Private Krankenversicherungen: Besser versichert für weniger Geld

ÖKO-TEST zeigt, wie Versicherte bei steigenden Beiträgen gegensteuern können.

Fast alle knapp neun Millionen privat Krankenversicherte bekommen einmal im Jahr unerfreuliche Post von ihrer Versicherung – die Ankündigung der nächsten Beitragserhöhung. ÖKO-TEST macht darauf aufmerksam, dass man die steigenden Beiträge nicht einfach tatenlos hinnehmen muss. Die Versicherten können die Beitragslast bei ihrer derzeitigen Kasse optimieren, indem sie entweder auf einen Paralleltarif ihres Versicherers umsteigen oder einen höheren Selbstbehalt vereinbaren.

Den Kunden muss allerdings bewusst sein, dass ihnen die attraktiven Wechselmöglichkeiten höchst selten vom Versicherer präsentiert werden. Zwar hat jeder ein gesetzlich verbrieftes Recht darauf, in einen günstigeren Tarif seiner Gesellschaft zu wechseln – und zwar ohne erneute Gesundheitsprüfung und ohne dabei die Altersrückstellungen zu verlieren. Die Praxis zeigt allerdings, dass man sich selbst darum kümmern muss, um das Beste für sich herauszuholen. Doch die Mühe kann sich lohnen. Der Analyse von ÖKO-TEST konnte beispielsweise ein männlicher Musterkunde bis zu 301 Euro pro Monat sparen.

Um Privatversicherten hier umfangreiche Hilfestellung zu geben, stellt ÖKO-TEST Interessierten den Test Private Krankenversicherungen zum kostenlosen Download hier bereit.
http://presse.oekotest.de/bin/M1110-98619.pdf

ÖKO-TEST-Magazin Oktober

Aus dem Inhalt:

TEST: Gewürze
Im Gewürzregal kommt die ganze Welt zusammen. Aber leider nicht nur in puncto Geschmack, sondern auch in Sachen Pflanzenschutzmittel. Die Ursache dafür ist, dass Gewürze sehr stark gemischt werden: Ein Paprikapulver kann sich zum Beispiel aus einer brasilianischen Sorte für den Grundgeschmack, einer Spur indischem Chili für die Schärfe und einer Portion ägyptischen, fruchtigen Paprika zusammensetzen. Und je mehr Grundzutaten es gibt, desto mehr verschiedene Pestizide können in ein Gewürz gelangen: ÖKO-TEST hat bis zu 15 davon in einem Produkt gefunden.

TEST: Trinklerntassen
Trinklernbecher sind praktisch und robust, denn sie erleichtern den Kleinen den Übergang zum eigenständigen Trinken. Die gute Nachrichte ist, dass im Test die Mehrzahl der Produkte rundum in Ordnung ist. Die Becher enthalten nur Spuren von polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK); bei einem Produkt waren die Mengen allerdings etwas erhöht. Ansonsten entpuppten sich aber alle Becher im Materialscreening als unauffällig: Weder Weichmacher noch Bisphenol A (BPA) oder Schwermetalle waren in den Produkten nachweisbar.

TEST: Buntstifte
Kinder haben beim Malen über einen längeren Zeitraum direkten Hautkontakt mit Buntstiften. Oftmals nehmen sie diese auch in den Mund. Umso schlimmer ist es, dass die Produkte voller Inhaltsstoffe stecken, mit denen die Kleinen möglichst nicht in Berührung kommen sollten: Das Labor fand etwa aromatische Amine, den krebsverdächtigen Farbbaustein Anilin und den Phthalatweichmachers DiBP.

TEST: Hochstühle
ÖKO-TEST hat untersucht, ob die Hochstühle kippen, wie leicht man das Kind rein und wieder raus bekommt, wie gut die Modelle mitwachsen, ob das Verstellen kompliziert ist und natürlich mit welchen Schadstoffen sie belastet sind. Das Ergebnis: Eines der teuersten Testprodukte war nicht kippsicher und andere zeigten im Sicherheitstest erhebliche Schwächen. Es gibt aber auch zwei „gute“ Stühle.

