Budapest für Genießer

Philip Duckwitz berichtet aus Budapest

Im „Larus“  kocht Sternekoch Buday Petèr moderne Kreationen der ungarischen Küche

Da schiebt sie sich wieder in mein Blickfeld – klein rund und schwarz mit
roter Brust und goldenem Kreuz darauf. Unverkennbar leuchtet die markante
Flasche des ungarischen Likörs „Unicum“ mir von der Bar entgegen. Nicht zum
ersten Mal an diesem Abend, denn allerorts scheint dieses merkwürdige, eben
einzigartige Getränk hier in Budapest, der Stadt links und rechts der Donau
präsent zu sein. Eine Stadt die nicht weniger kurios, geistreich und
geschichtsträchtig ist, als ihr bkanntester Trank. Beidem – der Stadt und
dem edlen Tropfen gehe ich in meinem Kurzbesuch auf den Grund.

Die Stadt auf beiden Seiten der Donau – Kurioses und Historisches auf
beiden Uferseiten
Das ist schon eine kuriose Stadt an der Donau. Buda und Pest, die zwei
Teile der ungarischen Hauptstadt, auf beiden Seiten des Flusses. Seit 1873
sind sie eins. Und während auf der Buda-Seite auf dem Budaberg der
Burgpalast hoch über der Stadt im Burgviertel thront und besonders bei
schönem Wetter und abends einen romantisch-atemberaubenden Blick über die
Stadt bietet, liegt auf der durch die Kettenbrücke verbunden Pest-Seite das
neue Stadtzentrum. Hier pulsiert das Leben, Regierungssitz und Parlament
liegen in Donau-Nähe, ebenso wie viele Museen.
Direkt an der Donau liegt auch die Große Markthalle, in der sich alles
erdenkliche einkaufen lässt. Ungarische Paprika in allen Variationen,
Salami jeder Größe und Form und viele andere Spezialitäten treffen meine
Blicke, es duftet in tausend Nuancen. Auf dem Obergeschoss erwarten mich
traditionelle Handwerkskunst und touristische Waren jeder Art. Es ist ein
Fest für die Sinne, das lebendige und farbenfrohe Treiben zu erleben. Da
wird gefeilscht, gehandelt und eingekauft bis die Einkaufstasche ächzt.
Die Fussgänger-Zone rund um die bekannte Andrassy-Straße ist mein nächstes
Ziel. Ein Mekka für Shopping-Hungrige mit dem Hang zum Ausgefallenen und
Besonderen. Allein das Schauen lohnt sich da, denn die Kreativität der Mode
ist in Budapest ebenso berühmt wie ihre Tradition. Originelle Mode,
ausgefallene Produktideen und nicht zuletzt die berühmten, Budapester
Schuhe – handgefertigt und von excellenter Qualität – all das und vieles
mehr treffe ich quirligen Zentrum an, das mit seinen exklusiven
Einkaufsmöglichkeiten lockt.

Ein Unicum – Hochgenuss mit wechselvoller Geschichte
„Das ist ein Unikum“ soll Kaiser Joseph II. 1790 ausgerufen haben, als er
erstmals den von seinem Leibarzt Doktor Zwack verabreichten, bittersüßen,
braunen Likör zu sich nahm. Damit war nicht nur die Geschichte der Familile
Zwack als Spirituosenhersteller geboren, sondern ein Getränk gefunden, dass
mittlerweile über viele Jahrhunderte seines gleichen sucht – ein Unicum
halt.
Neugierig besuche ich daher das Zwack-Museum, den alten Firmensitz der
Familie auf der Pest-Seite, etwas außerhalb der Altstadt gelegen ist. Ich
lausche gespannt der wechselvollen Familiengeschichte, angefangen 1840 mit
Firmengründer Jozef Zwack, Zerstörung der Fabrik im Zweiten Weltkrieg,
Wiederaufbau, Enteignung im Kommunismus, Rückgabe an die Famile nach dem
Zerfall des Ostblocks , bis hin zur heutigen Neu-Erblühung des Unternehmens
mit seinen bekannten Spirituosen. Reich ausgestattet und sicherlich einen
Besuch wert ist das Zwack-Museum. Ein Mekka für Genießer eröffnet sich in
den Lagerstätten des unter dem Gebäude, in dem die Fässer des schwarzen,
flüssigen Goldes aufgereiht auf eine Verkostung warten – für die ich mich
heute auch nicht lange bitten lasse, ob des zu erwartenden Hochgenusses.
Das Rezept des Unicum ist bis heute eines der bestgehüteten Geheimnisse der
Familie und verlässt diesen Kreis auch niemals. Denn durch geschickte
Verschlüsselungsmethoden gelingt es, die Rezeptur undurchsichtig für
Außenstehende zu halten.
„Wir verfeinern unseren Likör stets weiter und halten ihn so modern“
erläutert mir niemand anderes als Sandor Zwack, der jüngste Leiter des
Familienimperiums. Mit Unicum Szilva – mit Pflaumengeschmack – und Unicum
Next – mit Zitronenaroma, wurden zwei neue Liköre der Familie zugefügt, die
gerade auch der jungen Generation entgegenkommen sollen.

Gastronomische Genüsse auf der Buda-Seite
Nach so vielen, interessanten Informationen rund um den markanten
ungarischen Likör treibt es mich zu gastronomischen Genüssen in einem der
zahlreichen Restaurants auf der Buda-Seite. Denn liegt der Schwerpunkt der
Einkaufsmöglichkeiten auf der Pest-Seite, so ist das gastronomische Zentrum
Budapests deutlich auf der Buda-Seite angesiedelt. Ich wähle heute das
„Symbol“ eine mehr-etagige Speise- und Ausgeh-Destination, die allein von
ihrem inneren  Aufbau einzigartig ist. Da war es wieder, noch ein Unikum in
dieser Stadt. In romantisch-heimeliger Atmosphäre lasse ich mich in den
Gewölbekellern des „Symbol“ verführen von den ausgesuchtesten, ungarischen
Spezialitäten im Stil einer Ritter-Mahlzeit, dem Ambiente angepasst. So
gelange ich von einer fein komponierten Gänseleber in Feigensauce über Huhn-
und Gans-Kreationen schließlich zu einer kaum zu bewältigenden, aber
nichtsdestoweniger augenverwöhnenden Schlachtplatte verschiedener
Fleischzubereitungen an frischen Gemüsevariationen. Und was wäre ein solch
opulentes Mahl in Budapest, wenn es nicht mit einem Dessert gekrönt würde,
der sich in Einzigartigkeit übte. Man ahnt es schon –  ein Unicum-
Pflaumenstrudel beendet an diesem Tag das glanzvolle Menü und stillt meinen
kulinarischen Apetit gänzlich.
Oberhalb meiner Speisestätte steppt inzwischen der ungarische Bär in
abgefahren-rosarotem Licht rund um eine knallbunter Bar, an der sich
Budapests Upper-Class schadlos hält. Eine Tanzfläche inmitten der tut hier
ihr übriges, die Einzigartigkeit dieser „Location“ zu unterstreichen.

