Besser Fremdgehen als stinken

Umfrage für das Magazin Reader’s Digest: Mangelnde Körperhygiene, Untreue und nicht zuhören gelten als die größten Ärgernisse unter Partnern

Was stört Deutschlands Frauen und Männer am meisten an ihrem Partner oder ihrer Partnerin? Auf der Liste der größten Ärgernisse stehen sowohl beim weiblichen als auch männlichen Geschlecht mit rund 90 Prozent die mangelnde Körperhygiene des Partners ganz oben. Das ergab eine repräsentative Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid für das Magazin Reader’s Digest.

In seiner Februar-Ausgabe berichtet das Magazin Reader’s Digest über die Ergebnisse der Umfrage, für die 1006 Teilnehmer repräsentativ befragt worden waren. Auf Platz zwei der Ärgernisse kommt mit 87 Prozent die Untreue des Partners, gefolgt von 84 Prozent der Befragten, die sich darüber ärgern, wenn er oder sie nicht zuhört.

Apropos reden: 42 Prozent der Männer stören sich an einer dauerquasselnden besseren Hälfte, aber nur 34 Prozent der Frauen geht es auf die Nerven, wenn ihr Liebster den Mund nie halten kann.

Die weiteren Ergebnisse der Umfrage: 36 Prozent der Frauen, aber nur 21 Prozent der Männer empfinden es als nervend, wenn die bessere Hälfte zu viel Sex will. Und auch an einem anderen Punkt sind die Lager klar verteilt: Nahezu jede zweite Frau, nämlich 48 Prozent der Befragten, aber nur 36 Prozent der Männer finden es nicht gut, wenn der Partner bzw. die Partnerin zu viel Zeit mit anderen Leuten oder den Hobbys verbringt.

ÖKO-TEST Aldi

Wenig Anlass zu Kritik

Aldi Süd und Aldi Nord gehören zu den Pionieren in Sachen Bio-Produkte. Mittlerweile haben die beiden Discounter ein sehr großes Bio-Angebot, und auch nachhaltiger Fisch gehört zum Portfolio. Das Frankfurter Verbrauchermagazin ÖKO-TEST wollte wissen, wie „bio“ die Ware von Aldi Süd und Aldi Nord wirklich ist und ob nachhaltig gefangener Fisch auch Qualität verspricht. 31 Produkte, vom Apfelsaft bis zur Zitrone, wurden deshalb ins Labor geschickt. Und die beiden Discounter können überzeugen: 20 Produkte erhalten die Note „sehr gut“ oder „gut“. Es zeigt sich, dass „bio“ auch wirklich „bio“ ist: Schadstofftests gaben keine Hinweise auf einen Bio-Betrug. Die Möhren und Zitronen waren frei von Pestizidwirkstoffen.

Allerdings sind nicht alle Produkte makellos. In einem Bio-Käse von Aldi Nord zum Beispiel entdeckten die Tester E.-coli-Keime. Das kann auf eine mangelnde Hygiene im Fertigungsbetrieb oder bei der Auswahl der Rohstoffe hindeuten. ÖKO-TEST wertet ebenso das Matjesfilet der beiden Discounter ab, weil sie am Ende des Mindesthaltbarkeitsdatums zu viele Keime enthielten. Das fiel den Sensorikern auch geschmacklich auf, denn manche Fischfilets schmeckten „säuerlich“ oder „brennend“. Beim Tomaten-Saft fand das Labor einen hohen Gehalt an Ergosterin. Der Stoff gilt als Hinweis, dass angeschimmelte Tomaten mit verarbeitet wurden.

Das ÖKO-TEST-Magazin April 2011 gibt es ab dem 25. März 2011 im Zeitschriftenhandel. Das Heft kostet 3,80 Euro.

„Ossi“ ist keine ethnische Herkunft

Ein Arbeitgeber hatte der 49-Jährigen die Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt und auf dem Lebenslauf „Ossi“ notiert. Deswegen hatte die gebürtige Ost-Berlinerin vor dem Arbeitsgericht Stuttgart eine Entschädigung nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz verlangt.