TEST: Kissen
Einige Kissen haben es in sich. So fand das Labor in einem Produkt das Nervengift Permenthrin sowie Triclosan, das Allergien auslösen kann und in Verdacht steht, die Antibiotikaresistenz von Bakterien zu fördern. Trotzdem trägt das Kissen ein Öko-Tex-Label, obwohl seit 30. Juni 2010 Triclosan-haltige Produkte laut Öko-Tex-Kriterien nicht mehr erlaubt sind. Die ÖKO-TEST-Recherche hat ergeben, dass das Zertifikat einen Tag vor Inkrafttreten des Verbots erteilt wurde. Bei einem anderen Kissen verspricht der Hersteller einen reizfreien Schlaf, da es mit Silber-Partikeln versehen ist. Das ist jedoch überflüssig. Im Laufe der Zeit kann der Körper sogar silberresistente Bakterienstämme bilden und gegen Antibiotika resistent werden.

TEST: Wolle
Stricken ist derzeit in. Passend zum neuen Trend hat ÖKO-TEST elf Mal Sockenwolle und elf Mal reine Schur- und Merinowolle für Pullover und Co. auf den Prüfstand gestellt. Dabei wurde die Wolle nicht nur auf bedenkliche Inhaltsstoffe, sondern auch auf deren Alltagstauglichkeit getestet. Das Ergebnis: Die Sockenwolle hat besser abgeschnitten als Schur- und Merinowolle. Denn in diesen waren unter anderem das Nervengift Permethrin und umstrittene halogenorganische Verbindungen zu finden. Vier Wollmarken zeigten sich besonders anfällig für Knötchen. Elf Wollmarken leierten aus und verzogen sich nach der Wäsche.

TEST: Rheuma- und Sportlersalben
Bei leichteren Sportverletzungen versprechen eine Reihe von Gelen und Salben Abhilfe. Etliche wirken kühlend. Viele Produkte werden aber gleichzeitig zur Anwendung bei rheumatischen Beschwerden empfohlen und enthalten durchblutungsfördernde, erwärmend wirkende Substanzen. Diese können später helfen, den Stoffwechsel und damit die Heilung zu beschleunigen. Als geeignete Wirkstoffe mit einer belegten Wirksamkeit gelten die „nicht steroidalen Antirheumatika“ (NSAR). Nicht steroidal heißen sie, um sie von kortisonhaltigen Mitteln zu unterscheiden.

TEST: Mousepads
Manche Mousepads sind schlichtweg Sondermüll: Im Produkt von Hersteller Hama fanden die Labore etwa giftiges Quecksilber. 16 der 18 Mousepads enthalten polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe. Einige Stoffe dieser Gruppe sind krebserzeugend, die meisten riechen unangenehm. Ein Rossmann-Produkt aus Naturkautschuk ist zwar frei von Weichmachern, dafür enthält es große Mengen krebserregender Nitrosamine. Zwei Mousepads aus Leder weisen wiederum einen hohen Chromgehalt auf, der wohl vom Gerben stammt.

TEST: private Krankenversicherungen
Ständige neue Preisschübe bei den Versicherungsbeiträgen verärgern viele Privatpatienten und lassen sich vor allem im Alter immer schwerer schultern. Dabei könnten sie in billigere Tarife wechseln, die nicht weniger leistungsfähig sind. Privatversicherte haben ein gesetzlich verbrieftes Anrecht darauf, doch die Versicherer erschweren ihnen den Tarifwechsel. ÖKO-TEST zeigt, wie man als Kunde bis zu 300 Euro sparen kann.

Die Oktober-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins
gibt es ab dem 30. September 2011 im Zeitschriftenhandel.
Das Heft kostet 3,80 Euro. Wieder mit dabei: Das
Elternmagazin Kinder Kinder mit vielen hilfreichen Tipps und Tests.

ÖKO-TEST-Magazin März 2009

ÖKO-TEST-Magazin März 2009

Die aktuelle März-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins gibt es ab dem 27. Februar 2009 im Zeitschriftenhandel.
Das Heft kostet 3,80 Euro.