Mich zieht es an diesem Abend weiter durch die Bars der Nacht auf der Suche
nach den vielfältigsten Kreationen flüssiger Natur. Cocktails deren Basis –
wie könnte es anders sein – zumeist Budapests beliebtester Likör ausmacht.
Während ich meinen kurzen, aber allseitig bemerkenswerten Aufenthalt an der
Donau Revue passieren lasse, verfließen die Eindrücke und Bilder, bis sich
eine bittersüße Mischung aus einem erstaunlichen, dekadenten und kreativen
Gesamtkunstwerk herauskristallisiert. Ein Unikum eben – dieses Budapest.

Tipps und nützliches:

Währung und Geld:
Landeswährung ist der Forint, Umrechnungskurs 1:290 (Stand Januar 2013).
Euro wird gelegentlich auch angenommen. Es gibt überall Wechselstuben und
Geldautomaten.

Anreise – wie kommt man hin:
Am einfachsten erreicht man Budapest mit dem Flugzeug von Deutschland aus.
Hier bietet sich sowohl die Low-Cost-Airline „Germanwings“, wie auch die
Lufthansa an. Bei Opodo kann man die Preise vergleichen.
Der Flughafen liegt etwas außerhalb der Stadt, so dass man einen Shuttle-
Transfer ins Zentrum benötigt. Am sichersten fährt man hier mit dem
„Airportshuttle“, der direkt am Flughafen oder bereits vorab im Internet
buchbar ist und den Reisenden direkt zum Hotel bringt.
www.airportshuttle.hu

Unterkunft
Für eine Unterkunft lassen sich in jeder Kategorie zahlreiche Hotels
finden. Direkt am Donauufer mit Blick auf den Budaberg und die
Schlossanlagen liegt das Intercontinental Budapest, das von seiner
Ausstattung, über sein Ambiente und seine optimale Lage zum Zentrum ein
rundum geeignetes Hotel für einen Aufenthalt in der ungarischen Metropole
bietet.
http://www.budapest.intercontinental.com
Bei booking.com oder HRS finden Sie oft die besten Preise.

Museum
Zahlreiche Museen hat Budapest zu bieten. Wer auf den Spuren des Likörs
Unicum unterwegs ist, sollte einen Besuch in der „Unicum Heritage“ mit
Möglichkeit des Shop-Besuchs nicht versäumen.
www.zwackunicum.hu

Shoppen
Ein echtes Muss ist der Besuch der Markthalle Budapests „Nagy Vásárcsarnok“
in der Vámház körút 1-3 am Rande des Zentrums auf der Pest-Seite. Hier kann
man auch gut einen Mittags-Snack zu sich nehmen im typisch ungarischen
Restaurant „Farkanal“ direkt in der Halle. Oder man genießt ganz einfach an
einem der Marktstände im Obergeschoss den ungarischen National-Snack
„Langos“ in einer seiner zahlreichen Variationen.
Die „Vaci ut“ ist die bekannteste und beliebteste Einkaufsstraße Budapest
direkt im Zentrum auf der Pest-Seite.
Ein sehenswertes Muss ist zum Beispiel der Hutladen von Valerie Fazekas:
http://valeriefazekas.com
Handgemachte Herrenschuhe haben in Budapest bereits eine lange und gut
bekannte Tradition. Ein Schuhladen ist beispielsweise Vass Schuhe: www.vass-
cipo.hu

Ausgehen
Ein echter Restaurant-Tipp ist das „Symbol“ auf der Buda-Seite, am besten
mit dem Taxi zu erreichen. Auf mehreren Etagen finden sich hier Restaurant,
Bar, Disko und Erlebnis-Gastronomie auf gehobenem Niveau.
Www.symbolbudapest.hu

Alternativ bietet sich auch ein Besuch des Restaurants „Larus“ an, das
ebenfalls auf der Buda-Seite liegt. Hier kocht  Sternekoch Buday Petèr
und erfreut seine Gäste mit kulinarischen Hochgenüssen und modernen
Kreationen der ungarischen Küche.

Bars
Ein angenehmes Wohlfühl-Ambiente mit modernem Flair findet sich vor allem
in drei der zahlreichen Bars in Budapest, die alle auch Cocktails und andere
Getränke-Spezialitäten rund um den Unicum anbieten:
1. American Bar Oscar http://www.oscarbar.hu/
2. Die Negro-Bar http://negrobar.hu/
3. Die Boutique-Bar http://www.boutiqbar.hu/

Cooles Budapest

Phillip Duckwitz besuchte das vorweihnachtliche Budapest und hat die besten Tipps für Sie – Was sind Salonzuckerl? Erholung im Cafe Gerbeaud – Hüte von Valeria Vazekas – Budapester Maßschuhe von Vass – Icebar – Jazzclub – so viel Spaß in Budapest

Mitten im Zentrum der Metropole Budapest, im Umkreis des
angesagten Einkaufsviertels in Donau-Nähe tut sich eine Oase der Stille und
Beschaulichkeit auf. Der Vörösmarty tér, ist der Platz auf dem der
traditionelle Weihnachtsmarkt aufgebaut ist. Hier genießt man zum Beispiel
, einen Brotfladen mit Kartoffelteig oder die süßen Kürtöskalacs,
Baumkuchen-ähnliche Hefespindeln, deren Zubereitung ich sogleich bestaunen
kann, während ich mich treiben lasse, vorbei an den bunten Buden mit
allerlei wundersam-unbekanntem, dass ich aus Deutschland gar nicht kenne.
Da bietet ein Händler filigran handgefertigte Marionetten an, ein anderer
kommt mit Holzblasinstrumenten daher, Kleidung aus Filz oder Schmuck aus
Holz und Edelmetallen – es bleibt kein Wunsch offen und lässt mich als
westlichen Besucher staunen.
Überall begegnen mir die berühmten „Salonzuckerl“, ein ursprünglich in
Seidenpapier gewickeltes Zuckerstück, das als Baumbehang verwendet wird,
das heute als Schokoladen-Kreation in allen denkbaren Variationen erhältlich
ist. Beim Anblick eines Holzschnitzers kommt mir direkt der Luka-Tag am 13.
Dezember in den Sinn, der in der ungarischen Weihnachtstradition eine große
Rolle spielt. Denn am Luca-Tag wird mit dem Bau des so genannten Luca
Széke – Lucastuhles – begonnen. Dieser wird aus sieben verschiedenen
Holzarten gefertigt. Dabei wird aber jeden Tag nur ein kleines Stück
angefügt, um ihn dann erst bis zum Weihnachtsabend fertigzustellen. Einer
alten Sage zufolge soll man sich bei der Christmette darauf stellen, um
dann erkennen zu können, bei wem unter den Anwesenden es sich um eine Hexe
handelt. Und ein Aberglaube besagt zudem, dass man am 13. Dezember mit
verschiedenen Methoden den zukünftigen Gatten eines heranwachsenden
Mädchens vorhersagen könne.