Das Gericht befand, dass der Vermerk „Ossi“ zwar als diskriminierend verstanden werden könne. Gleichwohl lag aber keine gesetzlich verbotene Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft vor, erläutern ARAG Experten. „Unter ethnischer Herkunft ist mehr zu verstehen als nur regionale Herkunft“, erklärte der Vorsitzende Richter. Außer der Zuordnung zum ehemaligen DDR-Territorium fehle es bei den „Ossis“ an einheitlichen Merkmalen in Tradition, Sprache, Religion, Kleidung oder Ernährung. Der Arbeitgeber versicherte, Grund für die Absage sei nur die mangelnde Qualifikation der Frau gewesen. Nicht die Herkunft, sondern das fehlerhafte Anschreiben sowie mangelnde Computerkenntnisse seien ausschlaggebend gewesen. Die Dame erhielt somit keine Entschädigung (ArbG Stuttgart, Az.: 17 Ca 8907/09).

Grinsekatze ist Pleite

„Mein Restaurant“-Sieger mussten Insolve

Sie haben bis zur letzten Sekunde gekämpft, am Ende mussten sie dann doch den Kochlöffel abgeben. Anna Regenberg und Toby Kronwitter gewannen vor etwa einem Jahr die Koch-Show „Mein Restaurant“ bei Vox. Ihr Restaurant „Die Grinsekatze“ im Münchner Nobelviertel Bogenhausen sollte der große Hit werden. Jetzt musste das Restaurant Insolvenz anmelden, berichtet das Branchenmagazin „Kontakter“. Auf der Homepage der Betreiber werden mangelnde Erfahrung und schlechte bzw. keine Beratung als Gründe für das Scheitern der Jungunternehmer angegeben.

Lesen Sie die gesamte Story bei t-online:
http://unterhaltung.t-online.de/vox-mein-restaurant-sieger-mussten-insolvenz-anmelden/id_41110172/index

Deine Chance! 3 Bewerber – 1 Job – Restaurantfachfrau Berlin

Pro7, Dienstag, 28.04., 16:00 – 17:00 Uhr

Grundmotivation für die Eröffnung von Restaurant Seidl in Berlin war die mangelnde Qualität, die Geschäftsführer Andre Seidl in anderen Lokalen begegnete. Seinem hohen Anspruch müssen sich nun die Azubis stellen, die sich bei ihm um den begehrten Job bewerben. Welcher der drei Bewerber wird die Ausbildungsstelle bekommen?

Hygiene-TÜV für Lebensmittelbetriebe

Mit gutem Gefühl essen

Hygiene-TÜV für Lebensmittelbetriebe

Gammelfleisch, altes, ranziges Frittierfett oder halbverwelkter Salat. So etwas möchte keiner auf dem Teller haben. Woher weiß man aber, dass der kleine Imbiss um die Ecke oder der gemütliche Italiener einwandfreie Lebensmittel anbietet? Seit Januar 2009 beispielsweise an einem lachenden Smiley im Berliner Bezirk Pankow. Dieser Smiley weist auf überdurchschnittliche Qualitäts- und Hygienestandards hin und zwar beim Bäcker, Fleischer, Imbiss oder im Restaurant. Das Pankower Veterinär- und Lebensmittelaufsichtsamt bietet allen Lebensmittelbetrieben die Teilnahme an diesem Smiley-System an. Um sich von der Überwachungsbehörde bewerten zu lassen, müssen Lebensmittelbetriebe zuvor freiwillig eine schriftliche Vereinbarung unterzeichnen, in der sie sich mit den Prüfkriterien der unangemeldeten Kontrollen einverstanden erklären. Werden mindestens 90 Prozent der Kriterien des Bewertungsbogens bei der amtlichen Kontrolle erreicht, wird der Betrieb mit einem Smiley-Logo und einer Urkunde ausgezeichnet und zudem in einer öffentlich zugänglichen Positivliste genannt. Schwarze Schafe, gegen die mindestens eine Ordnungswidrigkeit verhängt wurde, werden in einer ebenfalls öffentlich zugänglichen Negativliste aufgeführt.
Nach drei Monaten zog die Berliner Behörde eine erste Zwischenbilanz – mit wenig erfreulichem Ergebnis. Bereits 30 begutachtete Betriebe fielen negativ auf. Beanstandungen waren vor allem die mangelnde Grundhygiene, unsachgemäße Lagerung von Lebensmitteln und mangelnde bzw. verschlissene Gerätschaften. Lediglich sieben Betriebe konnten mit überdurchschnittlicher Qualität und Sauberkeit glänzen und wurden mit einem Smiley ausgezeichnet.
Rechtliche Grundlage für diese Form der öffentlichen Bewertung ist das Verbraucherinformationsgesetz vom Mai 2008. Die Veröffentlichung von negativ aufgefallenen Betrieben wird allerdings vom Verband der Lebensmittelkontrolleure abgelehnt, da aufgrund fehlenden Kontrollpersonals die Möglichkeit der zeitnahen Nachkontrolle nicht gewährleistet werden könne.
Vorbild für das Smiley-System ist das bereits seit 2001 in Dänemark eingeführte Smiley-Labelsystem. Es ist im dortigen Lebensmittelgesetz verankert und gilt verpflichtend für alle ca. 46.000 Verkaufsstellen, die gewerblich mit Lebensmitteln zu tun haben. Dagegen ist die Teilnahme hierzulande noch freiwillig und völlig kostenfrei. Über eine verpflichtende Teilnahme wird derzeit diskutiert.

