Markus Semmler

Markus Semmler immer erste Liga

Deutschlands größter Spitzenkoch verwöhnt Meisterkicker: Hertha BSC hat es geschafft. Nach nur einer Saison sind die Hauptstadtkicker wieder erstklassig. So ein Erfolg verdient eine spitzenmäßige Meisterfeier, natürlich mit einem Spitzenkoch. Der 2-Meter-Hüne Markus Semmler stellt sich am kommenden Sonntag ab 19:00 Uhr dieser „sportlichen Herausforderung“.

Semmlers kulinarische Aufwärmphase in der STATION in Kreuzberg beginnt u.a. mit karamellisierten Kirschtomatenbonbons oder Ochsenschwanzpralinen auf geröstetem Kartoffelbrot. Nach der Aufwärmphase erwartet die Spieler das Beste vom Thunfisch mit Mango-Chilivinaigrette und Thaibasilikumduft. Sicher voll ins Netz trifft Semmlers Hauptgang: Tranchen vom Kalbsrücken, grüner und weißer Spargel, Gnocchi und Estragonrahm. Auch mit seinem Dessert wird Promikoch Semmler sicher nicht in die Abseitsfalle tappen. Mit Pavé der Valrhona Schokolade mit Creme Brûlée-Kern, Erdbeergelée und Vanille-Salz-Eis bringt der Berliner Meisterkoch und Restaurateur des Jahres 2000 das Ding am Ende sicher nach Hause. Die Bierdusche ersetzt um Mitternacht Berliner Currywurst mit Kartoffelbrot. Ganz klar – mindestens 75 Punkte auch für Markus Semmler.

Genau so viele Punkte wie Hannover 96 in der Saison 01/02 hat Hertha bis heute. Doch kommenden Sonntag könnten die Berliner Spitzenkicker einen neuen Aufstiegsrekord mit einem Sieg gegen FC Energie Cottbus perfekt machen. Markus Semmler, der zuvor bereits für die US-Präsidenten Bush und Clinton, Deutschlands Kanzler Kohl und Schröder sowie die Repräsentanten von Europas wichtigsten Königshäusern und internationale Adelsgeschlechter wie Prinz Charles, König Juan Carlos, der Sultan von Brunei kochte, wird dafür gewiss eine ganz besondere Überraschung parat haben.

Markus Semmlers hochgelobte Küche – auch Gourmet Report ist ein Fan des großen Meisters – kann auch Otto-Normalbürger in Semmlers DAS RESTAURANT in Berlin Wilmersdorf Dienstags bis Samstags ab 17 Uhr geniessen: www.kochkunst-ereignisse.de/Startseite.html

„Natürlich Tafeln“ in der Autostadt

Nachhaltige Ernährung und vertrauensvolle Zusammenarbeit steht bei „Natürlich Tafeln“ am Freitag, den 26. Oktober, in der Autostadt in Wolfsburg im Mittelpunkt. Nach dem Erfolg der vergangenen Jahre haben Gäste die Gelegenheit, die Partner der Autostadt Restaurants operated by Mövenpick kennenzulernen und mit ihnen in den Dialog über gute Ernährung und nachhaltige Erzeugung von Lebensmitteln zu treten.

„Mit unseren Produzenten verbinden uns langjährige Partnerschaften, daher wissen wir genau, woher die größtenteils nach ökologischen Grundsätzen produzierten Zutaten stammen“, erklärt Thorsten Pitt, Direktor der Autostadt Restaurants Gourmet Report auf Anfrage.
„Unsere Partner investieren genau wie wir viel Liebe und Stolz in ihre Produkte – das schafft Vertrauen.“

In den vier Restaurants Chardonnay, trottoria BAROLO, BEEFCLUB und Lagune Foodhalls warten kulinarische Kreationen vom selbstgemachten Bio-Eis und Nudeln aus der hauseigenen Pasta-Manufaktur über Austern und Fischspezialitäten bis hin zu herbstlichem Gemüse und Wild aus heimischen Wäldern auf die Besucher. Ehrengast des kulinarischen Genussabends ist der Vorstandsvorsitzende des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft, Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, der sich seit vielen Jahren für eine nachhaltige Esskultur engagiert.