Exklusives Shoppen und Erholung im Cafe Gerbeaud
Erholung und Entspannung für den Augenblick finde ich nach so vielen
Eindrücken des Weihnachtsmarktes in dem berühmten Cafè Gerbeaud, dem
Traditions-Kaffehaus direkt am Vörösmarty tér. Eingerichtet im Wiener Stil
des 19. Jahrhunderts versinke ich in der wohligen Wärme dieses Cafès,
genieße süße Kuchen-Kreationen und lasse meine Gedanken für einen Moment
schweifen ob des Erlebten der letzten Tage.

Das ist schon eine kuriose Stadt an der Donau. Buda und Pest, die zwei
Teile der ungarischen Hauptstadt, auf beiden Seiten des Flusses. Seit 1873
sind sie eins. Und während auf der Buda-Seite auf dem Budaberg der
Burgpalast hoch über der Stadt im Burgviertel thront und besonders abends
einen romantisch-atemberaubenden Blick über die Stadt bietet, liegt auf der
durch die Kettenbrücke verbunden Pest-Seite das neue Stadtzentrum. Hier
pulsiert das Leben, Regierungssitz und Parlament liegen in Donau-Nähe,
ebenso wie viele Museen.

Direkt an der Donau liegt auch die Große Markthalle, in der sich alles
erdenkliche einkaufen lässt. Ungarische Paprika in allen Variationen,
Salami jeder Größe und Form und viele andere Spezialitäten treffen meine
Blicke, es duftet in tausend Nuancen. Auf dem Obergeschoss erwarten mich
traditionelle Handwerkskunst und touristische Waren jeder Art. Es ist ein
Fest für die Sinne, das lebendige und farbenfrohe Treiben zu erleben. Da
wird gefeilscht, gehandelt und eingekauft bis die Einkaufstasche ächzt.

Die Fussgänger-Zone rund um die bekannte Andrassy-Straße ist mein nächstes
Ziel. Ein Mekka für Shopping-Hungrige mit dem Hang zum Ausgefallenen und
Besonderen. Allein das Schauen lohnt sich da, denn die Kreativität der Mode
ist in Budapest ebenso berühmt wie ihre Tradition. Erfreue ich mich noch im
Hutgeschäft V50 der abgefahrenen Kreationen von Valeria Vazekas, die alle
ihre ausgefallenen Hüte selbst entwirft, so erwarten mit ein paar Straßen
bei Vass, weiter einem der traditionellen Herren-Schuhgeschäfte Budapests
Maßanfertigungen der Spitzenklasse. Bunt und ausgefallen geht es auch in
der „Eventuell-Galerie“ zu, einem Forum für junge Künstler, die hier ihre
Schöpfungen anbieten. Diese und zahlreiche kleine Lädchen, liebevoll
hergerichtet begegnen mir bei einem vorweihnachtlichen Einkaufsbummel durch
die „neue Hauptstrasse“, der Flaniermeile mit exklusiven
Einkaufsmöglichkeiten im Zentrum Budapests.

Budapester Kneipen-Szene von cool bis abgefahren

Wie gut dass ich gegenüber dem Parlament im kleinen, aber feinen Iberostar
Grand Hotel fussläufig zur Innenstadt wohne, denke ich bei mir. Lockt mich
doch abends der nahe Franz-Lizt-Platz als beliebtestes Kneipenviertel der
Stadt und lasse dafür heute das nicht weniger beliebte, jüdische Viertel
„Joszdo“ mit seinen sechs Innenhöfen in sieben Häusern und zahlreichen,
urigen Kneipen ausfallen.
Richtig „cool“ finde ich an diesem Abend jedoch die Icebar in der Szarka-
Straße. Eingemummt mit einem Lammfell-Umhang darf ich den minus 7 Grad
kalten Eisbar-Raum betreten und mich in der Kühlkammer eines bunten
Cocktails erfreuen. Die erst seit einem Jahr bestehende Icebar hat bei
Besuchern aus dem In-und Ausland bereits Kult-Status erlangt. Nach dieser
coolen Erfahrung wärme ich mich bei heißen Rhytmen im Budapest Jazzclub mit
seiner besonders warmen Atmosphäre auf und lasse die Nacht bis zum frühen
Morgen bei dem ein oder anderen Shot von „Unicum“ – dem beliebtesten
Kräuterschnaps Ungarns – in der Ruinen-Bar „Szymala“ ausklingen. Diese
abgefahrene Kneipen-Höhle mit gemischtem Publikum begegnet mir mit einer
unbeschreiblich irrealen Atmosphäre.

Erholung im Szechenyi Bad
Genug geshoppt, geschlemmt und gefeiert, am nächsten Morgen suche ich
Erholung im berühmten „Szechenyi Bad“, dem bekannten Budapester Thermalbad
nahe dem Heldenplatz mit heißen Heilwasser-Quellen, die sich in einem im
klassizistischen Stil erbauten Badekomplex des 19. Jahrhunderts in der
malerischen Umgebung des Stadtwäldchens gegenüber dem Zoo befinden. Durch
seine Ausmaße ist das Bad das größte seiner Art in Europa.
Und während sich meine vom Stadtbummel angespannten Glieder im warmen
Wasser erholen, verarbeite ich die Eindrücke dieses vorweihnachtlichen
Shopping-Urlaubs. Freundlichkeit, Ruhe, und Weltoffenheit der Menschen in
dieser Stadt und eine quirrlig-bunte und lebendige Atmosphäre einhergehend
mit traditionellem und hochklassigem Flair begegnen mir hier und überzeugen
mich schnell, dass ich diesen eigentlich viel zu kurzen Besuch in Budapest,
im „Paris des Ostens“ bald wiederholen sollte.