aid, Anette Reck

Bistro & Brasserie „Carls“ in Hamburg

Bistro & Brasserie „Carls“ in Hamburg

Die Redaktion des Varta-Führers kürt auf ihrer Website www.varta-guide.de wöchentlich das Hotel bzw. Restaurant der Woche. Die Auswahl erfolgt anhand aktueller Prüfergebnisse der Experten. Die Nennung im Varta-Führer hängt allein von der Leistung der Betriebe ab. Vergeben werden Varta-Diamanten und Varta Tipps für besonderes Ambiente, erstklassige Küche oder für aufmerksamen Service.

Über mangelnde Aussicht kann sich hier niemand beschweren. Beim Besuch des „CARLS“, dem Ableger des „Louis C. Jacob“ in der Hamburger Hafencity, bekommen Gäste den uneingeschränkten Elbblick gratis dazu.
Durch die raumhoch verglasten Fensterfronten hat man einen hervorragenden Blick über den Hafen. Zudem liegt das exklusive Ensemble aus Bistro, Brasserie Cocktailbar und Salon Privée direkt an der noch unvollendeten, spektakulären Elbphilharmonie.

Helles Holz, große Regale und lockere Stimmung prägen das preiswerte Bistro im vorderen Teil; in der Brasserie bestimmen hingegen weiß eingedeckte Tische und nischenförmig angeordnete, schulterhohe Lederbänke das unkompliziert-elegante Ambiente. Rote Lampenschirme, dunkle Holzvertäfelung und Tageszeitungen an hölzernen Zeitungshaltern geben dem Interieur die gewollt französische Note und schaffen eine gemütliche und anregende Atmosphäre, die in wohltuendem Kontrast zur futuristisch anmutenden, kühlen Hafencity steht. Der Service in seinen langen Bistroschürzen ist lässig, freundlich und aufmerksam.

Das Speisenangebot überrascht mit einigen deftigen Spezialitäten der norddeutschen Küche. Die Kartoffelsuppe mit Kochwurst vom lokalen Metzger, das Brötchen mit Stralsunder Bismarck-Hering und der Hamburger Pannfisch mit Senfsauce und Bratkartoffeln passen optimal zur geschichtsträchtigen Hafenlage. Kombiniert werden die Gerichte mit herzhaften Klassikern aus Frankreich. Zum Steak vom Freesisch Ochs werden Pommes frites und Haricots verts serviert. Boudin Noir, die französische Variante der Blutwurst, gibt es mit Kartoffelpüree und geschmorten Zwiebeln. Fisch und Meeresfrüchtespezialitäten ergänzen die Auswahl. Die unprätentiös und makellos zubereiteten, überwiegend bodenständigen Gerichte werden aus Produkten bester Qualität zubereitet und auch die angemessenen Preise lassen das Herz eines jeden Feinschmeckers höher schlagen.

Zur Einstimmung künftiger Konzertbesucher wird die Weinkarte in alten Notenblättern als Weinpartitur gereicht. Sie listet ein schönes, überschau- und bezahlbares Sortiment mit Weinen aus renommierten, vorwiegend europäischen Anbaugebieten.

Die Experten des Varta-Führers zeichnen das „CARLS“ mit zwei Varta-Diamanten aus und attestieren Chefkoch Michael Rinkert und seinem Team eine sehr gute Küchenleistung mit Tendenz nach oben. Die „Macher“ um Geschäftsführer Francesco Potenza haben ein sehr ansprechendes Lokal von Format geschaffen, das sich sicherlich auch weiterhin über viel Zuspruch freuen kann.

Interview mit Christian Rach

Interview mit Sternekoch und Gastro-TV-Coach Christian Rach

Ihre Sendung “Rach, der Restauranttester” ist ein voller Erfolg: Tolle Quoten, zwei Nominierungen – Goldene Kamera und Dt. Fernsehpreis – innerhalb weniger Monate. Wie erklären Sie sich persönlich den Erfolg der Sendung?

