro Packung gesenkt. Nun liegen die Schokoriegel des gleichnamigen Herstellers wieder als 250-Gramm-Pack im Regal, und Verbraucher zahlen schon seit 2015 bis zu 40 Prozent mehr als noch vor sieben Jahren.

„Der Kunde ist schon lange nicht mehr König, sondern wird bei diesem Mengenwirrwarr zum Narren gehalten. Die Hersteller wollen ihren Umsatz mit positiven Werbebotschaften ankurbeln und locken Verbraucher auf eine falsche Fährte, um höhere Preise zu etablieren“, meint Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. Die häufig vorgebrachten Argumente für die Füllmengenreduzierungen in den letzten Jahren, wie beispielsweise kleinere Packungsgrößen für Singles oder weniger Kalorien pro Packung zur Prävention von Übergewicht, entpuppten sich im Nachhinein als plumpe Ausreden.

„Wir benötigen endlich eine Transparenzplattform, auf der Hersteller vorab Füllmengenänderungen melden müssen“, fordert Valet. Nur so könnten Verbraucher beim Einkauf halbwegs auf Augenhöhe mit Herstellern und Handel agieren.

"Best Of" Lebensmittel-Check 2015

Welche Produkte in diesem Jahr besonders unangenehm aufgefallen sind
 
Mogelpackungen, fragwürdige Zusammensetzungen oder falsche Herkunftsangaben: Lebensmittel, die nicht halten, was sie versprechen, sind vielen Konsumentinnen und Konsumenten ein Dorn im Auge. Seit 2012 können dem Verein für Konsumenteninformation (VKI) derartige Produkte zur weiteren Überprüfung unter www.lebensmittel-check.at gemeldet werden. Der VKI prüft alle Meldungen und veröffentlicht zweimal die Woche eine Produktbesprechung samt Stellungnahme des Unternehmens. Damit wurden 2015 mehr als 100 Lebensmittel unter die Lupe genommen. Acht Lebensmittel, die 2015 den besonderen Unmut der Leser (u.a. in einem Leservoting) auf sich gezogen haben, stellt der VKI nun ab dem 23.12. gesondert in der Jänner-Ausgabe des Testmagazins KONSUMENT vor. Vier davon nun auch beispielhaft in aller Kürze:
 
Iglo Dampf-Frisch Gemüsemischung: Ein Blick auf die Zutatenliste auf der Rückseite zeigt: Neben dem dampfgegarten Gemüse wurden auch Margarine, Essig und Zucker zugesetzt. Ergo: stolze 11 Gramm Fett und 5,6 Gramm Zucker pro Portion (225 g).
 
Zurück zum Ursprung Tauernquelle Bio-Mineralwasser: Wasser wird in der EU-Bioverordnung nicht erwähnt. Denn als echtes Naturprodukt lässt es sich in der Zusammensetzung nicht beeinflussen. Statt „bio“ fand sich im Flascheninhalt aber anderes: Je nach Zeitpunkt der Messung zwischen 19 und 54 Mikrogramm Acetaldehyd – ein Abbauprodukt aus den verwendeten PET-Flaschen, das in das Wasser übergeht
 
Spar enjoy Orange-Mango Smoothie: Dieses Getränk ist nach jenen Zutaten benannt, die es am wenigsten beinhaltet: Orangensaft (14 Prozent) und Mangopüree (12 Prozent). Der große Rest besteht aus Pfirsichmark (30 Prozent), weißem Traubensaft (29 Prozent) und Apfelmark (15 Prozent).
 
Clever Kartoffelteig: Dieser wird in einem Karton verkauft, in dem zwei Beutel mit Teigpulver stecken, die kaum die halbe Höhe der Verpackung ausfüllen. Besonders anschaulich zeigt dies eine Aufnahme der Packung vor einem Röntgenschirm. Herstellerseitig wird die übergroße Verpackung als technologisch bedingt argumentiert. Fakt ist dennoch: Die Packung enthält mehr Luft als Teigpulver – und der Konsument ein Überraschung beim Öffnen ebendieser.
 