Tipps und Nützliches:

Wie kommt man hin:
Von Deutschland aus fliegen täglich viele Airlines nach Budapest, die Stadt
ist in 1,5 Stunden gut erreichbar. Einen guten Flugpreisvergleich bietet Opodo

Währung und Geld:
Landeswährung ist der Forint, Umrechnungskurs 1:282 (Stand November 2012).
Euro wird gelegentlich auch angenommen. Es gibt überall Wechselstuben und
Geldautomaten. Am günstigen zieht man sich das Geld mit der Debitkarte (EC) aus dem Automaten.
Unterkunft:
Luxus in Zentrumsnähe bietet sich zum Beispiel im Iberostar Grand Hotel
unweit der Sankt Stephan Basilika und gegenüber des Parlaments.
www.thegrandcollection.com/de/hotels/budapest/ Preise bei booking oder HRS vergleichen

Ausgehen:
Restaurants:
Tipp: Auf dem Budaberg im Burgviertel befindet sich das romantische Café-
Restaurant Pierrot, in dem sich vor allem auch ungarische Spezialitäten
genießen lassen. www.pirerrot.hu

Bars:
Die Ice-Bar im Zentrum auf der Pest-Seite ist zweifellos ein echtes Muss
für Erlebnishungrige Nachtschwärmer. www.icebar.hu
Die Ruinen-Bar Szymala ist ein irreal-abgefahrener Ort für Kneipen-
Liebhaber, der seinesgleichen sucht: www.ruinpubs.com/

Musik:
Der Budapest Jazz-Club ist für Jazz-Fans ein Muss. Neben der warmen
Atmosphäre der Location finden hier regelmäßig hochklassige Live-Konzerte
statt. www.bjc.hu/

Shoppen:
Shopping ist ein weites Feld in Budapest. Ein sehenswertes Muss ist zum
Beispiel der Hutladen von Valerie fazekas: http://valeriefazekas.com
Handgemachte Herrenschuhe haben in Budapest bereits eine lange und gut
bekannte Tradition. Ein Schuhladen ist beispielsweise Vass Schuhe: www.vass-cipo.hu

Die Eventuell-Galerie bietet für wenig Geld mit der Möglichkeit zu satten
Rabatten eine Auswahl von Designer-Mode für Sie: www.eventuell.hu

(c) Phillip Duckwitz / + Gourmet Report Recherche

Lea Linster

Hirsch Bourguignon

Zutaten für 4 Personen:

600 gr Hirschfleisch aus dem Rücken
3 El Butter
Salz und Pfeffer
50 ml Balsamico
50 ml Wild oder Kalbsfond
20 ml kräftiger Rotwein, am liebsten Burgunder

Garnitur :
2-3 EL Butter
100gr durchwachsener Speck
150 gr braune Champignons
100 gr kleine Zwiebeln
Beilage Cranberries und Spätzle
250gr Mehl
4 Eier
100 ml Milch
Salz
100 gr Cranberries
100ml Rotwein
2 Esslöffel Zucker

Zubereitung:
Das Fleisch abtupfen, in drei Zentimeter große Würfel schneiden. In einer Pfanne zwei Esslöffel Butter erhitzen. Wenn sie richtig schön heiß ist und anfängt, Farbe zu bekommen, gebe ich das Fleisch hinein, salze und pfeffere es und wende es, sobald es schön angebraten ist! Dann lösche ich das Fleisch mit den flüssigen Zutaten ab und lasse es etwa 20 Minuten schmoren.
In einer Pfanne erhitze ich zwei Esslöffel Butter und sautiere den fein gewürfelten Speck darin. Mit der Schaumkelle hebe ich ihn heraus, sautiere die kleinen festen Champignons und danach die kleinen Zwiebelchen. Je nach Geschmack gebe ich noch etwas Butter nach.

Wenn das Fleisch gar ist, hebe ich es mit der Schaumkelle aus dem Topf und lasse die Soße auf etwa die Hälfte einkochen. Den Jus vom Fleisch, der sich auf dem Teller gesammelt hat, gebe ich jetzt mit hinein. Ich binde die Soße mit einem Esslöffel eiskalter Butter und schmecke mit Salz und Pfeffer aus der Mühle ab. Ich gebe das Fleisch für ein paar Minuten zurück in den Topf und serviere es dann mit der Garnitur.

Für den Spätzleteig verrühre ich Mehl, Eier, Milch mit einer Prise Salz. Mit einem Messer den Teig auf ein Holzbrett streichen, dann dünne Streifen direkt ins heiße Wasser schaben.
Cranberries mit Rotwein und Zucker sirupartig einkochen lassen. Die Cranberries sollten noch Biss haben.

Kopenhagens Jægersborggade

In dieser Straße scheint alles möglich. In Nummer 50 wird Hafergrütze zum märchenhaften Brei, der ganz Kopenhagen verzaubert. In Nummer 41 wartet ein Kellerrestaurant, dem gerade ein Michelinstern gefühlt in den Schoß fiel. In Nummer 10 gibt es den wahrscheinlich weltbesten Kaffee, in Nummer 47 wird so kunstvoll tätowiert, dass die Rocker einen großen Bogen drum machen. In Nummer 4 schafft eine Architektin ausgefallenen Schmuck, für Nummer 11 stricken Damen aus dem Altersheim Kindermützen mit Kultcharakter.

Die Jægersborggade wäre beim Monopoly aktuell Kopenhagens begehrteste Straße. Alle 20 Meter schießen Miniboutiquen aus dem Souterrain der 350 Meter langen Schlucht sechstöckiger Häuser aus dem späten 19. Jahrhundert. Statt Straßenbäumen schlägt ein Wald schmiedeeisern gerahmter Ladenschilder aus. Rustikale Tische und Bänke stehen auf buckelnden Bürgersteigen. Retrokinderwagen umkurven an die 1.000 geparkte Fahrräder. Anwohner fühlen sich an Berliner Viertel erinnert. Allein, es fehlt der bourgeoise Touch. Die Szene spielt im anrüchigen City-Vorort Nørrebro, der für Drogenhandel, Gangschießereien, Jugendkrawalle und Ethnokonflikte bekannt ist. Und plötzlich ist da aus dem Nichts diese Kreativ-Oase voller Tüftler unterschiedlichster Genres.