Die Zuschauer spüren, dass an der ganzen Sendung nichts manipuliert oder vorgefertigt ist bzw. wurde. Das Authentische kommt sehr stark zum Ausdruck und verleiht der ganzen Sendung, obwohl auch diese Unterhaltung ist, eine Glaubwürdigkeit.

Werden Sie seit dem auf der Straße öfters angesprochen und nach Ratschlägen und Tipps gefragt? Sprechen Sie vielleicht verzweifelte Gastronomen persönlich an?

Ja. Jeden Tag.

Wie reagieren Ihre Gäste im “Tafelhaus” auf die Sendung?

Unsere Gäste reagieren positiv, da sie mich wiedererkennen und sie sehen, dass wir keinen Trash produzieren, sondern Hilfe zur Selbsthilfe geben.

Sie sind ja als Berater vor Ort bei den Gastronomen knallhart und kompromisslos. Ist das Ihr Naturell im Job oder ist es einfach notwendig, wenn man erfolglose Gastronomen gut beraten möchte?

Ich bin ja nicht knallhart und kompromisslos. Ich bin nur klar in der Analyse und spätestens an dem zweiten Tag handle ich so, als wäre es mein Laden.

Was sind Ihren Erfahrungen nach die Hauptgründe, dass es so viele marode Restaurants und Gaststätten gibt?

Es gibt mehrere Gründe:
Grund 1: Die meisten wollen nur das schnelle Geld.
Grund 2: Was Jahre lang gut war, reicht für heute nicht mehr.
Grund 3: Mangelnde Selbstkritik. Es wird nicht mehr in Frage gestellt, was angeboten wird.
Grund 4: Die meisten bieten schlechte Qualität im Speisen- und Getränkeangebot an.
Grund 5: Auch nicht zuletzt die mangelnde Hygiene.

Hat sich vielleicht auch das “Ausgeh”-Verhalten der Deutschen verändert?

Der deutsche Gast ist aufgeklärter, kritischer und genussorientierter geworden. Und somit lässt er sich nicht mit allem “abspeisen”.

Was erwartet uns in der kommenden Staffel? Gibt es einen besonderen Härtefall? Oder vielleicht eine lustige Anekdote?

Das Hauptaugenmerk bei der Auswahl der Restaurants liegt bei unterschiedlichen Problemen. Es erwarten uns exotische Plätze und auch Niemandsland. Es erwarten uns erfolgreiches Umwandeln und Scheitern.

Haben Sie ein Lieblingsessen?

Das hängt von der Situation ab. Bei Stress esse ich gerne leicht, mediterrane Nudelgerichte. Wenn mehr Zeit da ist gerne einen gut gemachten Braten mit Knödeln und leckerem Gemüse.

Und auch ein Lieblingslokal?

Überall dort bin ich gerne zu Hause, wo es gut schmeckt und riecht.

Gibt es ein Gericht, das Sie niemals kochen würden?

Milchreis und Grießpudding

Haben Sie selber schon mal einen Fast-Food-Service nach Hause bestellt?

Ja. Pizza.

Und wer kocht bei Ihnen zu Hause?

Wir kochen und essen gerne gemeinsam in der Familie.
(via www.Restaurant-kritik.de )

Riskantes Spiel mit dem Kabeljau

Riskantes Spiel mit dem Kabeljau. WWF kritisiert Fisch-Quotensystem.

Die EU-Fischereiminister haben sich auf eine Anhebung der Fangquote für Nordsee-Kabeljau um 30 Prozent auf 28.800 Tonnen für 2009 geeinigt. Gleichzeitig sollen erste Schritte gegen den Beifang unternommen werden. Künftig darf kein marktfähiger Fisch mehr ins Meer zurückgeworfen werden. Der WWF begrüßt dieses so genannte Rückwurf-Verbot. Es gilt zunächst nur für die Nordsee.

Zugleich übt der WWF jedoch Kritik an der erhöhten Kabeljau-Quote. „Das ist ein riskantes Spiel. Der Kabeljau erholt sich gerade von einem historischen Tiefstand, da wäre mehr Vorsicht geboten“, so WWF-Expertin Karoline Schacht. Die Anhebung der Fangmenge sei nur dann gerechtfertigt, wenn ab dem 1. Januar neben dem Rückwurf-Verbot auch Schutzmaßnahmen für den Jungfisch umgesetzt werden und die Fischer neue, selektivere Netze einsetzen. Das könne heute aber niemand garantieren.