In entspannter Atmosphäre können sich die Gäste über regionale Spezialitäten, umweltfreundliche Anbaumethoden oder artgerechte Tierhaltung informieren. Beim Flanieren und Probieren lernen sie gleichzeitig das nachhaltige Gastronomiekonzept der Autostadt kennen, bei dem der „Homemade-Gedanke“ im Vordergrund steht. Beim Streifzug durch die Restaurants können die Besucher den Köchen bei der Arbeit zuschauen und sich ihre Kreationen schmecken lassen. Die Lagune Foodhalls werden sich dafür in einen kulinarischen Herbstmarkt verwandeln. Im BEEFCLUB sind Fleischspezialitäten das Thema des Abends. Für die Küche Norditaliens stehen in der trattoria BAROLO Risotto, Pasta und Ziegenkäse. Daniel Kluge, Küchenchef des vom Gault Millau mit 13 Punkten ausgezeichneten Restaurant Chardonnay, und sein Team zeigen den Gästen, wie gut regionale, schon fast in Vergessenheit geratene Zutaten und gehobene Kochkunst harmonieren.

Mit dem Zug aus Berlin braucht man übrigens nur 1 Stunde bis zur Autostadt!

Kurz-Informationen:
Natürlich Tafeln
Veranstalter: Autostadt in Wolfsburg
Datum: Freitag, 26. Oktober 2012, ab 18.30 Uhr
Ort: Lagune Foodhalls, trattoria BAROLO, BEEFCLUB, Chardonnay
Eintritt: 59 Euro, 49 Euro für Mitglieder von Slow Food und Bioland

Gourmet Report empfiehlt die Übernachtung in einem der besten deutschen Hotels, dem Ritz-Carlton Wolfsburg, das direkt auf dem Autostadt Gelände ist: http://www.ritzcarlton.com/de/Properties/Wolfsburg/Default.htm

Und am nächsten Tag sollte man zu einem der besten deutschen Köche gehen, wenn man schon vor Ort ist: Ins Aqua von Sven Elverfeld.
Hier unsere Impressionen von unserem letzten Besuch: www.facebook.com/media/set/?set=a.10151073883073124.423037.168996673123&type=3

Hotelpreisvergleich: booking und HRS

Olivenöl im Test – Bittere Wahrheiten

Vor vier Jahren zog der Verein für Konsumenteninformation (VKI) bei einem Test zu 18
Olivenölen eine bittere Bilanz: Die Hälfte der getesteten Öle der höchsten
Qualitätsklasse nativ extra wurde wegen Verdacht auf unerlaubte Wärmebehandlung
aus der Wertung genommen. Diese ermöglicht, leicht fehlerhafte Öle qualitativ zu
„verbessern“. Kein einziges Produkt war zudem frei von Schadstoffen wie
Weichmacher und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK).

Was hat sich seitdem geändert? Wie genau nimmt es die Industrie mit ihrer
Verantwortung gegenüber Verbrauchern? Nicht allzu genau, wie die aktuelle Erhebung
des VKI zu 15 Olivenölen zeigt: Fünf Öle, die als nativ extra gekennzeichnet sind,
bestanden die Prüfung eines akkreditierten Expertenpanels nicht: Carapelli, Natürlich
für uns, Montolivo, Rapunzel und S-Budget. Laut den vom VKI beauftragten Experten
des Deutschen Olivenöl Panels (DOP) handelt es sich hierbei um Öle zweiter
Güteklasse. Darüber hinaus vergab der VKI bei den Olivenölen von S-Budget und Spar
Natur Pur kein Testurteil, da der Verdacht auf Wärmebehandlung oder mangelnde
Frische besteht.