In der winzigen Butik und Nähstube „Klædefabrikken“ in Nummer 11 hängen Mädchenkleidchen auf Retroplastikbügeln. Bedruckt sind die karierten Klamotten der Damenschneiderin mit Abbildern von Musikkassetten. Noch schräger sind die gestrickten Mützchen aus den Händen strickender Omas aus einem Altersheim – die Motive sind Beerenobst und stilisierte Ringelreigen. Der Profit wird mit den Strickerinnen geteilt. Gegenüber in der Nummer 4 gibt‘s ein Kommen und Gehen im Schmucklädchen „Ladyfingers“, wo ein halbes Dutzend Designerinnen famose Kreativität an den Tag legt. Eine von ihnen ist Malene Glintborg, der man beim Werkeln zuschauen kann. „Eigentlich bin ich Architektin, aber ich mache mir lieber die Hände schmutzig als zu zeichnen“, lacht sie.

Untypisch geröstete Mitbringsel
Auch wenn die Ladenkonzepte zunächst wie Liebhaber-Inhaberei erscheinen, stecken hinter dem verspielt-lockeren Ambiente meist Profis mit Sendungsbewusstsein. Die sich gegenseitig die Kunden zuspielen. Im „Coffee Collective“ (Nummer 10) wird Kaffeegenuss derart spannend zelebriert, dass man geduldig auf seine Tasse wartet. Inzwischen kann man sich ja gegenüber in der urtümlichen Bäckerei „Meyers Bageri“ des dänischen Gourmetpapstes Claus Meyer eine Öko-Vollkornzimtschnecke in einer dicken braunen Papiertüte holen. Kostet zwar fast drei Euro, ist aber jeden Cent wert.

Danach schaut man wieder dem Kaffeeröster Linus zu, wie er ganz akribisch Bohnen röstet, die allesamt aus direkt gehandelter Ware stammen – einzigartig in Europa, wie Linus stolz vermerkt. Daneben drängeln sich ein paar Barristas, um Mahlwerk, Stempelkannen und Aeropress zu bedienen. Bei der um die Welt reisenden Barrista-Szene ist das dänische Kaffeekollektiv ein Geheimtipp. Was auch für die Bohnenauswahl aus ökologischer Produktion gilt. Der kenianische Kieni ist ein grandioser Genuss aus Beerenaroma und Säure, weshalb Kaffee zum untypischen Mitbringsel wird.

Rettungsaktion der genossenschaftlichen Anwohnergemeinschaft
Retrostil, Anti-Luxuslook und erdige Verknüpfung sind der Trend der Jægersborggade. Die kuschlige Wohnzimmer-Athmosphäre im Kaffee „Retro Nørrebro“ und das fast ideologische Independentambiente in der Musikbar „Musiksmag“, wo sich handcolorierte LPs auf dem Plattenteller drehen, weisen das aus. Genauso wie die kulturell fundierten Tattoos, für die Kenner zum Kanadier Colin Dale im „Skin&Bone“ anreisen. Aber wie kommt es zu derart professioneller Nischenkultur in einer Straße, die gestern noch im Griff hartgesottener Kriminalität war? Es lohnt sich, den Koch Christian F. Puglisi dazu zu befragen.

„Kreative Energie und Weitsicht der Anwohner haben die Jægersborggade total verändert“, sagt der Däne mit sizilianischen Wurzeln. Was manchem nach Ökoschick und üblicher Gentrifizierung schmecken, ist aber laut Puglisi eine Rettungsaktion der genossenschaftlichen Anwohnergemeinschaft, die sich an den Haaren aus dem Sumpf zog. Zu Beginn versperrten noch die Platzhirsche Nørrebros, die Hell‘s Angels, den Weg, wenn man in sein neues Restaurant heruntersteigen wollte, und noch vor Monaten waren Drogendealer hier platziert, inzwischen sind sie aber in den Park vor dem Nordeingang der Straße abgedrängt worden. Obwohl immer noch einige Ladeninhaber den Mythos der vereinzelt ansässigen Rocker als Paten der Straße beschwören.

Schubladen für Speisekarte und Besteck

Puglisi hat zwar im Kopenhagener Weltklasse-Restaurant Noma gearbeitet, ihm war aber mehr nach einer Viertagewoche plus Gourmetküche ohne Schickimicki auf dem Teller. „Wir sind hier sehr locker, down-to-earth, eben dänisch“, meint er. Bezahlbar sollte es sein (Viergängemenü für 47 Euro), zubereitet mit einer hektisch-elektrischen Energie mit bis zu sechs Souchefs – deshalb der Name „Relæ“. Begonnen hat alles mit der Weinbar „Manfred‘s vis-a-vis“, wo der Biowein französischer Edelwinzer neben erschwinglichen Tagesgerichten die Hauptrolle spielt.

Nur 40 Gäste haben Platz an den kleinen Tischen des „Relæ“ mit Schubladen für Karte und Besteck, nur zwei Mann bedienen in der Enge des des typischen Souterrains. Anfang 2012 dann die Sensation: Puglisi bekam für seinen kaum am angesagten Dogma der Nordischen Küche ausgerichteten Kochstil – er benutzt statt des nordischen Rapsöls doch Olivenöl – einen Michelinstern, einen von sagenhaften 14 in Kopenhagen.

Hafergrütze als Gourmetbrei
Weil die 400 Wohnungen der Jægersborggade fast komplett in der Hand der Anwohnergenossenschaft sind, kann man sich die Ladenbesitzer aussuchen. Ein Glücksfall, der allerdings die Wohnungspreise nicht vor dem Explodieren schützt, was einige Anwohner verärgert. Ob nun Glück oder Unglück, es ist eine einzigartige Mischung aus Minilädchen entstanden, die jeden Traum erfüllt. Auch den des 25jährigen Lasse Skjønning Andersen, der die 15 Quadratmeter-Bar „Grød“ eröffnete, in der er selbst am Herd steht und Porridge kocht.

Wie bitte, Hafergrütze als Gourmetbrei? Man glaubt‘s kaum, denkt vielleicht an das Märchen des unweit von hier begrabenen Hans-Christian-Andersen der in „Des Kaisers neue Kleider“ von einer märchenhaften Massenhypnose erzählt. Aber Lasse bleibt cool und meint nur, dass man in der ganzen Welt irgendeinen Brei isst. Der asiatische Reisbrei Congee etwa steht bei Lasse auf dem jahreszeitlich angepassten Menü. Der Anwohnerrat der Jægersborggade hat jedenfalls angebissen, als Lasse seine Grützbar-Idee vorstellte. Grød mit in Möhrensaft gekochten, demeter-kontrollierten Getreideflocken mit Rosinen und Ingwersirup gefällig?