Aus dem Inhalt

Test Salatgurken: In 39 Gurkenproben wurden Rückstände von 20 verschiedenen Pestizidwirkstoffen gefunden. Am besten schnitten die Bio-Gurken ab. Dagegen enthielt eine Gurke von Netto Rückstände über dem gesetzlichen Grenzwert.

Test Passierte Tomaten: Alle Produkte im Test waren in Ordnung. Da kann man sich Pizza und Pasta getrost schmecken lassen.

Test Gesundheitspräparate beim Discounter: Durchwachsenes Ergebnis der Untersuchung von 86 Arzneimitteln, Medizinprodukten und Nahrungsergänzungsmitteln: Vitamin- und Mineralstoffpräparate werden zum Teil in haarsträubenden Dosierungen angeboten. Hustenmittel, Schlafmittel sowie Blasen- und Nierentees waren allesamt gut. Bei Lidl gab es die meisten „sehr guten“ Produkte, bei Aldi Nord hingegen kein einziges.

Test Babycremes: Die meisten Hersteller bieten mittlerweile sanfte Produkte an, die die zarte Babyhaut nicht mit Schadstoffen belasten.

Test Shampoos: In diesem Mega-Test wurden 129 Produkte für verschiedene Haartypen untersucht. Unangenehm fielen bekannte Marken wir Garnier Fructis, Guhl, Dove, Elvital oder Pantene Pro-V auf, weil sie unter anderem problematische Konservierungsmittel enthalten. Aber es gibt auch eine Menge akzeptabler Produkte – die sogar oft noch recht preiswert sind.

Test Basisitarife bei Privaten Krankenversicherungen: Die neuen Basistarife bieten zwar bundesweit einheitliche Leistungen.
Allerdings sind sie doppelt bis dreimal so teuer wie ein Volltarif bei einer privaten Krankenversicherung – von einem günstigen Sozialtarif, den der Gesetzgeber wollte, kann also nicht die Rede sein.

Test Akkubohrschrauber: Die billigen Marken machten im Praxistest schnell schlapp. Wer gute Qualität will, der muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Das beste Modell im Test war auch das teuerste.

Test Haltbarkeit von Energiesparlampen: Sie sparen weitaus weniger Energie als versprochen wird, sie erzeugen schlechtes Licht. Und auch in puncto Haltbarkeit können die Energiesparlampen nicht überzeugen – im Dauertest fielen die Lampen reihenweise aus.

Erdbeerjoghurt -Öko Test

Fertiger Erdbeerjoghurt aus dem Kühlregal konnte bei einer großen Untersuchung des Frankfurter Verbrauchermagazins ÖKO-TEST nicht rundum überzeugen. Besonders schlecht schnitten gerade die viel beworbenen großen Marken wie Landliebe, Danone und Müller ab. Hauptkritikpunkte der ÖKO-TESTer: In allen Erdbeerjoghurts steckt deutlich mehr Zucker als in einem selbst zubereiteten Produkt. Und: Die meisten Joghurts enthalten zugesetzte Aromen. Viele sind auch überaromatisiert, das heißt, es stecken mehr als zehnmal so viele Aromastoffe drin wie der jeweilige natürliche Fruchtanteil mitbringen würde. Ohne zugesetztes Aroma kommen nur die Bio-Joghurts und der Erdbeerjoghurt von Norma aus.

„Nordic Walking – das sind unsportliche Frauen, die tratschend durch den Park wackeln“. Von wegen: Der Sport ist Klasse, haben ÖKO-TEST-Redakteure im Selbstversuch herausgefunden. Allerdings hapert´s mit dem Zubehör. Denn bei einem großen Praxis- und Schadstofftest machten die untersuchten Nordic-Walking Stöcke überhaupt keine gute Figur: Sie enthielten ein ganzes Sammelsurium an Schadstoffen, teilweise in unglaublichen Mengen. Und auch im praktischen Bereich konnten viele Stöcke nicht punkten. Das ging soweit, dass die Experten und Testläufer einigen Modellen bescheinigten, sie seinen allenfalls zum Wandern geeignet.