So funktioniert der VKI-Lebensmittel-Check
Die Plattform www.lebensmittel-check.at soll dazu beitragen, dass Unternehmen ihre Produkte verbraucherfreundlicher gestalten. Der VKI prüft alle von Konsumenten dort eingehenden Beiträge und holt eine Stellungnahme des Herstellers ein. Finanziell unterstützt wird das Projekt durch das Gesundheits- und das Sozialministerium.
 
SERVICE: Einen ausführlichen Bericht zum Thema gibt es ab dem 23.12. im Jänner-KONSUMENT. Produktbesprechungen werden laufend auf www.lebensmittel-check.at veröffentlicht.

Lebensmittelkennzeichnung

Was die Herstellerangabe verrät – und was nicht

Wer Fragen zu einem Produkt hat oder Grund zur Reklamation, findet auf vorverpackten Lebensmitteln eine Herstellerinformation. Diese Angabe informiert darüber, wer für die Sicherheit und Qualität des Produktes verantwortlich ist. Das kann der Hersteller selbst sein, aber auch der Verpacker oder ein Importeur, der in der Europäischen Union niedergelassen ist. Die Angabe muss so genau sein, dass ein Brief zugestellt werden könnte, so die Vorgabe der europäischen Lebensmittelinformationsverordnung.

Die Herstellerangabe ist aber nicht unbedingt das Gleiche wie die geografische Herkunft eines Lebensmittels. Ein Hinweis auf die geografische Herkunft ist nur verpflichtend bei frischem Obst und Gemüse, frischem Fleisch von Rind, Schwein, Geflügel, Schaf und Ziege sowie bei Fisch, Eiern, Honig, nativem Olivenöl und Biolebensmitteln mit EU-Bio-Logo. Auf abgepackten Tomaten steht dann beispielsweise „Ursprungsland: Spanien“, der Verpacker oder Importeur kann aber zum Beispiel in Nordrhein-Westfalen sitzen. Seine Adresse muss ebenfalls auf der Packung stehen.
Wenn die Kunden ohne eine Ursprungsangabe einen falschen Eindruck von der Herkunft des Produktes bekämen, etwa weil eine Fahne oder eine länderspezifische Besonderheit auf der Packung abgebildet ist, dann ist ein Hinweis auf die geografische Herkunft zwingend. Bei einer italienischen Minestrone, die in Deutschland produziert wurde, muss beispielsweise zusätzlich der Hinweis „Herkunft: Deutschland“ stehen.

Nur in manchen Fällen lässt sich vom Hersteller auf den Ursprung der Ware schließen. Etwa bei der Direktvermarktung von hofeigenen Erzeugnissen wie hausgemachten Nudeln oder Brot aus eigenem Getreide. Doch auch hier müssen Herkunft und Herstellung der Ware nicht zu 100 % übereinstimmen. Wenn beispielsweise Konfitüren aus heimischen Früchten im hofeigenen Laden verkauft werden, dann muss der Zucker nicht zwingend aus der eigenen oder örtlichen Produktion stammen.
Dr. Christina Rempe, www.aid.de

Weitere Informationen:
Alles zur neuen Lebensmittelinformationsverordnung finden Sie im aid-Heft „Achten Sie aufs Etikett“, Bestell-Nr. 1140, Preis: 4,00 Euro
www.aid.de/shop/shop_detail.php?bestellnr=1140

Warum ist H-Milch so lange haltbar?

Bleibt die Packung verschlossen, hält sich H-Milch oder haltbare Milch bis zu vier Monate. Hierzu erwärmen Molkereien Rohmilch für wenige Sekunden auf mindestens 135 Grad. So entsteht ultrahocherhitzte Milch, die keine vermehrungsfähigen Keime mehr enthält. Nach der Erhitzung steril abgefüllt, verpackt und verschlossen kann H-Milch problemlos bei Zimmertemperatur gelagert werden. Ist die Milch einmal geöffnet, gehört sie in den Kühlschrank: So bleibt sie fünf bis sechs Tage genießbar – genau wie Frischmilch. Da Calcium hitzebeständig ist, bleibt dieser Inhaltsstoff trotz Temperatureinwirkung vollständig erhalten. Allerdings ändern sich Geschmack und Vitamingehalt: H-Milch schmeckt leicht süßlich und enthält etwa 20 Prozent weniger Vitamine als Frischmilch.