Brügge und die Chocolatiers

Choc`in Brugge oder der Zauber der Chocolatiers

Konzentriert lässt Roland Sukerbuyc die Schokoladenmasse aus dem nicht
versiegen wollenden Schokoladenauslauf in die Pralinenformen laufen. Und
während mir das Wasser im Munde zusammen läuft, erklärt der Chocolatier aus
Brügge, dass er zu seinem Handwerk gekommen sei, wie die Jungfrau zum
Kinde. Ursprünglich als gelernter Chemisch-technischer Laborant in den 80er
Jahren des vorherigen Jahrhunderts zur nebenberuflichen
Schokoladenherstellung gewechselt, erkannte er schon bald, dass sich vor
allem Engländer für belgische Schokolade aus Brügge interessieren. Und so
das war der Einstieg in seinen Berufsweg als einer von heute nur noch fünf
echten Chocolatiers in Brügge, die ihre Schokolade selbst im Haus
herstellen – nach streng vertraulichem Rezept. Wie in einem Schlaraffenland
tropft die braune Süßmasse überall in der Schokoladenwerkstatt, da wird
emsig geformt, kreiert und verpackt, denn das Weihnachtsfest rückt näher.

Der Geruch von frischer Schokoladenmasse betört meine Sinne. Angeregt von
soviel süßer Schokokunst begebe ich mich gegenüber von Sukerbuyc`s
Choloatier in die zugehörige Konditorie und lasse mich von einer heißen
Tasse frischer Schokolade verführen.

„Choc`in Brugge“ heißt das Festival, dass jährlich fünf Wochen vom 11.
November bis 18. Dezember in der flandrischen Hauptstadt stattfindet und
mit besonderen Aktionen der chocolatiers lockt. Schokoladen-Touren kann man
aber auch ganzjährig als Gruppe oder Einzelperson beim Tourismusamt buchen.

Und so schlendere ich weiter in der strahlenden Herbstsonne durch Brügges
malerische Gassen und lasse mich bezaubern von den über 50 Schokoladen-
Läden, die ihre Besucher mit überquillenden Schaufenstern und den
wundersamsten Schoko-Kreationen locken. Schön, dass hier alles fußläufig
erreichbar ist, denke ich bei mir. Beim Chocolatier Dumon lerne ich die
Pralinen-Füllung „Gryt“ kennen, die aus einer Mischung von Gewürzen für das
Bier hergestellt wird und einen Hauch von Lebkuchengeschmack in sich birgt.

Der „Brugge Sweat“ – brüggescher Schwan ist das Markenzeichen dieser
Manufacturs, dessen Pralinen in Schwanform daherkommen. Auch Dumon stellt
seine Schokoladenmasse noch selbst her, genauso wie Dominique Persoone von
the-chocolate-line, dem wohl abgefahrensten Chocolatier in Brügge.
Von
Schnupftabak für den Herrn aus Schokoladenstaub bis Lippenstift und
Massagecreme aus Schokomasse für die Dame fallen mir die wundersamsten
Schöpfungen des Genusses ins Auge. Dominique Persoone, der als der Choco-
Papst von Brügge gilt, gefällt es zudem, Pralinen mit untypischen Füllungen
zu versehen. Und so komme ich in den zweifelhaften Genuss von Zwiebel-Speck
oder Curry-Pralinen, die sicherlich dem ungeübten Gaumen etwas Gewöhnung
abverlangen, aber dennoch der Renner unter den diesjährigen Schokoladen-
Kreationen sein sollen.

Des zarten Genusses überdrüssig und der eigenen Pfunde ob des prallen
Angebots bewusst geworden, folge ich einem Tipp und begebe mich zum
„Choc`in Menu“ in die Mangerie, dem kleinen Restaurant des großen,
flämischen Meisterkochs Kristof Deprez. Hier darf ich nicht nur genussvoll
ein anregendes Menü verfeinert mit den herrlichsten Schokoladen-Saucen zu
mir nehmen. Ich darf auch bei der Zubereitung helfen. Denn dass ist das
Konzept von Deprez. Der Gast soll Meister seiner Kreation werden und das
Gefühl der Schokoladen-Kochkunst spüren – nach vorheriger Anmeldung
natürlich. Deprez kleine Küche und der heimelich anmutende Gastraum bieten
mir eine gelungene Auszeit und Abwechslung zu den süßen Verlockungen auf
Brügges Straßen.

Noch nicht statt von Schokolade suche ich das Schokoladenmuseum „Choco-
Story“ am Rande der Altstadt auf. Hier lausche ich gespannt der Führung
über die Anfänge der Schokoladenkunst bei den Indios und in Afrika und
lasse mich mit ganz anderen Sinnen von der Schokoladenkunst begeistern, als
in Brügges Chocolatiers. Satt und zufrieden beschließe ich den Tag, der mir
die Künste der braunen Kakao-Zuckermasse in allen Nuancen eindrucksvoll
entgegengebracht hat. Philip Duckwitz

Fakten und Daten

Chocolatiers:
Sukerbuyc, Katelijnstraat 5, Brügge-Zentrum, www.sukerbuyc.be
Dumon, Simon Stevinplein 11, Brügge-Zentrum, www.chocolatierdumon.be
The Cocolate line Brügge, Simon Stevinplein 19, Brügge-Zentrum,
www.thechocolateline.be

Restaurant:
Mangerie, Oude Burg 20 , Brügge-Zentrum, www.mangerie.com

Schokoladenmuseum:
Choco-Story, Wijnzakstraat 2 (Sint-Jansplein), Brügge-Zentrum,
www.choco-story.be

Informationen:

Choc`in Brugge: www.chocinbrugge.be

Tourismusamt Flandern:
www.flandern.com

Tipp:
Besonders an Wochenenden quillt die Stadt über vor Schokoladen-hungrigen
Besuchern, so dass sich ein eindrucksvolleres Erlebnis von Brügge eher
ergibt, wenn man seinen Besuch zwischen Montag und Donnerstag einplant.

Wie kommt man hin?
Die bequemste Anreisemöglichkeit ist mit dem Zug von Deutschland über
Brüssel nach Brügge und dauert von Köln aus etwa 3 Stunden.
Alternativ kann man mit dem Auto über Liege (Lüttich), Brüssel Richtung
Oostende nach Brügge anreisen. Hier dauert die Fahrt je nach
Verkehrsaufkommen 3-4 Stunden für 310km über die E40 (ab Aachen). Die
Parkmöglichkeiten in Brügge-Zentrum sind reichhaltig. Außerhalb der
Altstadt, die in 3 Minuten fussläufig erreichbar ist, liegt das komfortable
und preisgünstige Parkhaus „’t Zand“.

