daheim&unterwegs

WDR Fernsehen, daheim&unterwegs, 16.10 bis 18.00 Uhr – Themenvorschau 03.05. bis 07.05.2010 – Daheim&unterwegs wird sich in der 18. KW voraussichtlich mit folgenden
Themen befassen:

Montag, 03.05.2010
*Wir in NRW
*Service
17.05 bis 18.00 Uhr
*Mein daheim: Natürlicher Sichtschutz – Weiden, Bambus und Stroh
*fit & gesund

Dienstag, 04.05.2010
16.05 bis 16.55
*Wir in NRW
*Service
17.05 bis 18.00 Uhr
*Mein daheim mit Björn Freitag – Kochen für Mama: Schweinefilet
gefüllt mit Frühlingskräutern und Kartoffelsalat
*fit & gesund

Mittwoch, 05.05.2010
16.05 bis 16.55 Uhr
*Wir in NRW
*Service
17.05 bis 18.00 Uhr
*Mein daheim – Brotkünstler Bernd Armbrust präsentiert sein
*Rote-Erde-Brot*
*fit & gesund mit Dr. Anette Weise: Alles über Vitalstoffe

Donnerstag, 06.05.2010
16.05 bis 16.55 Uhr
*Wir in NRW
*Service
17.05 bis 18.00 Uhr
*fit + gesund: Rückenergonomie im Alltag
*Mein daheim mit Gärtnerin Gabriele Seelbach: Gemüse für Balkon und
Garten

Freitag,07.05.2010
16.05 bis 16.55 Uhr
*Wir in NRW
*Reise+Freizeit: Sanfte Riesen im Rothaargebirge
17.05 bis 18.00 Uhr
*fit+gesund – Naturheilkunde mit Linda Tan: Hilfe bei Kopfschmerzen
*Mensch&Tier: Zuschauer präsentieren ihren Hundenachwuchs

Moderation: Sandra Quellmann und René le Riche

Schwarzer Holunder

Essbare Blüten aus Garten, Wald und Wiese

In der Lebensmittel- und Getränke-Industrie gilt Holunder als Trendaroma. Neben den schwarzen Beeren der Gewürz- und Heilpflanze Sambucus nigra werden auch ihre Blüten immer häufiger für Sirupe und Essenzen verwendet. Die süßlich-herbe Note verleiht Erfrischungsgetränken, Milchprodukten, Bonbons und vielem mehr das gewisse Etwas.

Im Juni und Juli stehen die üppigen Blüten des schwarzen Holunders in voller Pracht und laden zum Pflücken ein. Die weißen Blütendolden wachsen an drei bis zehn Meter hohen Sträuchern, die man in Gärten, an Lichtungen oder Bachufern findet. Damit die Gewächse keinen Schaden nehmen und später im Jahr noch genug Beeren tragen, rät Wildkräuter- und Pflanzenexpertin Helga Schmidt aus Köln Feinschmeckern dazu, nur einzelne Dolden mit einem kleinen Messer oder einer Schere vorsichtig abzuernten.

„Die schirmförmigen Dolden setzen sich aus kleinen Blümchen zusammen und sind sehr vielseitig in der Küche und Naturheilkunde einsetzbar“, so die Expertin. Holunderblüten eignen sich zum Aromatisieren von selbstgemachten Bowlen, Limonaden, Essigen und Gelees. Darüber hinaus lassen sie sich in süßem Pfannkuchenteig ausbacken. Für die Blütenküchlein benötigt man vollständig aufgeblühte Dolden. Diese fasst man am Stiel und taucht sie in den Teig. Etwas abgetropft, bäckt man sie anschließend in heißem Fett.

„Eine köstliche Erfrischung für die heiße Jahreszeit ist ein Holunderblüten-Sorbet. Auf einen halben Liter Orangensaft gibt man etwa zehn Holunderblütendolden. Das Ganze lässt man über Nacht im Kühlschrank ziehen, so dass sich der Duft der Blüten mit dem Fruchtsaft verbindet. Am nächsten Tag füllt man den abgefilterten Saft in eine Eismaschine oder kann ihn in kleinen Förmchen im Tiefkühlfach gefrieren lassen“, so Schmidt. Mit Gelierzucker aufgekocht, kann der durchgezogene Saft ebenso zu einem raffinierten Gelee werden. Holunderblüten enthalten unter anderem Flavonoide, ätherische Öle und Gerbstoffe. In manchen Gegenden kennt man das Moschuskrautgewächs unter dem Namen „Hollerbusch“ oder „Deutscher Flieder“.
(Ira Schneider)

Mehr Tote durch Medikamente als durch Verkehrsunfälle

Kaum ein Tag vergeht, an dem es keine
Horrormeldungen über die Nebenwirkungen von Medikamenten gibt. Tausende
von Toten gehen auf das Konto von unerwünschten Begleiterscheinungen.
Mal ist von 16.000, mal von knapp 60.000 im Jahr die Rede. Sterben mehr
Menschen durch Medikamente als durch Verkehrsunfälle? Keiner weiß es so
genau. Doch es ist davon auszugehen. Auch die offiziellen Stellen können
nur Vermutungen anstellen. Sie sind allzu oft auf die Informationen der
Pharmaindustrie angewiesen. Und die nimmt es diesbezüglich mit der
Wahrheit nicht so genau.