Tipp: Ein leicht bitterer Geschmack ist bei H-Milch der erste Hinweis auf den einsetzenden Verderb. Im Geruch ist die Veränderung erst später bemerkbar. Hans Schmaus, Käse und Milchexperte der LVBM

Wie viel Butter steckt in Buttermilch?

Der Expertentipp im Juni – Die Experten der Landesvereinigung der Bayerischen Milchwirtschaft klären jeden Monat Fragen rund um die Milch. Josef Stemmer, Käse- und Milchexperte der LVBM, zu der Frage:

Wie viel Butter steckt in Buttermilch?

Buttermilch entsteht als Nebenprodukt bei der Butterherstellung: das Fett der Milch wird zu Butter verarbeitet, übrig bleibt Buttermilch. Diese enthält maximal ein Gramm Fett pro 100 Milliliter. Damit ist klar: die Bezeichnung Buttermilch leitet sich weniger vom Butteranteil als vielmehr von der Herstellung ab. Wobei auch der frische Geschmack an Butter erinnert. Bei der Produktion von Süßrahmbutter entsteht süße Buttermilch, die mit Milchsäurebakterien gesäuert wird. Da Butter bei der Herstellung mit Trinkwasser oder Magermilch gewaschen wird, kann Buttermilch bis zu 10 Prozent Wasser oder 15 Prozent Magermilch enthalten. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn auf der Packung „reine Buttermilch“ steht. Buttermilch ist dank des niedrigen Fettanteils sowie ihres hohen Gehalts an Eiweiß und Mineralstoffen sehr bekömmlich und gesund.

Tipp: Im Sommer eignet sich Buttermilch als erfrischende und gut sättigende Zwischenmahlzeit: wenig Kalorien und die Auswahl von säuerlich bis hin zu einem fruchtigen Mix machen das Getränk für jeden zum Genuss.

Saft im Tetrapack oder Flasche

Die Verbraucherzentrale NRW informiert: angebrochene Saftflaschen und -kartons sind viel länger haltbar als angegeben – nicht direkt aus der Flasche trinken – geöffnet bei Zimmertemperatur max. 7 Tage haltbar – Je saurer der Saft, desto haltbarer

Um sich vor Reklamationen bei Verdeih und Verderb zu schützen, geben die meisten Hersteller eine kurze Haltbarkeit nach Anbruch ihrer Produkte an. Sie raten zu gekühlter Lagerung und zum zügigen Verbrauch zwischen zwei und fünf Tagen. Untersuchungen zur Haltbarkeit zeigen jedoch: Bei sorgsamen Umgang sind Fruchtsäfte aus Packung oder Flasche meist länger haltbar. „Bange machen gilt nicht! Auge und Nase der Verbraucher reichen völlig aus, um eine beginnende Zersetzung bei geöffneten Säften zu erkennen “, entkräftet die Verbraucherzentrale NRW in ihrer Mitteilung für den Gourmet Report Leser die vorbeugende Vorsichtsmaßnahme der Hersteller.
Damit Saftpackungen nach Anbruch noch möglichst lange verzehrfähig sind, gibt sie folgende Tipps:
Auf Sauberkeit und Kühlung achten: Um die Gärung von Fruchtsäften durch Bakterien zu verhindern, sollte Fruchtsaft nicht direkt aus der Flasche oder der Packung getrunken werden. Das angebrochene Produkt ist nach dem Einschenken sofort wieder zu verschließen. Fristet es sein Dasein bei Zimmertemperatur, ist der Inhalt höchstens sieben Tage haltbar. Wandern Flasche oder Packung hingegen rasch wieder in den Kühlschrank, kann der kühle Trunk bis zu vierzehn Tagen verzehrfähig sein.

Regel: Je saurer der Saft, desto haltbarer. Folglich verderben Gemüse- schneller als Obstsäfte.