In den letzten Jahren hat die Fisch-Verschwendung neue Rekorde erreicht. 2007 landeten Nordsee-Fischer 24.000 Tonnen Kabeljau an und warfen gleichzeitig 23.000 Tonnen über Bord. Eigentlich wollte EU die Rückwurfrate in diesem Jahr auf zehn Prozent des Gesamtfanges senken. Tatsächlich ist sie nach Schätzung von Wissenschaftlern gestiegen.
Derzeit wird mehr Kabeljau weggeschmissen als an Land gebracht. Grund sind laut WWF mangelnde Kontrollen und zu grobe Fangmethoden. „Zwischen Anspruch und Wirklichkeit klafft eine riesige Lücke“, so die WWF-Expertin.

Der WWF fordert daher eine Reform des Quotensystems. Bislang würden die jährlich von den Fischereiministern festgelegten Fangmengen nicht die Realität widerspiegeln. „Die Millionen Tonnen Fisch, die draußen über Bord gehen, tauchen eben in keiner Statistik auf. Diese skandalöse Verschwendung muss beendet werden“, so Schacht.

Am Donnerstag hatte der WWF vor dem Brüsseler Ministerrat gegen die Fisch-Verschwendung protestiert. Aus einem großen, orangefarbenen Müllwagen ragte eine riesige Fisch-Schwanzflosse. „Meerestiere sind kein Müll! Stoppt Beifang!“ stand als Motto auf dem LKW.

Andechser Molkerei Scheitz gewinnt gegen Stiftung WARENTEST

Andechser Molkerei Scheitz gewinnt gegen Stiftung WARENTEST

Das Landgericht Mannheim untersagt der Stiftung WARENTEST abwertende Tatsachenbehauptungen. Die Stiftung hatte eine Andechser Sauerrahmbutter ungünstig bewertet.

Die Stiftung WARENTEST veröffentlichte im „test“-Heft Oktober 2008 ihre Ergebnisse eines großen Butter-Tests. Darunter auch die ungünstige Bewertung einer Andechser Sauerrahmbutter. Die Medien berichteten darüber am 25.9.2008.

Milchexperten von Behörden und Universitäten hatten der Andechser Molkerei Scheitz bestätigt, dass die Beurteilungsgrundlage des Buttertests fachlich indiskutabel falsch gewählt worden war. Die Andechser Molkerei Scheitz legte die Gutachten vor und erhob am 30.9.2008 Klage vor der zweiten Kammer des Landgerichts Mannheim. Das heute mitgeteilte Urteil lautet:

„1. Die Verfügungsbeklagte wird verurteilt, es bei Meidung von Ordnungsgeld bis zu 250.000,– EUR, ersatzweise Ordnungshaft bis zu 6 Monaten, es zu unterlassen, folgende Behauptungen bezogen auf das Produkt der Verfügungsklägerin „Andechser Natur Bio Almbutter“ zu verbreiten:

a)Die Bio Almbutter Andechser Natur … enthielt(en) jedoch zu wenige der nützlichen Milchsäurebakterien.

b)Die Bio Sauerrahm Marken von Andechser, … fiel(en) durch geringe Mengen Milchsäurebakterien (Nutzflora) negativ auf. Die sind bei der Herstellung von Saurahmbutter aber zwingend notwendig und sollten in ausreichender Anzahl vorhanden sein.

c)Die Bewertung „mangelhaft“ in der Rubrik „mikrobiologische Qualität“ allein mit der Fußnote „zu wenig Milchsäurebakterien (Nutzflora)“ als Begründung.

d)Testverlierer: Aldi Nord, Aldi Süd, die Marke PLUS/Alpa, Molkerei Schrozberg, Andechser Natur, Edeka, Rewe. Grund für die schlechten Noten ist vor allem mangelnde Hygiene bei der Herstellung. Bei fünf Sorten fanden die Tester Keime. Eine gesundheitliche Gefahr besteht aufgrund der Prüfergebnisse nicht, aber eine mangelnde Hygiene spricht nicht für die Produktion und deshalb haben wir in diesen Fällen tatsächlich mit mangelhaft bewerten müssen.

2. Die Verfügungsbeklagte trägt die Kosten des Verfahrens. Streitwert: 50.000,– EUR“.

Mit diesem Urteil sieht die Andechser Molkerei, die mit ihren Bio-Milchspezialitäten internationale Bestpreise, Belobigungen und Auszeichnungen erhält, die Qualität ihrer Produkte bestätigt! Barbara Scheitz, Geschäftsführerin der Andechser Molkerei: „Das freut alle, die den Geschmack und die Qualität unserer Produkte lieben!“