„Spitzenqualität wird deklariert, aber nicht geliefert“, kritisiert VKIGeschäftsführer
Ing. Franz Floss. „Das ist besonders ärgerlich, da es sich bei Olivenöl
um ein Produkt handelt, das als gesundheitsfördernd empfohlen wird. Wir werden
daher auch in Zukunft nicht locker lassen und weiterhin Olivenöle testen.“
Unerlaubte Manipulationen sind das eine, gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe das
andere: Auch dieses Mal wurden die Olivenöle auf Schadstoffe wie Weichmacher und
PAK untersucht. Kein einziges Öl ist frei von Schadstoffen, wenn auch viele nur knapp
über der Bestimmungsgrenze liegen. Dennoch: „Weder PAKs noch Weichmacher
sollten in Olivenöl enthalten sein“, kritisiert VKI-Ernährungswissenschafterin Mag.

Nina Zellhofer. „In jedem Öl sind ein bis drei Weichmacher nachzuweisen.
Insbesondere Altis, Natürlich für uns und Rapunzel fallen negativ auf. Hier wurde der
für Lebensmittel festgelegte Migrationswert von 1,5 mg/kg überschritten.“ PAK
wiederum finden sich zwar mittlerweile überall in der Natur und somit auch in den
getesteten Olivenölen. Bei der Anzahl gibt es aber große Unterschiede: Im besten Fall
stecken nur vier verschiedene PAK im Öl (Altis, Conte de Cesare, Echt Bio), im
schlechtesten ist es ein „Cocktail“ von insgesamt sieben Substanzen (Bertolli, Ja!
Natürlich und Natürlich für uns). Zellhofer: „Damit zeigt sich, dass es durchaus
Hersteller gibt, die in der Lage sind, die Belastung gering zu halten.“
Nach traditioneller Art gepresst?
Die Herkunft des Produktes bzw. der Rohstoffe ist für viele Konsumenten erfahrungsgemäß
von großer Bedeutung. Hier gibt es in Sachen Kennzeichnung kaum etwas zu beanstanden.

Die Früchte kommen in der Tat aus jenen Ländern, die auf den Flaschenetiketten vermerkt
sind: Griechenland, Italien und Spanien. Teils wird auch die EU als Herkunftsort genannt,
wobei es sich hierbei um sogenannte „Mittelmeermischungen“ handelt. Weniger gut sieht es
dagegen bei den ausgelobten Hinweisen zur Ölgewinnung aus. Die Aussage, dass Ja!
Natürlich und Iliada ihr Olivenöl tatsächlich noch nach traditioneller Art pressen, genossen
die Tester mit Vorsicht. Und in der Tat: Auf Anfrage des VKI hin musste Ja! Natürlich
zugeben, dass die Angabe am Etikett fehlerhaft ist. Die Antwort von Iliada steht hingegen
noch immer aus. Hier zog man es bislang vor, zu schweigen…
Gutes Olivenöl zum Diskonterpreis?
Echt Bio, erhältlich bei Penny, erzielte als bestes Produkt im Test eine „gute“
Gesamtwertung. Mit 7,99 Euro pro Liter liegt es im preislichen Mittelfeld der 15 getesteten
Olivenöle. Diese sind im Handel zwischen 3,45 und 12,98 Euro erhältlich. Aber lässt sich um
einen solchen Preis gutes Olivenöl produzieren und nachhaltig wirtschaften? Bis ein Ölbaum
Früchte trägt, dauert es Jahre und selbst dann wirft dieser nicht mehr als 20 Kilo Oliven ab.
Für einen Liter Öl braucht es aber fünf Kilogramm Früchte, ergo macht dies vier Flaschen
Olivenöl pro Baum. „Bezieht man sämtliche Kostenfaktoren mit ein, die sich bei Produktion,
Transport und Vertrieb ergeben, stellt sich die Frage, wie dies bei einem Preis um rund vier
Euro machbar ist“, so Floss. „Zumindest eines ist aber sicher: Mindere Oliven-Qualitäten zu
verarbeiten, mit unerlaubten Mitteln nachzuhelfen und darauf zu hoffen, dass es die Kunden
nicht merken, ist der falsche Weg.“

Alle Details zum Test gibt es in der Novemberausgabe des Testmagazins
KONSUMENT und unter www.konsument.at