Die Zahl der durch Nebenwirkungen Geschädigten jedenfalls soll in die
Hunderttausende gehen, so viel ist sicher. Das aktuellste Beispiel:
Immer mehr schwierige Kinder werden mit Medikamenten lenkbar gemacht.
Sie sollen nicht mehr so zappelig sein, bessere Noten aus der Schule
heimbringen, Eltern und Lehrer weniger nerven. Unglaublich, aber wahr:
Bereits Zweijährigen werden solche Psychopillen verschrieben. Auch
Erwachsene greifen immer öfter zu den Ruhigstellern. Die Nachfrage
danach ist in Deutschland in den vergangenen 10 Jahren um das 270-Fache
gestiegen.

Die am häufigsten verschriebenen Substanzen aber können Depressionen
auslösen und zu wahrscheinlich irreparablen Hirnschäden führen. Zu
diesen Erkenntnissen kamen jetzt Neurowissenschaftler aus New York. Denn
die Medikamente greifen tief in den komplizierten Hirnstoffwechsel ein.

Lebt man also besser ohne Medikamente?

Nicht immer, aber immer öfter, rät Sylvia Schneider, Chefredakteurin des
E-Mail-Newsletters „Naturmedizin aktuell“. „Natürlich sind viele
Arzneien unverzichtbar, lebensrettend und wertvoll. Doch es geht auch
ohne – viel öfter, als die meisten wahrscheinlich denken.“

Weglassen, was nicht notwendig ist – lautet das Gebot der Stunde. Und:
Auf kritische Selbstmedikation setzen sowie auf bewährte, alte und neue
Naturheilmittel zurückgreifen. „Unterstützen Sie Ihre
Selbstheilungskräfte, wo Sie nur können. Ich helfe Ihnen dabei“,
verspricht Sylvia Schneider ihren Lesern. „Den unruhigen Kindern
beispielsweise kann durch Homöopathie wirksam und ohne Nebenwirkungen
geholfen werden.“

„Naturmedizin aktuell“: Alternative Heilmethoden aus aller Welt
kostenlos per E-Mail

Seit Ende Juni berät Sylvia Schneider – die erfahrene
Medizinjournalistin und Buchautorin – Abonnenten von „Naturmedizin
aktuell“ kostenlos per E-Mail. 4-mal in der Woche gibt sie unabhängige
und verlässliche Informationen über alternative Heilmethoden aus aller
Welt. Sie hilft bei der Suche nach Medikamenten, Mitteln und Methoden.
Populäre Irrmeinungen in der Naturmedizin nimmt sie unter die Lupe.
Außerdem sagt sie, welche naturheilkundlichen Mittel empfehlenswert sind
und von welchen man besser die Finger lässt.

Zur Autorin
Sylvia Schneider ist Ernährungswissenschaftlerin, Medizinjournalistin
und Buchautorin. Sie begann ihre journalistische Karriere mit einem
Volontariat bei der Deutschen Presseagentur (dpa). Dort wurde sie später
zur Redakteurin für den Bereich Medizin und Wissenschaft.
Sie ist Gründungsmitglied des Arbeitskreises „Frauengesundheit in
Medizin, Psychologie und Gesellschaft“. Als Journalistin hat sie für
viele Zeitungen und Frauen-Zeitschriften gearbeitet, u. a. für
Süddeutsche, Manager Magazin, Hamburger Abendblatt, Bild am Sonntag,
Elle, Brigitte, Cosmopolitan und Madame.

Darüber hinaus gilt sie als eine der erfolgreichsten Kinder- und
Jugendsachbuchautorinnen. Die Auflage ihrer Bücher hat mittlerweile
mehrere Hunderttausend überschritten. Sie wurden in viele andere
Sprachen übersetzt – darunter Grönländisch, Koreanisch und Chinesisch.

Seit Mai 2001 ist Sylvia Schneider Chefredakteurin des FID-Ratgebers
„Gesundheit für Frauen“. Die Chefredaktion vom E-Mail-Newsletter
„Naturmedizin aktuell“ übernahm sie im Juni 2007.