Glasflasche vorteilhafter als Kartonverpackung: Steht der Saft über längere Zeit bei Zimmertemperatur, sollte er besser in einer Glasflasche aufbewahrt werden, weil sich so ein beginnender Verfall an der Bildung von Bläschen, Eintrübungen oder Schimmel eher erkennen lässt. Um auch das Produkt aus einer Kartonverpackung gut im Blick zu haben, sollte es am besten in ein Glasgefäß umgefüllt werden und regelmäßig in Augenschein genommen werden, bis es zur Neige geht: Trüber Bodensatz im klaren Saft und umgekehrt klarer Bodensatz im trüben Saft sind Hinweise für eine beginnende Zersetzung. Schimmel hingegen macht es sich auf der Oberfläche des flüssigen Produkts gemütlich.

Tipps bei niedrigem und höherem Verbrauch: Wer nur kleine Mengen trinkt, sollte besser kleine Saftpackungen kaufen. Keine Sorge jedoch beim Verbrauch großer Saftkartons mit fünf Litern! Beim Zapfen des Fruchttrunks zieht sich der Innenbeutel der Verpackung in sich zusammen. Es kann kein Sauerstoff eindringen. Eine Gärung des Produkts in der Großpackung ist somit ausgeschlossen.

Dann Prost!

Wissenswertes, Küchentipps & Pfannentricks

Lebensmittel richtig einfrieren
Um die Eiskristalle im Lebensmittel während des Einfrierens klein zu halten,
ist eisiges Tempo angesagt. Auch wenn die arktischen Temperaturen von -35
°C kein Tiefkühlgerät im Haushalt erreicht, kann man das Durchfrieren des
Gefrierguts beschleunigen: Falls vorhanden, „Superfrost“-Taste drücken.

Möglichst flach verpackt und luftdicht verschlossen, legt man das Objekt der
Kältebegierde am besten in das oberste (leere) Fach des Tiefkühlschranks bis
es durchgefroren ist.
Bei einer weiteren Lagertemperatur von -18 °C warten
die wertvollen Gaumenfreuden dann geduldig auf ihren großen Auftritt am
Teller. Geräte, die -18 °C nicht erreichen, sind zum Einfrieren nicht geeignet,
denn der Geschmack leidet unter den „warmen“ Temperaturen. *- oder **-Gefrierfächer eignen sich nur zum kurz- bis mittelfristigen Lagern bereits
gefrorener Produkte.

Richtige Verpackung & Lagerung
Einmal geöffnete Packungen werden am besten sofort wieder dicht
verschlossen ins Tiefkühlfach gelegt und innerhalb der nächsten Wochen
aufgebraucht. Gelangt zusätzliche Luft an das tiefgekühlte Lebensmittel
besteht die Gefahr von Gefrierbrand oder Eiskristallbildung.

Lebensmittel richtig auftauen
Da iglo Gemüse bereits vorblanchiert ist, liegt die Garzeit etwa um ein Drittel
unter jener von Frischgemüse. Generell lohnt es sich für den guten
Geschmack, die Produkte bereits tiefgekühlt zu verwenden. Ein Auftauen vor
dem Erhitzen ist meist nicht notwendig. Lesen Sie dazu die Empfehlungen auf
der Packung.

Tipp: Dickere rohe Fleischstücke und ganze Fische werden vor der
Zubereitung an- bzw. aufgetaut. Lebensmittel dazu aus der Verpackung in
einen verschließbaren Behälter umfüllen. Auftausaft bei Geflügel
wegschütten, bei anderem Fleisch für den Bratensaft weiterverwenden.

Deckel drauf:
Lichtempfindliche Vitamine lieben die Dunkelheit auch beim Garen. Jeder Topf
braucht daher seinen Deckel – ob am Herd oder in der Mikrowelle.

Zubereitung von Tiefkühlkost
Die wertvollen Inhaltsstoffe in Gemüse und Fisch fürchten sich vor vier
Angreifern: Luft, Wasser, Licht und Hitze. Bei der Zubereitung sollten die
wertvollen Lebensmittel daher nur so wenig wie möglich mit diesen in
Kontakt kommen.