Brussel Air: www.gourmet-report.de/goto/brussels

GourmetReise Festival 2010

Großer Erfolg für das GourmetReise-Festival in der
Steiermark. Alle 8
Veranstaltungen ausverkauft! Auch 2011 wird es das Genuss-Event
wieder in der Steiermark über die Bühne gehen.

Exakt 1.752 Gäste ließen sich bei insgesamt 8 Veranstaltungen von
11 der weltbesten Köche kulinarisch verwöhnen. Fünf Tage lang
verwandelte sich die Steiermark wieder zum kulinarischen Nabel der
Welt. Der Höhepunkt des zweiten Festivals, veranstaltet vom
deutschsprachigen Reise- und Genussmagazin GourmetReise, war
natürlich die Gala in den prunkvollen Räumen des Grazer Congresses.
350 Gäste kamen in den einmaligen Genuss, an einem Abend gleich 6
internationale Starköche aus 3 Kontinenten live zu erleben und zu
schmecken.

Unter der kulinarischen Führung der REVITA-Gastronomie sorgten
Bruno Davaillon (Texas), Marc Fosh (Mallorca), David Hemmerlé
(Moskau) sowie Lasse Skov-Larsen (Kopenhagen), Shaun Anthony
(Shanghai) und Alex Theil (Mexiko) für unvergessliche
Geschmacksexplosionen. „Internationale Gerichte gepaart mit den
besten Produkten aus den steirischen Genuss Regionen – dieses Rezept
ging wieder voll auf“, so Veranstalter und GourmetReise-Herausgeber
Jürgen Pichler.

500 Nächtigungen, 500.000 Euro Wertschöpfung, 2 Millionen Euro
Medienwert

Besonders hervorzuheben ist auch die Wertschöpfung, die das
GourmetReise-Festival in seiner dritten Auflage für die Steiermark
nach sich zieht: So kommen 26 Prozent der Gäste von außerhalb der
Steiermark, 7 Prozent davon außerhalb von Österreich. Diese Gäste
sorgen für mehr als 500 Nächtigungen sowie für eine Wertschöpfung von
etwa einer halben Million Euro. Vor allem die Steiermark als
Genussland wird optimal nach außen kommuniziert: Mehr als 100 Seiten
Berichterstattung in nationalen sowie internationalen Medien und
zahlreiche TV-Reportagen ergeben einen Medienwert von etwa zwei
Millionen Euro.

Der Erfolg des dritten GourmetReise-Festivals bestärkt Organisator
Jürgen Pichler auch 2011 dieses Genuss-Spektakel in der Steiermark zu
veranstalten – und das obwohl es auch in diesem Jahr wieder
zahlreiche Anfragen aus anderen österreichischen Bundesländern und
auch Deutschland gibt.

Die Vorbereitungen beginnen bereits diesen Sonntag. Nur wenige
Stunden nach der Gala hebt Jürgen Pichler bereits nach Genf ab, wo er
beim weltgrößten Kochwettbewerb, den Bocuse d’Or, neue Starköche für
das GourmetReise-Festival 2011 engagieren will.

Der Zeitpunkt für 2011 wäre wieder die Woche rund um Fronleichnam
(23. Juni 2011). „Wir wollen es schaffen, dass die Menschen in dieser
Wochen anstatt ans Meer zu fahren, in die Steiermark kommen, um sich
von der schönen Landschaft und der unvergleichbaren Kulinarik bei
unserm Festival verwöhnen zu lassen“, so Pichler.

Kein Herzstolpern vom Kaffee

Kaffeetrinker werden seltener wegen Rhythmusstörungen behandelt

Gesunde Menschen erhöhen durch Kaffeetrinken nicht ihr Risiko für Herzrhythmusstörungen, berichtet die „Apotheken Umschau“. Das Blatt berichtet über US-Studien mit mehr als 130000 Personen, die zu diesem Ergebnis kamen. Wer regelmäßig Kaffee trinkt, hat demnach sogar ein niedrigeres Risiko, wegen einer Rhythmusstörung in ein Krankenhaus zu müssen, als jene, die auf das koffeinhaltige Getränk verzichten. Die Forscher betonen jedoch, dass sich aus diesen Beobachtungen nicht schließen lasse, dass Kaffee das Herz schützt.

Ausführliche Informationen über Ursachen, Symptome und Therapie von Herzrhythmusstörungen unter www.apotheken-umschau.de/Herzrhythmusstoerungen/Herzrhythmusstoerungen-Arrhythmien-Diagnose-A050829ANONI013239-4.html

Lasse tischt auf

Gesunde Ernährung geht jeden an und tut jedem gut. Es ist wichtig, dass Kinder frühzeitig an das Thema herangeführt werden. Dass Kochen mit frischen Zutaten Spaß macht und selbst zubereitete Gerichte schmecken, können Kids in der lehrreichen und unterhaltsamen Kochserie „Cartoon Network Topfrocker – Lasse tischt auf“ sehen (immer sonntags, um 9 Uhr auf Cartoon Network).

Star der Sendung ist der pfiffige 11-jährige Lasse, der in der zweiten Staffel der erfolgreichen Serie von Starköchen wie Steffen Henssler, Alexander Herrmann, Holger Stromberg und dem erst 19-jährigen Engländer und Jamie Oliver-Nachfolger Sam Stern profimäßige Unterstützung beim Abendteuer „selber kochen“ erhält.
In zahlreichen Abenteuern und an ausgefallenen Drehorten schwingen Lasse und seine prominenten Freunde nicht nur gemeinsam den Kochlöffel, sondern erfüllen so manche knifflige Mission. Auch Popstar Patrick Nuo lässt sich den Spaß nicht nehmen, Lasse in einer Folge zu unterstützen.