Gesunde Weihnachtsküche

Moderatorin Dr. med. Franziska Rubin stellt ein köstliches und gesundes Weihnachtsmenü vor und verrät gemeinsam mit Koch Andreas Goßler, wie die Weihnachtsgans fettarm und knusprig wird. Auch Apotheker Friedemann Schmidt, Physiotherapeutin Gitte Liebisch, Sporttrainer Jürgen Reif und Ärztin für Naturheilkunde Dr. Anke Görgner versuchen sich als Laienköche.

Dazu gibt das MDR-Gesundheitsmagazin Tipps gegen weihnachtsbedingte Verdauungsbeschwerden, erklärt warum die Köche von allen Berufen am häufigsten Rückenschmerzen haben und wie mit einfachen Küchentricks viel Zeit und Ärger erspart werden kann.

MDR, Donnerstag, 14.12., 21:00 – 21:45 Uhr

Nur 18 Prozent der Deutschen vertrauen allein der Schulmedizin

61 Prozent wünschen sich zusätzlich Traditionelle Chinesische Medizin
Nach einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie in Allensbach vertrauen nur 18 Prozent der Deutschen allein der Schulmedizin. 61 Prozent wünschen sich zusätzlich eine Behandlung durch Traditionelle Chinesische Medizin (TCM). Das Ergebnis der Studie wurde heute, Freitag vom Universitätsklinikum Essen http://www.uni-essen.de/naturheilkunde/de vorgestellt.

Zu einem ähnlichen Ergebnis ist auch eine Untersuchung der TCM-Akademie in Wien gekommen. Demnach lag die Akzepotanz der Komplementärmedizin bei 80 Prozent. 70 Prozent der Befragten wollen eine Behandlung sowohl nach schulmedizinischem als auch nach komplementärmedizinischem Modell. In Österreich rangiert Homöopathie vor Akupunktur und Traditioneller Chinesischer Medizin, so Andreas Bayer, Rektor der TCM-Privatuniversität http://www.tcm-university.edu in Wien.

„Die Allensbach-Studie liefert auch Hinweise darauf, dass der Trend zu TCM mehr als eine Mode ist, denn die Zahl der Befürworter der so genannten integrativen Medizin liegt bei TCM-erfahrenen Patienten mit 89 Prozent noch mal deutlich höher“, erklärt Gustav Dobos von der Universitätsklinik in Essen, der Leiter des Lehrstuhls für Naturheilkunde mit dem Schwerpunkt für Traditionelle Chinesische Medizin. Das Ergebnis spreche dafür, dass offensichtlich die überwiegende Mehrzahl der mit TCM behandelten Personen mit der Wirkung der Therapie zufrieden sind. „Die Tatsache, dass die übergroße Mehrheit parallel auf schulmedizinische Methoden setzt, ist ein Beleg für den bedarfs- und patientenorientierten Ansatz der Integrativen Medizin, die den Kranken aus beiden Schulen das nachweislich Beste zugänglich macht“, meint Dobos. Das lasse sich auch an den steigenden Patientenzahlen ablesen, die die Ambulanz für chinesische Medizin am Lehrstuhl für Naturheilkunde in Essen aufsuchen.

„Das Ergebnis ist erstaunlich“, meint die Medizinerin Katrin Bienert von Gemeinschaftspraxis für TCM http://www.tcmed.at. Es fällt allerdings deutlich auf, dass die TCM immer bekannter und erfolgreicher wird. Bienert sieht Gründe nicht nur in den Heilungserfolgen der Patienten, sondern auch in der zunehmend besseren Ausbildung der TCM-Ärzte. „Immer mehr Patienten wollen zuerst nach der TCM behandelt werden und nur wenn diese Methode nicht greift, nach der Schulmedizin“, erklärt Bienert. „Die Forschungsergebnisse sind für uns wirklich überraschend gewesen“, meint Bayer. Erstaunlich sei vor allem gewesen, dass die Patienten die fehlende Wahlmöglichkeit als größten Nachteil empfanden. „Der mündige Patient will für sich selbst entscheiden“, interpretiert Bayer die Umfrage.

Mit der Frage, ob und wie sich Integrative Medizin vor diesem Hintergrund in das deutsche Gesundheitssystem und in die westliche Schulmedizin einbauen lässt, beschäftigt sich Dobos beim 20. Jahrestag der Deutsch-Chinesischen Gesellschaft für Medizin (DCGM) http://www.dcgm.de , der an der Universitätsklinik in Essen stattfindet. Wolfgang Weitlaner