Leckere Gemüse Ideen
Die Gemüseküche hat viele schöne Seiten! Wie gut, dass mit Tiefkühlgemüse
jederzeit das passende Gemüse küchenfertig zur Verfügung steht. Im
Handumdrehen zaubern auch weniger geübte Köche köstliche Gerichte, die
den Gaumen bei Laune halten: So entsteht aus Strudelteig, etwas Käse und
einer Packung Rahm-Gemüse ein herrlicher Gemüsestrudel.
Gemüsemischungen können nach Belieben mit Couscous, Reis oder
Teigwaren zu einer köstlichen Hauptmahlzeit werden. iglo Gemüse-Ideen
machen sich nicht nur als Beilage zu Steak und Fisch gut, sondern ergeben
auch eine herrliche Füllung für Wraps oder Pita-Brote. Vegetarische Burger
bekommen eine spezielle Note, wenn man sie mit leckeren Gemüse-Stäbchen
füllt. Die Spinatlasagne erntet Lob von jedermann, greift man neben
vorgekochten Teigblättern zu iglo Blattspinat.

Praktisch portionierbar
Die 1.000g-Gemüsepackungen sind eine gute Sache für mehrköpfige
Familien. Singles und Paare, denen eine ganze Packung Spinat oder Rotkohl
für eine Mahlzeit zu viel ist, greifen am besten zu den Packungen mit dem
„portionierbar“-Aufdruck. Hieraus können beliebige Mengen entnommen
werden, der Rest wandert gut verpackt wieder in den Tiefkühler.

Was tun bei Stromausfall?
Einer gefüllten Tiefkühltruhe gilt bei Stromausfall große Aufmerksamkeit.
Folgende Tipps helfen Ihnen für den Fall des Ausfalls:
Gerät möglichst nicht öffnen: Ein geschlossenes Gerät bewahrt die Kälte über
mehrere Stunden. Im Winter können die Produkte gut eingepackt
vorübergehend auch bei Minusgraden ins Freie gelegt werden. Bei
Gerätedefekt den Kundendienst des Herstellers so bald wie möglich
kontaktieren. Die in der Produktinformation und Gebrauchsanweisung für das
Gerät angegebenen Lagerzeiten bei Störung beachten. Bei länger anhaltender
Störung oder wenn die Ausfallzeit des Geräts nicht bekannt ist (z.B. nach
Presseinformation
einem Urlaub), den Gefrierzustand der tiefgefrorenen Lebensmittel
begutachten. Solange die Ware noch nicht an- oder aufgetaut ist, kann sie
problemlos wieder eingefroren werden. Vorsicht gilt aber bei empfindlichen
Lebensmitteln wie Faschiertem oder Rohgeflügel. Diese Produkte sollten Sie
nach Ausfall der Tiefkühlung nicht wieder einfrieren.

Vitaminerhalt
Braten in Wok oder Pfanne, Dampfgaren oder die Zubereitung in der
Mikrowelle sind besser geeignet als Kochen in Wasser. Darin werden Vitamine
und Mineralstoffe aus dem Gemüse nur unnötig ausgelaugt.

AK Test Lebensmittel-Packungen: Die Luft ist … drinnen!

Fast alle geprüften Packungen mit viel Luft – Mehr Klarheit nötig

„Von der Luft kann man nicht leben“, sagt schon der Volksmund. Schlimm: Ein AK Test bei 35 untersuchten Produkten im August von zwei Supermärkten zeigt: Im Durchschnitt ist nur die Hälfte Inhalt – der Rest ist Luft. Vieles schaut nach mehr aus, als wirklich drinnen ist. Die Konsumenten brauchen Klarheit, um zu sehen, was befüllt ist und was nicht, etwa durch einen Transparenz-Streifen, verlangt die AK.