Mit Starkoch Holger Stromberg beispielsweise verhilft Lasse seinem Fußballteam zu neuer Energie. Um die demotivierten Kicker auf Zack zu bringen, ist der Koch der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft genau die richtige Unterstützung. Nach einer leckeren „Rasenpasta“ – selbstgemachte Nudeln mit Spinat-Pesto – und aufbauenden Worten haben die Jungs so viel Power, dass sie das nächste Spiel prompt gewinnen.
Neben dem Kochspaß stehen auch jede Menge spannende Infos über Lebensmittel auf der Tageskarte. Leckere Rezepte aus der Serie finden kleine Nachwuchsköche zum kostenlosen Download auf www.CartoonNetwork.de

Rezept – Hirsch Bourguignon

Hirsch Bourguignon

Zutaten für 4 Personen:
600 gr Hirschfleisch aus dem Rücken
3 El Butter
Salz und Pfeffer
50 ml Balsamico
50 ml Wild oder Kalbsfond
20 ml kräftiger Rotwein, am liebsten Burgunder

Garnitur :
2-3 EL Butter
100gr durchwachsener Speck
150 gr braune Champignons
100 gr kleine Zwiebeln

Beilage Cranberries und Spätzle
250gr Mehl
4 Eier
100 ml Milch
Salz
100 gr Cranberries
100ml Rotwein
2 Esslöffel Zucker

Zubereitung:
Das Fleisch abtupfen, in drei Zentimeter große Würfel schneiden. In einer Pfanne zwei Esslöffel Butter erhitzen. Wenn sie richtig schön heiß ist und anfängt, Farbe zu bekommen, gebe ich das Fleisch hinein, salze und pfeffere es und wende es, sobald es schön angebraten ist! Dann lösche ich das Fleisch mit den flüssigen Zutaten ab und lasse es etwa 20 Minuten schmoren.
In einer Pfanne erhitze ich zwei Esslöffel Butter und sautiere den fein gewürfelten Speck darin. Mit der Schaumkelle hebe ich ihn heraus, sautiere die kleinen festen Champignons und danach die kleinen Zwiebelchen. Je nach Geschmack gebe ich noch etwas Butter nach.
Wenn das Fleisch gar ist, hebe ich es mit der Schaumkelle aus dem Topf und lasse die Soße auf etwa die Hälfte einkochen. Den Jus vom Fleisch, der sich auf dem Teller gesammelt hat, gebe ich jetzt mit hinein. Ich binde die Soße mit einem Esslöffel eiskalter Butter und schmecke mit Salz und Pfeffer aus der Mühle ab. Ich gebe das Fleisch für ein paar Minuten zurück in den Topf und serviere es dann mit der Garnitur.
Für den Spätzleteig verrühre ich Mehl, Eier, Milch mit einer Prise Salz. Mit einem Messer den Teig auf ein Holzbrett streichen, dann dünne Streifen direkt ins heiße Wasser schaben.
Cranberries mit Rotwein und Zucker sirupartig einkochen lassen. Die Cranberries sollten noch Biss haben.

Biomasse kein Klima-Allheilmittel

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat vor überhöhten Erwartungen an den Anbau von Energiepflanzen gewarnt. Ihr Potential werde oft überschätzt. Trotzdem sei Energie aus Biomasse ein wichtiger Pfeiler der Energiewende, da sie im Gegensatz zu anderen erneuerbaren Energien problemlos speicherfähig sei. Damit sei sie eine optimale Ergänzung zur Wind- und Sonnenenergie, obwohl sie im Unterschied zu diesen nicht unendlich verfügbar sei. Ein effizienter Einsatz der Biomasse müsse deshalb oberstes Gebot sein, erklärte der BUND-Energieexperte Werner Neumann. Er sieht den vermehrten Einsatz von „Biokraftstoffen“ in Sprit fressenden Pkw-Motoren sehr kritisch. Die Ausweitung des Biomasseanbaus führe außerdem zu einer problematischen Intensivierung der Landwirtschaft. In Deutschland sei der Anbau von Raps und Mais in Monokulturen zwischen 2005 und 2006 um rund 25 Prozent pro Jahr gestiegen. Ähnliche Zuwächse würden 2007 erwartet.

Hubert Weiger, Agrarexperte des BUND: „Nachwachsende Rohstoffe können einen wichtigen Beitrag liefern, ohne fossile Energien und ohne Atomenergie auszukommen. Dabei müssen sowohl Anbau als auch Import von Energiepflanzen sowie deren Verwertungskette klaren ökologischen Kriterien genügen. Nur bei einer positiven Energie- und Ökobilanz ist der Einsatz nachwachsender Rohstoffe und erneuerbarer Energien akzeptabel. Wenn das nicht der Fall ist, steht zwar Bio drauf, aber dahinter verbergen sich Umweltzerstörung und Nahrungsmittelknappheit.“

Ein überzogener Anbau von Energiepflanzen würde auch den Flächenverbrauch steigern. Umweltfreundlich lasse sich Biomasse nur im Ökoanbau erzeugen. Dazu müssten die Agrarsubventionen zugunsten jener Landwirte umverteilt werden, die umweltverträglich und regional produzierten. Über einen Bonus im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) lasse sich der Ökoanbau von Energiepflanzen fördern. Vor allem müssten die bisher ungenutzten Reststoffe aus Wald- und Naturschutzflächen, der Lebensmittelindustrie sowie Gülle und Bioabfall verstärkt genutzt werden. Auch dies lasse sich mit entsprechenden Anreizen im EEG erreichen. „Die Förderung der energetischen Nutzung ohnehin anfallender Reststoffe muss Priorität vor dem Anbau von Energiepflanzen haben“, erklärte Weiger.

Den Import von Biomasse lehnt der BUND ab, solange keine akzeptablen Kriterien hinsichtlich ihrer Anbaumethoden, der Produktion ohne Gentechnik, der Klimaschutzbilanz und des Arbeitsschutzes existieren. Deren Einhaltung müsse durch entsprechende Zertifikate nachgewiesen werden. Weiger: „Auch die Einspeisevergütungen für importierte Biomasse müssen an den Nachweis ambitionierter Zertifikate gebunden sein.“

BUND-Energieexperte Werner Neumann: „Die wertvolle Biomasse darf nicht in ineffizienten Motoren und Kraftwerken verheizt werden. Vorzuziehen ist ihr Einsatz in effizienten Kraft-Wärme-gekoppelten Anlagen zu Erzeugung von Strom und Wärme. Der KWK-Bonus muss bei der anstehenden Neufassung des EEG erhalten und weiter erhöht werden. Das führt zum Ausbau von Nahwärmenetzen, die dann eine noch breitere KWK-Nutzung ermöglichen.“

Die mit der energetischen Nutzung von Biomasse verbundene Freisetzung von Schadstoffen wie Feinstaub sei so weit wie möglich zu reduzieren. Eine Förderung von Biomasseanlagen müsse die besten Standards zur Voraussetzung haben, alle Gesetze und Verordnungen seien dem anzupassen.

Die BUND-Position „Energetische Nutzung von Biomasse“ finden Sie im Internet unter:
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/position_biomasse_15032007.pdf

Die BUND-Forderungen zur Förderung der Biomasse im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) finden Sie im Internet unter:
http://www.bund.net/lab/reddot2/pdf/biomasse_EEG11042007.pdf