Klopapier ist ein Allerweltsprodukt, das jeder braucht und jeder benutzt – gut sechs Mal am Tag. Deshalb nahm ÖKO-TEST jetzt verschiedene Marken unter die Lupe. Das Ergebnis: Einige Hersteller verwenden immer noch Zellstoff, der aus frischen Holzfasern hergestellt wird. Das ist die reinste Verschwendung wertvoller Rohstoffe. Da können die Produzenten auch nicht mehr geltend machen, dass Klopapier aus Recyclingpapier im Gebrauch schlechter wäre. Denn der Praxistest von ÖKO-TEST hat gezeigt: Sowohl in Sachen Saugfähigkeit als auch Reißfestigkeit sind die Klopapiere aus Recyclingpapier mittlerweile in Ordnung. Insgesamt waren die Discounterprodukte im Vergleich zur Markenware besser.

Die aktuelle Mai-Ausgabe des ÖKO-TEST-Magazins enthält insgesamt 12 verschiedene Tests, dazu jede Menge weitere Verbraucherthemen, unter anderem ein großes Special zum Thema Krankenversicherungen mit vier verschiedenen Tests. Das neue ÖKO-TEST-Magazin erscheint bundesweit am 28. April 2008 und kostet 3,50 Euro.

Die Tests im Einzelnen

* Erdbeerjoghurt: Landliebe, Danone und Müller nur „ausreichend“.
* Möhren: Durchweg gute Ergebnisse.
* Trinkmahlzeiten/-breie: Das Zeug gehört vom Markt genommen.
* Babyschlafsäcke: Schadstoffe und Sicherheitsmängel.
* Spiele-Software: Familienspiele am Computer.
* Haarspülungen: Manche stressen die Haare zusätzlich.
* Toilettenpapier: Im Praxistest gab es einige Überraschungen.
* Nordic-Walking-Stöcke: Viele Schadstoffe und Mängel im Gebrauch
* Zahnzusatzversicherungen: Günstig und leistungsstark gibt es nicht.
* Private Krankenversicherungen: Große Leistungsunterschiede beim First-Class-Schutz.
* Tarifwechsel: Immer noch großes Sparpotential.
* Krankenkassen Wahltarife: Nicht für jeden geeignet.

Auslandsreise-Krankenversicherung

Auch wenn Auslandsreise-Krankenversicherungen nur einen eingeschränkten Versicherungsschutz bieten, sollten Langzeitreisende unbedingt eine haben, empfiehlt das Verbrauchermagazin FINANZtest in seiner September-Ausgabe. Diese Versicherungen sind hauptsächlich für Notfälle da, übernehmen aber den Rücktransport nach Hause. \p|

Die Zeitschrift hat 27 Langzeitverträge für weltweit geltende Krankenversicherungen für Privatreisen untersucht. Sechs davon haben „sehr gute“ Versicherungsbedingungen. Zwölf waren „gut“.
Allein der ADAC hat im vergangenen Jahr „für mehr als 15.400 Patienten den Rücktransport organisiert“ heißt es in dem von der Stiftung Warentest herausgegebenen Magazin. Wichtig war den Testern bei der Bewertung der Versicherungsbedingungen auch, dass die Anbieter mit Vorerkrankungen angemessen umgehen und dass sie in ihrem Vertrag keine Bedingungen haben, anhand derer sie sich vor Zahlungen drücken könnten. Preiswert sind die Versicherungen allesamt nicht:

Wer ein ganzes Jahr auf Reisen geht, bekommt für 347 Euro bei der Würzburger aber schon ein gutes Angebot. Dagegen ist eine 90-tägige Reise bei der Victoria für 45 Euro versichert. 180 Tage kosten bei der Europa 161 Euro. Ältere Reisende, da liegt die Grenze oft bei 65 Jahren, zahlen einiges mehr – oder sie bekommen erst gar keine Versicherung. Bei mehreren kürzeren Reisen bis zu 42 Tagen empfiehlt FINANZtest die deutlich preiswerteren Jahrespolicen.

Alle Ergebnisse des Tests stehen in der September-Ausgabe der Zeitschrift FINANZtest und im Internet unter www.test.de