„Die Konsumenten zahlen drauf, wenn sie glauben, das Packerl ist voll“, sagt AK Konsumentenschützerin Manuela Delapina. „Das kann nicht sein.“

Der AK Test zeigt: Der Inhalt in den Lebensmittel-Packungen löst sich oft in Luft auf. Von den 35 „verdächtigen“ untersuchten Packungen waren 33 zu mindestens einem Drittel leer. Der Luftanteil dieser Packungen lag zwischen 33 und 71 Prozent.

Die alarmierendsten Beispiele: Die Knabber Mangostücke von Spar sind sehr luftig. Die Gesamthöhe der Verpackung beträgt 17 Zentimeter, die Füllung fünf Zentimeter und der Luftanteil zwölf Zentimeter. „Das ist ein Luftanteil an der Packung von knapp 71 Prozent“, rechnet Delapina vor.

Bei der Brownies Backmischung von Spar beträgt der Luftanteil der Packung fast 67 Prozent. „So ist bei der Backmischung die Gesamthöhe der Packung 21 Zentimeter, die Füllung sieben und die Lufthöhe 14 Zentimeter“, so Delapina.

Bei Lila Stars Snax von Milka und beim Basmati-Reis von Reis-fit ist der Luftanteil knapp 63 Prozent. Bei der Milka Nascherei macht die Gesamthöhe der Packung zwölf Zentimeter aus, die Füllung 4,5 und die Lufthöhe 7,5 Zentimeter. Beim Basmati-Reis ergibt die Gesamthöhe der Packung 16 Zentimeter. Die Füllhöhe des Reises ist sechs Zentimeter und die Lufthöhe zehn Zentimeter.

Ab wann und bei welchen Produkten man von „Mogelpackungen“ sprechen kann, ist leider nirgends exakt definiert. International üblich ist, höchstens einen Luftanteil von einem Drittel der Füllmenge zuzugestehen. Daher fordert die AK den Wirtschaftsminister auf, per Verordnung das Verhältnis von Füllmenge und Luftanteil festzusetzen. Laut Maß- und Eichgesetz ist er dazu ermächtigt.

SERVICE: Den kompletten Test „Lebensmittel-Packungen – Füllmengen“ mit allen Produkten und Foto-Beispielen finden Sie im Internet unter wien.arbeiterkammer.at

Johann Lafer

Limitierte Geschenkpackung mit Grillbuch von Johann Lafer – Grillrezepte des Sternekochs und Underberg 5er Packung als Mitbringsel in der Grillsaison

Rechtzeitig zum Start in die Grill-Saison gibt es heuer wieder eine besondere Geschenkpackung in limitierter Auflage. Die Underberg 5er Packung in Kombination mit dem Grillbuch des Starkochs Johann Lafer eignet sich als außergewöhnliches Mitbringsel für Grillpartys und geselligen Runden. Erhältlich ist das Geschenk exklusiv im Friends of Merkur Regal ab Ende Juli.

Traumhafte Grillrezepte für jeden Anlass. Johann Lafer ist nicht nur als Sternekoch, sondern auch als Künstler am Grill bekannt. In seinem Grillbuch präsentiert er erstmals seine unverwechselbaren Grillrezepte: herrlich raffiniert und einfach zuzubereiten. Entdecken Sie über 80 Genuss-Rezepte für jeden Anlass: sei es für ein fröhliches Sommerfest mit Freunden, das lauschige Candle-Light Grillen oder den neuesten Trend Wintergrillen. Dazu gibt es in dem Buch Warenkunde und Knowhow für Grillfans und solche, die es werden wollen.

Underberg, die weltweite Nr. 1 in der Portionsflasche, zeichnet sich durch das besonders ausgewogene Verhältnis von wertvollen Kräuterwirkstoffen und hochwertigem Alkohol aus, das ihm seine verdauungsfördernden Eigenschaften verleiht. Er wird komplett ohne Zucker hergestellt. Als Digestif nach einem guten Essen beispielsweise vom Grill, steigert Underberg das Wohlbefinden und ist, serviert im Original Underberg Glas, ein besonders stilvoller Abschluss. Wer beim Programm Tops & More mitmacht, die Underberg-Verschlusskapseln sammelt und sie einsendet, kann je nach Anzahl der gesammelten Kapseln aus vielen verschiedenen, attraktiven Prämien wählen, darunter das Underberg-Kräutermobil oder das Original Underberg-Stilglas.

Geheimes Rezept, hohe Qualität. Die Rezeptur ist ein seit über 160 Jahren gut gehütetes Familiengeheimnis. Die Kräuter werden einer strengen Eingangskontrolle unterzogen und nach dem geheimen „Semper idem“-Verfahren, das eine stets gleichbleibende Qualität gewährleistet, weiterverarbeitet. Der Kräuterextrakt wird mit Brunnenwasser und hochwertigem Alkohol verdünnt und anschließend einem monatelangen Reifeprozess in slowenischen Eichenfässern unterzogen. Erst dann wird er in die typischen, mit strohfarbenem Papier umwickelten Portionsflaschen abgefüllt.

ÖKO-TEST: Vogelfutter

ÖKO-TEST Vogelfutter

Keine Ambrosia-Entwarnung trotz Label

Schon nach dem Vogelfuttertest vor zwei Jahren warnte das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST, dass in fast allen Produkten Samen der hochallergenen Beifuß-Ambrosie stecken. Viele Hersteller haben daraufhin reagiert und bieten mittlerweile Futterpackungen mit Labels wie „Ambrosia kontrolliert“ an. ÖKO-TEST wollte nun wissen, wie sicher das Vogelfutter mit Label wirklich ist. Deshalb wurden von zehn Produkten insgesamt 28 unterschiedliche Chargen ins Labor geschickt. Dabei zeigte sich, dass die Belastung mit Ambrosia-Samen zwar insgesamt abgenommen hat, es aber noch keinen Grund zur Entwarnung gibt.

Jürgen Stellpflug, Chefredakteur des ÖKO-TEST-Magazins, kritisiert: „In dem Futter mit der Aufschrift ‚Ambrosia kontrolliert‘ steckten bis zu 99 Samen pro Kilo. Das Verbraucherschutzministerium empfiehlt, dass Produkte, in denen maximal 35 Samen pro Kilo enthalten sind, den zusätzlichen Hinweis ‚geprüft‘ oder ‚gereinigt‘ tragen dürfen. Das heißt: Derzeit liegt die Verunreinigung dreimal höher als bei diesem Orientierungswert.“ Erstaunlich ist auch, wie stark die Chargen der einzelnen Marken schwanken. „Bei einer Marke fand das Labor etwa in einer Packung 0,5 Samen pro Kilo, in einer anderen Packung der gleichen Marke 94 Samen“, fügt Jürgen Stellpflug hinzu.

Beifuß-Ambrosie macht vor allem Allergikern besonders zu schaffen. Die Pollen der Pflanze gelten als die potentesten Allergene weltweit. Sie kann bis zu einer Million davon produzieren. Und schon geringste Dosen reichen, um bei Allergikern Heuschnupfen bis hin zu Asthma auszulösen, auch Kreuzreaktionen mit Bananen und Melonen sind möglich. Sogar Menschen, die sonst keine Allergiebeschwerden haben, können sensibilisiert werden. Und zu allem Übel blüht die Ambrosie erst sehr spät, ab Anfang August, wodurch sich die Leidenszeit der Betroffenen bis zum ersten Herbstfrost ziehen kann. Eine teure Angelegenheit für das Gesundheitswesen. Schon jetzt verursacht die Pflanze nach einer Schätzung jährlich Kosten von 32 Millionen Euro in Deutschland. Die meisten derzeit bekannten Fundorte sind private Gärten, außerhalb davon existieren wenige, aber zum Teil große Vorkommen, hauptsächlich in den östlichen Bundesländern und Süddeutschland. Die Beifuß-Ambrosie wächst mit Vorliebe an Böschungen, Straßen- und Ackerrändern. Wer auf der Autobahn A 8 südlich von München fährt, der wird kilometerlang von Ambrosien am Fahrbahnrand begleitet.

Das ÖKO-TEST-Magazin Januar 2010 gibt es seit dem 30. Dezember 2009 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.